#1 Geheimorganisationen umd Geheimdienste von Aguran 05.08.2020 21:15

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Was das einbindem umd emtwickeln von Geheimorganisationen umd Geheimdiensten angeht bin ich selbst etwas schwach auf der Brust.
Was vor allem daran liegt das es für mich schwer freifbar ist, wann so eine Organisation entsteht und mit welchen Motiven sie gegründet wird, beziehungswise geführt wird.

Mag das bei Geheimdiensten noch nachvollziehbar sein, da sich damit die Staatsmacht versucht die eigenen Interessen abzusichern.
Wird es bei subversiven Gruppen sehr schwierig glaubhaft zu bleiben ohme im klischeebeladene abzugleiten. Ganz nach dem Motto: "Böser Staat umd Umterdrücker, wir wehren uns!"
Das empfinde ich ehrlich gesagt als ein recht ausgelutschtes Motiv.

Gibt es bei euch solche Organisationen? Wie handhabt ihr das mit der Glaubwürdigkeit/Motivlage/Ausgelutscht?

Oder spielt es für euch keine Rolle?

#2 RE: Geheimorganisationen umd Geheimdienste von Teja 07.08.2020 09:23

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Geheimdienste und subversive Organisationen gibt es in meinen Welten definitiv. Allerdings neige ich dazu, solche Sachen erst wirklich genau auszuarbeiten, wenn ich sie "brauche", was bisher nicht der Fall war.

Geheimdienste sind mWn dazu da, um Informationen zu sammeln, einmal über den Feind (Auslandsgeheimdienst) bzw über Vorgänge im eigenen Land (Inlandsgeheimdienst). Wie stark so ein Dienst organisiert ist, hängt wohl immer vom Land ab. Von Mitka weiß ich, dass es definitv Geheimdienste gibt und ein Mitglied davon trägt den Namen Gwilin Velaton (die trat bereits im Speedbasteln auf), die scheint zum Inlandsgeheimdienst zu gehören, obwohl ich auch einen Artikel geschrieben habe, der definitiv im Ausland spielt (vielleicht gibt es zwei Gwilins?).

Subversive Organisationen gibt es ebenfalls: Zum einen die Sekularisten, die Anhänger des Philosophen Ravan Zoara sind und die im späteren Verlauf der Geschichte enormen Einfluß auf den Staat Mitka gewinnen. Zum anderen die Anhänger der Nachtgöttin Teja, die von der Kirche des Ahai verfolgt werden. Die sogenannten Nachthexen gelten in Zentralmitka als ausgelöscht, allerdings glauben sie an eine Gottheit, die für Verschwörungen und Geheimnisse zuständig ist... Mit anderen Worten: Es gibt auch in Mitka noch Nachthexen, die in erster Linie eine unterdrücke Religionsgemeinschaft sind.

#3 RE: Geheimorganisationen umd Geheimdienste von Nharun 10.08.2020 19:29

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Zitat von Aguran im Beitrag #1
Gibt es bei euch solche Organisationen?

Wie handhabt ihr das mit der Glaubwürdigkeit/Motivlage/Ausgelutscht?

Oder spielt es für euch keine Rolle


Geheimorganisationen gibt es auf der Toraja mindestens seit der Antike, wenn nicht sogar noch länger. Prinzipiell gibt es zwei Gruppen, die immer wieder dazu gezwungen sind, Geheimorganisationen zu bilden: Magier und Altvordere Kultisten. Warum müssen sie Geheimorganisationen bilden? Weil ihre Praktiken und teilweise auch ihre Überzeugungen ihr Leben bedrohen. Die Anhänger der Altvorderen werden in allen zivilisierten Kulturen zu so gut wie allen Zeiten verfolgt, aber die Aussicht durch Verbotene Schriften, Geisterberatung oder Altvordere Pakte an Wissen, Macht und Wunscherfüllung zu kommen ist oftmals zu verlockend; hin und wieder werden diese Kulte auch zu Sammelbecken von Frei- und Querdenkern, die ursprünglich gar nicht mit den Altvorderen zu tun hatten, doch dann langsam zum Kult hin korrumpiert werden. Da gibt es dann "gute Demokraten" oder Sklavengegner, die langsam aber sicher in die Verderbnis gezogen werden, nur weil sie sich einer Gruppe angeschlossen haben, wo man, im stillen Kämmerchen, "ja mal seine Meinung" haben darf. Insgesamt sind Altvordere Kulte so vielfältig wie die Altvorderen selbst: Da gibt es Kulte, die die Macht an sich reißen wollen; Kulte, die nach Wissen streben; Kulte, die sich einfach vergnügen wollen; Kulte, die nach spiritueller Erlösung suchen ...

Die Magier sind zu gewissen Zeiten und zu gewissen Orten auch genötigt im geheimen zu agieren, da sie dann aus Angst und Unverständnis mit den Altvorderen Kultisten in einen Topf geworfen werden. Manchmal sind die Grenzen zwischen geheimer Magiervereinigung und Altvorderem Kult auch fließend.

Geheimorganisationen müssen für mich immer im aktuellen Kontext glaubwürdig sein, dafür ist meine Hürde aber nicht sehr hoch "wird verfolgt" oder "macht etwas Illegales" reicht da vollkommen aus. Manchmal haben einzelne Organisationen auch komplexere Ideologien, aber bei den meisten meiner Organisationen läuft auf diese beiden Punkte hinaus (oder es war in der Vergangenheit mal so).

Wo ich gerade "Illegales" erwähnt habe: Es gibt in vielen Städten Verbrecherorganisationen, Diebesgilden - ich bevorzuge da allgemein die Bezeichnung "Kollegien".

Zuletzt gibt es noch geheime religiöse "Mysterienbünde", die geheimes, religiöses Wissen nur an einen kleinen Kreis Eingeweihter geben. Manche mögen auch in den Nimbus altvorderer Kulte gehören, manchmal wird hier in Antike und Klassik aber tatsächlich noch Technologie der Ersten Menschen, die längst keiner mehr versteht, verehrt und im Rahmen der Möglichkeiten gepflegt.

#4 RE: Geheimorganisationen umd Geheimdienste von Eisenteddy 19.08.2020 18:58

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Mir ist es seit einigen Wochen zu warm, um auch nur irgendwie klar zu denken. Wenn sich also irgendwas im folgenden Text unklar liest, dann liegt es daran.

Ich besitze einige Geheimbünde. Die enstanden aber nie gewollt, sondern eher zufällig, indem sie sich aus der geschriebenen Geschichte ergaben.

Während der Zweitwelt-Zeit hatte ich einen Orden, in dem sich sehr viel später eine geheime Gruppierung befand. Der Orden ansich hatte sich in frühen Zeiten noch als Karawanenwache angedient, bis ihr Ruf irgendwann gut genug war, dass ihnen immer mehr Ämter angetraut wurden. Bis sie nach mehreren Jahrhunderten nicht nur die Religion, sondern auch die Regierung verschiedener Länder stellten.

Das war in etwa auch die Zeit, ab der die geheime Gruppierung ins Leben gerufen wurde. Der Glaube an den vorherrschenden oberen Gott hatte zu wackeln angefangen und immer mehr Leute wendeten sich niederen Gottheiten zu, die nur solange existierten, wie an sie geglaubt wurde. Also hatte die Geheimgruppierung an Seuchen geforscht, die sie dann unter diese Gläubigen brachten, um ihre Gedanken zu pervertieren. Das hat über mehrere Ecken dann auch über kurz oder lang den kleinen Gott verdreht und schließlich ausgelöscht.

Nach außen hin gaben sie dann an, humanitäre Hilfe leisten zu wollen, zogen mit ihren Priestern und Ärzten in die Krisengebiete und "halfen" all den Todkranken, während ihr Hintergedanke war, möglichst dafür zu sorgen, dass die sich während ihrer Genesung wieder dem einzig wahren Gott zuwenden.

In einer anderen Welt habe ich eine Organisation, von der das Gerücht in der Öffentlichkeit umging, es wäre in Wahrheit ein Geheimbund. Tatsächlich war besagte Organisation aber nur eine Securityfirma. Mit der Zeit gründeten die Mitarbeiter und Vorgesetzten dann spaßeshalber tatsächlich einen internen Geheimbund, bis aus dem Spaß Ernst wurde.

Allerdings hatte sich währenddessen auch die öffentliche Meinung umgedreht, sodass jegliche Andeutung, bei dieser Organisation würde es sich um einen Geheimbund handeln, mit dem Argument abgeschmettert wurde, dass es einfach nur eine Securityfirma sei.

Eine meiner inzwischen untergegangenen Welten hatte einen Geheimbund, dessen "Bibel" im Grunde genommen nur ein völlig kryptisch ausformulierter Schundroman war. Die waren generell ziemlich gaga.

In der Welt, die ich gerade mit einem Freund bespiele, gingen wiederum alle existierenden Geheimbünde von einem gefallenen Gott aus. Die Kurzversion der Geschichte ist, dass eine äußere Entität aus dem golvangarischen Multiversum in diese Welt eindrang und die Gläubigen über mehrere manipulative Aktionen dazu brachte, ihren Gott zu verraten und dann zu opfern. Während seiner regenerativen Phase wurde diesem Gott dann jedesmal ein großes Kontingent an Energie entrissen, um diese für eigene Zwecke zu nutzen.

Der Gott wurde dadurch auf Zeit immer schwächer und nachdem er "abgenutzt" war, durfte er obendrein dabei zusehen, wie seine Gläubigen sich von ihm abwendeten und sich einfach neue, fiktive Götter bastelten.

Er hat sich dadurch revangiert, indem er eine Art Antichristenrolle einnahm und mit der Zeit immer mehr einflussreiche Leute geködert hat, was dann in besagte Geheimbünde rund um die Welt mündete, während er sich gleichzeitig immer mehr verschiedene Religionen ersponnen hat, um seine ehemals Gläubigen in möglichst viele unterschiedliche Gruppen zu spalten. Gleichzeitig sorgte er dafür, dass das Wissen über ihn aus der Geschichte getilgt und restlos vergessen wird, damit er möglichst unbekannt und dadurch auch unentdeckt bleibt.

Ab irgendeinem Zeitpunkt hat er all diesen Einfluss dann genutzt, um alle gegeneinander aufzuhetzen, damit die Welt in ein Zeitalter des ewigen Blutvergießens versinkt.

Ich hatte mich früher interessehalber mit echten Geheimbünden wie dem Hermetic Order of the Golden Dawn etc. beschäftigt; demzufolge dann auch mit all den kranken Riten, die da abgezogen wurden. Daran habe ich mich dann für diese Welt orientiert, was dazu geführt hat, dass man hier und da eventuell Vergleiche zu unserer Weltgeschichte ziehen könnte, aber nicht muss. Dass besagter Gott wie ein Reptiloid aussieht und später Jack the Ripper-artige Morde begangen hat, ist ebenfalls gewollt.

Passenderweise nennt er sich heute sogar Jack. Die Welt ist zuletzt einem apokalyptischen Ereignis von außen zum Opfer gefallen, wodurch nun nur noch die Unterwasserstadt Canbarro existiert. Dort ist die Polizei irgendwann dazu übergegangen, den Namen "Jack" in etwa wie John Doe zu benutzen, da auch der Großteil aller Männer in der Stadt so heißt. "Jack" bedeutet nach Sicht der Polizei Canbarros also nichts weiter als "Unbekannter Täter".Jack fand das witzig genug, um sich selbst so zu nennen.

Warum ich diese nebensächliche Info erwähne? Weil in Canbarro einer der von ihm selbst angefütterten Geheimbünde agierte. Da er aber nur unnötigen Ärger machte, den er nicht brauchen konnte, hat er ihn mit chirurgischer Genauigkeit entsorgt.

Mir würden noch mehr Beispiele einfallen, aber ich denke, das hier reicht.

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