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#31 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 13.02.2021 12:41

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Neuer Stand:

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Ich muss zugeben, dass ich wirklich zufrieden damit bin, wie das Ganze sich entwickelt hat und während des Zeichnens kamen mir auch noch einige neue Ideen für Atamerés, die ich beizeiten mal in einem anderen Thread hier präsentieren werde.

#32 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 23.02.2021 21:49

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Ulga


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Heute geht es nach Ulga, einer Stadt in Atamerés.

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Die Vergangenheit Ulgas ist legendenumwoben. Es heißt, Zwerge aus dem Norden hätten die Stadt dereinst gegründet, doch als die Alte Welt vom Meer verschlungen wurde, kamen Überlebende der untergegangenen Menschenreiche wie Belcasgar oder Nemyir und gierten danach, hinter den dicken Mauern der Stadt eine sichere neue Heimat in einer Zeit des Chaos und der Finsternis zu finden. Lange belagerten sie Ulga, bis sie die Stadt schließlich einnehmen konnten. Wie genau sie das anstellten, ist, wie so vieles aus jener Zeit, nicht überliefert. Es gibt eine Geschichte die davon erzählt, wie ein kleinwüchsiger Mensch sich als Zwerg ausgab und sich so in die Stadt einschleichen und des Nachts die Tore öffnen konnte, was aber wohl wirklich nicht mehr als eine Sage sein dürfte. Eine andere, vermutlich plausiblere Erklärung, ist, dass die Zwerge die Stadt verlassen hatten, um bei ihren Vettern unter den Bergen des Högrykken das Zeitalter der Finsternis zu überstehen.

Wie es auch war: Ulga wurde zu einer mächtigen Festung in einer Zeit, in welcher andere Menschen in primitiven Dörfern ihr Dasein fristeten oder heimatlos umherzogen. Viele gierten nach den Reichtümern aus den Minen der Stadt, doch selbst der Feldherr Essiaros konnte Ulga nicht unter seine Herrschaft zwingen, als er zum Kaiser wurde und Atamerés vereinte.

Erst nach seinem Sturz durch die Magiergilde, verlor Ulga seine Unabhängigkeit, denn die Mauern der Stadt konnten die Bewohner nicht vor der Macht der Magier schützen. Ulga wurde wie das nahegelegene Peres Sitz eines Magierfürsten und die erbitterte Rivalität der beiden und ihrer Nachfolger sorgte für einiges an Blutvergießen. Als es jedoch zur Rebellion gegen die Magokratie kam, schlossen sich die Bürger von Peres und Ulga zusammen, um die Tyrannen zu stürzen und nach Jahrhunderten der Feindschaft ein eisernes Bündnis zu schmieden.

#33 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Aguran 24.02.2021 00:10

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Erstmal, Klasse geworden das Kartenmaterial, was hast du für die Erstellung verwendet?


Finde die Geschichte der Stadt bereits jetzt, nur so angerissen sehr spannend. Allein schon die vielen Besitzerwechsel, ich denke die haben die Stadt zusammen genommen sehr geprägt?
Oder ist es eher so, das neue Herrscher sehr darauf achteten "Altes" zu "tilgen" um ihre Machtansprüche zu festigen?

Auch das mit der Magokratie und den Magierfürsten liest sich interessant. Wie ist diese Magokratie denn organisiert?
Sind es großteils unabhängige Fürstentümer unter einer Oberhoheit?
Oder aber verhält es sich ganz anders?

Wenn im Zusammenhamg mit den Magiern von Tyrannen gesprochen wird, sind sie dies wirklich, oder ist es mehr auf Propaganda zurück zu führen?
Um mal ein Beispiel aus meiner Welt anzuführen. Der Blaue Orden hat ein Mindset das auf Diplomatie, Koexistenz und Ausgleich ausgelegt ist, dennoch hat er durchaus Probleme das immer mit der Aufgabe des Schutzes der Magie in Einklang zu bringen, weshalb "Wildmagier" oder auch der "Rote Orden" sie durchaus als Tyrannen betiteln würden.

#34 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 24.02.2021 10:34

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Zitat von Aguran im Beitrag #33
Erstmal, Klasse geworden das Kartenmaterial, was hast du für die Erstellung verwendet?

Danke, freut mich sehr, dass es dir gefällt! Entstanden ist die Karte mit Photoshop 2020 und Procreate für das iPad; letzteres ist aber strenggenommen nicht nötig gewesen und sorgte nur dafür, dass ich gemütlich vor dem Sofa Teile der Lineart machen konnte.

Zitat von Aguran im Beitrag #33
Finde die Geschichte der Stadt bereits jetzt, nur so angerissen sehr spannend. Allein schon die vielen Besitzerwechsel, ich denke die haben die Stadt zusammen genommen sehr geprägt?
Oder ist es eher so, das neue Herrscher sehr darauf achteten "Altes" zu "tilgen" um ihre Machtansprüche zu festigen?


Man kann schon sagen, dass man der Stadt ihre Besitzerwechsel doch ansieht, auch wenn im Verlaufe der Jahrhunderte dann doch ältere Elemente mitunter irgendwann etwas in den Hintergrund geraten. Die Stadtmauer ist im Großen und Ganzen wohl noch die aus der Zeit der Zwerge, wenngleich sie natürlich hier und da mal ausgebessert wurde. Im Norden der Stadt befindet sich auch noch immer der Magierturm, der damals auch lediglich eine Erweiterung des vorherigen Herrschersitzes ist. In anderen Städten wurden diese Türme oft als Symbole der Magierherrschaft niedergerissen - wenn sie denn nicht von selbst nach dem Tod ihres Besitzers zusammenbrachen, da keine Magie ihre teilweise auf natürliche Weise nicht mögliche Architektur mehr zusammenhielt.

Zitat von Aguran im Beitrag #33
Auch das mit der Magokratie und den Magierfürsten liest sich interessant. Wie ist diese Magokratie denn organisiert?
Sind es großteils unabhängige Fürstentümer unter einer Oberhoheit?
Oder aber verhält es sich ganz anders?

Während der Magokratie war Atamerés ausgesprochen föderal organisiert, was sich im Laufe ihrer ca. 400-jährigen Geschichte immer weiter verstärkte und ihr letzendlich das Genick brach. Nach ihrer Machtergreifung war es zunächst so, dass die Gildenmeister unter ihren Anhängern Statthalter für die atamerischen Städte und Regionen auswählten und selbst die direkte Kontrolle über die bedeutendsten Städte übernahmen. Hier kam es bereits zu ersten Reibereien, wenn mehrere Gildenmeister eine Stadt beanspruchen wollten und keine Mehrheit im Gildenrat für einen Kandidaten erzielt werden konnte: So hatte der Gildenrat nach aggressiven Verhandlungen bezüglich der Herrschaft über die Stadt Egemenoi drei Mitglieder weniger. Es gab während der gesamten Zeit der Magokratie und auch schon zuvor kein Gildenoberhaupt, das über allen anderen stand und ein Machtwort sprechen konnte. Zu weiterem Ärger führte das Ganze dann spätestens mit der zweiten Generation, als die Magierfürsten es nicht einsehen wollten, dass der Gildenrat über ihre Nachfolger bestimmte und nicht sie selbst. Das Einknicken des Rates in dieser Angelegenheit war dann auch ein erster Schritt dahin, dass dem Rat die Kontrolle über Atamerés entglitt und es zu einer Art Kleinstaaterei kam, in der einer dem anderen nichts gönnte und permanent gegeneinander intrigiert wurde. Offene Kriege gab es eher nicht, da dies dafür gesorgt hätte, dass andere Magierfürsten sich zusammengeschlossen und den Aggressor vernichtet hätten, um das Gleichgewicht zu erhalten. Das, was außerdem dafür sorgte, dass es keine Kriege im Inneren gab, war, dass der Gildenrat häufig Kriege mit fremden Völkern anzettelte, sodass Energien auf diese gelenkt wurden.

Man kann also sagen, dass das Reich überaus zersplittert war und nur durch große Anstrengungen überhaupt so lange zusammengehalten werden konnte. Die einigenden Elemente wie die gemeinsame Sprache oder Währung, gingen meist eher auf die Zeit Kaiser Essiaros' oder noch früherer Jahre zurück. So uneins sich die Magier aber waren, desto verbundener fühlte sich die Bevölkerung der verschiedenen Städte und als die Magierfürsten schließlich im 1. Jahrhundert VZ einige üble Niederlagen in Kriegen im Norden erlitten, nutzte das Volk dies, um aufzubegehren. In vorigen Zeiten hätten die Magier hier noch zusammengehalten, in jener Zeit war es aber bereits so, dass die direkten Nachbarn des Brutherdes der Rebellion sogar dafür sorgten, dass der betroffene Magierfürst keinen Hilferuf zum Gildenrat schicken konnte. Im Versuch, die hilflose Situation ihres Kollegen auszunutzen, fielen die Magierfürsten nun übereinander her und aus dem Funken wurde ein großflächiger Brand, in dem nun Magierfürsten ständig wechselnde Bündnisse schlossen und sich gegenseitig bekämpften, während Rebellen immer größere Teile des Reiches erobern konnten.

Zitat von Aguran im Beitrag #33
Wenn im Zusammenhamg mit den Magiern von Tyrannen gesprochen wird, sind sie dies wirklich, oder ist es mehr auf Propaganda zurück zu führen?

Man kann wohl sagen, dass nicht alle Magier Tyrannen waren und es konnte durchaus Vorteile für die Bevölkerung haben, wenn sie unter der Herrschaft eines Magierfürsten stand, da einige von ihnen sich z.B. darauf verstanden, die Landwirtschaft zu unterstützen. Auch gab es einige, die sich völlig auf ihre Studien konzentrierten und das Alltagsgeschäft anderen überließen, was auch positiv sein konnte. Während der Rebellion schlossen sich dann sogar Magier den Nicht-Magiern an und halfen beim Sturz der Fürsten. In den ersten Jahren nach dem Ende der Magokratie kam es unter dem neuen Kaiser Teredias jedoch zu "Säuberungen" auf sämtliche noch in Atamerés befindliche Magier, als dieser davon erfuhr, dass diese lediglich deshalb die Rebellen unterstützt hatten, um quasi die Konkurrenz loszuwerden. Ob das wirklich stimmt, ist schwierig zu sagen, die Bevölkerung aber stand in überwältigender Mehrheit hinter dem absoluten Verbot von Magie und der Todesstrafe für sämtliche Zauberkundigen und daher hielt man sich mit Zweifeln daran eher zurück.

#35 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Aguran 24.02.2021 11:28

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Danke für die ausführlichen Antworten. Wirklich sehr interessant. 🙂

Wieso hatten die Magier kein Oberhaupt?
Oder keine einigenden Regeln/Verfassung die das auseinanderbechen hätte verhindern können?
Gab innerhalb der Magierschaft keine Bewegung dafür?

Hatten sie überhaupt eine Art sinnstiftenden/identitätsstiftenden Kodex?

#36 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Efyriel 24.02.2021 13:17

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Die Karte der Stadt ist wirklich schick geworden.
Kannst du sagen, wie viele Einwohner die Stadt so ungefähr hat?
Was ist das für ein rundes Bauwerk in der Mitte? (falls ich nicht die Antwort darauf übersehen habe)

#37 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 24.02.2021 14:11

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Zitat von Aguran im Beitrag #35
Danke für die ausführlichen Antworten. Wirklich sehr interessant. 🙂

Wieso hatten die Magier kein Oberhaupt?
Oder keine einigenden Regeln/Verfassung die das auseinanderbechen hätte verhindern können?
Gab innerhalb der Magierschaft keine Bewegung dafür?

Hatten sie überhaupt eine Art sinnstiftenden/identitätsstiftenden Kodex?

Dass sie kein Oberhaupt hatten, liegt vor allem an den Ursprüngen der Gilde, die eigentlich früher nur ein Zusammenschluss von magiefähigen Menschen war, die sich gegenseitig beim Studium der Magie unterstützten in einer Zeit, als Magier bei den Menschen im besten Fall als Auserwählte der Sentarim oder (eines) Gottes galten, im schlimmsten Fall aber als mit Dämonen im Bunde und ihre Fähigkeiten und ihr Wissen noch extrem begrenzt waren. Das Ziel war es daher vor allem auch, die Magie zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen zu können und dafür zu sorgen, dass sie keine Gefahr mehr darstellte. Sie waren auch darauf bedacht, neutral zu bleiben und sich nicht in die Kriege zwischen den Stadtstaaten Atamerés' einzumischen, kamen allerdings bei der Vereinigung des Landes durch Essiaros von Egemenoi davon ab und schlossen sich diesem an, damit er sie im Gegenzug unterstützte. Vermutlich war die Gilde es dann auch, die Kaiser Essiaros dazu drängte, die Alben auf der Atamerischen Halbinsel anzugreifen, um so an deren Wissen über die Magie zu kommen. Nach dem erfolgreichen Feldzug und dem Wissenszuwachs für die Magier, begannen dann einige darüber nachzudenken, dass sie eigentlich herrschen müssten, da sie durch ihre Magie "geringeren" Menschen überlegen waren. Diese Ideologie führte dann auch zu ihrem Aufstand gegen den Kaiser und war eigentlich das einzige, was sie wirklich miteinander verband.

Versuche, Gesetze zu erlassen, um die Herrschaft und den Zusammenhalt zu festigen, scheiterten meist schon wieder an dieser Ideologie, da sich die Magier als jedem Gesetz übergeordnet sahen: Gesetze mussten in ihren Augen die befolgen, welche zu schwach waren, sich über sie zu stellen. Das war natürlich absolut keine gute Grundlage für ein Herrschaftssystem.

Zitat von Efyriel im Beitrag #36
Die Karte der Stadt ist wirklich schick geworden.
Kannst du sagen, wie viele Einwohner die Stadt so ungefähr hat?
Was ist das für ein rundes Bauwerk in der Mitte? (falls ich nicht die Antwort darauf übersehen habe)

Vielen Dank! Sehr gute Frage ... Wenn ich mal die Fläche der Häuser mit Photoshop auswähle und mir die Pixelzahl anzeigen lasse, käme ich umgerechnet auf ca. 4.400 m², was man eventuell verdoppeln und noch etwas draufschlagen könnte, wenn man davon ausgeht, dass die Häuser in der Regel zwei Stockwerke oder haben würden. Ich bin sehr schlecht, um so etwas einzuschätzen, vielleicht kann ja mal jemand eine Schätzung anstellen. Das runde Bauwerk ist ein Tempel, der dem Sentar Peiarur, dem Herrn des Feuers, geweiht ist; aufgrund des Bergbaus und der Schmiedekunst in dieser Gegend, ist er da die erste Wahl.

#38 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Efyriel 24.02.2021 14:47

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Zitat von Elatan im Beitrag #37
Ich bin sehr schlecht, um so etwas einzuschätzen,
Ich auch ^^
Für die Städte, bei dennen ich die ungefähre Einwohnerzahl weiß, habe ich historische Vorbilder herangezogen.
Obwohl "Städte" ist glaube ich übertrieben. Mir fällt gerade nur Koras ein von der ich mal die ungefähre Größe und Einwohnerzahl festgelegt habe.

In der Festschrift "Städtische Formen und Macht" der rwth Aachen habe ich folgenden Satz gefunden: "Nach unserer Daumenregel, nach der 100 bis 200 Einwohner auf 1 ha Siedlungsfläche zu veranschlagen"
Das Zitat findet man auf S.17 (bzw. S.27 des PDF). Linke Spalte 2. Textblock. > zum PDF Städtische Formen und Macht
Dabei handelt es sich zu Überlegungen der Größe und Einwohnerzahl einer Stadt v.Chr.
Vielleicht hilft dir das bei der Einschätzung.

#39 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 24.02.2021 15:55

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Das klingt tatsächlich hilfreich, ich werde mir das Mal durchlesen, danke!

#40 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Nharun 24.02.2021 17:00

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Mir gefällt die Karte auch sehr, sie wirkt sehr professionell - hätte ich Geld auf der hohen Kante, dürftest du für mich ein paar solcher Karten malen!

Die Geschichte von Ulga finde ich spannend. Hast du das alles schon vorher gewusst oder hast du dir manche Gedanken erst beim Malen der Karte gemacht?

#41 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 24.02.2021 18:21

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Zitat von Nharun im Beitrag #40
Mir gefällt die Karte auch sehr, sie wirkt sehr professionell - hätte ich Geld auf der hohen Kante, dürftest du für mich ein paar solcher Karten malen!

Die Geschichte von Ulga finde ich spannend. Hast du das alles schon vorher gewusst oder hast du dir manche Gedanken erst beim Malen der Karte gemacht?

Danke sehr! Für Aufträge stehe ich immer zur Verfügung. Von Ulga wusste ich tatsächlich gar nichts, bis ich die neue Karte von Atamerés malte und dort Städte platzierte. Als ich den Ort, an dem Ulga nun ist, als Standort auswählte, kam mir aber ziemlich schnell der Name in den Sinn und der Konflikt mit der Nachbarstadt Peres. Beim Zeichnen des Stadtplanes selbst kam dann die restliche Geschichte der Stadt nach und nach von selbst zusammen, ohne dass ich mich wirklich dafür hingesetzt und darüber nachgedacht hätte; tatsächlich ist das oft mein Ansatz beim Weltenbau, weswegen ich schon ganz gerne Begriffe wie "entdeckt" oder "herausgefunden" benutze, weil das meine Herangehensweise oft irgendwie besser beschreibt als "basteln" o.ä.

#42 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Teja 03.03.2021 08:36

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Ich mag Ulga.

#43 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 21.03.2021 10:50

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Peres


Vor einiger Zeit stellte ich euch Ulga vor, nun will ich euch Peres zeigen.

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Peres galt als das komplette Gegenteil der Festungsstadt Ulga, die vergleichsweise klein, aber dafür überaus wehrhaft war. Während Ulga vom Bergbau lebte und das Land um die Stadt herum sich kaum für den Anbau von Getreide eignete, wurde Peres in späteren Zeiten öfter mit dem thyonischen Belegan verglichen, da um die Stadt herum das Land sich hervorragend für Landwirtschaft anbot.

Peres war wohl schon immer der größte Konkurrent von Ulga gewesen und die wahren Gründe hierfür liegen verborgen im Dunkel der Geschichte. Es gibt eine Sage, die davon berichtet, dass es einst in Ulga nur hässliche, kleine Männer gab und diese nach Peres kamen, um die schönen Töchter der Stadt zu rauben, um sie in ihre Bergfestung zu entführen und Kinder zu zeugen, was auf den zwergischen Ursprung Ulgas hindeutet (wenngleich es natürlich auch Zwergenfrauen gibt und es daher wohl nicht notwendig gewesen sein muss, Menschenfrauen zu verschleppen). Es heißt, hundert Kriege wurden bis zur Vereinigung Atamerés' durch Essiaros zwischen Peres und Ulga ausgefochten und als die Magierfürsten die Macht ergriffen, herrschte zwischen den Herren von Ulga und Peres weiterhin eine Rivalität, die immer wieder zu Mord und Totschlag führte. Als es schließlich zum Aufstand gegen die Magier kam, taten sich die Menschen aus Peres und Ulga zusammen und unterstützten sich dabei, die Tyrannen, die ihre Städte beherrschten, zu stürzen: Wenngleich es immer noch eine Rivalität zwischen Peres und Ulga gibt, so ist diese doch freundschaftlicher Natur und die Wettkämpfe, welche die Städte miteinander führen, sorgen höchstens dafür, das starke Bündnis, welches sie im Feuer der Rebellion schmiedeten, zu stärken.

Während vielerorts die Magiertürme zerstört worden, blieb der Turm von Peres stehen und diente später dem kaiserlichen Statthalter als Regierungssitz. Der Garten, welcher von den Magierfürsten angelegt worden war, wurde zu einem beliebten Erholungsort und Platz der Versammlung; auch dem Sentar Elon wurde hier an den beiden Teiche gehuldigt und das einstige Gewächshaus wurde nach einem Brand und der Zerstörung seines gläsernen Daches zum Tempel umgestaltet.

#44 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Harbut 21.03.2021 19:06

Wollte erst nicht lobsen, weil du böse Worte und Gerüchte über Zwerge verlierst. Dann fiel mir ein, dass es bei mir auch solche Zwerge gibt. Allerdings paaren sich Zwerge nicht mit anderen Völkern, ein einzelnen Clans gibt es aber tatsächlich Sklaverrei oder zumindest der Handel mit Sklaven.

Ansonsten sehr schöne Beschreibung der Stadt. Magst du noch was zur Bauweise sagen? Waren die Felder mal Wälder, welche zum Bau der Stadt verwendet wurden oder würdest du ähnliche Infos geben?

#45 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 21.03.2021 23:15

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Zitat von Harbut im Beitrag #44
Ansonsten sehr schöne Beschreibung der Stadt. Magst du noch was zur Bauweise sagen? Waren die Felder mal Wälder, welche zum Bau der Stadt verwendet wurden oder würdest du ähnliche Infos geben?

Der Baustil ähnelt dem, wie er in unserer Welt z.B. in der Toskana in San Gimignano zu finden ist, Gebäude wohlhabender Bürger oder auch öffentliche Bauwerke weisen aber auch Elemente griechisch-römischer Architektur aus und Marmor wird in Maßen zu finden sein. Ich gehe schon davon aus, dass die Gegend früher bewaldeter war, wenngleich die Wälder in dieser Region nicht besonders dicht sind. Um die Stadt zu errichten und das Land zu kultivieren, wurde hier aber schon einiges gerodet.

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