#1 Die lieben Verwandten von Elatan 12.09.2021 14:38

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Durch eine kleine Änderung mein Elbischen Sprache, bei der ich aus Großmutter (saerama) und Großvater (saeratar) die Vatermutter (atarama) und den Vatervater (ataratar) machte, wie es z.B. auch im Schwedischen der Fall ist, taten sich ganz neue Möglichkeiten für mich auf, mit nur wenigen Grundbegriffen alle möglichen Verwandten zu benennen und dabei detailliert Auskunft über das genaue Verhältnis zwischen den Personen zu machen. Angeregt durch eine Diskussion dazu im Discord, will ich hier mal ein bisschen meine Ergebnisse ausbreiten und danach wissen, wie das so bei euch ist.

Verwandtschaft bei den Elben


Es gibt im Elbischen erst einmal, um die Verwandtschaft auszudrücken, nur diese Wörter:
  • tilwith - Familie
  • pethyl - Eltern
  • perelen - Kind
  • atar - Vater
  • ama - Mutter
  • ion - Sohn
  • iel - Tochter
  • ben - Bruder
  • adna - Schwester
  • (neste)dir - (Ehe)mann
  • (neste)wen - (Ehe)frau


Zusammengesetzt ergeben diese Wörter etliche andere Begriffe, die notwendig sind, Verwandte zu benennen, und damit wesentlich präziser sind, als es beispielsweise im Deutschen der Fall ist. Hier mal am Beispiel des deutschen Wortes "Onkel":
  • amaben - Bruder der Mutter
  • atarben - Bruder des Vaters
  • amadnadir - Mann der Schwester der Mutter
  • ataradnadir - Mann der Schwester des Bruders
  • patholben - Bruder eines Elternteils
  • patholadnadir - Mann der Schwester eines Elternteils


Gerade die beiden letzten Wörter sind im Singular eher selten, da man für gewöhnlich weiß, ob der Onkel nun der Bruder der Mutter oder des Vaters ist. Bedeutsamer ist hier der Plural, pethylbin, mit dem man also die blutsverwandten Onkel bezeichnet, was unter anderem dann wichtig ist, wenn es um solche Dinge wie die Erbfolge geht, da hier die pethylbin eine Rolle spielen, während die pethylednedír als angeheiratete Verwandte quasi bedeutungslos sind.

Jetzt kommt vielleicht die Frage auf, ob nun, wenn der Großvater ein ataratar ist, der Urgroßvater wiederum ein atarataratar wäre und sich das dann immer weiter stapeln würde, was noch garstiger wäre als beim deutschen Ururur-...-großvater (was eigentlich nicht nötig ist). Stattdessen käme hier das Wort ossir (Ahne) in seinem Plural zum Einsatz und der Urgroßvater würde als essíratar bezeichnet werden, ohne dass hier sprachlich noch unterschieden werden würde, ob es nun der Ahnenvater des Vaters oder der Mutter ist. In die andere Richtung würde ein essíratar seine Nachfahren als perelin men perelin (Kinder meiner Kinder) bezeichnen, aber in aller Regel einfach mit ihrem Rufnamen ansprechen.

Was bei Elben absolut verpönt ist, ist die Ehe zwischen Verwandten. Cousin und Cousine ist unter keinen Umständen gestattet. Ein gemeinsamer Urgroßelternteil dürfte akzeptiert werden, allerdings gibt es hier noch einmal die besondere Einschränkung, dass es oft dann nicht zur Ehe oder überhaupt einer Liebesbeziehung kommt, sollte ein gemeinsamer Ahne noch am Leben sein. So könnte es dann durchaus sein, dass ein besonders alter Elb eine sehr große Zahl an Nachkommen hat, die aber untereinander nicht heiraten, obwohl es nicht einmal mehr wirklich Begriffe für ihren Grad der Verwandtschaft gibt. Dies hat weniger etwas mit festen Gesetzen oder Traditionen zu tun, unter denen sich Liebende gegebenenfalls leiden würden, sondern eher mit persönlichem Empfinden, dass es merkwürdig sei, einen gemeinsamen essíratar oder eine gemeinsame essírama zu haben: Es lässt sich wohl damit vergleichen, dass in Deutschland die Ehe zwischen Cousin und Cousine zwar erlaubt ist, aber wohl den meisten gar nicht in den Sinn käme.

#2 RE: Die lieben Verwandten von DrZalmat 17.09.2021 21:31

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Verwandtschaft bei den Nayu

Leider habe ich nicht so gut ausgearbeitete Namen, bin kein Sprachenbastler, aber die Nayu haben ein Familienkonzept das ihren Glauben an Wiedergeburt mit einbezieht.


Erst einmal unterscheiden Nayu zwischen direkter Familie und indirekter Familie, also dem Stamm.

Die direkte Familie besteht aus Vater, Mutter, Bruder, Schwester, beide unterschieden nach älter und jünger, den zweiten Vätern (Brüder des Vaters oder der Mutter), den zweiten Müttern (Schwestern der Eltern) sowie den zweiten Brüdern und Schwestern (Cousins und Cousinen, auch unterschieden nach jünger und älter), den Enkeln nach denselben Regeln und den Großeltern.
Ab der Urgroßelternfamilie ist alles nur noch "Vorfahr" was auch daran liegt dass Nayu im Normalfall nie lebende Urgroßeltern haben da es kulturell Norm ist sich selbst zu töten wenn man zu einer Belastung für den Stamm geworden ist und sein Wissen weitergegeben hat.

Alles andere ist erweiterte Familie und ein Nayu unterscheidet in der nicht zwischen tatsächlich Verwandten und seinem eigenen Stamm, was auch daran liegt weil oftmals in einem Stamm alle mehr oder weniger miteinander verwandt sind. Deshalb ist es auch üblich wenn man auf der Partnersuche ist seinen Stamm zu verlassen und woanders zu suchen.

Interessant wird es nun zusätzlich wenn jemand herausfindet dass er eine Wiedergeburt einer Person ist. Ab dem Zeitpunkt nennt er auch die Familie der Person von der er die Wiedergeburt ist so wie es diese Person getan hätte. Es kann also sein daß ein 15 Jähriger Nayu eine 30 jährige als "Tochter" bezeichnet weil er als Wiedergeburt ihres Vaters gilt. Ebenso bezeichnet sie ihn dann auch als ihren Vater. Ich habe die Sprache zwar noch nicht gebastelt weiß aber zumindest dass in dem Fall ein Wortzusatz oder eine andere Endung genutzt wird um zwischen dem direkten Blutverhältnis und dem Wiedergeburtsverhältnis zu unterscheiden. So ein Wiedergeborener benennt sich auch oft um und nutzt ab dann einen Mischnamen aus seinem Geburtsnamen und dem Namen der Person deren Wiedergeburt er sein soll oder er hat je nach Stamm einen anderen Namen. Generell ains Nayu was Namen angeht deutlich lockerer als Menschen eingestellt, sie wechseln durchaus ab und an im Leben den Namen oder nehmen einen weiteren Namen dazu um signifikante Ereignisse zu markieren.

So ergibt sich als Beispiel so ein Geflecht. Ich habe seine Eltern im zweiten Stamm mit Großvater und Großmutter betitelt um zu zeigen welche Generation sie sind (also dieselbe wie seine Großeltern im Stamm Eria):
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Nari aus dem Stamm der Eria gilt als Wiedergeburt von Ubu aus dem Stamm Nurue und hat als solcher 6 Brüder und Schwestern (2 direkt, 2 wiedergeboren, 2 die wir als Cousins bezeichnen würden), 13 Kinder (davon nur einer direkt von ihm gezeugt) und 9 Enkel obwohl er selber erst 19 ist und sein einziges selbst gezeugtes Kind noch Säugling.

Im Stamm Eria wird er Nari genannt, im Stamm Nurue wird er Nabu genannt als Kombination beider Namen. Seine "Eltern" (Großvater und Großmutter) im Stamm Nurue nennen ihn aber Ubu und da hat er nichts dagegen.

#3 RE: Die lieben Verwandten von Nharun 19.09.2021 02:06

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Verwandtschaft bei den Arbaren



Bei den Arbaren bildet die Hôrgranger den Kern des sozialen Zusammenlebens; sie besteht aus einem oder einer Horger und ihren Auszubildenden und ist immer gleichgeschlechtlich; das heißt ein männlicher Horger hat nur männliche Tiner und eine weibliche Horger nur weibliche Tiner. Tiner kommen spätestens mit 6 Jahren in die Obhut eines Horgers und ihre leiblichen Eltern spielen in ihrem Leben danach keine offizielle Rolle mehr; außer wenn zwei Arbaren ein Kind bekommen wollen (siehe unten).

Die "Verwandtschaft" ist daher sehr auf das Verhältnis eines Arbaren zum Horger und seinen Mit-Tinern ausgerichtet; da die Arbaren ursprünglich jedoch Familien in unserem Sinne kannten, sind viele Verwandtschaftsbegriffe ursprünglich auch dafür gedacht gewesen und wurden später in ihrer Bedeutung gewandelt.

Die klassische Familie (Mutter, Vater, Kind) wird als Mirninger bezeichnet, sie wird gesellschaftlich aber nur solange akzeptiert, bis die Eltern ihr Kind einem Horger übergeben; sollte sie weiter bestehen, nachdem das Kind des 6. Lebensjahr vollendet hat, gilt diese Form der Familie als anrüchig.

Horger (Männlich/Weiblich): Der "Ausbilder" und Ersatzvater/-mutter einer Gruppe Kinder/Jugendlicher (Tiner).

Tiner (Männlich/Weiblich): Die "Auszubildenden" eines Horgers, die sich untereinander Brûer ("Bruder") bzw. Wesjer ("Schwester") nennen. Sie bezeichnen die erwachsenen "Kinder" des eigenen Horgers als Arbrûer bzw. Arwesjer ("großer Bruder" bzw. "große Schwester").

Suner (Männlich)/ Diter: Diese Wörter bedeuten ursprünglich "Sohn" bzw. "Tochter", werden aber genutzt, um die erwachsenen Tiner eines Horgers zu bezeichnen, die ihre Ausbildung beendet haben und rechtlich eigenständige Personen sind. Sie bezeichnen die aktuellen Tiner ihres Horgers als Bavbrûer/Bawesjer ("kleiner Bruder" bzw. "kleine Schwester").

Oter (Männlich)/ Muder (Weiblich): "Vater" und "Mutter" zur Bezeichnung der biologischen Eltern eines Arbaren, sie spielen kaum eine Rolle im Leben der Arbaren, außer wenn es darum geht eine Verbindung einzugehen, die Nachwuchs hervorbringen soll: In diesem Fall dürfen die beiden nicht denselben Oter oder dieselbe Muder haben. Ein leibliches Elternteil wird auch Bresser ("Gebärer") genannt, das (leibliche) Geschwister-Tabu wird demnach auch Rêkit Bressermirnis (wörtlich "Verbot der Elternliebe") bezeichnet.

Nider (männlich/weiblich): "Kind", die Bezeichnung für das leibliche Kind eines Arbaren.

Arvoter (männlich)/ Armoter: Ursprünglich "Großvater" bzw. "Großmutter" bezeichnen diese Begriffe den oder die Horger des eigenen Horgers/der eigenen Horger.

Munder (männlich): Der Horger des leiblichen Vaters. Der Munder ist dafür prädestiniert, das männliche Nider eines Arbaren aufzunehmen und übernimmt die Rolle des "Oters", sollte dieser versterben (oder sonst wie ausfallen) bevor ein Kind in die Obhut eines Horgers kommt.

Onder (männlich): Ein Bruer des eigenen Horgers. Wenn ein Horger seine Rolle, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr warhnehmen kann, gehen seine Tiner in die Obhut eines "Onder" über.

Enner (Männlich/Weiblich): Wörtlich "Vorfahre"; die Bezeichnung für die leiblichen Eltern der eigenen Eltern oder des eigenen Horgers; oder den Horger des Horgers. Arenner, "Urahn", geht noch eine Generation zurück; allerdings können mit "Enner" auch allgemein "Vorfahren" bezeichnet werden.

Umer (weiblich): Die Horger der leiblichen Mutter. Die Umer ist dafür prädestiniert, das weibliche Nider eines Abaren aufzunehmen und übernimmt die Rolle der "Muder", sollte diese versterben (oder sonst wie ausfallen) bevor ein Kind in die Obhut eines Horgers kommt.

Omer (weiblich): Eine Wesjer des eigenen Horgers. Wenn ein Horger seine Rolle, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr warhnehmen kann, gehen seine Tiner in die Obhut einer "Omer" über.

Meder (männlich/weiblich): Ein Tiner (oder Suner/Diter) eines Munders oder einer Umer.

Veder (männlich/weiblich): Ein Tiner (oder Suner/Diter) eines Onders oder einer Omer

Indorger (männlich/weiblich): Ein Arbare zwischen 6 und 21 ohne einen Horger.

Ingdôter (männlich/weiblich): Wörtlich "Untoter"; ein aus der arbarischen Gesellschaft Ausgestoßener; auch die Bezeichnung für einen erwachsenen Arbaren, der nie einen Horger hatte, oder einen Arbaren, der von seinem Horger verstoßen wurde.

Mirner (männlich/weiblich): "Ehemann" bzw. "Ehefrau"; die Bezeichnung für die beiden erwachsenen einer Mirninger.

Gîmirner (männlich/weiblich): "Geliebter" bzw. "Geliebte"; die Bezeichnung für einen romantischen Partner; meist in Form offener bzw. polygamer Beziehungen.

#4 RE: Die lieben Verwandten von Aguran 19.09.2021 22:57

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Familienstrukturen (extreme Kurzformen):


Helmdhari

Frauen bilden den Kern der Familie, es ist immer die Älteste lebene Frau im Haus der Familienvorstand, und damit ist sie diejenige die auch über alle anderen Familienmitglieder im Zweifel das Sagen hat.
Manche dieser Frauen erdrücken ihre Töchter fast durch ihre Überpräsenz, lassen sie keine Fehler machen, oder sprechen ihnen auch bei er Partnerwahl mit hinein, ode bie der Kindererziehung. Wieder andere halten die Zügel sehr viel lockerer und greifen nur dann zu ihre Authorität wenn etwas aus dem Ruder zu laufen droht. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es sämtliche Spielarten.

Töchter bleiben im Haus der Mutter, das heißt sie bleiben immer dem Haus der mutter zugehörig, Söhne hingegen werden oft schon relativ früh, das heißt meist im Alter zwischen 4 und 8 Jahren fort geschickt in andere Sippen um dort zum Beispiel ein Handwerk zu lernen. Sobald sie das Haus verlassen, gelten sie offiziell nicht mehr als Söhne der eigenen Mutter, lediglich noch ihre Sippentätoowierung weist sie als geborenes Mitglied einer Familie aus. Sie erhalten damit den Status eines Jungmanns, und werden nach Ende ihrer Ausbildung zum Mann ernannt, meist von der Sippe des Lehrmeisters, auhc dies wird mit Tätoowierungen auf der Haut der Jungen verewigt.
Oft bleiben die jungen Männer bei ihrer Ausbilderfamilie, es steht ihnen jedoch frei zu gehen und ihren eigenen Weg zu finden. Dennoch sind sie im Gegesatz zur biologischen Familie, in der Familie ihrer Ausbildung auch danach immer willkommen.

Brüder spielen in der Helmdharigesellschaft eine untergeordnete Rolle, sie sind die "Gäste" einer Familie, jemand and den man sich nicht binden sollte, denn er wird ohnehin gehen.

Die Töchter erhalten im Haus der Mutter ihre Ausbildung, wenn sie etwas älter sind können sie auch einfordern außerhalb von Familie und Stamm weiter zu lernen. Dies wird ihnen für gewöhnlich dann gewährt, wenn auch die Älteste immer ihr Veto einlegen kann.

Die in den Familien lebenden Männer gelten für die Kinder allesamt als "Onkel", selbst dann wenn sie die biologischen Väter der Kinder sind, Vaterschaft spielt ganz genauso wie Bruderschft keine Rolle, jedoch mit dem Unterschied das "Onkel" für gewöhnlich bei der Familie bleiben in welcher sie ein Heim gefunden haben.
Sie helfen bei der Ausbildung/Erziehung sippenfremder Jungmänner, oder auch der sippeneigenen Töchter.




Malach'lyl

Die Malach'lyl organisieren ihr Familienleben als "eierlegende, meist weibliche Säuger", durch ihr Staatswesen selbst.
Die erste "Familie", der Malach ist die sogenannte "Kohorte", es ist eine Art Kindergarten/Kinderheim unter der Aufsicht von Matriarchinnen. Hier verbringen die Mädchen und die 3 anderen Geschlechter, die ersten 8 Jahre ihres Lebens. Innerhalb dieser 8 Jahre, welche "Reifezeit" genannt wird erleben die Kinder alles vom Schlupf, über das Laufen und sprechen lernen, soziale Interaktioen bis hin zur schulischen Ausbildung uvm.
In dieser "Reifezeit" geht es vor allem darum Begabungen der Kinder zu erkennen und diese in früher Phase zu fördern.
Für die Mitglieder einer Kohorte sind alle anderen Mitglieder derselben Gruppe Schwestern (unabhängig vom Geschlecht), und werden als solche behandelt. Die Mädchen lernen zusammen, nehmen ihre Mahlzeiten zusammen ein, spielen miteinadner uvm. im Grunde genommen wie bei einer sehr großen Großfamilie. Eine Matriarchin hat für gewöhnlich Gruppen in der Größe von 50 Mädchen unter sich.

Mit dem 8ten Lebensjahr werden die Mädchen einer Mentorin übergeben, welche sie in der kommenden Phase des "Heranwachsens" begleitet. Hier lernen sie ihre weitere Ausbildung auf ihre Talente zu fokussieren und erlernen letztlich auch Berufe (wobei jede Malach'lyl für gewöhnlich mindestens 2 Berufe erlernt).
Die Gruppen der "Phase des Heranwachsens" sind für gewöhnlich viel kleiner, maximal 12 Mädchen pro Mentorin sind die gewöhnliche Gruppengröße. Diese Gruppen sehen die meisten Malach als ihre lebenslange Familie an, nicht selten bleiben ältere im Haus der Mentorin um diese bie der Ausbildung jüngerer Gruppen zu unterstützen.

#5 RE: Die lieben Verwandten von Elatan 20.09.2021 09:05

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #2
Ab der Urgroßelternfamilie ist alles nur noch "Vorfahr" was auch daran liegt dass Nayu im Normalfall nie lebende Urgroßeltern haben da es kulturell Norm ist sich selbst zu töten wenn man zu einer Belastung für den Stamm geworden ist und sein Wissen weitergegeben hat.

Ach herrje. Gibt es da vielleicht auch eine nennenswerte Menge an Nayu, welche diesen Brauch ablehnen und Opa immer wieder daran hindern, sich am nächsten Baum aufzubaumeln (mal salopp gesagt)?

@Nharun: Das sind mal viele Begriffe! Ich könnte mir vorstellen, dass das für Ausländer doch recht kompliziert ist alles. Wobei sich mir direkt die Frage stellt (die vielleicht etwas ins Offtopic führt): Wenn ein Ausländer zu den Arbaren zieht, wird dann von ihm auch diese Lebensweise "verlangt" oder wird es hier ohne weiteres akzeptiert, wenn er seinen eigenen Traditionen treu bleibt - darf er sich vielleicht gar nicht anmaßen, wie ein richtiger Arbare zu leben?

@Aguran: Jetzt frage ich mich aber, was mit den drei anderen Geschlechtern der Malach'lyl passiert, da du dich sehr auf ide Mädchen bezogen hast.

#6 RE: Die lieben Verwandten von Aguran 20.09.2021 11:41

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Zitat von Elatan im Beitrag #5
@Aguran: Jetzt frage ich mich aber, was mit den drei anderen Geschlechtern der Malach'lyl passiert, da du dich sehr auf ide Mädchen bezogen hast.


Nichts dramatisches.
Niemand wird ausgeschlossen, oder aufgrumd des Geschlechts diskriminiert, falls du diese Befürchtung hattest.

Alle erhalten eine Ausbildung, wie oben beschrieben.
Unterschiede beginnen erst mit Beginn der Geschlechtsreife.
-Männliche Malach (es gibt sehr wenige von ihnen), werden meist (solange keine Erbkrankheiten bestehen) für 5 Jahre verpflichtet in dem Bruthäusern (Fortpflanzung)Dienst zu leisten.
-Tiraii werden vor die Wahl gestellt 5 Jahre Dienst in den Klöstern zu leisten, oder als Mito (Beihilfe/Assistentin einer Matriarchin) zu arbeiten. Danachwird vielen von ihnen, bei Eignung, eine Ausbildung Therapeuth angeboten.
- Treba werden meist zum Militärdienst geschickt, welcher 10 Jahre andauert. Danach können Sie dann frei entscheiden über ihrne Lebensweg.

Der größte Unterschied ist, das den Frauen nach ihrer Ausbildung all diese Wege auch offen stehen. Sie werden aber nicht verpflichtet.
Dennoch leistet auch jede weibliche Malach irgendeinen "Gesellschaftsdienst" in mehreren Jahren Verpflichtung. Das ist für sie vollkommen normal und wäre fast schon ehrloses Verhalten das nicht zu tun.

#7 RE: Die lieben Verwandten von Nharun 20.09.2021 23:16

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Erstmal die Kommentare zu euren Beiträgen:

@Elatan Das ist ein schöner Einblick sowohl in die Sprache der Elben, als auch in ihre Kultur. Kennst du den Grund dafür, dass Eheschließungen (für unsere Verhältnisse) so problematisch sind? Das Konzept scheint mir jedenfalls für ein so langlebiges Volk sehr passend.

@DrZalmat Das ist ein exotisches System, das für deine Nayu aber sehr passend und authentisch wirkt. Gibt es dafür Inspirationen aus der bunten Realität oder ist es dir einfach so in den Sinn gekommen?

@Aguran Das sind zwei sehr interessante Konzepte. Besonders das System der Malach'lyl ließt sich sehr spannend; das Mentoren-System wirkt in Kombination mit der Andersartigkeit der Malach'lyl wie eine Fantasy-Version meines Horger-Systems (wobei das definitiv von irgendeiner Quelle inspiriert ist, die ich vergessen habe).




Zitat von Elatan im Beitrag #5
Das sind mal viele Begriffe! Ich könnte mir vorstellen, dass das für Ausländer doch recht kompliziert ist alles. Wobei sich mir direkt die Frage stellt (die vielleicht etwas ins Offtopic führt): Wenn ein Ausländer zu den Arbaren zieht, wird dann von ihm auch diese Lebensweise "verlangt" oder wird es hier ohne weiteres akzeptiert, wenn er seinen eigenen Traditionen treu bleibt - darf er sich vielleicht gar nicht anmaßen, wie ein richtiger Arbare zu leben?


In früheren Zeiten hat es glaub ich wenige Leute ins Arbaricum gezogen und wenn doch, dann gab es da keine einheitliche Lösung; vermutlich hat man die Fremden als das betrachtet, was sie waren: Fremde, mit eigenen fremden Sitten. Seit im ausgehenden Mittelalter die Staatlichkeit im Arbaricum Einzug gehalten hat und das Horger-System vom Gewohnheitsrecht ins neue, staatliche Recht übertragen wurde, und auch nach und nach mehr Einwanderer kamen, ist es etwas komplizierter geworden. Ausländer, bspw. Gesandte oder Geschäftsleute mit ihren Familien, gelten als Kuriositäten, aber man duldet ihre Familien mit gewisser Herablassung; wollen Ausländer aber Untertanen werden, gelten für sie die arb(a)rischen Gesetze und diese sehen vor, dass sie ihre Kinder spätestens mit 6 an einen Horger geben müssen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass es in den Großstädten spezielle Horger bestimmter ausländischer Gruppen gibt, die pro Forma das System wahren, aber die leiblichen Eltern mehr mit einbeziehen, das Horger-Prinzip also eher wie "Internate" ausleben.

#8 RE: Die lieben Verwandten von Aguran 21.09.2021 00:55

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Zitat von Nharun im Beitrag #7
@Aguran Das sind zwei sehr interessante Konzepte. Besonders das System der Malach'lyl ließt sich sehr spannend; das Mentoren-System wirkt in Kombination mit der Andersartigkeit der Malach'lyl wie eine Fantasy-Version meines Horger-Systems (wobei das definitiv von irgendeiner Quelle inspiriert ist, die ich vergessen habe).

Ja, die Systeme wirken recht ähnlich. Geb ich dir recht.
Denke aber das am Schluss genug Unterschiede da sind um sie nicht zu verwechseln miteinander.

Und naja... Fantasy... sie sind eher eine Art Sci-Fi-Alienrasse, welche ins Fantasy-Mittelalter zurückgebombt wurden. Sie haben sogar noch ein paar Sci-Fi-Waffen und etwas zusammengeraffelte Kleinsttechnologie, ohne die Möglichkeiten diese allzu lange zu erhalten oder nachzubauen :D
Oder anders ausgedrückt "Migranten"(einige Tausend) einer untergangenen Welt von mir ;)

#9 RE: Die lieben Verwandten von Elatan 21.09.2021 10:55

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Zitat von Nharun im Beitrag #7
@Elatan Das ist ein schöner Einblick sowohl in die Sprache der Elben, als auch in ihre Kultur. Kennst du den Grund dafür, dass Eheschließungen (für unsere Verhältnisse) so problematisch sind? Das Konzept scheint mir jedenfalls für ein so langlebiges Volk sehr passend.

Das ist tatsächlich eine gute Frage und umso seltsamer, wenn man bedenkt, dass Inzucht bei Elben nicht einmal solche Nebenwirkungen hätte wie bei (normalen) Menschen. Die Theorie ist die, dass bei den ersten "Proto-Elben" vor Jahrtausenden von den Merohim Wert darauf gelegt wurde, dass sie nicht untereinander heirateten und Kinder zeugten, sondern mit ausgewählten Menschen. Dadurch waren die Nachkommen dieser Verbindungen zwar weniger überragend als ihre Eltern und Großeltern, aber immer noch deutlich besser als einfache Menschen - das natürlich jetzt alles in den Augen der Merohim, die eine ausgezeichnete Dienerrasse haben wollten. Da die Anzahl dieser Proto-Elben nun nicht besonders hoch war, war es daher ihre Lösung, ihre Dienerschaft wachsen zu lassen: Statt zwei Elben ein Kind zeugen zu lassen, hatte man dann eben zwei Elben und zwei Menschen und den doppelten Ertrag an Nachkommen. Sehr salopp gesagt und natürlich vereinfacht. Dieses Eheschließungsverbot zwischen Elben verinnerlichten diese selbst nach ihrer Rebellion gegen die Merohim noch in abgewandelter und dann ziemlich abgeschwächter Form, als sie sich über einige Jahrhunderte von den Menschen stärker isolierten und dann eben doch untereinander heirateten, aber eben nur jene, die nicht mit ihnen verwandt waren - oder eben nur auf eine recht entfernte Art, so wie ich es schrieb.

#10 RE: Die lieben Verwandten von DrZalmat 21.09.2021 14:00

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Zitat von Nharun im Beitrag #7
Das ist ein exotisches System, das für deine Nayu aber sehr passend und authentisch wirkt. Gibt es dafür Inspirationen aus der bunten Realität oder ist es dir einfach so in den Sinn gekommen?

Das ist die Abwandlung eines auch auf der Erde existierenden Verwandtensystems. Der Wiedergeburtpart ist aber auf meinem Mist gewachsen

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