#1 Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Elatan 10.08.2020 17:09

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"Cuius regio, eius religio, auch cuius regio, illius religio (lateinisch für wessen Gebiet, dessen Religion, im damaligen Sprachgebrauch oft wes der Fürst, des der Glaub’), ist eine lateinische Redewendung, die besagt, dass der Herrscher eines Landes berechtigt ist, die Religion für dessen Bewohner vorzugeben. Sie ist die Kurzform eines im Augsburger Religionsfrieden niedergelegten Rechtsprinzips, das weitgehend bis zum Westfälischen Frieden galt (→ Assekurationsakte). Die lateinische Redewendung wurde vom Greifswalder Rechtsprofessor Joachim Stephani im Jahre 1612 geprägt." (Wikipedia)

Daran musste ich eben denken, als ich bei einer Runde Europa Universalis meine Feinde im Heiligen Römischen Reich zwang, den Protestantismus anzunehmen. Wie ist das eigentlich in euren Welten? Bestimmt der Herrscher, welche Religion seine Untertanen ausüben oder ist das Privatsache? Im atamerisch-amnúrischen Kulturkreis ist es in aller Regel so, dass die Untertanen sich tatsächlich selbst aussuchen können, welchem Glauben sie folgen - sofern es eine (anerkannte) sentarische Konfession ist. Ein elonitischer Ritter kann einen pejaritischen Bauern daher nicht dazu zwingen, damit aufzuhören, Pejarur als höchsten der Sentarim zu verehren. Allerdings muss ich hier sagen: Er kann ihn rechtlich gesehen nicht dazu zwingen. Im Idealfall dürfte der Bauer sich in so einem Fall nämlich an den Lehnsherrn des Ritters wenden. In der Praxis dürfte das aber selten vorkommen und der Bauer würde dann entweder heimlich weiterhin der pejaritischen Glaubensrichtung angehören, oder aber er würde - ich sag es mal ganz salopp und modern - "weggemobbt" werden. Es wäre aber durchaus erlaubt, den pejaritischen Bauern tatsächlich zu bestrafen (indem er beispielsweise verbannt wird), wenn dieser wegen seines Glaubens immer wieder Ärger machen würde. Nicht-Sentarier können aber durchaus auch Untertanen eines sentarischen Herrn werden, solange dieser sie ausdrücklich akzeptiert. Er kann sie, im Gegensatz zu Sentariern einer anderen Konfession, allerdings rechtlich auch ohne weiteres fort jagen.

In anderen Ländern ist das wieder anders. Das Reich des Halbelben Ceranis gilt zwar als eines der wichtigsten sentarischen Länder überhaupt, doch hier herrscht tatsächlich Religionsfreiheit der einzelnen Bewohner; dennoch kommt es auch hier immer wieder zu Reibereien zwischen den Angehörigen verschiedener Konfessionen und Religionen, weswegen die Statthalter versuchen, die unterschiedlichen Gruppen möglichst räumlich zu trennen, was sich jedoch zumeist schon von selbst ergibt.

Weniger liberal ist hier das Reich Devabur, in welchem der Merohim Acatur nicht nur Herrscher ist, sondern auch zentrale Gestalt der Religion; wer seine Verehrung verweigert, wird als Verräter angesehen, was mit dem Tod oder der Verbannung enden kann. Der Glaube in Devabur basiert sehr stark auf dem Sentarismus, interessant ist allerdings, wie schwammig einige eindeutige Stellen aus den Heiligen Schriften in Devabur formuliert werden, sodass nicht eindeutig gesagt werden kann, ob Acatur ein Gott ist, oder nicht; das wurde vor allem so gemacht, damit es weniger Reibereien mit den sentarischen Reichen gibt und Leute sich "guten Gewissens" sowohl als Sentarier, als auch treue Untertanen Acaturs sehen können. Im Ausland stößt das allerdings oft genug auf Kritik.

Das Magierreich von Kiššatu ist noch einmal besonders: In den Gebieten, die direkt unter der Herrschaft der Priesterkaste stehen, werden andere Religionen nicht toleriert, in den Vasallenreichen ist dies allerdings anders und hier können werden andere Religionen geduldet bzw. die lokalen Herrscher entscheiden, welcher Glaube dort vorherrscht. Allerdings ist es hier der Fall, dass sich diese Entscheidungsfreiheit recht schnell verflüchtigt, wenn der Griff Kiššatus erst einmal zu fest geworden ist.



Und nun erzählt, wie das bei euch so ist.

#2 RE: Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Teja 14.09.2020 09:57

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Ich habe mir dazu ehrlich gesagt noch nie wirklich Gedanken gemacht. In Mitka verlangt der Kaiser, der gleichzeitig Oberhaupt von Staat und Religion ist, von allen Bürgern, dass sie ihm huldigen. Die anderen Tempel erfüllen in Mitka ebenfalls Aufgaben, für die wir staatliche Organisationen hätten. Man kommt dort um die lokale Religion nicht herum.

Andererseits ist Mitka gegenüber den meisten anderen Religionen recht tolerant, weil sie nach Ansicht der Tempel die gleichen Gottheiten unter anderem Namen anbeten (was in vielen Fällen auch zutrifft). Es gibt aber auch Kulte, die in Mitka verboten sind und entsprechend verfolgt werden, wie zB die Nachthexen.

In Tarar wird eine spezielle Geheimreligion praktiziert, von der Aussenstehende nichts wissen (dürfen). Die Tarer sind der Meinung, dass man andere Religonen zum Schein ausüben kann, wenn das dem Frieden dient. Sie legen also durchaus Lippenbekenntnisse gegenüber anderen Kulten ab, nehmen deren Glauben aber insgesamt nicht ernst.

Je weiter man in Nelander nach Süden kommt, desto persönlicher wird die Religion. In Jamarra haben die Menschen eine sehr persönliche Beziehung zu ihrer Religion und die meisten finden die Vorstellung eines organisierten Kultes mit Priestern und Tempeln, wie sie im Norden üblich sind, sehr befremdlich. Die Fürsten machen ihren Untertanen in dieser Hinsicht keine Vorschriften und damit gehört Jamarra zu den tolerantesten Städten des Kontinents.

#3 RE: Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Harbut 25.09.2020 09:25

Bis vor einem Tag hatte ich keine Idee, wie es bei mir mit der Religion aussieht. Wollte auch ehrlich gesagt mehr zu den Völkern und Tieren schreiben. Fing dann aber an und das hier ist dabei rumgekommen:

Persönliche Aufzeichnungen von Nadiiriinii Zuiiaii Raniifii, Spracherwählte aus dem Raniifii Clan der vereinigten Ovarihändler. Der Buchtitel ist unbekannt. Aktuell befindet sich dieses Buch in der Bibliothek an der Universität von Stadum im Reich von Königin Gerlinde der III.
Der Auszug ist aus einem Buch, was nach dem sogenannten „dritten Handelskrieg“ zwischen dem vernichteten Zwergenclan der Schwarzsteinstemmer und dem vernichteten Ovaristamm Raniifii von Plünderern nahe der Heimat der Schwarzsteinstemmer gefunden wurde. Da das Buch keine Zeitangaben beinhaltet und sein Zustand als sehr angeschlagen zu beschreiben ist, könnten einige Textpassagen möglicherweise unzureichend übersetzt worden sein.


Anmerkung vom Hochgelehrten Bernad Junkersfeind, Vorsteher der Universität von Stadum:
Bevor man zu den Aufzeichnungen selbst kommt, muss man beachten, dass die Ovari selbst keine Religion oder auch nur eine Art von Religion haben oder betreiben. Dieses ungläubige Volk, welches nur das Ziel hat, ihre Herden zu vergrößern, ihren Reichtum zu mehren und scheinbar schlecht recherchiertes Wissen anzuhäufen, sollte nicht als Quelle für Forschungen genutzt werden.


Die Autorin des Buches beschreibt in ihren Aufzeichnungen unglaublicherweise die Elfen, welche bekanntermaßen ja nur ein Mythos sind. Aus diesem Grund werden diese recht umfangreichen Aufzeichnungen hier nicht niedergeschrieben.


Über diese fliegenden Luftratten, den Rucaru ist ja im Allgemeinen wenig bekannt. Es wird aber beschrieben, dass alle Rucaru wohl eine Art Götzen in Form einer riesigen Fledermaus anbeten. Diese gibt es wohl in verschiedenen Formen und Größen. Näheres ist nicht bekannt. Diese Nadiiriinii Zuiiaii Raniifii vermutet, dass die Rucaru einst von diesem Wesen abstammten. Wir von der Universität Stadum halten dies aber für unwahrscheinlichen. Die Rucaru sind zwar wilde Tiere, aber sie sind eher aus irgendeiner Höhle gekrochen, als dass sie von einer gigantischen Fledermaus abstammen. Alleine die Idee, dass es solch riesige Lebewesen gibt ist unwahrscheinlich. Diese Fledermaus gehört wie Drachen und Lindwürmer in die Welt des Aberglaubens.


Bei den Menschen gibt es unzählige verschiedene Götter und Glaubensrichtungen. Je nach Königreich/Reich kann es durchaus vorkommen, dass der oder die Herrschende Partei sich selbst zum Gott ausruft und die Menschen hier natürlich an den Herrscher/in beten und glauben müssen. Glaubenskriege und Verbrechen auf Grund und gegen andere Glauben sind je nach Gebiet durchaus an der Tagesordnung. Es gibt neben den vielen kleinen und wechselnden Religionen aber auch zwei große Religionsrichtungen.
Die größere der beiden nennt sich schlicht Schicksalsglaube. Hier gehen die Gläubigen davon aus, dass eine höhere Macht sie leitet und ihnen mit diversen, oft auch völlig obskuren Zeichen den Weg weist. Manifestiert wird diese Religion durch eine Vielzahl von Kirchen, welche in der Regel mit vielen Abbildungen von besonderen Schicksalsereignissen oder Zeichen der höheren Macht geschmückt sind. Die höhere Macht wird oft als eine Art leuchtende Kugel, ähnlich der Sonne dargestellt.
Die andere Religion basiert auf der Annahme, dass man nur dank der Natur lebt. Tiere und Pflanzen werden als Geschenk angesehen und diese nicht unnötig geschadet werden sollten. Dieser Glaube zeigt sich oft nur dadurch, dass man Mutter Natur dafür dankt, was auf dem Teller liegt oder das die Ernte ertragreich war. Im Gegensatz zum Schicksalsglauben, wird hier davon ausgegangen, dass die eigenen Handlungen entscheiden, wie der weitere Weg beschritten wird.
Diesem Teil aus dem Buch fehlen viele Seiten oder sind unleserlich. Im groben und ganzen zeigt dieser Abschnitt aber, dass die Ovari wenigstens etwas verstanden haben. Nämlich dass wir Menschen mehr geistigen Horizont haben, als ungläubige Pferde.

Laut der Ovari sind die Orkse sind ein sehr spirituelles Volk. Jeder Stamm hat seine eigenen Schamanen oder Schamaninnen. Die Orkse führen ständig und zu jeder Gelegenheit irgendwelche Rituale durch. Von dem schlachten ihrer Tiere, bis hin zu dem Verzehr von stimulierenden Substanzen. Wie bei den Rucaru kann man von diesen Wilden nicht anderes erwarten, als sich zu berauschen und dies als Religion zu betrachten. Was natürlich interessant ist, dass diese Schamanen scheinbar sehr viel Einfluss in ihren Stämmen haben. Bisher gingen wir davon aus, dass die Orkse von Häuptlingen angeführt werden.


Auch bei den Zwergen gibt es laut den Ovari keine Art von Glauben, die einer Religion ähnlich wäre. Die Zwerge selbst sind der Auffassung, dass die Geister ihrer Ahnen weiter unter ihnen wandeln und sie schützen oder bestrafen, sie ignorieren oder fördern wie es ihnen beliebt. Man könnte also sagen, dass es eine Art Ahnenverehrung gibt. Allerdings wird dies je nach Clan, Sippe, Ort oder auch Reich etwas anders gehandhabt oder ist größer und kleiner ausgeprägt. Es gibt gigantische Schreine für einzelne berühmte Personen, aber auch unzählige kleinere Schreine für unbedeutendere Zwerge. Viele Häuser haben eigene Schreinhöhlen, in denen pauschal den Ahnen, aber auch den berühmteren Ahnen gedacht wird. Wenn man es überhaupt als Gebet bezeichnen kann, fluchen die Zwerge oft auf ihre Ahnen, weil diese ihnen nicht den gewünschten Erfolg oder das erwünschte Glück gebracht haben. Dankbarkeit wird oft mit Opfergaben in Form von wertvollen Waffen, Rüstungen oder Edelmetallen erbraucht. Dies führt bei den meisten Sippen zu einer Mischung aus Schatzkammer und Ahnenschrein. Es sind schon Zwergensippen und ganze Clans zahlungsunfähig geworden oder daran zerbrochen, dass die Clan- oder Sippenoberhäupter die Ahnen nicht vergrämen wollten, indem sie Gold, Zwarium oder andere wertvolle Gegenstände aus den Schatzkammern bzw. Schreinen nutzen wollten. Wenn etwas aus diesen Schatzkammern entnommen wird, ist es in der Regel so, dass dieser Wert verzinst wieder zurückgeführt werden muss, damit die Ahnen besänftigt werden.
Ausnahmen sind die Schreine von Königen und anderen Adligen, welche speziell für diese errichtet wurden. Es wurden schon Kriege geführt, weil diese Schreine geplündert, beklaut oder auch nur eine Münze entwendet wurde.
Aus Sicht der Universität von Stadum bestätigt das nur die Raffgier der Zwerge. Sie nutzen ihren Glauben zum anhäufen von Reichtümern und sogar zum verzinsen dieser Reichtümer. Welches vernunftbegabte Volk verzinst seine Vorfahren, wobei man bei Zwergen natürlich nicht von vernunftbegabt reden kann.

#4 RE: Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Nharun 25.09.2020 12:48

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@Harbut Das ist eine schöne Übersicht, es gefällt mir sehr, dass sie aus einem bestimmten Blinkwinkel erfolgt und dieser noch kontextuiert wird. Am meisten interessiert mich aber wie man das "ii" in "Nadiiriinii Zuiiaii Raniifii" aussprechen soll - sind das zwei i, ein langes i oder welcher Laut steckt dahinter? (Auch wenn das nicht zum Thema des Threads gehört)

#5 RE: Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Harbut 25.09.2020 17:19

@Nharun du kannst Fragen stellen. ;) Habe aber schon bemerkt, dass du gerne mit Sprachen arbeitest.

Die Ovari sprechen für ein Normaden/Händlervolk, welches von der Kommunikation mit anderen lebt, sehr langsam (und mit sehr, meine ich sssseeeehhhrrrr langsam). Hierdurch ziehen sich Verhandlungen mit den Ovari auch immer sehr stark hin. Handelspartner, welche die Ovari Sprache und im Idealfall auch die Ovari Schrift beherrschen, schreiben aus dem Grund lieber mit den Ovari. Die i´s sind als eine Art Zischen auszusprechen. Die Ovari haben nur relativ wenige kurze Zähne, eine lange schmale Zunge und eine sehr starke Lunge. Das führt dazu, dass man ihre Aussprache mit einer Art Schlangesprache vergleichen könnte.

Würde dann wohl auf einer Art "Nadischrischnisch Zuischaisch Ranischfisch" rauslaufen.

Ansonsten, danke sehr! Ich schreibe Texte ungerne "alleinstehend". Neben dem Weltenbau, schreibe ich ja an einer Geschichte und ich mag es sehr, aus sehr vielen Puzzelteilen irgendwann eine große Geschichte zu machen. Wenn man dann irgendwann mal die Stadt "xyz" in der Geschichte hört, erinnert man sich vielleicht daran, dass diese Stadt vllt. ein riesiges Museum oder Uni hat. Diese aber in dem Teil der Geschichte gerade nicht vorkommt.

#6 RE: Cuius regio, eius religio - Religion und Herrschaft von Aguran 25.09.2020 23:44

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Zitat von Elatan im Beitrag #1
Wie ist das eigentlich in euren Welten? Bestimmt der Herrscher, welche Religion seine Untertanen ausüben oder ist das Privatsache?


[/quote] Das kommt in einer Welt in der Götter Fakt sind, so wie in Tenrasyl, tatsächlich auf die Definition von Religion an.
Faktisch ist jede Handlung in so einer Welt auch immer Ausdruck kulturell-religiöser Handlung und Haltung. Religion ist also auf gar keinen Fall reine Privatsache, sondern auch immer Ausdruck dessen ob man sich selbst als Teil der Welt/Gemeinschaft betrachtet oder nicht.

In einer solchen Welt ist es selbstredend so, dass religiöse Abweichungen sehr leicht sowohl ins blickfeld der Herrschenden geraten können, als auch dass sie das Missfallen auch scho nder bloßen Nachbarschaft erregen können. Schließlich kann göttliche Strafe unter Umständen jeden treffenb, welcher sich a-religiös verhält, und damit auch dessen Umfeld schädigen.

Viel wichtiger als die Frage "Wie halten es die Herrscher mit dem Gleuben ihrer Untertanen?" ist deshalb eher die vorn angestellte Frage der Religion und der kulturellen Ausübung dieser. Und hier kommen wir dann wieder bei grundsätzlicher Ethik der betreffenden Religion an.

Um das zu konkretisieren:

Das "Fünf-Götter-Pantheon", welcher im allgemeinen politisch expansionistsich ausgelegt ist, ist im allgemeinen sehr viel intoleranter gegenüber vermeintlichen "Ketzern" als zum Beispiel der "Weltgeisterglaube", welcher schon fast maximale Toleranz gegenüberr Andersgläuigen lehrt. Der "Drachendualismus" hingegen ist eher in der Mitte zu diesen beiden Extremen positioniert. Und die verschiedenen Formen des "Ahnenglaubens" sind widerum meist isolationistsich/protektionistisch ausgelegt, wobei sie auch zu einer gewissen Form des Synkretismus neigen können, bei entsprechener kultureller Vorleistung.

Ist also geklärt welche Religion und welcher religiöse Kultur zugrunde liegt, dann erst kann man nach dem Verhalten von Herrschern fragen.

Ich nenne mal drei Beispiele, die sich sehr unterscheiden:

- In Vhol zum Beispiel ist das "Fünf-Götter-Pantheon" mit einer Vorherrschaft des Gottes Aratis vorherrschend, und es gilt als Staatsreligion. Das geht soweit dass es drakonsiche Strafen für Zwiderhandlungen gegen göttliche Gebote gibt, welche oft gleichbedeutend mit dem Gesetz sind. Ketzerei ist hier also alles andere als gern gesehen und wird streng geahndet. Doch während die Herrscher des im Reich befindlichen und großteils autonomen Bathanats, auf rigorose Strafen und Zwangsbekehrungen und heiligen Kriege setzen, setzt der Rest Vhols auf Erziehung und vertraut darauf, dass die "Wahrheit im Glauben an Aratis" letztlich von allein erleuchten wird. Getragen wird das natürlich auch dadurch dass nur Aratisgläubige das Bürgerrecht erhalten und damit auch alle Rechte eines vollweritgen Vholiden.

- Auf Isen ist die Lage komplizierter. Der Drachendualismus ist hier die vorherrschende Religon und auch staatstragend. Aber der Drachendualismus ist vor allem die Religion der herrschenden Klassen, die Untertanen oder Sklaven widerum vertrauen in ihrem Alltag eher auf Ahnen und/oder Geisterglauben.
Grade jedoch der viel ältere Ahnenglauben durchzieht auch einen großteil der herrschenden Klassen zusätzliche zum Drachendualismus. Dies erzeugte in der Vergangenheit oft starke innere Reibungen, ja teils sogar bürgerkriegsähnliche Zustände, mit allen entsprechenden Repressionen von der Verfolgun, Zwangsbekerhung bis hin zur Tötung von Ungläubigen, udn dies widerum auf beiden Seiten.
Mittlerweile hat sich hier eine Form des Synkretismus entwickelt, das heißt beide Religionen vermischen sich immer mehr, lediglich der Geisterglauben, welcher jedoch hauptäschlich unter Sklaven verbreitet ist, wird weiterhin ausgeschlossen, und je nach innenpolitischer Lage ignoriert, oder aber verfolgt.

- Elben und Zwerge haben, in der Regel, gar keine andere Wahl als an ihre Schöpfergötter aus dem "Fünf-Götter-Pantheon" zu glauben. Denn die Verbindung zwischen ihren Schöpfergöttern und ihnen ist derart stark dass ein Abfall von den Göttern massive körperliche und seelische Folgen hat. Vom einfachen "Tot umfallen" bis hin zum völligen geistigen Verfall und Mutationen ist so ziemlich alles dabei was man sich an unagenehmen Folgen für "Ketzerei" vorstellen kann.
Weder Elben noch Zwerge haben einen Grund Ketzer zu verfolgen oder zu bekehren, denn die Strafe der Götter folgt meist auch ohne ihr zutun auf dem Fuße. Die politisch, kulturelle und religiöse Frage ist hier also eher ein immer wieder praktiziertes gegenseitiges Einschwören auf die Götter.
Wenn ein Elb oder Zwerg Anzeichen für "seelischen Verfall" zeigen, wird zunäcsht versucht sie wieder auf die Götter einzuschwören, doch die Rückkehr zu dne Göttern muss freiwillig erfolgen. Wer nciht zurückkehren kann oder möchte, der wird schlicht verbannt, sein Name getilgt.

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