#1 Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020: Kampfsport von Elatan 12.11.2020 15:42

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Wir lieben das Speedbasteln! Daher findet es morgen um 19:30 Uhr wieder statt. Vorbesprechung ist ab 19:00 Uhr im Chat.

#2 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Teja 13.11.2020 19:31

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Ölt eure Muskeln und erzählt uns von Kampfsport!

#3 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Teja 13.11.2020 19:41

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Ein Ringkampf

Tagan stürzte vorwärts, die Arme ausgebreitet, um seinen Gegner zu umschlingen und niederzuwerfen. Im letzten Moment sah er Nadol grinsen, dann prallte er auch schon gegen ihn.

Genauso gut hätte Tagan gegen eine Wand laufen können.

Nadol packte ihn, drehte sich und Tagan verlor das Gleichgewicht, als Nadol ihn mit dem Gesicht voran in den Boden rammte. Tagan schluckte Staub, als Nadol sich schwer auf ihn setzte und ihn niederdrückte.

"Genug!" Ertönte da die Stimme der Lehrerin. "Lass ihn los. Diese Runde geht an Nadel. Die nächsten!"

Tagan nahm die angebotene Hand und ließ sich von Nadol aufhelfen. Schnaufend traten die beiden beiseite und setzten sich an den Rand des Ringes, um dem nächsten Paar beim Kampf zuzusehen.

#4 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Elatan 13.11.2020 20:24

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Ilmolische Kampfkünste

Die Ilmoler gelten als ein Volk von Pazifisten, was allgemein bekannt ist und selbst in den Kommentaren zur Geschichte der Amnúrer angerissen und erklärt wird. Dass die Ilmoler früher ein höchst gewalttätiges Volk waren, ist ebenso bekannt. Doch wenngleich das Ereignis, welches die Ilmoler auf ihren Weg des Friedens führte, noch immer bekannt ist und ihm immer wieder gedacht wird, handelt es sich für viele eben nur noch um Geschichten über längst vergangene Zeiten und so fehlt den Menschen nicht selten das tiefere Verständnis für die Notwendigkeit, den Frieden zu wahren, um den Großen Geist nicht erneut zu erzürnen. Obwohl die Ilmoler aber ein friedliches Volk sind, so glauben sie, dass der Mensch in seinem Innersten kein rein friedliches Wesen ist. Sie glauben, dass in dem Menschen ein Gleichgewicht herrschen muss, das aus einem inneren "Feuer", wie man es nennen könnte, besteht und aus einem inneren "Wasser". Das Feuer stellt hierbei die aktive Energie dar, das Wasser die Passivität. Das Wasser steht für Ruhe und Frieden, das Feuer für Bewegung und Gewalt - doch hierbei darf dies nicht mit der Gewalt gleichgesetzt werden, welche in einem Krieg entfesselt wird und Leid und Unglück hervorruft. Es kann sich auch schlicht um einen inneren Drang handeln, etwas erreichen zu wollen.

Keine dieser Kräfte darf überhand nehmen. Wenn das Feuer erlischt, so wird der Mensch träge und starr und damit nicht mehr in der Lage sein, Herausforderungen zu meistern. Wenn das Feuer aber zu mächtig wird, lässt es sich nicht mehr eindämmen und zerstört alles. Das Feuer muss daher kontrolliert werden; Gewalt in Maßen ist nicht verkehrt. Es muss völlig kontrollierte Gewalt sein.

Diese Art der Gewalt findet sich in den ilomischen Kampfkünsten wieder - seien es die bewaffneten oder die unbewaffneten. Jede Bewegung ist einstudiert und auf jeden Angriff gibt es einen Konter. Es ist kein geistloses aufeinander einschlagen, wie es in den blutigen Schlachten Arens und Ilranuhs zu sehen ist. Es heißt, wenn zwei vollkommene Meister aufeinandertreffen, die keine Fehler machen und ihre Kunst perfekt beherrschen, dieser Kampf niemals beendet werden kann und es ein ewiger Tanz ist. Natürlich ist dies aber nur Theorie: Irgendwann ermüdet jemand und macht Fehler. Bevor es jedoch zu einem solchen Fehler kommen kann, soll eine der Seiten aufgeben, wodurch sie keinerlei Schande auf sich lädt. Eine tatsächliche Niederlage im Kampf hingegen kann durchaus als Schmach gelten: Eins wahren Meisters ist eine solche nicht würdig.

Die Ilmoler glauben, dass durch diese Kämpfe der Drang, wirkliche Gewalt anzuwenden, erstickt wird und damit der Frieden gewahrt werden kann.

#5 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Elatan 13.11.2020 20:30

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DING! DING! DING! Das Speedrangeln ist vorbei, nun wird gelobst und nachgereicht!

#6 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Nharun 13.11.2020 20:33

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Keubentoxis

Das Keubentoxis (sinngemäß „mit aller Kraft (kämpfend)“) ist eine über die Jahrhunderte ausgeübte Kampfsportart, die sich in der Moderne über die Welt verbreitete und in zahlreichen nationalen Ligen sowie einer internationalen Vereinigung organisiert ist.
Der Legende nach liegt der Ursprung dieser bereits im antiken Echyra ausgeübten Sportart im Kampftraining der Draspiaten, der arkosgeweihten Kriegerelite Draspons. Allerdings taucht der Begriff „Keubentoxis“ nachweisbar erst in arrovelosianischer Zeit auf. Die Sportgeschichtsforschung nimmt heute an, dass das arrovelosianische Keubentoxis aus einer Reihe ähnlicher, waffenloser Kampfspiele entstand, die seit der Antike vor allem der Kampfvorbereitung dienten.
Obwohl der Name fortan erhalten blieb, änderten sich die Bestandteile und Regeln der Sportart über die Jahrhunderte, so dass das moderne Keubentoxis keine direkte Fortführung der antiken Kampfsportart mehr darstellt.
Das Keubentoxis besteht aus drei Bestandteilen: Der Gratea (dem „Drohen“), der Gochea (dem „Schlagen“) und der Drataxea (dem „Ringen“). Während der Wechsel zwischen den Bestandteilen in den geschichtlichen Formen frei erfolgte, ist der Ablauf eines Keubentoxiskampfes heute fest geregelt: Die Gonertes (Kämpfer) treten einander gegenüber und beginnen beim Gratea einander umkreisend mit Gesten und Lauten zu drohen; Ringrichter vergeben dafür Punkte. Nach einer festgelegten Zeit, meist 2 Minuten, wird eine Glocke geläutet und die Kämpfer gehen aus der Gratea in die Gochea über. Bei der Gochea können die Kontrahenten durch bestimmte Schlagtechniken weitere Punkte durch die Ringrichter erhalten, jedoch versuchen sie auch den Gegner zu ermüden und zu Boden zu bringen; einen Gegner zu Boden zubringen bringt nicht nur Punkte sondern leitet auch das Drataxea ein, bei dem ebenfalls Punkte durch bestimmte Ringtechniken erzielt werden können. Hat das Drataxea einmal begonnen, dauert der Kampf noch maximal 10 Minuten, wonach der Kämpfer mit den meisten Punkten gewinnt („Missea“). Gelingt es einem der Kämpfer zuvor den Gegner bewusstlos zu machen oder zur Aufgabe zu zwingen, gewinnt dieser den Kampf durch „Rallea“. Ein Wechsel zurück in die Gochea ist nicht erlaubt und führt zur Disqualifizierung.
Das moderne Profi-Keubentoxis ist ein beliebter Wettsport.
In geschichtlichen Varianten dieses Sports war nicht nur der Wechsel freier, es gab zum Teil auch andere oder zusätzliche Bestandteile, wie das Parrea („Treten“).

#7 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Elatan 15.11.2020 13:35

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@Teja: So kleine Einblicke machen mich immer neugierig auf das drumherum; wer kämpft denn da? Ist es ein sportlicher Wettkampf oder Leibesübungen von Soldaten?
@Nharun: Wieder einmal ein interessanter Lexikon-Artikel aus deiner Welt. Ich mag diese geschichtlichen Abrisse.

#8 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Teja 21.11.2020 18:27

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@Elatan Ein interessantes philosophisches Konzept. Leben die Ilmoler ihr Feuer auch auf andere Weise aus?
@Nharun Eine interessante Sportart. Wird sie auch von Sklaven betrieben oder ist das eine andere Gegend?

@Elatan Das könnte aus einem Tempel der Usiza sein, das wären dann Übungskämpfe für angehende Polizisten bzw Beschützer. An dem Konzept arbeite ich noch.

#9 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Elatan 22.11.2020 12:22

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Zitat von Teja im Beitrag #8
@Elatan Ein interessantes philosophisches Konzept. Leben die Ilmoler ihr Feuer auch auf andere Weise aus?

Ja, eine Möglichkeit ist auch, einfach hart zu arbeiten (mitunter auch geistig, nicht nur unbedingt körperlich) oder sich in anderen Bereichen miteinander zu messen, wie ich das, glaube ich, schon erwähnt habe.

#10 RE: Einhundertdreiundfünfzigstes Speedbasteln am 13. November 2020 von Nharun 24.11.2020 20:08

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Ich habe noch gar nicht gelobst!

@Teja Ein kurzer, aber lebendiger Schnippsel, der aufgrund seiner Kürze meta-mäßig die Schnelligkeit eines Ringkampfs widerspiegelt! Wenn du das Konzept, dass du in deiner Antwort an Elatan, etwas bearbeitet hast, bin ich gespannt es zu sehen!

@Elatan Ein toller Beitrag, der gut zu dem passt, was du an anderen Stellen schon von den Imolern berichtet hast.



Zu meinem Beitrag: @Teja Da überlege ich in der Tat noch. Zumindest in seiner ursprünglichen Form war es ein Kampftraining, im Fall von Draspon sogar der Krieger-Elite, und war wahrscheinlich für Sklaven verboten; da der Profisport in späteren Zeiten aber von Sportsklaven dominiert war, könnte ich mir gut vorstellen, dass gerade in den Modernen Ligen Sklaven wie auch in Sportarten die Sportler sind. Der Wandel vom Eliten-Sport zur Sklaven-Massenunterhaltung würde ja auch irgendwie passen. Aber sicher bin ich mir da (noch) nicht

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