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#1 Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020: Politische Gruppierungen von Nharun 11.02.2020 17:56

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Speedbasteln: Diesen Mittwoch (12.02.) ab 20:30 Uhr hier im Forum!
Besprechung der Themenauswahl & Würfeln vor Live-Publikum wie gehabt im Imaginariums-Chat (IRC #Imaginarium) ab 20:05 Uhr!

#2 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Elatan 12.02.2020 20:30

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Das Thema lautet: Politische Gruppierungen! Zeit ist bis 21:30 Uhr!

#3 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Nharun 12.02.2020 21:11

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Gedanken zu den Parteien Arveliens
(Reich an Namensplatzhaltern!)


Im Königreich Arvelien wurde 1631, am 3. Achorion, erstmals eine Volksvertretung gewählt. Da es jedoch weder Wahlstatuten gab, noch Parteien als politische Entscheidungsträger gesetzlich anerkannt waren, wurden beim Urnengang keine Parteien oder Kandidatenlisten gewählt, sondern einzelne Personen. Jeder der 397 Wahlkreise vergab dabei sein Mandat unter den antretenden Kandidaten, wobei eine absolute Mehrheit für Entscheidung notwendig war und andernfalls eine Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen notwendig war.

Politische Bewegungen hatte es zwar bereits lange vor der Wahl in Arvelien gegeben, aber die streng aristokratische Herrschaft hatte Parteibildungen bis dahin vehement unterdrückt. Durch die Wahl der Volksvertretung begannen jedoch politisch ähnlich denkende Kandiaten und Mandatsträger sich zunehmend in politischen Gruppierungen zu vereinen, wodurch die Vorläufer der meisten heutigen Parteien entstanden.

Einige dieser Gruppierungen waren die Fortschrittler, die Junker, die Frommen, die Horger und die Demokraten.

Die Fortschrittler waren Verfechter einer dominanten Außenpolitik, des Pan-Chirismus, der Magie- und Wirtschaftsliberalisierung, aus ihr gingen die heutigen Liberalen, sowie die die Chirisch-Nationale, aber auch die Magische Arbeiterpartei und die Partei zur Förderung magischer Lehre und Fortschritts hervor.

Die Junker waren die Vertreter der Adligen, Großgrundbesitzer und anderer hochrangiger Profiteure des Arvelischen Königreiches. Sie wehrten sich gegen liberalisierende und demokratisierende Forderungen und wurden vom Vorsitzenden stets massiv durch längere Redezeiten und andere Eingriffe in die Parlamentspraxis begünstigt. Aus ihnen gingen die Konservative und die Arvelische Reichspartei hervor.

Die Frommen vertraten die Interessen der asiranistischen Kyrakeia. Sie waren strikte Magiegegner und suchten die Lehren des Asiranismus deutlich in die Politik zu integrieren. Aus ihnen gingen später die Asiranistische Partei aber auch die Umweltpartei hervor.

Die Horger waren Vertreter einer „Arbarisierung“ und Übernahme arbischer Systeme, wie dem Horger-Prinzip. Aus ihnen gingen später die Arvelischen Horger und die Partei für Bildung hervor.

Die Demokraten waren Vertreter einer umfassenderen Demokratisierung Arveliens und wurden konsequent gegängelt, unterdrückt und oft auch für gewisse Zeit verboten.

Die Arvelische Volksvertretung (Arvelesei Auklessertas Tropi) war ein Zugeständnis an demokratische Bestrebungen in Arvelien, besaß aber außer einem beratenden Charakter keine Befugnisse. Sie wurde von einem Vorsitzenden gelenkt, der direkt vom König ernannt wurde.
Es dauerte knapp 100 Jahre, bis die Volksvertretung Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess erlangen konnte; als es so weit war, hatten sich aus den zuvor lockeren politischen Gruppierungen jedoch bereits Parteien gebildet, die ihre Interessen umfassend vertreten konnten; noch einmal 50 Jahre später wurde das Wahlrecht reformiert und Parteien direkt wählbar.

#4 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Teja 12.02.2020 21:12

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Die Bedeutung der Farben

Marisu ist unsere umeingeschränkte Herrscherin, ob wir wollen oder nicht. Aber zu unserem Glück ist sie auch eine sehr unaufmerksame Herrscherin und so können wir im Grunde tun und lassen, was wir wollen.

Es gibt zwar keine offizielle Regierung, aber so etwas ähnliches. Die meisten Stadtviertel haben … Interessenvertreter. Man erkennt sie gewöhnlich daran, dass sie immer eine Form ihre Viertelflagge am Körper tragen.

Die einzelnen Gruppen sammeln Beiträge in ihrem Viertel ein und nutzen sie vielfältig. Gemeinsame Bauprojekte, Schulen oder einfach Umverteilung sind nur ein paar Beispiele. Außerdem treffen sich die Vertreter regelmäßig mit den Nachbargruppen, um über gemeinsame Projekte oder Gebietsgrenzen zu verhandeln.

Nicht alle Gruppen sind territorial. Manche orientieren sich auch an der Spezies oder einem bestimmten Handelsgut. Die haben dann ihre eigenen Farben. Es gibt viele komplizierte Bündnisse und Systeme von Verpflichtungen unter den Gruppen. Und wenn reden einmal nicht mehr hilft, werden die Messer gewetzt und man trägt die Konflikte auf altbewährte Weise in den Straßen aus.

Auf diese Weise können ganze Stadtviertel den Besitzer wechseln. Die normalen Bürger beteiligen sich nicht daran – sie müssen sich nur den neuen Herren beugen und im Grunde geht dann alles den gleichen Gang wie vorher.

Sollte eine Vertretergruppe sich besonders schlecht um ihr Viertel kümmern, können die Bewohner durchaus auch mit den Füßen entscheiden und abwandern. Die Interessenvertreter wollen das natürlich nicht und versuchen dann, die Bürger auch mit Gewalt am Umzug zu hindern, besonders wenn viele gleichzeitig abwandern oder es besondere Bürger sind, die ihrem Viertel viel Prestige bringen.
In so einer Situation kann es passieren, dass eine andere Gruppe beschließt, die Auswanderer zu „beschützen“ und ihnen ein neues Heim anbietet. Auf diese Weise haben schon Kriege angefangen.

Manche Viertel habe schon seit vielen Generationen die gleiche Farbe. Bei manch anderen hängt jede Woche eine andere Flagge in den Straßen. Meiner Erfahrung nach lebt es sich besser dort, wo sich die Farben nie ändern. Aber dort ist auch nicht jeder willkommen. Den wichtigen Gruppierungen muss man eben auch etwas bieten, wenn man unter ihrem Schutz leben will.

Man sollte sich auch niemals mit den falschen Farben sehen lassen. Die ansässigen Gruppen sehen so etwas gar nicht gern.

#5 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Elatan 12.02.2020 21:28

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»Guten Abend, verehrte Zuschauer, ich begrüße Sie bei den Nachrichten.

In der Parteizentrale des Bündnisses für Frieden und Fortschritt kam es heute Morgen zu einer Razzia durch das Sicherheitsbüro der Union, nachdem sich Hinweise auf Zusammenarbeit des BFF mit terroristischen Vereinigungen erhärteten. Das BFF war bis heute eine der stärksten Oppositionsparteien im Parlament der Union und setzte sich dafür ein, den Ausnahmezustand zu beenden und freundschaftliche Kontakte zu ehemaligen Kriegsgegnern aufzunehmen. Wie Agenten des SBU nun herausfanden, wurde das BFF seit seiner Gründung allerdings von den Regierung den Menschen feindlich gesinnter Staaten dazu benutzt, Zwietracht und Unruhe zu säen, um die Union zu schwächen und so einen erneuten Krieg zu ermöglichen.

Beim Stürmen der Büroräume konnten die Agenten des SBU nicht verhindern, dass sich der Parteivorsitzende Nick Grinham mit einer Bombe das Leben nahm und dabei mehrere weitere hohe Parteifunktionäre und mutmaßliche Mitverschwörer mit in den Tod riss. Hiermit wollte Grinham vermutlich ein Verhör und eine Enttarnung seiner Hintermänner vereiteln.

Ferner wurden auf Grinhams Computer mehrere Snuff-Videos gefunden sowie Anleitungen zum Bombenbau. Des Weiteren wurden mehrere Kilogramm der illegalen Droge Lôbs gefunden.

In einer Eilabstimmung im Parlament der Union wurde als Reaktion auf diese Ereignisse noch am Nachmittag beschlossen, die Notverordnungen auszuweiten und weitere Kampfschiffe bei den TFY in Auftrag zu geben, um die Welten der Union zu schützen. Außerdem wurde beschlossen, politische Gruppierungen nun auch ohne Verdacht präventiv durch das SBU überwachen zu lassen.

Nun zum Sport. [...]«

#6 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Riothamus 12.02.2020 21:29

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Die Parteien der Gesiebtheit von Gepdahl.

Tief in den Bergen, über den Tiefen Zwergen, da liegt das Tal Gepdahl. In ihm liegen sieben Dörfer, die die getiefte Gesiebtheit bilden. Auf der Götterträne ist dieses kleine Gemeinwesen auch als Getieftheit der Sieben bekannt.

Ursprünglich stand jeder Ort als Geeintheit für sich. Um sich nun vor verschiedenen Mächtegruppen und Gefahren besser schützen zu können wurde schließlich die hohe Gesiebtheit gebildet. Doch bildeten sich rasch sieben Parteien, deren jede ein Dorf repräsentierte. Die Rivalität [der Dörfer] steigerte sich immer weiter, bis schließlich keine der Parteien mehr einem Vorschlag einer anderen Partei zuzustimmen bereit war. Als die Straße aus dem Tal durch einen Steinschlag unpassierbar geworden war, konnte sich diese Parteiungen immer noch nicht einigen. Doch zu dieser Zeit trieben die Tiefen Zwerge schon Handel mit der Oberfläche. Zwar geschah dies noch Zaghaft, doch die Zwerge mochte ihre Expeditionen nicht aufgeben. Also schickten sie einige Helden an die Oberfläche, um das Hindernis selbst zu beseitigen. Doch bewachten die Dörflerparteien des Gepdahls den Steinschlag, um zu verhindern, dass ein anderes Dorf den Ruhm ernten kann, den Weg freizuräumen.

Die Zwerge sahen sich wieder einmal darin bestätigt, dass wer an der Oberfläche lebt, nicht recht bei Trost sein kann. Es war also nur logisch, dass sie einige Regeln ersonnen, um die Parteiungen der Gesiebtheit wieder auf einen gangbaren Weg der politischen Willensbildung zu führen.

Die wichtigste dieser Regeln besagt, dass keine Partei existieren darf, bei der mehr als ein Drittel der Mitglieder aus einem Ort kommt.

Um sicherzustellen, den Einfluss der freien Höhe auf die Geister der Ratsmitglieder gering zu halten, wurde bestimmt, dass nicht mehr unter freiem Himmel getagt werden darf und das Ratsgebäude am Grunde des Tals errichtet wurde.

Für den weiteren Kontakt wurde ein Tunnel von den Stollen der Zwerge zum Keller des Ratsgebäudes angelegt, um dieses unterirdisch erreichen zu können.

Schließlich wurde für de Rat des Tals eine achte Stimme geschaffen, die die Zwerge ausübten. Hierdurch wollten sie sicherstellen rechtzeitig eingreifen zu können, wenn bei den Oberflächlichen wieder einmal die Unvernunft die Unterhand gewinnt.

Natürlich war die Bezeichnung hohe Gesiebtheit für die Zwerge inakzeptabel. Und so einigte man sich schnell darauf, die Gemeinschaft der sieben Dörfer nunmehr die getiefte Gesiebtheit zu nennen. Die Bewohner sahen es als eine Ehrung für die Zwerge an, die ihnen aus der Krise geholfen hatten, während die Zwerge das 'getieft' eher so verstanden, wie Oberflächenbewohner das Wort 'geerdet'.

#7 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Nharun 12.02.2020 21:30

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Aus! Ab jetzt wird nachgereicht!

#8 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Elatan 12.02.2020 21:51

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@Nharun: Wie stark waren eigentlich diese demokratischen Bestrebungen, dass sie zur Gründung der Volksvertretung führen konnten? Ich hätte, gerade durch den Absatz über die Demokraten und mein Wissen über Demokratie in vielen deiner Länder allgemein, nicht damit gerechnet, dass überhaupt groß was in die Richtung unternommen werden würde. Ein schöner Beitrag übrigens!
@Teja: Pff, Marisu will immer neue Haustiere haben, aber überlässt sie dann sich selbst und Streit und Ärger in der Politik kommt dabei raus ... für die Bürger doof, für uns Leser interessant! :D
@Riothamus: Die Zwerge retten mal wieder den Tag! Aber warum darf keine Partei existieren, bei der mehr als ein Drittel der Mitglieder aus einem Dorf kommt?

#9 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Riothamus 12.02.2020 22:07

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Also mal schauen, was die Küche hergibt. Es scheint festlich zu werden: Rehrücken mit Lobsbeersauce und mit Lobsbeerpaste überbackene Knödel.

@Nharun: Es ist wiedereinmal beeindruckend, wie konsistent und umfangreich du in kurzer Zeit bastelst. Die arvelischen Parteien erinnern ein klein wenig an die Parteien der Deutschen Reichs nach der Reichsgründung. Wie erlangten die Versammlung die Beteiligung an der Legislative, wenn sie zuerst fast ganz machtlos war?

@Teja: Wieder Marisu! Oder besser, ihre schreckliche Ignoranz bezüglich ihrer Opfer. Ebenso umfangreich und konsistent wie Nharuns Beitrag. Die Gruppierungen klingen nach einer Mischung aus Schlägertrupps und Mafia. Wie sind sie denn intern organisiert? Und gab es Versuche, ein anderes System zu installieren?

@Elatan: Trotz der Kürze hebt sich dein Beitrag von der anderen ab: Keine Beschreibung, sondern die Schilderung der Probleme eines Staates mit seinen oppositionellen Gruppierungen. Da fragt sich, ob die hervorgerufenen Assoziationen in die richtige Richtung weisen?

Zu meinem Gechreibsel:

Ich hoffe, das Emoji beiderseits meiner Überschrift stellt einen Zwerg und keinen Kobold dar.

@Elatan: Es muss ja verhindert werden, dass die Parteien sich aus lokalen Rücksichten heraus weiter selbst blockieren. Damit es anderen Lesern deutlicher wird, habe ich mal zwei Wörtchen in eckigen Klammern ergänzt.

#10 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Chrontheon 12.02.2020 23:10

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*Lôbs-Beeren verteil*

@Nharun: Die armen Demokraten! Wie schauts jetzt mit ihnen aus? [Und warum wollen die einen das Horgersystem plagiieren?]

@Teja: Ui, da pass ich gleich mal auf, ob ich mich wieder ganz in Weiß zeig! :O [Dein Titel hat mich zuerst an das Speedbastelthema "Farbbedeutungen" erinnert ...]

@Elatan: Das Best-Friend-Forever arbeitet mit Terroristen zusammen? :O Na wie gut, dass das SBU die jetzt alle überwacht! Politischen Gruppen ist einfach nicht zu trauen!

@Riothamus: Yay, Zwergengeschichten! :D Ich mag die Redewendung "die Unterhand gewinnen". Und auch, dass die hohe Gesiebtheit zur getieften Gesiebtheit wurde. Die passt zu deinen Zwergen! [Andererseits würde "die getiefte Geachtheit" besser passen, da die Zwerge doch als achte Stimme im Rat saßen, oder?]

°'°'°'°'°'°'°'°'

Zitat von Elatan im Beitrag #8
@Teja: Pff, Marisu will immer neue Haustiere haben, aber überlässt sie dann sich selbst und Streit und Ärger in der Politik kommt dabei raus ...

Vielleicht gibt es da, wo sie ursprünglich herkommt, keine Tierheime, in die sie sie abschieben kann? [Das würde einiges erklären ...]

Zitat von Riothamus im Beitrag #9
Ich hoffe, das Emoji beiderseits meiner Überschrift stellt einen Zwerg und keinen Kobold dar.

Ist es kein Zaubereremoji?

#11 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Chrontheon 13.02.2020 00:49

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#0123

Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Das Wahlprogramm

Der Westblock ist herrscherlos. Die Nationen zerfallen. Die Provinzen verschieben sich. Die Grenzen werden neu gezogen. Doch es bleibt nie, wie es mal ist. Nach Jahrhunderten des Herrschaftsstreits sollen folgende Listen für Ordnung sorgen:

Die Theokraten

Die Theokraten sehen einen Frevel in der Herrschaft des Menschen, denn nur der Theokrat selbst dürfe Gesetze erlassen. Sie setzen sich für die Entfernung weltlicher und verweltlichter Herrscher und für die Einsetzung theokratischer Systeme ein.

Nach der Dunklen Epoche waren die Theokraten und drei Untergruppen gespalten:

Die Konservativen behalten die Ursprüngliche Idee der Theokraten bei. Nach wie vor soll der Hohepriester, umgeben von einem Priesterrat, die Rolle als Stellvertreter des Theokraten auf Erden einnehmen, während Beamtenpositionen nur von Klerikern übernommen werden sollen.

Die Hierokraten streben nach einer politischen Gleichstellung aller Priester und der Abschaffung des Amtes des Hohepriesters, wodurch sie eine eine Regierung ähnlich der thyolischen Aristokratie, bestehend aus gleichrangigen Priestern, aufbauen würden.

Die Ecclesiarchen streben eine demokratisiertere Form des Hierokratischen Systems an, in der alle Kleriker in einen Rat gewählt werden können, dem jedoch ein Priester vorstehen muss.


Die Monarchen

Die Absolutisten arbeiten auf die Herrschaft eines einzelnen Erbherrschers hin, dem allein das recht auf Gesetzgebung, -durchsetzung, und Rechtsprechung gegeben ist. Sie sind einem Kaiser nicht abgeneigt, eine Abspaltung von Imperialisten kommt es laut des Listensprechers nicht.

Die Konstitutionellen fordern einen Monarchen, der jedoch einen Teil seiner Macht an Minister und einen Rat aus Volksvertretern abgibt. Ihr Idealbild zeigt ein Erbkönigtum mit Wahlministern.

Die Parlamentarier fordern die Abgabe der Legislative vom Monarchen an ein Parlament. Bevorzugt sehen sie einen Wahlmonarchen [gewählt auf Lebenszeit].


Die Aristokraten

Die Ursprünglichen Aristokraten bildeten einen Rat, der über Thyolien herrschte. Doch mit dem Zerfall des Reiches riss auch die Liste in zwei Teile:

Die Feudalisten griffen auf ein veraltetes System zurück, das im ersten Zeitalter in Esvar verwendet wurde. Sie würden ihre Gebiete jeweils unabhängig regieren, aber einen temporären Zusammenschluss mit gemeinsam gewähltem Anführer im Krisenfall nicht ausschließen.

Die Dyarchisten vereinigen in ihrem Idealbild monarchische und demokratische Elemente auf aristokratischer Basis. Zwei Aristokraten sollen auf befristete Zeit mit geteilter Macht absolut über das gesamte Land herrschen.


Die Demokraten

Die Basisdemokraten geben jedem Bürger ein Mandat, mit dem er bei Ratssitzungen Präsenz zeigen, Gesetzesvorschläge einbringen, und über diese abstimmen kann. Allerdings werden Gesetze nur bei Einstimmigkeit angenommen.

Die Direkten Demokraten wählen [oder bestimmen auf andere Weise] Volksvertreter, die Gesetzesvorschläge bestimmen, diese und von der Wählerschaft kommende Vorschläge präsentieren und zur Allgemeinen Abstimmung bekannt geben. Wird ein Vorschlag mit absoluter Mehrheit angenommen ist er Gesetz. Bei einer relativen, aber keiner absoluten Mehrheit kann er nicht in der Fassung angenommen werden, überarbeitet jedoch schon. Wird nicht einmal eine relative Mehrheit erreicht, wird der Vorschlag für einige Jahre gesperrt, muss jedoch, nachdem er freigegeben wird, aufgrund der vergangenen Zeit nicht bearbeitet zur Neuwahl entsendet werden.

Die Repräsentativen Demokraten fordern ein Repräsentantenhaus [Senat, Parlament, Ältestenrat, etc], in das Volksvertreter [individuell, in Parteien/Fraktionen/Listen/Gruppen] gewählt werden, die an Stelle der Bürger die Gesetze selbst erlassen.


Die Bürokraten

Als einzige Liste, die in all den Jahren stets zusammenblieb, sind die Bürokraten im Herrschaftsstreit vertreten. Sie halten zusammen, „arbeiten“ zusammen, gehen zusammen nach der Arbeit mittagessen, und wenn es nach ihnen ginge, würden sie zusammen die Welt beherrschen. Nun, in einigen Gegenden tun sie das schon. Um zu verhindern, dass auch Ihre Nation bürokratisiert wird, füllen Sie den Antrag A38 aus und bringen Sie ihn mittwochs um Punkt 9 Uhr zum Schalter T10.

[Die Bürokraten sind keine Oligarchen! Es gibt weit mehr von ihnen, als Sie glauben, sie sind einfach exklusiver, was ihre innersten Kreise betrifft!]


Die Oligarchen

Die Epistokraten sind der Meinung, Philosophen und Denker sollten über die Menschheit herrschen. Ob da viel zustande kommen würde, wenn die nur hin und her denken?

Die Korporatokraten würden eine Weltregierung aus den Vorständen der mächtigsten MNKs zusammenstellen. Der einzige Grund, weshalb sie das noch nicht gemacht haben? Das Adelshaus Velan in Esvar steht im Weg. Und die Bürokratie. Unterschätzt niemals die Bürokratie! Es ist ein enormer Aufwand, Weltkonzernen politische Macht zu geben! [Zumindest solange die bürokratische Liste steht.]

Die Kleptokraten sind der Meinung, dass sie, wenn sie einmal an der Macht sind, alle Gesetze in die Welt bringen, die du willst, solange du nur genug dafür zahlst. Natürlich unter der Hand, „steuerlich absetzbar“. Von dem Geld soll ja außer den Kleptokraten niemand was sehen!


Die Patriarchen

Die Patriarchen wollen den Mann an der Macht. Doch es gibt 10 Patriarchen, und jeder will der Mann an der Spitze sein.


Die Matriarchen

Die Matriarchen wollen die Frau an der Macht. Doch es gibt 10 Matriarchen, und jede will die Frau an der Spitze sein.


Die Plutokraten

Im Idealbild der Plutokraten gibt es einen legislativen Rat, in den man sich einkaufen kann. Jedes Mandat kostet das durchschnittliche Jahresgehalt eines Bürgers der Mittelschicht. Je größer die Nachfrage, desto geringer der Wert des Einzelmandats. Das erspart die andauernden Mandatsneubepreisungen.


Die Anarchisten

Die Anarchisten wollen den Status Quo behalten, und gleichzeitig verändern. Warum? Weil es einerseits keinen Herrscher gibt, und andererseits ein Herrschaftsstreit den Block erschüttert. Sie setzen sich für die allgemeine Akzeptanz der Herrschaftslosigkeit ein.


Die Xenokraten

Die Xenokraten sind der Meinung, dass Herrscher aus den eigenen Reihen das aktuelle Elend herbeigerufen haben. Sie wollen die Nationen des Westblocks als Protektorate, Kolonien oder Provinzen an andere Reiche verkaufen.

°'°'°'°'°'°'°'°'

Wem würdet ihr die Macht geben, wenn ihr könntet? Entscheidet weise! [Denn es könnte eure letzte Wahl sein.]

(Zweitwelt, Westen)

#12 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Elatan 13.02.2020 10:21

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #10
Ist es kein Zaubereremoji?

Doch ist es.


@Chrontheon: Ein bunter Strauß an politischen Gruppierungen, da ist Ärger vorprogrammiert! Ich finde allerdings, dass das ganze ein wenig zu sehr wie aus dem Politiklehrbuch erscheint, da eigentlich alles, was es so gibt, dort vertreten ist. Und Thyolien kommt mir, warum auch immer, irgendwie bekannt vor.

#13 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Chrontheon 13.02.2020 12:17

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Zitat von Elatan im Beitrag #12
@Chrontheon: Ein bunter Strauß an politischen Gruppierungen, da ist Ärger vorprogrammiert! Ich finde allerdings, dass das ganze ein wenig zu sehr wie aus dem Politiklehrbuch erscheint, da eigentlich alles, was es so gibt, dort vertreten ist. Und Thyolien kommt mir, warum auch immer, irgendwie bekannt vor

Ja ... das ... das ist ein bisschen so ... ich wollt halt eine Gegend haben, wo das alles vertreten ist, um zu schaun, wie sich das entwickeln kann ...

Thyolien ist sehr spontan entstanden, wobei die Vorversion ein bisschen zu nah an Tirol dran war ... Ich hoffe, es macht dir nichts aus ...

#14 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Teja 13.02.2020 20:32

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Und hier sind meine mit Lobsbeerenmarmelade gefüllten Krapfen oder wie ihr sie nennen wollt:


@Nharun Ein schöner Überblick über die Entstehung von Parteien!

Zitat von Nharun im Beitrag #3
Die Demokraten waren Vertreter einer umfassenderen Demokratisierung Arveliens und wurden konsequent gegängelt, unterdrückt und oft auch für gewisse Zeit verboten.

So gehört sich das auch! Wo kämen wir denn dahin, wenn wir solchen Staatsfeinden auch noch das Wort erteilen!

@Elatan Ich kann mich irren, aber glaube irgendwie nicht dass dieser Grinham sich umgebracht hat oder das restliche Zeug, was da steht. Werde ich jetzt auch von der SBU überwacht?

@Riothamus Zum ersten Mal muss ich sagen, dass die Zwerge absolut und ohne jede Ironie recht haben mit ihrer Einschätzung dieser Dörfler. Hat ihr Plan denn funktioniert? Außerdem: Yay, Zwerge!

@Chrontheon Das sind auch sehr viele Parteien, aber mir fehlt ein wenig ein „weltiger“ Touch, wenn du weißt, was ich meine.




Zitat von Riothamus im Beitrag #9

@Teja: Wieder Marisu! Oder besser, ihre schreckliche Ignoranz bezüglich ihrer Opfer. Ebenso umfangreich und konsistent wie Nharuns Beitrag. Die Gruppierungen klingen nach einer Mischung aus Schlägertrupps und Mafia. Wie sind sie denn intern organisiert? Und gab es Versuche, ein anderes System zu installieren?

Ich dachte bei dieser Beschreibung an Straßengangs. In Marisu fehlt einfach eine zentrale Gewalt, um die Bildung von Gangs zu verhindern. Gewissermaßen hat es auch etwas von kleinen Fürstentümern, die sich alle innerhalb einer Stadt befinden.

#15 RE: Einhundertdreiundzwanzigstes Speedbasteln am 12. Februar 2020 von Chrontheon 13.02.2020 22:53

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Zitat von Teja im Beitrag #14
@Chrontheon Das sind auch sehr viele Parteien, aber mir fehlt ein wenig ein „weltiger“ Touch, wenn du weißt, was ich meine.

Ja, ich weiß es ... mir ist das hier wirklich nicht gelungen ... ich schau aber, dass ich die Gruppen bei der nächsten Gelegenheit besser mit der Welt in Verbindung bringe ...

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