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#1 Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019: Uneheliche Kinder von Elatan 09.09.2019 18:51

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Davon lassen wir uns nicht einschüchtern! Morgen wird gespeedbastelt ab 20:30 Uhr! Zusammenkunft im Chat um 20:00 Uhr!

#2 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Teja 09.09.2019 19:00

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Meinst du nicht eher "einschüchtern"?

#3 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Chrontheon 10.09.2019 13:35

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Zitat von Elatan im Beitrag #1
Davon lassen wir uns nicht einschätzen!

*einschüchtern

#4 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Elatan 10.09.2019 15:00

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Also ich weiß gar nicht, was ihr meint. Wo lest ihr denn "einschätzen"? Setzt mal eure Brillen auf!

#5 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Chrontheon 10.09.2019 16:25

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Zitat von Elatan im Beitrag #4
Also ich weiß gar nicht, was ihr meint. Wo lest ihr denn "einschätzen"? Setzt mal eure Brillen auf!

Im Zitat! :D

#6 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Teja 10.09.2019 18:25

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Elatan manipuliert Forumsbeiträge!

#7 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Chrontheon 10.09.2019 18:49

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Er ist der Manipulator!

#8 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Teja 10.09.2019 20:30

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Da hat wohl jemand nicht aufgepasst. Heute gibt's Uneheliche Kinder!

#9 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Nharun 10.09.2019 21:07

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Überlegungen


Das war ein schwieriges Thema für mich, weil es in einen Bereich fällt, über den ich mir noch keine konkreten Gedanken gemacht habe, und es außerdem mit irdischen Konzepten zusammenhängt, die auf der Toraja eine andere oder weniger bedeutende Rolle spielen. Daher habe ich in meinem heutigen Beitrag einfach mal versucht, die Gedankenschnipsel, die ich zu diesem Thema im Kopf herumschwirren habe zu sammeln und (ich hoffe) verständlich zusammenzufassen.

Die „Ehe“ als Verbindung von zwei oder mehr Personen ist in den meisten torajanischen Gesellschaften als soziale und oft auch rechtliche Institution bekannt, wird jedoch in den wenigsten auf eine „Fortpflanzungsgemeinschaft“ begrenzt. Durch die ganze Geschichte waren homosexuelle Verbindungen in den meisten Gesellschaften genauso akzeptiert, wie heterosexuelle.
In Zeiten vor der Magischen Revolution war es daher durchaus üblich, dass homosexuelle Paare oder Gruppen, die keine eigenen Kinder erschaffen konnten, Kinder adoptierten oder außerhalb dieser Verbindungen zeugten.
Da in den meisten Gesellschaften Sklaverei normal war (und oft auch noch ist), war es ebenso normal, dass Sklavenhalter oder Sklavenhalterinnen Nachwuchs mit ihren Sklaven zeugten.
Auch ist in den meisten Kulturen der Geschlechtsverkehr nicht tabuisiert und in vielen Kulturen ist eine eher promiskuitive Lebensweise sogar erwünscht.
Aus diesen Gründen spielte es wenn nur vereinzelt eine Rolle ob und wie Kinder innerhalb einer „Ehe“ gezeugt werden oder nicht. In den meisten Kulturen haben Kinder rein gar nichts mit der „Ehe“ zu tun und es ist lediglich wichtig, ob sie von bestimmten Personen als Erbe anerkannt wurden oder nicht. Die Begriffe „Vater“ oder „Mutter“ sind daher auch in den meisten Kulturen emotionale Begriffe, die wenig bis keine konkrete juristische Bedeutung haben.

Bei den Arbaren und den von ihn abstammenden Völkern spielen die biologischen Eltern seit der allgemeinen Durchsetzung des Horgertums keine Rolle mehr. Hier ist entscheidend, ob ein Kind einen Horger besitzt oder nicht, weshalb die allein daheim bei ihren (biologischen) Eltern erzogenen Kinder rechtlich und sozial schlechter gestellt sind, als die Tiner eines Horgers.

Bei den antiken und früh-klassischen Iderusen war entscheidend ob die Mutter ein Kind als das ihre anerkannte. Der Vater spielte hierbei rechtlich überhaupt keine Rolle, so dass eine Unterscheidung zwischen „Mutterkindern“ und „mutterlosen Kindern“ üblich war. Der Vater spielte nur im Adel eine zunehmende Rolle, als die Adelsgeschlechter sich durch „Ehen“ einander auch politisch näherten; doch da eine Frau mehrere „Ehen“ mit Männern schließen konnte, blieb ihre Rolle rechtlich hier angefochten, auch wenn bestimmte Kinder durch die Anerkennung durch einen Vater auch in den Vorzug kamen, wenigstens sozial auch einer anderen Familie anzugehören.

In Viranco war es schon in der Antike eher wichtig, ob ein Junge bei Erreichen der Pubertät von einem „Vater“ bzw. ein Mädchen von einer „Mutter“ angenommen wird, unabhängig davon, ob diese auch die biologischen Eltern waren. Seit der Klassik lag hier die Bedeutung der biologischen Eltern rechtlich lediglich darin, den Kindern ihre Nachnamen mitzugeben, um Inzest zu vermeiden. Auch wenn es durchaus üblich war und ist, dass das biologische Elternteil die Vormundschaft über ein pubertierendes Kind übernimmt, besteht dazu weder eine rechtliche Pflicht, noch sind Kinder, die von anderen angenommen werden rechtlich oder sozial schlechter gestellt. Andersgestellt sind lediglich Pubertierende, die nicht offiziell von einem Erwachsenen angenommen werden.

#10 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Elatan 10.09.2019 21:25

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Der Anspruch des Hauses Elatan auf den Thron


»Der Krieg, in welchen Prinzessin Elrid, des verschiedenen Königs ältestes Kind, das Reich gestürzt hat, ist die wohl furchtbarste Katastrophe, in welche unser geliebtes Thyonien, welches unsere Väter uns anvertrauten, stürzen konnte. Das machtgierige Weib gönnte ihrem Bruder Bilahar nicht den Thron und durch ihren verdammenswerten Eifer bekämpfen sich nun die zwölf Geschwister bis aufs Blut und ziehen das gesamte Reich in diesen Konflikt.

Auch unser Herzog Feorik konnte in diesem Kampf nicht neutral bleiben und er schloss sich Kronprinz Bilahar an, was von vielen begrüßt wurde und vermutlich die richtige Entscheidung war. Doch wenn wir in die Geschichtsbücher blicken, so stellt sich die Frage, ob unser edler Herzog nicht selbst die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen sollte, um sich die Krone aufs Haupt zu setzen: Denn niemand hat einen stärkeren Anspruch auf den Thron als er aus dem Hause Elatan.

Blicken wir siebenhundert Jahre in die Vergangenheit und betrachten die Herkunft des Hauses Elatan, so erkennen wir eine große Ungerechtigkeit. Prinz Perandil aus dem Hause Thyons und Essiaros lernte in seiner Zeit am Hofe des ilarischen Königs ein junges Elbenweib mit Namen Nimel kennen, welches er ehelichte und mit dem er einen Sohn zeugte. Doch noch ehe dieser das Licht der Welt erblickte, erfuhr Perandils Vater, König Elion I. von Thyonien von dieser Hochzeit, die ohne seine Zustimmung geschehen war, und zwang seinen Sohn, nach Niturin zurückzukehren und Anthea, die Tochter des merydischen Herzogs zur Frau zu nehmen. Wir wissen alle, welch schreckliche Person aus dieser Verbindung hervorging, doch der Aerthil, Sohn Nimels und Perandils, war das Gegenteil seines finsteren Halbbruders, und das einzige, was wir ihm vorwerfen können, ist, dass er diesem zu lange diente, weil er an das Gute in ihm glaubte.

Aerthil Ellerthain, der Begründer des Hauses Elatan, wurde Herzog Ribikens und Herr der Nordmark, doch verzichtete er nach dem viel zu späten Tod seines tyrannischen Halbbruders auf den Thron, der ihm eigentlich von Anfang an zugestanden hatte. Denn Aerthil war Perandils erstgeborener Sohn und wenngleich es später so dargestellt wurde, war er keineswegs unehelich: Perandils Ehe mit Nimel war vollkommen rechtmäßig vor Zeugen und den Sentarim geschlossen worden – ob nun die Urkunden, die dies beweisen, vernichtet worden sind, oder nicht.

Und unser Herzog Feorik ist der direkte Nachfahre Aerthils und damit auch Thyons des Großen und Kaiser Essiaros im Mannesstamm – etwas, das kein Herrscher aus dem Hause Viatar von sich behaupten kann. Daher wäre es nur richtig, wenn unser edler Fürst nun seinen rechtmäßigen Platz als König Thyoniens einnimmt, um diesen schrecklichen Bürgerkrieg zu beenden.« – Rorik von Gadronshall, 1040 AZ

Herzog Feorik Viatar kam dieser Aufforderung Roriks, des jüngeren Sohns des Grafen von Gadronshall, nicht nach und kämpfte bis zum Jahre 1043 AZ treu für Kronprinz Bilahar, bis beide schließlich im Kampfe fielen. Elrid, die siegreich aus dem Kronenkrieg hervorging und Königin wurde, soll sich jedoch, wenn man einigen Quellen Glauben schenken darf, von Rorik stärker beeinflusst lassen haben, als dem glühenden Anhänger des Herzogs wohl recht gewesen war: Sie soll Roriks Ausführungen über die Ansprüche Feoriks (und des Hauses Elatan allgemein) überaus ernstgenommen haben, was sie schließlich dazu bewog, seinem Sohn Valim die Herrschaft über Ribiken zu entziehen.

#11 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Teja 10.09.2019 21:34

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Illegale Schwangerschaften


Zu Beginn des Hyperraumzeitalters betrug die Lebenserwartung eines Navigators wenige Monate. Durch ständige Weiterentwicklung der Medikamente und genetische Manipulation konnte diese Lebenserwartung enorm gesteigert werden. Vierhundert Jahre später überschreiten die meisten bereits dreißig Dienstjahre.

Die Genetik hat früher eine große Rolle für die Gilde gespielt, allerdings kann sie schon lange nicht mehr eingesetzt werden. Der Symbiont kann nicht manipuliert werden und das Verhältnis zwischen Symbiont und Wirt ist inzwischen so spezialisiert, dass beide zueinander passen müssen. Um Verbesserungen am Wirt zu erzielen, ist die Gilde daher bereits seit vielen Generationen auf gezielte Zucht angewiesen, für beide Teile.

Die Aufsicht über die Zuchtauswahl führen die Familien der Navigatoren gewöhnlich selbst. Wie streng sie dabei vorgehen, hängt vom Heimatplaneten und der Populationsgröße ab.

Auf Zendaya wird dieses System recht locker gehandhabt, auf Galnar sieht es da ganz anders aus. Dort gibt es praktisch keine Kinder, deren Eltern nicht von einem Komitee ausgewählt wurden und Befehl erhalten haben, Kinder zu zeugen. Die Partner werden auch hin und wieder ausgetauscht, wenn es „genug“ Nachfahren mit einer bestimmten Genkombination gibt. Trotzdem leben sie und ihre Kinder für gewöhnlich als Großfamilie zusammen, da die Galnaris trotz allem glauben, dass das Aufwachsen im Familienverband gut ist für die soziale Entwicklung.

Leider kommt es hin und wieder dazu, dass zwei Personen sich gegen das Komitee stellen. Illegale Schwangerschaften werden teils schwer bestraft und nicht nur wegen der Ressourcenverschwendung. Ungehorsam in diesem Ausmaß kann durchaus zu einer Disqualifizierung für das Zuchtprogramm führen.

Wenn die Eltern Glück haben und das Zuchtkomitee die Genkombination als positiv einstuft, darf die Schwangerschaft ausgetragen werden. Wenn sie weniger Glück haben wird sie zwangsweise abgebrochen und die Eltern werden schwer bestraft.

Immer wieder kommt es vor, dass sie vorher zu fliehen versuchen. Dadurch sind sie zwar aus dem Programm ausgestoßen, mit etwas Glück können sie allerdings zusammen bleiben. Wenn sie bis zu den alten Minentunneln schaffen, werden sie von der Rückzugsbevölkerung für gewöhnlich freundlich aufgenommen.

Es ist zwar selten, kommt aber durchaus vor, dass ein Kandidat für einen Symbionten aus eben dieser Tunnelbevölkerung kommt. Die Gilde schiebt das gerne darauf, dass einige der Zuchtprodukte hin und wieder entkommen. Es kann nie und nimmer sein, dass sich jemand qualifiziert, ohne vorher die brutale Gildenausbildung zu durchlaufen.

#12 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Nharun 10.09.2019 21:35

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Aus, vorbei! Ab jetzt wird nachgereicht (was natürlich wie immer erwünscht ist!)

#13 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Elatan 10.09.2019 21:42

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@Nharun: Ein ganzer Strauß interessanter Konzepte zu dem Thema! Ich frage mich allerdings, ob es den nfür eine iderusische Mutter so einfach ist, ein Kind nicht anzuerkennen. Vaterschaft ist ja immer so eine Sache (auch in unserer Welt mit Vaterschaftstests etc.), aber eine Mutterschaft sollte doch eine sichere Sache sein, oder ist das wieder ein "kulturelles Ding", dass eine biologische Mutter ein Kind einfach nicht anerkennt/anerkennen muss?
@Teja: Warum kann Genetik denn schon lange nicht mehr eingesetzt werden? Werden die Kinder auf Zendaya denn ganz klassisch gezeugt oder läuft das durch künstliche Befruchtung? Klingt jedenfalls nicht besonders schön alles ...

#14 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Nharun 10.09.2019 21:55

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@Elatan Das ist ein schöner Text, nicht nur spannend aufgrund des Themas, sondern auch weil so viele Namen vorkommen. Ich mag deine Namen, sie wirken auf mich im positivsten Sinne tolkienesk und zusammen mit deiner Art zu schreiben, entsteht etwas, was auch aus der frühmittelalterlichen Geschichte Europas stammen könnte!

@Teja Entgegen deiner im Chat geäußerten Befürchtungen finde ich deinen Text nicht konfus. Die dargestellte Praxis gefällt mir, aus weltenbastlerischer Sicht, weil sie sich von dem, was wir als normal und akzeptabel bezeichnen, abweicht, aber aus sich heraus nachvollziehbar ist. Verstehe ich es richtig, dass "Genetik" die gezielte Genmanipulation ist, während die Zucht quasi nur eine indirekte "Genmanipulation" durch Auswahl der Eltern darstellt?

#15 RE: Einhundertsechstes Speedbasteln am 10. September 2019 von Elatan 10.09.2019 21:57

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Zitat von Nharun im Beitrag #14
. Ich mag deine Namen, sie wirken auf mich im positivsten Sinne tolkienesk

Danke sehr! Naja, grade der Name "Elatan" ist ja nicht nur tolkienesk, sondern stammt tatsächlich von Tolkien; ich habe ihm nur irgendwann eine eigene Etymologie gegeben.

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