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#31 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 01.08.2019 19:55

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Wie vereinbaren sich Regel 3 und der Rat/Protektor?
Regel 3 sagt keiner darf über andere herrschen und der Rat und der Protektor herrschen über andere...?

#32 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 01.08.2019 21:04

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Es ich mehr eine Verwaltung als eine echte Herrschaft.

Jeder Funktionär muss, sich fùr Reformen immer den Rückhalt des Rates oder größerer Teile der Bevölkerung aichern.
Ein Protektir ist machtlos, wenn ihm die Bürger nicht ermöglicjen seine Macht auszuspielen.
Er hat keine Mittel dazu irgendetwas gewaltsam duchzusetzen.
Kein Amt kann das.

#33 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 02.08.2019 20:01

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Tagesthema: Metropolen

Conratis - Hauptstadt des Imperiums Vhol

Einwohner: ca. 1.200.000
Stadtwappen: Ein Brennendes Auge mit Adlerschwingen, auf purpurnem Grund
Herrschaft/Regierung: Die Regierung der Stadt liegt in der Hand des, von den Patrizierfamilien gewählten Senats. Dieser Senat trifft alle infrastruktuellen und Verwaltungsaufgaben welche in der Stadt und seinem direkten Umland anfallen. Der Ebenfalls ansässige Bathan (Das Oberhaupt der Aratis-Kirche und des Gesamtreiches) nimmt nur selten direkten Einfluss auf die Regierungsgeschäfte der Stadt, nimmt aber ein Mitsprachrecht in Anspruch, wenn es um Neubauten oder Stadtverteidigung geht.
Stadtgarnisionen: Stadtwachen (ca. 5.000 Mann), 6 Bürgerwehren (ca. 7.500 Mann), 2 Ritterorden (ca. 300 Mann), I. und IV. Legion des Reiches haben hier ihre Heimatbasis (wenn zugegen ca. 22.000 Mann).
Stadtwehranlagen: 4 Mauerringe, die äußeren beiden durch Gräben und stationäre Ballisten verstärkt, Die inneren Ringe sind mit Wehrtürmen versehen und ca. doppelt so hoch wie die äußeren Mauern.
Im Stadtkern befindet sich das Sanktum, ein gewaltiger militärischer Kloster und Tempelbau, welcher in seiner Architektur starke Anleihen an Festungen hat. Das Sanktum bietet im Notfall einem letztem Aufgebot von 5.000 Mann unter Waffen und 22.000 Zivilisten Platz, und ist dauerhaft mit Vorräten versorgt die eben jene Anzahl an Menschen über ein halbes Jahr versorgen kann.
Die Sankten sind der Kern einer jeden Provinzhauptstadt im Reich, jedoch größe und Ausmaß der Lagerhaltung und des Gebäudes richten sich nach der geplanten Einwohnerzahl bei Stadtgründung.
Aufsehenerregende Bauten: Das Sanktum; der Pallast (Regierungssitz des Reiches), Pallastgärten (Parks mit ausschweifenden Wegen, und Wasserspielen, geöffnet für die Öffentlichkeit), Der Speicher (zentrales Handelsgebäude der Stadt, direkt am Hafen), Die Aratisfeste (weithin sichtbare Feste auf einem Hügel, Sitz des Ritterordens der güldenen Lanze), Der Zirkus (Eine Arena mit Platz für 26.000 Bürger).
Stadtinfrastruktur: 32 täglich geöffnete Märkte, 130 Badehäuser und Thermen, diverse Handwerkskammern, über 2.000 öffentliche Brunnen, fortschrittliches teils unter- teils überirdisches Bewässerungssystem, diverse Handelshäuser, 5 Söldnerherbergen, über 700 Stadt- und Feuerwachen.
Wohn/Stadtstruktur: Nahe des Pallas, also des Zentrum der Stadt leben die mächtigsten Patrizierfamilien und deren Sklaven, vor der ersten Mauer befinden sich die Gewerbeviertel der Handwerker und einige Märkte und Tempel, Hinter der 2ten Mauer befindet sich das Hafenviertel, das Tavernenviertel der Zirkus und diverse andere Etablissements welche der Erbauung dienen, aber auch der Palast. Hinder der 4ten Mauer befinden sich die Wohngebiete der Bürgerlichen, und einige Märkte und weitere Tempel, außerdem aber auch die Aratisfeste.
Außerhalb der Stadt gibt es einige wilde Ansiedlungen, welche vor allem von verarmten Bürgern bewohnt werden, und aus Brandschutzgründen, aber auch um die Stadtverteidigung sicher zu stellen regelmäßig abgerissen werden. Wer heir lebt gilt nicht offiziell als Bürger der Stadt, da die Gebiete unerwünscht sind gelten die hier lebenden nicht mal als Bürger des Stadtumlandes.

Von Außen sie die Stadt aus wie eine überdimensionale Stufenpyramide, denn die einzelnen Verteidigungsabschnitte sind auf künstlich aufgeschütteten Terrassen angelegt, deren Mittelpunkt und Abschluss das überdimensionierte Sanktum und dessen Turm auf der höchsten Ebene bildet. Weithin sichtbar über die weitläufigen fruchtbaren Ebenen aus Kulturland wie Feldern, Obstplantagen aber auch Steinbrüchen, aber auch kleinen wie am Reissbrett angelegten Ansiedlungen, ist dieser Turm und dessen Turmspitze sichtbar, welche Tag wie Nacht in einem golden-göttlichen Glanz des Feuergottes erstrahlt, und damit alle Untertanen die es sehen könne immer daran erinnert welchem Gott und welchem Anführer sie verpflichtet sind.

#34 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 02.08.2019 20:41

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Zum Einordnen: wie viel im Verhältnis zu anderen Städten sind die 1,2mio Einwohner? Ist das eine der großen Metropolen oder eine kleinere? Vielleicht sogar die Größte?

Zitat von Aguran im Beitrag #33
Von Außen sie die Stadt aus wie eine überdimensionale Stufenpyramide, denn die einzelnen Verteidigungsabschnitte sind auf künstlich aufgeschütteten Terrassen angelegt

Irk in der Stadt möchte ich nicht wohnen... Sieht vielleicht episch aus aber ständig Treppen und Hänge rauf und runter steigen nur um vorwärts zu kommen? Ne danke bin ich zu faul

Wie künstlich ist das? Also... alles aufgeschüttet in einer Ebene oder war da ein Hügel der nur bearbeitet wurde

#35 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 02.08.2019 21:07

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Es ist die zweitgrößte Metropole der Welt. Nur noch Antax ist mit 3,2 Mio Einwohnern größer, befindet sich jedoch auf einem anderen Kontinent.
Und ist im Gegensatz zu den Planstädten des vholidischen Imperium ein wildgewachsener Moloch um einem früher einmal geplanten Kern.

Andere Metropolen haben wesentlich kleinere Bevölkerungszahlen, die bedeutensten bewegen sich im Bereich von 75.000-180.000 Einwohnern.

Zur Künstlichkeit, Kern bei der Grundplanumg eimer solchen Stadt ist immer ein Hügel oder Berg um welchen herum gebaut wird.
Zumindest im Vholidischen Imperium würdest du dich nicht allzu wohl fühlen, alle Provinzhauptstädte des Reiches wurden nach demselben grundsätzlichen Muster aufgebaut. 😉

Vielleicht versöhnt dich aber das die Städte so geplant werden das jeder Einwohner le Dinge des täglichen Bedarf grundsätzlich besorgen kann wenn er auch auf einer ebene bleibt

#36 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 02.08.2019 21:59

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Zitat von Aguran im Beitrag #35
Es ist die zweitgrößte Metropole der Welt. Nur noch Antax ist mit 3,2 Mio Einwohnern größer

Zitat von Aguran im Beitrag #35
Andere Metropolen haben wesentlich kleinere Bevölkerungszahlen, die bedeutensten bewegen sich im Bereich von 75.000-180.000 Einwohnern.


Hm...
Gibt es einen Grund warum Antax so viel größer ist als sie "sein sollte"? Und warum nach Conratis so eine große Lücke ist... also quasi warum sind Antax und Conratis so riesig und dann kommt ewig nichts?

Ich beziehe mich auf das Zipf'sche Gesetz das überall in der Natur auftaucht und auch auf Stadtgrößen anwendbar ist (natürlich plusminus einer gewissen kleinen Abweichung). Bei Stadtgrößen gibt es normalerweise einen Grund für Abweichungen vom Zipfschen Gesetz, z.B. Paris ist größer als es sein sollte weil Frankreich so extrem zentralisiert ist und Berlin ist kleiner als es sein sollte weil die Stadt lange Zeit eingeschlossen war und Deutschland extrem dezentralisiert ist.

#37 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 02.08.2019 22:27

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Von einem "zipfschen Gesetz" habe ich niemals etwas gehört.

Ich kann nur sagen das Antax die älteste Menschenstadt ist und bereits im ersten Telumnarischem Reich errichtet wurde.
Das Stadtgebeit ist also seit mehreren Jajrtausendem besiedelt. Der ursprüngliche, umd gut geplante Stadtkern stammt noch aus dieser Zeit.
Als das erste Reicj fiel hatte das in der Anarchie zur Folge das immer mehr Flüchtlinge in die Stadt kamen und dort aucj blieben.

Antax ist seit einigem Jahrhunderten wieder Hauptstadt des 2ten Reiches.
Das antaxminoische Reich setzt auf eine starke zentralistische Verwaltung, welche auf die Hauptstadt ausgerichtet ist.


Im Gegensatz dazu ist Conratis eine "junge Stadt", und die Provinzhauptstädte sind noch jünger.
Conratis wurde von Auswanderern aus Antaxminor hegründet, welche der Meinung waren dass das 2te Reich auf Dauer kollabieren würde, eben wegen der überfüllten Jauptstadt und der zentralistischen Verwaltung und allen Problemen die das brimgt.
Außerdem wollten sie sichvom Drachenkult abwenden.

Das vholidische Imperium setzt auf sich selbst verwaltende Provinzen mit einem übergeordneten Kontrollorgan.
Im Grunde genommen ein fast schon föderales System. Das jedoch daraif achtet dass die Hauotstadt alles andere überstrahlen soll. Die Provinzhauptstädte sind eher "Werbemaßnahme" für die Hauptstadt aber eben auch Miniklone.
Denn kleinere Provinzen können, sollten sie sich gegen die Hauptstadt erheben weniger ins Feld führen. Vor allem deshalb wicjtog weil das vholidische Imperium expansionistisch agiert und dabei fremde Völker integrieren muss, welche sie im zweigel aber auch kontrollieren können muss. Auch vir zur Not gewaltsamen Umiedlungen schrecken sie für das Ziel nicht zurück.


Die Kluft zwischen den Metropolen dieser beiden Großmächte und den anderen liegt in mehreren verschiedenen Unterschieden.
1. Die anderen können längst nicjt aoviele Ressourcen, Menschen und Macht aufbieten.
2. Die Reichgründungen umd auch die Stadtgründungen waren oft wieder später. Oft sogar erst inspiriert dirch die beiden Großmächte.
3. Viele der Reiche führen ein sehr viel naturverbundeneres Leben in welchem das Formen der Natur für den Menschen eher n den Hintergrund rückt.
4. Andere Reichsgebiete sind deutlich unwirtlicher, während sich die beiden Großreiche schon früher die Filetstückchen an Ländereien gesichert haben.

Zusammenfassend kann man sagen Antaxminor und Vhol snd die ersten menschlichen Hochkulturen und noch dazu die ältesten existierenden.
Was ihnen einen klaren Vorsprung verschafft was die Entwicklung angeht.

#38 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 03.08.2019 14:55

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Zitat von Aguran im Beitrag #37
Von einem "zipfschen Gesetz" habe ich niemals etwas gehört.


Ok wenn du nichts dagegen hast erkläre ich das mal. Es ist ein sehr nützliches Gesetz um natürliche Verteilungen zu basteln, zusammen mit der Gaussverteilung. Man kann sagen 99% aller Verteilungen sind entweder Zipf oder Gauss und das letzte 1% sind es nicht wegen irgendwelchen Besonderheiten die das verhindern. Ich geh jetzt nicht darauf ein warum das so ist (hat was mit Selbstorganisation zu tun) sondern erkläre nur wie es ist.

Das Zipfsche Gesetz beschäftigt sich mit Häufigkeiten in Systemen und Zipf hat herausgefunden dass es bei diesen Häufigkeitsverteilungen Regelmäßigkeiten gibt.
Wenn man die Häufigkeiten sortiert bekommt man eine Verteilung die etwa so aussieht:
Wenn man von dem häufigsten Ding abwärts die Liste durch geht, bekommt man für das zweithäufigste eine Menge die 1/2 mal so groß ist wie das Häufigste, das Dritthäufigste ist 1/3 so oft da, das Vierthäufigste 1/5, Nummer 5 ist 1/5 so oft da, Nummer 6 1/6 usw. Das Ding auf dem 100sten Rang ist also 1/100 so häufig aufzufinden wie das Häufigste.

Beispiele dafür sind z.B. die Verteilung von Buchstaben in Sprachen, E ist der häufigste Buchstabe, N kommt etwa halb so oft vor, I 1/3 so oft, S 1/4 so oft usw. Genauso Worthäufigkeit. Der ist am häufigsten, Die ist 1/2 mal so häufig, Und 1/3, In 1/4 usw. Diese Gesetzmäßigkeiten sind unabhängig von der Sprache die gesprochen wird und ist so universell dass Forscher Zipfverteilungen nutzen um nach Aliensignalen zu lauschen. Wenn ein Signal kommt wird gekuckt ob das Signal (Stärke, Intervalle usw.) nach Gauss verteilt ist, dann ist es natürlichen Ursprungs, oder nach Zipf verteilt ist, dann ist es sehr wahrscheinlich eine Sprache oder so etwas.
Es gibt noch andere Beispiele dafür, aber in diesem Fall ist besonders wichtig:

Größen von Bevölkerungszentren folgen auch Zipfverteilungen. Das tun sie sowohl regional, als auch national und sogar international. Und das tun sie ohne miteinander zu kommunizieren oder etwas miteinander zu tun zu haben. Als Beispiel dafür nehme ich mal die Größten Städte um das Jahr 1000.
Die Rangfolge ist
Angkor (Cambodia) - 1,2mio Einwohner
Kaifeng (China) - 500k Einwohner
Cordoba (Cordoba) - 400k Einwohner
Konstantinopel (Byzanz) - 300k Einwohner
Kyoto (Japan) - 250k Einwohner
usw.
Die Städte sind quer über die Welt verteilt, haben nichts miteinander zu tun, aber sind dennoch weitgehend nach Zipf verteilt. Wenn man das heute macht klappt es nicht so ganz zu 100% weil es bei den riesen Metropolen nicht mehr klare Grenzen gibt wie man sie vom Rest abtrennt so weit verteilt sind sie (Tokyo oder New York enden laut Stadtgrenzen am Punkt X aber wenn man an der offiziellen Stadtgrenze steht sieht man dass das bewohnte Gebiet weit drüber hinaus geht) aber wenn man die Regionen nimmt und nicht die Stadtgrenzen passt es wieder.

Ausnahmen zu der Verteilung haben normalerweise einen Grund. Beispiel ist Berlin das kleiner ist als es "sein sollte", weil es jahrzehntelang eingesperrt war und die Regierung von Westdeutschland nicht eine Hauptstadt hatte sondern mehrere. Bonn als Regierungshauptstadt, Frankfurt als Bankenhauptstadt usw. Diese Dezentralisierung und die Folgen des Eingesperrtseins hat man heute noch. Dennoch ist die Abweichung nur wenige Prozent.
Paris ist genau anders herum. Paris ist größer, weil Frankreich extrem zentral aufgebaut ist und alles in die Hauptstadt legt und die Provinz vernachlässigt. Drum gilt ja seit Jahrhunderten der Satz: "erobere Paris und du eroberst Frankreich" Trotzdem ist die Abweichung auch nur einige Prozent.

-.-.-.-

Auf deine Stadtverteilung bezogen:
Antax und Conratis sind "okay" im Sinne von im Rahmen normaler Abweichungen passen die Größenverhältnisse zwischen den Beiden. Dann aber ist ein Sprung von 1.2mio zu 180k, was nach Zipf ein Sprung ist von Platz 2 zu Platz 18 in einer natürlichen Verteilung. Es muss also einen ziemlich extremen Grund geben warum Antax und Conratis so extrem groß sind. Antax ist 6x größer als es "sein sollte", weil wenn ich es richtig verstanden habe sind die restlichen Städte auf der Welt weitgehend normal verteilt. Das heißt es gibt keine weiteren Lücken.

Ich gehe mal von einem vergleichsweise gleichen Technologieniveau auf der gesamten Welt aus. Man kann also davon ausgehen dass entweder deine Welt die Möglichkeit hat Millionenstädte zu versorgen aber aus irgendeinem Grund sich keine bilden obwohl sie es könnten oder dass die Welt die Möglichkeit hat Städte im Bereich bis zu 200k zu versorgen aber aus irgendeinem Grund die beiden Städte raus fallen. Und zwar so extrem raus fallen dass sich nicht mal größere Städte im Umkreis bilden (was eigentlich zwangsläufig passiert, siehe Zentrale Orte nach Christaller... Kurzform: Leute haben unterschiedliche Radien die sie bereit sind für bestimmte Waren zu reisen, je höherwertig die Ware, desto größer der Radius. Dadurch entwickelt sich ein System aus unterschiedlich zentralen Orten. Jede Metropole hat weitere Zentren die außen rum liegen, welche wiederum kleinere Unterzentren haben die außen um sie liegen usw.).

Tut mir leid wenn ich das jetzt ziemlich auseinander nehme was du gebastelt hast, ich hoffe du nimmst mir das nicht übel. Stadtgeographie ist ein Thema wo sich viele Leute kaum auskennen und so man an viele Sachen nicht denkt oder sie gar nicht weiß.

#39 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 03.08.2019 23:24

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #38
Tut mir leid wenn ich das jetzt ziemlich auseinander nehme was du gebastelt hast, ich hoffe du nimmst mir das nicht übel. Stadtgeographie ist ein Thema wo sich viele Leute kaum auskennen und so man an viele Sachen nicht denkt oder sie gar nicht weiß.


Och, ich nehme Dir das keineswegs übel, ich lese es interessiert.
Dinge die man besser machen könnte sind schließlich immer willkommen.

Ob, und was ich mit deinen Infos nun mache, da muss ich drüber grübeln.
Tenrasyl ist keine Simulation, sondern reine Imagination. ;)

Aber danke für deine Infos, geben mir etwas zum Nachdenken mit.


Was "vergleichbares Technologieniveau" angeht, das kommt sehr darauf an wie man Technologie definiert.
Als Beispiel, sowohl Antaxminor, als auch Vhol setzen vor allem auf Ingenieurswesen. Und sind dem entsprechend weit führend in allem rein technologischen. Von der zivielen Nutzung, wie z.B. in einfachen Maschinen wie Kränen, oder Aquädukten, Nahrunserzeugung usw, oder auch bezogen auf militärische Nutzung wie Kriegsgerät oder Festungsbau.
In gewisser Hinsicht ein "Erbe der Drachen", welche er diese Form der TEchnoligie auf die Welt brachten. Eigentlich ist diese Technologieform ein "Fremdkörper" auf Tenrasyl.

Andere Menschenreiche hingegen erreichen "ähnliche Ergebnisse" über Magieeinsatz, oder aber sie hängen technologisch stark zurück (weshalb Vhol für sich ja die "Mission" draus gemacht hat diese "Brüder und Schwestern zu erhellen", durch Eroberung und Herrschaft).


Elben setzen ebenso auf Magie wie auf Technologie und sind mit dieser Mischung allen anderen weit überlegen.
Die Zwerge setzen rein auf IHRE Technologie (eine Art Seelenkraftübergang auf leblose Materie) sind aber stark Isolationistisch und Protektionistisch, was ihre Weiterentwicklung mehr zu einem "Kochen im eigene4n Saft" udn dem Verfangen in "Traditionen" verkommen lässt.
Und die Orks... phu, das sind vor allem Räuber, sie erbeuten TEchnologie und entwicklen sich so technologisch weiter, dann ahben sie noch einen starken Magieansatz. Deshalb wirkt ihr "Technologischer Stand" eher wie ein wilder Mischmasch.

Diese Unterschiede sind durchaus genau so gewollt. Stellt sich die Frage ob sich das überhaupt mit deinem Zipf vereinbaren ließe? :D


Und dann kommen noch die sehr stark unteschiedlichen GEsellschafts und Herrschaftssysteme hinzu, die ebenfalls Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung begünstigen. Nur mal 3 Extrembeispiele:
- Elben sind eine stark tradionalistische absolotistische Aristokratie mit starken Hegemonialanspruch udn einer stark ausdifferenzierten Gesellschaft.
- Vhol ist ein militaristisch-religiöses udn expansionistisches Imperium, mit differnzierter Gesellschaftsordnung und rudimentär demokratischen Anleihen, aber auch einer sehr hohen Toleranzschwelle gegenüber denen welchen sie unterworfen haben.
- Orks hingegen leben in einer anarchistisch anmutenden Stammesgesellschaft und dauerhaften Krieg, auch untereinander. Es herrscht immer derjenige, welcher den letzten "Obermotz" kalt gemacht hat. Und in der Sichtweise der Orks, hat auch JEDER das gute Recht dazu diesen Platz anzustreben, oder beim Versuch drauf zu gehen. Eigentum hat auch nur derjenige, welcher in der Lage ist es zu verteidigen usw. usf.

#40 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 04.08.2019 02:00

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Ja klar, unterschiedliche Herrschaftssysteme haben unterschiedliche Bevölkerungsdichten und so zur Folge.

Worauf ich aber in erster Linie hinaus will ist die Frage wie es denn sein kann dass diese Städte quasi im Vakuum liegen. Weil in den Ländern selber hat man ja dasselbe "Problem". Man hat eine riesen Stadt und dann nichts mehr. Es muss ja einen Grund geben warum die gesamte Gesellschaft dieser beiden Länder so extrem auf die Metropolen ausgerichtet sind dass der ganze Flächenstaat quasi aus einer Stadt besteht in der fast alle wohnen und einer riesigen Fläche in der fast keiner wohnt.

Ich rechne das Ganze mal auf Deutschland um. Wäre Deutschland so aufgebaut hätten wir Berlin und die nächst größere Stadt (also Platz 18) wäre Bielefeld. Die ganzen größeren Städte wie Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Bremen, Nürnberg, Dresden usw. würden nicht existieren.
Das würde bedeuten dass etwa die Hälfte aller Einwohner Deutschlands in einer einzigen Stadt wohnen würden und sich die anderen 50% auf den Rest des Landes verteilen. Also 50% der Einwohner auf 891km² und 50% auf den restlichen 357.000km²

Ich sage ja nicht dass es falsch ist oder so, ich meine nur es muss meiner Meinung nach einen ziemlich krassen Grund dafür geben, vor allem weil solch ein Ungleichgewicht mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen Hand in Hand geht.

#41 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 04.08.2019 03:25

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Das ist doch gar nicht so, es sind lediglich viele kleinere Ansiedlungen um die Metropolen herum.
Ein Niemandsland zwischen den Metropolen gibt es also nicht.

Oder um es deutlicher auszudrücken, kleineren Ansiedlungen zusammen genommen ergeben ebenfalls größere Städte/Stadtverbünde.
Sie würden sich selbst aber so gar nicht sehen. Weder als Stadt noch als Stadtverbund.

#42 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Nharun 07.08.2019 17:21

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Es ist vielleicht ein bisschen am Thema vorbei, ein bisschen verspätet und gehört vielleicht auch gar nicht hier herein; aber es ist mir beim Lesen der letzten Beiträge hier in den Sinn gekommen, also passt es vermutlich doch:

Ich kenne aus dem RPG-Bereich (Kampagnen-)Welten, die als "Points of Light" bezeichnet werden, das sind solche Welten in denen es ein paar vereinzelte Stellen mehr oder weniger friedlicher Zivilisation umgeben von Wildnis oder Frontier-Orten sind; seien es wild-westartige Schauplätze mit entwickelten Städten als Points-of-Light und unerforscherter Wildnis im Westen, wo sich nur Halunkenstädte, Vorposten und vermutlich unfreundliche Ureinwohner befinden, postapokalyptische Welten oder auch Fantasywelten.
Gerade weil Aguran das Stichwort der Imagination eingebracht hat, wollte ich die Points of Light noch einmal als Kontrast zu Gerions realistischer Herangehensweise ins Spiel bringen. Bei Points of Light erfordert der Imagination nämlich aus dramturgischen Gründen eine Abwendung vom Realismus, je nach genauem Kontext könnten hier sogar Millionenstädte einen Sinn ergeben, in deren Umland sich so gut wie keine Zivilisation mehr befindet. Klar, das ganze ist schnell nicht mehr realistisch, dafür bietet es aber Plotmöglichkeiten.

Es gibt mit Sicherheit auch Wege das ganze zu kombinieren (gab es historisch gesehen bei uns ja auch immer wieder mal).

#43 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Aguran 07.08.2019 18:18

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@Nharun

Danke, genau das ist der Punkt auf den ich raus wollte als ich davon sprach das Tenrasyl nicht den Anspruch hat allzu realistisch zu sein. Oder gar Simulationistisch.

Das heißt ausdrücklich nicht das ich Realismus beim Weltenbau ablehne, oder diesen in irgeneiner Form abwerte.
Sondern es heißt jede Welt muss den Umfang an Realismus, oder Imagination erhalten der sinnvoll ist für den "Einsatzzweck", der erschaffenen Welt.
ist die Welt selbst das Hauptprojekt, dann ist es sinnvoll so tief wie nur möglich einzusteigen, das heißt durchaus auch bis zur Weltsimulation.

Ist die erschaffene Welt hingegen "nur Kulisse" um z.B. Geschichten zu erzählen, dann reicht es absolut aus Spotlights zu setzen und auh Lücken zu lassen.
Denn in der späteren Erzählung wird man selbst bestimmen was man demjenigen der die Welt erkundet zeigt, und was man hingegen dessen Fantasie, durch Auslassungen, überlässt.

Bei Tenrasyl, geht es genau um diesen Ansatz. Tenrasy ist, wenn man es böse ausdrücken möchte lediglich die Kulisse, für ein Bühnenstück. ;)

#44 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von Nharun 07.08.2019 19:12

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Zitat von Aguran im Beitrag #43
wenn man es böse ausdrücken möchte lediglich die Kulisse, für ein Bühnenstück. ;)


Ich finde nicht, dass es böse ausgedrückt ist, eine Welt als "Kulisse" zu bezeichnen. Viele Welten sind nur Kulisse und das reicht, je nachdem was man mit einer Welt vorhat, auch aus. Das ist objektiv betrachtet weder besser noch schlechter als eine genaue Weltsimulation.

#45 RE: Aguran - Tagesthema-Basteln von DrZalmat 09.08.2019 01:10

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Zitat von Nharun im Beitrag #42
Es gibt mit Sicherheit auch Wege das ganze zu kombinieren (gab es historisch gesehen bei uns ja auch immer wieder mal).

Ja gab es, aber wenn du dir solche Beispiele anschaust sind das eher kleine Städte. Das ist z.B. das "Problem" am Mittelalter. Weil weite Teile des Mittelalters in Richtung Points of Light gehen sind Großstädte aus der Zeit auch vergleichsweise klein. Berühmtes Beispiel ist da Rom, das zur Zeitenwende etwa 1mio Einwohner hatte aber nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs, und damit des Handelssystems und allem was dazugehört auf etwa 100.000 Einwohner zusammengeschrumpft ist. Einigen Quellen nach teilweise sogar bis 20.000 Einwohner...

Ich selber bastel auch weite Bereiche mit diesem Points of Light. Nicht alle Regionen, aber einige kommen vor. Die haben durchaus solche Städte die so funktionieren, sind aber alles Städte im Bereich um ein paar zehntausend Leute, da geht das noch.

Klar muss man nicht realistisch basteln. Wer tut das schon, jeder hat irgendwo ein Isso oder zehn . Und als Kulisse für ein Bühnenstück zu basteln ist voll ok... ich dachte nur ich weise mal drauf hin weil das ein typischer Fehler ist den man in vielen Fantasywerken sieht. Ja ich sage Fehler, weil das z.B. auch in sowas wie Game of Thrones vorkommt das von sich selbst behauptet möglichst realistisch zu sein. Es ist halt einfach eine Sache die viele nicht wissen oder viele nicht dran denken.

Ich weiß jetzt nicht was dein Feld der Expertise ist Aguran, aber ich bin mir zu 100% sicher dass es auch Sachen gibt wenn ich bastel wo du dich fragen würdest: "hä? Irgendwie passt da was nicht so ganz" und ich bin dann froh wenn ich drauf hingewiesen werde. Ob ich es ändere oder so lasse aber erkläre weshalb das so ist, das entscheide ich dann ja selber. Ich hatte da mal z.B. was mit Rüstungen, wo ich eine Fehlinformation hatte die jemand für mich korrigiert hat. Das war noch zu Fantasyzeiten meiner Welt

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