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#1 [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 02.02.2020 13:14

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So. Nun habe ich auch mal so einen Thread gemacht.

Ich habe vor, in diesem Thread verschiedene Dinge reinzuposten, seien es nun kurze Erklärungen, Grafiken oder gleich Zeichnungen. Natürlich könnte ich für alles je einen separaten Thread erstellen. Da ich aber in der Regel nicht sehr mitteilungsbedürftig bin, würden die höchstens gefühlt alle zwei Jahre nur ein einzelnes Update bekommen und in der Zwischenzeit verwaisen. Da steh' ich nicht sonderlich drauf. Ein Einzelthread ist mir da ehrlich gesagt lieber.
Ich hoffe, das geht so in Ordnung.

Ein paar Dinge vorab, bevor mein Zeug gelesen bzw. angeschaut wird:

[Ich musste das hier aus unterschiedlichen persönlichen Gründen kürzen]

Golvangar ist ein Multiversum, in dem alles auf dem Hjii basiert
* Das Hjii ist keine Verballhornung von Chi, Ki oder ähnlichem, sondern heißt nur deshalb so, weil erhöhter Hjiidruck in der Atmosphäre exakt wie ein schriller Tinnitus klingt. Das H ist stumm und symbolisiert nur einen verlängerten Laut.

* Golvangar selbst ist ein Multiversum, vor dem zunächst die Erst-, dann die Zweitwelt entstand. Letztere musste nach einem ewigen Kreislauf zwischen Erst- und Zweitwelt erst zerstört werden, damit letzten Endes das Multiversum erschaffen werden konnte.

* Auf dem Hjii basieren meine selbstgebauten Naturgesetze, die in manchen Dingen nur minimal, in anderen komplett unterschiedlich von denen unserer Welt abweichen. Diese Naturgesetze werden in all meinen gebauten Welten angewandt.

* Das Hjii ist keine Magie (und schon gar keine Space Magic). Es vereint in sich - wie im ersten Punkt erwähnt - einfach nur die golvangarischen Naturgesetze, denen wiederum eigens darauf angelegte Wissenschaften und deren Errungenschaften/Erzeugnisse entsprungen sind. Darunter fallen unter Anderem auch Maschinen.

* Die meisten golvangarischen Welten sind Scheiben, weshalb beispielsweise Dinge wie unsere altbekannte Plattentektonik nicht funktionieren. Das Hjii hat aufgrund seines Knotensystemes diverse Ersatzmechaniken für derlei Dinge.

* Golvangar kennt keine Atome. Entsprechend tauchen auch keine RL-Mineralien, -Chemikalien und dergleichen auf, sondern werden durch selbstgemachte Substanzen ersetzt. Sollte doch mal ein Wort wie "Metall" oder "Silber" fallen, wird der Begriff nur deshalb genutzt, weil sich ein Leser darunter sehr viel schneller etwas vorstellen kann.

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Ich denke, das ist dann mal genug Einleiter.

Da ich momentan wieder daran sitze, poste ich hier einfach mal ein paar Minecraft-Screenshots. Wir haben hier einen Hjiireaktor, der eine ähnliche Rolle wie ein AKW erfüllt. Das, was man auf den Bildern sieht, ist aber nur ein kleiner Bruchteil der eigentlichen Struktur. Und wäre ich nicht so unmotiviert, wäre ich inzwischen vermutlich schon viel weiter:

https://golvangar.de/xyz/bilder/reaktor1.jpg
https://golvangar.de/xyz/bilder/reaktor2.jpg
https://golvangar.de/xyz/bilder/reaktor3.jpg
https://golvangar.de/xyz/bilder/reaktor4.jpg

Das, was man auf dem zweiten Bild sieht, ist kein überdimensioniertes Zahnrad, sondern ein Teil der sogenannten Druckkupplung. In diesen Reaktoren wird ein kontrollierter Überdruck erzeugt, der für die Energiegewinnung gewollt ist. Überdruck sorgt aber im Normalfall für eine drohende Kompression, was bedeutet, das Hjii wird sehr heiß und fängt irgendwann an, abzustrahlen, was ein Zustand ist, der um jeden Preis vermieden werden soll, da die Hjiikompression sofort tötet.
Bevor es soweit kommt, hat man aber ein gewisses Zeitfenster, um das zu verhindern.
Die Druckkupplung ist für gewöhnlich zum Druckausgleich und auch zur regulierten Abgabe von Energie da.

Die Struktur ist übrigens deshalb lila, weil das Baumaterial, mit dem diese Reaktoren ausgekleidet werden, lila ist.

#2 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von DrZalmat 02.02.2020 22:00

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Ein sehr interessantes und komplexes Meta-Weltenkonzept.

Was ich nicht ganz verstehe... ist Golvangar die Welt die du aktiv bebastelst oder ist es "nur" eine Methode die von dir bebastelten Welten miteinander zu verknüpfen?

Wenn das Hjii Atome ersetzt... ist dann das Körperliche in deiner Welt auf der Kontinuumstheorie basierend? Oder bildet das Hjii kleine Pakete die sich wie Atome verhalten

#3 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 03.02.2020 00:13

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #2
Was ich nicht ganz verstehe... ist Golvangar die Welt die du aktiv bebastelst oder ist es "nur" eine Methode die von dir bebastelten Welten miteinander zu verknüpfen?

Ich verknüpfe damit hauptsächlich, baue aber auch ein wenig daran rum. Bei den eigentlichen Welten handelt es sich entweder um eine der drei Säulen-Hauptplatten oder um eine Welt, die irgendwo unterhalb an der Säule klebt.

Zitat von DrZalmat im Beitrag #2
Wenn das Hjii Atome ersetzt... ist dann das Körperliche in deiner Welt auf der Kontinuumstheorie basierend? Oder bildet das Hjii kleine Pakete die sich wie Atome verhalten

Kontinuum geht schon in die passende Richtung. Habe das mal oben hinzugefügt.

#4 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 17.02.2020 22:34

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Da das mit der eigentlichen Zeichnung immer noch dauert, zeige ich einfach mal die Bleistiftskizzen für die Weltensäulen Kronnja und Navghara:



Die rosa "Schnüre" sind nicht wirklich rosa, sondern nur deshalb so eingefärbt, damit man sie leichter vom Rest unterscheiden kann.



Eine der seitlichen Verästelungen in Nahansicht. Bei den Kugeln handelt es sich um Weltenblasen, die unterschiedliche Inhalte haben können. Da kann zum Beispiel nur eine einzelne Welt drin stecken, es kann aber auch ein ganzes Weltall drin sein.

#5 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von DrZalmat 17.02.2020 22:54

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Echt cooles Bild!

Kann man eigentlich von den Welten aus die anderen Welten sehen? Also wenn du oben auf Kronnja auf der Welt stehst und am Rand runter kuckst (wenn das geht), siehst du dann die Blätter und alles?

#6 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 17.02.2020 23:25

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Es könnte gehen.

Zunächst müsste man aber erstmal die Kälte an den äußeren Ränden der Welten überleben und darüber hinaus wissen, dass es dort draußen überhaupt ein Multiversum gibt.

Schritt 2 wäre etwas komplizierter, denn dazu müsste man aus der Welt "heraustreten". Ein normalsterblicher bzw. fleischlicher Organismus bekommt das ohne Weiteres aber nicht hin, dazu müsste man schon ein Hjiiwesen sein. Die sind die einzigen, die diese großen rohen Mengen an Hjii überleben können.

#7 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von DrZalmat 18.02.2020 17:59

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also theoretisch möglich, praktisch aber nicht.

#8 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 18.02.2020 18:15

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Es gäbe noch eine technische Möglichkeit. Du könntest dir eine Translokationskugel bauen, die dich für einen kurzen Moment nach "draußen" versetzt.
Die Materialien dafür wären sündhaft teuer und sobald du wieder zurück bist, hätte die Kugel einen Totalschaden. Es wäre aber eine Option.

#9 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 24.03.2020 11:42

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Ich habe die Tage einen fiktiven Zeitungsartikel verfasst, weil ich ein wenig Fluff für das MSG zwischen mir und meinem Kumpel haben wollte. Er gehört zur golvangarischen Welt Malanoth, die momentan von uns bespielt wird.

Der Text ist in Teilen noch verbesserungswürdig, aber vielleicht interessiert es hier ja jemanden:

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Schrecklicher Mord in Rosthammer
Ein heute Nacht registrierter Mordfall ähnelt auf erschreckende Weise den Schwarzwassermorden. Könnte der inhaftierte vermeintliche Täter unschuldig sein?

Noch vor wenigen Tagen scherzten die Bürgervorstände Canbarros darüber, dass nicht Rosthammer, sondern ausgerechnet Schwarzwasser der Schauplatz unvorstellbarer Mordfälle geworden war. Doch seit heute Nacht ist das Gelächter verstummt. Zu Späßen aufgelegt ist nun niemand mehr. Insbesondere nicht in Rosthammer, dem ersten und damit ältesten Bezirk der Stadt.
Der Mord an einer Gruppe bislang nicht identifizierbarer Männer hat die Behörden gelähmt.

"Das war einer dieser Scherze, die schrecklich nach hinten losgehen", erklärt uns Buford Cristianson, Chefermittler des Rosthammerbezirks. Als wir ihn in seinem Büro aufsuchen, wirkt er aufgewühlt und übernächtigt. Bevor er weiterspricht, trinkt er den letzten Schluck Kaffee aus seiner fleckigen Tasse.
"Natürlich habe ich die Schwarzwasserberichte gelesen", erklärt er uns. "Aber ich dachte bis jetzt, das wäre alles nur übertrieben."

Als die Bezirkspolizei in den frühen Morgenstunden des 7. Tages in der Ghoja durch das polizeiliche Frühwarnsystem zum Tatort zitiert wurde, rechneten sie noch mit einem einfachen Gewaltdelikt.
"Das passiert dieser Tage öfter", klärt uns Cristianson auf. Denn seit das Ministerium die ungelernten Arbeiter und Bevölkerungsanteile ohne Anstellung nach Rosthammer hatte umsiedeln lassen, änderten sich nicht nur deren Lebensbedingungen, sondern steigerte auch noch die Existenzängste.

"Wir sind der Bezirk mit den wenigsten finanziellen Mitteln und der schlechtesten Versorgung. Das heißt, die oft mittellosen Einwohner kommen hier schlechter an Lebensmittel und Schlafmöglichkeiten. Und mit jedem weiteren mittellosen Einwohner verschlechtern sich ihre Chancen. Da entlädt sich regelmäßig so Einiges. Meistens endet das mit ausgeschlagenen Zähnen."

Als der Polizeitrupp den Tatort betrat, den Schrottplatz unweit des Gartens der Götter, offenbarte sich aber ein anderes Bild: Insgesamt acht Männer wurden enthauptet, ihre zerteilten Körper an die Mauer genagelt. Von den Köpfen fehlte jede Spur.

"Wir haben hier schon Einiges gesehen. Alles Mögliche von Schlägereien über Vergewaltigung bis Totschlag. Aber das war unbeschreiblich."

Ähnliches berichtet uns auch Bürgervorsteherin Violet Kipling, die sich kurz nach Kenntnisnahme mit Theodore Spence, dem Bürgervorsteher Schwarzwassers, ausgetauscht hat.
Kipling ist immer noch kreidebleich, als wir sie besuchen; ihre freundliche Miene, als sie uns in ihr Büro bittet, eine bröckelnde Fassade.

Kipling berichtet uns über erfolglose Kontaktversuche zum Ministerium. Sie ist der Ansicht, dass es sich um denselben Täter handeln muss.
"Ich habe stundenlang mit Spence darüber gesprochen. Die Details stimmen unangenehm stark überein. Im Ministerium wollen sie davon aber nichts wissen. Für die ist der Fall anscheinend abgeschlossen."

Schon länger ist Kipling frustriert über die Zustände in Canbarro. Insbesondere nachdem das Ministerium die Bevölkerung separierte und auf verschiedene Bezirke aufteilte.
Die Bevölkerung in Rosthammer, welches einst das wirtschaftliche Herz Canbarros war, nun aber schon länger zugunsten der Partymeilen und Unterhaltungseinrichtungen der neueren Bezirke vernachlässigt wird, besteht heute hauptsächlich aus Bürgern ohne Einkommen. Der ursprüngliche Glanz ist dahin, viele Fabriken zerfallen, obwohl in ihnen immer noch Güter produziert werden.

"Wir haben hier viele Obdachlose, mit denen der Mörder jederzeit leichtes Spiel hätte", erzählt uns Kipling aufgebracht. "Und wir können nur wenig für sie tun. Wir sind der Bezirk, dem am meisten Gelder gekürzt wurden."

Dass die Leute absichtlich hierher abgeschoben wurden, um das Bild der neueren und schöneren Bezirke nicht zu beschmutzen, ist schon lang eine Vermutung Kiplings. Und dies auch ein offenes Geheimnis.
"Ich spreche das nicht offen aus", sagt sie uns. "Aber ich denke, die Menschen dieser Stadt erkennen meine Frustration. Es ist nicht so, als würde ich mich gänzlich unkritisch über alles äußern."

Auf die erneute Frage, was das Ministerium zu ihrer Meinung über den Täter zu sagen hatte, fällt ihre Antwort unterkühlt aus.
"Die haben mich jedes Mal abgeschmettert. Sie denken immer noch, es wäre der Hauptkommissar des Schwarzwasserbezirks. Das glaubt ihnen hier kein Mensch. Das glaubt denen nichtmal jemand in den anderen Bezirken. Trotzdem behaupten sie, der Fall wäre erledigt."

In der Tat scheint sich das Ministerium sicher zu sein, den eigentlichen Täter dingfest gemacht zu haben. Auf Anfrage ließ das Sekretariat mitteilen, dass der Täter gefasst sei und es sich beim Rosthammer-Mord um einen Trittbrettfahrer handeln müsse.

Bei dem vermeintlichen Täter handelt es sich um Hauptkommissar Richard Remington Abberline (43), der knapp 20 Jahre für die Polizei im Schwarzwasserbezirk gearbeitet hat. Die polizeiliche Hauptdienststelle beteuert, der sorgsame Abberline hätte sich nie etwas zu Schulden kommen lassen.
Abberline ist Witwer und Vater einer elfjährigen Tochter, deren Verbleib unbekannt ist. Die Mutter verstarb nach der Geburt.
Kipling erzählt uns, sie hätte versucht, das Kind ausfindig zu machen, damit es während der Inhaftigerung ihres Vaters versorgt werden könne, hätte aber keinen Erfolg gehabt.

"Das alles ist eine schwierige Situation", sagt sie uns. "Vermutlich sitzt hier ein Unschuldiger in Gewahrsam und wird für etwas verurteilt, was er nicht begangen hat. Gleichzeitig läuft der wahre Täter sehr wahrscheinlich immer noch frei herum und wird weiter morden, wenn nicht endlich etwas unternommen wird."

Da Kipling nicht auf Unterstützung seitens des Ministeriums zählen kann, versucht sie, die Ergreifung des Täters auf eigene Faust zu fördern. Theodore Spence hat ihr dafür bereits seine Unterstützung zugesagt und bereits mehrere Polizisten nach Rosthammer geschickt. Weitere Bürgervorstände der anderen Bezirke könnten seinem Beispiel folgen, Kipling zählt aber nicht darauf.
"Die haben auch ihre eigenen Probleme."

#10 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 17.11.2020 19:34

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Nachdem ich mehrmals alles umgeworfen hatte, da mir das Endergebnis nicht gefiel, nur um mich dann zu oft mit Videospielen abzulenken, habe ich es endlich hinbekommen, "das Rad" darzustellen:


(Bitte draufklicken)

Und jetzt gefällt es mir schon wieder nicht, aber es wird eventuell an meinem aktuell nicht ganz so guten Gesundheitszustand liegen (nein, kein Corona).

Wie man sieht, geht das doch etwas über eine einfache Systematik hinaus, aber ich fand das Rad zur Veranschaulichung der Zusammenhänge zwischen golvangarischen Stoffen und Organismen sinnvoller. Außerdem hängen sich golvangarische Wissenschaftler sowas an die Wand (sofern ihre Welt technisch denn so weit ist), von daher fand ich das eigentlich ganz nett.
(Bevor jemand die Verbindung zieht: Mammoriqaj hat nichts mit Mammalia zu tun)

Um zu verstehen, warum dieses Ding überhaupt notwendig ist und ich nicht einfach RL-Verhältnisse kopiere, reiße ich mal kurz die nötigen Punkte an:


Was soll das
- Golvangar basiert als Multiversum komplett auf Laigon (bedeutet "Alles").

- Von Laigon geht sowohl das sogenannte Anthrailar als auch das Hjii aus.

- - Anthrailar = Ewigkeitsgedächtnis; Ort, an dem alle Naturgesetze und Baupläne für jegliche Art von Ding fest verankert sind.

- - Hjii = Das Zeug, aus dem letztlich alle Dinge entspringen. Heißt so, weil es wie ein Tinnitus klingt; das H ist stumm.

- Das Hjii produziert keine Atome.

- Jedes Ding produziert ein sogenanntes Identfeld, dessen Schwingungen messbar sind; sieht ein bisschen wie ein Netzdiagramm mit mehreren Außenringen aus. Je komplexer das Ding, desto mehr Außenringe (Spaßfakt am Rande: Ausnahmslos alle Identfelder schwingen in ihrer Mitte immer "Laigon").

- Zwischen dem Hjii und den Grundstoffen (Hjiivataabi) liegt das sogenannte Lairakthravhar (= Schleierecho). Das muss man sich wie ein cthulhuides Chaos vergangener Echos und kosmischen Wissens vorstellen, das hinter einem schützenden Schleier sitzt. Kann für gewöhnlich nicht empfangen werden, außer im Fall eines kurzen Deja vus. Oder wenn man Lairakthrolie hat; das ist sowas ähnliches wie Schizophrenie, nur mit anderem Hintergrund.

- Grundstoffe (Hjiivataabi) werden danach kategorisiert, ob sie den Zustand wechseln können oder nicht. Hat ein Grundstoff aus Gründen einen anderen Zustand angenommen, bekommt er dafür aber keinen extra Eintrag. Dieser geänderte Zustand ist zwar durchaus messbar, findet aber nicht dort im Identfeld statt, wo sich beispielsweise Grundstoff B fundamental als Grundstoff B identifiziert. Diese Zustände sind für gewöhnlich nur in der Alchemik relevant.

- Zwischen den Grundstoffen und den Organismen (Hjiiluqtala; auf dem Bild nicht eingezeichnet) befinden sich die Hjiitaqoja (Schwingfäden).

- Organismen (Hjiiluqtala) unterteilen sich in drei Segmente: Geistwesen (Hjiilajtani; hat nichts mit Gespenstern zu tun), Fleischwesen (Hjiitopecal) und Fadenwesen (Hjiileqana).


So, jetzt sieht man hier im Text und auf dem Bild ganz viele komische Namen, die vor allem das Q benutzen.
Man nennt das Traiil. Bei Traiil handelt es sich aber nicht um eine "echte" Sprache und bei den ganzen komischen Begriffen auch nicht um Worte. Tatsächlich sind es nur Transkripte, die daraus entstanden sind, dass spezifische Regionen der Identfelder gemessen und jene Schwingungen dann in Töne umgewandelt wurden.

Das Q steht für einen Laut, der wie eine eine Mischung aus einem Klicken und einer platzenden Glühbirne klingt. Hjii wiederum muss wie ein Tinnitus "gelesen" werden und die Endung "qaj" steht für einen Ton, den man hören kann, wenn man mit einem Löffel gegen ein Weinglas schlägt.

Da die meisten das nicht aussprechen können, wird aus dem Q entweder ein einfacher Klicklaut oder ein K, während aus Hjii ein Jii und aus Qaj ein Kai wird.

Dieses Identfeld hat letztlich auch dazu beigetragen, dass insbesondere Organismen in Golvangar nicht etwa danach eingeteilt werden, welche Verwandtschaft sie haben (gibt dort keine Evolution, wäre also unsinnig) oder wie sie ihre Jungen zur Welt bringen, sondern nach einer fundamentalen Gemeinsamkeit im Identfeld.

Dies führt bei Tieren zum Beispiel dazu, dass sie hauptsächlich nach der Art, wie ihr Bewegungsapparat aufgebaut oder angeordnet ist, eingeteilt werden, weil das Identfeld einen Ring hat, das in all diesen Tieren - egal wie unterschiedlich sie letztlich abseits ihres Bewegungsapparates aussehen - immer gleich schwingt.


Organismen und Zustände

Genau wie Grundstoffe können auch Organismen Zustände zugeordnet werden. Das ist wiederum der Grund, warum gerade Tiere nicht anhand der Art ihrer Geburt eingeteilt werden können.
Organismen können entweder Hjiilortha, Hjiilomai, Hjiiloqrata oder Vhodril sein.

Hjiilortha: Ganz normale Organismen wie wir.

Hjiilomai: Organismen mit besonders hoher Energiedichte, die gemeinhin auch als Hjiiwesen bezeichnet werden - auch wenn der Begriff eigentlich falsch ist, da technisch gesehen jeder Organismus ein Hjiiwesen ist, nur mit jeweils anderer Energiequalität. Der Hjiilomai-Zustand zeichnet sich dadurch aus, dass der ganze Organismus hauptsächlich auf einem Organ basiert, das als Herzmagen bezeichnet wird und der wie ein natürlicher Bioreaktor funktioniert, der sich selbst aufrecht erhalten kann ohne zwingend auf Nahrung angewiesen zu sein.

Hjiiloqrata: Organismen, die noch nicht ganz "fertig" in die Welt gerissen wurden und deshalb als Ungeboren gelten. Das hat nichts mit Frühchen zu tun, eher damit, dass ein noch nicht ausgereiftes Konzept durch irgendeinen metaphysischen Unfall aus dem Traum raus und in eine Welt gefallen ist. Das ist so ein Zustand, der eigentlich nur bei Geistwesen vorkommen kann, seltener bei anderen. Hjiiloqrata sind ziemlich leicht daran zu erkennen, dass sie sich permanent in Tobsucht befinden und generell etwas... "farblos" aussehen. Man könnte rein oberflächlich auch sagen, dass die besessen sind, was aber keine korrekte Bezeichnung ist.

Vhodril: Das ist ein Zustand, der nur dann eintritt, sobald das Energieniveau eines Organismus kippt. Denkt an eine Mischung aus Vacuum Decay und schwarzem Loch, nur als Lebensform.

So, jetzt kommt die Begründung, warum sich eine Kategorie für Organismen mit jedem oben genannten Zustand nicht lohnt: Weil individuelle Organismen ihren Zustand unter Umständen ändern können. Es passiert nicht oft und auch nicht einfach so, aber es kann passieren und der Zustand wird wie bei den Grundstoffen an einem anderen Ort im Identfeld gemessen.
Einzige Ausnahme ist der Zustand Hjiiloqrata. Der ist sehr individueller Natur und kann nicht herbeigeführt werden, wenn etwas - oder jemand - bereits normal geboren wurde.

Normalerweise geht eine solche Änderung nur von Hjiilomai aus, deren Herzmagen aus irgendwelchen Gründen instabil wird. Der kann sich in Folge dessen nicht mehr selbst aufrecht erhalten, baut den Organismus mit den letzten Energiereserven um und dann kommt ein normalsterblicher Organismus dabei raus, der regelmäßig essen muss.
Oder der Herzmagen ist so kaputt, dass er gleich in sich zusammenfällt, dann wird der Organismus vhodril.

Umgekehrt geht das technisch gesehen auch, also dass ein Hjiilortha-Organismus zu einem Hjiilomai wird. Das überlebt der aber meistens nicht. Man kann Hjii aus einem Organismus abfallen lassen, aber nicht einfach so rein pumpen.

Kann übrigens auch passieren, dass aus einem eierlegenden hjiilomai'schen Organismus ein Säugetier wird, sobald er zu einem Hjiilortha zusammenfällt. In der Wissenschaft ist man sich noch nicht einig, wie genau das eigentlich passieren kann und vor allem warum überhaupt. Manche vertreten inzwischen die These, dass eierlegende Tiere vielleicht energiereicher sind, was auf Säugetiere wiederum nicht zutrifft, weshalb die regelmäßig "nachheizen" müssen.

Kategorien der Organismen

Jetzt komme ich letztlich dazu, wofür die ganzen komischen Eigennamen bei den Organismen stehen:

Fleischwesen (Hjiitopecal)
- Kalloriqaj; "Stemmläufer"
- Mammoriqaj; "Wechselschreiter"
- Nakhuriqaj; "Spreizschleicher"
- Thoatliqaj; "Schwunggleiter"
- Eslotiqaj; "Gliedstelzer"
- Seguniqaj; "Paddelsegler"
- Moraudiqaj; "Nadelkruster"
- Nauporiqaj; "Weichgleiter"
- Palnuriqaj; "Stichfühler"

Fadenwesen (Hjiileqana)
- Huloriqaj; "Lichtschlemmer"
- Lohriliqaj; "Strangnetzer"
- Nalotliqaj; "Traumkoster"

Geistwesen (Hjiilajtani)
- Murtaliqaj; "Kesselwandler"
- Drolnachiqaj; "Sturzderber"
- Chotoliqaj; "Schalldrifter"
- Qraemariqaj; "Wahnschürer"
- Qollasmarqaj; "Traumseher"

... Und jetzt bin ich leider zu müde, um das noch im Detail zu erklären. Da ich auch grundsätzlich immer Gefahr laufe, immer über genau die Dinge zu schreiben, die meist nur Wenige interessieren, lasse ich den Text hier bis auf Weiteres einfach mal stehen und reagiere besser nur auf etwaige Fragen - wenn denn überhaupt welche kommen und ich nicht entweder alle abgeschreckt habe oder für völlig wahnsinnig gehalten werde.

#11 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von DrZalmat 17.11.2020 20:25

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Ich finde es interessant dass scheinbar deine Lebewesen nicht durch Spezifizierung und Aufspaltung aus einem oder einigen wenigen Vorfahren entstanden sind sondern sich, wenn ich die Grafik richtig interpretiere, "durcheinander" gemixt haben. Es scheint keine Abfolge vom "Einzeller" zu komplexen Lebewesen zu geben sondern alles ist mehr oder weniger gleichzeitig entstanden? Seh ich das richtig?

#12 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Elatan 17.11.2020 20:49

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Zitat von Eisenteddy im Beitrag #10
Da ich auch grundsätzlich immer Gefahr laufe, immer über genau die Dinge zu schreiben, die meist nur Wenige interessieren, lasse ich den Text hier bis auf Weiteres einfach mal stehen und reagiere besser nur auf etwaige Fragen - wenn denn überhaupt welche kommen und ich nicht entweder alle abgeschreckt habe oder für völlig wahnsinnig gehalten werde.

Ich habe es auf jeden Fall mit Interesse gelesen und auch, wenn ich jetzt nicht wirklich Fragen habe bzw. mir welche einfallen, lese ich hier mit. Auf DrZalmats Frage wäre ich z.B. auch nicht gekommen, aber jetzt interessiert mich auch die Antwort darauf. Ich muss aber sagen, dass ich vor dieser Ausarbeitung wirklich meinen Hut ziehe; das zeigt einfach, dass du dir richtig Gedanken dazu gemacht und nicht einfach mal nebenbei etwas hingeklatscht hast.

#13 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 18.11.2020 21:17

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #11
Es scheint keine Abfolge vom "Einzeller" zu komplexen Lebewesen zu geben sondern alles ist mehr oder weniger gleichzeitig entstanden? Seh ich das richtig?
Korrekt. Golvangar kennt keine Evolution. Es gibt einen Hintergrund dafür, der aber stark ins Metaphysische geht, von dem auch Wissenschaftler oft keine Ahnung haben.

Die einzige Option, bei der Verwandtschaftsverhältnisse eine Rolle spielen, sind Individuen und ihre Familienstammbäume; und das auch nur zwecks rechtlicher und/oder symbolischer Zusammenhänge. Wissenschaftlich ist das nur von wenig Relevanz.

Ich glaube, ein golvangarischer Wissenschaftler würde das Konzept Evolution auch für ziemlich schräg halten. Er weiß, dass letztlich alles aus Hjii besteht, das nach einer vordefinierten Regel verformt wurde; unter Anderem durch Götter, die eine anerkannte Realität sind. Wäre alles nun stattdessen durch Weiterentwicklung entstanden, dann würde das nach golvangarischen Regeln letztlich nur bedeuten, dass du als Organismus nicht nur eng mit ausnahmslos allen anderen Tieren und auch Pflanzen erblich verwandt wärst, sondern letztlich auch mit Steinen.

Zitat von Elatan im Beitrag #12
das zeigt einfach, dass du dir richtig Gedanken dazu gemacht und nicht einfach mal nebenbei etwas hingeklatscht hast.
Um ehrlich zu sein ist der erklärende Post dazu nichtmal vollständig, weil ich vieles ausgelassen hatte, um das Konzept dahinter möglichst kompakt zu erklären. Und dann ist der kompakte Abriss selbst nichtmal vollständig und endete bei den Beinamen für Organismen.

Mir scheint aber auch, dass mehr ohnehin nicht notwendig gewesen wäre, da das Nötigste wohl so angekommen ist, wie es sollte. Von daher finde ich das eigentlich ganz okay so.

Was ich zum Beispiel nicht erwähnt hatte, sind die Farben der Räder in dieser Grafik. Das ist nicht so eingefärbt, damit's hübsch aussieht; das Hjii nimmt je nach energetischer Qualität eine andere Farbe an.

Das Hjii ist weiß, solang es sich noch in seiner Protoform befindet und brennt. In seinem hochenergetischen Normalzustand färbt sich das Hjii lila und sackt dann langsam nach blau, grün, gelb und letztlich rot runter, wobei rot am energieärmsten ist. Oder es wird im lila Zustand instabil, dann kracht es gleich nach rot runter.
Man hat diese Farbcodierung nun genommen, um sowohl den natürlichen energetischen Qualitätsverlust als auch die Aufnahmefähigkeit von rohem Hjii in verschiedenen Körpern darzustellen.

Geistwesen (Hjiilajtani), innerhalb derer sich auch die Oberkategorie für die verschiedenen Arten von Göttern befindet (Qollasmarqaj), können besonders hohe Mengen an rohem Hjii vertragen und auch durch sich durchleiten lassen. Fadenwesen (Hjiileqana) sind darin mittelgut, aber immer noch besser als Fleischwesen (Hjiitopecal).

Warum das wichtig ist: Rohes ungefiltertes Hjii ist nicht besonders... gesund, wenn du den falschen Körper hast. Das ist mitunter der Hauptgrund, warum es unter Fleischwesen keine Hjiimantie gibt, weil die alle krepieren würden; wenn nicht sofort, dann schleichend.

Ein weiteres Detail, das ich am Rad erklären wollte, sind die Marker für den Bewusstseinsstatus, für die ihr aber wahrscheinlich keine Erklärung braucht.

Ansonsten sind da noch die Schwingfäden, die ich eigentlich im Erstpost kurz anschneiden wollte, was ich aber, wie ich gerade sehe, wohl doch nicht getan habe.
Allem voran: Die haben nichts mit Stringtheorie zu tun. Das sind einfach nur kosmische Hobelspäne.

Die sind auch größtenteils zu nichts gut, außer, dass sie ab einer bestimmten Menge Korrosion auslösen können. Passiert auch bei Organismen, nur wird das dort als Krankheit bezeichnet.
Man kann die durch sie verursachten Krankheiten aber meistens behandeln, indem andere Schwingfäden eingeführt werden, durch welche die schädlichen Fäden ausgekontert werden, was wiederum dem Organismus die Möglichkeit gibt, sie abzubauen.

Jetzt ist an Schwingfäden problematisch, dass sie per Proxy auch Geisteskrankheiten auslösen können. Es gibt einen Zweig an Organismen innerhalb der Qraemariqaj-Kategorie, die einen besonders hohen Anteil an Schwingfäden innerhalb eines Körpers appetitlich finden und sich dann an eben diesen ankleben. Und sobald das passiert ist, bearbeiten sie den gesunden Verstand des besagten Organismus so lang, bis der nur noch eine Matsche aus Wahn und emotionalem Chaos ist, um sich dran vollzufressen.

#14 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Eisenteddy 19.11.2020 14:00

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Gut, jetzt da mein internes Problem einigermaßen ausgeheilt zu sein scheint und ich auch nicht mehr dauerhaft müde bin, kann ich wieder klar denken. Also reiche ich noch den Teil hinterher, an dem ich beim eigentlichen Post aufhören musste und für den ich gestern noch nicht ganz auf der Höhe war.

Korrektur zum Post über mir: Der Grund, warum Golvangar ohne Evolution auskommt, hat insbesondere mit den Geschehnissen während der Erstwelt zu tun (nicht wirklich eine Welt, eher die früheste Form der Realität, in der noch alles "weich" war). Dort war die Entität Laigon noch bewusst aktiv und hat alle Naturgesetze und damit auch Baupläne aller möglichen Dinge festgelegt. Alles davon steckt nun im Anthrailar und muss befolgt werden. Götter ab Golvangar (und auch während der Zweitwelt) haben keine Möglichkeit, dieses System mit seinen Regeln zu umgehen, auch wenn der selbsternannte Gott Atreyu es während der Zweitwelt ständig versucht hatte, da er der Ansicht war, alles besser zu wissen und zu können.

Übrigens funktioniert das Anthrailar auch ein wenig wie das Collective Unconscious, weshalb letztlich Ideen, Konzepte und Worte nach etwas Zeit auf jeder Welt auftauchen können. Passiert manchmal etwas früher und manchmal viel später.

Ich werde da nicht weiter ins Detail gehen, weil das schon wieder so ein weiterer Strang ist, den ich nicht einfach so anreißen will, da das länger dauern könnte.

Das Geschehen rund um Erst- und Zweitwelt gehört logischerweise nicht zum allgemeinen Wissen der verschiedenen Welten Golvangars, deshalb hatte ich auch "Metaphysik" gesagt. Wissenschaftler sehen nur, wie die Dinge sind, aber nicht, warum das überhaupt so eingerichtet wurde.
Warum sich unser eigenes Universum exakt so eingerichtet hat, wie es jetzt für uns sichtbar ist, wissen wir schließlich auch nicht, auch wenn einige sich das einbilden.

Gut, zum eigentlichen Text:

Kategorien der Organismen

Wie man im Posting mit dem Rad schon lesen konnte, erfolgt die Einordnung von Organismen nach spezifischer Daten im Identfeld, nicht nach erblicher Verwandtschaft. Da unsere Welt so etwas nicht hat, es aber schwierig wird, sich etwas ohne jegliche Referenz vorzustellen, werde ich bei jeder Kategorie ein paar mögliche Real Life- und auch Fantasy-Beispiele eintragen, je nachdem welche Kriterien sie erfüllen.
Das wird leider dazu führen, dass einige Beispiele etwas schräg aussehen, weil wir hier andere Verhältnisse haben; aber deshalb bleiben es auch nur Beispiele.

Ich muss an der Stelle auch nochmal sagen, dass es sich bei Begriffen wie "Stemmläufer" oder "Kesselwandler" nicht um Übersetzungen handelt, da das bei Transkripten von Schwingungen natürlich nicht funktioniert. Wissenschaftler haben stattdessen versucht, einen Eigenbegriff zu nehmen, der möglichst viele Organismen im betroffenen Identfeldsegment auf einmal beschreibt.

Ansonsten: Es gibt keine Eigenkategorie für kulturschaffende Spezies. Deshalb gehen die ganzen Strahlen am Rad für jede Kategorie auch meist bis in den Personenring hinein. Was bedeutet, bei golvangarischen Verhältnissen können unter Anderem auch Bäume "Personen" sein.

Ansonsten bleibt zu sagen, dass die einzelnen Kategorien auch automatisch gegenseitige Ausschlusskriterien darstellen. Ihr seht gleich, was ich damit meine.

Fleischwesen (Hjiitopecal)
Organismen auf fleischlicher Gewebebasis (D'uh). Identifizieren sich im entsprechenden Identring durch ihren Bewegungsapparat,

Kalloriqaj; "Stemmläufer"
Tiere, deren Beine unterhalb des Rumpfes angeordnet sind.

Mögliche Beispiele: Die meisten Säugetiere und Saurier.

Mammoriqaj; "Wechselschreiter"
Tiere, deren Bewegungsapparat so angeordnet ist, dass sie mit etwas Übung problemlos sowohl auf vier als auch zwei Beinen stehen und laufen können.

Mögliche Beispiele: Bären (haben durchgestreckte Hinterbeine), (Menschen)Affen und dementsprechend auch der Mensch. Der Mensch eignet sich zwar nicht so gut für den Vierbeinergang, aber er kann es definitiv, also ist er eindeutig Mammoriqaj.
In diese Kategorie fallen so ziemlich alle kulturschaffenden Spezies auf Fleischbasis, sofern sie aufrecht auf zwei Beinen laufen können. Können sie es nicht und erfüllen zudem andere Kriterien, dann nicht.

Nakhuriqaj; "Spreizschleicher"
Tiere, deren Beine seitlich vom Körper abgespreizt sind und/oder sich schlängelnd fortbewegen.

Mögliche Beispiele: Die meisten heute lebenden Reptilien, Amphibien. Die mythologischen Naga (oder die aus World of Warcraft) würden da auch rein fallen. Womöglich auch Lindwürmer.

Thoatliqaj; "Schwunggleiter"
Geflügelte Tiere, bei denen es sich nicht um Gliedstelzer handelt und deren Schwingen entweder aus Federn, Lederhäuten oder Membranen bestehen.

Mögliche Beispiele: Fledertiere, Flugechsen und fast alle Vögel. Man kann argumentieren, dass Kakapos oder Emus nicht "fliegen", letztlich benutzen sie ihre verkümmerten Flügel aber trotzdem immer noch zur Balance während des Laufens oder für kurzes Gleiten.

Ansonsten könnte man auch Drachen und Wyvern hier rein packen.

Eslotiqaj; "Gliedstelzer"
Vielbeinige Tiere, die meistens ein Exoskelett besitzen.

Mögliche Beispiele: Krustentiere, Insekten, Spinnen, Tausendfüßer. Arthropoden halt, nur dass das Exoskelett kein Muss ist. Was heißt, hier kommen auch Lobopoden und Stummelfüßer rein.

Seguniqaj; "Paddelsegler"
Tiere, deren Bewegungsapparat hauptsächlich auf ein Leben im Wasser angepasst ist.

Mögliche Beispiele: Fische, Wale. Wahrscheinlich Seehunde. Sehr wahrscheinlich auch Pinguine. Wobei man bei Pinguinen immer noch argumentieren könnte, dass sie technisch gesehen immer noch "fliegen", nur unterwasser. Kann ich ohne Identfeld schlecht festlegen, wo die wirklich rein gehören.

Moraudiqaj; "Nadelkruster"
Tiere mit Kalkskelett (bzw. dem golvangarischen Äquivalent dazu), die von einer Epidermis und gelenkig beweglichen Stacheln überzogen sind.

Mögliche Beispiele: Stachelhäuter, also z.B. Seesterne oder Seegurken. In Golvangar gibt's aber auch einige Landtiere, die so aufgebaut sind.

Nauporiqaj; "Weichgleiter"
Weiche Tiere, die sich entweder durch Muskelkontraktion, Kriechen oder dem Rückstoßprinzip fortbewegen und bei denen es sich nicht um Palnuriqaj handelt.

Mögliche Beispiele: Schnecken, Kopffüßer, Würmer.

Palnuriqaj; "Stichfühler"
Sehr einfache Tiere ohne direkten Bewegungsapparat, die meist sesshaft sind oder passiv umher treiben und deren Ernährung entweder auf Filterung oder der Nutzung von Nesselsträngen basiert.
RL-Beispiele: Schwämme, Quallen, Korallen, Seefedern, Muscheln.

Fadenwesen (Hjiileqana)
Das umfasst Pflanzen und Pilze. Und auch eine eigene Ordnung, die ich für Golvangar entworfen habe. Quasi Geschöpfe, die wie Pflanzen sind, aber ohne Licht auskommen und stellenweise Charakteristika von Röhrenwürmern haben. War einfacher, als das bei normalen Pflanzen oder Pilze reinzuquetschen.

Fadenwesen identifizieren sich im Identfeld hauptsächlich durch ihre Art der Nahrungsaufnahme.

Ansonsten heißen die Fadenwesen und nicht etwa Faserwesen, weil Wissenschaftler sich dachten, dass es sehr viel einfacher ist, einen Faden aus Pflanzenfasern zu produzieren als aus einem Stück Fleisch (das wiederum selbst als Fasern besteht). Ja, ich weiß, der Gedankengang ist etwas schräg, aber so isses.

Huloriqaj; "Lichtschlemmer"
Organismen, die Photosynthese betreiben und sich meistens im Erdboden verwurzeln.

Mögliche Beispiele: Pflanzen. Da Pflanzen auch Personen sein können, kann man auch Ents oder Dryaden hier rein packen.

Lohriliqaj; "Strangnetzer"
Organismen, die ihre Nahrung über Enzyme auflösen und neben weitreichenden Fasernetzen manchmal auch Fruchtkörper bilden.

Mögliche Beispiele: Pilze.

Nalotliqaj; "Traumkoster"
Große Organismen, die sowohl Hjii als auch Kleintiere aus der Luft filtern und wie ein Gemisch aus Landkorallen und Röhrenwürmern aussehen.

Mögliche Beispiele: Keines, da es sowas bei uns nicht gibt.

Geistwesen (Hjiilajtani)
Den Begriff darf man wie im Post mit dem Rad erwähnt nicht allzu wörtlich nehmen. Wenn von einem Geistwesen die Rede ist, sind damit hauptsächlich Götter, beseelte Objekte, gewöhnliche Ätherwesen oder Konstrukte gemeint, selten Gespenster.

Murtaliqaj; "Kesselwandler"
Beseelte Konstrukte, die zum Beispiel aus Holz, Knochen, Erde und Metall, aber auch aus Tetrapacks oder Gummireifen bestehen können.

"Beseelt" bedeutet nicht zwingend, dass die auch ein Bewusstsein und/oder eine Persönlichkeit haben, sondern nur, dass die sich aus Eigenkraft bewegen (abgesehen davon, dass das Konzept Seele in Golvangar nicht existiert). Sie können Personen sein bzw. werden, müssen aber nicht.

Mögliche Beispiele: Androiden bzw. Automata, Golems. Darunter fallen auch Hiraiqa (hatte hier eine gepostet), da die sich dadurch vermehren, dass sie verschiedene Teile (meist von Leichen) zusammensammeln, das zu einem Brei verrühren und das Ganze schlussendlich im Ofen backen.
Ihre Augen sind technisch gesehen auch Konstrukte.

Drolnachiqaj; "Sturzderber"
Sehr instabile Konstrukte, die an einen toten Organismus gebunden wurden und auf die Energie anderer Geschöpfe angewiesen sind, um nicht zu zerfallen. Auf Dauer verflüssigt sich der gebundene Körper trotzdem zu so einer Art Glibber, was wiederum dazu führt, dass ein solches Konstrukt nicht unbedingt von Dauer ist.

Mögliche Beispiele: Man KÖNNTE Untote da rein packen, weil es ein ähnliches Konzept ist. Es ist letztlich aber nicht das Gleiche.

Chotoliqaj; "Schalldrifter"
Ätherwesen, die meist passiv durch die Luft treiben oder am Boden kriechen und sich von gefiltertem Hjii ernähren. Sind auch die einzigen Geistwesen, die nicht über den einfachen "Belebt"-Ring hinaus kommen, was heißt sie sind nicht dazu in der Lage, ihr Umfeld bewusst zu erleben. Wird auch gern als Erscheinung bezeichnet.

Mögliche Beispiele: Stellt euch Energiewesen vor, die nichts tun außer passiv durch die Luft zu treiben. Ein bisschen so wie Quallen. Darunter fallen in Golvangar unter Anderem so Dinge wie "kriechende Regenbögen", wobei der jetzt bodengebunden ist.

Qraemariqaj; "Wahnschürer"
Monströse Ätherwesen, die Einfluss auf die mentale Gesundheit von Organismen nehmen können. Nicht alle sind bösartig und manche sogar hilfreich. Qraemariqaj sind allerdings besonders für eine spezifische Gruppe an Wesen bekannt, die sich emotional verkrachte Geschöpfe aussuchen und deren Schwachstellen ausnutzen, um ihnen die Lebensenergie abzusaugen. Das machen sie auch so lang, bis der Wirt tot ist.

Und dann gibt's natürlich noch die von mir im Post weiter oben beschriebenen Gruppe, die sich von Organismen mit besonders starkem Schwingfadenbefall angezogen fühlt. Was wiederum die bösartigere Gruppe anlocken kann, sobald die mentale Verfassung eines befallenen Organismus bereits "matschig" genug ist.

Mögliche Beispiele: Keine Ahnung. Buchstäbliche Energievampire vielleicht. Geht aber eben auch andersrum, indem diese Energie zugeführt wird. Kann unter Umständen aber auch nicht gesund sein.

Qollasmarqaj; "Traumseher"
Götter.

Mögliche Beispiele: Nun... Alle möglichen Formen von Göttern, die es gibt. Zum Beispiel die uns altbekannten und viel genutzten Götter alias Zeus und Odin. "Gaia" als Konzept einer Gottheit, die gleichzeitig die Welt darstellt, gehört auch hier rein, genau wie jede andere Form, die irgendwie göttlicher Natur ist. Ich glaube, selbst Herakles könnte man hier rein stopfen.

Laigon gehört übrigens als einziger nicht in diese Kategorie, weil er keine Gottheit ist, sondern etwas Höheres.

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Gut, ich denke, damit ist der Erklärung dieses Systems auch Genüge getan. Den ganzen anderen Rest drumherum muss ich nicht anschneiden, da es mir auch unnötig erscheint. Daher kann ich auch diesen Post nun so stehenlassen und die Angelegenheit abhaken.

#15 RE: [Golvangar] Unterschiedliche Dinge von Reineke 25.11.2020 08:11

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1. Wenn du schreibst, dass Golvangar ohne Evolution auskommt, meinst du damit Evolution im Sinne der Entstehungsgeschichte? Wenn ich das so richtig verstehe, würde Evolution, jetzt wo Laigon nicht mehr bewusst ist, wieder greifen?
2. Die Begriffe wie "Schalldrifter" und "Wahnschürer" sind richtig geil. Die fände ich in einem Roman sehr immersiv. (Benutze ich selbst. Bin also biased.. haha).

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