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#1 Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019: Wirtschaftskrisen von Teja 20.07.2019 10:01

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#2 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Elatan 23.07.2019 21:06

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Das Thema lautet: Wirtschaftskrisen!

#3 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Nharun 23.07.2019 21:29

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Es ist nicht alles Gold was glänzt: Die dreizehnte Verderbnis


Das Zeitalter der Antike wurde von den 12 großen Verderbnissen geprägt, welche die Bekannte Welt heimsuchten und weite Landstriche mit Krieg und Verderbnis überzogen. Gemeinhin wird die Zweite Gisuvatische Verderbnis als Schlusspunkt des Zeitalters betrachtet, doch, wie ich im Folgenden niederlegen werde, gab es eine 13. Verderbnis zu einem sehr viel späterem Zeitpunkt.
Meine Historikerkollegen bezeichnen die Große Goldkrise als Endpunkt der Hohen Klassik und beginn einer Phase, die wir gemeinhin als Spätklassik bezeichnen, doch was war diese Große Goldkrise?

Die großen Kriege zwischen Arrovelosia und dem Drunum Iderusorum führten zu massiven Belastungen der Reichskassen. Soldaten und Söldner verschlangen Unmengen an Gold, so dass die Preise überall verfielen und zuvor schier unglaubliche Summen für die alltäglichsten Dinge gefordert wurden. Gerade in den Anfängen dieser Entwicklung verarmten zahlreiche Bauern und einfache Handwerker, viele starben sogar den Hungertod, weil sie die Waren die zuvor nur Kupfer oder Eisen kosteten, nicht in Silber oder Gold zu bezahlen vermochten. Doch die große Krise folgte verzögert, denn die Unmengen Gold, die im Umlauf waren, verfielen plötzlich großflächig und größtenteils zu wertlosem Dreck. Hatte jemand heute noch hunderte Goldmünzen, konnte er am nächsten Tag nur noch eine oder sogar gar keine mehr besitzen: Das Gold hatte sich buchstäblich aufgelöst. Armut griff um sich und große Unsicherheit, niemand vertraute mehr den Goldmünzen, die noch im Umlauf waren, aber längst waren die anderen Münzen so entwertet, dass kaum jemand sie noch besaß. Die Bekannte Welt fiel zurück in eine Zeit des Tauschhandels und er Gefälligkeiten. Es dauerte je nach Region bis zu fünf Jahre, bis es den Herrschenden gelang, wieder Münzen zu prägen, denen die Menschen vertrauten und selbst dann waren viele noch skeptisch.

Was war geschehen? Nun, ich halte dieses Debakel für die letzte der großen Verderbnisse, denn was hier gespielt wurde, kann nur das Werk eines der Altvorderen gewesen sein. Mein Studium der einschlägigen Schriften hat mir gezeigt, dass es sehr wohl in der Macht der Ewigen Veränderers oder des Gierigen Horters gelegen hätte, große Mengen falscher Goldmünzen in Umlauf zu bringen und diese schlagartig zu vernichten. Diese Verderbnis wäre demnach viel durchtriebener und hinterhältiger, als alle zuvor, denn sie stürzte die Menschen nicht durch Verderbnis und verderbte Heere ins Chaos, sondern durch einen Angriff auf das Instrument, das unsere Gesellschaften zusammenschweißt. Das Vertrauen ins Geld sichert unser Zusammenleben in Gemeinschaften, die viel größer sind als nur Dörfer und jene Goldkrise zerschlug es so plötzlich und umfassend, dass alle Reiche ins Wanken gerieten. Es bleibt wundersam, warum dieser Moment des Chaos von den dunklen Mächten nicht genutzt wurde, zu einem vernichtenden Schlag auszuholen, vielleicht ist dieser wundersam glückliche Zufall aber auch den Taten unbekannt gebliebener Helden zu verdanken, die das Schlimmste noch einmal abwenden konnten.

Die größte Lehre, die aus all dem gezogen wurde, war die magische Überprüfung von Münzen; fortan wurden nur Münzen angenommen, die kein Zeichen von Magie trugen. Eine Entwicklung, die das Geld bis in unsere Zeiten prägt. Bei all den Möglichkeiten, die reine und verderbte Magie bieten, würden wir ohne dies auch sonst kein Zahlungsmittel finden, dem wir vertrauen könnten. Keine große Zivilisation könnte bestehen.

Müssen wir die Antike nun, da wir die Goldkrise als Verderbnis erkannt haben, verlängern? Nein, denn es gibt andere Merkmale, die einen Epochenumbruch rechtfertigen. Mit meiner Erkenntnis möchte ich vor allem aufzeigen, dass die Verderbnisse kein geeignetes Mittel darstellen, historische Epochen zu begrenzen. Die Forschung wird aufzeigen, welche weiteren einschneidenden Ereignisse der Vergangenheit noch eine bislang unbekannten Verderbnis darstellen.

#4 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Teja 23.07.2019 21:31

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Eine Wirtschafskrise


Inzwischen ist die moderne Technologie für die Mehrheit der Menschen zugänglich. Selbst ohne nennenswertes Kleingeld profitieren die Meisten davon. In den meisten Staaten sind grundlegende medizinische Versorgeung und Grundernährung inzwischen standard, so dass selbst Obdachlose ein angenehmes Leben führen können.

Trotzdem gibt es immer wieder Aussteiger, die der Meinung sind, ein einfaches Leben ohne Technologie wäre wünschenswert. Dabei handelt es sich oft um hochgebildete Individuen, die sehr romantische Vorstellungen von einem „einfachen Leben nahe der Natur“ haben. Inzwischen gibt es so viele bewohnte Welten, dass selbst die Vorstellung, was „Natur“ bedeutet oft weit auseinandergehen.

Der bewohnte Teil von Zendaya besteht überwiegend aus mit Dschungel bedeckten Inseln. Die Menschen besiedeln hauptsächlich die Küstenregionen und halten sich vom tieferen Dschungel eher fern, da dort immer noch viele gefährliche Tiere hausen. In der Äquatorialregion ist es vielerorts zu heiß für menschliche Siedlungen und die meisten leben deutlich näher an den Polen.

Während es auf Zendaya Eis höchstens in Kühlschränken gibt, ist Nida fast völlig davon bedeckt. Genauergesagt ist es ein eisbedeckter Ozean, die Bewohner haben ihre Behausungen in schützende Kimakuppeln gebaut. Ohne Schutz kann man hier nur für wenige Minuten nach draußen gehen. Trotzdem besitzt auch Nida eine lebendige Biosphäre, aber sie unterscheidet sich grundlegend von Zendaya.

Dazu kommt, dass man eine Biosphäre sehr gründlich beobachten muss, um sie beurteilen zu können. Selbst freundlich erscheinende Planeten können böse Überraschungen verbergen. Leider gehören die Naturfreunde selten zur geduldigen Sorte. Und auch wenn sie hochgebildet sind, so doch oft nicht auf relevanten Gebieten. Man findet bei diesen Aussteigerkommunen sehr viel mehr Raumfahrtingenieure, Computer-spezialisten und Kybernetiker, als Biologen, Botaniker oder Agrarökonome.

Ein Beispiel war die Kommune Joshua Wirt, gegründet im Jahr 2831 auf einem Planeten, der bis dahin nur als Raststation auf einer unbedeutenden Hyperraumroute diente.

Wirt und seine Anhänger bauten auf dem Planeten eine Siedlung auf, die einer frühzeitlichen menschlichen Siedlung auf der Erde nachempfunden war und befassten sich dort mit der Zucht von Schafen.

Sie sollen recht überrascht gewesen sein, als sich herausstellte, dass die Wolle ihrer Schafe durch den Verzehr des einheimischen Grases einige unerwartete Qualitäten annahm. Sie war im Stande, das Licht zu brechen, so dass gerade weiße Tiere bei der richtigen Beleuchtung in allen Regenbogenfarben schimmerten. Außerdem wurden die Haare äußerst dick und zäh und eher gummiartig. Die einzigartige Mineralzusammensetzung des Bodens bewirkte diesen Effekt.

Wir erkannte schnell das Potential eines einzigartigen Werkstoffes und machte weiträumig Werbung für seine Wirtschafe. Das Geschäft boomte und Wirt expandierte seine Siedlung. Bald war die Siedlung umgeben von Herden von Regenbogenschafen.

Wie oben bereits erwähnt wurde, kann es unangenehme Überraschungen geben, wenn man eine Biosphäre nicht lange genug beobachtet. Da Wirt immer größere Herden auf die Weide trieb, veränderte sich die Zusammensetzung des Bodens durch den Schafdung und ein kleiner Käfer, der für die spezielle Mineralmischung eine wichtige Rolle spielte, wurde in seinem Lebensraum gestört. Der Käfer hatte zuvor noch die Möglihkeit gehabt, sich zurückzuziehen, doch der Stress durch die vielen Schafe wurde schließlich zu viel. Die Käferpopulation brach zusammen, die Schafe verwandelten sich wieder in gewöhnliche weiße Schafe. Wirt steckte tief in der Krise.

Er war nicht mehr in der Lage, die Nachfrage nach Regenbogenschafen zu decken und es fehlte ihm die Expertise, um den Grund für die Veränderung schnell genug festzustellen. Bis er den Zusammenhang mit den Käfern erkannte, war das Interesse längst abgeklungen und die Kommune Joshua Wirt versank wieder in der Bedeutungslosigkeit.

#5 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Chrontheon 23.07.2019 21:41

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Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Die Krise

Das Wetter war anscheinend nicht genug! Jetzt musste auch die Wirtschaft dran glauben! Und das alles so früh in seiner Amtszeit! Doch diesmal war Ignar sich sicher, dass es ausländische Spione waren. Er hatte Tevan Narkarakt, Oberstleutnant der Geheimpolizei, darauf angesetzt. Er war zwar nur Eswarier, doch leistete er gute Arbeit. Er könnte das Problem vielleicht ohne viel Hilfe lösen...

General Major Eloi Tarklun, sein Cousin, hatte ihn dem Reichsmarschal empfohlen. Und wenn Ignar eines wusste, dann, dass er sich auf Elois Urteil verlassen konnte.

Die Frage war jetzt nur, wie er das Unheil abwenden konnte! Nur wenige Wochen nach Beginn der Krise erklärte der Kanzler Ugarias ihm den Krieg. Er wollte die verlorenen Gebiete Südostugarias wiederhaben, ohne jedoch den ugarischen Teil von Südostlegrelor herzugeben. Natürlich hatte Ignar keine Wahl gehabt, als abzulehnen!

Aus Gotros kamen schon Gerüchte, in den Krieg einzusteigen, und die eigenen verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Doch dank des Vorschlages des Generalstabs, mit einem orbitalen Bombardement zu drohen, blieb Gotros neutral. Nur um Legrelor musste er sich noch sorgen, der Senat blickt immer noch gierig auf die Stücke. Ob Ugaria seinen Anteil Legrelors wieder abgeben würde?

Nun, einen guten Zweck hatte die Krise doch. Die Banken fielen vollständig in die Hände des Staates, die Wirtschaftsmächte des Landes wurden weitgehend zentralisiert. Ignar gewann mehr Kontrolle über die Wirtschaft, was auch nach der Krise von Vorteil sein würde. Der Krieg, und die darausfolgend benötigten Ressourcen verstärkten die Zentralisierung noch.

Ignar schaute auf die Uhr. Ja, gleich sollte sich der Generalstab einsammeln. Er würde ihnen die Idee heute schon überbringen. Irgendwann müssten sie es erfahren, er konnte es nicht hinter ihrem Rücken entscheiden.

Als sich die Tür öffnete, traten alle Generäle und Admiräle ein: Der General der Landesstreitkräfte, der Admiral der Flotte, der General der Luftwaffe, der Admiral der Raumstreitkräfte, die Generäle von Zivilpolizei, Militärpolizei, Geheimpolizei und des Geheimdienstes, acht an der Zahl, setzten sich an den Tisch. Ignar folgte ihnen. Bevor die Türen geschlossen wurden, traten noch Eloi und Tevan ein, die Gewehre im Anschlag.

“Was hat das zu bedeuten?”, fragte General Hark von den Landesstreitkräften.
“Nur eine kleine Sicherheitsmaßnahme”, versicherte Ignar. Auch den General der Geheimpolizei musste er aufklären. “General Hutz, die beiden Herren stehen heute unter meinem persönlichen Kommando.”

Schließlich unterbreitete er dem Generalstab seine Pläne, die er auf dem Tisch ausbreitete.

“Meine Herren, das wird uns aus der Krise bringen!”

Admiral Levin von der Flotte erkannte die Absichten sofort.

“Aber ... das wird ja eine neue Regierung!”

(Die Gedanken Reichsmarschal Merton; Taranir, Takluncia, Teran'tor, 1977)

#6 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Elatan 23.07.2019 21:45

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Die Trappist-Krise


Die Werften von Trappist waren seit Jahrhunderten die bedeutendsten Raumschiffsbauer der Galaxis und zugleich auch in vielen anderen Bereichen tätig, so beispielsweise der Herstellung von Bodenfahrzeugen oder Fertigunterkünften. Viele Planeten verließen sich so sehr auf die Trappist-Werften, dass auf ihnen selbst die Produktion von Raumschiffen etc. völlig zum Erliegen kam. Als es schließlich im späten 22. Jahrhundert dazu kam, dass die Menschen der Erde das galaktische Spielfeld als neue Fraktion betraten, brachte dies einen Stein ins Rollen: Auf vielen Planeten lebten bereits seit Jahrhunderten Menschen, die ursprünglich als Sklaven oder »Haustiere« dorthin gebracht worden waren. Im Trappist-System stellten Menschen gar eine Mehrheit, die sich recht schnell gegen ihre Herren erhoben, als die Schiffe der Erdenmenschen im System auftauchten.

Innerhalb kürzester Zeit hatten die Menschen im System die Kontrolle genommen und damit auf einem Schlag Werften in ihrer Hand, welche denen sämtlicher ihrer Feinde überlegen waren. Doch neben dem, was dies für den Krieg bedeutete, kam es für neutrale Dritte zu einer wirtschaftlichen Krise, als die Trappist-Werften plötzlich nicht mehr lieferten und sämtliche Handelsbeziehungen der einstigen Besitzer abgebrochen wurden.

Auf nicht wenigen Planeten gab es plötzlich keine neuen Fahrzeuge mehr; einige unbedeutendere und kleinere Systeme waren auf einmal sogar völlig isoliert, als ihre wenigen eigenen Schiffe mit der Zeit verschwanden, zerstört wurden oder einfach nicht mehr Inbetrieb gehalten werden konnten. Dies sorgte dafür, dass der interstellare Handel für diese Systeme fast gänzlich zum Erliegen kam und dadurch die Preise für außerplanetare Güter in die Höhe schossen. Ein Rattenschwanz an Problemen folgte hierauf und bald schon kam es vielerorts zu Bürgerkriegen.

Erst als die Menschen den Krieg gegen ihre Feinde beendet hatten und die Trappist-Werften zu einem neuen und unabhängigen Konzern wurden, wurde diese Krise mehr oder weniger gelöst, da wieder Schiffe verkauft wurden und damit auch der Handel wieder stärker geführt werden konnte. Allerdings leiden noch immer viele Planeten unter den Vertragsklauseln, welche die Trappist Flottenwerften ihnen aufzwingen konnten in ihrer Not.

#7 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Chrontheon 23.07.2019 22:03

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*Lobsbeeren verteil*

@Nharun: Zuerst dachte ich, ein Magier hätte aus Erde die falschen Goldmünzen gemacht, um eine Wirtschftskrise auszulösen. Die von dir gegebene Erklärung passt (bezogen auf deine Welt) aber besser, da es wieder die Altvorderen hervorbringt. Ich hab dadurch schon Ideen zu den eigenen Welten bekommen. Ein sehr inspirierender Beitrag!

@Teja: An genau diesen Rechtschreibfehler hab ich auch gedacht (was anderes konnte mir einfach nicht einfallen)! Schon traurig, wie unfähig er da zuschaun musste, wie seine Schafe wieder normal wurden! :D

@Elatan: Oh nein, wie konnte das nur passieren! Wenigstens haben sie den Handel, wenn auch mit Klauseln, wieder aufgenommen. Und für die Menschen ist es auch gut ausgegangen! :D

#8 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Nharun 23.07.2019 22:06

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So, dann ist jetzt auch die Stunde des Speedbastelns vorbei, aber ihr müsst nicht in eine Wirtschaftskrise stürzen und euch grämen: Nachreichungen sind immer gerne gesehen!

#9 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Nharun 24.07.2019 12:26

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@Teja Regenbogenschafe, wie toll! Mir gefällt dein Beitrag sehr, denn obwohl er auf einem kleinen Rechtschreibfehler basiert und daher vom Grundton her lustig ist, enthält er keine albern-abstruse Erzählung, sondern eine amüsante kleine Anekdote, die sehr plausibel erscheint und aufgrund ihrer Umweltthematik sogar zeitgemäß zum Nachdenken anregt. Ein wunderbares Gesamtpaket!

@Chrontheon Ein hübscher kleiner Text, der die menschlichen Abgründe aufzeigt, die eine Krise hervorbringen kann!

@Elatan Ein interessantes Szenario; neben den Werften war vermutlich auch fast das gesamte Know-How im Trappist-System versammelt und stand dann gerade den kleineren Welten nicht zur Verfügung, um eigene Ersatzwerften aus dem Boden zu stampfen? Waren im Trappist-System denn auch die nötigen Ressourcen vorhanden oder konnten die Menschen die volle Effektivität aufgrund der einbrechenden Rohstofflieferungen auch erst wieder nutzen, als Frieden war?

#10 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Chrontheon 24.07.2019 12:39

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Zitat von Nharun im Beitrag #9
@Chrontheon Ein hübscher kleiner Text,

Danke! :D

Zitat von Nharun im Beitrag #9
der die menschlichen Abgründe aufzeigt, die eine Krise hervorbringen kann!

Meinst du damit die Zentralisierung der Wirtschaft in Takluncia?

#11 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Amanita 24.07.2019 12:51

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@Nharun wie eigentlich immer bei dir ein interessanter und eindrucksvoll ausgearbeiteter Text. Ich finde es spannend wie du das Thema mit der Verderbnis auf so ein alltägliches Thema wie Geld überträgst und die großen Folgen ausführst, die das mit sich bringt.

Zitat von Teja im Beitrag #4
Trotzdem gibt es immer wieder Aussteiger, die der Meinung sind, ein einfaches Leben ohne Technologie wäre wünschenswert. Dabei handelt es sich oft um hochgebildete Individuen, die sehr romantische Vorstellungen von einem „einfachen Leben nahe der Natur“ haben. Inzwischen gibt es so viele bewohnte Welten, dass selbst die Vorstellung, was „Natur“ bedeutet oft weit auseinandergehen.

@Teja eine Problematik, ie auch auf unserer Erde nicht völlig unbekannt ist...
Jedenfalls schön, was du daraus gemacht hast, die Einstellung hätte auch noch deulich üblere Konsequenzen haben können, aber so wurde auch schon deutlich, wie wichtig es ist, sich mit den Details der jeweiligen Ökosysteme zu beschäftigen.

Zitat von Chrontheon im Beitrag #5
Aber ... das wird ja eine neue Regierung!

@Chrontheon ehrlich gesagt halte ich das bei diesem Staat nicht für die schlechteste Idee.

@Elatan so ein Monopol ist immer schlecht. Was lebte denn vorher auf den anderen Planenten, wo Menschen als Haustiere gehalten wurden?

#12 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Chrontheon 24.07.2019 13:12

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Zitat von Amanita im Beitrag #11
@Chrontheon ehrlich gesagt halte ich das bei diesem Staat nicht für die schlechteste Idee.

:D

Die Frage ist nur, was für eine Art der Regierung, was sich tatsächlich ändern würde. Im Grunde könnte alles möglich sein, da Takluncia keine richtige Regierung besitzt. Der Generalstab, angeführt vom Reichsmarschal war bisher für Legislative, Exekutive und Judikative gleichermaßen zuständig.

#13 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Nharun 24.07.2019 13:35

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #7
Zuerst dachte ich, ein Magier hätte aus Erde die falschen Goldmünzen gemacht, um eine Wirtschftskrise auszulösen. Die von dir gegebene Erklärung passt (bezogen auf deine Welt) aber besser, da es wieder die Altvorderen hervorbringt.


Nun Magier kriegen falsche Goldmünzen (oder andere wertvolle Dinge) vielleicht gut genug hin, um lokal für Verwirrung zu sorgen, in größerem Maßstab übersteigt das jedoch die Kräfte eines normalen Magiers - und wenn wir mal annehmen, dass ein Magier genug Wissen angesammelt hätte, um das in großem Maßstab zu machen, hätte er vermutlich keinen Bedarf mehr die Wirtschaft ins Chaos zu stürzen, weil er so selbst seinen Reichtum verlieren würde - andererseits gibt es Menschen, die die Welt nur brennen sehen wollen ...

Zitat von Amanita im Beitrag #11
wie eigentlich immer bei dir ein interessanter und eindrucksvoll ausgearbeiteter Text. Ich finde es spannend wie du das Thema mit der Verderbnis auf so ein alltägliches Thema wie Geld überträgst und die großen Folgen ausführst, die das mit sich bringt.


Vielen Dank!



Zitat von Chrontheon im Beitrag #10
Meinst du damit die Zentralisierung der Wirtschaft in Takluncia?


Auch, aber ich hatte das Ende deines Textes so verstanden, dass da ein Staatsstreich stattfindet (oder zumindest die alte Elite durch eine neue ersetzt wird)

#14 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Chrontheon 24.07.2019 19:47

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Zitat von Nharun im Beitrag #13
Auch, aber ich hatte das Ende deines Textes so verstanden, dass da ein Staatsstreich stattfindet (oder zumindest die alte Elite durch eine neue ersetzt wird)

Nun, ganz so ist das nicht. Eher eine Änderung, die der Reichsmarschal ohne ein Veto aus dem Generalstab einführen wollte. Bisher waren nur die obersten Heeresführer für die Staatslenkung verantwortlich, worin Ignar auch zum Teil den Verfall seines Reiches begründet sah. Bei der Besprechung am Ende des Beitrags verkündete er nur den Stabsmännern, er werde Fachleute als Minister einsetzen, die das Land wieder hochbringen sollen, und fragte nach Vetos. Letztere gab es aufgrund der Anwesenheit von Eloi und Tevan nicht.

#15 RE: Einhunderterstes Speedbasteln am 23. Juli 2019 von Teja 24.07.2019 21:23

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@Nharun Das ist der Alptraum vieler Menschen, wenn sich Geld bushstäblich in Nichts auflöst. Aber hinkt die Geschichte nicht ein wenig? In der Vergangenheit wurden Inflationskrisen meist durch Vernichtung der riesigen Geldmengen behoben, nicht verstärkt.
Das die Geschichte letztlich dazu führt, dass man Geld nur „unmagisch“ verwendet, finde ich sehr gut. Sonst könnte ja jeder kommen…

@Chrontheon Ich hätte gern mehr über die eigentlich Krise erfahren, bevor sie gelöst wurde!

@Elatan Da sieht man mal wieder, was für ein Problem ein Monopol verursacht! Es ist einfach schlecht für die Wirtschaft, wenn es keine Konkurrenz gibt!




Zitat von Nharun im Beitrag #9
@Teja Regenbogenschafe, wie toll! Mir gefällt dein Beitrag sehr, denn obwohl er auf einem kleinen Rechtschreibfehler basiert und daher vom Grundton her lustig ist, enthält er keine albern-abstruse Erzählung, sondern eine amüsante kleine Anekdote, die sehr plausibel erscheint und aufgrund ihrer Umweltthematik sogar zeitgemäß zum Nachdenken anregt. Ein wunderbares Gesamtpaket! *i

Danke! So ein "zurück zur Natur" ist ja momentan total in, aber so richtig funktionieren tut es eher selten...
Zitat von Amanita im Beitrag #11
@Teja eine Problematik, ie auch auf unserer Erde nicht völlig unbekannt ist...Jedenfalls schön, was du daraus gemacht hast, die Einstellung hätte auch noch deulich üblere Konsequenzen haben können, aber so wurde auch schon deutlich, wie wichtig es ist, sich mit den Details der jeweiligen Ökosysteme zu beschäftigen.

Danke, aber es ging ja "nur" um eine Wirtschaftskrise. Außerdem war es für Joshua Wirt bestimmt sehr schlimm!

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