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#1 Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Chrontheon 03.03.2021 13:39

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Seid dabei, wenn ihr seine Meinung nicht ändern könnt! Am Mittwoch, dem 3. März 2021, um beim besten Basteln mitzumachen! Beginn ist um 20:30, ab 20:00 ist die Vorbesprechung mit Auswürflung.

#2 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: [Themamussnochgewürfeltwerden] von Elatan 03.03.2021 20:31

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Arrr, ihr Landratten und Leichtmatrosen, bereit zu entern! Das Thema lautet: Piraterie!

#3 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: [Themamussnochgewürfeltwerden] von Elatan 03.03.2021 21:11

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Die Piraten der Tejaaven


Wenn jemand von den Tejaaven hört, so kommt ihm sogleich Piraterie in den Sinn und die Bewohner dieser Gruppe kleiner Inseln nördlich von Ilranuh im Meer der Stürme, haben kaum ein Recht, sich darüber zu beklagen. Das Klischee, dass die Tejaaver allesamt Piraten sind, kommt nicht von ungefähr, ist es doch so, dass Piraten diese Inseln tatsächlich beherrschen und fast jeder Mann zumindest für einige Zeit auf einem der Schiffe anheuert, um auf Plünderfahrt zu gehen - und auch einige Frauen lassen sich von solchen Vorhaben nicht abbringen. Die Behauptung, die Tejaaven seien ein Ort der Gesetzlosigkeit und Anarchie, ist jedoch nicht haltbar.

Es gibt nicht viele Gesetze auf den Tejaaven, doch wenn eines von ihnen gebrochen wird, so fällt die Strafe hart und gnadenlos aus: Die Gesetze sind fast schon mit religiösen Geboten vergleichbar, die nicht gebrochen werden dürfen. Sie sind es, die das Zusammenleben auf den Tejaaven ermöglichen, auf denen Piratenkapitäne und Tavernenbesitzer* den Ton angeben. Wenn ein Kapitän beispielsweise einen seiner Matrosen nicht dafür bestrafen würde, dass dieser einen anderen Tejaaver bestohlen hat, so würde er als ehrlos gelten und im schlimmsten Fall könnte er entweder von seiner Mannschaft abgesetzt werden, oder aber er und seine Leute würden zu Feinden erklärt werden, deren Vernichtung Ziel aller anderen Piraten wäre.

Wer jedoch den Piraten der Tejaaven anderswo begegnet, wird kaum glauben, wie gesetzestreu diese Menschen in ihrer (Wahl)heimat sind. Viele Handelsschiffe oder Küstendörfer rücken ihre Habseligkeiten lieber freiwillig heraus, bevor sie es auf einen Kampf mit den Seeräubern ankommen lassen, die meist nur dann Gefangene nehmen, wenn es sich für sie lohnt.



*Tavernen bzw. Gasthäuser sind auf den Tejaaven mehr als nur Schauplätze von Wein, Weib und Gesang: Sie nehmen den Platz von Rathäusern ein und sind nicht selten auch befestigt. Die Wirte sind häufig ehemalige Kapitäne, welche hohes Ansehen genießen und daher Versammlungen leiten, bei denen kein Alkohol ausgeschenkt wird, ehe nicht alles geklärt wurde.

#4 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Harbut 03.03.2021 21:15

Tarburg, am Morgen des sechsundzwanzigsten Tags, des 3 Monats 1760 n.H.

„Ein Zwerg der auf dem Wasser gesehen wurde! Und dann auch noch einfach hergezaubert… witzig Utrat.“ Als wenn ich mich nicht selbst verarschen könnte.

„Aber wenn ich es dir doch sage… ich habe dieses Eisenschiff mit eigenen Augen gesehen! Sie haben… also sie waren… auf jeden Fall haben unsere Deckwachen sie wohl nicht gesehen, denn ich habe keine Kanonen gehört, haben uns gerammt und geentert…. Bitte… nicht!“


Janazek hörte Utrat nicht mehr zu, sondern drückte ab. Utrats Kopf löste sich förmlich auf und bespritzte Jakob und Sarum mit Knochen, Gewebe und Hirn.


„So ihr beiden Möchtegern Piraten. Ihr wart 120 Mann an Bord der Seefalter, 120 meiner vermeintlich besten Männer und Frauen 60 Kanonen, Harpunen und Netzwerfer und nur ihr drei Versager seit hier in Tarburg angekommen und dann erzählt mir dieses versoffene Stück von toten Utrat auch noch, dass euch Zwerge… ZWERGE… verdammt wer soll euch das denn glauben? ZWERGE!“ schrie Janazek förmlich „euch auf offener See angegriffen haben? Mit einem Eisenschiff, das ihr nicht gesehen habt, bis es euch geentert hat? Ihr solltet die Sein die entern! Was habt ihr dazu zu sagen?“


Jakob und Sarum schauten auf den Boden, zwischen ihnen sickerte langsam Utrats Blut zwischen die Holzdielen der Scheune, in der sie knieten.


„Was ist jetzt? Keine Antwort? Soll ich euch auch abknallen?“ fragte Janazek nun etwas ruhiger, während er seine Pistole nachlud. Jakob hob langsam seinen Kopf und blickte seinem Anführer an und nickte nur. Janazek wirkte das erste Mal in seinem Leben unsicher. Seit wann finden seine Männer keine Ausreden mehr, sondern lassen sich einfach erschießen. Janazek hockte sich vor die beiden, hob erst bei Jakob, dann bei Sarum den Kopf an und schaute beiden in die Augen. Er sah Angst. „So, noch einmal von vorne, ich erschieße euch nicht, was ist passiert?“


Sarum fing an zu flüstern „Utrat hat die Wahrheit gesagt, wir waren auf dem Weg nach Tarburg und alles war normal als dieser Stoß durchs Schiff ging. Viele von uns lagen in den Kojen und Hängematten und bevor wir raus waren, hörten wir schon Geschrei vom Oberdeck und Wasser drang ins Schiff ein. Utrad, Jakob und ich schlafen ja ganz hinten, deswegen hatten wir wahrscheinlich Glück…“


„Glück? GLÜCK? Was zur Hölle nennst du Glück? Bist du völlig bescheuert?“ Janazek holte mit der Pistole aus und schlug Sarum mit einem Schlag gegen die Schläfe. „Ups… deine Chance Jakob, was ist dann passiert?


Wie ein Wasserfall fing Jakob an zu reden. „Utrad war vor uns, wir hatten unsere Pistolen und Säbel gezogen, aber kurz vor dem Niedergang nach Oben stoppte Utrad und sagte wir sollen uns umdrehen und zum Heck zum Beiboot von Kapitän Brich rennen. Wir hörten schwere Stiefel und sehr schnelles schießen von Gewehren und Pistolen, drehten uns aber nicht um. Wir kletterten durch eins der Heckfenster in der Kombüse und dann in das Beiboot. Wir hörten die Schreie und die Kämpfe von oben, sahen aber nichts. Nach ein paar Minuten fing die Seefalter an sich zu kränken und sank langsam über Steuerbord. Kurz bevor wir das Wasser berührten, schnitten wir die beiden Taue durch und ruderten so schnell wir konnten von der Seefalter weg. Dabei sahen wir das Eisenschiff an Backbord und Kleinwüchsige, welche Kisten von Bord trugen. Kurz danach explodierte die Seefalter und die Welle ließ uns kentern. Nach einigen Minuten konnten wir das Beiboot wieder aufrichten und reinklettern, aber das Eisenschiff war wie die Seefalter weg. Kein anderer hat überlebt. Wir fischten noch etwas von dem Treibgut aus dem Wasser und ruderten dann Richtung Land. So ist das wirklich passiert… glaube uns bitte…“


„Hm“, mehr sagte Janazek nicht, er stand auf und ging Richtung Scheunentor. Kurz vor dem Tor drehte er sich um, zielte auf Sarum und schoss ihm auch in den Kopf.
Still murmelte er, „Janazek der Piratenfürst wird von Kleinwüchsigen überfallen. Das darf niemand je erfahren. Trotzdem muss ich herausfinden, ob an der Geschichte was dran ist oder ob diese Nichtsnutze mich nur beklauen wollten.“

#5 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: [Themamussnochgewürfeltwerden] von Harbut 03.03.2021 21:30

Zitat von Elatan im Beitrag #3


Die Piraten der Tejaaven

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Die Piraten der Tejaaven



Wenn jemand von den Tejaaven hört, so kommt ihm sogleich Piraterie in den Sinn und die Bewohner dieser Gruppe kleiner Inseln nördlich von Ilranuh im Meer der Stürme, haben kaum ein Recht, sich darüber zu beklagen. Das Klischee, dass die Tejaaver allesamt Piraten sind, kommt nicht von ungefähr, ist es doch so, dass Piraten diese Inseln tatsächlich beherrschen und fast jeder Mann zumindest für einige Zeit auf einem der Schiffe anheuert, um auf Plünderfahrt zu gehen - und auch einige Frauen lassen sich von solchen Vorhaben nicht abbringen. Die Behauptung, die Tejaaven seien ein Ort der Gesetzlosigkeit und Anarchie, ist jedoch nicht haltbar.

Es gibt nicht viele Gesetze auf den Tejaaven, doch wenn eines von ihnen gebrochen wird, so fällt die Strafe hart und gnadenlos aus: Die Gesetze sind fast schon mit religiösen Geboten vergleichbar, die nicht gebrochen werden dürfen. Sie sind es, die das Zusammenleben auf den Tejaaven ermöglichen, auf denen Piratenkapitäne und Tavernenbesitzer* den Ton angeben. Wenn ein Kapitän beispielsweise einen seiner Matrosen nicht dafür bestrafen würde, dass dieser einen anderen Tejaaver bestohlen hat, so würde er als ehrlos gelten und im schlimmsten Fall könnte er entweder von seiner Mannschaft abgesetzt werden, oder aber er und seine Leute würden zu Feinden erklärt werden, deren Vernichtung Ziel aller anderen Piraten wäre.

Wer jedoch den Piraten der Tejaaven anderswo begegnet, wird kaum glauben, wie gesetzestreu diese Menschen in ihrer (Wahl)heimat sind. Viele Handelsschiffe oder Küstendörfer rücken ihre Habseligkeiten lieber freiwillig heraus, bevor sie es auf einen Kampf mit den Seeräubern ankommen lassen, die meist nur dann Gefangene nehmen, wenn es sich für sie lohnt.



*Tavernen bzw. Gasthäuser sind auf den Tejaaven mehr als nur Schauplätze von Wein, Weib und Gesang: Sie nehmen den Platz von Rathäusern ein und sind nicht selten auch befestigt. Die Wirte sind häufig ehemalige Kapitäne, welche hohes Ansehen genießen und daher Versammlungen leiten, bei denen kein Alkohol ausgeschenkt wird, ehe nicht alles geklärt wurde.

Gefällt mir sehr gut, fühlt sich an wie ein Piratenehrenkodex. Da könnte ich mich heimisch fühlen.

#6 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Elatan 03.03.2021 21:30

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Die Kaperfahrt ist vorbei! Kommt wieder an Land und lobset und reichet nach!

#7 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Chrontheon 03.03.2021 21:44

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Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Unheil auf Hoher See

„Seid Ihr sicher? Es ist schon schlimm genug, wie es jetzt ausschaut, aber nach so einem Vorhaben wird uns jeder jagen.”

„Es ist war, das Risiko ist hoch, doch so ist auch der Preis, den es zu gewinnen gibt. Für jeden von uns, nicht nur für mich.”

„Habt Ihr ein Schiff?”

„Nein, doch das ist nur eine Frage der Zeit.”

„Männer?”

„Suche ich hier.”

„Ihr habt kein Schiff, keine Mannschaft, und fragt mich um einen solchen Gefallen?”

„Du kennst die besten Leute. Wertvolle Leute. Leute, die man sonst nur am Festland oder in der Imperialen Marine findet.”

„Sagt es nicht!”

„Einen Navigator.”

„Ich bitte Euch!”

„Einen Chirurgen.”

„Warum tut Ihr das?”

„Einen Kartographen.”

„Hh.. Wie soll ich diese Leute dazu überreden, hier mitzumachen?”

„Anteile.”

„Anteile?”

„Ja. Jeder bekommt einen gerechten Teil des Gewinns. Wir arbeiten für niemand anderen als uns, und wir zahlen keine Steuern. Mehr für die Mannschaft.”

„Um wie viel handelt es sich hierbei?”

„Weißt du, was eine Imperiale Galeere so transportiert?”

Schweigen.

„Ok, ich rede mit ihnen.”




Die Segel blähten sich im Wind, und das Schiff bewegte sich aus dem Hafen auf das offene Meer hinaus. „Ich dachte nicht, dass es so einfach sein würde, Captain!” „Das ist der Vorteil, wenn man den Besitzer rekrutiert. Wie gut, dass wir jemanden haben, der die Reparaturen durchführen konnte. Andernfalls wären wir beim nächsten Sturm auf den Meeresgrund gesendet worden.” „Sagt das nicht. Ihr wisst ja, was der Volksmund sagt: Wer auf See zugrunde geht, mag verloren sein, doch gewiss nicht tot.”

Lange, nachdem die Inseln mit dem Horizont verschmolzen waren, und jeder auf seine Position gegangen war, erklang der Hall der Glocke. Der Navigator prüfte noch einmal die Position mit Karte und Kompass, und eilte an Deck, um die Nachricht zu überbringen: Sie waren auf dem richtigen Kurs, und das Schiff, sofern es die Imperiale Flagge zeigte, musste ein Transporter sein. Seine Vermutung wurde schnell bestätigt, und sie näherten sich dem Ziel.

Sobald sie in Reichweite waren, tauschten sie die Handelsflagge gegen ihre eigene, was, zu ihrer Überraschung, zum Gefecht führte. Dank der Wendigkeit des inulanischen Segelschiffes konnten sie den Kanonen der Galeere ausweichen, und diese schließlich enterten. Der Kampf auf dem Transportschiff war relativ kurz; anscheinend war sich die Besatzung ihrer Überlegenheit im Fernkampf sicher. Nun aber gaben viele Verteidiger auf oder flohen, soweit es ging, was den Sieg über den Rest erleichterte. Die Ladung wechselte das Schiff, die Besatzung, soweit am Leben, wurde im Inneren verwahrt. Ein Teil der Inulaner blieb auf der Galeere, um dem Flagschiff in den Sonnenuntergang zu folgen.




„Das lief erstaunlich gut”, sagte Veridan, als er Carvolo unter dem eng besetzten Sternenhimmel entgegentrat. „Ja, dafür, dass sie sich geweigert haben, lief es wirklich gut”, entgegnete der Kapitän. „Trotz allem, was ich bisher hörte, scheinen die Imperialisten doch sehr treu zu sein. Zu treu, um gleich aufzugeben.” „Das liegt vielleicht an der Fracht. Ich bin mit der Evaluierung fertig ... es ist viel. Und es sind sehr interessante Schätze dabei.”

Carvolo schaute ihn direkt an. „Wie viel bleibt ungefähr für mich?” „Nach der Schadensabrechnung, und mit dem Kapitänsanteil ... mindestens eine Imperiale Galeere in voller Ausrüstung, Rationen inkludiert.” Der Kapitän stieß einen Pfiff aus. „Zum Glück müssen wir die Vollverluste nicht begleichen!” „Das stimmt”, meinte Veridan. „Ich begebe mich am besten wieder in mein Quartier. Es dauert noch eine Weile, bis ich die Anteile auf alle verteilt habe. Bisher kenne ich nur den etwaigen Gesamtschätzwert.”

Kaum hatte er zum Abgang seinen Fuß auf die erste Stufe gesetzt, wurde das Schiff erschüttert. Ahnungslos, doch mit einem unguten Verdacht, ließen sie die Glocke läuten, um die Mannschaft zum Gefecht aufzurufen. Mit einem Blick zur Galeere erkannten sie, dass die Sekundarmannschaft die gleichen Vorbereitungen traf. Ein anderes Schiff war jedoch nicht in Sicht.

Kurz darauf trat jedoch die wahre Ursache aus den dunklen Tiefen des Wassers hervor. Rote Tentakel, den Schüssen der Kanonen und den Klingen der Seemänner ausweichend, schlangen sich um beide Schiffe, und zogen sie hinab. Veridan, wissend, was sich in seinem Quartier befand, geriet in Panik und eilte dorthin. Es war jedoch zu spät, um zu retten, was er suchte, den sein Atem wurde vermischt mit dem kalten Hauch der Ungewissenheit.

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#8 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Aguran 03.03.2021 23:24

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Der Salzwasserbund

Freihafen ist gefallen, verschlungen von dem Flammen der spitzohrigen Landlinge und ihrer Speichellecker! Das Ende unserer Lebensart soll dadurch eingeläutet werden! Wir sollen unsere Schiffe aufgeben uns iher Knute unterwerfen! Niemals sage ich!

So hört her meine leidgeprüften Brüder und Schwestern der Seenomaden, es ist an der Zeit hier und heute zurück zu schlagen! Euer angestammtes Recht an Land zurück zu kehren einzufordern!

Hört her meine Freunde und geliebten Feinde! Brüder und Schwestern im Geiste, vom "Bund der Gischt" Viel zu oft bereits kreuzten wir unsere Schwerter im Kampf gegeneinander und dass obwohl die Meere groß genug für uns sind! Es sind die Spitzohren, welche hier nicht hin gehören!

Und nicht zuletzt, die letzten Überbleibsel des "Glorreichen Triumphirats der Meere"! Meine Kameraden! Lasst uns Freihafen gemeinsam zurückerobern und den Spitzohren damit entgültig klar machen, das wir es sind, die über die Meere herrschen!

Wir sind zu scwhach sagt ihr? Wenn Freihafen fiel hat alles keinen Wert mehr sagt ihr? Ich höre das jammern von Feiglingen, und genau das seid ihr nicht! Die See formte euch, trotzt euch jedne Tag das Üb erleben ab, fordert jeden Tag aufs Neue Mut und Durchhaltewillen! Ihr seid das Meer, ihr seid die Woge, die Welle, ja der Stuirm, welcher sich in die Häfen der Elben ergießen wird!

Was sagt ihr?! Wir sidn zu wenige?! HA! Nein, wir sind viel mehr als sie ertragen könnten! Das Seekönigreich, möchte keine Elben als Herren der Meere dulden! Sie sicherten mir ihre Unterstüzung zu, doch sie forderten dass wir unsere Querelen zuvor beilegen!
Deshalb fordere ich euch alle auf, tretet dem Salzwasserbund bei, seid Teil des Salzwasserrates und regiert das Meer, alle zusammen statt gegeneinander!

Heute feiern wir die Gründung zweier Bünde, die des Salzwasserbundes, und die Allianz mit den Seemenschen des Seekönigreiches!
Es braucht nur noch Eure Zustimung, eure mitarbeit, euer Blut, euren Mut und Eure Kraft!
Die See ist unser!

#9 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Aguran 03.03.2021 23:45

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@Elatan
Tejaaven liest sich wirklich sehr interessant. So ein kleines bisschen wie eine "Schutzburg" für Piraten. Legalisieren sie eventuell sogar noch die Gewinne aus der Piraterie?

@Harbut
Schön geschrieben, konnte ohne Probleme alles in einem Rutsch durchlesen. Der Janazek erscheint mir allerdings extrem unsympathisch. ;)
Die Zwerge haben doch kein U-Boot gebaut, oder? :D

@Chrontheon
Schöner Twist mit dem Kraken.
Hat ihn ein Beutestück angelockt? :D

#10 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Nharun 03.03.2021 23:52

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Eine kurze Geschichte der Piraterie



Seeräuber gab es, seit die Menschheit anfing die Meere zu befahren. Aus der Antike ist überliefert, dass die Städte Phalasteriens, günstig gelegen zwischen den Reichen Küsten Kaphtenus und Demars im Süden und dem echyrischen Phalopos im Norden, in gleichem Maße Handel trieben, wie sie raubten. Obwohl "Piraten" in allen phalastrischen Städten zu finden waren - denn es war für die Phalastrier ein normaler Beruf und in der frühen Klassik stellten die Städte sogar eigene "Lizenzen" aus - galten vor allem Despya und Elyra als Piratennester; freie Häfen in denen jedes Schiff ankern und seine Waren löschen konnte, egal wo diese her kamen. Die phalastrischen Reiche, die sich im Laufe der Spätantike und Frühklassik bildeten, waren im Grunde Piratenreiche, geführt von mächtigen und erfolgreichen Piratenfürsten, deren Flotten sich erfolgreich gegen die Phanecher behaupten konnten. Selbst in den Hochzeiten Arrovelosias in der mittleren und späten Klassik war es für das Reich günstiger, diese phalstrischen Seeräuber zu bezahlen, als ihnen mit Flottengewalt Einhalt zu bieten. Vermutlich ist deshalb Phalstras bis ins moderne Arvelisch die Bezeichnung für Seeräuber geblieben.

Was keinem Reich der Klassik gelang, dem phalastrischen Seeräubertum ein Ende zu bereiten, gelang der großen Katastrophe des Jahres 0. Nachdem die phalastrischen Küstenstädte, vor allem durch die gewaltigen Flutwellen der Katastrophe, vernichtet worden waren, verschwanden diese Piraten; aber es hätte ohnehin keine Handelschiffe mehr gegeben, die sie hätten berauben können.

Während der Dunklen Zeit gab es zwar Piraten, doch meistens handelte es sich bei ihnen um Küstenräuber, die die Schiffe nur zur Fortbewegung verwendeten. Als sich zum Mittelalter hin wieder größere Reiche etablierten, wurden manche dieser Küstenräuber zu Fürsten, die ihre Schiffe nicht länger zum Plündern einsetzen, sondern um ihre Ländereien zu schützen.

Die Piraterie in größerem Stil lebte im Mittelalter erst wieder auf, als die Sternenkriege zwischen den Asiranisten im Norden und den Dscha'ilisten im Süden aufflammten; es handelte sich meist um ehemalige Söldner, Glücksritter oder desillusionierte Veteranen der Kriege. Und wieder wurde Phalastrien zu ihrer Hochburg. Abermals entstanden in Phalastrien Städtebünde oder Reiche, die Fug und Recht als "Piratenreiche" bezeichnet werden können und mit der Zeit konsolidierten einige von ihnen sich zu gefestigten Reichen, den mittelalterlichen Vorläufern der modernen phalastrischen Staaten.

Im ausgehenden Mittelalter und der beginnenden Neuzeit entdeckten dann die Könige, Potentanten und Präsidenten der "ordentlichen" Reiche die Piraterie als Mittel im mehr oder weniger verdeckten Kampf gegen ihre Feinde. Sie unterstützten einzelne Piraten mit Schiffen und gaben ihnen Kaperbriefe aus. Dies blieb ein beliebtes Mittel, dass sich bis weit hinein in das Zeitalter der "Expansionistischen Revolution" erhielt. Als die Reiche der bekannten Welt die unbekannte Welt jenseits der Meere zu erkunden und zu kolonisieren begann, brachten sie ihre Piraten mit. Und in den Kolonien entstanden auch neue - heute würde man sie vielleicht als Separatisten bezeichnen. Das Zeitalter der "Expansionistischen Revolution" kann getrost als Goldenes Zeitalter der Piraterie bezeichnet werden und die moderne "Piraten-Romantik" nimmt meist Bezug auf sie.

Erst im Zeitalter der Ideologien begannen die entstehenden Staaten gezielt gegen Piraterie vorzugehen, man schloss Abkommen gegen sie. Manche Piraten wurden in die Seestreitkräfte integriert, andere Erbarmungslos gejagt. Seit dem ist Piraterie nur eine Randerscheinung und in den großen Kriegen die folgten, spielten Piraten keine Rolle mehr - auch wenn die ordentlichen Seestreitkräfte sich häufig wie welche verhielten.

#11 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Harbut 04.03.2021 09:22

@Chrontheon Ich finde solche unvorhersehbaren Ereignisse oder starken Wendungen klasse. Finde auch die beiden Textteile sehr schön vom Stil her. Wobei mich der Zeitraum zwischen dem ersten Gespräch und dem Lossegeln doch interessiert. Gibs dazu mehr?

@Aguran Habe beim lesen ganz kurz Gänsehaut bekommen. Wo muss ich mich einschreiben? ^^

Zu deiner Frage, die kann ich in kurz und in lang beantworten. ;) Kurz: Ja, man könnte es nach unserem Verständnis ein Unterseeboot nennen. Sollte es eins gewesen sein, wird es davon sicher nicht mehr als 2-3 Stück geben.

@Nharun Könnte ein Wikipedia-Eintrag sein. Schön sachlich beschrieben. Der ganze Text bietet natürlich eine Menge Stoff für deine Zeitalter. Sehr schöne Übersicht.

#12 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Elatan 04.03.2021 10:37

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@Harbut: Zwerge sind immer toll und jetzt bin ich daran interessiert, was sie denn auf dem Wasser machen. Und ich mit Janazek sollte man es sich wirklich nicht verscherzen ...
@Chrontheon: Der Kraken! Da war Piraterie wohl doch nicht die richtige Geschäftsidee.
@Aguran: Okay, die Rede hat mich mitgerissen, wo kann ich anheuern?
@Nharun: Eine schöne kleine Geschichtsstunde! Mir gefallen diese Sachtexte.

Zitat von Aguran im Beitrag #9
Tejaaven liest sich wirklich sehr interessant. So ein kleines bisschen wie eine "Schutzburg" für Piraten. Legalisieren sie eventuell sogar noch die Gewinne aus der Piraterie?

Die Tejaaven sind unabhängig und werden tatsächlich direkt von diesen Piraten beherrscht, welche auch die ersten Siedler waren. Piraterie ist bei ihnen also nicht einmal wirklich illegal, weswegen die Gewinne auch nicht legalisiert werden müssen; man kann das hier wohl auch mit den Wikingern vergleichen, die auch auf Plünderfahrt gingen. Es kommen aber auch tatsächlich Händler zu ihren Inseln oder die Tejaaver fahren selbst zu fremden Handelsplätzen, um die gestohlenen Waren anzubieten. Diejenigen, die mit ihnen handeln, fragen dann auch gar nicht erst nach, woher die Sachen kommen.

#13 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Harbut 04.03.2021 13:26

@Elatan habe fast befürchtet, dass mehr Fragen kommen. ^^ Habe tatsächlich auch schon einiges an Stoff und Story, um das ein wenig zu erläutern. Würde in diesem Thread aber das Thema sprengen. Werde dazu einen neuen Thread aufmachen.

#14 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Nharun 04.03.2021 23:42

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@Eltatan Der Name kommt mir bekannt vor Eine interessante Kultur, sie passt gut in deine Welt
@Harbut Eine schöne Geschichte, mir gefällt der Erzählstil. Vom Klang der Namen fühle ich mich ein wenig an die Witcher-Welt erinnert. Die letzten Zeilen haben mich zum Schmunzeln gebracht
@Chrontheon Gehören die drei Beiträge zusammen oder sind es drei unabhängige Häppchen?
@Aguran Der Text wirkt als Propaganda so gut, dass man gleich mitfeiern und mitkämpfen möchte!

#15 RE: Einhundertachtundfünfzigstes Speedbasteln am 3. März 2021: Piraterie von Harbut 05.03.2021 08:13

@Nharun Meine Namensfindung ist nach wie vor völlig zufällig. Ich nehme einen Anfangsbuchstaben und hacke wahllos auf der Tastatur rum. Meistens kommt irgendwas dabei raus, was halbwegs passt. ^^ Und wieso musstst du schmunzeln? ;)

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