#1 Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Elatan 23.08.2021 11:25

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Zu welcher Sorte gehört ihr? Zeigt es uns morgen um 19:30 Uhr! Vorbesprechung ab 19:00 Uhr im Discord.

#2 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Nharun 24.08.2021 19:30

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Der Würfel ist gefallen, ihr habt jetzt eine Stunde Zeit, um uns in

Virtuelle Realitäten



zu entführen!

#3 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Teja 24.08.2021 20:04

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Virtueller Dschungel

Wenn man die Transferstation Bellerophon betritt, wundert man sich. Sobald sich die Schotten öffnen, steht man inmitten eines Dschungels. Enorme Grünpflanzen, so weit das Auge reicht, Moos bedeckt den Boden und in der Ferne erklingen fremdartige Tierstimmen. Selbst das Klima ist angepasst: warm und feucht.

Bellerophon kann es sich leisten, einen großen Teil der Station mit Hologramprojektoren auszustatten. Als einzige Quelle für 3He weit und breit bestimmen sie den Preis und der ist happig.

Besucher können zwischen verschiedenen "Klimazonen" für Ihre Quartiere wählen. Wer keine Lust auf Dschungel hat, entscheidet sich für "Küste", "trockenes Hochland" oder "Mediterran". "Sibirien" hat sich nie durchgesetzt.

Wer sparen will, kann die virtuelle Realität sogar abschalten, das tut aber kaum jemand, denn die Darstellung ist überraschend lebensnah und wer sehnt sich im Weltall nicht nach der Natur, selbst wenn sie nur simuliert ist?

#4 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von DrZalmat 24.08.2021 20:16

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Die ersten Versuche eines weltweit verbundenen Netzwerks aus virtuellen Räumen, dem "Interplane"

Im Jahre 151 B.G. gab es einige Versuche an der "Bergwacht Universität für thaumatologische Studien", auch einfach nur Buts genannt, unter der Federführung des damaligen Magisterstudenten im Fach "Planare Studien" Johan Peterson. Im Rahmen seiner Thesis hat er herausgefunden, dass es möglich ist die zu dem Zeitpunkt bereits bekannten und recht gut erforschten Taschenebenen, auch Globulen genannt, nicht nur mit der realen Welt zu verbinden sondern auch untereinander. Anhand seiner Thesis sollte es also möglich sein nicht nur eine Ebene zu betreten und zu verlassen, sondern auch von dieser Ebene in andere zu reisen.

Begeistert eine vollkommen neue Form des Reisens gefunden zu haben machte er sich gleich daran zwei Ebenen zu erschaffen und miteinander zu verknüpfen um Versuche mit ihnen durchzuführen. Leider funktionierte das Ganze nicht so wie er dachte und nach einer Reihe beinahe katastrophaler Fehlschläge die an den Teleporterunfall von Gnomming erinnerten (in dem Ereignis wurde die planare Struktur der Stadt Gnomming so sehr zersplittert dass es bis heute totales Chaos ist), kam er letztlich zu dem Schluss dass seine Idee es als eine Art Teleport zu verwenden nicht möglich sind, weil es zwar eine Verbindung zwischen den Ebenen gibt, diese aber nicht von Materie verwendet werden können. Enttäuscht wollte er also aufgeben bis ihn ein Freund auf eine Abwandlung der Idee brachte:

Anstatt direkt von Ebene zu Ebene zu reisen, designete er einen Zugangspunkt der es jemandem erlaubte ein virtuelles "Ich", einen Avatar, in die Ebenen zu schicken, der dann dort von Ort zu Ort springen kann. Wenn schon keine Materie verschickt werden kann, dann sollte doch wenigstens Information auf diese Weise fließen. Und so war der Beginn des Interplane geboren. Mittels eines Zugangspunkts konnte man virtuell die miteinander verknüpften Ebenen bereisen, denen er den Namen Räume gab. An der Universität begannen sofort Leute, unterschiedlichste Räume zu erzeugen und mit dem Netzwerk zu verknüpfen. Räume zum Teilen von Informationen, für bestimmte Themen, einfach zum Reden oder um kleine Abenteuer zu erleben ohne die Sicherheit seines Schlafzimmers zu verlassen. Das Interplane wuchs und waren es am Anfang nur zwei kahle Räume gab es nach wenigen Monaten Museen die man virtuell besuchen konnte, Chaträume zum diskutieren diverser Themen und natürlich sprangen auch bald die ersten weniger freundlichen Räume ans Licht.

Alles ging gut, bis...
Ja, bis sich herausstellte dass die Verbindungen nicht nur bei Materie instabil wurden, sondern auch bei Informationstransfer, wenn es zu viele Informationen sind. Es begann als der Raum buts.edu.plane erschaffen wurde und damit begonnen wurde die gesamte Universitätsbibliothek zu virtualisieren damit es jedem Studenten möglich ist die Bücher lesen zu können die er benötigt anstatt oftmals vor leeren Regalen zu stehen weil sie ausgeliehen sind. Das erste Opfer war ein Student der 20 Bücher gleichzeitig von einem Raum in seinen virtuellen Privatraum mit zu nehmen und einfach nicht butz.edu.plane verlassen konnte. Der Link war instabil und sein Verstand war auf der Ebene gefangen bis ihm geholfen werden konnte. Danach ging es immer schneller. Aus einzelnen Fehlern wurden viele, aus vielen Ausfällen wurde ein Kaskadenausfall der innerhalb von nicht einmal drei Stunden das ganze Interplane vollkommen vernichtete. Zum Glück hatte es keine Auswirkungen auf die reale Welt, außer einigen armen Seelen die es nicht schafften sich rechtzeitig auszuklinken und dadurch Hirnschäden von sich trugen.

Das Fazit der ganzen Übung war: Johan Peterson hat eine offizielle Rüge erhalten weil er mit kaum erforschter Technologie Leute in Gefahr gebracht hat aber er konnte seine Thesis beenden und hat seinen Magister erhalten. Aktuell arbeiten weitere Studenten an der Idee und versuchen die grundlegenden Fehler im Ganzen zu finden. Noch sieht es nicht danach aus dass das Informationsproblem in nächster Zeit gelöst werden kann, aber nun steht die Idee eines virtuellen Netzwerks und miteinander verbundener Ebenen im Raum und nur die Zeit wird zeigen ob aus der Idee die im kleinen zumindest zeitweise funktionierte etwas werden kann das die Welt grundlegend verändern kann...

#5 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Nharun 24.08.2021 20:22

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Auszug aus: Das Handbuch des praktischen Heilers


69. Auflage, Velas 1978



Rabelkremarde. Das zwanghafte Bedürfnis bzw. den unwiderstehlichen Drang nach fremden Erinnerungen.

Die Abhängigkeit kann, wie vergleichbare Abhängigkeiten nach anderen Substanzen oder Situationen, auf Vorgänge im Gehirn zurückgeführt werden, die ein magisch signifikant messbares Glücksgefühl auslösen, im Einzelnen aber noch nicht verstanden werden. Warum manche Menschen disponierter sind als andere, ist noch nicht hinlänglich erforscht; E.Gaphyge (1973) geht von einem angeborenen schwachen Verstand als wichtigstem Faktor aus, während A.Donassuner (1976) körperliche Defizite, angeboren oder verderbt, als Hauptfaktor betrachtet.

Die Abhängigkeit besteht in einem maßlosen, unwiderstehlichen und nicht mehr kontrollierbaren Verlangen nach dem erneuten Konsum von Rabelparyntes, meist in Form von Samprea. Die Gedanken des Abhängigen sind ständig auf den Konsum von Rabelparyntes und ihre Beschaffung fokussiert. Bei Unterlassen des Konsums fühlt der Abhängige sich zunehmend unwohl, niedergeschlagen oder leidet an Angstzuständen. Weitere Symptome sind Stimmungsabfall, Gereiztheit und Aggressivität, die Vernachlässigung anderer Interessen und das Fortsetzen des Konsums wider besseres Wissen.

Es wird zudem oft berichtet, dass Abhängige nicht mehr genau zwischen ihren eigenen und fremden Erinnerungen unterscheiden können; bei schwereren Verläufen der Abhängigkeit betrifft dies auch Samprea mit eindeutig fantastischen Inhalten. Einzelne Abhängige gelangen im Verlauf ihrer unbehandelten Rabelkremarde auch zu der Scheinerkenntnis, dass die Realität nicht real sei, sondern nur ein Konstrukt. Recht häufig scheinen auch maltastsaide Störungen aufzutreten, wobei die Abhängigen, meist auditve, Halluzinationen erfahren; häufig in Form dialogisierender oder scheinbar über sie monologisierender Stimmen. Interessanterweise beschreiben viele Abhängige mit diesen Störungen auch ein seltsames Geräusch, das wie fallende Würfel klinge.
In der Forschung wird angenommen, dass diese maltastsaiden Störungen durch Echos der konsumierten Rabelparyntes im Gehirn hervorgerufen werden. Das Erleben dieser Halluzinationen verstärkt bei den meisten Abhängigen den Drang Rabelparyntes zu konsumieren; hier geht A.Donassuner (1976) von einem psychischen Drang nach Abstellung nervtötender Geräuschwahrnehmung aus, während E.Gaphyge (1973) hier bereits eine körperliche Reaktion vermutet, die sie den „Erinnerungsentzug“ nennt.

Gerade bei starkem Missbrauch von Rabelparyntes, insbesondere selbst oder auf dem Schwarzen Markt beschafften, können zudem physische Symptome auftreten, die jedoch schwer abstrahierbar und voraussagbar sind. A.Donassuner (1976) führt die körperlichen Symptome auf eine Diskrepanz zwischen den geistigen Erinnerungen im Gehirn und den körperlichen Erinnerungen, insbesondere in den Muskeln, zurück; während E.Gaphyge (1973) sie auf das Ausbleiben einer echten körperlichen Reaktion auf die, vom Gehirn als wahr erlebten, fremden Erinnerungen bezieht. Gegen die Annahmen Gaphyges sprechen aber aktuelle Studien der Holles hei Trakei, die körperlichen Reaktionen aufgrund künstlicher Erinnerungen nachvollziehen und belegen konnten, auch wenn das genaue Ausmaß der Reaktionen unter den Probanden schwankte.


Ich verweise an dieser Stelle einmal auf meinen alten Speedbastelbeitrag über "Kondensierte Erinnerungen" der ein wenig mehr Hintergrund zu diesem Beitrag liefern kann

#6 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Chrontheon 24.08.2021 20:30

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Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Der Eine Ort

Ich kam nicht oft an Orte wie diesen. Ich mag deshalbt als langweilig gegolten, als Außenseiter verstoßen, oder böswillige Botschaften über mich gefunden haben. Die Wahrheit ist aber, ich geselle mich nicht gerne an Orte wie diesen. Ob es nun die Gebote der Eltern waren, die mich hiervon fernhielten, oder aber das Erbe, das ich von den Selbigen erhalten hatte, kann ich nicht mehr sagen. Es kann aber an beidem etwas dran sein. Meine Eltern geboten mir immer, mich von Orten fernzuhalten, an denen Polizeiliche Hilfskräfte für Ordnung sorgen müssen. Es ist aber auch nicht meine Art, mich überhaupt so lange hier aufzuhalten, ist doch mein Heim diesem von Gefahr.

Umso erstaunlicher wirst du es finden, mich nun hier zu sehen. Hier, an einem Ort, an dem jeder meint, alles tun und lassen zu können. Eine Innovation für die Zukunft haben sie es genannt. Wir könnten und mit Leuten verbinden, die an fernen Orten leben, jenseits der Sterne und diesseits der Monde. Es begann alles mit einem Spiel. Interaktiv und ohne Vorgaben. Doch bald war es zu etwas größerem mutiert, wie die elektronischen Zahlungsmitte, die ursprünglich nur als Experiment eingeführt worden waren.

So bin ich nun hier, im Auftrag der Polizeilichen Hilfskräfte, um Djen Jaxhon zu finden - was gar nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass hier jeder maskiert ist. Unter meinen Freunden bin ich als Alref314 bekannt, meine Kollegen kennen mich jedoch als JX_32. Wie du siehst, verstehe ich auch etwas von Masken. Die meisten Masken hier sind von schlechter Qualität, doch ich erkenne jene, die auf dem Gebiet der Maskierung mehr Erfahrung haben als ich. Der Mann im blauen Anzug, das Kind mit dem silbernen Stirnband, das Mädchen mit der roten Jacke. Besonders vor letzterer solltest du dich hüten, falls du dich hierher verirren solltest. Sie nimmt dich nämlich auseinander, wenn du nur eine falsche Bemerkung von dir gibst.

Nachdem ich nun meinen Weg durch diesen Unort gefunden habe, bin ich am Grund angelangt: Dem Loch. Nun, es scheint der Grund zu sein, doch geht es leider noch tiefer von hier aus. Die Massen an Leuten, die hier nur halb beim Bewusstsein herumlungern, dürften schon seit dem Aufbau angesiedelt sein. Ich könnte ihnen die Energie abziehen, und sie würden es nicht merken. Alles, was sie wahrnehmen, spielt sich nur noch in ihrem tiefsten Innersten ab. Keine Aktionen, nur noch Reaktionen. Zu meiner Erleichterung finde ich Djen Jaxhon nicht hier, auch wenn das bedeutet, dass ich die Suche verlängern muss. Djen hat eine gute Maske, eine, die ich noch nicht kenne. Ich hatte es schon befürchtet, dass er weiter unten ist, denn in den „erhellten” Gebieten war er nicht zu finden. Ich muss durch einen Seiteneingang-

„Name!”

„Kjanu Tsemini.” Einer meiner Scheinnamen. Schließlich will ich ja nicht, dass sie durch meine Maske sehen.

„Benutzername!”

„Alek-13.” An dieser Stelle hoffe ich immer, dass meine Täuschung hängt. Ich bin im Begriff, die „erhellten” Gebiete zu verlassen, in denen ich im Zweifelsfall einen Nottunnel betreten, oder sogar erstellen könnte. Bin ich einmal durch einen Seiteneingang in einen Raum eingestiegen, ist das um einiges schwieriger, wenn überhaupt möglich.

„ID!”

„[214.159.26.535].”

„Eintreten!”

Nun kommt der Scan. Wenn alles gut geht, sollte ich unbeschadet am anderen Ende des Tunnels wieder herauskommen.

Das Licht am Eingang blendet mich. Die Maske hat gehalten! Nachdem ich mich an die ungewöhnliche Helligkeit gewöhnt habe, erkenne ich eine Wiese, Bäume, einen Bach, und eine Terrasse mit Tischen und Sesseln. Jemand, der Erscheinung zufolge der Gastgeber, kommt mir entgegen.

„Wie war die Anreise?”

„Als ob ich aufwachen würde.”

„Ich muss zugeben, mit der Lichtintensität werde ich es wohl übertrieben haben. Nur merke ich das nicht mehr, solange, wie ich schon da bin.”

Ich gehe einem der Gäste an den Tischen entgegen. Er hat eine gute Maske, die mir in keiner Weise bekannt vorkommt. Der Gastgeber scheint mein Interesse an ihm zu bemerken, und folgt mir in einigem Abstand.

„Ich frage mich, was Djen von diesem Ort halten würde.” Einen echten Namen zu nennen, ist extrem riskant, besonders in diesen Kreisen. Doch scheint er seine Wirkung zu zeigen, denn der Gast witmet mir nun seine ganze Aufmerksamkeit. Sein Benutzername wird als „Alion47” angezeigt, doch das ist nur ein Scheinname. Es dauert jedoch nicht lange, bis mein kleiner Assistent die Maske so weit aufdünnt, bis ich „Helis” lesen kann. Ich bin tatsächlich einen Schritt näher.

„Ich weiß, was Sie suchen, und ich kann es Ihnen beschaffen. Kommen Sie zur angegebenen Zeit an diesen Ort.” Ich gebe ihm unauffällig eine Karte, nachdem ich ihm die Anweisungen zugeflüstert habe.

„Der Link?”

Ich nicke, und gehe geschwind zum Ausgang, bevor der Gastgeber mich einholt.

Als ob es nötig wäre, atme ich tief durch, nachdem ich den Ausgang verlassen habe. Durch einen Nottunnel nehme ich eine Abkürzung zum vereinbarten Ort.

„Damit haben wir beide nicht gerechnet.”

Ohne mich zu bewegen, starre ich den Gastgeber an. Hat er Helis‘ Link an sich genommen, weil ich so schnell verschwunden bin? Ich muss jetzt wirklich vorsichtig sein, wenn ich wieder aufwachen will!

(11.1.100.1)

#7 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Elatan 24.08.2021 20:35

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Schluss! Aus! Ende!

Nun kommentiert und lobst recht fleißig!

#8 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Nharun 24.08.2021 22:34

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@Teja Du solltest unbedingt einen Reiseführer mit den 20 Must-Sees der Weltraumstationen schreiben! Hier hast du ja schon die zweite und ich bin gespannt auf die nächsten!
@DrZalmat Das ist eine coole Idee - und es gefällt mir, dass sie nicht auf anhieb geklappt hat!
@Chrontheon Das ist ein verdammt stimmiger und atmosphärischer Text! Gefällt mir sehr.

#9 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von DrZalmat 25.08.2021 16:52

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@Teja Kurz aber prägnant. Ich frage mich warum sich Sibirien nicht durchgesetzt hat...
@Nharun das Zeug kann durchaus süchtig machen das merkt man. Gibt es die Idee dass die Sucht auch aus sozialen Gründen auftreten kann? Also z.B. weil das eigene Leben so mies ist dass man sich in andere flüchtet? Oder wird über sowas noch nicht nachgedacht
@Chrontheon Der Text erzeugt fast mehr Fragen als er beantwortet gibt es mehr Informationen?

#10 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Nharun 26.08.2021 01:34

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #9
as Zeug kann durchaus süchtig machen das merkt man. Gibt es die Idee dass die Sucht auch aus sozialen Gründen auftreten kann? Also z.B. weil das eigene Leben so mies ist dass man sich in andere flüchtet? Oder wird über sowas noch nicht nachgedacht


Nachgedacht vielleicht, aber in Arvelien (von da stammt der Text) ist das definitiv kein Grund, denn das Leben in Arvelien ist toll und wer das nicht sieht, hat ganz andere Probleme als eine Sucht. Natürlich spekulieren diese finsteren Dscha'ilisten über soziale Gründe, bei denen trifft das ja auch zu, aber denen ist eh nicht zu helfen.

Diese Antwort wurde gesponsort von der Königlich-Arvelischen Zensurbehörde.

#11 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Elatan 26.08.2021 11:05

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@Teja: Das klingt nicht schlecht! Gibt es sowas in kleinerem Maßstab auch für Privathaushalte?
@DrZalmat: An Gnomming erinnere ich mich sogar noch.^^ Auch wenn das Ganze nicht wirklich gut ging, ist es doch schon sehr vielversprechend. Gefällt mir!
@Nharun: Das klingt nicht besonders schön. Wie verbreitet ist diese Sucht denn? Rabelparyntes sind ja an sich nichts illegales.
@Chrontheon: Das klingt wieder wie ein Auszug aus einem sehr spannenden Setting. Liefer uns doch mal eine dazu passende Weltvorstellung.

#12 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Nharun 26.08.2021 12:43

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Zitat von Elatan im Beitrag #11
Wie verbreitet ist diese Sucht denn? Rabelparyntes sind ja an sich nichts illegales.


Hm, Rabelkremarde dürfte so häufig sein wie Alkoholabhängigkeit bei uns. Also so knapp 8% der Erwachsenen konsumiert Rabelparyntes in einer riskanten Form, ist aber nicht per Definition abhängig; während knapp 2% der erwachsenen Bevölkerung eine mehr oder weniger starke, aber nach obiger Definition diagnostizierbare, Rabelkremarde aufweist. Auch herrscht in der arvelischen (eigentlich sogar den meisten torajanischen) Gesellschaft eine unkritisch positive Einstellung zu Rabelparyntes, insbesondere Samprea vor. Rabelparyntes werden ja zum Zeitpunkt des Textes bereits seit über 100 Jahren in Form von Samprea als Unterhaltungsmedium genutzt; Rabelparyntes werden auch im Schul- und Hochschulunterricht eingesetzt.

Es gibt aber auch illegale Rabelparyntes. Dabei handelt es sich um gestohlene Erinnerungen oder Erinnerungen von echten Straftätern beim verüben einer Straftat. Gerade letztere sind aber zu einer Art "Modedroge" geworden, die den besonderen Nervenkitzel bietet.

#13 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Chrontheon 26.08.2021 20:32

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*Lobsbeeren verteil*

@Teja: Ach, das ist schön, in dieser endlose Leere ein bisschen simulierte Natur um sich zu haben. Wie gut sind eigentlich die virtuellen Abbilder? Ist es eher leicht zu durchschaun, oder gibt es sogar Leute, die durch die Pflanzen durchgreifen, und trotzdem kaum glauben, was sie da vor sich haben?

@Gerion: Der Aufstieg ung Fall des Fantasy-Internets. Eine schöne Geschichte, wenn auch eine traurige. Ich freu mich schon, zu erfahren, wie Peterson's Nachfolger weiterkommen.

@Nharun: Es hat gedauert, und einige Symtome und Informationen sind mir entgegengegangen, doch bei der Erwähnung des Geräusches fallender Würfel ist es mir gekommen: Ich weiß, worum es bei dieser Abhängigkeit geht! Und ich mag die Idee. [Den Beitrag übre "Kondensierte Erinnerungen" las ich bis zur Lobsverfassung noch nicht.]

@Chrontheon: ... ein Ort, sie zu binden ...




Zitat von DrZalmat im Beitrag #9
@Teja Kurz aber prägnant. Ich frage mich warum sich Sibirien nicht durchgesetzt hat...

Weil Weltraumleute einfach keinen Respekt für ihr kulturelles Erbe haben!


Zitat von DrZalmat im Beitrag #9
@Chrontheon Der Text erzeugt fast mehr Fragen als er beantwortet gibt es mehr Informationen?

Das kommt auf die Fragen an..


Zitat von Elatan im Beitrag #11
@Chrontheon: Das klingt wieder wie ein Auszug aus einem sehr spannenden Setting. Liefer uns doch mal eine dazu passende Weltvorstellung.

Ok..

#14 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Teja 28.08.2021 13:50

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@DrZalmat Die Geschichte enthält so viele spannende Einzelheiten, das würde ich auch gerne ausführlicher lesen!
@Nharun Diese Stimmen müssen echt unheimlich sein und dann das ständige Würfelklappern erst... Gibt es denn eine Heilung dieser Sucht?
@Chrontheon Auch in dieser Welt wüsste ich gerne mehr. Wer ist der Erzähler und was genau ist sein Plan?




Zitat von Nharun im Beitrag #8
@Teja Du solltest unbedingt einen Reiseführer mit den 20 Must-Sees der Weltraumstationen schreiben! Hier hast du ja schon die zweite und ich bin gespannt auf die nächsten!

Die Idee ist gar nicht schlecht, ich nehme sie mal in den Fünf-Jahres-Plan auf.
Zitat von DrZalmat im Beitrag #9
@Teja Kurz aber prägnant. Ich frage mich warum sich Sibirien nicht durchgesetzt hat... *hi

Sibirien ist wohl nur was für Abenteurer.
Zitat von Elatan im Beitrag #11
@Teja: Das klingt nicht schlecht! Gibt es sowas in kleinerem Maßstab auch für Privathaushalte?

Auch hier gilt: Mit dem nötigen Kleingeld kannst du all das auch daheim in deinem Wohnzimmer haben!
Zitat von Chrontheon im Beitrag #13
*Lobsbeeren verteil*

@Teja: Ach, das ist schön, in dieser endlose Leere ein bisschen simulierte Natur um sich zu haben. Wie gut sind eigentlich die virtuellen Abbilder? Ist es eher leicht zu durchschaun, oder gibt es sogar Leute, die durch die Pflanzen durchgreifen, und trotzdem kaum glauben, was sie da vor sich haben?

In diesem Fall ist es tatsächlich nur Licht. Das sieht durchaus solide und realistisch aus, aber wenn man die Hand reinsteckt, merkt man, dass es nicht echt ist.

#15 RE: Einhundertdreiundsechzigstes Speedbasteln am 24. August 2021 von Chrontheon 01.09.2021 11:51

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Zitat von Teja im Beitrag #14
@Chrontheon Auch in dieser Welt wüsste ich gerne mehr. Wer ist der Erzähler und was genau ist sein Plan?

Viel ist noch nicht bekannt, aber ich weiß schon mehr über den Erzähler. Er ist ein Nachfahre der Wiljoxinon, von denen er sich durch seine Technologieaffinität hervorhebt. Er ist, kurzgesagt, ein selbstständiger Hacker, der darauf spezialisiert ist, die virtuellen Abbilder von VR-Nutzern, und durch diese, den physischen Standort derer zu finden. Der Auftrag hier verlief nur nicht ganz so, wie er geplant war.

Was zur Welt an sich schon bekannt ist: Es ist die Welt des oben verlinkten Speedbastelbeitrags, jedoch weit, weit in der Zukunft. Die Virtuelle Realität, in der der Text spielt, ist das Äquivalent unseres Internets in einer futuristischen Fassung, mit allen Vor- und Nachteilen, aber weitaus mehr Gefahren. Das traurige daran ist, dass die meisten Leute sich beinah vollständig digitalisiert haben ...

Edit: "Menschen" im letzten Satz war nicht aussagefähig genug, daher durch "Leute" ersetzt.

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