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#1 Aguran - Wochenthema-Basteln ((Unfähige Herrscher)) von Aguran 29.06.2019 20:54

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"Seuchen-Nachreichung"


Das Purpurfieber

Symptome:
Starkes Fieber, mit Halluzinationen, Zuständen von Euphorie und letztlich tötlicher Selbstentzündung

Vorkommen:
Vor allem in den Randgebieten von heißen Wüsten.

Ursachen:
Am Rande der Wüsten wachsen die Flammspeere, etwa 12 Zentimeter große Pflanzen mit einer goldenen Blüte. Deren dunkelgrüner Stiel ist mit sehr kleinen brüchigen Stacheln versehen, welche bei der geringsten Berührung zerbersten und eine Säure absondern, welche starke Hautausschläge für mehrere Tage verursacht.
Verblühen die goldenen Blütenblätter, dann verfärben sie sich purpurrot und bilden sehr feine kleine Achänen, welche dann vom auffrischenden Wind davon getragen werden. In manchen Jahren kann die Luft ganzer Landstriche voll von den umherfliegenden Samen dieser Pflanze sein, ein Phänomen das man Purpurblüte, oder aber Purpurflug nennt.

Die Samen sind klein genug dass sie von Tier und Mensch eingeatmet werden können, was zu leichten Schnupfen oder aber, wenn der Wirt bereits geschwächt ist zum Purpurfieber führen kann.
Das Purpurfieber endet in 9 von 10 Fällen tötlich, mit der Selbstentzündumg des Wirtes.

Durch den entstehenden Brand, werden die Samenkapseln aktiv und können austreiben. Dem entsprechend ist diese Pflanze insbesondere in Gebieten erfolgreich in denen es öfter zu Brändem kommt.

Heilung:
Die einzige Chance auf Heilung besteht darin das Fieber zu senken.
Hierfür gibt es diverse Techniken von Heilpflanzen über Magieanwendungen bis hin zu Ritualen.

Schafft man es das Fieber über 7 Tage hinweg gering zu halten oder zu senken, dann hat man gute Chancen die Krankheit zu überleben.

Weshalb kommt es dennoch zu derart hohem Todesraten?
Das liegt zum einem darin das Purpurfieber bur bei Menschen und Tieren ausbricht, welche bereits geschwächt sind. Dem entsprechend haben sie oft zu wenig wigene Reserven um zu überleben.
Zum Anderen allerdings ist sowohl die Pflanze als auch das Fieber oft religiös verklärt. Das heißt insbesondere fromme Menschen neigen dazu die Erkrankung als eine Gottesprüfung anzusehen, weshalb sie jegliche Hilfe ablehnen.
Ja es gab in der Vergangenhwit sogar Sekten und Einzelpersonen welche sich aif religiöser Sinnsuche absichtlich imfizierten.

Angetrieben wird dies davon, das die wenigen Überlebenden des Fiebers klerikale Wunderfähigkeiten und Hellsichtigkeit erhalten haben. So zumindest zeigen es die Schriften aif.


Sonstige Verwendung der Flammspeere:

So gefährlich die umherfliegenden Samen des Flammspeeres auch sind, so nützlich sind andere Teile der Pflanze.

So werden aus den jungen Trieben der Pflanze sehr potente Schmerz und Betäubungsmittel hergestellt.

Die Säure, welche die Stacheln abgeben gelten als ein hochwirksames Antibiotikum.

Und die tief reichenden Wurzeln dienen getrocknet und zu Pulver zerrieben dazu die Magen-Darm-Tätigkeit con Mensch umd Tier zi normalisieren, wenn diese aus dem Tritt gerät.

Außerdem gibt es auch noch die Verwendung als halluzinogene Droge. Hierfür werden die goldenen Blütenblätter hergenommen, in dem Stadium in welchen sie sich gerade beim vertrocknen rötlich verfärben.
Diese Blütenblätter werden zu einem Pulver zerrieben welches vorrangig geschnupft wird oder aber zu berauschendes Tees gebrüht wird.

#2 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Nharun 30.06.2019 13:02

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Was eine fiese Pflanze! Als Allergiker schüttelt es mich da richtig und ich habe mich beim Lesen direkt gefragt: Warum rottet man dieses tödliche Mistding nicht aus und zupft Sprösslinge aus den Feldern , wo immer man sie sieht. Aber die religiöse Bedeutung der Pflanze und der wirtschaftliche Nutzen, den man von der Pflanze hat, lassen mich glauben, dass dieses tödliche Monstrum auch auf unserer Erde länger überlebt hätte, als es verdient hätte ...

#3 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Chrontheon 01.07.2019 18:22

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Zitat von Aguran im Beitrag #1
[...] mit Halluzinationen, Zuständen von Euphorie [...] Außerdem gibt es auch noch die Verwendung als halluzinogene Droge. [...]

Symptome der Krankeit: Halluzinationen.
Wirkung der Pflanze als Droge: Halluzinationen.

Jetzt kenne ich den Grund, weshalb sich Leute absichtlich damit anstecken! :D

#4 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 01.07.2019 18:42

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Zitat von Nharun im Beitrag #2
Warum rottet man dieses tödliche Mistding nicht aus und zupft Sprösslinge aus den Feldern , wo immer man sie sieht.


Tatsächlich wurde der Flammspeer, auf Endrasyl und auf Antaxminor ganz gezielt ausgerottet. Nur noch auf dem Kontinent Medrasyl erfreut sich die Pflanze allerbester Bedingungen und Gesundheit.
Nicht nur das, hier wird sie sogar in manchen Landstrichen kultiviert, es werden große Felder angelegt. Um Gefahren hierbei zu minimieren ist es den Bauern verboten ihre Flammspeere bis zu Purpurblüte auf den Feldern zu belassen.
Aber die natürlichen Populationen sind ohnehin um ein vielfaches potenter.

Zitat von Chrontheon im Beitrag #3
Symptome der Krankeit: Halluzinationen.
Wirkung der Pflanze als Droge: Halluzinationen.

Jetzt kenne ich den Grund, weshalb sich Leute absichtlich damit anstecken! :D


Zu kurz gesprungen, aber ja man könnte auf den Gedanken kommen.
Der Konsum als Droge und das absichtliche infizieren mit dem Purpurfieber sind 2 paar Stiefel.

Der Drogenkonsument sucht Zerstreuung über die Droge selbst, ist also auf den Rausch aus.

Der Gläubige versucht seinem Flammengott möglichst nahe zu kommen. Feuer spielt in diesem Glauben eine unglaublich große Rolle, weshalb der Flammspeer als eine heilige Pflanze angesehen wird. Ja die Gläubigen haben sogar schon Flammspeer-Felder gerodet, weil sie den Handel mit den Pflanzenteilen als etwas frevelhaftes ansehen, ebenso die Verwendung von Teilen der Pflanze für einen "banalen Rausch". Andererseits bekämpfen sie aber auch die Rodung von natürlichen Pflanzenvorkommen, wo sie nur können.

Es gibt sogar eine Episode in der Geschichte Tenrasyls, in welcher ein Krieg ausbrach, weil ein Händler eine kultivierte Pflanze in seine Heimat mitnehmen wollte. Das jedoch vor allem angetrieben von einem Konglomerat aus Wirtschafts und Religionsinteressen.

#5 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Chrontheon 01.07.2019 19:07

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Zitat von Aguran im Beitrag #4
Um Gefahren hierbei zu minimieren ist es den Bauern verboten ihre Flammspeere bis zu Purpurblüte auf den Feldern zu belassen.

Woher bekommen die dann die Samen fürs Anpflanzen?

#6 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 01.07.2019 22:55

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Gut aufgepasst. 😀

Zur Samenerzeugung gibt es eine Sondergenehmigung.
Aber nur wenn das Grundstùck über das man verfügt mindestens 20 Meilen von der nächsten Siedlung entfernt ist.
Außerdem müssen die Felder abgedeckt werden.

Anstatt dann die Samen fliegen zu lassen, wird das Feld angezündet. Ein Feuer reicht zur Aktivierung der Samen aus.
Der Wietskörper dient lediglixh als Dünger und kann deshalb ersetzt werden durch Holzkohle und Asche, welche dem Feld umter gepflügt wird.

Aktivierte Samen teieben aich erst nacjdem ersten Wasserkontakt aus, dann allerdings wie Unkraut, sejr schnell.

Die oben genannten Regeln können natürlich längst nicjt alle Bauern einhalten, weshalb sich die, die es können als Samenhändler betätigen.

#7 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 03.07.2019 01:41

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Nachreichung "Hausaltare/Hausgötter/Private Religion"


Die antaxminoesche Glaubenswelt.

Während in anderen Reichen Tenrasyls, die Götter eine prägende Rolle auf Kultur und Politik ausüben, spielen sie im Kaiserreich Antaxminor keine wirkliche Rolle.
Zwar gilt der Glaube an die Drachengötter und den von Ihnen erwählten Drachenkaiser als der legitime Reichsglaube, doch im Leben der Bürger spielen beide nur eine Nebenrolle. Man kann es auch respektvolle Ignoranz bei zeitgleicher Lehnstreue nennen.

Viel wichtiger ist den Bürgern ihr Bezug zu ihrer Familie, und insbesondere zu den eigenen Ahnen. Je weiter man die eigenen Ahnen zurückverfolgen kann, desto größer ist das Ansehen dass die Familien bei anderen Bürgern genießt.
Der Ahnenkult geht hierbei soweit, dass in der Kindererziehung auch Merkreime enthält um ihnen die Folge aller Ahnen vom ersten bis zum letzten einzutrichtern. Ebenso wird den Ahnen zugeschrieben, dass sie die Familie beschützen oder einzelne Familienmitglieder anleiten um somit die Familie an sich noch erfolgreicher zu machen.

Den Mittelpunkt eines jeden Haushalts bildet somit auch ein Ahnenaltar, an welchem gebetet wird, oder auch Opfergaben dargebracht werden. Die Ältesten der Familien bilden hierbei eine Art Priesterlehrerschaft, für den Rest ihrer Familie. Sie gelten, da sie dem Tod näher sind, auch den Ahnen näher, und deshalb auch sensibler für die Einflüsterungen der Ahnen.
Ebenfalls weit verbreitet im Zusammenhang mit dem Ahnenglauben ist ein starker Reliktglaube, so werden einige Erbstücke, unter dem Familienaltar verstaut und nur zu besonderen Gelegenheiten heraus geholt, meist im Verbindung mit einer Fürbitte.
Von einigen Ahnen wird behauptet, dass sie nach dem Tod zu einem Geist wurden, welcher halb in der Welt der LEbenden und in der Welt der Toten verweilt, jedoch immer aktiv eingreift wenn die Not am Größten erscheint, deshalb werden diese Ahnen Schutzgeister genannt.

Ebenfalls spielt in dem Zusammenhang ein gewisser Ehrbegriff eine starke Rolle. Denn jedes Handeln lebender Familienmitglieder kann das Andenken eines ganzen Familienzweiges, oder eines geschätzten Ahnen beschädigen. Ebenso werden Beleidigungen der Ahnen als etwas angesehen das nur mit Blut gesühnt werden kann.


Der eigentliche Staatsglaube, nämlich der DRachenglaube, findet in den Haushalten nur am Rande statt, meist ist es ein verschämt erscheinendes Altärchen, mit kleiner Flamme, neben dem Hintereingang eines Hauses, an welchem den Drachen und dem Drachenkaiser gutes Geschick gewünscht wird. So kann man grob sagen, das die Antaxminoer für ihre Anführer bei den Drachen beten, jedoch für sich selbst und ihre Familien bei den Ahnen.

Beide REligionen existieren getrennt voneinander, haben keinerlei Schnittpunkte, und dennoch koexistieren sie in eben diesen unterschiedlichen Schwerpunkten, Drachen für das Reich, Ahnen für die Leute.

#8 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Elatan 03.07.2019 11:58

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So eine friedliche Koexistenz zweier Religionen ist doch was feines!

Zitat von Aguran im Beitrag #7
Der Ahnenkult geht hierbei soweit, dass in der Kindererziehung auch Merkreime enthält um ihnen die Folge aller Ahnen vom ersten bis zum letzten einzutrichtern.

Da würde mich ja interessieren, wie weit sowas tatsächlich zurückreicht und woher der erste Ahne in solchen Reimen (oder den Überlieferungen allgemein) stammt.

#9 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 03.07.2019 17:26

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Zitat von Elatan im Beitrag #8
Da würde mich ja interessieren, wie weit sowas tatsächlich zurückreicht und woher der erste Ahne in solchen Reimen (oder den Überlieferungen allgemein) stammt.


Das kommt jetzt darauf an was man genau beobachtet, man kann entweder die akribisch geführten Stammbäume betrachten, die in manchen Häusern sogar kunstvoll die Zimmerdecken und Wände verzieren, oder man geht auf die Legende zurück.

Die Stammbäume werden sehr akribisch gepflegt, und in jeder Generation gibt es immer mindestens eine Person die sich darum bemüht Beweise für eventuell noch weiter zurückliegende Ahnen zu finden, mit Glück vielleicht sogar welche mit besonderer Bedeutung auch außerhalb der eigenen Familie. Das steigert das Prestige nämlich erheblich. ;)
Solche Erweiterungen der Ahnenreihe von Vorne her werden aber auch von Außenstehenden akribisch geprüft, bevor sie als Allgemeingut anerkannt werden.

Wenn man von der Legende ausgeht, dann suchen all diese Familien ihre familiäre Verbindung zum allerersten Drachenritter Jorey Samba, welcher sich als allererster Mensch den Drachen angeschlossen hatte, vor etwa 3500 Jahren.
Oder aber sie suchen nach der noch viel geachteteren Eywinn Elbenhaut, welche den ersten Sklavenaufstand gegen die Elben anführte und dabei starb, vor etwa 2700 Jahren.

Das sind beides Gründungsmythen des Reiches, zu denen bisher allerdings bei allem Fleiß noch kein Stammbaum vorgedrungen ist. Was aber auch an den langen Zeiträumen liegt und der Tatsache, dass erst in einem Bruchteil dieser Zeitspanne ein wirkliches Dokumentenwesen besteht, mit dem man solche Nachweise führen kann, dies besteht erst seit ca. 1500 Jahren, ist dort aber stark lückenhaft, weil es das "Alte Reich" beinhaltet. Das "Neue Reich" besteht erst ein paar Hundert Jahre, hier sind aber Stammbäume gut abgesichert.

#10 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Nharun 07.07.2019 21:31

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Eine spannende Ausgangssituation und eine schöne Privatreligion, ich könnte mir vorstellen, dass sich mit der Zeit ein netter Synkretismus aus beiden Religion auswächst, der aber auf dem Weg dahin bestimmt seine Glaubenskriege mitbringt.

#11 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 07.07.2019 23:51

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Bei diesen beiden Religionen eher unwahrscheinlich.
Es sei denn die Drachenorden und Drachenritter würden anfangen am Rad zu drehen.

Aber solange der gemeinsame Feind noch nicht besiegt ist, eher unwahrscheinlich. Sie brauchen Stabilität im eigene Reich um den "Ewigen Krieg" gegen Endrasyl durchzuhalten.


Aber sollte die erste Familie es schaffen den eigenen Stammbaum zu einer der Gründerfiguren zurückverfolgen zu können, dann könnte daraus leicht ein Machtanspruch konstruiert werden. Spätestens hier könnte es dann krachen. Egal ob man noch Feinde im Außen hat oder nicht. Denn die Drachenorden und der Drachenkaiser würden sich die Macht selbstredend nicht streitig machen lassen.

#12 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 10.07.2019 20:37

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Die unendliche Bibliothek


Am Übergang zwischen Tag und Nachgleiche, und zwischen dem Zwielicht und der Nacht soll es einen Zugang zur unendlichen Bibliothek geben. Gesehen hat sich noch kein Lebender und kehrte anschließend zurück um davon zu berichten. Es ist jedoch auffällig, dass alle Gelehrten, welche nach dieser Bibliothek ernsthaft suchten, eines Tages spurlos verschwanden.

Sind sie also fündig geworden, und finden nur nicht den Weg zurück?
Oder aber kamen sie der Bibliothek und eventuell den Interessen Mächtigerer zu nahe und verschwanden deshalb?

Die Legende der ewigen Bibliothek ist uralt.
Angeblich soll dort das Wissen aller Zeiten und Welten aufbewahrt werden. Wissen aus allen Epochen, und zwar nicht nur der Vergangenheit, sondern auch Bücher über die Zukunft sollen in der Bibliothek zu finden sein. Und sogar das Wissen von Welten außerhalb der unseren!
Unvorstellbar was man alles mit diesem Wissen anfangen könnte!

Doch egal wieviel Wissen dort zu bergen ist, ohne sie zu finden und zu betreten nützt einem all dieses Legendenwissen reichlich wenig. Wir werden also weiterhin Sucher verlieren, vielleicht aber eines Tages, wird einer von ihnen erfolgreich sein und uns allen die Tür zum Wissen aufstoßen. Ich freue mich darauf.

Garond Falkblitz,
Meister des Wetters an der Akademie zu Telm, in einer ruhigen Minute im Park, vor seinen Studenten

#13 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Nharun 11.07.2019 11:13

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Die unendliche Bibliothek klingt toll, der Text macht neugierig! Ein hübsches, kleines Mysterium!

#14 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Teja 16.07.2019 18:34

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Ja, so ein Ort ist echt toll. Ich glaube, sowas hatte Eya auch mal, vor langer langer Zeit als vieles noch sehr sehr anders war.

#15 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 24.07.2019 20:50

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Das Währungsystem in Antaxminor:

Im Gegensatz zu anderen Reichen auf anderen Kontinenten Tenrasyls ist der gewöhnliche Geldverkehr im Reich des Drachenkaisers nicht auf das Prägen von Wertmetallen angewiesen. Stattdessen verwenden die Bürger des Reiches Drachenschuppen um ihren täglichen Bedarf zu bezahlen. Wichtig hierbei ist, dass diese Drachenschuppen nicht erjagt werden, sondern bei den Häutungen der Riesenechsen abgeworfen werden. Nur ein Bruchteil davon gilt als gut genug um ins Währungssystem einzufließen.
Die Reichsbank bestätigt die Anerkennung einer Schuppe als Zahlungsmittel durch eine Einkerbung und eine Prägung des Jahres in welchem die Schuppe abgeworfen wurde. In welchen Jahren, welche Einkerbungen vorgenommen werden unterliegt der Geheimhaltung, und ist lediglich der Reichsbank und Ermittlungsbehörden bekannt, sollte sich ein "Falschmünzer" versucht sehen.
Es werden sowohl der Größe als auch dem Gewicht der Schuppen ein entsprechender Wert entgegen gestellt. Außenstehende brauchen Monate um die Feinheiten des System zu verstehen, welches den Bürgern des Reiches allerdings völlig einleuchtet.

Im Groben kann man sagen es gibt drei Währungseinheiten:

Echse = Die Schuppen eines mindergeistigen Drachens
Drachling = Die Schuppen eines Jungdrachens (12 Echsen sind ein Drachling)
Drache = Die Schuppen eines ausgewachsenen Drachens (24 Drachlinge sind ein Drache)

Innerhalb der Staatselite und des Militärs gibt es dann noch eine vierte Einheit, den sogenannten "Splitter", diesen wird ein Normalbürger vermutlich aber nur selten zu sehen, und sehr wahrscheinlich auch niemals in die Hände bekommen. Die Splitter werden von den Drachengöttern selbst abgeworfen, und sind allein schon deshalb sehr exklusiv. Auch findet hier keine Prüfung durch die Reichsbank statt, jede Schuppe, egal welcher Qualität auch immer, ist automatisch Zahlungsmittel. Ein einziger Splitter bereits kann mehr als 1.000 Drachen wert sein.


Doch nun kommen wir zur Komplexität des Systems, das Gewicht und die Größe der Schuppen spielt bei jedem Zahlungsvorgang eine Rolle. Das heißt die Schuppengröße und das Gewicht werden bei jeder Transaktion vermessen und gewogen. So kann eine Echse unter Umständen nur eine halbe Echse wert sein, oder aber sogar 2 Echsen.
So ist es nicht verwunderlich dass Banken eigene Abteilungen für die genauere Wertschätzung der Schuppen mit abschließendem Zertifikat haben und sich diese Dienstleistung gut bezahlen lassen.
Und dies ist noch weniger verwunderlich, wenn man bedenkt, dass eine Schuppe auch durchaus Wert einbüßen kann, indem sie durch vermehrten Gebrauch zum Beispiel an Umfang einbüßt, oder aber im Wert steigen kann ,wenn sie durch ständiges Abgreifen plötzlich silberne oder goldene Marmorierungen aufweist.

Für den Außenhandel verwendet das Reich meistens Rohstoffe, welche mit den Splittern erstanden wurden.

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