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#1 Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 30.01.2019 11:17

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Vielleicht fragt ihr euch, was das überhaupt zu bedeuten hat, wenn der Titel dieses Thread Eruon - Die namenlose Welt lautet, denn ist Eruon nicht der Name dieser Welt, die ihre Ursprünge sicherlich in meiner Grundschulzeit hat? Nun, es ist genauso der Name meiner Welt, wie Erde der Name unserer Welt ist. Und Erde ist auch genauso der Name meiner Welt, da Eruon in der atamerischen Sprache nichts anderes bedeutet. Diese Welt hat also nicht wirklich einen Namen – alternativ könnte man aber auch sagen, sie hat sehr viele Namen. Aber egal, das hier soll keine Abhandlung über Namen werden.
Mindestens drei Kontinente befinden sich auf dieser Welt, von denen ihr den (bastelgeschichtlich) ältesten hier seht: Aren. Südlich von Aren befindet sich Ilranuh; ein Kontient, auf dem sich die ältesten menschlichen Kulturen und ihre Nachfahren finden lassen.


Der Kontinent Aren - hierbei handelt es sich um eine WIP-Karte bzw. eine etwas veraltete, aber für eine kurze Vorstellung reicht es wohl ;)


Die Jetztzeit meiner Welt ist das frühe 12. Jahrhundert Amnúrischer Zeit (AZ). Dieses Zeitalter begann kurioserweise mit dem Untergang Amnúrs; jenem Reich, das auf einem Kontinent im Westen lag und von Vertriebenen aus Atamerés gegründet wurde. Als die Amnúrer zurückkehrten und auf den Gebieten der heutigen Länder Thyonien, Kalenard und Ilarien ihre Reiche gründeten, läutete dies ein neues Zeitalter in Aren ein.
Aren wird von vielen verschiedenen Menschenvölkern bewohnt, die allerdings ein gemeinsamer Glaube eint – wenngleich dieser sich in etliche unterschiedliche Konfessionen teilt. Dieser Glaube ist der Sentarismus, der grob auf folgendes heruntergebrochen werden kann: Es gibt nur einen Gott, dessen Diener, die Sentarim, durch ihn inspiriert die Welt erschufen. Die Sentarim wiederum hatten eigene Diener, die aber schließlich der Sünde verfielen und dafür ihre Macht verloren und von den Elben, ihren Dienern (ganz schön viele Diener, mmh?), gestürzt und so gut wie vollständig vernichtet wurden. Das ganze ist jetzt wirklich sehr stark abgekürzt und ich ließ erstmal vieles aus: So zum Beispiel die ganzen theologischen Erklärungen dafür, dass es nur einen Gott gibt, der gar nicht wirklich direkt verehrt wird, dafür aber seinen Dienern gehuldigt wird. Aber dazu vielleicht ein andermal mehr bei Interesse.

So, nun habe ich die Elben erwähnt. Ein ganz klassisches Fantasy-Volk. Und tatsächlich; wenn ich sie beschreiben wollte, könnte ich vermutlich einfach eine Beschreibung der Tolkien-Elben hier reinkopieren – der richtigen Tolkien-Elben, nicht den später verwursteten mit ihren spitzen Ohren und ihrer Baumknutscherei, die keine Bärte haben können. Meine Elben sind also ebenso „perfekt“ wie die Mittelerdes oder vieler anderer Welten, der Grund hierfür ist allerdings in meiner Welt nicht, dass die Elben quasi die „Erstgeborenen“ und Lieblinge der Götter sind, sondern dass sie von den Merohim aus den Menschen als möglichst perfektes Sklavenvolk gezüchtet wurden. Da die Merohim selbst unsterblich waren, hatten sie nicht wirklich Lust darauf, dass ihre mühsam angelernten Arbeiter und Soldaten andauernd wegstarben.

Meine Orks, die ich lange Zeit aus meiner Welt gestrichen hatte, entstanden etwa zu der Zeit, als die Elben gegen die Merohim rebellierten, da letztere neue Diener brauchten und es in diesem Fall wirklich nur um eine kurzfristige Lösung ging, um den Aufstand niederzuschlagen – da musste nichts hübsch sein, da zählten Kraft und Skrupelosigkeit. Die „kurzfristige Lösung“ lungert noch heute in abgeschiedenen Gegenden meiner Welt, wie z.B. Gebirgen, herum.

Und Gebirge sind auch schon das Stichwort, da sie die Heimat der Zwerge sind (wer hätte es gedacht?). Da ich auch hier das ganz klassische Zwergenvolk haben wollte, musste ich natürlich wiederum Erklärungen für sie finden; warum zum Teufel nennt ein Zwerg sein Kind beispielsweise Oinn, wo es doch „der Furchtsame“ bedeutet? Es liegt daran, dass einige Zwerge ihre Kindern grade so benennen, wie sie niemals werden sollen.
Ihr merkt schon; ich spiele ganz gerne mit Klischees und meine Welt wirkt auf manche, die sich nicht näher mit ihr befassen, schnell wie „eine langweilige EDO-Welt“. Ich vertrete aber die Meinung, dass man einer Welt nicht einfach einen Stempel aufdrücken kann und dass sich hinter einer vielleicht erstmal recht gewöhnlichen Fassade doch ein wahrer Schatz verbergen kann.

#2 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Artifex Nerracis 30.01.2019 11:48

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Wo finde ich Ilenard auf dieser Karte, wenn ich es suchen möchte?

Gibt es eine Karte oder einen Entwurf von Ilranuh? Welche und wieviel Interaktion gibt es zwischen Aren und Ilranuh?

Wie sieht es auf der Zeitachse aus? Welterschaffung, Merohim, Untergang derselben, Atamerés, Amnur, Rückkehr nach Aren, das klingt nach viel Zeit.

#3 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Tskellar 30.01.2019 22:04

Sehr schön, Ela. Durch deine Beschreibung noch mehr als durch die Karte kam richtig schönes Weltenfeeling auf
Ich würde gerne mehr über die Zwerge hören, besonders wie sie aussehen. Und ob sie größer sind als ich. Ähäm.

#4 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Teja 30.01.2019 22:45

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ich mag deine Zwerge und ihre umgekehrte Psychologie. Was mich mal interessieren würde, ist ein Stammbaum mit den verschiedenen Diener-Völkern und wie die voneinander abstammen, am besten gleich mit einer Zeitleiste dazu!

#5 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 31.01.2019 14:55

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Uiuiui, euer Interesse freut mich wirklich sehr! Dann schauen wir mal, ob ich eure Fragen halbwegs zufriedenstellend beantworten kann.

Zitat von Artifex Nerracis im Beitrag #2
Wo finde ich Ilenard auf dieser Karte, wenn ich es suchen möchte?


Ilenard wirst du auf der Karte nirgendwo finden und egal, wo du auf meiner Welt fragst, wird dir auch niemand sagen können, wo dieses Land ist. Allerdings würden einige vielleicht auf die Idee kommen, dass du Ilarien meinen könntest; das liegt nördlich von Thyonien und südlich von Vimear. Ich habe eigentlich ganz bewusst nicht alle Namen auf die Karte geschrieben, aber Ilarien wäre schon einigermaßen wichtig gewesen, da ich es schließlich erwähnte - pardon!

Zitat von Artifex Nerracis im Beitrag #2
Gibt es eine Karte oder einen Entwurf von Ilranuh? Welche und wieviel Interaktion gibt es zwischen Aren und Ilranuh?


Ja, es gibt eine Karte, auf der sämtliche Kontinente sind. Ilranuhs Zipfel siehst du im Süden; eine Meerenge trennt die Kontinente. Aber das Meer, das zwischen ihnen liegt, ist nun auch nicht so besonders groß. Es findet also auch ein mal mehr mal weniger reger Handel und Austausch zwischen den Kontinenten statt. Das, was diesen Austausch etwas dämpft, ist die derzeitige Situation in Ilranuh: Weite Teile des Nordens stehen unter direkter oder indirekter Kontrolle Kiššatus, das schon mehrere Male versucht hatte, auch in Aren Fuß zu fassen, aber immer wieder zurückgeschlagen werden konnte durch Bündnisse der dortigen Reiche. Man kann sogar sagen, dass die Bedrohung durch Kiššatu in gewisser Weise für eine Art Frieden und Gleichgewicht sorgt, da die Länder des Südens sich nicht zu sehr schwächen wollen durch innerarenische Streitigkeiten.

Zitat von Artifex Nerracis im Beitrag #2
Wie sieht es auf der Zeitachse aus? Welterschaffung, Merohim, Untergang derselben, Atamerés, Amnur, Rückkehr nach Aren, das klingt nach viel Zeit.mage]


Die Welt wurde vor laaaaanger Zeit erschaffen. Die Merohim und ihr Reich existierten bis ins 2. Jahrtausend VZ (VZ -> "voramnúrische Zeit"; also die Zeit vor Rückkehr der Amnúrer nach Aren). Dann war ein für alle Mal Schluss mit ihnen; allerdings lösten sie im verzweifelten Versuch, irgendwie noch an der Macht zu bleiben, einige Katastrophen aus, die unter anderem dafür sorgten, dass große Landstriche, die sich unteranderem im Süden der atamerischen Halbinsel befanden, im Meer versanken - und mit ihnen einige der ersten Hochkulturen der Menschen, die mehrere Jahrhunderte brauchten, um sich davon wieder zu erholen.

Im 8. Jahrhundert VZ vereinigten sich dann die atamerischen Stadtstaaten unter dem Feldherrn Essiaros, der (wie hier schon angekratzt) schließlich 752 VZ zum Kaiser wurde. Unterstützung fand er zu Beginn seiner Herrschaft durch eine Magiergilde, die ihr Wissen von gefangengenommenen Alben hatte, schließlich jedoch gegen den Kaiser aufbegehrte und ihn sowie seine Getreuen 709 VZ vertrieb. In Atamerés herrschten von da an ca. 300 Jahre lang Magierfürsten. Diese machten sich mit der Zeit immer unbeliebter und begannen auch untereinander Streitigkeiten, die schließlich dazu führten, dass sie gestürzt wurden, und Magie verboten wurde; Magier wurden von da an rücksichtslos gejagt.

Währenddessen bauten Essiaros und seine Leute im Westen auf einem bis dahin unbekannten Kontinent ein neues Reich auf, das allerdings jahrhundertelang keinerlei Kontakte mehr nach Aren oder Ilranuh hatte. Erst etwa im letzten Jahrhundert vor dem Untergang Amnúrs, über den auch kaum noch etwas wirklich bekannt ist, hatten die Amnúrer Kontakt zu den Elben Alvaryns hergestellt, zu denen sie schließlich auch flohen. Der König der Elben gab ihnen schließlich Elcira im Nordwesten des späteren Thyonien zum Lehen, womit das Amnúrische Zeitalter begann - eben ironischerweise nach dem Untergang des Reiches Amnúr. Allerdings prägten die Amnúrer eben in der Folgezeit die Geschichte und Völker Arens, weswegen diese Bezeichnung eigentlich recht treffend ist. Seitdem sind nun fast 12. Jahrhunderte vergangen.

Zitat von Tskellar im Beitrag #3
Ich würde gerne mehr über die Zwerge hören, besonders wie sie aussehen. Und ob sie größer sind als ich. Ähäm.


Ich glaube, die Zwerge sind gar nicht mal so viel kleiner als du. Die meisten sind so zwischen 1,30 und 1,50 groß; manche erreichen gar Größen von über 1,60 m - wahre Riesen! Zwerge sind etwas stämmiger gebaut als Menschen und entsprechen bei mir ziemlich genau äußerlich dem, was man so aus dem Fantasy-Genre kennt; allerdings trägt nicht jeder Zwerg einen mächtigen Bart und Zwergenfrauen können sich auch gar keinen wachsen lassen - zumindest nicht mehr als Menschenfrauen auch.

Die Zwerge sind ein relativ homogenes Volk; bei ihnen kann ich eigentlich auch wirklich von einem Volk reden, da sie ihre Einheit als besonders wichtig ansehen. Der Grund liegt unteranderem dadrin, dass die Zwerge nur durch Zusammenhalt überhaupt die Zeit der Merohim so gut überstehen konnten. König Mótsognirs I., der sie damals (das war vor dem Jahr 2503 AZ; da starb er) vereinte, wurde später vergöttlicht von ihnen und seine Nachfolger waren später immer Zwerge, von denen man ausging, sie seien seine Reinkarnationen; so heißt auch jeder Gottkönig immer schön Mótsognir wie der erste König: Menschen nummerieren diese Herrscher dann, so wie es auch bei ihren Königen Brauch ist, allerdings können manche strenggläubigen Zwerge einem das recht übel nehmen, da es eben, für sie, keinen Mótsognirs XI. gab, sondern der erste eben immer noch regiert - nur starb er zwischendurch nun ein paar mal schon.

Zitat von Teja im Beitrag #4
Was mich mal interessieren würde, ist ein Stammbaum mit den verschiedenen Diener-Völkern und wie die voneinander abstammen, am besten gleich mit einer Zeitleiste dazu!

Okay, ich kopier mal einen älteren Text von mir einfach hier rein.


Die meisten intelligenten Spezies/Rassen sind mit den Menschen verwandt. Es scheint auch so, dass der Mensch neben dem Zwerg aus dieser Gruppe das einzige Wesen ist, das nicht durch die Beeinflussung der Merohim (zu denen später mehr) entstand. Die Zwerge sehe ich mitunter als einen weiterentwickelten Neanderthaler, allerdings würde ich nicht so weit gehen, für meine Welt fest zu behaupten, dass Zwerge sich tatsächlich aus diesen entwickelt haben und gebe lediglich das wieder, was man auch in meiner Welt weiß bzw. zu wissen glaubt: Zwerge und Menschen sind quasi "Brüder" und auch Nachkommen können miteinander gezeugt werden.

Die Merohim, die ich eben schon erwähnte, sehen den Menschen zwar extrem ähnlich, aber sie sind wohl nicht mit ihnen wirklich verwandt; in der Religion der Sentaristen sind die Merohim die Diener der Sentarim, die wiederum Diener Gottes sind. Mitunter werden sie auch als Engel bezeichnet (die Sentarim können dementsprechend auch Erzengel genannt werden). Ohne hier jetzt groß ins Detail gehen zu wollen, haben die (allermeisten) Merohim jedoch nach sentarischer Lehre irgendwann den rechten Pfad verlassen und wurden hochmütig, gierig etc. Sie begannen, sich Sklaven zu züchten, da sie nicht in der Lage waren, wirklich aus dem nichts etwas Neues zu erschaffen. Ideales Ausgangsmaterial hierfür waren Menschen, die aber für unsterbliche, übermächtige Wesen doch recht schwach und zu schnelllebig waren. So holten die Merohim sich die "besten" Menschen und schufen aus ihm in Form der Alohim, der Elben, eine neue Rasse, die ihren Vorstellungen eher entsprach. Nur konnte die Lebenszeit nur durch Zucht und ein wenig Hokuspokus nun auch nicht so extrem gestreckt werden. Es gibt daher zwei Vermutungen;

1. Einige Merohim zeugten Kinder mit desen Menschen: Das wäre eigentlich eine recht schlüssige These, da auch die Heiligen Schriften des Sentarismus davon sprechen. Dagegen spricht, dass manche Gelehrte es bezweifeln, dass die Merohim sich tatsächlich mit einer anderen Spezies gepaart hätten.

2. Die Merohim kreuzten irgendwie Gnome mit rein: Hierfür spricht wiederum, dass die "Unsterblichkeit" der Elben jener der Gnome eher ähnelt als der der Merohim; so können Elben durchaus Sterben, wenn sie z.B. keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen (das klingt vielleicht düsterer, als es ist. Tatsächlich können alte Elben, die sich schon wirklich ausgelebt haben ganz zufrieden einschlafen und sterben). Allerdings werden Gnome in den Schriften des Sentarismus überhaupt nicht erwähnt und sie tauchen erst in wesentlich jüngeren Quellen oder in Geschichten der Zwerge auf - allerdings völlig ohne Verbindung zu den Elben.

Die Elben sind also auf jeden Fall mit den Menschen verwandt und dann entweder mit den Merohim oder den Gnomen - oooder mit keinem von beiden und die Merohim haben es doch anders geschafft, sie mit ihrer Magie unsterblich zu machen.

Die angesprochen Gnome, ca. 50 cm große Kerlchen, sind wohl auch wieder etwas ganz alleine stehendes. Wenn irgendeine Art mit ihnen tatsächlich (neben den Elben evtl.) verwandt ist, könnten es noch die Merohim sein, was jedoch eigentlich nicht wirklich geglaubt wird. Und auch wenn sie so klein sind, sind sie vermutlich nicht mit den Zwergen verwandt, auch wenn manche Zwerge es glauben.

Wer aber mit den Zwergen verwandt ist, sind die Riesen. Zwar wird oft vermutet, dass sie eben wie Zwerge und Menschen ohne zutun der Merohim entstanden, doch sprechen alte Quellen eher dagegen und es kann mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Riesen als ideale Krieger und Arbeiter für schwere Aufgaben gezüchtet wurden. Der Merohim, der dafür verantwortlich war, wollte wohl gerade damit beeindrucken, dass er eben die Zwerge und nicht die Menschen als "Ausgangsmaterial" nahm, allerdings vermuten heutige Gelehrte, dass es tatsächlich die logischere Variante war, da Zwerge generell stabiler gebaut sind als Menschen und daher eigentlich besser hierfür waren; der halbe Meter Größenunterschied war hier dann wirklich nicht der Rede wert. Auch die Riesen scheinen von ihrer Herkunft zu wissen, allerdings ist es sehr schwer, genaueres von ihnen herauszufinden, da Neugierige ganz gerne mal am Grillspieß landen. Das Verhältnis zu ihren kleinen Verwandten ist auch recht widersprüchlich; mal reagieren se aggressiv, mal helfen sie den Zwergen sogar. So wurde die Halle des zwergischen Gottkönigs mit Riesenhilfe errichtet (auch wenn das derzeit wieder gerne abgestritten wird).

Nun, Elben waren wirklich ein Meisterstück in den Augen der Merohim und die Riesen waren auch nicht verkehrt. Vermutlich entstanden die Riesen vor den Elben (da ihnen auch die Unsterblichkeit etc. fehlt). Doch irgendwann wurde den Merohim wohl langweilig, und sie schufen noch allerhand neue Kreaturen aus denen, die bereits da waren. In den sentarischen Schriften wird berichtet, dass die Merohim sich gegenseitig übertrumpfen wollten und ihre Fähigkeiten, Kreaturen zu kreuzen, immer mehr wuchsen, wodurch dann sowas wie Zentauren, Gnolle und all sowas entstanden, die somit auch von Menschen oder Zwergen und verschiedenen Tieren abstammen.

Nun aber endlich mal zu den Eingangs erwähnten Orks. ;D Denn mit der Zeit trieben es die Merohim wirklich zu weit; sie begannen, sich gegenseitig zu bekriegen, Landstriche zu verwüsten, andere Spezies auszurotten, die ihnen nicht passten, usw. Den Elben wurde es, salopp gesagt, irgendwann zu bunt und sie rebellierten, als die Merohim plötzlich, warum auch immer, einen Großteil ihrer Macht verloren. Da sie zahlenmäßig unterlegen und auf Sklaven angewiesen waren, schufen sie aus Elben und Menschen, die sie noch unter ihrer Knute hatten, eine neue Rasse, die ausschließlich dazu dienen sollte, diese Rebellion niederzuschlagen. Wichtige Attribute waren hier die schnelle Fortpflanzung und hohe Aggressivität gepaart mit der Unterwürfigkeit gegenüber ihren Herren. Diese Kreaturen konnten die Merohim allerdings auch nicht mehr vor ihrem Untergang bewahren.

So, ich sprach noch Spezies an, die den Merohim ein Dorn im Auge waren; am wichtigsten sind hier wohl die Galrûk, bzw. ihre Vorfahren, die in jener grauen Vorzeit den Legenden zufolge noch eine Hochkultur in der Noam Asorl besaßen, jenem Gebiet, das heutzutage nur noch eine wüste Einöde ist, an deren Rändern die Galrûk zumeist als Nomaden umherziehen. Die Galrûk sind weder mit Menschen, noch mit Merohim oder Gnomen verwandt. Sie ähneln zwar im Körperbau grob den Menschen, doch sind sie wohl eher den Reptilien zuzuordnen (wenngleich das auch nicht ganz korrekt sein dürfte).

So, und nun, Freunde!

TL;DR:

  • Menschen und Zwerge sind verwandt (haben vmtl. einen gemeinsamen Vorfahren)

  • Elben entstanden durch Zucht aus Menschen (vmtl. durch Kreuzung mit Gnomen oder Merohim)

  • Riesen entstanden aus Zwergen (ebenfalls Zucht)

  • Orks wurden von den Merohim aus Elben gezüchtet

  • Merohim sind mit niemandem verwandt (außer evtl. mit Elben)

  • Gnome sind mit niemandem verwandt (außer evtl. mit Elben)

  • Die Merohim kreuzten just for fun (oder halt aus verschiedenen Gründen) Mischwesen aus Menschen und Tieren.

  • Galrûk sind ebenfalls mit keinem der oben genannten verwandt.

  • Die Baharwat (die Fischwesen aus dem Speedbasteln) sind auch mit keinem verwandt.
  • #6 RE: Eruon - Die namenlose Welt von DrZalmat 31.01.2019 23:22

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    Also hast du quasi Elfenartige, Menschenartige und... Galrike und Baharische die sich dann weiter verzweigt haben, vielleicht sogar noch mehr wenn Gnome doch nicht zu den Elfenartigen gehören.

    Gibt es einen Grund dafür dass es so viele intelligente Spezies gibt die sich parallel zueinander entwickelt haben? Oder ist das einfach nur ein riesiger Zufall...

    Oooooder gibt es vielleicht eine Urururspezies von denen alle abstammen aber die keiner kennt?

    #7 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 01.02.2019 11:11

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    Zitat von DrZalmat im Beitrag #6
    Gibt es einen Grund dafür dass es so viele intelligente Spezies gibt die sich parallel zueinander entwickelt haben? Oder ist das einfach nur ein riesiger Zufall...


    Naja, wie schon beschrieben: Tatsächlich stammen die meisten intelligenten Spezies voneinander ab. In meiner Welt macht man sich noch keine großen Gedanken über tatsächliche Verwandtschaften zwischen Spezies; es gibt dann höchstens Geschichten und Sagen, die davon erzählen, dass Zwerge die Vettern der Menschen sind usw. Bekannt ist, dass die Merohim viel züchteten; eben nicht nur Tiere, sondern auch mit einer ordentlichen Prise Magie intelligente Spezies oder Mischformen. So sind auch meine Elben nicht auf natürliche Art und Weise neben den Menschen entstanden, sondern einfach das Produkt des Wunsches der Merohim, ein ihnen gefallendes Dienervolk zu haben - dieser Umstand ist auch heutzutage kein wirkliches Geheimnis, da die religiösen Schriften der Sentarier davon erzählen. So wie sie eben auch erzählen, dass die ersten Menschen "gefallene" Merohim waren. Ob das stimmt, sei dahingestellt: Es erklärt aber zumindest die große Ähnlichkeit zwischen diesen Wesen. Gnome sind ihnen auch recht ähnlich, aber ihre Herkunft ist tatsächlich noch überhaupt nicht groß von den Gelehrten meiner Welt "untersucht" worden; nicht wenige glauben schließlich, dass es sich bei ihnen um Märchengestalten handelt. Bei diesen Spezies oder Rassen, die ich mal menschenartigen (wenn nicht gar menschlich) nennen will, gab es also keine zufällige parallele Entwicklung. Ich habe mal im Chat erwähnt, dass ich deine Idee, dass deine Zwerge von Neandertalern abstammen, sehr gut fand und mir auch für meine Zwerge vorstellen könnte: Allerdings würde ich hier gar nicht so wirklich ins Detail gehen wollen und nicht zu sehr über Dinge nachdenken (oder sie veröffentlichen), die meinen Weltbewohnern selbst absolut fremd wären. Gesagt sei nur, dass ich, wenn ich jetzt doch einen Blick von außen auf die Welt werfe, meine Elben einfach nur eine Unterart des homo sapiens sind; sie entsprangen aus dem Menschen wie der Hund aus dem Wolf. Zwerge sind vermutlich weniger eine homo sapiens Unterart, als viel mehr einfach Verwandte, die mit diesen kreuzbar sind.

    Was die Baharwat angeht: Sie sind amphibisch lebende Kreaturen, die erst ziemlich spät überhaupt mit Menschen in Kontakt kamen und außerdem andere Lebensräume haben. Sie kamen sich also nie wirklich groß mit Menschen (oder anderen intelligenten Wesen) in die Quere.

    Die Galrûk stehen tatsächlich ein wenig wie Fremdkörper da. Wiederum in den Heiligen Schriften des Sentarismus werden sie als Dämonen und Nachkommen gefallener Merohim bezeichnet. Mitunter geht man sogar davon aus, dass sie ursprünglich aus einer anderen Welt stammten.

    #8 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Chrontheon 01.02.2019 21:55

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    Da kommt endlich alles zusammen, was ich bisher teilweise im Chat, teilweise beim Speedbasteln mitbekommen hab! Eine gut zusammenfassende Einleitung ist das, da hoffe ich, dass noch mehr über die einzelnen Völker kommt! Wurde Arens Form von irgendwas inspiriert oder bist du nur so drauf gekommen?

    #9 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 01.02.2019 22:42

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    Zitat von Chrontheon im Beitrag #8
    Wurde Arens Form von irgendwas inspiriert oder bist du nur so drauf gekommen?


    Es gab Inspirationen, die allerdings heute nicht mehr erkennbar sind; die Geschichte der Geographie meiner Welt ist ziemlich lang und viele Teile der Welt sahen früher ganz anders aus als heute.* Daher wirst du überhaupt nicht erkennen, dass die Geographie meiner Welt ursprünglich stark von Beleriand inspiriert war. Thyonien ist der älteste und beständigste Teil meiner Welt. Ich kann morgen gerne mal alte Karten von mir raussuchen, versuchen, sie irgendwie in die richtige Reihenfolge zu bringen, und sie dann zeigen.

    *Ich spreche hier nicht von Inworld-Veränderunge, wenngleich es auch die gab.

    #10 RE: Eruon - Die namenlose Welt von DrZalmat 01.02.2019 22:59

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    Also quasi sie könnten schon alle von derselben Urspezies abstammen aber das war vor den Geschichtsaufzeichnungen.

    Weißt du als Meister der Welt mehr darüber oder ist das was das immer im dunklen bleiben soll

    #11 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 01.02.2019 23:08

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    Zitat von DrZalmat im Beitrag #10
    Also quasi sie könnten schon alle von derselben Urspezies abstammen aber das war vor den Geschichtsaufzeichnungen.

    Weißt du als Meister der Welt mehr darüber oder ist das was das immer im dunklen bleiben soll


    Sowohl als auch.

    Was die gemeinsame Abstammung angeht: Zumindest die Baharwat sind wohl nicht mit dem Rest verwandt. Zwerge, Menschen und Elben sind es definitiv und vielleicht stimmt es auch, dass sie mit den Merohim wirklich auch verwandt sind; mit den Gnomen wohl auch. Zu den Galrûk ist eine Verwandtschaft in seeeeeeeeehr weiter Vergangenheit dann auch nicht so unwahrscheinlich. Das alles natürlich nur in dem Fall, dass die Welt nicht von einer höheren Macht erschaffen wurde.

    #12 RE: Eruon - Die namenlose Welt von DrZalmat 01.02.2019 23:22

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    Dann stellt sich natürlich die Frage:

    Was sind die Baharwat

    #13 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Elatan 02.02.2019 10:38

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    Zitat von DrZalmat im Beitrag #12
    Was sind die Baharwatt


    Das sind ziemlich garstige Kreaturen, die in einem tropischen Binnenmeer leben. Über sie ist nicht sehr viel bekannt, da sie nun einmal im Wasser leben und eher wenig Kontakt zu Menschen haben. Wenn du das Vieh aus Der Schrecken vom Amazonas kennst, hast du einen recht guten Eindruck von ihnen.

    #14 RE: Eruon - Die namenlose Welt von Nharun 02.02.2019 18:05

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    Ich finde die Namen deiner Länder ziemlich cool, sie haben irgendwie einen bodenständigen und dennoch exotischen Klang und wirken irgendwie authentisch

    Die Geschichte wie deine Völker zusammenhängen gefällt mir auch sehr, sie erinnert mich von der Machart an Tolkien, jedoch ohne dein Gebastel wie ein simples Abziehbild wirkt - das ist dir wirklich gut gelungen! Die cthulhu'esken Baharwatt sind ein Sahnehäubchen

    #15 Der Sentarismus von Elatan 22.02.2019 21:14

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    Ständig erwähne ich hier den Sentarismus, Sentarim oder Sentarier und ich nehme mal an, dass die meisten hier inzwischen so halbwegs wissen, was ich damit meine. Allerdings ist es jetzt wirklich langsam mal an der Zeit, dass ich mal wirklich etwas mehr Licht ins Dunkel bringe und den Sentarismus hier ganz offiziell vorstelle; schließlich ist der Sentarismus wohl die Religion meiner Welt mit den mit Abstand meisten Anhängern.

    Unter dem Begriff Sentarismus werden viele unterschiedliche Glaubensrichtungen zusammengefasst, die mitunter fundamental gegensätzliche Ansichten haben, aber sich alle in ihrem Kern auf die Lehren der alten Anachim beziehen, einem Menschenvolk, das vor Urzeiten in dem Gebiet lebte, in dem sich heute das Ceranisische Reich befindet; also an der Meerenge zwischen Ilranuh und Aren, die damals noch miteinander verbunden waren. Der Sentarismus ist, auch wenn dies oft irrtümlich angenommen wird, keine polytheistische Religion: Die Sentarier gehen davon aus, dass es nur einen einzigen Gott gibt und die Sentarim nur seine Diener sind, die allerdings die Welt inspiriert von ihm erschufen.

    Glaubensinhalte
    Die dominierende Ausrichtung des Sentarismus ist die der Atamerisch-Amnúrischen Kirche, welche in ihren wesentlichen Glaubensinhalten nahezu mit dem ursprünglichen Glauben der Anachim identisch ist. Nach dieser Lehre gibt es nur einen einzigen Gott, der vor allem Sein war und die Sentarim schuf. Diesen Sentarim erzählte er von einer Welt:

    "[3] Doch unter all den Sentarim war einer, dem es nicht genügte, den Geschichten zu lauschen. Cevarin war dies, der beständig versuchte, durch Zwischenrufe seine Ideen in die Erzählungen des Herrn einzubringen, doch der Herr ließ sich nicht beeinflussen. [4] Cevarin jedoch wollte sich nicht als stiller Zuhörer zufrieden geben. Er wollte die Anerkennung seiner Brüder und Schwestern und seines Vaters und so beschloss er, die Welt der Geschichten zu erschaffen." - Heilige Schriften des Sentarismus.

    Cevarin schuf die Erde, stieß jedoch bereits mit der Schöpfung einer kargen Einöde an seine Grenzen. Die anderen Sentarim kamen daraufhin hinab auf die Erde und machten aus ihr - immer wieder gestört von einem eifersüchtigen Cevarin - den Ort, den wir heute kennen. Die Sentarim schufen sich wiederum Diener, die Merohim, von denen recht schnell einige von Cevarin verführt und schließlich dafür bestraft und zu einfachen Menschen gemacht wurden. In den Heiligen Schriften wird ferner berichtet, wie die Merohim mit Genehmigung der Sentarim die Menschen unterstützten. Die Merohim wurden allerdings mit der Zeit und (nach Vermutungen einiger Priester) Cevarins Einmischungen machtgierig, verdarben so und gaben sich als Götter aus, welche von den irregeleiteten Menschen verehrt wurden. Die Menschen wurden zu Sklaven der Merohim, die aus ihnen jedoch nach einiger Zeit mit den Alohim (den Elben) eine neue und bessere Sklavenrasse züchteten. Die Sünden der Merohim sollen schließlich dazu geführt haben, dass die Sentarim eingriffen und den Merohim ihre Macht nahmen. Wer die Elben schließlich zum Aufstand ermutigte, ist je nach Glaubensrichtungen anders, die Amnúrisch-Atamerische Kirche geht allerdings davon aus, dass es Gott selbst war und keiner der Sentarim, wenngleich auch einige Theologen dieser Kirche die Möglichkeit nicht kategorisch ausschließen wollten.

    Wie bereits angemerkt, sind die Sentarim in den Augen der Gläubigen keine Götter, sondern lediglich die Diener eines einzelnen Gottes. In der Praxis macht dieses kleine aber feine Detail jedoch keinen großen Unterschied. Es gibt eine Vielzahl an Sentarim, von denen die bedeutendsten wohl Elon*, Pejarur und Teisejas sind. Bei Cevarin handelt es sich zwar ebenfalls um einen Sentar (und im Prinzip sogar den bedeutendsten, da er die Welt schuf und Anstoß zu einigen der wichtigsten Ereignisse gab), doch aufgrund seiner Gegnerschaft zu den anderen Sentarim, wird er in der Regel nicht mit ihnen aufgezählt und schon gar nicht verehrt - von einigen häretischen Bewegung abgesehen.

    Wie auch in vielen anderen Religionen den Göttern verschiedene Aufgabenbereiche zugewiesen sind, ist dies im Sentarismus auch mit den Sentarim der Fall. So ist die Domäne des Sentar Elon das Wasser. Da dies als Quell allen Lebens gilt, nimmt Elon im Sentarismus mitunter die die Position eines primus inter pares ein; bei den Amnúrern nahm er noch einmal eine ganz bedeutende Rolle ein, da diese der Ansicht sind, ihr Überleben nach ihrer Verbannung nach Westen ihm zu verdanken. Aus diesem Grund bezeichnen viele Amnúrer bzw. ihre Nachfahren sich auch als Eloniten. Einige streitbare Theologen sehen in Elons "Bruder" Pejarur den wichtigsten Sentar, da dieser die Sonne schuf, ohne die ebenfalls kein Leben möglich wäre. Einige Eloniten sehen dies gerne als widerlegt an, da es unterirdisch lebende Tiere gibt. Überaus bedeutend ist zudem Teisejas, welcher der Herr über das Totenreich ist, in welches die Seele in aller Regel nur dann kommen kann, wenn der Körper zerstört wird, sodass es im Sentarismus Brauch ist, die Toten zu verbrennen. Zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten liegt in der Vorstellung der Sentarier das Reich Andariës; das Reich der Träume. Tatsächlich scheint es ein solches Reich zu geben, da es durchaus möglich ist, in seinen Träumen eine "andere Welt" zu betreten; also die eigenen Träume zu verlassen, um in eine gemeinsame Traumwelt zu gelangen, die allerdings wiederum einige Gefahren bergen kann, wenn man noch weiter geht ...

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    So, ich will nicht gleich eine viel zu große Textwand hier reinstellen, daher belasse ich es nun erstmal dabei und freue mich auf eure Fragen und Anmerkungen.

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