#1 Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Teja 27.08.2020 09:47

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Ich komm ja schon! Und zwar am 28. August wie immer ab 20:00 im Chat! Seid dabei, sonst schreit das Baby!

#2 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Elatan 28.08.2020 20:30

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Das Thema lautet: Populationskontrolle!

#3 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Teja 28.08.2020 21:09

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Mangelerscheinungen

Marisus Welt ist bekanntermaßen nicht besonders groß. Allerdings stellten wir schon vor langer Zeit fest, dass Luft, Erde und Wasser mehr zu werden scheinen, je mehr Personen sich hier aufhalten. Man sollte meinen, dass damit alle Ressourcen Probleme gelöst wären.

Allerdings sind das nicht die einzigen Ressourcen, die wir benötigen. Leider fanden wir das jedoch auf die harte Tour heraus.

Die kleine Stadt hier wächst natürlich weiter, wie es ganz natürlich ist für Städte. Immer wieder entwickeln sich neue Wesen aus dem Menschen und das Stadtbild wird bunter und bunter. Doch eines Tages überschreitet die Größe der Stadt eine bestimmte Anzahl Personen und dann *puff* fallen die Elfen aus dem Himmel und die Gnome kippen in ihren Stollen tot um.

Was ist passiert? Offenbar ist die Magie ebenfalls begrenzt. Und sobald zu viele magische Wesen davon zehren, ist für keinen mehr genug da. Unser einziger Trost ist, dass die Magier genauso daran leiden.

Nach sorgfältigen Untersuchungen kamen wir zu dem Schluss, dass die Grenze bei etwa 10.000 Bewohnern liegt. Es ist also in Jedermanns Interesse, diese Zahl nicht zu überschreiten. Sollte es doch einmal knapp werden, gab es bisher immer Möglichkeiten, "überzählige" Bewohner loszuwerden. Meist in tödlichen Spielen oder indem die Elfen, die Angst vor einem Magiemangel haben, einen Straßenkrieg provozieren.

Ich plädiere dafür, dass wir beim nächsten Mal lieber eine Expedition ausrüsten, um in die Spalte zu steigen und einen Fluchtweg zu suchen!

#4 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Nharun 28.08.2020 21:13

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Der Fluch der Sched-Tiere

Aus dem antiken Demar ist ein seltsamer Vertrag überliefert:

Dies ist der Vertrag, den Aschetalluri, die Andah-Kah der Menschen, unter Emura in Anwesenheit aller Götter des Himmels und der Erde schließt, mit Gamesches, dem König der Schluchtenbewohner: Die Menschen liefern Gamesches 100 Talente Gold und Silber und 500 Sklaven, ausgewählt aus den Priesterhäusern durch die Gesandten des Gamesches, und verpflichten sich die Schluchtenbewohner nicht mit Krieg zu überziehen, solange Emura ihr Anlitz über diese Welt erhebt, und verpflichten sich, den Schluchtenbewohner in jedem Jahr den dritten Teil der Ernte zu liefern.
Die Schluchtenbewohner verpflichten sich den Menschen 1000 Kadi zu liefern und in jedem folgenden Jahr 100 weitere, solange die Andah-Kah der Menschen es für nötig erhält.
Die Götter des Himmels und der Erde mögen darüber wachen, dass die Menschen ihre Verpflichtungen einhalten, auch wenn die Andah-Kah der Menschen keine Gabe mehr von den Schluchtenbewohnern verlangt. [...]


Man hat sich lange Zeit gewundert, warum die mächtigen Demarer einen für sie so teuren Vertrag mit den "Schluchtenbewohnern", den barbarischen und im Vergleich zu den damaligen Demarern weit unterlegenen Bewohnern der südöstlichen Gebirge abschlossen, nur um "Kadi", Flederkatzen, von ihnen zu erhalten.

Jüngst wurden einige Textfragmente gefunden, die wohl zu einem Tempelarchiv gehören und die in die Zeit des Vertrages datiert werden:

Fragment 1
… kamen die Gesandten von Gamesches an den Hof der erhabenen Emura-Tochter, Andah-Kah der Menschen … und überbrachten den Tribut … 100 Ballen Stoff … 200 Sklaven … und als besondere Aufmerksamkeit … ein Sched-Tier …

Fragment 2
… So zeigte sich, dass das geschenkte Sched-Tier schwanger war und es gebar zwei weitere Sched-Tiere, welche die erhabene Emura-Tochter, die Andah-Kah der Menschen, ihren beiden Lieblingspriesterinnen des Nachfolgehauses schenkte …

Fragment 3
… waren die Sched-Tiere bei den Priesterinnen und ihren Anhängigen äußerst beliebt und jeder wollte ein Sched-Tier besitzen, das so schmiegsam wie Flaum vom Fell und so lieblich wie der Beru-Vogel im Gesang ist …

Fragment 4
Oh Götter, erbarmet euch! Die Sched-Tiere haben das Land befallen und gedeihen, während eure Diener zu Grunde gehen vor Hunger. Welch Behältnis man auch öffnet, die Sched-Tiere wohnen darin und fressen und vermehren sich … der Kornspeicher ist voll bis unter die Decke, doch nicht vom Korn sondern vom Sched-Tier … Oh Götter, macht doch wenigstens ihr Fleisch schmackhaft! …

Trotz der eher dürftigen Beschreibung der Sched-Tiere, werfen diese Fragmente ein neues Licht auf den seltsamen Vertrag: Bei den Sched-Tieren dürfte es sich um die im Gebirge heimischen Hamster handeln, die sich sehr rasch vermehren, besonders wenn sie ein ausreichendes Nahrungsangebot haben. Aufgrund ihrer Bitterdrüsen werden sie von den meisten Raubtieren als Beute verschmäht - mit Ausnahme der Flederkatzen, die von den abgesonderten Bitterstoffen nicht abgeschreckt werden. Es scheint, als hätte eine Hamsterplage das mächtige Demar in die Knie gezwungen und die Andah-Kah gezwungen einen nachteiligen Vertrag mit einem eher bedeutungslosen König eines unterentwickelten Volkes abzuschließen, um die Plage wieder den Griff zu bekommen ...

#5 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Elatan 28.08.2020 21:26

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Die Riesen von Trivien


Als während der Herrschaft Kaiser Aregos' Thyonen in die Länder des Ostens flohen, fanden sie sich an einem Ort wieder, an dem zwar bereits Menschen lebten, diese jedoch ihre Heimat noch nicht gebändigt hatten; Trivien war ein wildes Land mit tiefen Wäldern, zerklüfteten Felsen und Hügeln, das nicht nur von Wölfen, Bären und Sarkern bewohnt wurde, sondern auch von Riesen. Einige dieser Kreaturen, von denen einige so hoch sind wie drei Männer, duldeten Menschen in ihrer Nähe, wenn diese ihnen Opfer brachten, doch viele holten sich lieber selbst das, was sie begehrten oder hatten einen solchen Groll gegen das »kleine Volk«, dass sie Menschen ohne Gnade erschlugen und ihre Dörfer zerstörten. Als die Thyonen kamen, errichteten diese daher Burgen, um sich vor den Riesen zu schützen und ihnen zu trotzen. Doch sich nur in den Mauern dieser Burgen zu verstecken und abzuwarten, bis die Hünen sich wieder zurückzogen, konnte auf Dauer nicht funktionieren, und so wurden immer mehr Jagden auf Riesen veranstaltet, um ihre Zahl zu verringern. Manchmal waren es viele Männer, welche die Riesen mit Speeren versuchten, in die Enge zu treiben, um sie dann mit Pfeilen zur Strecke zu bringen, mitunter waren es auch einzelne Ritter, die Heldentaten vollbringen wollten. Die wohl berühmteste Geschichte aus jener Zeit ist die des späteren Gründers von Gendelen, Velek, der ein Heer gegen eine ganze Armee von Riesen geführt haben und schließlich, als alle seine Männer gefallen waren, auf einem Wolf reitend an die Hundert Riesen eigenhändig getötet haben soll.

Heute, viele Jahrhunderte später, gibt es nur noch wenige Riesen in Trivien und jene, die doch einmal aus den Bergen des Högrykken hinunterkommen oder aus dem Osten einwandern, werden schnell getötet. Doch gibt es immer noch einige Regionen, in denen Riesen wie vor Urzeiten leben und die Gaben der Menschen annehmen, um ihnen im Gegenzug auf gewisse Weise behilflich zu sein.

#6 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Teja 28.08.2020 21:31

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Und Ende für heute! Jetzt holt eure Lobse und zeigt sie den mitbastleen!

#7 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Elatan 28.08.2020 21:42

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@Teja: Schrumpft die Welt eigentlich auch, wenn die Einwohnerzahl sinkt?
@Nharun: Ach herrje! Trotzdem hätte ich gerne ein Sched-Tier, die klingen so niedlich und flauschig! Hast du ein Bild von ihnen?

#8 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Teja 29.08.2020 11:17

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@Nharun Es gibt einen Grund, warum man Tribbles immer klein halten sollte! Anscheinend sind die Bewohner der Plage jedoch Herr geworden.
@Elatan Die armen Riesen! Die konnten ja auch nicht mit so einem strammen Kerl wie Velek rechnen. Tötete der auch sieben auf einen Streich?




Zitat von Elatan im Beitrag #7
@Teja: Schrumpft die Welt eigentlich auch, wenn die Einwohnerzahl sinkt?

Ja, durch diesen Mechanismus pendelt sich die Größe ziemlich gut ein. Man könnte auch eine größere Anzahl weniger magischer Bewohner unterbringen, oder eine kleinere Zahl sehr magischer, aber wie man das kontrolliert, haben die Bewohner noch nicht raus!

#9 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Elatan 29.08.2020 12:30

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Zitat von Teja im Beitrag #8
@Elatan Die armen Riesen! Die konnten ja auch nicht mit so einem strammen Kerl wie Velek rechnen. Tötete der auch sieben auf einen Streich?

Na mindestens!

#10 RE: Einhundertsiebenundvierzigstes Speedbasteln am 28. August 2020 von Nharun 30.08.2020 10:01

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@Teja Die Magiebegrenzung ist ein Element, das gut zu Marisus Welt passt, und die Auswirkungen und Folgen, die du beschreibst fügen sich ebenfalls gut ins Bild ein! Ich unterstüzte Elas Comic-Wunsch, gerade solche Elemente wie aus dem Himmel fallende Elfen oder tödliche Spiele, um die Bevölkerung zu reduzieren, bevor die Magier an Macht verlieren sind doch tolle Elemente für eine Graphic Novel!

@Elatan Es fällt mir gerade schwer in Worte zu fassen, was mir an deinem Beitrag so gefällt, ich versuche es mal mit "Bodenständigkeit": Mir gefällt die Bodenständigkeit deines Beitrags. Obwohl du über phantastische Elemente berichtest, mutet dieser kleine Beitrag wie ein Kurzreferat über eine historische Begebenheit an und wirkt durchaus glaubhaft und plausibel. Die Geschichte von Velek klingt zwar weniger bodenständig, wird aber auch in den Sagenbereich eingeordnet.




Zu meinem Beitrag:

Nein, ich habe noch kein Sched-Tier gemalt, aber auch wenn Teja die Inspiration dieser Tierchen richtig erkannt hat, wird es sich dabei wohl nicht um pelzige Kugeln handeln ... wie nah ihr Aussehen dem irdischen Hamster ist, weiß ich aber auch noch nicht.

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