#1 Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Nharun 17.02.2021 21:00

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Spontane Ankündigung für ein SPONTANES Speedbasteln!Thema: Naturkatastrophen

#2 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Chrontheon 17.02.2021 21:56

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Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Das Ende der Zeit

Schnell war die Zeit vergangen, die nächste Zillion Jahre, und der Zyklus beginnt erneut. Sie kamen herab, auf die wir warteten, an die zu glauben in heutiger Zeit kaum jemand gewagt hatte. Die Uhrahnen stiegen von den Wolken hinab, auf denen sie herbeigeritten kamen, doch fanden sie nicht die Goldene Halle vor, in jener sie letztens gespeist hatten. Stattdessen waren sie an einem dunklen Ort voller Lichter, Laute, Leben.

Baum fand bald einen Platz im Walde zwischen den Eisernen Türmen. Uar nistete sich in ein unantastbares Netz ein. Brezel fand sich in einer Backstube wieder. Etwas Vertrautes, unter all dem Fremden. Vater Zeit und Mutter Natur waren ziellos jedoch, in dieser unbekannten Welt.

Himmel und Hölle, die sich nun endlich für eine Namensänderung letzterer entschieden hatten, spazierten entlang der Pfade, die sich zwischen den Türmen wanden. Storch fand sich auf einem solchen wider, Mammut blickte in ein Ebenbild, umgeben von steinernem Gemäuer. Ebenfalls ein gewohnter Ort unter Ungewohntem. Kalb floh for dem Schürzenmann, der ein großes Messer schwang.

Die Großeltern Raum und Zeit nutzten die Gelegenheit, sich das Bild im Ganzen zu betrachten, doch ließen sie das Kontinuum unbeaufsichtigt. Und da kam er, der Meister des Unheils, und spaltete das arme Ding. Raum und Zeit, die dies nicht kommen gesehen hatten, entschwanden der Welt in diesem Augenblick, und auch Vater Zeit, da seine Eltern nicht mehr waren, war fort. Mutter Natur eilte so bald zu den Uhrgroßeltern Sonne und Mond, doch der Schmerz in deren Herzen war zu groß. Sie konnten nicht helfen.

Als Baum verwurzelt war, Uar verloren im Netz, und Brezel im Ofen, kamen die Uruhrgroßeltern der endlosen Sphären auf Mutter Natur zugeschritten. Viele Generationen auf beiden Seiten der Linie waren unauffindbar, es war der Mutter eine Katastrophe, die unbeschreibbar war. Die Uruhrgroßeltern wurden jedoch in einer Spirale des Seins gefangen, und die Mutter war bald auf sich alleine gestellt.

Oder sie wäre es, wäre er nicht erschienen. Der Meister des Gleichgewichts, der bisher die Taten des Meisters des Unheils zu verhindern vermocht hatte, der nun gescheitert war, stand zwischen der Mutter und dem Grund des Übels. Er wusste, er musste das Kontinuum wiedervereinen, sonst wäre dies auch das Ende der Welt. Doch das Kontinuum war zerstäubt.

„Keher um”, befahl er den Widersacher. „Es ist noch nicht zu spät!” Doch der andere dachte nicht, dies tun zu wollen. „Es ist vorbei; ich kann die Welt nun formen!” Und er stürmte vorwärts, der Mutter entgegen. Der Meister des Gleichgewichts jedoch, zog einen Strich, und eine Spiegelfläche war zwischen ihnen entstanden, durch die der andere entschwand. Ljevin folgte.

°'°'°'°'°'°'°'°'

Auf der anderen Seite stellte Ktu'n sich dem Lichtmeister entgegen. „Du hast uns umsonst in diese Ebene gebracht”, sprach der Schattenmeister, während dunkle Arme um ihn herum den Boden bedeckten. „Es mag stimmen, dass hiermit nicht viel gerettet werden kann”, antwortete Ljevin, zwei Schwerter aus seinen Illusionen ziehend, „doch hier habe ich Unterstützung!” Als er diese Worte sprach, erschien ein zweiter Ljevin neben ihm.

„Du Narr”, entgegnete der Schattenmeister, während dessen zweites Ich sich von Hinten an die Lichtmeister anschlich. „Auch ich bin hier doppelt!” Die Ljevins jedoch waren vorbereitet, und einer der beiden fing des Schattenmeisters Abbild in einem Spiegelkarussel ein. Nun war dieser alleine.

Ein Kampf begann zwischen den Schlingen der Schatten und den eingebildet ausgebildeten Klingen des Lichts. Nicht lange jedoch kämpften sie, und des Lichtmeisters Abbild wurde vom eigenen Schwert gestochen. Er sank zu Boden, und Ktu'n öffnete ein Portal zu einer dunklen Ebene, durch das ihn Ljevin verfolgte.

Fortsetzung folgt ...

(Das Ende der Zeit und ihre Folgen, Zweitwelt; genaue Welt unbekannt)


Zur Erklärung [weil ich hauptsächlich versucht habe, ästhetisch und mit nicht so vielen Wortwiederholungen zu schreiben (und falls es immer noch Unklarheiten gibt)]:
> Meister des Gleichgewichts = Ljevin = Lichtmeister
> Meister des Unheils = Ktu'n = Schattenmeister

#3 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Nharun 17.02.2021 21:56

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Das Ende der IX. Dynastie


Großprojekt enthüllt neue Hinweise auf den Untergang der mächtigsten demarischen Dynastie



Über das Ende der IX. Dynastie von Demar (ca. 795 bis 683 VOR) und die bis 667 anderndauernde, sogenannte „Zwischenzweit“ haben sich Generationen von Geschichtswissenschaftlern den Kopf zerbrochen. Jetzt gibt es durch ein von Professor Zachi Awa, Leiter der Dimmerischen Antikenbehörde, koordiniertes Grabungsprojekt erstmals neue Erkenntnisse.

Die IX. Dynastie von Demar war eine der mächtigsten und erfolgreichsten Dynastien und in den 680ern VOR war ihr Demar auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch quasi über Nacht verschwindet dieses stolze und mächtige Demar aus dem Blickfeld der Geschichte, werden seine florierende Städte verlassen und erheben sich seine Klientelreiche in ihre Unabhängigkeit.
In den historischen Quellen aus dem Umfeld Demars finden sich, obgleich sporadisch, diffuse Hinweise, die vor allem von Verwunderung geprägt sind.

Ein phanechischer Kaufmann klagt: „Lange Jahre haben die Götter mich mit reichen Erträgen aus den Geschäften in Ga’ai gesegnet, nun möge mir Isarti gnädig sein, denn in Ga’ai gibt es niemanden mehr, der meine Waren noch kaufen könnte.“

In einem Tempel in Imar wurde der jubilierende Dank des Gottkönigs gefunden: „Gepriesen sei die große Göttin, die das dreiste Demar-Land seiner gerechten Strafe zugeführt hat, die seine Städte zerschlagen und seine Männer getötet hat.“

Die archäologischen Zeugnisse beweisen: Die Städte Demars werden am Ende der IX. Dynastie verlassen und es gibt deutliche Anzeichen von Zerstörung, auch wenn seit der X. Dynastie die Städte wieder aufgebaut werden. Da neben unbestatteten Leichen auch immer wieder Zeugnisse von Kämpfen gefunden wurden, vermutete man lange, die IX. Dynastie sei in einem Bürgerkrieg untergegangen – Sklavenaufstände oder Revolten von Gaufürstinnen sind schließlich aus den Zeiten davor und danach reichlich bekannt.

Doch nun enthüllt ein großes koordiniertes Grabungsprojekt der Universität Tajine in Kooperation mit der Universität Sur neue Erkenntnisse. Die Teams der beiden Universitäten haben dabei archäologische Schauplätze in acht antiken Städten untersucht, die mit der IX. Dynastie in Verbindung gebracht werden, und haben nicht weniger als 10 weitere Grabungsorte sondiert, um ihre Ergebnisse zu stützen.

Sie kommen zu dem Ergebnis, dass eine gewaltige Überschwemmung des Chin für den Untergang der IX.Dynastie verantwortlich ist. „Die Überschwemmung war gewaltig. So eine gab es nie zuvor und nie danach, soweit wir wissen. Der Chin ist über die Ufer getreten und eine oder sogar mehrere Flutwellen haben von den Bergen bis zum Meer hin Städte und Siedlungen einfach fortgerissen. Selbst die monumentalen Steinbauten haben Schäden davongetragen, die von späteren Dynastien restaurativ überbaut wurden. Diese Katastrophe hat die zentrale Regierungs- und Infrastruktur von jetzt auf gleich vernichtet; es kam dann in der Folge zu Hungersnöten und Seuchen, auch dafür haben wir Spuren gefunden. Und Krieg, die Überlebenden haben sich wahrscheinlich um die Reste bekriegt“, erklärt Professor Zachir Awa, Leiter der Dimmerischen Antikenbehörde und Koordinator des Projekts. „Wir werden unsere Ergebnisse jetzt in einer Monographie zusammentragen und ich bin auch schon in Verhandlungen über mindestens drei Dokumentarfilme, die mit mir über diesen Fund gedreht werden. Sie können gespannt bleiben!“

#4 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Elatan 17.02.2021 21:58

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Das Ende einer Welt


Koron schlich durch die Straßen von Tadastara und ließ seinen Blick über die Ruinen von Palästen und Türmen schweifen. Die Hauptstadt Belcasgars wurde von ihren Bewohnern vor einigen Jahren noch „die Ewige“ genannt und nichts hatte darauf hingedeutet, dass sie jemals untergehen könnte. Welche Stadt konnte sich mit ihr messen? Welches Reich war mit dem, welches ihr Untertan war, vergleichbar? Gold, Juwelen und Elfenbein waren nach Tadastara geströmt und die Stadt war immer weiter gewachsen und während einige Städte, wenn sie wuchsen, sich überdehnten und schließlich in Chaos versanken, hatten in Tadastara Recht und Ordnung bestanden, welche durch die eiserne Faust des Königs gesichert wurden. Natürlich hatte es Neid und Missgunst gegeben. Südlich des Meeres hatten die Götzenanbeter aus Xuzail gegen Belcasgar und seine Verbündeten intrigiert, doch war es in den letzten Jahrzehnten schwer angeschlagen gewesen. Gerüchte hatten gesagt, dass der südliche Teil ihres Reich völlig durch die Merohim im Krieg gegen das Volk der Noam Asorl verwüstet worden war und Koron war nicht der einzige, der dies mit einer gewissen Genugtuung aufgenommen hatte. Er wusste nicht viel über die Merohim, aber er wusste, dass ihre Sklaven, die Alohim, sich gegen sie aufgelehnt hatten und sie aus den Ländern des Nordens vertrieben hatten. Vermutlich hatte Belcasgar daher den Alohim zu verdanken, zum bedeutendsten Reich der Menschen geworden zu sein. Wenn er so darüber nachdachte, hätte Koron fast schon ein schlechtes Gewissen bekommen. Die Alohim hatten Boten zum König gesandt und ihn um Unterstützung im Kampf gebeten, doch er hatte abgelehnt und sich aus ihrem Kampf herausgehalten. Ob es ehrenvoll gewesen war? Vielleicht nicht. Ob es dafür gesorgt hatte, dass Belcasgar unversehrt blieb, während alle anderen Reiche hatten bluten müssen? Sicherlich.

Aber was hatte dies alles gebracht außer einige Jahre die Hegemonialmacht einer Welt gewesen zu sein, die dem Untergang geweiht war?

Als Belcasgar auf dem Höhepunkt seiner Macht gewesen war, hatte der südliche Horizont in der Nacht gebrannt und ein Grollen war zu hören gewesen, welches die Gebeine der Erde erschüttert hatte. Die schwarzen Fluten des Meeres waren hoch wie Türme über Tadastara gekommen und innerhalb weniger Augenblicke war die uneinnehmbare Stadt zerstört gewesen und all seine Bewohner hatten den Tod gefunden. Der König hatte es nur deshalb überlebt, weil er auf einem Jagdausflug in den Bergen gewesen war, doch nach jener Nacht war er kein König mehr, sondern nur noch der Anführer einer verzweifelten Gruppe Überlebender, die jeden Tag die Götter anflehten, dass sie doch die Sonne wieder scheinen lassen sollten wie früher. Die finsteren Wolken waren geblieben und während die Sommer zu Wintern wurden, starben immer mehr von denen, die einst dem König von Belcasgar die Treue geschworen hatten. Schließlich hatten sie ihn alle verlassen und er, der er einst König gewesen war, wanderte nun durch die Straßen seiner geliebten, vergangenen Stadt.

#5 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Aguran 17.02.2021 22:02

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Der Sphärenbruch

Ich erinnere nich daran als sei es gestern gewesen, umd so ist es nun bereits mehr als 6 Jahrzehnte her.
Und erst heute vermag ich davon zu berichten, ohme in tiefster Verzweiflung versinkend mein Schreibzeug vom Tisch zu fegen.

Ein junger Mann, ein Novize des Blauen Ordens, von gerade einmal 12 Wintern war ich als meine Welt in Stücke brach, und mit ihr das Leid in die Welt kam.

Ein heißer Tag im Sommer war es, ein wenig zu schwül vielleicht, aber alles in Allem sehr angenehm. Wir hatten schon seit Wochen die theoretischen und auch praktischen Unterrichtseinheiten in die Parks der Universität, oder die der Unterstadt verlegt.

Eigentlich war es ein sehr gewöhnlicjer Sommer, wären uns Novizen nicht die immer nervöser werdenden Magister aufgefallen. Wie sie sich immwr wieder tuschelnd in dunklen Ecken und Zimmern herumdrückten, während sie im Angesicht ihrer Schüler und Bürger das üblich freundlicje Gesicht wahrten, welches jedoch zu immer dünnerer Fassade wurde.

Einige der Magier und Händler hatten bereits vor Tagen damit begonnen die Stadt zu verlassen.
Während andererseits immer mehr Magier die Kutten der Kampfmagier anlegten umd durch die Straßen patrouilierten.
Dennoch sagte keiner uns Novizen was geschehen werde. Als ich selbst Meister Ruodor, einen engen Freund meines Vaters danach befragte wich dieser ansonsten warmherzige Mann mich brüsk zurück umd befahl mir das Ordensgelände nicht mehr zu verlassen.

Es war der Abend des 13 Katala, als ich die Trommeln hörte, und ich aus den Fenstern des Novizenturms blickte.
Durch das östliche Tal marschierte der Heerwurm des Hexenmeisters auf unsere schöne Stadt zu. Und ich spürte wie die Luft um mich herum vor Magie zu flirren begann, als sich die Kampfmagier des Ordens wappneten.

Ein eiskalter Schauer überlief mich, als ich einige Stunden später zum wiederholten Mal sah wie schon wieder eines unserer Geschosse über den Horden des Feindes in feuriger Gischt zerplatze, umd doch keinerlei Schaden anzurichten vermochte.

Viele Stundem darauf mussten wr den Beschuß des Feindes erdulden. Unsere Kämpfer konnten viele dieser Geschosse ablenken oder gar zurückwerfen, doch die Anstrengumg forderte immer mehr ihren Tribut.
Was nun eim Grund dafür war dass wir Novizen in den Katakomben zusammen getrieben wurden, wir fühlten ums wie Vieh auf der Schlachtbank, nur auf dne befreienden Schlag wartend, während um uns herum die altehrwürdigen Gewölbe erbebten, und teils sogar notdürftig angestützt werden mussten.
Bevor ich hier unten ankam hatte ich den Turm des Hohen Rates bereits traurig und im Wind gefährlich schiefstehend, mit grausig klaffenden Löchern erblickt, was mir und auch amderem Novizen den Mut sinkem ließ.

Es musste tiefe Nacht gewesen sein als uns unsere Magister zusammen riefen um uns durch hastig geöffnete Portale zu treiben.
Kaum hatte ich das Portal betreten war es als würde mir der Leib zerrissen, umd ich wußte es in dem Moment als es geschah.
Unser Erzmagier, er war tot, Karadmin unser Gott verwundet, die Magie selbst geriet ins Chaos.

Zwei meiner besten Freunde um mich herum fielen ebenfals tot um, als sich Schattenwesen aus ihren Leibern stemmten.
In Panik geratend floh ich zurück in das bereits kollabierwnde Portal, und wurde eins mit der Magie.
Ich sah wie sich alle Wolken auf einmal entleerten und als Schnee und Eis zu Boden fielen.
Überall wo die Sphärengrwnze ohnehim schon dünn ist zerriss der Schleier und die Wessen des Scjattwns umd der Dämmerung brachem über unsere Welt herein.
Winter umd Dunkel brachen herein umd beendeten den Sommer noch bevor die Ernte hatte eingeholt werden können.

Die natürliche Magie versuchte die Wunden die ihr gerissen wurden zu heilen und die Chaosknoten brachen aus.
Mensch, Tier und Pflanzenwelt mutierte um sicj gegen die Dämmerwesen zur Wehr zu setzen.
Ganze Siedlungen am Rande der Wildnis verschwanden über Nacht im Chaos umd waren mit Mann und Maus verloren.

Karadmins Macht über die Magie war gebrochen, Chaos, Schatten und Hunger und Krieg herrschten in den kommenden drei Jahresläufen, bevor sich der Gott der Magie endlich erholen konnte und einen neuem Erzmagier ernannte, welcher fortan im Exil gegen den Hexenmeister kämpfte und die Sphärenbrüche versiegelte.

#6 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Elatan 17.02.2021 22:23

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Das Spontanspeedbasteln endet! Nun lobset nicht allzu katastrophal!

#7 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Aguran 17.02.2021 22:39

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@Chrontheon
Sehr interessanter Text, man merkt das du dir viel Mühe für die ästhetischen Aspekte gemacht hast. Ist das eine Art katastrophaler Schöpfungamythos?

@Nharun
Liest sicj sejr interessant umf flüssig. Ich würde die Doku dazu verschlingen. 😁

Weshalb war die Überflutung denm gleuch derart verheerend?
War das Reich zu zentralistisch Strukturiert und konnte sich deshalb nicht konsolidieren?
War es evt. sogar nur ein Stadtstaat?
Oder aber hatte es andere Gründe?

@Elatan
Liest sich sehr eindrücklich, war es ein Tsunami?
Was wurde aus dem König und seinem verbliebenen Volk?

#8 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Elatan 18.02.2021 08:09

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@Chrontheon: "Kalb floh for dem Schürzenmann, der ein großes Messer schwang." ist ein wunderarer Reim! Sehr schön geschrieben.
@Nharun: Gab es einen "besonderen" Grund dafür, dass es zu dieser gewaltigen Überflutung kam? Berichten vielleicht Schreiberlinge aus anderen Teilen der Welt über merkwürdige Begebenheiten zu jener Zeit?
@Aguran: Das klingt wirklich apokalyptisch. Ich finde es eine sehr tolle Idee, dass die Mutationen nicht auftraten, weil die Pflanzen und Tiere einfach verdorben wurden, sondern sie es im Gegenteil darum taten, um sich schützen zu können. Ich hoffe, du beehrst uns mit weiteren Geschichten und Texten aus dieser Zeit!

Zitat von Aguran im Beitrag #7
Liest sich sehr eindrücklich, war es ein Tsunami?Was wurde aus dem König und seinem verbliebenen Volk?

Es war unteranderem ein Tsunami, ja. Die im Beitrag erwähnten Merohim versuchten im Süden das damals äußerst fruchtbare Land Noam Asorl zu erobern und sie gerieten dabei mit den dort lebenden Galrûk (wie das, was von ihnen übrig ist, heute genannt wird) aneinander. Beide Völker waren überaus fähig im Einsatz von Magie, allerdings geriet sie dann entweder außer Kontrolle, oder die unterlegene Seite wollte ihrem Gegner das Land nicht überlassen, wodurch es vollkommen zerstört wurde; vage Textfragmente erzählen von Feuer, das vom Himmel regnete, Vulkanausbrüchen, Erdbeben und weiten Landmassen, die im Meer versanken - unteranderem weite Teile Belcasgars. Es folgten zudem mehrere Jahre, in denen der Himmel so bedeckt war, dass die Sonne kaum herauskommen konnte.

Alle Hochzivilisationen der Menschen gingen in dieser Zeit unter und ihre Völker fielen um Jahrhunderte in sämtlichen Belangen zurück. Die Völker, die am Mittelmeer lebten, hörten praktisch auf zu existieren und die Überlebenden zerfielen in kleine Stammesgemeinschaften, von denen einige nach Norden zogen und sich dort mit den primitiveren Menschen vermischten; manch ein atamerisches Adelshaus führt seinen Stammbaum auf eine der herrschenden Familien Belcasgars, Nemyirs oder anderer Reiche jener Zeit zurück, ohne dafür jedoch wirklich stichhaltige Beweise bringen zu können. Um König Koron selbst ranken sich viele Geschichten, in denen er ohne Volk und Reich durch die Welt verwüstete Welt zieht und Heldentaten vollbringt.

#9 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Chrontheon 18.02.2021 10:26

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*Lobsbeeren verteil*

@Chrontheon: Die Namen im ersten Abschnitt kommen mir irgendwie bekannt vor. Viel von der Naturkatastrophe haben wir ja noch nicht gesehen. Ich frag mich, wie die Geschichte weitergeht.

@Nharun: Oh, ich dachte zuerst, es war der Meteoriteneinschlag, über den du mal geschrieben hast. Aber nur Überschwemmungen ... dein Beitrag scheint der harmloseste zu sein ...

@Elatan: Meteorit, oder Vulkan? Die Fluten des Meeres deuten auf ersteren hin, während die finsteren Wolken letzteren andeuten. Vielleicht ist es beides: Ein Meteorit fällt auf einen Vulkan, der bricht daraufhin aus und schleudert den Meteorit ins Wasser, was die Wellen macht. Irgendwie hab ich bei dem Titel an was Schlimmeres gedacht, aber was hätt ich schon bei deiner Welt erwarten können? Dass sie tatsächlich endet?

@Aguran: Das erinnert mich zu sehr an meinen eigenen Beitrag. Ich hoffe, der Erzmagier und der Novize können die Schäden wieder beheben!




Zitat von Aguran im Beitrag #7
@Chrontheon Sehr interessanter Text, man merkt das du dir viel Mühe für die ästhetischen Aspekte gemacht hast. Ist das eine Art katastrophaler Schöpfungamythos?

Mehr ein Apokalypsenmythos. Und durchaus realer; was hier passierte hat Auswirkungen die deutlicher erkennbar sind als die Ereignisse des Vorgängerbeitrags.

Zitat von Elatan im Beitrag #8
@Chrontheon: "Kalb floh for dem Schürzenmann, der ein großes Messer schwang." ist ein wunderarer Reim! Sehr schön geschrieben.

:D

[Ui, ich hab den Rechtschreibfehler gar nicht bemerkt!]

#10 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Elatan 18.02.2021 12:13

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #9
Meteorit, oder Vulkan? Die Fluten des Meeres deuten auf ersteren hin, während die finsteren Wolken letzteren andeuten. Vielleicht ist es beides: Ein Meteorit fällt auf einen Vulkan, der bricht daraufhin aus und schleudert den Meteorit ins Wasser, was die Wellen macht. Irgendwie hab ich bei dem Titel an was Schlimmeres gedacht, aber was hätt ich schon bei deiner Welt erwarten können? Dass sie tatsächlich endet?

Die Antworten findest du in der Antwort auf Agurans Frage. Ach schlimm genug ist das schon, da damals die menschliche Zivilisation erstmal den Bach unterging und es tatsächlich für die Zeitgenossen das Ende der/ihrer Welt war.

#11 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Nharun 18.02.2021 17:42

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@Chrontheon Der Text ist interessant und der Schwerpunkt auf die Ästhetik hat sich ausgezahlt; es macht Spaß den Text zu lesen.

@Elatan Ich hab das glaub ich noch nie erwähnt, aber ich mag ja deine Namen. "Tadastara" und "Belcasgar" klingen schon noch verwunschenen, untergegangen Städten/Landschaften und diese tragisch-katastrophale Geschichte passt sehr gut; ich mag auch dass dein Text eine gewisse Melancholie zu erzeugen vermag, bei der die vergangene Größe wie ein fast verblasstes Echo durchhallt.

@Aguran Das ist ein cooles Szenario (außer für die Betroffenen, versteht sich) und sehr spannend zu lesender Erlebnisbericht! Ich schließe mich Elatans Hoffnung auf mehr Geschichten aus dieser Zeit an!




Auf die Kommentare zu meinem Beitrag

Zitat von Aguran im Beitrag #7
Liest sicj sejr interessant umf flüssig. Ich würde die Doku dazu verschlingen.

Weshalb war die Überflutung denm gleuch derart verheerend?
War das Reich zu zentralistisch Strukturiert und konnte sich deshalb nicht konsolidieren?
War es evt. sogar nur ein Stadtstaat?
Oder aber hatte es andere Gründe?


Der Chin (im Altertum "Chena") genannt ist ein großer Fluss, der von den Bergen im Süden Demars bis zur Küste im Norden fließt und dabei ähnlich dem Nil ein Ödland durchquert, das im Altertum besonders dicht an den Fluss heranreichte [in der Moderne hat man der Wüstenödnis mehr Land abgerungen]. Die Städte Demars reihten sich im Altertum immer wie Perlen an einer Schnur, denn abseits des Chena gab es nur wenige kleine Handelsposten oder Minensiedlungen. Die Überschwemmung war also so verheerend, weil einfach 95% des demarischen Kernlandes betroffen waren.
Anders als beim Nil bietet der Chin/Chena keine regelmäßigen Hochwasser, deren Überflutung erwartet wird, weshalb die Demarer auch wesentlich unvorbereiteter waren. Die Konsoldierung war nach der Katastrophe schwierig bis unmöglich, weil die Überlebenden gleich um ihr Leben kämpften, nachdem der Fluss in dem schmalen Lebensgürtel am Fluss alles vernichtet hatte; und unter der Herrschaft jeder Andah'Kah brodelte es in Demar sowieso ständig, so dass manch eine untergeordnete Priesterin sich vielleicht gleich zur Warlady aufgeschwungen hat.


Zitat von Elatan im Beitrag #8
Gab es einen "besonderen" Grund dafür, dass es zu dieser gewaltigen Überflutung kam? Berichten vielleicht Schreiberlinge aus anderen Teilen der Welt über merkwürdige Begebenheiten zu jener Zeit?


Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Der Chin/Chena entspringt am "Weinenden Riesen" den Bergen; wobei dort nicht die eigentliche Quelle liegt, sondern in den Höhlen des Berges nur verschiedene, unterirdische Flüsse zusammenlaufen, die dann am "Riesen" entspringen. Die Quellflüsse müssten im Bereich des heutigen Sember liegen, dürften aber nicht in einer Gegend liegend, wo großartige Niederschläge zu erwarten sind, sondern Speisen sich vor allem aus Schmelzwasser von Gletschern. Möglicherweise brach damals in den Höhlen des "Weinenden Riesen" ein neuer Zufluss in das System ein, der bis dahin wo anders abging und plötzlich mehr Wasser in den Chin/Chena drückte?

#12 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Aguran 18.02.2021 20:31

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Zitat von Nharun im Beitrag #11
Möglicherweise brach damals in den Höhlen des "Weinenden Riesen" ein neuer Zufluss in das System ein, der bis dahin wo anders abging und plötzlich mehr Wasser in den Chin/Chena drückte?
Klingt durchaus plausibel.
Auch eine abgehende Mur mit anschließend auftürmender Sturzflut wäre durchaus denkbar, wie du das Gebiet beschreibst.

#13 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Nharun 18.02.2021 20:33

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Zitat von Aguran im Beitrag #12
Auch eine abgehende Mur mit anschließend auftürmender Sturzflut wäre durchaus denkbar, wie du das Gebiet beschreibst.


Da ich dafür erstmal googlen musste, um zu verstehen, was damit gemeint ist, ist das gekauft!

#14 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Aguran 18.02.2021 20:39

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https://de.wikipedia.org/wiki/Murgang

In folge daraus kan sich dann eine Sturzflut entwickeln. Entweder durch die Mur selbst und das eingetragenen Material in die Gewässer, welches dann Massen an Wasser verdrängt, oder aber auch durch Aufdämmung, durch die Schlammlawine, die zuerst unterspült und dann schließlich wie bie einem Dammbruch weggespült wird.

((Nun wurde das auch noch ein zweiter Post)) :D

#15 RE: Fünftes Spontanspeedbasteln am 17. Februar 2021: Naturkatastrophen von Amanita 20.02.2021 12:49

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Alles sehr interessante und auch etwas verstörende Beiträge.
Silaris ist dagegen eine Welt bzw. zumindest ein Kontinent, der in einem Teil der Welt liegt, die nicht durch die ganz großen Naturkatastrophen gefährdet ist. Es gibt zwar im Norden Sariliens eine vulkanisch recht aktive Gegend, die aber nie im größeren Stil besiedelt wurde, weil sie sehr unwirtlich und von unzuverlässigen Elementaren bewohnt ist. Der Rest ist seismologisch sehr ruhig, auch wenn die Menschen manchmal mit kleineren Sturmfluten, Orkanen oder Dürreperioden zu kämpfen haben.

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