#1 Sexyness in euren Welten von DrZalmat 17.07.2020 19:42

avatar

Wir alle kennen das "Problem" in vielen Fantasy- und SF-Medien dass aus irgendeinem Grund der Mensch von ziemlich allen als gutaussehend angesehen wird. Aber warum sollte ein Hutt, eine riesige, schleimige Made, nicht andere riesige schleimige Maden hübsch finden sondern menschliche Proportionen?

Also die Frage: Was finden eure Völker hübsch, was hässlich? Wie würde eine Sexy Person (männlich wie weiblich oder was auch immer ohr sonst für Geschlechter habt) aussehen?

---

Ich fang mal an:

Die Menschen muss ich nicht wirklich extra erklären, wir alle kennen die typischen Schlüsselreize für Menschen

Die Elfen wiederum würden den typischen Menschen als nicht besonders gutaussehend bezeichnen. Sie sind zu fett, zu kurvig, zu groß und zu plump... Der typische Elf hat einen Körperbau der eher einem menschlichen Teenager entspricht als einem menschlichen Erwachsenen und viele haben ein ebensolches Gesicht. Was beiden Geschlechtern gemein ist, ist eine präferenz für schmale Körper und lange Ohren. Für beide gilt es als ideales als Schönheitsmerkmal wenn die Länge der Ohren so ist dass sich, wenn man sie an den Kopf anlegt, ihre Spitzen hinten treffen können.
Der Elfische Mann gilt als Sexy wenn er einen schmalen, drahtigen Körperbau hat, ähnlich dem Körperbau eines Turners, nur schmaler. Dazu noch ein schmales Gesicht ohne allzuviele Kanten, weiche Formen sind bevorzugt, und natürlich lange Ohren.
Die elfische Frau gilt als Sexy wenn sie einenh ähnlich schmalen, wenig kurvigen Körperbau hat. Viele Kurven, insb. größere Oberweite, gilt als unschön und plump. Dazu ein schmales, weiches Gesicht und die Ohren.

Generell ist der sexuelle Dimorphismus bei Elfen also deutlich weniger ausgeprägt als bei Menschen und viele Elfen wirken deshalb für Menschen etwas androgyn oder werden mit Teenagern oder ähnlich jungen Personen verwechselt, was dazu führte dass es unter Menschen Gerüchte darüber gibt dass Elfen für Jahrhunderte Kinder bleiben. "Elfen werden erst mit 200 Jahren volljährig" ist so ein typischer Irrglaube der daraus entstand dass man einen 20 jährigen Elfen von einem 200 jährigen nicht wirklich unterscheiden kann.

Das Aussehen von Elfen führt deshalb auch dazu dass gewisse menschliche (und andere) Personen mit gewissen sexuellen Abweichungen die Gesellschaft von Elfen suchen. Jetzt kann man sich streiten ob es etwas gutes oder schlechtes ist, weil immerhin vergreifen sie sich dann nicht an entsprechenden hilflosen Menschen, andererseits finden Elfen Menschen in den seltensten Fällen gutaussehend, das ist für sie eine Abweichung von der Norm, was zu einer Menge an Prostitution führt


Die Nayu sind sexuell ähnlich dimorph wie Menschen und haben auch fast identische Körperproportionen, jedoch tendieren sie dazu deutlich weniger Fett anzulegen als Menschen. Man kann sagen wenn der Mensch dem europäischen Typus entspricht, entsprechen die Nayu eher dem asiatischen Typus. Etwas kleiner, etwas weniger Fettpolster, aber ansonsten wie Menschen. Ein Sexy Nayu braucht aber unbedingt ein schönes, glänzendes Fell das weich wie Pfirsichhaut ist, nicht allzu prominente, aber dennoch gut sichtbare Reisszähne und vor allem einen gut gepflegten Schwanz der idealerweise bis knapp über den Boden reicht wenn er nach unten gestreckt wird und vor allem flexibel ist. Der flexible Schwanz ist in erster Linie deshalb Sexy, weil Nayu ein gutes Verhältnis zu ihrem inneren Ich haben und es als positiv gilt seine Gefühle auch zu zeigen. Ein beweglicher Schwanz hilft bei der Kommunikation von Emotionen sehr. Das macht Nayu natürlich zu besonders schlechten Lügnern und schlecht in Poker, was gerne mal ausgenutzt wird, aber ein anderer Nayu findet das toll.

Verbindungen zwischen Nayu und Menschen sind häufiger einvernehmlich, weil Menschen zwar keinen Schwanz haben, aber die Geschlechtsmerkmale ähnlich genug sind dass man sich gegenseitig attraktiv finden kann. Wenn es dann noch die Art Mensch ist die offen ihre Gefühle nach außen zeigt, kann das durchaus zu einer Beziehung führen.


Die Zwerge finden kurze, breite Körper attraktiv. Behaarung ist dabei ebenso ein Merkmal bei Frauen wie bei Männern und ein Zwerg würde niemals auf die Idee kommen sich die Beine oder gar das Gesicht zu rasieren. Ebenso sind Muskeln ein echter Herzensschmelzer sowohl für Frauen wie auch für Männer.
Zwergenfrauen sind kurz und breit und im Vergleich zu Menschen sehr kurvig. Breite, runde Gesichter, einen großen Brustumfang, eine weite Hüfte und dicke, muskulöse Arme und Beine sind echte Hinkucker für andere Zwerge. Ein wenig Behaarung ist auch ganz nett, aber im Gegensatz zu diversen Gerüchten haben Zwergenfrauen keine Bärte, nur gelegentlichen Flaum etwa in dem Ausmaß den man bei Menschen als Damenbart bezeichnen würde.
Ein echter Zwergenmann ist ähnlich kurz, extrem Muskulös und hat einen Brustkorb wie ein Fass. Ebenso hat er große Hände und natürlich eine sehr starke Körperbehaarung, insbesondere im Gesicht. Ein Zwerg der keine Haare auf dem Rücken hat ist kein echter Zwerg.

Menschen und Zwerge finden sich eher selten gegenseitig als gutaussehend, Menschen finden meistens dass Zwerge zu primitiv wirken, während Zwerge Menschen für zu zierlich und zu zerbrechlich halten. Was will eine Zwergenfrau mit einem Mann den sie in der Hälfte durchbrechen könnte. Dies und die Tatsache dass sie keine Nachkommen miteinander zeugen können führt dazu dass Zwerg-Mensch, Zwerg-Nayu oder gar Zwerg-Elf Verbindungen extrem selten sind bis gar in den Sagenbereich zu setzen sind.



Das sind die natürlichen Völker, die künstlichen Völker kommen auf Interesse später

#2 RE: Sexyness in euren Welten von 17.07.2020 20:34

Ich kann die verschiedenen Spezies leider nicht hier hin schreiben, weil das Posting sonst zu sperrig werden würde. Generell kann ich aber sagen, dass speziesübergreifend reptiloide Züge idealisiert bzw. als besonders anziehend empfunden werden.
Es wird umso anziehender, wenn gefiederte Schwingen dabei sind und wenn sie auch nur angedeutet werden, beispielsweise als simple Unterarmfedern ohne tatsächlichen Nutzen.

Es könnte damit zusammenhängen, weil Gottheiten auch so aussehen, was bei säkular lebenden Gesellschaften dann aber wohl eher etwas rein unterbewusstes bleibt.

Wenn ich jetzt beispielsweise einen Menschen habe, idealisiert der oft eine reptiloide Schuppenhaut und die genannten Unterarmfedern. Habe ich eine anthropomorphe Spezies mit Fell, geht der es ähnlich.
Reptiloide Spezies empfinden sich bereits als schön, besonders wenn ihre Haut ansehlich gemustert ist, schmücken sich aber oft mit Federn, um das abzurunden. Wenn ein solches reptiloides Wesen auch noch natürliche Federn hat, wird dieses als umso anziehender empfunden. Vogelartige Spezies wiederum haben in der Hinsicht so viele Vorzüge, dass sie meist dazu prädestiniert sind, für Gottkomplexe und Schönheitswahn anfällig zu sein.

Alles in allem: Reptiloid sein ist in golvangarischen Welten scheinbar richtig sexy.
Das war ursprünglich nie so angedacht, fiel mir über die Jahre hinweg aber immer häufiger auf. Also belasse ich es jetzt einfach dabei. Schadet nicht und ist organisch so gewachsen, was ich wiederum aus rein bastlerischer Sicht sehr sexy finde.

#3 RE: Sexyness in euren Welten von Nharun 17.07.2020 21:00

avatar

Auf der Toraja ist das je nach Zeit und Kultur durchaus unterschiedlich, es gibt aber verallgemeinerbare Elemente, die - auch wenn es Ausnahmen davon gibt - als "universell" gelten können. Wie ihr in verschiedenen Posts bereits mitbekommen haben könntet, haben die Torajaner in den meisten Zeitaltern und Kulturen eine recht freizügige Einstellung was Nacktheit und auch Sex angeht; viel vom Körper zu präsentieren ist fast immer "in Mode". Übergewicht und Untergewicht gelten dabei meist als Zeichen von Verderbnis und sollten daher vermieden werden; aus ähnlichen Gründen gelten Muttermale, Pickel (und Pickelnarben) und Ähnliches, aber durch Unfälle oder Verletzungen erlittene Entstellungen und Verstümmelungen als "unsexy". Ob ein muskulöser oder eher schlanker Körperbau bevorzugt wird, ob viel oder möglichst keine Körperbehaarung als anziehend empfunden wird, ob ein Bart oder bestimmte Bartformen sexy sind, das Haupthaar kurz oder lang sein darf, unterliegt der wandelbaren Mode. Ähnliches gilt für den weiblichen Brustumfang - wobei es hier ein über Zeit und Kultur variables "zu viel" gibt, ebenso wie beim männlichen Gemächt. In manchen Kulturen, wie bei den Arbaren und ich Nachfahren, sind Tätowierungen oder Körperbemalungen sexy, in anderen werden sie nicht so empfunden. Ein allgemeines Schönheitsideal ist die "Jugend", wobei diese im torajanischen Kontext eher ein Alter in den frühen Zwanzigern meint und nicht die Alterspanne, die wir damit verknüpfen; in den meisten torajanischen Sprachen existieren für dieses Alter auch entsprechende Vokabeln.

@Eisenteddy Das ist eine interessante Herangehensweise und erfrischend "anders", besonders weil wir "Reptiloid" in der Regel nicht als sexy ansehen, sondern mit Reptilien eher Kälte und vielleicht sogar eine unterschwellige Abscheu verbinden; dass sich das bei dir organisch aus dem Basteln ergeben hat und keine bewusste Setzung ist, macht es noch spannender.

@DrZalmat Ich finde es gut, dass deine humoiden Arten eigene Ansichten haben und nicht eine (menschliche) Aussehensform von allen idealisiert wird.

#4 RE: Sexyness in euren Welten von Aguran 17.07.2020 23:46

avatar

Jetzt hier aufzuführen wer was auf Tenrasyl sexuell abziehend empfindet, würde zu weit führen um es hier aufzuführen.
Insbesondere deshalb, weil es auf Tenrasyl keineswegs nur verbindliche Ansichten dazu innerhapb der Spezies gibt, sondern noch viel mehr Ansicjten dazu innerhalb der verschiedenen Völker in welche sich die Spezies aufgespalten haben.
Deshalb schreibe ich hier nur einige wenige Beispiele dazu auf.

Menschen sind eben Menschen, könnte man meinen. Aber gerade bei den menschlichen Völkern gibt es eine unglaublich große Varianz dessen was in dencverschiedenen Völkern als sexuell anziehend empfunden wird.
Und während dies für ein Volk gelten mag, kann bereits das Nachbarvolk damit nur noch wenig anfangen, oder aber verabscheut es sogar.
Deshalb aie gesagt, hier nur einige wenige volksspezifische Beispiele:

- Madarin, ein dunkelhäutiges Volk der sogenanntem südlichem Inseln, empfindet dickliche Frauen als attraktiv, während bei den Männern eher der schlanke drahtig-trainierte Körperbau auf weibliche Gegenliebe stößt.
Außerdem aber neigen sie dazu noch den sozialen Sozialen Status über fast schon dekadent zu Schau getragenen Körperschmuck oder Parfüme hierbei mit einfließen zu lassen beziehungsweise um Akzente zur eigene Körperlichkeit zu setzen.

- Sorhai, ein Volk der Atolle. Sie bevorzugen einen schlanken, fast schon amdrogyn wirkenden Körperbau bei beiden Geschlechtern.
Der Legende nach sind sie ein Mischvolk aus Elben und Menschen, wobei, wenn dies stimmen sollte, sich die menschliche Physiognomie, mittlerweile durchgesetzt hat.
Es gilt hier ebenfalls als sexuell anziehend ein guter Schwimmer/Taucher zu sein und auch ein starker Wille gilt als Attribut für einem guten Partner.

- Helmdhari bevorzugen hingegen eher körperlich durchschnittliche Proportionen, eben ein ausgewogenens Verhältnis von Körperfett und Muskulatur.
Und sie bevorzugen bei der Partnerwahl gute TänzerINNEN.
Außerdem gelten die magisch blau schimmernden Augen die manche Helmdhari besitzen (etwa 1/3 der Bevölkerung), als sexuell anziehendes Kuriosum.

Menschen sind das einzige Volk auf Tenrasyl, welches sich mit allen anderen Spezies erfolgreich verpaaren kann.
Das heißt überlebensfähigen und zeugungsfähigen Nachwuchs zeugen kann.
Eben diese Verpaarung mit anderen Spezies ist jedoch nicht an der Tagesordnung, sondern eher eine Seltenheit.
Schon allein deshalb weil Menschen von den anderen Spezies nicjt für sonderluch attraktiv gehalten werden.


Elben

Zwischen den elbischen Völkern gibt es keine allzu großen Unterschiede was die sexuelle Anziehungskraft bestimmter Attribute angeht.
Elben sind im Schnitt etwa 20 Zentimeter größer als der Durchschnittmensch (2 Meter), von Körperbau her kann man sie zwar als schlank bezeichnen, jedoch auch dirchais als muskulös.
Ihre Muskulatur neigt jedoch weniger zur Masse sondern viel eher zur Definition hin. Gut ausdefinierte Muskulatur gilt Elben als ein Schönheitsideal.
Männer neigen eher zu einer V-Form des Körperbaus wobei breitere Schultern sich zu einer schlanken Taillie verjüngen. Dies gilt für Männer als Idealform.
Bei Frauen sind, zumindest aus menschlicher Sicht, kaum ausgeprägte weibliche Attribute vorhanden. Zwar ist eine grudsätzliche weiblicje Morphologie vorhanden nit einer angedeuteten Sanduhrform, aber tatsächlich sind weder Brust noch Becken besonders auffällig. Auch bei Frauem gilt eine gut definierte Muskulatur als anziehend.
Elbische Gesichter neigen zu ausgeprägteren Wangenknochen und Kinn als die der Menschen und sie wirken insgesamt länger. Auch ihre Augen unterscheiden sicj von menschlichen deutlich durch eine geschlitzte Pupille, aber auch dadurch das durchaus exotischere Augenfärbungen der Iris gegeben sein können, lilafarbene oder aber gelbliche Augen sind exotisch und deshalb auch anziehend.
Ihre Ohren laufen spitz zu, sind jedoch nicht viel größer als die der Menschen (Vulkanierartig). Es gilt hierbei als attraktiv, wenn die Ohrspitzen fast am Kopf anliegen. "Segelohren" hingegen gelten als hässlich.

- Bergelben bevorzugen bei ihrer Partnerwahl körperliche Attribute.
Und sie legen wert auf einen ebenbürtigen Partner, weshalb sich spielerische Duelle aber auch spielerische Rivalität als Teil des Liebeslebens etabliert haben.

- Waldelben bevorzugen geistig/seelische Attribute bei der Partnerwahl.
Sie gehen hierbei von einer Synthese von Gegensätzlichkeiten aus. Weshalb sie meist das als attraktiv einstufen was ihre eigenen Schwächen negiert. Nach diesem Prinzip wählen sie ihren Partner.

Elben können sich nur eingeschränkt mit anderen Völkern verpaaren. Was sie in der Regel aber auch nicht tun.
Lediglich einige wenige als "Perverse" bezeichnete Individuen neigen zu Xenophilie, auch in sexueller Hinsicht.
Meist geht es hierbei jedoch um die Ausübung sexueller Machtfantasien, und meist um gleichberechtigte Partnerschaften.

-Elbische Männer und Frauen können sich mit Orks erfolgreich verpaaren.
-Elbische Männer können sich erfolgreich mit menschlichen Frauen verpaaren. Elbische Frauen jedoch nicht mit menschlichen Männern.
- Elbische Frauen können sich erfolgreich mit Reptililoiden verpaaren, nicht jedoch elbische Männer mit reptiloiden. Kinder aus diesen Begegnungen sind jedoch unfruchtbar, oder sterben innerhalb der ersten 10 Lebensjahre.
- Draconiden und Elben sind gänzlich erfolglos und nicht kompatibel.
- Thumbarki und Elben nur eingeschränkt kompatibel, weil alle daraus enstehenden Kinder selbst Thumbarki werden.
- Malach'lyl und Elben sind ebenfalls nicjt kompatibel.


Reptiloiden

Diese Spezies aus Kaltblütern bevorzugt warme Orte als Lebensmittelpunkt, und nur an eben sopchen warmen Orten an denen aucj genügend Nahrung vorhanden ist um Nachwuchs zu versorgen werden sie aucj sexuelle empfänglich.
Als sexuell attraltiv empfindem die weiblichen Repitloiden Männer mit kleinen eng anliegenen Schuppenkleid, welches in verschiedenen Farben schimmert. Dem entsprechend gibt es unter den Männern unglaublich viele farbenprächtige Individuen. Außerdem gilt Stärke als attraktiv weshalb ritualisierte Kämpfe um empfängnisbereite Frauen als die Regel gelten.

Für Frauen gilt es als attraktiv, wenn diese sich primär durch ihren Geruch hervor tun. Diesen Körpergeruch würden Menschen wohl als "tranig" umschreiben und er steigert sich in der Intensität mit der Paarungsbereitschaft.
Außerdem gilt es als attraktiv für Frauen wenn diese groß sind, weshalb ein Reptiloidenweibchen gut doppelt so groß werden kann, im Lauf ihres Lebens wie ein Männchen.
Da Reptiloiden ihr ganzes Leben lang wachsen könnem Einzelne es aif eine Körperhöhe von 5 Metern bringen. Das scheint allerdings das maximal verkraftbare zu sein, denn die meisten sterben nach erreichen dieser Größe.

Reptiloiden sind sexuell rein instinktgetrieben, der sexuelle Akt bereitet ihnen nicjt im herkömmlichen Sinn, sinnlicje Freude. Das äquivalent dazu ist eher die gemeinsame Brutpflege, welche dem Sex folgt.

Dem entsprechemd hanem Reptiloiden auch von sich aus kein Interesse an der sexuellen Kontaktaufnahme zu anderen Spezies.
Eimzige Ausnahme hierbei bilden die Draconiden, wobei sie hierbei selten den aktiv auslösenden Part übernehmen.
Selten neigen Reptiloidenmänner zu "sexuell abartigen Verhalten", hierbei muss jedoch gesagt werden das dies, wenn es gescbieht eher einer stressbedingten Überreaktion geschuldet ist als echter sexueller Lust. Weshalb solches Verhalten bisher nur in Kriegen beobachtet wurde. Oder aber von abseitigrn Magiern herbeigeführt wurde, für ihre Experimente.

Die erfolgreiche Verpaarung funktioniert bei Reptiloiden auch nur mit elbischen Frauen oder mit Draconiden.
Letztere Mischlinge gibt es jedoch in beiden Gesellschaften recht häufig.


Draconiden

Sind ein Mischlingsvolk entstanden aus der Verbindung eines hohen Drachen (in Humanoider Form) mit einem Menschen.

Die Draconiden leben in kleinem Gemeinschaften, eingebettet in größere Reiche.
Sie sind limitierte Formwandler umd verfügen über zwei Gestalten. Eine menschliche und eine offensichlich draconidische.

In ihrer menschlichen Form gilt ein muskulöser, massiger Körper als ein Schönheitsideal, sie überragen die Elben im Schnitt nochmals um etwa 10 Zentimeter.
Andere Menscjen würden Draconiden als "Muskelprotze" umschreiben umd dies gilt aowohl für Männer als aucj für Frauen, wobei letztere zu weicheren weiblichen Formen neigen, welche angezogen ein wenig dicklich wirken mögen. Doch genau das gilt als attraktiv für Frauen.
Ebenso gilt es als attraktiv wenn eine kantige Gesichtsform ausgeprägt vorhanden ist, und bei Männern gilt das tragen von geflochtenen Bärten, bei zeitgleichem rasieren des Schädels als attraktiv, wohingegen Frauen für offen getragene lange Haartracht Anerkennung erfahren.
Ihre Drachenauge, welche wie Kohlen vor sich hin glimmen sind weithin erkennbar. Hierbei gilt je dezenter das Glimmen desto schöner.
An den großen Gelenken des Körpers sind sowohl in menschlicher als auch draconidischer Form knotige Schuppen zu erkennen, hierbei gelten mange Färbungen als attraktiver als andere.
Draconiden könnem Feuer oder Eis beschwören, oder sogar spucken, eine starke Verbindung zum eigenen Element und die Fähigkeit dieses kunstvoll einzusetzen gilt ebenfalls als anziehend, weshalb es durchaus zu werben gehört diese Fähigkeiten zu präsentieren.

In ihrer draconidischem Form gilt ein gleichförmiges knotiges Schuppenkleid als anziehend.
Ebenso gelten hornartige Fortsätze auf Nasenrücken und über den Augen als attraktiv.
Männer verfügen im Gegensatz zu Frauen in dieser Form über einem meist in knalligen Farben leuchtenden Kamm, welcher sich, auf dem Kopf beginnend bis hinab zu ihrem Schweif zieht.
Eben jener Schweif, gilt eben so, für beide Geschlechter als sexueller Blickfang, je muskulöser dieser ist, desto besser so die Faustformel.

Draconiden haben Freude an allen sinnlicjen Freuden des Lebens, weshalb sie auch sexuell als äußerst aktiv gelten. Speziesgrenzen interessieren sie dabei nicht.
Wirklich erfolgreiche Verpaarungen ergeben sich jedoch nur mit Menschen und Reptiloiden.
Mit Elbinnem gezeugte Nachkommen sind meist nicht überlebensfähig, und auf keinen Fall zeugungsfähig.


Thumbarki

Ebenfalls eine Rasse von Formwandlern, welche die eigene Herkunft aber auf Elben und Orks zurück führen kann.
Diese Formwandler legen bei der Partnerwahl nur wenig wert auf Äußerlichkeiten, kein Wunder, denn das Äußere kann schließlich jederzeit nach eigenem Gutdünken verändert werden.
Von der Morphologie her ist rs deshalb auch nicjt keicjt einen Thumbarki allgemeingültig zu umschreiben. Zwar wählt ein Thumbarki mit dem Erwachsenwerden eine persönlich bevorzugte Form, aber dieckann sowohl humanoid als auch tierisch sein. Oder es ist als oersönlicher Ausdruck der charakterlicjen Individualität achon fast chimärenhaft.

Lediglich der Körpergeruch des Partners wird als unveränderliche Komponente des Körpers sehr wertgeschätzt. Parfüms oder zu häufige Bäder gelten als "Liebestöter".
Charaktereigenschaften gelten ansonsten als sehr viel anziehender als körperliche Attribute. Als bevorzugte Charaktereigenschaften gelten Geradlinigkeit, Empathie, Familien/Traditionsbewußtsein und Fantasie.
Gerade die genannte Fantasie ist im werben um einen Partner oft ausschlag gebend aber auch im sexuellen Akt äußerst geschätzt.

Thumbarki können sich uneingeschränkt mit Elbischen Männern, Orks und Menschen verpaaren. Die Nachkommen sind hier lebens und zeugungsfähig, aber immer auch selbst Formwandler, weshalb die hieraus entstehenden Kinder werden immer zu den Thumbarki zurück gebracht.


Malach'lyl

Ein humanoides eierlegendes Volk aus Säugetieren. Die Malach'lyl sind darüber hinaus ein Volk bei welchem die weibliche Morphologie absolut vorherrschend ist, lediglich 5% der Bevölkerung ist als männlich einzustufen. Und eben diese Männer besitzen selbst auch eine vorrangig weiblicher Morphologie, welche sich hormonell gesteuert mit dem Alter verändert (junge Frauen habem fast androgyne Körper, ältere Frauen immer weiblicher werdende Rundungen)
Grund hierfür ist, das jede Malach'lyl als Mädchen schlüpft, erst im Laufe der Entwicklung und mit dem Einsetzen der Pupertät entwickeln sich bei einer Minderheit männliche Zeugungsorgane.
Auch kann es vorkommen das eine vollständig ausgereifte Frau, bei einem akuten Mangel an Männern selbst und willentlich eine Geschlechtsumwandlung einleitet umd den Fortbestand zu sichern.
Der Zeugungsakt und das Legen von Eiern gilt als eine Verplichtung in der kolletivistischen Gesellschaft.
Es handelt sich hierbei aber nur selten um einen Akt der Leidenschaft oder des Gefühls. Es ist viel mehr das geschäftmäsige abhandeln einer Verplichtung.

Leidenschaft und Liebe gibt es bei diesem Volk jedoch dennoch.
Hierbei gelten Dinge wie die Färbing der Haut oder aucj die Farbe der Haare als genauso attraktiv wie auch die Kunstfertigkeit auf der persönlichen Linie des Spektrums.
Bei der Hautfärbung geht es vor allem um eine möglichst reine Färbung. Das heißt es gilt als attraktiv wenn der Partner zum Beispiel eine rein weiße Hautfärbumg aufweist ohne zum Beispiel durchaus übliche Einsprängsel aus anderen Farben.
Diese gelten jedoch wiederum als attraktiv, wenn sie ein klares Muster bilden (zum Beispiel tigerartige Streifen). Diesen Mustern wird oft nachgeholfen mit Körperbemalungen.
Das Spektrum der natürlichen Hautfärbungen reicht von Marmorweiß über einige Brauntöne bis hin zu tiefdunklem Schwarz.

Ebenso als attraktiv gelten knallige Haarfärbungen, welche jedoch natürlicher weise nicht vorkommen. Hier wird mit Haarfärbemitteln nachgeholfen.
Dabei legen sie wert darauf das die gesamte Körperbehaarung auf diesselbe Weise gefärbt wird.

Die natürliche Haarverteilung auf dem Körper ist meistens auf dem Kopf Haar welches im natürlichem Zustand struppig und dicht auf eine maximallänge von etwa 20 Zentimetern wächst. Diese Art von Haar setzt sich an der Wirbelsäule entlang fort bis etwa auf Hüfthöhe.
Eine weitere Art der dichten Behaarung findet sich auf den Unterarmen und den Beinen wieder. Die Behaarhung hier ist kurz und glatt mit einer klaren Wuchsrichtung.
Die dichte der gesamten Behaarung gilt als Schönheitsideal.

Wie iben bereits erwähnt wird Kunstfertigkeit sehr geschätzt. Denn man geht davon aus, wenn jemand seine Leidenschaft in sein Hamdwerk steckt und hierbei großes Vollbringt, dann ist sie bestimmt auch eine gute Liebhaberin.
Kleine Geschenke, welche die eigene Kunstfertigkeit beweisen sind deshalb Teil des Werbens.

Die Malach'lyl bevorzugen die homoerotik, weshalb es nur selten vorkommt das ein Mann aus einer anderen Spezies mit einer von ihnem sexuell verkehrt.
Sollte es dennoch dazu kommen ist aufgrund der großen biologischen Unterschiede eine Zeugung fast gänzlich ausgeschlossen. Lediglich auf magischem Weg ist dies bisher gelungen.

@DrZalmat

Deine Nayu finde ich ziemlich sympathisch. Wobei ich befürchte das dieses offene Austragen von Gefühlen auch zu Problemen abseits des Glücksspiels führen kann? 😄


@Nharun

Die Toraja und ihre Verderbnis. Das nimmt ja immer krassere Formen an wenn Übergewicht und Pickelmale schon mit dazu gerechnet werden. 😄
Damit wäre ich schon maßlos verderbt. 😁

Ist es tatsächlich Teil der Verderbnis, oder nur kulturell so dargestellt?

#5 RE: Sexyness in euren Welten von Elatan 18.07.2020 13:05

avatar

@DrZalmat: Diese Fakten über die Schwänze der Nayu gefallen mir! Gibt es tatsächlich so viele Menschen, die eher über Fell und Schwänze der Nayu hinwegsehen als über etwas flachbrüstigere Elfen oder gröbere Zwerge? Naja, Geschmäcker sind verschieden.
@Eisenteddy: Da kann ich dir beipflichten; ich finds auch immer sehr schön, wenn mir im Nachhinein etwas bei meinem Gebastelten auffällt und ich es gar nicht bewusst so angestrebt habe. Außerdem ist diese Vorliebe für reptilische Züge mal was besonderes.
@Nharun: Ich mag diese Vielfalt auf der Toraja und vor allem, dass die häufige Nacktheit bei dir wirklich vernünftige Gründe hat und nicht einfach nur quasi für die Fans da ist.
@Aguran: Dass deine unterschiedlichen Spezies sich in dem, was sie als attraktiv empfinden und auch in ihrer Sexualität und Fortpflanzung so stark unterscheiden, ist spannend; gerade auch dass du nicht nur auf das eingehst, was optisch vielleicht sexy ist, sondern noch andere Sinne ins Spiel bringst!

---

Ich selbst habe mir nie besonders große Gedanken darüber gemacht, was bei meinen Völkern eigentlich als sexy gilt, aber ich kann sagen, dass es bei mir auch je nach Zeit und Epoche äußerst große Unterschiede gibt und auch innerhalb eines Volkes keineswegs immer ein bestimmtes Schönheitsideal vorherrschend ist.

So galten bei den Amnúrern, als diese nach Aren zurückkehrten, Frauen als attraktiv, die einen eher athletischen Körperbau hatten. Es war in jener Zeit und besonders in den Jahren des Unterganges Amnúrs nämlich wichtig, dass auch Frauen "ihren Mann stehen" konnten und zierliche oder gar zerbrechliche Damen dann eher als Ballast galten; das gleiche galt dann natürlich aber auch bei Männern. Inzwischen, viele hundert Jahre später, ist dies allerdings kein Schönheitsideal mehr in den amnúrischen Nachfolgereichen und dort dürfen die Damen dann auch gerne mal an gewissen Stellen einige Rundungen haben. Auch was den Charakter angeht ist man nicht mehr ganz so erpicht auf eine Frau, die sich in den Vordergrund drängt. Bei den Männern hat sich dagegen erstaunlich wenig getan was den Körper angeht.

Bei den Zwergen des Högrykken ist es lustigerweise zum Beispiel der Fall, dass die Bergzwerge (also jene, die in den Städten unter der Erde leben) gebräunte Haut attraktiv finden, während die Talzwerge (diejenigen, welche in den Tälern an der Oberfläche Landwirtschaft betreiben) wiederum Blässe recht hübsch finden; vermutlich deshalb, weil es jeweils etwas besonderes ist. Aus ähnlichen Gründen ist deshalb auch in Atamerés oder vielen anderen südlichen Reichen eine helle Haut begehrt. Was die Körperbehaarung bei Zwergen angeht; Zwergenfrauen sind nicht stärker behaart als Menschenfrauen und weder Zwergenmänner noch Zwergenfrauen sind unglücklich über diese Tatsache. Nicht wenige Zwergenmänner finden auch Menschenfrauen im Grunde attraktiv, wobei es jedoch ziemliche Punktabzüge dabei gibt, dass kaum ein Zwergenmann eine Frau bevorzugen würde, die größer ist als er selbst und viele Menschenfrauen wiederum keinen Mann besonders attraktiv finden, dem sie ständig auf den Kopf schauen können. Dennoch sind Verbindungen zwischen Menschen und Zwergen keine völlige Seltenheit und kommen in Gegenden, in denen beide leben, durchaus öfter mal vor; gerade die thyonische Grafschaft Gegrot ist hierfür bekannt.

Das Schönheitsideal der Elben ähnelt stark jenem der Amnúrer, was vielleicht auch daran liegt, dass die Elben einen starken Einfluss auf dieses Menschenvolk hatten. Wichtiger als körperliche Merkmale sind bei ihnen jedoch charakterliche und manch ein Außenstehender würde das damit begründen, dass dies auch kein Wunder sei, da schließlich alle Elben gleich aussehen würden - das ist in etwa genau so richtig wie die Aussage eines Deutschen, dass alle Chinesen gleich aussehen (wenngleich bei den Haarfarben der Elben wohl tatsächlich etwas mehr Vielfalt vorhanden ist ... ähem ...). Wenn ich hier aber sage, dass äußere Schönheit für Elben nicht so wichtig ist wie die inneren Werte, dann muss erwähnt werden, dass dies nur für Elben unter sich gilt. Mit Menschen oder gar Zwergen lassen sie sich ziemlich selten ein und finden diese oft zu makelhaft.

#6 RE: Sexyness in euren Welten von DrZalmat 18.07.2020 22:14

avatar

Ich wiederhole hier einfach mal die Geschichte von Shar'Let, der hässlichsten Elfe die es auf meiner Welt gibt. Sie ist 1,73m groß, hat die Maße 90/60/90, hellblondes Haar, blaue Augen, ein leicht rundliches Gesicht und einige Sommersprossen. Sie war nach Elfenstandards so hässlich dass sie aus ihrem Dorf zwar nicht verstoßen wurde, aber so schlecht behandelt wurde dass sie es irgendwann freiwillig verließ, sie galt als deformiert. In der Menschenwelt war sie dann total überrascht dass ihr die Kerle hinterher gerannt sind und alle sehr freundlich zu ihr waren, das hat sie ewig nicht verstanden und hat sie total überfordert weil sie auch durch die Erlebnisse in ihrer Kindheit und Jugend so extrem schüchtern war dass sie sich lieber versteckte als mit anderen zu reden.


Zitat von Aguran im Beitrag #4
immer weiblicher werdende Rundungen

Was sind weibliche Rundungen bei denen? Was wir als weibliche Rundungen bezeichnen ist ja sehr spezifisch für Menschen

Bei der Gelegenheit: Wie können eigentlich Menschen und Reptiloiden gemeinsame Nachkommen haben... die sollten ja eigentlich inkompatibel sein

Zitat von Aguran im Beitrag #4
Wobei ich befürchte das dieses offene Austragen von Gefühlen auch zu Problemen abseits des Glücksspiels führen kann?

Durchaus

Zitat von Elatan im Beitrag #5
Gibt es tatsächlich so viele Menschen, die eher über Fell und Schwänze der Nayu hinwegsehen als über etwas flachbrüstigere Elfen oder gröbere Zwerge?

Worüber die Menschen hinwegsehen ist hier weniger die Frage als worüber die anderen Völker bei Menschen hinwegsehen... und wir reden hier nicht von etwas flachbrüstiger und etwas gröber sondern eher von für Menschen kindhaft und extrem grobschlächtig... ein Zwerg hat nur so 1,20m aber wiegt gut 130 Kilo... da kann man sich vorstellen wie breit so jemand ist

#7 RE: Sexyness in euren Welten von Nharun 19.07.2020 01:34

avatar

@Aguran Ich finde es schön, in deinem Post nicht nur etwas zum Thema Attraktivität zu finden, sondern auch etwas zur Biologie deiner Spezies; auch bei dir gefällt mir, dass deine Spezies jeweils eigene Vorstellungen haben und ich finde es klasse, dass du hierbei sogar auf Unterschiede innerhalb der Spezies eingehst. Du schreibst, dass Menschen sich mit allen anderen Spezies "verpaaren" können, aber bei den Reptiloiden schreibst du, dass sie sich nur mit Elben fortpflanzen können, dass es bei den Mach'lyl eigentlich nur magisch geht und erwähnst sie bei den Thrumbaki gar nicht?

@Elatan Auch wenn du dir zuvor keine großen Gedanken gemacht hast: Das was du hier schreibst, klingt sehr stimmig und zu deiner Welt passend.

Zitat von Aguran im Beitrag #4
Die Toraja und ihre Verderbnis. Das nimmt ja immer krassere Formen an wenn Übergewicht und Pickelmale schon mit dazu gerechnet werden.


Übergewicht und Untergewicht entstehen auch auf der Toraja primär durch das Essverhalten, aber gerade extreme Formen entstehen auch durch die Verderbnis - sie sind allerdings selten; extreme Fettleibigkeit durch die Verderbnis sogar noch seltener als Untergewicht, das durch Tumore hervorgerufen werden kann. In der allgemeinen Anschauung reift ein Mensch bis zum (torajanischen) Jugendalter heran und erreicht dann den Zustand seiner natürlichen Reinheit, alle Makel, die ihn befallen werden als Zeichen der Verderbnis gesehen, selbst das Alter. Dass so Dinge wie Muttermale oder Pickel Zeichen der Verderbnis sind, stimmt sogar, allerdings unterscheiden die Torajaner diese schon von krasseren Formen. Aber Bakterien und Viren sind Formen der Verderbnis und Pickel somit, wenn auch "sanfte", Veränderungen, die durch Verderbnis hervorgerufen werden. Das bedeutet auch, dass Krankheiten allgemein eine Form der Verderbnis sind; das Konzept der "Reinheit", das die meisten torajanischen Kulturen haben, ist im Prinzip eine Erklärung des menschlichen Immunsystems.
Da die Torajaner Menschen sind, sind sie genauso wie wir von Gewichtsveränderungen, Alter, Pickeln und Krankheiten betroffen - das macht sie in den wenigsten Kulturen sofort zu ausgestoßenen Verderbten, aber diese Zustände gelten als Abweichung vom gewünschten Ideal und werden damit als "unsexy" eingestuft. Fitness und Körperkultur haben in den torjanischen Kulturen von Alters her einen größeren Stellenwert als in unseren (historischen) Kulturen, weshalb es vielleicht ein paar mehr Menschen gibt, die dem gewünschten Ideal entsprechen, aber die Mehrheit der Torajaner entspricht, wie bei uns, nur teilweise diesem Ideal. Besonders wenn das Alter mit schütterem Haar, Falten oder erschlaffendem Gewebe zuschlägt, fallen viele Menschen aus der Kategorie "sexy" heraus; ohne dass sie etwas dafür können.

Du, ich und andere mögen dem torajanischen Ideal nicht entsprechen, aber wir wären damit nicht allein. Während wir aber ganz gut damit leben können, weil wir in unserer Kultur aufgewachsen sind, haben viele Torajaner damit zu kämpfen, dass ihr Körper nach außen trägt, nicht stark genug zu sein, um der Verderbnis Widerstand zu leisten. Durch meine Allergien würde ich dort vermutlich noch eher mit einem Verderbten in Verbindung gebracht.

Da die Torajaner Menschen sind, können sie natürlich auch gefallen an nicht-körperlichen Eigenschaften finden und Klugheit, Wissen, Witz oder Charme sexy finden - das ist aber nicht der gesellschaftliche Standard. Aus ihrer Geschichte heraus, sind die Torajaner wesentlich oberflächlicher in ihrem Begehren als wir. Es ist nicht nur so, dass wie bei uns, "schöne" Menschen Werbung oder Film dominieren, man wird von klein auf gelehrt, dass nur diese "schönen" Menschen vollwertige Menschen sind.

Da @Elatan von Bräunung gesprochen hat: Ich bin mir sicher, dass in den meisten Kulturen und Zeiten gebräunte Haut nicht dem Schönheitsideal entspricht, da sie eine Veränderung des Körpers darstellt und somit als Verderbnis gewertet wird. Aber über lange Zeit konnten sich viele Menschen dieser (temporären) Veränderung gar nicht entziehen, weil sie im Freien arbeiten mussten. Damit fallen dann ganze soziale Schichten aus der Kategorie "sexy" heraus, einfach weil sie ihre Arbeit verrichten müssen. Das mag natürlich kulturell anders bewertet werden, bspw. in Phalastrien, das historisch eng mit Kaphtenu verbunden ist; die Phanecher haben eine eher mediterrane, leicht gebräunte Hautfarbe und die von ihrer Kultur beeinflussten, hellhäutigen Phalastrier mögen daher auch eine gebräunte Haut als "schön" erachtet haben.

Die Sache mit der Verderbnis ist einfach: Sie wird kulturell und politisch gerne interpretiert und ausgelegt. Da die Torajaner eher aristokratisch-konservativ, in manchen Fällen sogar faschistisch, eingestellt sind, werden Schönheit und Attraktivität schnell zum Politikum, sie dienen auch als Mittel der Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Anfeindungen gegen Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderen ethnischen Merkmalen geschehen bspw. meist aus der Warte "sie sind anders als wird, also müssen sie verderbte Menschen" sein. Das verbietet einem hellhäutigen Arben natürlich menschlich nicht, einen dunkelhäutigen Dimmer attraktiv zu finden; gesellschaftliche Akzeptanz stünde aber auf einem anderen Blatt.

Das alles macht die Torajaner in unserer Sicht natürlich nicht gerade zu Sympathieträgern, aber aufgrund ihrer geschichtlichen Entwicklung finde ich diese Entwicklungen plausibel und naheliegend. Die Torajaner mögen Menschen sein, aber sie sind eben von Grund auf anders geprägt als wir. Ich mag das, denn so ähnlich die Torajaner uns auch manchmal sind, findet man schnell etwas, was zu einem empörten "Bitte was!?" führt und zeigt, dass sie doch anders sind. Vielleicht regt das dazu an, eigene Werte oder Ansichten zu hinterfragen, aber ich bastle die Toraja, die weder eine Utopie noch eine Dystopie sein soll, nicht um Gesellschaftskritik zu üben; sie ist ein Was-wäre-wenn und ich versuche die Auswirkungen bestimmter Setzungen zu entwickeln - dass dadurch vielleicht auch Gesellschaftskritik entstehen kann, ist mir eher nebensächlich.

Auch wenn das ein bisschen Off-topic wird: Die Torajaner haben in vielen Aspekten Einstellungen und Werte, die nicht meinen eigenen Einstellungen und Werten entsprechen. Dadurch entsteht eine Distanz zwischen mir und meiner Schöpfung, die verhindert, dass ich mich einer Traumwelt verliere, die ich vielleicht lieber hätte als unsere Realität. Die Toraja ist definitiv kein Ort, an dem ich leben möchte; ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich dort Urlaub machen würde

#8 RE: Sexyness in euren Welten von 19.07.2020 04:30

Zitat von Nharun im Beitrag #7
Auch wenn das ein bisschen Off-topic wird: Die Torajaner haben in vielen Aspekten Einstellungen und Werte, die nicht meinen eigenen Einstellungen und Werten entsprechen. Dadurch entsteht eine Distanz zwischen mir und meiner Schöpfung, die verhindert, dass ich mich einer Traumwelt verliere, die ich vielleicht lieber hätte als unsere Realität.
Vernünftige Einstellung. Wenn ein Autor sein Werk zu nah an sich heran lässt, endet das meist nicht gut.

#9 RE: Sexyness in euren Welten von Amanita 19.07.2020 14:43

avatar

@Nharun, ne, ich glaube, in der Toraja hätte ich auch keinen guten Stand. Zu viele Pickel und Leberflecken. Ich finde es aber auch viel spannender, Welten zu haben, die anders sind aber trotzdem nicht (aus Sicht des Bastlers) utopisch. Das macht das Ganze ja gleich viel spannender.

Von mir dann sicherheitshalber auch erst einmal ein Disclaimer, dass die Vorstellungen der silarischen Völker nicht notwendigerweise meinen Vorstellungen und Werten entsprechen. ;) Wäre auch schwierig, weil sie ziemlich unterschiedlich sind.
Ich habe ja nur menschliche Völker und schreibe kurz etwas zu denjenigen, über die ich am meisten gebastelt habe: Ruarier, Arunier, Elavier und Sariler.

Arunier und Ruarier erwähne ich ja meistens gemeinsam und sie sind sich in der Nachkriegszeit auch kulturell recht ähnlich. Was die Vorstellungen von sexueller Attraktivität angeht, unterscheiden sie sich jedoch deutlich. (Wobei ich dazusagen muss, dass beides sehr liberale Gesellschaften sind, wo es natürlich auch Leute gibt, die ganz andere Präferenzen haben und sich arunische Vorstellungen auch in Ruaris ausbreiten)

Optisch gilt bei den Ruariern bei Frauen ein athletischer Körperbau mit weiblichen Rundungen als besonders attraktiv. Männer sollten durchtrainiert und muskulös sein. Unabhängig vom Geschlecht finden viele Ruarier blonde Haare sehr attraktiv, was aber häufig nicht mehr so offen ausgesprochen wird, weil das ja ausländerfeindlich wäre. (Bei den Ruariern sind blonde und rote Haare am verbreitetsten.) Ebenfalls politisch unkorrekt ist der Umstand, dass der sarilische Frauenraub, von dem das Gebiet des heutigen Ruaris früher öfter betroffen war, immer noch Inhalt sexueller Fantasien und künstlerischer Werke vom Gemälde über den historischen Liebesroman bis zum Porno ist.

Den Aruniern ist ihre „Zivilisiertheit“ sehr wichtig, die sich auch im Äußeren ausdrücken soll. Körperbehaarung gilt bei Frauen als völlig unerwünscht, aber auch bei Männern ist die Entfernung gern gesehen. Wenn Bart, muss der auch gepflegt sein. Überhaupt gilt es in Arunien auch bei Männern als sexy, sich zu pflegen. Während ruarische Liebesromane gerne den gestählten Oberkörper beschreiben, sind es in arunischen häufig die weichen Hände.
Für arunische Frauen gilt es als attraktiv, sehr schlank zu sein und „zart“ zu wirken.

Die Männerjobs mit dem meisten Sexappeal sind in Ruaris Feuerwehrmänner, Polizisten, Förster, Wildhüter und Sportler, bei den Aruniern dagegen Ärzte, IT-Experten, Naturwissenschaftler und Ingenieure.
Wissen gilt in Ruaris, das früher seine weisen Frauen, Druidinnen und Magierinnen hatte, als weiblich, in Arunien dagegen als männlich. Diese Traditionen sind in Ruaris mit der Industrialisierung zwar verschwunden, die impliziten Vorstellungen aber nicht.
Elementarmagier haben in Ruaris allgemein schlechte Karten, was die Attraktivität auf Nichtmagier angeht, bei Männern ist das aber noch sehr viel stärker ausgeprägt als bei Frauen. Besonders schwer tun sich Chlor- und PhosphormagierInnen.
Ganz anders in Arunien: Da stehen Männer auf „schöne und reine“ Edelmetallmagierinnen und „aufopferungsvolle und devote“ Alkalimetallmagierinnen, während die Frauen sich zu Sauerstoffmagiern hingezogen fühlen und von gefährlichen Liebschaften mit Chlor- und Fluormagiern träumen. Nicht gegenderte Elemente wie Kohlenstoff beeinflussen das Sexappeal nicht.

Die Elavier sind ausgesprochen sexfeindlich und kennen das Konzept „Sexyness“ offiziell überhaupt nicht. Ihrer Überzeugung nach dient Sex lediglich der Fortpflanzung und ist sonst ein gefährliches Risiko für Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für die meisten Elavier ist es völlig unvorstellbar, dass geistig gesunde Frauen freiwillig (außer aus Pflichtgefühl) Sex haben wollen könnten. Sie nehmen dieses Opfer genau wie Schwangerschaft und Geburt nur auf sich, damit es Kinder geben kann.
Männern wird ein Geschlechtstrieb zugestanden, der allerdings außerhalb der ehelichen Kinderzeugung als moralisch zutiefst verwerflich gilt und sehr schambesetzt ist. Wenn ein Mann einer Frau gegenüber „sündige Gedanken“ hat, möchte er sie schließlich entehren und ihr Leben ruinieren.
Um den Männern dieses Dilemma zu ersparen, müssen Frauen ihre Reize verhüllen und es herrscht an vielen Stellen strikte Geschlechtertrennung. Als besonders attraktiv gelten große Augen und lange, glänzende Haare, wobei letzte teilweise auch verhüllt werden.

Die sarilische Einstellung zur Sexualität ist wie schon anderer Stelle beschrieben ziemlich genau das Gegenteil hierzu.
Die PartnerInnen sollen nicht gesund, unverletzt, bei Bewusstsein und nicht unternährt sein, darüber hinaus sind sarilische Männer nicht sonderlich wählerisch, schließlich erwartet niemand von ihnen, dass sie für den Rest ihres Lebens der einen Frau treu bleiben. Einige Sariler stehen aber besonders aus exotisch aussehende Frauen, also entweder dunkelhaarige und dunkelhäutige Elavierinnen oder blonde oder rothaarige Ruarierinnen. Wie man sich vielleicht schon fast denken kann, gab und gibt es auch immer wieder einvernehmliche Beziehungen zwischen Sarilern und Ruarierinnen.
Die Sarilerinnen setzen ihre Männer dagegen durchaus einigen Ansprüchen aus. Sie müssen sportlich und durchtrainiert sein, Mut und Durchhaltevermögen unter Beweis stellen und Sarilien wird immer wieder von Modetrends in Bezug auf das ideale Aussehen der männlichen Geschlechtsorgane heimgesucht. (Deren Nacktheit ist dort kein Tabu, genauso wenig wie nackte Brüste. Zum Befremden anderer ist Werbung mit nackten Männern in Sarilien ziemlich häufig.)
Das betrifft aber vor allem Teenager, die meisten erwachsenen Sariler legen nicht mehr so viel Wert auf Äußerlichkeiten. Für männliche Teenager kann das aber eine große Belastung sein, weil es ja üblich ist, im Schulsport gemeinsam zu duschen, wobei dann die anwesenden Mädchen die Vorzüge und Schwächen diskutieren.

#10 RE: Sexyness in euren Welten von Teja 24.07.2020 10:37

avatar

Ich bin natürlich wieder viel zu spät dran, möchte aber auch noch dazu senfen.

Erst einmal alles sehr interessant, wie das bei euch läuft. Besonders @Aguran hat sich mit den verschiedenen Spezies richtig viel Gedanken gemacht.


Ich habe mir darüber eigentlich nie Gedanken gemacht. Die meisten meiner Spezies sind Menschen oder so nahe an Menschen, dass es keinen Unterschied macht. Darum werde ich nur kurz auf eine Spezies eingehen, die sich wirklich deutlich vom Rest unterscheidet: Die Shellyn.

Die Shellyn sind marinen Nacktschnecken nachempfunden und vermehren sich durch laichen. Am Ende ihres Lebens geben sie Eier und Spermien ins offene Meer ab und sterben dann. Ihr ganzes vorheriges Leben sind sie eigentlich noch Kinder. Da sich die Gameten im offenen Wasser willkürlich kombinieren, gibt es keine Notwendigkeit für anziehende Merkmale. Shellyn haben also gar kein Konzept von "Sexyness".

#11 RE: Sexyness in euren Welten von Aguran 26.07.2020 12:38

avatar

Zitat von Nharun im Beitrag #7
Du schreibst, dass Menschen sich mit allen anderen Spezies "verpaaren" können, aber bei den Reptiloiden schreibst du, dass sie sich nur mit Elben fortpflanzen können, dass es bei den Mach\'lyl eigentlich nur magisch geht und erwähnst sie bei den Thrumbaki gar nicht?



Danke für den Hinweis.
Da muss ich tatsächlich nochmal drüber gehen. In wie fern, weiß ich aktuell aber noch nicht.



Zitat von Teja im Beitrag #10
Die Shellyn sind marinen Nacktschnecken nachempfunden und vermehren sich durch laichen. Am Ende ihres Lebens geben sie Eier und Spermien ins offene Meer ab und sterben dann. Ihr ganzes vorheriges Leben sind sie eigentlich noch Kinder. Da sich die Gameten im offenen Wasser willkürlich kombinieren, gibt es keine Notwendigkeit für anziehende Merkmale. Shellyn haben also gar kein Konzept von "Sexyness".


Sehr cool Teja, gefällt mir gut!

Xobor Forum Software von Xobor
Datenschutz