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#1 Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019: Hochzeiten von Teja 07.07.2019 11:38

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Es ist soweit!!!



Am 14. Juli treffen wir uns um 20:00 wie gehabt im Chat und treiben es bunt beim Speedbasteln!

#2 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Elatan 12.07.2019 23:15

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Kinder, bald ist es soweit! Wir hatten uns überlegt, keine zufällig von Zero zusammengestellte Liste für dieses besondere Speedbasteln zu nehmen, sondern aus Themenvorschlägen, welche die Mitmacher einbringen, zu wählen. Also kommt gerne ein bisschen früher in den Chat.

#3 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Teja 14.07.2019 20:32

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Ta ta ta taa, ta ta ta ta... Macht hoch die Tür, das Tor macht weit, unser heutiges Thema lautet Hochzeiten!

#4 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Nharun 14.07.2019 21:21

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Eine historische Hochzeit


Vorwort: Im Folgenden wird öfters von der "Urkunde von Mires" geredet, auf die ich in meinem Beitrag aber nicht genauer eingehe, da ich über sie bereits zum 60. Speedbasteln geschrieben habe. Wer sich dafür interessiert, aber keine Lust hat in der Anthologie oder anderen Quellen danach zu suchen, kann meinen Beitrag im Spoiler nachlesen:
Die Urkunde von Mires


Asarylas, der Dritte seines Namens, war ein schwacher König. Der Kreis der Königlichen Gefährten – adliger Fürsten, die aufgrund ihrer tatsächlichen Macht oder einer überlieferten Tradition als einflussreich galten – hatte sich praktisch erhoben und in weiten Teilen des arrovelosianischen Reiches die Herrschaft an sich gerissen. Obwohl die Königlichen Gefährten keine einheitliche Fraktion bildeten und sich untereinander bekämpften, waren sie sich in ihren Bestrebungen sich von der königlichen Vorherrschaft zu lösen einig. Die Position des Königs wurde nur durch die Kyrakeia des Asiranas aufrecht erhalten, doch in dem Maße, in dem die Kirche seine Macht schützte, nahm sie diese auch für sich in Anspruch. Dem Reich drohte eine ungewisse Zeit des Bürgerkrieges, der durch heftige Schlachten, Pogrome und Aufstände aufgewiegelter Städter hier und da auch bereits aufloderte.

Als es einigen Königlichen Gefährten gelang den König Asarylas in ihre Gewalt zu bringen und in der Stadt Mires festzusetzen, schien der Bürgerkieg in aller Gewalt auszubrechen – doch so kam es nicht. Möglicherweise auf Drängen seiner Entführer berief der König eine Versammlung des Adels und der Kirche in Mires ein. Tatsächlich erschienen die meisten der geladenen Gäste und erlebten, wie der König dem Adel nicht nur eine Reihe von Rechten in Aussicht stellte, sondern diese auch urkundlich abfassen ließ.

Die „Urkunde von Mires“ bekräftigte die Freiheit der Kyrakeia vom Arrovelosianischen Reich und regelte das bislang nur auf Gewohnheitsrecht basierende Lehnsrecht, das sich in den Jahrhunderten entwickelt hatte und sicherte den Königlichen Gefährten im gleichen Zug zu, ein Veto gegen alle vom König noch zu erhebenden Steuern einlegen zu können. Die Adligen erhielten das Privileg nur von ihren Standesgenossen verurteilt werden zu können – nachdem sie zuvor durch vom König eingesetzte Richter verurteilt wurden, die in der Regel königliche Sklaven waren. Die königlichen Sklaven, die andere Verwaltungsaufgaben erfüllten und zuvor in seinem Namen Steuern und andere Geldzahlen erheben und eintreiben, aber auch Verbannungen und Konfiszierungen durchführen konnten, verloren durch diese Urkunde in großem Maße an Macht und Einfluss.

Die Urkunde legte den Grund für das Beamtentum und schuf Aufgabenbereiche für dieses. Die hohen Beamten mussten von der Versammlung der Königlichen Gefährten bestätigt werden und es wurde festgelegt, dass nur jene Leute ein Amt übernehmen durften, die ihre Kenntnis der Gesetze nachweisen konnten.

Einige weitere Zugeständnisse rundeten die Urkunde ab. Schließlich wurde auch festgelgt, dass ein Rat aus 21 Adligen, die nicht gleichzeitig Königliche Gefährten sein durften, gebildet wurde. Dieser Adelsrat sollte die Einhaltung der in der Urkunde von Mires verbrieften Rechten kontrollieren und erhielt zusammen mit der Versammlung der Königlichen Gefährten die Macht, den König absetzen und einen Neuen ernennen zu können, sollte dieser die gewährten Rechte und Privilegien verletzen.

Die Urkunde von Mires bildete nach der Regentschaft Asarylas‘ eine wichtige Grundlage für die Stabilisierung des spätklassichen arrovelosianischen Reiches. Auf ihrer gründen auch spätere Entwicklungen, wie die Bestätigung des Königs durch Versammlung der Königlichen Gefährten und Adelsrat, sowie schließlich die Königswahl.

Die Große Katastrophe, in deren Nachwehen das arrovelosianische Reich zerbrach, machten die Errungenschaften der Urkunde von Mires zunächst weitgehend zunichte. Doch die Wiederentdeckung, oder besser Wiederinkraftsetzung der Urkunde war prägend für die spätere Renaissance. Sie bildete die Grundlage für viele demokratisierende Prozesse im ehemaligen arrovelosianischen Gebiet und noch die moderne Verfassung Arveliens beruft sich in ihrer Präambel auf diese mehr als 2000 Jahre Urkunde.


Asarylas, der Dritte seines Namens, war ein schwacher König. Er bestieg den altehrwürdigen Thron Arrovelosias im Alter von 16 Jahren, unvorbereitet und unwillig. Nachdem sein Vater Talyras, der Vierte seines Namens, gestorben war, sollte eigentlich sein Bruder Maras, als Erster seines Namens den Thron besteigen; dieser war jedoch in der Schlacht von Karkarra schwer verwundet worden und erlag seinen Verletzungen, trotz dem Bemüher der Magier-Ärzte, noch auf dem Heimweg nach Pellas. Darauf sollte der Thron dessen Sohn Kyrenas zufallen, doch erlitt dieser einen Schlag, als die Nachricht vom Tod seines Vaters ihn traf; zwar überlebte er, doch er verlor die Fähigkeit verständliche Sätze zu sprechen und war durch die Lähmungen an seinem Körper ein Pflegefall, dessen Zustand durch die Magie der Hofmagier zwar gelindert, aber nicht behoben werden konnte. Da Kyrenas noch zu jung war, um eigene Kinder zu haben, fiel der Thron somit Asarylas zu.

Asarylas war von seinem Amt überfordert und überließ das Gros der Tagesgeschäfte den Königlichen Gefährten und anderen Beratern, wie dem Hohepriester des Asiranas, während er sich ins Studium alter Schriften und neuer Poesie vertiefte. Arrovelosia drohte in eine Vielzahl kleiner Fürstentümer zu zersplittern, während der „Dichterkönig“ sich an eigenen Werken versuchte.

Während die Königlichen Gefährten um Macht und Einfluss untereinander stritten und ihre Fürstentümer immer unabhängiger vom Reich wurden, war die Kyrakeia des Asiranas seine letzte Stütze, denn für die Priester war er die Galionsfigur, hinter der sie versuchten die Zügel zu halten.

Später sollte Asarylas von einigen seiner Königlichen Gefährten in Mires festgesetzt werden, was zur Einberufung eines Adelsrates und schließlich zur Urkunde von Mires führen sollte. Doch noch bevor dies das Reich stabilisieren und eine späte Hochzeit Arrovelosias einläuten sollte, versuchten einige den König durch eine andere Hochzeit weiter zu entmachten.

Die Dynastie der Talyriden war seit Jahrhunderten mit dem ersevischen Königshaus von Velosija verschmolzen und hatte viele ersevische Gebräuche im Reich verbreitet, doch dass ein Königsohn oder gar ein König einen Mann heiratet, war aufgrund eines ungeschriebenen Gesetzes zum Erhalt der Dynastie undenkbar gewesen. Wäre Asarylas nicht als Königssohn geboren und gerade mit seiner Volljährigkeit König geworden, so hätte er sich bestimmt zur „Maitade“ [sozial-juristisch „Frau“] identifiziert, doch gemäß den ungeschriebenen Regeln musste er sich als „Kaulyras“ [sozial-juristisch „Mann“] identifzieren.

Der Königliche Gefährte Madoras, Fürst von Arrakleia, wusste von der Schwärmerei des jungen Königs für den jungen Generals Relyras, der aufgrund seines guten Aussehens überall „der Schöne“ genannt wurde. Madoras ermutigte den jungen König, seiner Schwärmerei nachzugehen, sorgte für viele Momente in denen König und General aufeinander trafen und Zeit miteinander verbringen konnten. Bis heute ist nicht ganz klar, ob Relyras den jungen König aufgrund eigener Gefühle umgarnte, ob er unter einem Zauber stand oder gar wissend im Auftrag des Fürsten von Arakleia handelte. Die Schwärmerei wurde jedoch bald zu einer Liebschaft und Relyras de facto zum Mann an der Seite des Königs. Obwohl die Kyrakeia versuchte, einen Keil zwischen beide zu treiben, gelang es dem Fürsten von Arakleia und einigen anderen Königlichen Gefährten, den König dazu zu überreden, Relyras zu heiraten. Eine Ungeheuerlichkeit, für die der junge König zunächst neue Gesetze erlassen musste, denn die Heirat zweier Kaulyres war zuvor gesetzeswidrig.

Die Hochzeit zwischen Asarylas und Relyras war ein unbeschreiblich opulentes Fest, für das die Königlichen Gefährten aufkamen – ein politisch gewiefterer König hätte die Lunte gerochen. Die Feierlichkeiten dauerten vierzehn Tage und in Pellas, Arras, Velosia und anderen Städten des Reiches wurden Essen und andere Gaben an die Untertanen ausgegeben, unter anderem wurden Zehntausend eigens geprägte Silbermünzen ausgegeben, auf deren Königsseite die küssenden Häupter des Königs und seines Gemahls prangten.

Während Asarylas eine Hochzeit des Glücks hatte, war es für die Königlichen Gefährten eine politische Hochzeit, denn durch diesen Schachzug hätte es ihnen gelingen können, die Dynastie der Talyriden zu beenden. Asarylas würde ohne Nachkommen bleiben und der Thronanspruch auf irgendwelche machtlosen Nebenlinien verfallen, die selbst die Macht der Kyrakeia nicht hätte auf den Thron hieven können.

Es folgten Jahre der Unsicherheit. Während der Dichterkönig sich seines privaten Glückes erfreute, trieben Kyrakeia und Königliche Gefährten ihre Machtspiele fort und schließlich kam es zu den bekannten Vorgängen, die zur Urkunde von Mires führten.

In die folgende Hochzeit des spätklassischen Arrovelosia fiel jedoch noch eine bedeutende Gesetzgebung des Asarylas, die historisch gesehen besonders bedeutsam ist, von den Historikern aber gerne übersehen wird: Obwohl es seit Jahrhunderten die Möglichkeit gab für zwei Männer durch Magie ein leibliches Kind zu „zeugen“, wurden derartige Nachkommen nicht als erbberechtigt anerkannt. Das Gesetz über die Nachkommenschaft des Asarylas behob diesen Misstand und sicherte nicht nur die Dynastie der Talyriden, sondern legte auch einen bedeutenden Grundstein unserer heutigen Kultur – es ist somit mindestens genauso wichtig, wie die Urkunde von Mires.

#5 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Teja 14.07.2019 21:22

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Eine Hochzeit in Jamarra


Eine Hochzeit in Jamarra ist eine komplizierte Angelegenheit. In der Tradition der fashitischen Vorfahren war es üblich, dass der Bräutigam seiner Braut ein Zelt schenkt, dass der neuen Familie als Behausung dienen soll. Nun leben in Jamarra die Menschen aber in Steinhäusern, die für gewöhnlich auch weitervererbt oder verkauft werden. Wenn sich ein junges Paar gefunden hat, ist die erste Aufgabe des Bräutigams also, eine Behausung für beide zu finden. Bei den Ärmsten reicht dafür oft schon ein einziger Raum, bei reicheren Familien erwartet die Braut natürlich deutlich mehr Luxus.
Wenn er dann eine geeignete Wohnung gefunden hat, muss er sie reinigen. Zuerst muss er sie mit mundanen Mitteln waschen und fegen und, sofern er sich das leisten kann, die Wände frisch kalken und bemalen. Das alles geschieht vor der Familie der Braut als Zeugen. Der Tradition gemäß sollen diese Arbeiten vom Bräutigam selbst ausgeführt werden, doch gerade bei luxuriöseren Wohnungen wäre das unpraktisch und hier wird auch bezahlte Hilfe akzeptiert.

Wenn die Wohnung sauber ist, muss der Bräutigam sie spirituell reinigen lassen. Dafür geht er zum Tempel und bezahlt einige Mönche dafür, dass sie in die Wohnung kommen und dort die Geister austreiben. Sie tun das mit Trommeln, Schellen, Flöten und Schreien. Für Einheimische bedeutet solcher Lärm gewöhnlich, dass eine Hochzeit naht. Für Fremde ist es einfach nur eine ohrenbetäubende Kakophonie.

Nachdem die Wohnung dergestalt gereinigt ist, schreibt der Bräutigam den Namen seiner Familie in einer besonderen Zeremonie auf die Unterseite der Schwelle, die anschließend wieder in die Tür eingesetzt wird.

Sobald das neue Heim auf diese Weise vorbereitet ist, präsentiert der Bräutigam es seiner Braut. Sie zeigt ihre Akzeptanz, indem sie hineingeht.

An dieser Stelle hat der Bräutigam dann eine Weile Pause. Seine Mutter übernimmt die Aufgabe, die Braut in die Familie aufzunehmen. Dafür zerschlägt sie die Ahnenstatuette, die ihrer Familie gehört und zerreibt sie zu feinem Staub. Die eine Hälfte mischt sie mit frischem Ton und formt sie neu, um sie in ihrem Heim aufzustellen.

Die andere mischt sie ebenfalls mit frischem Ton. Anschließend sticht sie sich selbst und die neue Schwiegertochter in den Finger und mischt einen Blutstropfen von beiden Personen in den Ton. Daraus wird dann die neue Ahnenstatue geformt, die in dem Heim der Schwiegertochter stehen soll. So wissen die Ahnen, welches Heim sie beschützen sollen.

Es ist die Aufgabe der Mutter des Bräutigams, anschließend der versammelten Familie zu verkünden, dass eine neue Ehe geschlossen wurde. Daraufhin wird gefeiert, oft mehrere Tage lang und gewöhnlich ist die ganze Nachbarschaft eingeladen, die natürlich Geschenke, vor allem in Form von Essen und Getränken mitbringt.

#6 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Nharun 14.07.2019 21:32

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Damit ist zum 100. Mal die Stunde des Speedbastelns um. Das Speedbasteln ist aus! Aber, auch zum 100. Mal nicht vorbei, denn Nachreichungen sind und bleiben willkommen!

#7 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Salyan 14.07.2019 21:47

Der Hochzeitstag


[Ist eher ein WIP, da ich es trotz der Zeit nicht geschafft hab, einen Schluss dafür zu schreiben, aber ich wollte nich zu spät nachreichen. Mi scusi.]

„Wissen Sie denn nicht, was heute für ein Tag ist?“, zitterte die Stimme hinter der halb geöffneten Türe. Das Gesicht des Wirtes war im Halbschatten des grauen Abends nur schemenhaft zu erkennen. Seine weit aufgerissenen Augen glühten jedoch.
„Es ist Sonntag, guter Mann“, meinte Serion trocken und blickte vielsagend zu Liva. „Oder haben Sie sonntags keine Gästezimmer mehr zu vermieten?“
„Sie sollten schleunigst hier verschwinden!“, rief der Wirt, sichtlich aufgebracht, hinter der Tür hervor. „Ich will keinen Ärger!“ Sein Versuch, die Türe zuzuschlagen, wurde von Serions Fuß gekontert.
„Wir ebenfalls nicht! Was wir aber möchten, ist wenigstens eine gute Antwort, weshalb Sie uns kein Zimmer geben möchten! Die Kutsche ist bereits gefahren und dieses Dorf ist wie ausgestorben, wie stellen Sie sich vor sollen meine Frau und ich von hier verschwinden?“
Kurz regte sich nichts, dann öffnete der Wirt den beiden die Türe und bot sie herein.
„Na geht doch“, murmelte Serion. Liva seufzte erleichtert.
Die kleine Empfangsstube, die sie betraten, wurde halbwegs von einer kümmerlichen Kerze erleuchtet, die beim nächsten Windstoß wohl ausgehen würde. Bis auf einen Tresen und eine Garderobe konnten sie nicht viel erkennen.
„Mein Guter, machen Sie doch bitte die Fensterläden auf, hier erkennt man ja seine Hand vor Augen nicht!“, schimpfte Liva, doch der Wirt überhörte sie gekonnt.
„Sie können eines der oberen Zimmer haben, für 100 Ker“, erklärte der Wirt, während er die Türe wieder schloss und mit mehreren Eisenschlössern sicherte.
„100 Ker für eine Nacht!? Welch Wucher! Wodurch rechtfertigen Sie diesen Preis?“, wollte Serion entrüstet wissen.
„Durch Ihre Leben“, meinte der Wirt. „Andere Zimmer werden Sie nicht finden und wenn Sie diese Nacht überleben wollen, schlage ich vor, dass Sie den Preis bezahlen.“
„Wollen Sie uns etwa drohen?“
„Ich will Ihnen einen guten Rat geben. Sobald Ihr Gepäck verstaut ist, werde ich Ihnen unten alles erklären. Es sei denn, Sie möchten die Nacht auf der Straße verbringen?“ Damit war das Gespräch für den Wirt beendet. Er führte den fluchenden Serion und die bestürzte Liva im Schein der schwachen Kerze nach oben.

Einige Zeit später saßen die Drei im leeren Schankraum des Gasthauses. Die meisten Stühle und Bänke waren auf die Tische gestellt, nur für sich und seine Gäste hatte der Wirt einige Stühle aufgestellt. Draußen musste die Sonne untergegangen sein, doch durch die verschlossenen Fensterläden konnten sie es nicht genau sagen.
„Also, was soll nun diese Geschichte mit unseren Leben?“, hakte Serion nach. „Was geht hier vor?“
„Heute jährt sich der Hochzeitstag von Saën und Naën“, sprach der Wirt mit bedeckter Stimme.
Serion und Liva schauten sich fragend an.
„Ist das nicht ein Grund zu Freude?“, meinte Liva.
„Ganz im Gegenteil. Es ist ein Grund zur Furcht. Sie haben Glück, dass sie vor Sonnenuntergang gekommen sind, sonst hätten sie auf der Hochzeitsgesellschaft tanzen dürfen.“
„Ich glaube, Sie müssen uns schon ein wenig mehr erzählen“, drängte Serion.
„Saën und Naën heirateten heute vor fast 100 Jahren, hier in der Dorfkirche. Es sollte ein wunderschöner Tag werden, die Sonne schien und es war recht warm. Fast das ganze Dorf war zusammengekommen, um zu feiern, nachdem das Paar frisch getraut war. Doch dazu kam es nicht mehr. Der Festzug, der von der Kirche zur Festwiese durch das ganze Dorf zog, kam niemals dort an.“
„Wie kann das sein?“, fragte Liva neugierig.
„Zuerst kippe Saën tot um, die aufgelöste Naën brach über ihm zusammen. Einer nach dem anderen fielen sie um, nur diejenigen, die nichts vom Festwein getrunken hatten, blieben stehen und konnten sich vor Entsetzen nicht rühren. Es heißt Naën hätte sie nochmal mit verzerrtem Gesicht erhoben und unter Tränen geschrien, dass ihr Weg noch nicht zu Ende sei. Dann blieb auch sie liegen.“
Liva hatte sie vor Schreck die Hände vor den Mund gehalten. Serion schien wenig beeindruckt.
„Ein Jahr später, am Abend ihres Hochzeitstages, hörten die übrigen Dorfbewohner Krach und lautes Geschrei, wie von einem Kriegshaufen. Als sie auf die Straße blickten, erkannten sie Saën und Naën, die einen Zug aus Schemen anführten. Sie sahen grässlich aus, Geister ihrer selbst. Diejenigen, die sich nicht schnell in ihre Häuser geflüchtet hatten wurden von ihnen eingeladen, sich der Hochzeitsgesellschaft anzuschließen und wurden ebenfalls zu Schemen.“
Serion musste lachen. „Sie wollen uns wegen einer Geistergeschichte bis aufs letzte Hemd ausnehmen? Ihre Angst ist ja überzeugend, aber wenn Sie glauben …“
Ein Schlag ließ die Drei zusammenzucken. Etwas war gegen die Fensterläden gedonnert. Serion blickte verwirrt Richtung Fenster. Irgendwo draußen hörte er eine Rassel, dann Trommelschläge. In den Lärm mischten sich nach und nach Rufe und Schreie von Menschen. Sie sangen fröhliche Lieder in einer schrillen Melodie, die nicht dazu passte. Die Fensterläden bebten.
Die Luft im Schankraum war bedrückend. Keiner wagte es sich zu rühren. Liva zitterte am ganzen Leib und versuchte krampfhaft nicht zu schreien, auch Serion konnte sich nicht aus der Umklammerung seiner Angst lösen und starrte auf die Fenster. Der Wirt hatte seinen Kopf gesenkt und die Arme darüber geschlagen.

#8 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Elatan 14.07.2019 22:08

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Die thyonische Hegemonie
Nach der Rückkehr der Amnúrer nach Aren breiteten diese sich im Westen des Kontinents aus und verbreiteten ihre Sprache, Kultur und Religion. So viele verbindende Elemente die Amnúrer jedoch in die verschiedenen Völker, mit denen sie sich verbanden, einbrachten, so entfernten die drei amnúrischen Reiche Ilarien, Thyonien und Kalenard sich jedoch politisch mit der Zeit immer weiter voneinander und lediglich Rituale sollten sie noch miteinander verbinden, hatten jedoch kaum noch wirkliche realpolitische Bedeutung.

Die Trennung begann bereits kurz nach der Rückkehr in der ersten Hälfte des neuen Jahrhunderts, als Thyon und Kalen sich zerstritten und auch Ilarie schließlich sich immer mehr von ihren Brüder emanzipierte und so zu einer eigenständigen Teilnehmerin im großen Spiel der Mächte wurde und nicht mehr nur eine Figur anderer war. Die Nachfolger der Drillinge trafen sich nur noch selten, um sich zu beraten, und entfremdeten sich zunehmend, was schließlich darin gipfelte, dass es zu offenen Feindschaften kam. Insbesondere Thyonien und Kalenard wurden zu verbitterten Rivalen, die sich vor allem um Pînor, die große Handelsmetropole, stritten. Als König Elion von Thyonien schließlich Pînor an Kalenard abtrat, um den Frieden zu wahren, machte er sich so viele Adlige zum Feind, was letztendlich zu seiner Ermordung führte – wenngleich von seinem Sohn, Aregos, behauptet wurde, die Kalenarden hätten diese in Auftrag gegeben.

Der Tod Elions und die Beschuldigung der Kalenarden hierfür führte dazu, dass Aregos rasch Kalenard in einen Krieg verwickelte und komplett annektierte, was ihn dazu veranlasste, sich zum Thyonischen Kaiser zu ernennen und sich direkt darauf Ilarien zuzuwenden, was ein ungleich schweres Unterfangen war aufgrund der Wälder und der Guerillataktiken der Ilarier. Trotz oder vielleicht gerade wegen der andauernden Kriege, die Aregos führte, schaffte er es, Stabilität in seinem Herrschaftsbereich zu erreichen, indem er konsequent gegen Gegner vorging und hierbei auch nicht vor dem Gebrauch von Magie zurückschreckte, die er selbst wie einer der atamerischen Magierfürsten von einst beherrschte.

Aregos’ Herrschaft wurde und wird gerade in letzter Zeit oft als eine Hochzeit in der Geschichte Thyoniens beschrieben, wobei völlig außer Acht gelassen wird, welch Schrecken er nicht nur über seine Feinde, sondern über die eigenen Untertanen brachte. Nur mit größter Anstrengung war es möglich, dass eine kleine Gruppe Aregos schließlich ermordete und das Kartenhaus, das dieser gebaut hatte, zum Einstürzen brachte.

Nun, da sich erneut ein Thyone zum Kaiser ernannt hat, herrschen wieder Ängste, dass eine neue Herrschaft wie die Aregos’ beginnen könnte und Krieg über den Kontinent käme, doch weisen die Anhänger des Kaisers dies zurück: Kaiser Peramir sei nicht der Thyonische Kaiser wie Aregos, sondern der Amnúrische – der wohlwollende Einer aller Nachfolgereiche, der diese gegen äußere Feinde verteidigen wird und schließlich auch Atamerés bezwingen und damit die ursprüngliche Heimat der Amnúrer zurückerobern wird. Eine neue und nie dagewesene Hochzeit der Amnúrer wird anbrechen.

#9 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Elatan 15.07.2019 18:54

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@Nharun: Ich finde es sehr schön, wie du diese Geschlechterrollen überaus passend in deine Welt einbaust, ohne dass es irgendwie gezwungen wirkt, sondern völlig natürlich anmutet. Mich würde interessieren, wie denn zwei Männer ein Kind zeugen können bzw. wie es ausgetragen wird; ich habe mal etwas von einer Bauchhöhlenschwangerschaft oder sowas in die Richtung gelesen; wäre das da auch der Fall und ist das für den schwangeren Mann nicht recht gefährlich?
@Teja: Eine sehr schöne Hochzeitszeremonie! Ist das denn alles oder gibt es noch irgendwelche Schwüre usw.?
@Salyan: Du entschuldigst dich, dass die Geschichte nicht fertig ist. Völlig grundlos! Ja, ein Ende hätte vielleicht diese Geschichte noch verbessern können, aber ehrlich gesagt fand ich dieses Nicht-Ende schon sehr cool, weil es uns Leser im Unklaren lässt, was wirklich hinter der Sache steckt. Ein sehr schöner Beitrag!

#10 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Nharun 15.07.2019 19:41

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@Teja Ein toller Beitrag! Ich mag diese vielen kleinen, miteinander verbundenen Rituale, die zur Hochzeit gehören, besonders die Namen auf der Schwelle und die Herstellung einer neuen Ahnenfigur!
@Salyan Ich finde toll, dass du zu dem Thema eine Gruselgeschichte geschrieben hast und muss Ela zustimmen, dass das "fehlende" Ende gut dazu passt!
@Elatan Diese kleinen Episoden aus der Geschichte lesen sich immer so, als ob du die komplette Geschichte deiner Welt bereits im Detail ausgearbeitet hast. Vielleicht spricht da auch meine Vorliebe für Historisches aus mir, aber ich könnte davon noch viel mehr lesen :D



Zitat von Elatan im Beitrag #9
Ich finde es sehr schön, wie du diese Geschlechterrollen überaus passend in deine Welt einbaust, ohne dass es irgendwie gezwungen wirkt, sondern völlig natürlich anmutet. Mich würde interessieren, wie denn zwei Männer ein Kind zeugen können bzw. wie es ausgetragen wird; ich habe mal etwas von einer Bauchhöhlenschwangerschaft oder sowas in die Richtung gelesen; wäre das da auch der Fall und ist das für den schwangeren Mann nicht recht gefährlich?


Die "Zeugung" erfolgt über Magie und ist somit so gefährlich, wie andere zauberische Rituale auch (Stichwort: Verderbnis ). Durch den Zauber entsteht eine Art Ei, in dem innerhalb von neun Tagen das Kind heranreift; das so geborene oder geschlüpfte Kind ist genetisches Kind zweier Elternteile, die am Ritual partizipierten, egal ob es sich dabei um Mann und Frau, Mann und Mann oder Frau und Frau handelt. In vormoderner Zeit ist das Ritual selten und teuer, weshalb es nur wenige überlieferte Einsätze gab, aber heutzutage entscheiden sich manche Paare auch für diese Art der Kinderzeugung einfach, weil die Frau einfach auf die Schwangerschaft und deren Nebenerscheinungen verzichten will.

#11 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Amanita 15.07.2019 19:55

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So, mit etwas Bedenkzeit ist mir doch noch eiine Gruppe mit ungewöhnlichem Hochzeitsritualen eingefallen. Achtung, das Ganze ist weder sonderlich romantisch, noch so ganz jugendfrei.

Hochzeiten bei den Saril-Tessmari

Während den Sarilern das Konzept der Ehe zwischen Mann und Frau wie andere Völker es kennen, völlig fremd ist, haben sich die in Tessmar lebenden Sariler in gewissem Maße an diese von der Dergom-Tessmari-Oberschicht vorgelebten Lebensform angepasst.
In Tessmar ist die Ehe zwischen Mann und Frau eine rechtlich wichtige Institution, die unter anderem die Besteuerung und das Sorgerecht für eventuelle Kinder beeinflusst, sodass es sich auf Dauer für Angehörige der Saril-Tessmari-Mehrheit angeboten hat, ebenfalls zu heiraten.

Die saril-tessmarischen Traditionen um das Hochzeitsfest unterscheiden sich jedoch extrem von denen der Dergom-Tessmari oder dem, was beispielsweise die benachbarten Arunier als normal betrachten. Sie sind von der alten sarilischen Tradition inspiriert, bei der ein Mann eine Frau aus einem anderen Land oder Stamm entführen und zu seinem Stamm mitbringen konnte, woraufhin er mit dieser in seinem Mutterstamm zusammenleben durfte.
Bei einer saril-tessmarischen Hochzeit wird (normalerweise) niemand mehr wirklich entführt, sondern die beiden Partner kennen sich schon lange vorher und beschließen, dass sie die Ehe eingehen möchten. Am Tag der Hochzeit hat der Bräutigam dann jedoch die Aufgabe, die Braut aus dem Elternhaus zu „entführen.“
Manchmal muss er sich hierfür gegen die gesamte Brautfamilie behaupten, manchmal nur gegen die Braut. Wie dies genau zu geschehen hat ist nicht festgelegt, allerdings sollte niemand ernsthafte Verletzungen davontragen, was in Ausnahmefällen jedoch trotzdem vorkommt. Insbesondere bei Angehörigen des Bildungsbürgertums wird teilweise auf eine körperliche Konfrontation verzichtet und der Bräutigam muss seine Braut und/oder deren Familie beispielsweise bei einem Quizduell besiegen. Auch Brettspiele als Mittel der Entscheidungsfindung kommen vor.
Verliert der Mann, findet keine Hochzeit statt, allerdings sorgt die Braut im Normalfall dafür, dass es nicht soweit kommt, Saril-Tessmari-Hochzeiten finden eigentlich immer im gegenseitigen Einvernehmen statt. Politische Ehen wie bei den Dergom-Tessmari kommen bei ihnen nicht vor.

Nach dem Duell führt oder schleppt der Bräutigam die Braut dann in einen Nebenraum der Festhalle, wo die Hochzeit stattfindet. Dieser Raum ist je nach vorher angemeldetem Wunsch des Brautpaars mit einem Bett, einem Polsterarrangement, einem Bällebad, einem Strohhaufen oder mit Ketten und Peitschen ausgestattet, oder, oder, oder, der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, der ultimative Zweck ist aber immer derselbe. Hier wird die Ehe vor den Augen der vier Trauzeugen vollzogen. Falls es beim Mann mit der Performance unter diesen Umständen nicht so klappt, liegt es an der Frau zu entscheiden, ob sie ihn trotzdem heiraten möchte. Die Antwort lautet, siehe oben, meistens ja. Dieser Teil der Hochzeitsfeier ist für die Tessmari sowieso eher selten der erste Akt der Zweisamkeit.
Heutzutage besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Trauzeugen nicht mit im Raum sind, sondern die Geschehnisse nur per Kamera beobachten.

Wenn dieser Teil überstanden ist, findet in der Festhalle die eigentliche Feier statt. Zunächst steht das Ehegelöbnis auf dem Programm, welches gegenseitige Unterstützung und Fürsorge beinhaltet, aber keine sexuelle Treue.
Danach folgt das Hochzeitsmahl mit üppigem Essen, alkoholfreien Getränken, Gesang und Gruppentänzen.
Nach dem Ende dieses Teils der Feier werden die Kinder (und eventuell anwesende Dergom-Tessmari oder ähnliche Ausländer) nachhause bzw. ins Bett geschickt und für die anderen beginnt der wilde Teil des Abends.
Nun gibt es Alkohol und teilweise auch andere berauschende Substanzen, die Tänze finden paarweise und zum Teil auch nackt statt und das Ganze endet nicht immer aber oft in einer Orgie. Vorfälle, die in anderen Kulturen einen Riesenskandal und viel Herzschmerz verursachen würden, beispielsweise dass der Bräutigam der Schwester der Braut näherkommt, oder die Braut dem Cousin des Bräutigams sind hier nicht ungewöhnlich.
So überrascht es wenig, dass in saril-tessmarischen Familien neun Monate nach einer Hochzeit oft ein besonders reicher Kindersegen zu begrüßen ist.
Bei Tessmari, die als Minderheit beispielsweise in Arunien leben, sind die Hochzeitsfeiern dieser Art regelmäßig Anlass für Missverständnisse und Polizeieinsätze. Bei den Aruniern, aber auch bei Elaviern und Ruariern gibt es die Vorstellung, dass es bei den Saril-Tessmari üblich sei die Braut zu entführen und vergewaltigen. Dies ist jedoch ein tessmarophobes Klischee, das auf ein Missverstehen der Hochzeitspraktiken zurückzuführen ist. Arunische Besucher bei tessmarischen Hochzeiten werden aber aus gutem Grund auch nach dem ersten Teil des Essens nach Hause geschickt.
Kein Vorurteil ist jedoch, dass nicht alles, was auf tessmarischen Hochzeiten konsumiert wird, nach arunischem Recht legal in Verkehr gebracht werden darf.

#12 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Nharun 15.07.2019 20:05

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@Amanita Es steht nirgends geschrieben, dass Hochzeiten romantisch seien müssten, du brauchst dich dafür also nicht zu entschuldigen! Toll, dass du noch nachreichst. Ich finde auch bei deiner Hochzeitsbeschreibung die Vermischung unterschiedlicher Bestandteile sehr interessant, es ist toll, dass du hier auch eine historische Entwicklung andeutest; insgesamt wirkt eine solche Hochzeit für uns vielleicht ungewöhnlich, durch deine Darstellung aber keines unglaubwürdig

#13 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Teja 16.07.2019 18:30

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Und ich habe auch endlich Zeit gefunden, zu Lesen und zu Lobsen:

@Nharun Da hat Asarylas aber einen sehr wichtigen Schritt getan mit den Gesetzen! Mich würden aber die technischen Einzelheiten eher interessieren, wie zwei Männer ein Kind zeugen. Muss das einer von beiden Austragen oder wird da die entsprechende Ausstattung hüstel gemietet?

@Salyan Uh gruslig, da möchte man nicht mitfeiern… Obwohl man dann vermutlich für immer mitfeiern würde! Eine Party die niemals endet.

@Elatan Ja, ja, der wohlmeinende Vereiniger, wer‘s glaubt, wird selig. Mag man denn Aregos wegen der Magie ganz besonders nicht? Das ist in deiner Welt ja oft der Fall.

Ah, ein paar meiner Fragen wurden bereits beantwortet. @Nharun hat so ein Schlüpfling einen Bauchnabel?

@Amanita Ah, ich dachte mir, ich höre vor dem Vollzug der Ehe auf. Werden denn solche Videos auch in Umlauf gebracht oder sind die Privat?

#14 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Nharun 16.07.2019 19:55

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Zitat von Teja im Beitrag #13
@Nharun hat so ein Schlüpfling einen Bauchnabel?


In dem Punkt kann ich mich nicht entscheiden. Einerseits fände ich es cool, dass man eigeborene Menschen so erkennen könnte; andererseits will ich irgendwie nicht, dass sie ein solches Geburtsstigma haben; dann aber wiederum ist ein angeborener Makel, der mit Diskriminierung zusammenhängt, irgendwie toll für Geschichte(n); dann aber wieder fände ich es eben gut, wenn auch so außergewöhnlich gezeugte Kinder von "normalen" Kindern nicht unterscheidbar sind ... ich stecke in einer Zwickmühle

#15 RE: Einhundertstes Speedbasteln am 14. Juli 2019 von Teja 16.07.2019 21:24

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... andererseits wäre das ein Ansatzpunkt für plastische Chirurgie/Magie, einen künstlichen Bauchnabel zu machen, damit das Kind nicht auffällt. Das Kind muss davon noch nicht einmal was wissen. Man stelle sich den Schock vor, wenn so ein rebellischer Teenager herausfindet, dass sein Bauchnabel gar nicht echt ist!

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