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#61 RE: Toraja - Die Galerie von Chrontheon 10.03.2019 00:54

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Zitat von Nharun im Beitrag #60
Männchen haben einen Kamm am Hinterkopf, Weibchen nicht, das ist aber auch schon der einzige Unterschied.

Stimmt. In der Bildergalerie ist das Merkmal besser zu erkennen, weil das Bild größer ist!

#62 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 10.03.2019 02:23

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Ich reiche hiermit noch ein paar Informationen zum Schäckerdrachen nach.

Zitat von meiner Website
Siphrespia Thrakos Skekos

Der Schäckerdrache (Echryisch Skekothrakas) ist ein weit verbreiteter, kleiner Flugdrache, der seinen Namen vom seinem typischen Sk'k-Sk'k-Ruf hat.

Er kommt sowohl im Flachland wie im Gebirge vor und besiedelt strukturierte, teilweise offene Landschaften mit Wiesen, Hecken, Büschen und Baumgruppen, lebt auch an Waldrändern, in der Nähe von Gewässern und in Sümpfen mit Röhricht, Weidegebüschen und Gestrüpp.

Er frisst das ganze Jahr über sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung; bestehend aus Insekten, Würmern, Spinnen und Schnecken, aber auch kleineren Wirbeltieren, sowie Vogeleiern. Auch vor Aas schreckt der Schäckerdrache nicht zurück. Fürchte, Nüsse, Sämereien und Pilze bilden insbesondere in Frühling und Herbst Bestandteile der Nahrung. Unverdauliches wird in Form von Speiballen ausgeschieden. Für den Winter legen sie Nahrungsmittelvorräte in Baumhöhlen an oder verscharren sie Erdlöchern.

Schäckerdrachen werden kurz vor Sonnenaufgang aktiv und nähern sich etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang ihrem Schlafplatz an. In der Brutzeit leben Brutpaare allein in ihren Revieren, während Nichtbrüter sich zu Gruppen zusammenschließen. Im Winter bilden sie Scharen von einem Dutzend bis zu einigen hundert Tieren. Das Weibchen legt etwa ein halbes Dutzend Eier aus denen Larven schlüpfen, die sich den Sommer über vollfressen um sich im Herbst zu verpuppen, um im folgenden Frühjahr als ausgewachsene Drachen aus ihrem Kokon zu schlüpfen.
Schäckerdrachen sind sehr intelligent und entwickeln rasch die Fähigkeit der Objektpermanenz. Sie besitzen ein komplexes Sozialverhalten und erkennen ihre Artgenossen individuell. Sie sind äußerst neugierig und haben eine Vorliebe für glitzernde Objekte, die sie an sich nehmen, um sie zu untersuchen, mit ihnen zu spielen und sie schließlich zu horten. Auf dieses Verhalten geht vermutlich auch der Mythos vom Schatzhort der Feuerdrachen zurück.

#63 RE: Toraja - Die Galerie von Teja 10.03.2019 10:29

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Ich finde die sehr cool. Haben alle Drachen auf der Toraja ein Larvenstadium?

#64 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 10.03.2019 11:09

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Ich spiele momentan mit dem Gedanken, dass alle echten Drachen (Art "Thrakos") ein solche Larven-Kokon-Stadien durchlaufen. Bei den anderen echsenartigen überlege ich, ob es nicht eher wie bei Fröschen läuft, also sich die Larve ohne Verpuppung weiterentwickelt.

#65 RE: Toraja - Die Galerie von Teja 10.03.2019 16:42

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Hm, wie schaut es da mit dem Skelett aus? Hat die Raupe überhaupt eins? Wird das Endoskelett bei der Verpuppung komplett neu angelegt?

Und die wichtigste Frage: Werden die Viecher zahm?

#66 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 10.03.2019 23:05

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Ich denke eine Raupe hat noch kein Skelett, vielleicht Ansätze einer knorpeligen Struktur, die sich dann während der Verpuppung zum Skelett auswachsen.

Man kann Schäckerdrachen zähmen, sie werden teilweise auch als Haustiere gehalten, aber sie vermehren sich in Gefangenschaft nicht.

#67 RE: Toraja - Die Galerie von Chrontheon 10.03.2019 23:14

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Zitat von Nharun im Beitrag #62
Fürchte, Nüsse, Sämereien und Pilze

Da hatte ich schon Angst! :D

Essen sie alle Früchte oder sind sie wählerisch?

#68 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 10.03.2019 23:17

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Hmm, ich glaube nicht, dass sie unbedingt alles essen, aber besonders wählerisch sind sie nicht; sie essen in erster Linie, was da ist. Giftpflanzen - oder Pflanzen die nur für sie gifitig sind (sowas gibt es bestimmt) - ignorieren sie natürlich, möglicherweise nicht nur aus Instinkt sondern als erlerntes Verhalten durch andere ausgewachsene Schäckerdrachen.

#69 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 18.06.2019 18:47

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Adisson ist eine Gewürz- und Heilpflanze, die geschmacklich an unseren Anis erinnert, aber zu einer Familie mit der Auklessude (dem torajanischen Mohn) gehört.






Die Auklessude ist eine mit dem Adisson verwandte, aus der kythischen Grassteppe stammende Pflanze, die ihren Namen ("Schreiblume") davon trägt, dass sich das Aufplatzen der Samenkapsel wie der Ruf anhört, mit dem die kythischen Reiter ihre Pferde in die Schlacht trieben. Wie beim iridischen Mohn dienen die Pflanzensamen als Nahrungsmittel, während aus dem Milchsaft Rauschmittel gewonnen werden können.

#70 RE: Toraja - Die Galerie von Efyriel 20.06.2019 14:01

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Schicke Pflanzen!
Werden sie beide dann auch angepflanzt um sie in entsprechender Menge zur Verfügung zu haben?
Sind die Rauschmittel gefährlich? evtl. verboten oder so? Oder werden sie vielleicht zu besonderen Anlässen genutzt?

#71 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 20.06.2019 14:54

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Danke

Ja, zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten, werden und wurden beide Pflanzen immer wieder in kleinerem oder größerem Maßstab angebaut. Adisson gehört bei den Echyren seit der Antike in den heimischen Kräutergarten und war aufgrund seiner heilsamen Wirkung auch in den Gärten jener Tempel verbreitet, die der Heilung gewidmet waren. Auklessude, die "Rose der Steppe", war in der Antike in weiten Teilen der bekannten Welt unbekannt und kam höchstens als exotische Zierpflanze oder im Blumentopf eines Alchemisten vor. Seit der Klassik wurde sie im Iderusisch-Echyrisch-Ersevischen Bereich von Spagyrikern angebaut, besonders in der fortschrittlichen ersevischen Schule der Medizin war sie für Betäubungsmittel quasi notwendig. Drogen wurden natürlich auch hergestellt, im Echyrischen Raum waren die Ulbea, die Tempel des Gottes Ulbis, wahre Drogenhöhlen, wo man sich zum gemeinschaftlichen Kiffen traf. Während weiter Teile der Antike und Klassik war Drogenkonsum in den meisten Kulturen ziemlich normal, eine genüssliche Feierabendpfeife mit "Auklessudenkäse" (quasi Opium) war ein akzeptierter Luxus. Erst der Asiranismus brachte mit seinen Geboten den Drogenkonsum in Verruf und sorgte für Jahrhunderte auch für Verbote des Auklessudenanbaus im Kern der bekannten Welt - mit dramatischen Folgen für die Medizin.
In seiner Heimat, dem kythischen Grasland, wird die Auklessude seit dem ausgehenden Mittelalter im großen Maßstab angebaut, Samen und "Opium" stellten zeitweise sogar die Handelswährung der Region dar. Bis heute wird in der Kutischen Volksrepublik, deren Flagge die Auklessudenblüte ziert, jedem Arbeiter ein Teil seines Lohns in "Opium" ausgezahlt.

#72 RE: Toraja - Die Galerie von Teja 21.06.2019 21:37

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Du hattest mich schon bei "Mohn". Die Pflanzen finde ich sehr spannend, auch weil es mir sehr schwer fällt, tatsächlich neue Pflanzen zu erfinden - der Fokus meiner Welten liegt einfach anders.

Eine schreiende Pflanze stelle ich mir aber lustig vor. Das muss ja im Sommer auf den Felder echt gruselig sein, wenn ständig Schreie zu hören sind.

#73 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 22.06.2019 17:47

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Zitat von Teja im Beitrag #72
Eine schreiende Pflanze stelle ich mir aber lustig vor. Das muss ja im Sommer auf den Felder echt gruselig sein, wenn ständig Schreie zu hören sind.


Ja, da ist nichts mit heimlichen Plantagen Allerdings muss man sich den Schrei eher als kurzes "hieh" vorstellen, denn als Schmerzensschrei oder lauten Ruf; allerdings kann ich mir vorstellen, dass als die Aciones der Iderusen in der Klassik die Kythen unterwerfen wollten, unerwartete "Schreie" durch platzende Samenkapseln die Ordnung ganz schön in Gefahr brachten, weil die Acionarii glaubten, kythische Reiter würden heranstürmen

#74 RE: Toraja - Die Galerie von Artifex Nerracis 25.09.2019 12:43

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Ich wünschte, ich könnte auch Pflanzen zeichnen, die nach was aussehen. Und auch die Verbindung zur kulturellen Nutzung ist sehr anschaulich und glaubwürdig und toll gemacht. Gefällt mir sehr gut!

Hast du noch mehr Pflanzen parat?

#75 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 03.11.2019 00:55

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Zitat von Artifex Nerracis im Beitrag #74
Hast du noch mehr Pflanzen parat?


Zur Zeit nicht. Aber ich hab mal wieder was gemalt (der Inktober hängt halt noch nach )

Gunubier in Antike und Klassik


Die Gunubier waren das erste Volk der Antike, das lernte das Eisen zu schmieden. Sie wurden daher auch "die Eisernen" oder "Schmiedefürsten" genannt. Ihre Adligen, die "Kokerim" ("Schmiede") kleideten sich zur Repräsentation nicht in edle Stoffe, sondern trugen Rüstungen - allerdings sind diese eher mit Prunkrüstungen zu vergleichen und für den tatsächlichen Kampfeinsatz nur bedingt geeignet. Der "Hockeyschläger" des antiken Koker auf dem obigen Bild ist im übrigen das Zepter der Schmiedefürsten, welches seine Form den Hämmern verdankt, mit denen die Gunubier das Eisen schlugen.



Während der Klassik war es unüblich geworden, dass die Adligen, obwohl sie sich immer noch Kokerim nannten, sich in Eisen kleideten. Sie trugen jetzt leichte, edle Stoffe, doch in Erinnerung ihrer Ahnen legten sie einen Gesichtsschleier an, der den alten Helmen und Ketten angelehnt war, und ließen ihre Arme mit stilisierten "Kettengeflechten" bemalen, in Erinnerung an die einst schweren Kettenhemden.




Asarylas, der Dritte seines Namens, König von Arras und Velosia, Beschützer des Purpurnen Feuers und Bewahrer des Heiligen Baums von Karkarra, Schutzherr von Nexos, Bezwinger der Verderbnis, Lebendiger Drache Ersevas, Beschirmer der Grenzen - jener schwache König, den ihr vielleicht noch aus dem 101. Speedbasteln (Thema: Hochzeiten) oder dem 60. Speedbasteln (Thema: Urkunden; im Beitrag zu Hochzeiten zitiert) kennt, hier mit seinem General und späteren Ehemann Relyras. Die Herrschaft dieses schwachen Königs leitete die letzte Hochzeit Arrovelosias vor dem Dunklen Zeitalter ein, jedoch war er der letzte "richtige" König, denn mit ihm und der Urkunde von Mires endete die Monarchie. Die Könige nach ihm waren höchstens noch "Erste unter Gleichen", die kaum mehr zusagen hatten, als ihre formell untergebenen Fürsten; doch auch die Alleinherrschaft Asarylas war eigentlich nur noch formell, denn seine Fürsten, die Königlichen Gefährten, nahmen sich bereits früh während seiner Herrschaft jene Rechte heraus, die sie sich nachher in der Urkunde verbriefen ließen.

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