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#136 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 19.02.2021 15:42

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Der Rotmilan, arb(ar)isch Malva, war das heilige Tier des arbarischen Kriegsgottes, des Strediu Heljar. Die alten Arbaren erzählten, dass der Schlachtengott jeder Schlacht in Gestalt eines Rotmilans beiwohne und die Taten der Krieger bemerke. Die Gefallenen, die sich im Kampf bewiesen hatten, würden nach der Schlacht von Rotmilanen gefressen, die ihre Seelen aus dem Fleisch befreiten und sie zu den Göttern im Himmel trügen, während die Leichen der unehrenhaften Krieger nur von den Raben vertilgt würden und selbst zu welchen werden würden.

Das moderne arbische Wort Malleder ("Soldat") stammt von einem arbarischen Kenning ab, dass sich auf diese Überzeugung bezieht: Malvas Med "Mahl des Rotmilans" - "der Krieger"

#137 RE: Toraja - Die Galerie von Efyriel 20.02.2021 13:20

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Ich finde die neuen Greifen toll!
Gibt es auch solche Viecher mit nur zwei Beinen + evtl. Flügel?
Oder gibt es das nur bei Vögeln?

#138 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 20.02.2021 22:12

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Danke @Efyriel, wenn ich deine Frage richtig verstehe, dann sind "Viecher mit zwei Beinen + Flügeln" "Greifen, die wie Vögel aussehen"? Ich glaube die gibt es tatsächlich nicht, zumindest sind mir aktuell keine bekannt (oder sie wurden den Vögeln (Pholispia) zugeordnet).




Neues Bild: Eine Andah Kah des antiken Demar

#139 RE: Toraja - Die Galerie von Elatan 23.02.2021 21:14

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Tolles Bild! Kannst du mehr dazu erzählen? Was genau ist eine Andah Kah? Was genau ist die Bedeutung ihrer Insignien?

#140 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 24.02.2021 23:41

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Zitat von Elatan im Beitrag #139
Was genau ist eine Andah Kah?


Andah Kah ließe sich als "Große Königin" übersetzen, wobei "Andah" selbst eher so etwas wie "Fürstin" ist, aber es der Bedeutung nicht gerecht würde einfach "Großfürstin" zu übersetzen. Andah und Andah Kah bezeichnen dabei generell nur Herrscherinnen der Demarer, sie hätten diese Titel niemals dafür verwendet, die Ämter anderer Völker zu "übersetzen". Andah ist zudem, wenn wir ganz konkret sind, der Titel einer Hohepriesterin eines Tempels, der über Ländereien verfügt. In der demarischen Frühzeit gab es Andahs für viele Götter, später waren es nur die Priesterinnen der Emura, die diesen Titel führten. Daher könnte man "Andah" auch als "Priesterfürstin" und "Andah Kah" als "Priesterkönigin" übersetzen.
Die meisten Andah Kah ließen sich bereits zu Lebzeiten vergöttlichen, bzw. als göttliche Tochter der Sonnengöttin Emura verehren; in dieser Hinsicht könnte man "Andah Kah" auch als "Gottkönigin" verstehen.

Für die Demarer war die Andah Kah mehr als nur die Herrscherin, sie war die Garantin dafür, dass die Welt in Ordnung war. Die Demarer waren ein Volk, in dem es immer wieder Bürgerkriege gab und Gaue gegenseitig um Macht, Einfluss und Land rangen, die Herrscherin über alle Demarer hatte es daher im schwer und es gab Zeiten in denen es gar keine gab; dennoch strebten viele danach, eine Andah Kah zu werden, nicht nur wegen der Macht, sondern weil die Demarer daran glaubten, dass eine Andah Kah Ordnung, Frieden und Wohlstand bringt. Die Andah Kah war somit mehr als eine Königin, mehr als eine vergöttlichte Herrscherin, sie war das Symbol ihres Volkes. Als "Tochter der Emura" war sie die Mittlerin zwischen den Menschen und der großen Sonnengöttin und das wurde manch einer Andah Kah zum Verhängnis, denn das Volk machte sie dafür verantwortlich, wenn etwas schief ging, wenn es zu Dürren kam oder anderen Katastrophen. Zwar hätte in den meisten Zeiten niemand gewagt, zu sagen "das ist die Schuld der Andah Kah" oder "ich glaube, sie ist gar nicht die Tochter Emuras", aber man misstraute ihr. Sie Stand für Wohlstand und Ordnung und wenn Wohlstand und Ordnung nicht mehr so recht da waren, dann hatte sie etwas falsch, die Götter verärgert oder die Weisungen Emuras missverstanden.

Eine Andah und besonders die Andah Kah musste übrigens übergewichtig sein, das war ein Zeichen von Gesundheit und hatte mit ihr als Symbol des Wohlstands zu tun - und es entsprach dem demarischen Schönheitsideal.

Zitat von Elatan im Beitrag #139
Was genau ist die Bedeutung ihrer Insignien?


Die doppelte Federkrone zeichnet die Dame als "Andah Kah" aus; die einfachen Andahs trugen auch Federkronen, aber "einfache", also nur mit dem kleineren, bläulichen Federkranz. Der hohe, lilagefärbte Federteil war der Andah Kah vorbehalten.
Die zeremonielle Keule auf die sie sich stützt ist so etwas wie ein Zepter, das ihren Herrschaftsanspruch unterstreicht und zeigt: Ich habe die Macht und das Recht Leben zu beenden (was mit diesem doch eher unhandlichen, vergoldeten Ding zwar möglich aber unpraktisch gewesen wäre).
Der durchscheinende Rock, die mit blauen (Halb)Edelsteinen besetzten Schulterkragen und Armreif sind Teil der priesterlicher Tracht, ebenso das Gürtelemblem, dass der Hieroglyphe für "Gottheit" nachempfunden ist. Die Gesichtsbemalung entspricht dem modischen Geschmack ihrer Zeit.

Das goldene Symbol das neben der Dame in der Luft schwebt ist im übrigen die Hieroglyphe für "Herrscher(in)" und ist einem Zepter nachempfunden, das in der Frühzeit Demars von den Herrschern verwendet wurde aber zur Zeit der Priesterköniginnen der Emura längst nicht mehr verwendet wurde - von seiner Nutzung als Hieroglyphe einmal abgesehen.

#141 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 13.05.2021 10:47

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Die Imaginariums Discord'ler kennen diese Bilder ja bereits, ich möchte sie aber auch im Forum noch mit euch teilen.

In einem Anflug von Nostalgie und weil ich irgendwas brauchte, was ich "comichafter" malen konnte, habe ich mir ein altes Das Schwarze Auge Cover von Uğurcan Yüce geschnappt und es für die Toraja "übersetzt". Zunächst habe ich mir das Cover vom DSA3 "Abenteuer Basisspiel" vorgenommen (Coverbild aus dem wiki-aventurica):



Das hat gut geklappt und Spaß gemacht, also habe ich mir noch ein Cover vorgenommen, diesmal die "Straßenballade", ebenfalls im Original von Yüce (Coverbild aus dem wiki-aventurica):



Danach habe ich den Stil behalten, aber mich von einem nicht-Yüce inspirieren lassen:



Dafür habe ich dieses Bild dann aber einmal näher an die DSA3-Coveroptik gebracht:

#142 RE: Toraja - Die Galerie von Elatan 13.05.2021 21:15

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Die Bilder sind genial geworden und das letzte ist mein Favorit. Da bekommt man richtig Lust auf mehr!

#143 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 01.08.2021 21:47

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"Kumbe helu disa, dên ê tô, ê vusk, tor mâ dên fliuch kumbe mêr skinchse. Ind verlofting ârt, dît ê ind hach. Hêmilas rer vill ê ômtrepin, dâr tato parog virgorin, dît rekinga ava virbadin, after ûm ît pâ mâ battart, ind ârt indmagsam. Ôrlebi ôns drahon bônu jerdâ och ôns samfliuchtin. Vichi tor mêr, sam ê sprach od mên jerdo, after ûm ît pâ mâ battart, ê vusk, tôr mâ dît skinchse."




Mit jedem Atemzug, den ich nehme, möchte ich, dass du diese Luft mit mir teilst. Es gibt kein Versprechen, das ich nicht halten werde. Einen Berg werde ich für dich erklimmen, den tiefen Wald durchdringen, das wogende Meer durschwimmen, denn wenn es um dich geht, gibt es nichts Unmögliches. Lass uns unsere beiden Herzen nehmen und uns verflechten. Schau zu mir, wie ich aus meinem Herzen spreche, denn wenn es um dich geht, möchte ich, dass du das teilst.

#144 RE: Toraja - Die Galerie von Elatan 01.08.2021 21:54

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Das Bild ist sehr gut geworden und ich finde, man sieht mit jeder neuen Zeichnung, dass du dich verbesserst. Der Text ist auch schön und es ist für mich immer ein Ansporn, selbst an meinen Sprachen zu werkeln. Ein bisschen bekannt kam es mir aber, nicht nur wegen des Anfanges, vor …

#145 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 01.08.2021 21:57

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Ja, möglicherweise stand da ein irdischer Liedtext Pate

#146 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 04.10.2021 12:16

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Inktober, Tag 1 bis 4




Tag 1 "Crystal"





In einem dunklen Gewölbe begutachten vier Zauberer unterschiedlicher Völker der Antike einen leuchtenden Kristallikosaeder, von links nach rechts handelt es sich bei ihnen um einen Arbaren (dessen Wolfskappe seinen Rang als "Ingdoter" ("Untoter"; Ausgestoßener) hervorhebt), einen Echyren (dessen gehörnte Kappe in den phalopischen Städten Teil der Berufstracht jener war, die sich mit dem Anderdunkel beschäftigten), einem Dawoti (dessen Tracht ihn als Adligen ausweißt) und einer Phanecherin, im stolzen Ornat einer Magisterin der Akademie von Sor.
Die Szene ist eine Hommage an ein Bild von Ugurcan Yüce, das als Cover des DSA-Regelwerks "Die Magie des Schwarzen Auges" diente.

Tag 2 "Suit"





Vor der Flagge der New Ascension Space Association posieren drei Erste Menschen, Kolonisten der Toraja; von links nach rechts eine Wissenschaftlerin, ein Offizier und ein Sicherheitsmann. Bei den Suits habe ich die Vaultsuits von Fallout als Vorlage genommen und sie nur farblich variiert, aufgrund der Fallout-Anspielung tragen die Ersten Menschen auch Pipboys


Tag 3 "Vessel"





Ein Exponat aus dem Dimmerischen Nationalmuseum in Tajine; es ist das Fragment eines Freskos, das im Palast von Amhat, in der Provinz des Antiken Ga'ai entdeckt wurde. Die roten Linien stellen die Rekonstruktion verloren gegangener Bereiche dar. Die Inschrift des Freskos lautet "Die Gabe der Süße um der Besänftigung der Andah-Kah willen"; diese Inschrift ist auf der Karteikarte noch einmal in den heute von den Dimmern genutzten phanechischen Schriftzeichen notiert, ebenso finden sich dort noch Angaben zum Grabungsbezirk, in dem das Relikt gefunden wurde.

Tag 4 "Knot"





Ein sogenannter "Geisteranker", der in antiken echyrischen Welt recht verbreitet war. Diese etwa zwei Fäuste großen Statuetten stellten den meditierenden Halbgott Kyscheias dar und waren mit einem Zauber belegt, der in einem gewissen Radius die Barriere zwischen den Dimensionen verstärkte, so dass kleine Risse verschlossen werden konnten, durch die Geister zwischen den Realitäten wechselten. Die Wirksamkeit eines solchen Geisterankers und seine Stärke konnte von Experten an dem sich immer bewegenden, knotenartigen Muster über den Händen der Statuette abgelesen werden.
Die Gestalt des Halbgottes geht anscheinend auf einen Schutz- oder Raumanzug der Ersten Menschen zurück.

#147 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 10.10.2021 16:49

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Inktober, Tag 5 bis 10



Tag 5, "Raven"




Der torajanische "Rabe": Der nördliche Blutschweif. Den Infoapparat möchte ich gerne für meine Tierdarstellungen auf der Website übernehmen.

Tag 6, "Spirit"




"Die Versuchung Adams": Die Ersten Menschen waren besonders empfänglich für die Beeinflussung durch die Wesenheiten des Anderdunkels, denn obwohl ihre Pop-Kultur voller Geister, Dämonen und dergleichen war, erlaubte ihre wissenschaftlich-rationale Weltsicht nicht diese Wesenheiten aus einer anderen Dimension zu verstehen. Die Gefahr durch das Anderdunkel wurde lange verkannt und Diener der Altvorderen begannen, Besitz von einzelnen Menschen zu nehmen und die Geschicke der Kolonien zu manipulieren, um die Ankunft ihrer dunklen Meister vorzubereiten.
Auf dem Bild sehen wir eine Wesenheit aus dem Anderdunkel einen Ersten Menschen beeinflussen; ich sehe dieses Bild als Versuch "Besessenheit" durch einen Dämon des Anderdunkels darzustellen.

Tag 7, "Fan"




Die giftige Fächerschlange ist die torajanische Version der Kobra. Obwohl diese sehr anpassungsfähige Schlange (sie lebt im Regenwald, an Flussläufen und sogar in der Wüste) giftig ist, reicht ein einzelner Biss nicht aus, um einen gesunden Erwachsenen zu töten.

Tag 8, "Watch"



"'Cause I need to watch things die
from a distance
vicariously I, live while the whole world dies"

-Tool, "Vicarious"


In den heißen Phasen des kolonialen Bürgerkriegs schreckten die Kriegsgegner nicht davor zurück ganze Städte der Gegenseite durch nukleare Waffen oder Anschläge zu vernichten; sie öffneten so unwissend die Pforten für die Heerscharen des Anderdunkels und setzten einen schleichenden Prozess der Verderbnis in Gang. Man könnte die drei Ersten Menschen im Bild vielleicht für Flüchtlinge halten, die in einer Höhle und mit Hilfe eines mobilen Schildgenerators Schutz vor dem Untergang ihrer Heimat suchen; doch der Propaganda Flyer "Stomp it out - Down with the Symgenetics!" deutet eher daraufhin, dass sie den Erfolg ihrer Mission begutachten wollen.

Tag 9, "Pressure"




Im Vorfeld des kolonialen Bürgerkriegs verschärften sich die Gegensätze zwischen den Fraktionen der Gesellschaft der Ersten Menschen im gleichen Maße, wie sich ein gewisser Nationalismus unter den sechs großen Kolonien breit machte. Zu den großen ideologischen Fraktionen gehörten die "Purists" und die "Symgenetics". Die konservativen Purists wollten nicht nur die Traditionen der Alten Erde bewahren, sondern auch das irdische Erbgut rein halten. Die Symgenetics waren transhumanistisch geprägt und wollten die neue genetische Vielfalt der neuen Heimat nutzen, um das Erbgut der irdischen Lebensformen, die Menschen eingeschlossen, zu verbessern. Die Puristen beschworen in ihrer Propaganda das Bild unmenschlich entstellter Kreaturen und seltsamer Aliens herauf, welche die Menschen versklaven, ausbeuten und umbringen - beinahe prophetisch, wenn man an den Großen Krieg und die Altvordere Zeit denkt, welche folgen sollten.

Tag 10, "Pick"




In Sprung zurück in bessere Zeiten, als die frisch im Alpha Centauri System angekommenen Menschen noch vor den unentdeckten Weiten von LS1/Earth-2 standen und eine Welt voller Möglichkeiten vor ihnen lag. Da konnten Menschen, wie die dargestellte Dame, noch über dem Holo-Globus tagträumen und Orte auswählen, die sie entdecken wollten.

#148 RE: Toraja - Die Galerie von Nharun 19.10.2021 23:11

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Inktober, Tag 11 bis 20



Tag 11, Sour




Die Sarit-Palme ("Sarter" auf Arb(ar)isch) ist die torajanische Entsprechung der Zitrone, auch wenn die Frucht eher wie eine Kiwi aussieht.

Tag 12, Stuck




Eine gewöhnliche torajanische Spinne.

Tag 13, Roof




"Preiset Abalat, die die Welt erhellt! Preiset Abalat, die die Welt erwärmt! Preiset Abalat, die die Feldfrüchte nährt!
Fürchtet Abalat, die die Welt versengt! Fürchtet Abalat, deren Aufstampfen Städte zu Staub vergehen lässt! Fürchtet Abalat, deren Anblick Menschen zu Schatten vergehen lässt!"

Abalat war die midenische Sonnengöttin; der Gottkönig von Imar galt als ihr Sohn.

Tag 14, Tick




Ein antikes echyrisches Amulett mit dem "Älteren Zeichen". Das "Ältere Zeichen" ist ein Symbol kosmischer Ordnung und ein Glücksbringer für gutes Gelingen.

Tag 15, Helm




Ein antiker echyrischer Helm mit der typischen Bemalung der Draspiaten.

Tag 16, Compass




Vermutlich verwende ich diesen Kompass als Verzierung einer Karte, die schon lange in Arbeit ist.

Tag 17, Collide




Ich bin von Artrage auf den Corel Painter 2021 umgestiegen, das Bild ist eigentlich ein erster Gehversuch damit, aber es macht sich auch gut als Werbeplakat für die Kolonisierung durch die Ersten Menschen.

Tag 18, Moon



Ich übe immer noch mit Corel Painter 2021, das Bild hat keinen Toraja-Bezug.

Tag 19, Loop




Gefangen in Alpträumen oder der Besessenheit durch einen Geist des Anderdunkels.

Tag 20, Sprout




Ein Blick auf die neue Heimat, kurze Zeit vor dem Planet Fall: Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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