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#46 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 31.05.2021 18:43

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Nach den Stadtplänen gibt es heute mal einenn Dorfplan; Fehrengrafft war ein Örtchen in der Nordmark zwischen Nurn und Lohenbek. Der Name, der in etwa "Fernes Grab" bedeutet, kommt daher, dass der Hügel, auf dem die Mühle errichtet wurde, ein Grabhügel war, der etwas weiter entfernt von den anderen vor den Toren Nurns lag. Als die Amnúrer kamen, übernahmen die Nurnen den Sentarismus, öffneten das Grab und vernichteten die letzten Überreste der dort ruhenden Helden früherer Zeit. Als Jahrhunderte später dann die Mühle errichtet wurde, stieß dies aufgrund von Aberglaube nicht unbedingt auf Begeisterung.

#47 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von M.Huber 01.06.2021 10:00

War ein Ort? Was ist damit geschehen bzw ist es jetzt eine Ruine oder Ausgrabungsstätte?

#48 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 01.06.2021 11:53

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Zitat von M.Huber im Beitrag #47
War ein Ort? Was ist damit geschehen bzw ist es jetzt eine Ruine oder Ausgrabungsstätte?

Nene, das hat nicht viel zu bedeuten, ich habe mich lediglich irgendwann entschieden, das Präteritum zu verwenden und so zu tun, als läge alles, was meine Welt betrifft, in einer fernen Vergangenheit. Das macht es dann einfacher, wenn ich mal beschließe, doch etwas zu vernichten, muss ich dann keine Texte umschreiben.

#49 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Harbut 02.06.2021 14:39

Vom Design sehr schick. Gefällt mir.

Habe aber eine inhaltliche Frage. Womit verdienen die Bewohner dort ihr Geld?

#50 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 02.06.2021 16:22

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Zitat von Harbut im Beitrag #49
Vom Design sehr schick. Gefällt mir.

Danke sehr!

Zitat von Harbut im Beitrag #49
Habe aber eine inhaltliche Frage. Womit verdienen die Bewohner dort ihr Geld?

Die meisten Bewohner sind Bauern. Daneben gibt es noch eine Mühle, eine Schmiede und einen Tempel, die auch für andere Dörfer und Weiler in der Nähe zuständig sind.

#51 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Nharun 05.06.2021 23:25

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Mir gefällt die Karte auch sehr gut, man merkt, dass du deinen Stil nicht nur gefunden hast, sondern beginnst ihn zu meistern Was hat es mit dem Namen auf sich, also was bedeutet er? Meine westfälischen Wurzeln lassen mich bei "Graf(f)t" an einen Wassergraben denken (Gräfte/Gracht) - aber das scheint als falscher Freund zu sein oder das Erscheinungsbild des Örtchens hat sich seit seiner Entstehung deutlich geändert

#52 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 06.06.2021 12:00

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Zitat von Nharun im Beitrag #51
Was hat es mit dem Namen auf sich, also was bedeutet er? Meine westfälischen Wurzeln lassen mich bei "Graf(f)t" an einen Wassergraben denken (Gräfte/Gracht) - aber das scheint als falscher Freund zu sein oder das Erscheinungsbild des Örtchens hat sich seit seiner Entstehung deutlich geändert

So ganz falsch ist der Freund nicht.

Zitat von Elatan im Beitrag #46
Der Name, der in etwa "Fernes Grab" bedeutet, kommt daher, dass der Hügel, auf dem die Mühle errichtet wurde, ein Grabhügel war, der etwas weiter entfernt von den anderen vor den Toren Nurns lag.

Die meisten Grabhügel der alten Nurnen befanden sich an einem Ort, dieser Hügel hier lag aber einige Meilen weiter nördlich, war also ein "fernes Grab".

#53 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Nharun 06.06.2021 15:30

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War der beschreibende Text gestern auch schon da!? Okay, der Tag war anstrengend, hab ihn glatt übersehen

#54 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 08.09.2021 15:16

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Glerich


Glerich war die Hauptstadt des thyonischen Herzogtums Steden und eine der ältesten und bedeutendsten Städte des Reiches.

Geographie


Glerich befand sich im Nordwesten Thyoniens und lag an der nördlichen Küste der Thyonischen See im Herzogtum Steden. Nördlich der Stadt befand sich ein vom Rest des Trollwaldes abgetrennter Forst, der wirtschaftlich genutzt wurde und etwas mehr als vier Wegstunden weiter befanden sich die Schauerhöhen, in denen Eisenerz abgebaut wurde. Südlich der Stadt und dem Hafen direkt vorgelagert befanden sich zwei kleine Halligen, die nie dauerhaft bebaut worden waren, wenngleich es immer wieder Bestrebungen gab, die Befestigungsanlagen der Stadt bis auf sie auszudehnen und den Hafen so durch mächtige Ketten absperrbar zu machen: Diese Vorhaben scheiterten jedoch vor allem aus Kostengründen und daran, dass es keinen wirklichen Bedarf für eine solche mächtige Verteidigung gab, da das Herzogtum Steden zwar mit dem südlich des Meeres gelegenen Merydien einen erbitterten Rivalen hatte, kriegerische Auseinandersetzung jedoch bis auf den Kronenkrieg ausblieben. Im 12. Jahrhundert AZ hatte Glerichs Bevölkerung soweit zugenommen, dass die Menschen anfingen, immer mehr Häuser außerhalb der Stadtmauer zu bauen, was vor allem auch durch die friedliche Zeit, in der sie lebten, begünstigt wurde.

Geschichte


Glerich wurde bereits lange vor der Rückkehr der Amnúrer von Menschen gegründet, die vor allem mit den Elben von Alvaryn regen Handel trieben und eine Vormachtsstellung unter den anderen Stämmen jener Region einnahmen. Aufgrund der Städte, die sie errichteten und die sie von anderen Stämmen unterschieden, wurde jener Menschenschlag als Stedthiad bezeichnet, was nicht anderes als "Stadtvolk" bedeutet und später abgekürzt zu Stedern wurde, woher auch der Name des später unter amnúrischer Herrschaft formierten Herzogtumes Steden kam. Wenngleich es viele Städte in jener Region gab, konnte Glerich eine Vormachtsstellung einnehmen und zur bedeutensten Siedlung der Stedthiad werden, auf deren Hügeln sich, ganz ähnlich wie es in der Nordmark mit den Nurn der Fall war, die Häuptlinge trafen, um miteinander Rat zu halten. Die guten Beziehungen mit den Nurnen waren es auch, die dafür sorgten, dass die Stedthiad sich den Amnúrern friedlich und freiwillig anschlossen und aus diesem Grunde auch lange nicht von einem Herzog amnúrischer Abstammung regiert wurde. In der chaotischen Zeit nach der Herrschaft Kaiser Aregos' fiel Glerich unter die Herrschaft des Hexenmeisters Isarngur, der einen Turm inmitten eines Heckenlabyrinthes nördlich der Stadt errichtete, von wo aus er die Glericher zwang, ihm zu dienen. Da Isarngur klug genug war, sich nicht direkt mit den Königen im fernen Niturin anzulegen, duldeten diese seine Herrschaft, da er Tribut zahlte.

Im Rest des Herzogtumes hatte unterdessen das amnúrisch-stämmige Haus Ectoris die Herrschaft übernommen, da es sich aber gegen die anderen Häuser Stedens behaupten musste, konnte es seine Aufmerksamkeit zunächst nicht Glerich zuwenden. Erst später kam der ideale Zeitpunkt, als aus der Familie Ectoris ein Sohn hervorging, der sich als ein überaus fähiger Magier entpuppte, das Heckenlabyrinth durchquerte und den Hexenmeister in seinem Turm stellte und in einem furchterregenden Duell niederrang. Es heißt, der Magier wäre am nächsten Morgen aus dem Labyrinth getreten und er hätte eine Maus am Schwanz festgehalten, die er einigen Katzen, die wohl von der Magie angelockt worden waren, zum Fraße vorwarf und dann verkündete, der Hexenmeister sei nicht mehr. Der Magier selbst nahm seinen Sitz im Turm ein, hielt sich aber in den folgenden Jahren aus der Politik heraus und verzichtete auch auf den Thron Stedens, als sein älterer Bruder kinderlos starb. Stattdessen wurde der Sohn seiner jüngeren Schwester, die einen einfachen Ritter geheiratet hatte, neuer Herzog und nahm den Namen Ectoris an; er übernahm jedoch nicht das Wappen der Familie, sondern trug stattdessen eine silberne Katze auf schwarzem Grund auf seinem Schild, um seinen Onkel zu ehren.

Nach dem Tod des Erzmagiers, zudem der Bezwinger des Hexenmeisters inzwischen geworden war, übernahm dessen begabtester Schüler den Turm und so wurde es Brauch. Die Erzmagier von Glerich waren den Herzögen von Steden zwar immer verbunden und standen ihnen mit Rat und Tat zur Seite, verweigerten aber allzu starke Einmischungen in die Politik, was dafür sorgte, dass sie hohes Ansehen in ganz Thyonien und darüber hinaus genossen.

Während des Kronenkrieges war es der Erzmagier Veremund, der zeitweise die Herrschaft über Steden als Regent des noch minderjährigen Herzoges übernahm und für die Neutralität des Herzogtumes sorgte. Trotz Veremunds Bestrebungen kam es dennoch zum Angriff des Drillingsbundes, der mit der Herrschaft über sowohl Merydien als auch Steden die Thyonische See kontrollieren wollte. Nachdem der Versuch, die Stadt von der Seeseite direkt über den Hafen aus einzunehmen, gescheitert war, beschloss Prinz Perun Viatar, die Stadt zunächst zu ignorieren und den Erzmagier aus seinem Turm zu holen. Diesen hatte man zunächst ignoriert, da man davon ausgegangen war, dass er von seinem Turm aus keinen Einfluss auf die Belagerung haben könnte und alles hilflos mit ansehen müsste. Man versuchte zuerst, den Irrgarten niederzubrennen, was scheiterte, bevor der Prinz mit einem Teil seiner Truppen in das Heckenlabyrinth eintrat. Als er nach drei Tagen immer noch nicht zurück war, man lediglich immer wieder Schreie hörte und auch hinterhergeschickte Soldaten nicht zurückkehrten, zog man ab.

Bevölkerung


Die meisten Glericher waren Menschen, deren Vorfahren bereits vor Jahrhunderten in jener Region gelebt hatten. Wenngleich es den Stamm der Stedthiad in dieser Form im 12. Jahrhundert nicht mehr gab, nannten sich die Alteingesessenen Familien Glerichs, und der ganzen Region, dennoch auch zu jener Zeit immer noch selbst stolz eher "Stedthiad", während "Steder" wiederum alle Bewohner des Herzogtumes umfasste. Neben Menschen lebten in Glerich noch einige wenige Zwerge, die sich dort in aller Regel niedergelassen hatten, um Handel zu treiben. Diese Zwerge waren meist keine Thyonen, sondern Untertanen des zwergischen Gottkönigs. Elben gab es in Glerich nicht, doch heißt es, dass durch die Adern mancher Adliger ein wenig elbisches Blut floss, was sich auf ihre amnúrische Herkunft zurückführen ließ.

Die Menschen Glerichs waren nahezu ausschließlich Sentarier, welche sich vor allem Elon, dem Sentar des Meeres, verbunden fühlten, dem der Tempel im Zentrum der Stadt gewidmet war. Ein weiterer, größerer Tempel befand sich auf einem Hügel im Norden der Stadt, der Peiarur, Sentar des Feuers, geweiht war. Die Toten wurden zumeist auf dem großen Hügel nördlich der Stadt verbrannt und im Meer verstreut.

Wirtschaft


Als Hafenstadt war der Handel für Glerich von besonderer Bedeutung. Aus dem ganzen Umland kamen Menschen in die Stadt, um dort ihre Waren anzubieten. Fast jedes erdenkliche Handwerk wurde in den Mauern Glerichs ausgeübt, wobei gerade feine Schnitzarbeiten aus dem Holz des nahen Waldes ein wichtiges und begehrtes Handelsgut waren. Eisen von den Schauerhöhen wurde hingegen in keinem besonders nennenswerten Umfang exportiert; der Hauptabnehmer war im 12. Jahrhundert der Rivale Merydien auf der anderen Seite des Meeres. Darüber hinaus war Glerich auch für seine Lederwaren bekannt.

#55 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von DrZalmat 10.09.2021 18:32

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Wundervoll die Karte, deren Entwicklung ich über löange Zeit verfolgen (und teilweise mitgestalten) konnte, fertig zu sehen.

#56 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 19.09.2021 10:27

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Ogershobel


Ogershobel war ein Dorf am Rande der Schauerhöhen und des Trollwaldes im Herzogtum Steden und knapp vier Wegstunden von Glerich entfernt. Es heißt, dass einst ein Oger auf dem Hügel hauste, auf dem später die Burg errichtet wurde, der die Menschen im Umland terrorisierte, bis ein Held kam, den Hügel hinaufstieg und den Unhold erschlug und sich in der Gegend niederließ und später mit dem Landstrich belehnt wurde. Die Burg, die von seinen Nachfahren errichtet worden war, verfiel im 11. und 12. Jahrhundert zusehends, so wie auch das Ansehen der Herren von Ogershobel bei den Dorfbewohnern immer weiter sank und mit der Zeit sogar erzählt wurde, ihr Ahnherr habe den Oger nicht erschlagen, sondern tot aufgefunden - noch übleren Gerüchten nach, habe der "Held" den Oger bzw. die Ogerfrau nicht erschlagen, sondern zum Weibe genommen.

#57 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 05.10.2021 18:52

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Die Grafeninsel vor der Küste Pînors war im 12. Jahrhundert AZ schon seit einer ganzen Weile nicht mehr Rückzugsort für die gewählten Grafen der Republik, sondern Sitz der Gilde der Kartographen. Das Gildengebäude selbst durfte ausschließlich von ihnen betreten werden, doch auf der Insel lebten daneben auch noch Angehörige und Soldaten - und einige Zwergschafe und Hühner. Die Karten, die in der Gilde angefertigt und gelagert wurden, waren für die Pînorer von unschätzbaren Wert. Es hieß, sie kannten mehr Wege und Strömungen als jedes andere Volk und überall in der Welt hatten die Pînorer ihre Agenten und Spione, deren Wissen direkt der Gilde zugute kam und von den Navigatoren und Händlern genutzt werden konnte.

#58 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von M.Huber 06.10.2021 12:23

Sieht sehr schön aus. Was genau ist mit der Insel denn geschehen wenn ich so als Unwissender fragen darf ?

#59 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von Elatan 06.10.2021 12:58

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Zitat von M.Huber im Beitrag #58
Sieht sehr schön aus. Was genau ist mit der Insel denn geschehen wenn ich so als Unwissender fragen darf ?


Was genau meinst du? Früher wurde sie vom Grafen der Stadt benutzt, später dann von der Gilde.

#60 RE: [Eruon] Karten, Landschaften, Raumpläne usw. von M.Huber 07.10.2021 06:31

Ach so alles klar. Ist aber sehr schön gemacht:)

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