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#1 [Live Basteln] Zusammenfassung aus dem Chat von Chrontheon 12.02.2019 21:45

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Vorwort

Dieser Thread soll dazu dienen, das, was ich im Chat live gebastelt hab, geordnet und übersichtlich zusammenzufassen. Er ersetzt keineswegs die ausführlichen Beschreibungen in den anderen LBW-Threads. Wer im Chat nicht dazu gekommen ist, oder das Gebastelte noch einmal in Ruhe durchlesen möchte, kann hier auch Fragen stellen, die ich gerne beantworten werde.


Was ist Live Basteln?

Beim Live Basteln beschreibe ich zeitnah,* was ich bastle und meine Gedanken dazu. Es ist auch eine Möglichkeit, mir direkt zu den eben gebastelten Themen oder auch allgemein Fragen zu stellen, die ich nach dem aktuellsten Wissensstand beantworten werde. Im Live Basteln bastle ich ich nur an der LBW. Die Themen werden durch die Woche innerhalb des Bastelzyklus bestimmt. Mehr dazu hier: [Einführung in die LBW]


Inhaltsverzeichnis

[Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Wüstenstädte und die Religion der Sterndeuter]
[Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Religionen von Lyz (Mono- und Duotheismus)]
[Woche 3 - Geographie und Kultur: 4 Geschichten über die Erkundung der Grenzen der Welt]
[Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (1)]
[Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2)]
[Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (3)]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 4. Zeitlinie ab 400nZ]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 4. Zeitlinie ab 600nZ]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 4. Zeitlinie ab 619nZ]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 4. Zeitlinie ab 650nZ]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 4. Zeitlinie ab 700nZ]
[Woche 1 - Geschichte und Dynastien: Die Geschichte der 2. Zeitlinie ab 400nZ]
[...]

#2 [Live Basteln] Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Wüstenstädte und die Religion der Sterndeuter von Chrontheon 12.02.2019 23:09

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Woche 3 - Geographie und Kultur

Über die Wüstenstädte

Die Bewohner von Lyz wissen weit weniger über die Wüste, als ihnen bewusst ist. Zwar gibt es unter ihnen einige Wüstenkundige (hauptsächlich Soldaten, die an der Grenze stationiert sind, und Forscher), aber auch sie erfahren nur wenig über die Kultur der Wüstenbewohner. Hier wird nun beschrieben, was den "nördlichen Völkern" (Bezeichnung der Wüstenleute für die Bewohner von Lyz) an Wissen verwehrt bleibt:

Durch die Wüste fließen nur wenige Flüsse, die meisten davon am Südrand. Daher liegen auch nur die wenigsten Wüstenstädte an fließendem Gewässer, wodurch sie abhängig von tiefen Brunnen (mehrere hundert Schritt) oder Karawanenwasser sind. Nur nahe der Hohen Wand können sie sich anders behelfen. Auch die Nahrungsversorgung Stellt ein Problem dar. Doch wie kann es gelöst werden?

Vorteil #1: Die Wüstenbewohner haben ihre Körper perfekt an ihre Lebensbedinungen angepasst. Ein durchschnittlicher Erwachsener braucht nicht mehr als einen halben Liter Wasser am Tag. Das ist für jedes andere Volk der Welt undenkbar.

Vorteil #2: Die Vorarbeit der Wüstenkaiser. Hierzu eine kurze Erklärung zur Wüste: Da das Gebiet gegen Süden immer bergiger wird, und die Felswände unter anderem Sandstürme davon abhalten, den Süden zu versanden, ist dieser eine nahezu sandlose Felswüste. Der breite Sandstreifen an der Grenze zu Lyz lässt die nördlichen Völker in Unwissenheit über diese Besonderheit. Und hier haben die Kaiser angesetzt. Die Städte wurden durch ein weitreichendes Netz aus Straßen miteinander verbunden, was den Handel und die Kommunikation erleichterte. Da nur der nördliche Streifen versandet ist, können auch keine Dünen die Straßen bedecken. Mit dem Untergang der Wüstenkaiser und dem Zusammenbruch der Infrastruktur gerieten viele Städte in Hungersnöte und an den Rand des Aussterbens, doch aufgrund der sorgfältig angelegten Speicher überlebten sie, bis sie den Handel selbstständig wieder anregen konnten.


Der Aufbau der Wüstenstädte

Wüstenstädte sind - mit Ausnahme einiger nördlicher Orte - ringförmig, ähnlich einer Zwiebel, aufgebaut. Antike Städte, die nicht dem Kaiserlichen Schema entsprachen, wurden unter anderem niedergerissen und neu aufgebaut.

    • Der Kern, geschützt durch die erste Mauer: Der Palast des Statthalters oder Königs/Kaisers, und der Sterndeutertempel. Filialen des Tempels befinden sich in jedem anderen Stadtviertel. Bei Angriff oder Belagerung ziehen sich die Sterndeuter jedoch in den Kerntempel zurück. Lediglich die Tempeldiener, mönchähnliche Leute, bleiben in den Tempelfilialen, um diese zu warten. Das einzige Tor liegt im Süden der Mauer.
    • Die erste Schale, geschützt durch die zweite Mauer: Die Speicher, in denen Getreide und andere lange haltbare Lebensmittel, sowie Wasser gelagert wird, die Zentrale der Stadtwache und ein Stützpunkt der Armee. letztere liegen am Tor der zweiten Mauer, ebenfalls im Süden.
    • Die zweite Schale, geschützt durch die dritte Mauer: Die Wohnviertel, voneinander getrennt durch kleinere Mauern. Das Händlerviertel mit Marktplatz im Süden, angrenzend Das Handwerkerviertel im Osten und das Bauernviertel im Westen, und das Jägerviertel im Norden, wo auch das Tor der dritten Mauer liegt.
    • Die dritte Schale, geschützt durch die vierte Mauer: Der Wehrring, ein dünner Streifen, in dem die Quartiere der Stadtwache und weitere Stützpunkte der Armee liegen. Das einzige Tor liegt im Süden.
    • Die vierte Schale, geschützt durch die fünfte Mauer: Der Pufferstreifen. Im Pufferstreifen werden keine Häuser gebaut, allerdings sieht man dort fast durchgängig Zelte von lagernden Karawanen und Reisenden. Die fünfte Mauer hat Tore im Norden, Süden, Osten und Westen.


Zu den Bauern: Bauern der abgeschiedenen Städte (ohne weitreichende Felder an Flüssen oder Kanälen) haben - sollte der Wasservorrat es zulassen - vielleicht ein kleines Gemüsebeet für den Eigenkonsum. Ansonsten halten sie Ziegen, Geflügel und (selten) Rinder.

Zu den Jägern: Die Jäger sind Allroundjäger, es gibt keinen, der es sich leisten kann, sich zu spezialisieren (außer vielleicht Kategorie 3 oder in gewissen Zeiten Kategorie 2). Sie jagen unter anderem Tiere (Kategorie 1: Nahrungsaufnahme), oder auch Menschen (Kategorie 2: Verbrecher; Kategorie 3: Sklaven). Sollte dem Stadthalter oder König/Kaiser etwas anderes einfallen, was "gejagt" werden kann, wie zB ein Schatz, so liegt das auch in der Verantwortung der Jäger.

Über Friedhöfe: Friedhöfe findet man innerhalb der Stadtmauern keine, denn verstorbene Ahnen werden in der Regel nicht besucht - man sieht sie des Nachts am Sternenhimmel, wenn sie ein gutes Leben geführt haben. Wenn nicht, werden sie nicht mehr existieren.

Über Grabkammern: Weite Räumlichkeiten (Adel und Klerus) oder "Ein-Zimmer-Gräber" (einfaches Volk), sowie alle erdenklichen Zwischenstufen (Händler, Soldaten, bedeutende Handwerker und Jäger) sind außerhalb, doch nicht fern der Städte.


Über die Sterndeuter

Die Sterndeuter sind die Priester der Wüstenreligion. Obwohl hauptsächlich nur Wüstenbewohner an die Sterndeutung glauben, gibt es sogar einige Sterndeuterkonfessionen in Lyz. Ihr glaube beruht darauf, dass man als guter Mensch nach dem Tod zu einem Stern wird. Böse Menschen werden nicht zu Sternen, für sie ist mit dem Tod alles aus. Es ist daher ein Sakrileg, Grabkammern zu öffnen, sobald sie verschlossen sind. Denn man solle den Toten nicht dabei stören, eventuell zum Stern zu werden. (Ganz nebenbei merkt man dabei auch nicht, was - sowohl bei guten, als auch bei bösen Menschen - da eigentlich vorgeht, wie die Toten "verschwinden".)

Der zweite Teil ihres Glaubens besagt, dass die Ahnen, die einem ja helfen wollen, durch Sternbilder Informationen und Antworten geben können. Die Sterndeuter (oder auch eingewiesene Gläubige) beten zu den Ahnen, und diese antworten darauf in Sternbildern. Dabei sind es antike Schriftzeichen, die die Deuter im Himmel erkennen und interpretieren. Es soll auch möglich sein, die Zukunft auf diese Weise vorherzusagen.

Die Sterndeuterei ist die einzige Religion in der Wüste. Im Gegensatz dazu gibt es in Lyz Unmengen an Religionen und Konfessionen, was an der Völkervielfalt liegt: Lyz ist aufgebaut auf 7 Stammvölkern und unzähligen weiteren, kleineren Volksgruppen. Unabhängig davon jedoch hat es die Sterndeutung nach Lyz geschafft. Grund dafür waren Soldaten, die im Grenzgebiet zur Wüste stationiert waren, und sich von den Bewohnern besetzter Städte haben konvertieren lassen.

Der bekannteste (jedoch geheim glaubende) Vertreter einer dieser Sterndeuterkonfessionen ist Ela Dan Alenad, ost'scher Aristokrat in der 5. Zeitlinie. Lediglich ein treuer Diener und seine Frau Selari wissen davon. Selari ist jedoch davon überzeugt, dass sein Haupt-Glaube der Duotheismus ist.

Polytheistische Religionen sind häufiger als Sterndeuter, damit stellen sie die absolute Minderheit dar. (Da man Atheismus nicht wirklich als Religion bezeichnen kann. Als Glaubensbild/Weltanschauung jedoch könnten Atheisten seltener sein als Sterndeuter.)

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Das war das Ergebnis von fast zwei Stunden Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#3 [Live Basteln] Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Religionen von Lyz (Mono- und Duotheismus) von Chrontheon 13.02.2019 15:34

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Woche 3 - Geographie und Kultur

Wie viele unterschiedliche Glaubensrichtungen oder Konfessionen es gibt, ist unklar. Daher werden sowohl Mono-, als auch Duotheismus als "Glaubenspakete" zusammengefasst. Die einzelnen Glaubensrichtungen unterscheiden sich kaum voneinander. Zudem ähneln sich die beiden Pakete so sehr, dass sie fast schon als Konfessionen der gleichen Religion gelten könnten.

Über den Monotheismus

    Der Glauben des Monotheismus baut auf drei Lehren auf, die folgende Fragen beantworten:
  1. Wer oder was ist der eine Gott?
  2. Woher komme ich und wohin gehe ich?
  3. Was ist der Ursprung des Bösen in der Welt und was kann ich tun, damit alles wieder gut wird?



Frage 1: Wer oder was ist der eine Gott?

Er ist der Ursprung allen Seins, die Quelle des Lebens, der rechtmäßige und gütige Herrscher der Welt. In den Lehren der monotheistischen Schriften wird Gott mal als Schöpfer, mal als Vater oder Mutter (oder Eltern im allgemeinen), mal als Erbauer oder Herrscher beschrieben. Wo er Schöpfer genannt wird, wird der Mensch als seine Kreatur beschrieben, wo er Eltern ist, sind die Menschen seine Kinder, wo man vom Herrscher spricht, sind sie seine Untertanen.

Als Ursprung allen Seins hat er alles geschaffen, was im Monotheismus als "Das Sein" genannt wird, das "Nicht-Sein" entstammt nicht von ihm. Als Quelle des Lebens spendet er dieses, und wird es niemals nehmen. Das "Nicht-Leben" oder "Un-Leben" (in Bezug auf Menschen, die nur dahinvegetieren, sprichwörtlich "kein Leben haben" oder - in Sagen und Märchen - Untote) stammt nicht von ihm, dies hat seinen Ursprung in den bösen Mächten. Als rechtmäßiger und gütiger Herrscher der Welt ist er dazu bestimmt, ewig über die Menschheit und die Welt, in der sie leben, zu herrschen. Doch er wird niemanden zwingen, sich ihm zu unterwerfen - allein durch den freien Willen, den er den Menschen gab, müssen sie ihm gehorchen.


Frage 2: Woher komme ich und wohin gehe ich?

Was ist passierte vor der Geburt, wer war ich da, was war ich, wo war ich, wie war ich? Seit wann war ich? Was geschieht nach dem Tod? Wohin gehe ich, beginnt alles von vorne, ist alles aus?

Der Beginn ist nach den Schriften folgendermaßen zu erklären: Die Essenz des Menschen entstammt dem Geist Gottes. Ihm wird die Seele gegeben, die wie ein innerer, leichterer, freierer Körper für ihn ist. Finden sich zwei Menschen zusammen, ein Mann und eine Frau, die in der Ehe eins werden, entsteht der äußere Körper. In ihn fließt neun Monate lang die Seele ein.

Wird der Körper geboren, sind Essenz (auch Geist genannt), Seele und Körper untrennbar miteinander verbunden. Das Leben ist von da an dafür da, sich auf das vorzubereiten, was danach kommt (wie auch die Schwangerschaft mit dem Wachstum des Körpers und der Einbindung der Seele die Vorbereitung auf dieses Leben war). Grundsätzlich glauben Monotheisten (und Duotheisten) an ein dreistufiges Leben (Schwangerschaft-Erdenleben-Jenseits), doch es gibt vereinzelte Konfessionen, die von mehr ausgehen (eine sieht eine unendliche Abfolge von "Leben - Tod/Übergang ins nächste Leben - längeres Leben - etc" vor, sodass Menschen Gott immer näher kommen und sich selbst immer weiter bessern).

Das Jenseits, die "nächste Welt", die Geistwelt, das "Nach-Leben", alles Synonyme für den Ort, an dem für die Menschen das Wahre Leben beginnt. Haben sie sich richtig darauf vorbereitet und von allem Bösen getrennt, stehen ihnen unendlich viele Möglichkeiten bevor, was sie tun können.


Frage 3: Was ist der Ursprung des Bösen in der Welt und was kann ich tun, damit alles wieder gut wird?

Hier nehmen wir wieder Bezug auf Frage 1: Was hat Gott gemacht und was nicht? Alles, was Gott gemacht hat, ist das Sein. Alles andere ist das Nicht-Sein, also die Abwesenheit des Sein. Gott hat alle Materie, alle Wesen, sowohl physische, als auch Geistwesen, erschaffen. Er hat die Welten kreiert, in denen sie wachsen und leben. Er hat die Liebe gemacht, die Emotionen, Intellekt und freien Willen, das Bewusstsein den Körpern gegeben. Er hat das Gute geschaffen.

Das Böse, die Bösen Mächte, Hass und Krieg, das ist das Nicht-Sein, das stammt nicht von ihm.

Er hat die Emotionen gemacht, "positive", wie "negative". Negative Emotionen (Wut, Neid, Angst, Trauer, ...), Schmerz und Tod sind nichts Schlechtes, nichts Böses. Tod ist ein Natürlicher Teil des Lebens, ein Übergang in ein neues, besseres Leben. Schmerz ist eine Warnung, ebenso wie Angst. Schmerz sagt einem, dass etwas nichts stimmt, dass man verletzt ist. Er ist eine Botschaft, die aussagt, dass etwas geheilt/repariert werden muss, und wo der Schaden liegt. Angst ist eine Warnung, vorsichtig zu sein. Wut zeigt einem, dass etwas (vielleicht) falsch ist. Etwas, was eben passierte, ein Umstand, eine Tat... Neid ist hebt das Bedürfnis hervor, das beste für sich und jene, die einem nahe stehen, zu wollen. Trauer betont den Verlust, den man erleiden musste.

Negative Emotionen sind nichts schlechtes, solange man mit ihnen umgehen kann. Lernt man dies, kann man sie überwinden, oder sie nutzen, um die Welt, oder auch nur Umstände zu verbessern. Es sind die Umstände und die Unfähigkeit, mit negativen Emotionen umzugehen, die dem Bösen erlauben, hervorzutreten.


Der Ursprung des Bösen:

Über den Ursprung der Bösen Mächte sind sich die Gelehrten sehr uneins. Die Schriften geben kaum Informationen über dieses Thema preis. Die weitläufigste Meinnug ist jedoch, dass das Böse im Neid der Geister seinen Ursprung hat. Neben den Seelen der Menschen bewohnen nämlich auch zahlreiche Geister die Geistwelt. Sie haben die unterschiedlichsten Aufgaben und Funktionen, manche sind wichtiger, manche weniger. Doch sie haben keinen Körper, keinen natürlichen Zugang zur physischen Welt. Sie werden nie erleben, wie es ist, als Mensch mit einem äußeren Körper durch die Welt zu laufen.

Eine Gruppe von ihnen rebellierte. Sie drangen in die physische Welt ein und versuchten, sich die Körper der Menschen zu eigen zu machen. Das funktionierte nicht, wie sie es geplant hatten, doch merkten sie, dass sie die Menschen, die mehr hatten, beeinflussen, ja sogar kontrollieren konnten. Sie nutzten sie, um sich einen Spaß zu machen, und so kamen die Menschen nicht mehr dazu, sich auf die Geistwelt vorzubereiten. Sie lernten nicht mehr, ihre Emotionen zu beherrschen, denn die Geister beherrschten sie nun.

Die Menschen erhielten Regeln. Einige hielten sich daran, und nahmen ihren ursprünglichen Weg wieder auf. Andere missachteten die Regeln und gingen einen anderen Weg, den Weg des Bösen. Es war nie von Gott beabsichtigt, dass es dazu kam. Er hat es nicht verursacht. Es waren die Werke der rebellischen Geister, die die Menschen beeinflussten und kontrollierten, und auch der freie Wille jener, die sich den Geistern beugten (bewusst oder unbewusst), was das Böse in die Welt brachte. Wer sich entschied, vom Weg des Guten abzuweichen, strich ein Stück Gutes aus der Welt. Wo nicht mehr Gutes war, war Un-Gutes. Böses.

Gott hätte sicher die Macht gehabt, dies zu verhindern, oder die Menschen eigenmächtig zurück auf den Weg des Guten zu bringen, doch das entsprach nicht seinem Willen. Sein Wille war es, dass die Menschen nach ihrem eigenen, freien Willen zu ihm kommen, lernen, sich bessern. Darum hielt er sich raus, als die Menschen vom ursprünglichen Weg abkamen.


Über den Duotheismus

Der Duotheismus deckt sich fast vollständig mit dem Monotheismus, mit Ausnahme der Gottesdefinition (und einigen Konfessionen). Was im Monotheismus nur ein Gott ist, ist im Duotheismus ein Götterpaar. Die Grundsätze dieses Glaubensbildes sehen die Welt, in der die Menschen leben, als die Gebärmutter des Muttergottes. Mit dem Tod (dem zweiten Tod/Übergang) wird man aus dem Muttergott geboren und kann mit Vatergott und Muttergott zusammenleben. Diese Glaubensrichtung geht verstärkt von einer Eltern-Kind-Beziehung zwischen den Göttern und den Menschen aus. Es gibt keine Konfession, die von mehr als 3 Lebensabschnitten ausgeht.

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Das war das Ergebnis von fast zwei Stunden Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#4 RE: [Live Basteln] Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Religionen von Lyz (Mono- und Duotheismus) von Nharun 13.02.2019 23:33

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Wow, Chrontheon, da ist beim Livebasteln ja ordentlich was rausgekommen! Fragen habe ich gerade keine, aber finde gut, dass du diese Zusammenfassungen hier postest - im Chat geht aufgrund der schnellen Abfolge von Posts schnell mal das eine oder andere unter und für jene die das Speedbasteln Livebasteln im Chat verpasst haben (wie ich heute) ist es erst recht gut, das hier nachlesen zu können!

Hmm, während ich hier schreibe, fällt mir auf, dass ich doch eine Frage habe: Du sprichst in der Zusammenfassung zum Monotheismus nur von "dem einen Gott" - ist das so, weil er so genannt wird? Weil du ihm noch keinen Namen geben wolltest, da du später erst die Sprache basteln willst? Oder sind diese Gedanken zum Monotheismus eher allgemein zur LBW zu sehen und beziehen sich gar nicht so sehr auf eine konkrete Religion?

#5 RE: [Live Basteln] Woche 3 - Geographie und Kultur: Über die Religionen von Lyz (Mono- und Duotheismus) von Chrontheon 13.02.2019 23:51

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Zitat von Nharun im Beitrag #4
Speedbasteln

Speedbasteln? :D
Schnell ist es schon, wenn auch unter einem anderen Namen...

Zitat von Nharun im Beitrag #4
Du sprichst in der Zusammenfassung zum Monotheismus nur von "dem einen Gott" - ist das so, weil er so genannt wird? Weil du ihm noch keinen Namen geben wolltest, da du später erst die Sprache basteln willst? Oder sind diese Gedanken zum Monotheismus eher allgemein zur LBW zu sehen und beziehen sich gar nicht so sehr auf eine konkrete Religion?

Ich hab mich einmal darauf festgelegt, dass der eine Gott (noch) keinen Eigennamen haben wird, bzw wird "Gott" jener Eigenname sein. Wenn ich die Sprache hab, wird das Wort für "Gott" den Platzhalter wahrscheinlich ersetzen. Einen Unterschied zwischen den verschiedenen monotheistischen Glaubensrichtungen gibt es in dem Bereich nicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass es einen gesamtmonotheistischen Ursprung für Lyz gibt.

#6 RE: [Live Basteln] Woche 3 - Geographie und Kultur: 4 Geschichten über die Erkundung der Grenzen der Welt von Chrontheon 14.02.2019 18:23

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Woche 3 - Geographie und Kultur

Die Geschichte über die Erkundung des Nordens

Nyldan war ein Abenteurer. Schon als Kind erkundete er die Gegend um das Dorf herum, kam oft tagelang nicht nach Hause. Doch seine Eltern wussten, wo auch immer er war, er würde eines Tages zurückkehren. So war die Trauer nicht groß, als er mit dreißig Jahren zur Expedition aufbrach.

Gemeinsam mit seinen besten Freunden, Nuowan und Lewan, einigen Dienern und 40 Schlittenhunden brach er bei Sonnenaufgang am 4. Tag des 7. Monats im Jahr 400nZ auf. Früh gerieten sie in einen Schneesturm, doch weder die Kälte, noch der Schnee, noch der Sturm machten ihnen etwas aus. Sie waren Kinder von Nord. Sie hatten schon schlimmeres erlebt.

Obwohl sie im Hochsommer losgegangen waren, durchbrach kaum ein Lichtschein die Schneewand um sie herum. Mehrere Tage zogen sie weiter nach Norden. Sie zogen in das Gebiet der Sagen und Märchen, ins endlose Weiß, die nördliche Grenze der Welt. Sie übernachteten in Iglus, die sie vor Ort errichteten. Sie aßen das Fleisch, dass sie mitgenommen hatten, und den Fisch, den sie in den Eisteichen fingen.

Lewan war der Kartograph der Gruppe. Wo auch immer sie hingingen, er verzeichnete das Gebiet. Nuowan war der Hundeführer. Er kümmerte sich um die Hunde und die Schlitten. Nyldan schrieb das Logbuch.

[Tag 47: Nijn-nijns Bein ist eingefroren. Sie kann nicht mehr laufen. Wir spannen sie auf den Schlitten und decken sie zu.]

Die Gruppe hielt sich westwärts, nahe der Hohen Wand.

[Tag 78: Lewans Hand schreibt nicht mehr. Die Diener müssen ihm helfen, die Karte anzufertigen.]

Mit der Zeit werden die Tage immer dunkler. Selbst bei Windstille erleuchtete kaum ein Licht ihren Weg. Die Wanderphasen wurden kürzer, die Lager länger.

[Tag 120: Nijn-nijn hat es nicht geschafft. Die Kälte hat sie niedergestreckt. Wir erwiesen ihr die letzte Ehre, dann war sie uns ein gutes Mahl.]

Das Wetter wurde anstrengender. Am 144. Tag der Expedition gerieten sie in einen Schneesturm, wie sie ihn noch nie erlebt hatten.

[Tag 147: Endlich entdecken wir eine Höhle. Es muss ein gewaltiger Eingang in die Hohe Wand sein. Wir erkennen nur die südliche Wand.]

Der Logbucheintrag des 147. Tages war der letzte, den Nyldan getätigt hatte. 231 Tage nach Beginn der Expedition kam er mit drei der Hunden und einem Schlitten nach Hause. Seitdem lag er krank in seinem Bett und redete im Halbschlaf von Wesen im Norden.


Die Geschichte über die Erkundung des Meeres.

Din Avalo war stolz auf sich. Der Imperator persönlich hatte ihn beaufragt, die Grenzen des Reiches jenseits der Küste zu erweitern! Da stand er nun, am Bug seines Flaggschiffs, und blickte hinaus in die endlosen Weiten des Meeres. Hinter ihm Ost, vor ihm die Freiheit.

[Logbuch Eintrag des siebten Tages der Expedition: Weit und breit kein Land in Sicht - vor uns, hinter uns, neben uns nur das klare Wasser des Ozeans.]
[Logbuch zweiter Eintrag des siebten Tages der Expedition: Ich revidiere meine Aussage - wir stoßen auf Land!]

Am Abend des siebten Tages ging Din mit einer ausgewählten Gruppe der besten seiner Leute an Land. Was sie wenig später landeinwärts sahen, raubte ihnen den Atem. Feuerspiele, soweit das Auge reicht. Hier jonglierte einer mit brennenden Fackeln, dort sprang ein anderer über ein Lagerfeuer, da blies ein dritter Flammen in die Luft. So etwas hatte Din noch nie gesehen! Mit offenem Mund stand er eine Weile da, bis er von einem Einheimischen angesprochen wurde.

[Logbuch Eintrag am Abend des siebten Tages der Expedition: Wir hatten Kontakt zu den Einheimischen. Sie erscheinen ungewöhnlich gastfreundlich, ihre Sprache können wir jedoch nur schwer verstehen. Wir werden bis zur Rückkehr noch eine Weile verbleiben und Informationen sammeln.]
[Logbuch Eintrag am Abend des achten Tages der Expedition: Wir sind den Einheimischen ähnlicher, als gedacht. Auch eine gemeinsame Sprache teilen wir. Nur unser Erstkontakt sprach einen außergewöhnlichen Dialekt.]
[Logbuch Eintrag am neunten Tag der Expedition: Piraten griffen an. Mit Mühe und Hife von den Einheimischen konnten wir sie in die Flucht schlagen.]

Neun Tage nach Beginn der Expedition wurde der Hafen von einer feindlichen Flotte angegriffen. Mehr als die Hälfte von Dins Mannschaft ließ ihr Leben, doch sie konnten die meisten Einheimischen retten.

Am zehnten Tag kehrten sie nach Hause zurück. In Ost angekommen, nahm er die Kutsche des imperialen Boten, die für ihn bereitgestellt war, und fuhr nach Yyz. Er übergab dem Imperator das Logbuch persönlich. Dieser bedankte sich, entlohnte den Expediteur und entließ ihn aus seinem Dienst. Din erfuhr nicht, was der Imperator mit den Informationen gemacht hatte.

[Logbuch Abschlusseintrag am siebzehnten Tag der Expedition: Die Einheimischen scheinen auf uns angewiesen zu sein. Sie sind aber auch eine große Bereicherung für das Imperium. Ich empfehle einen friedlichen Anschluss.]


Die Geschichte über die Erkundung der Hohen Wand.

Wyl war ein Ausreißer. So einer war er schon immer gewesen. Dass ihn ausgerechnet diese Eigenschaft einmal zum mächtigsten Regenten Wests machen würde, hätten seine Eltern nie gedacht. Dafür waren sie auch zu beschäftigt, ihn auf seinen Erkundungsgängen wieder einzufangen - die Diener waren anscheinend nicht kompetent genug dafür. Als ob Wyls Vater neben den Amtsgeschäften noch Zeit dafür gehabt hätte!

Warum musste er sich auch rumtreiben? Konnte er sich keine standesgemäßere Beschäftigung suchen? Nein, das konnte er nicht. Vielleicht war er dazu bestimmt, seinen eigenen Weg zu gehen. Vielleicht war er dazu bestimmt, an einem gewissen Tag eine gewisse Höhle zu finden. Vielleicht war er dazu bestimmt, an jedem weiteren Tag dorthin zu kommen, um zu spielen. Denn dass er die Höhle auskundschaftete, resultierte in einem Fund, der das Schicksal seiner Region ändern sollte. Die Erzvorkommen, die Wyl in seiner Jugend entdeckt hatte, brachten ihn, als er die Krone seines Vaters ererbte, dazu, die Minen der Hohen Wand zu öffnen.

Dadurch wurde West reich an Gold, Eisen und anderen mehr oder weniger edlen Metallen, deren Export den Wohlstand der Region um ein vielfaches steigerte. Wyl, einst entdeckungsfreudiger Kundschafter in seiner Kindheit, nun Regent Osts. Ein Mann, der das Schicksal seiner Region änderte.


Die Geschichte über die Erkundung der Wüste.

Sandorian war ein einfacher Mann. Als Sohn eines verarmten Bauern blieb ihm keine Möglichkeit auf ein besseres Leben, als der Armee beizutreten. Also verpflichtete er sich Nydwan Delaruin, einem syd'schen Ritter, der vom König von Yyz entsandt wurde, die südliche Grenze der Welt zu erkunden.

Wenige Tage, nachdem sie die Südgrenze Syds passiert hatten, fanden sie sich auf sandigem Grund wieder. Bald waren sie umgeben von kleinen Dünen.

"Herr, kann ich Euch eine Frage stellen?"
"Natürlich."
"Warum habt Ihr Euch entschlossen, in die Wüste zu gehen?"
"Ruhm, Ehre, Geld, Macht ... das alles könnte ich dir aufzählen. Doch obwohl mich wahrscheinlich all das erwartet, war keines der Grund meiner Entscheidung."
"Was denn sonst?"
"Das Abenteuer. Der Blick ins Neue. Die Mission an sich. Verstehst du, als Ritter von Yyz erlebt man nicht viel. Wir haben keine Kriege, nur wenige Turniere, und kaum Räuber, vor denen wir unsere Schutzbefohlenen beschützen müssen. Also beschloss ich, mich direkt in die Dienste des Königs zu stellen und für ihn das Land zu erkunden. Da sehe ich zumindest Neues."

Sandorian dachte darüber nach. Es ergab Sinn. Man sah die Welt. Doch es war schwerer zu überleben. Man musste auf so vieles achten. Wo bekam man Essen her, wo Wasser, was war, wenn einem die Kleidung riss? Dann bemerkte San eine Bewegung im Sand.

"Herr, habt Ihr das gesehen?"
"Was denn?"
"Da war etwas, im Sand!"
"Wahrscheinlich eine Schlange. Oder ein Käfer. Davon soll es hier viele geben."

Wahrscheinlich. Doch die Bewegung wirkte viel zu groß für solch Kleinvieh. Da war es wieder. Und dort!

"Herr!"

Kaum hatte er die Warnung ausgesprochen, erhoben sich Gestalten aus dem Sand und griffen sie an. Der Ritter ist natürlich ein geübter Kämpfer und nimmt es gleich mit drei auf. Seine Begleiter trifft es schwerer: jeder, bis auf Sandorian, starb bei dem Angriff.

Mit einem "taktischen Rückzug" gelingt Nydwan und Sandorian das Überleben. Ohne Gepäck und Begleitung, nur noch mit ihren Pferden und Waffen, kehren die beiden umgehend nach Yyz zurück. Sie berichten dem König von ihren Erlebnissen: Es gibt Menschen in der Wüste. Gefährliche Menschen. Feindliche.

Nadwan empfiehlt, mit einer Armee die Wüste zu erkunden, sollte dies noch erwünscht sein, und zur Sicherheit des Königreichs Yyz die Grenze zur Wüste verstärkt zu bewachen.

Das ist die Geschichte, wie Yyz die Wüstenleute kennenlernte.

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Das war das Ergebnis von fast zwei Stunden Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#7 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (1) von Chrontheon 18.02.2019 19:58

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Woche 4 - Flora und Fauna

1. Extremgebiet: Das Ewige Eis im Norden

Tier #1: Der Eiskarpfen

Im Ewigen Eis wächst k(aum)eine Pflanze, und Tiere werden gegen Norden auch immer seltener. Wer als Eiswanderer durch den Norden zieht, und seinen Proviant vergessen hat, braucht jedoch keine Sorgen zu haben, wenn er einen der Eisteiche findet. Diese sind nicht so selten, wie manche glauben, die meisten sind nur halt "besser versteckt". Einfach ein Loch in die Eisdecke schlagen, Angelrute auspacken, und hoffen, dass was anbeißt, bevor man erfriert. Eiskarpfen sind sättigend, nahrhaft und können, auch wenn sie gegrillt wahrscheinlich am besten schmecken, auch roh genossen werden. Aufgrund der natürlichen Grenzen der Eisteiche sind Angelhaken für die Karpfen etwas Neues, das sie unbedingt untersuchen müssen, das sie vielleicht als neue Nahrungsquelle halten, weshalb sie auch ohne Köder oft anbeißen. Hat man einen karpfenreichen Teich gefunden, stirbt man zumindest nicht an Hunger.


Tier #2: Der Schneehund

Schneehunde werden oft als Schlittenhunde verwendet. Sie sind treue Begleiter, die ihr Leben zum Schutz ihres Besitzers geben würden, und können einen vor den meisten Gefahren schützen, oder zumindest warnen. Es handelt sich um Hunde aus Fleisch und Blut, die ihren Namen nach der Umgebung haben, in der sie leben. Nicht alle sind tatsächlich schneeweiß, es gibt auch Größenunterschiede. Schneehunde können in 4-7 Unterarten eingeteilt werden. Jede dieser Unterarten wurde in Nord domestiziert und in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Schneehunde können im Notfall, wie auch nach dem Erfrierungstod bedenkenlos gegessen werden.


Tier #3: Rentiere

Einst in den Legenden des Ren als seine Begleiter aufgetreten, werden sie auch heute noch in Nord für die verschiedensten Zwecke verwendet. Für den maximalen Nutzen sollte man am besten eine ganze Herde führen. Nützlich sind sie als Fleischlieferant und, sofern die Herde Jungtiere hat, ein effektiver Schutz gegen Raubtiere, Angreifer und Fremdlinge. Das Reiten sollte man jedoch nur erfahrenen Rentierreitern überlassen.


2. Extremgebiet: Die Wüste im Süden

Tier #4: Die Wüstenmaus

Die Wüstenmaus gilt als der Schutzpatron der Wüstenreisenden. Denn wer ohne Wasser unterwegs ist, geht ohne ihre Hilfe in den sicheren Tod. Wüstenmäuse sind von Natur aus neugierig. Sehen sie einen Reisenden, begutachten sie ihn eine Weile, bevor sie wieder weiterlaufen. Meist dauert es nicht lange, bis sie den Reisenden, wenn er es durchhält, sie bis dahin zu verfolgen, an eine Wasserquelle bringen. Zu erkennen sind Wüstenmäuse an ihren riesigen Ohren, der breiten Nase, den kleinen Augen und dem Schwanz, der doppelt so lang ist wie das restliche Tier.

Fortsetzung folgt...

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Das war das Ergebnis einer Dreiviertelstunde Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#8 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2) von Chrontheon 19.02.2019 22:01

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Woche 4 - Flora und Fauna

2. Extremgebiet: Die Wüste im Süden

Tier #5: Das Kamel

Zum Reiten, Tragen schwerer Lasten, Essen oder als Schlafsack - das Kamel bietet auf verschiedenste Weise seine Hilfe an. Am nützlichsten ist es, wenn es an einen gewöhnt ist, etwa an seinen Besitzer. Wild lebende Kamele - die doch schon sehr selten geworden sind - haben jedoch den Vorteil, natürliche Trinkwasserquellen zu finden. Findet man daher eines der raren Geschöpfe, und schafft man es, dieses zu reiten, ist einem gewiss kein Dursttod das Schicksal. Zum Verzehr geeignet ist jedoch das rohe Kamelfleisch nicht, demnach sollte man immer genug Feuerholz bei sich tragen, sofern man vorhat, das Tier zu schlachten. Ebenso wie die Wüstenmaus ist auch das Kamel perfekt an seine heiße, trockene Umgebung angepasst.


Tier #6: Der Sandfuchs

Da er nur selten im Rudel angetroffen wird und nicht viel Fleisch auf den Rippen hat, ist sein Verzehr nicht sehr empfohlen. Klüger wäre es, ein Stück Proviant zu opfern, um den Fuchs auf auf einen Aufmerksam zu machen und ihn auf die eigene Seite zu bringen. Schnell wird er zum Menschenfreund, mit dem er seine "geheimen" Nahrungs- und Wasserquellen teilt. Zudem ist er auch ein effektiver Schutz gegen Kleintiere, Schlangen und Skorpione. Wie ein Schneehund warnen kann er zwar nicht, doch wird er es zum Wohle seines neuen Freundes sicherlich versuchen. Dank seines schlanken Körperbaus ist auch er perfekt an die Wüste angepasst.


3. Extremgebiet: Das Große Meer im Osten

Tier #7: Der Korallenkrebs

Wer das Meer nicht für ein Extremgebiet hält, irrt sich. Wer es für ungefährlich erachtet, lebt gefährlich. Denn auch in inselnähe lauern gefahren, die einen überraschenden Tod bringen können: Die Leuchtquallen. Die Leuchtquallen zählen zu den wenigen elektrischen Tieren. Berühren sie einen, ist man nicht nur ihrem Gift ausgesetzt, sie entladen durch ihre Tentakel auch einen Stromstoß, der in den meisten Fällen tödlich ist.

Und hier kommen die Korallenkrebse ins Spiel. Diese haben nämlich mehr Angst vor den Quallen als die Menschen. Sieht man also die Krebse den Strand hinaufklettern oder auch in Küstennähe dem Ufer entgegenstreben, sollte man ebenfalls das Weite suchen. Denn dieses Verhalten deutet auf das Kommen der Leuchtquallen hin.


Tier #8: Der Qualwal

Auf hoher See das Schiff zu verlassen ist keine gute Idee. Trotzdem tun dies hunderte Seeleute jedes Jahr - ob nun durch einen Sturm, eine Welle oder pure Dummheit. Nur wenige Möglichkeiten bleiben einem den dieses Schicksal ereilt, ohne dabei gesehen zu werden.

Die erste ist: Aufgeben und Ertrinken. Diese Möglichkeit wählen einige.
Die zweite ist: Beten, auf dass ein Wunder geschehe. Diese Möglichkeit wählen die meisten.
Die dritte ist: Hoffen, dass ein Qualwal in der Nähe ist, und dann das richtige tun. Diese Möglichkeit wählen die wenigsten.

Denn die wenigsten wissen, wie häufig Qualwale sind. Nur die wenigsten wissen, dass Qualwale sich durch ihre Rufe, die wie Schmerzensschreie wirken, bemerkbar machen. Nur die wenigsten wissen, dass Qualwale immer an der Wasseroberfläche schwimmen. Hält man sich am Rücken eines Qualwales fest, muss man nur noch durchhalten, bis ein Walfänger oder ähnlich großes Schiff vorbeikommt, um einen zu retten, oder hoffen, dass der Wal in Küstennähe schwimmt.

Fortsetzung folgt...

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Das war das Ergebnis einer Dreiviertelstunde Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#9 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2) von Teja 20.02.2019 08:10

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Was frisst ein Qualwal?

#10 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2) von Chrontheon 20.02.2019 18:02

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Das weiß keiner so richtig, da ihn niemand essen sieht. Die Insulaner gehen von kleinen Tieren, Algen oder Plankton aus.

#11 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2) von Nharun 21.02.2019 13:21

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #8
Und hier kommen die Korallenkrebse ins Spiel. Diese haben nämlich mehr Angst vor den Quallen als die Menschen. Sieht man also die Krebse den Strand hinaufklettern oder auch in Küstennähe dem Ufer entgegenstreben, sollte man ebenfalls das Weite suchen. Denn dieses Verhalten deutet auf das Kommen der Leuchtquallen hin.


Das ist ein interessantes Detail! Woher kommt diese starke Angst bei den Krebsen, sind sie die bevorzugte Beute der Leuchtquallen?

#12 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (2) von Chrontheon 21.02.2019 16:01

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Zitat von Nharun im Beitrag #11
Das ist ein interessantes Detail! Woher kommt diese starke Angst bei den Krebsen, sind sie die bevorzugte Beute der Leuchtquallen?

Beute vielleicht nicht, doch es wird vermutet, dass sie die Stromstöße durch den Panzer fühlen. Und da die Quallen auch in Küstennähe kommen ....

#13 [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (3) von Chrontheon 22.02.2019 18:59

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Woche 4 - Flora und Fauna

3. Extremgebiet: Das Große Meer im Osten

Tier #9: Der Schiffstern

Der Schiffstern sieht aus wie ein gewöhnlicher Seestern. Er fühlt sich auch so an, riecht so, schmeckt so ... doch er kann einem in einer bestimmten Situation das Leben retten. Bekannt aus Beispiel #7 der lebensrettenden 12 Tiere ist der Korallenkrebs, welcher vor der Gefahr der Leuchtquallen warnt. Sollte es jedoch bereits zu spät sein - oder man auf hoher See beim Schwimmen auf sie treffen - kann er, wenn man Glück hat, und nicht gleich durch den Stromschlag gestorben ist, einem eine Chance geben, das Leben weiterzuführen.

Für die notfallmedizinischen Sofortmaßnahmen braucht man lediglich einen Schiffstern, eine gute Axt oder einen Hammer, und den Patienten.
Schritt #1: Man spalte den Seestern mit Axt oder Hammer.
Schritt #2: Man lege die Seesternhälften auf den größtflächigen Tentakelkontakt.
Schritt 3: Man fixiere den Stern am Patienten.

Anschließend braucht der Patient Ruhe und eine fortlaufende medizinische Betreuung. Von 100 registrierten Leuchtquallenopfern überleben durchschnittlich zwölf den Stromschlag. Drei davon konnten durch die Behandlung durch den Schiffstern gerettet werden.

Der Schiffstern ist an den Rümpfen von hochseetauglichen Schiffen zu finden, seltener auch in den Korallenriffs der Inseln oder an der Ostküste.


4. Extremgebiet: Die Hohe Wand im Westen

Tier #10: Der Schwarzwolf

Der Schwarzwolf ist ein wild lebendes Tier in West und an der Hohen Wand. Er kann jedoch von geübten Hundeführern oder kundigen Tierfreunden gezähmt und wie ein Haushund gehalten werden. In diesem Fall sieht der Wolf seinen Besitzer als das Alphatier seines Rudels an, beschützt ihn und kann bei ausreichendem Training - etwa im Falle eines Unfalls - Hilfe holen. [vgl. Schneehund]

Schwarzwölfe können zwar als Einzeltiere oder paarweise gehalten werden, doch fühlen sie sich im Rudel am wohlsten. Dabei kann man auch ein Rudel aus den Tieren anderer Besitzer zusammenstellen, mit denen man sich regelmäßig trifft. Aus diesem Grund sind sie beliebt bei Jagdvereinen, wo sich die Jäger mit ihren Wölfen zur Jagd treffen.

Verglichen mit den anderen Wolfs- und Hundearten sind sie wild lebend am zutraulichsten und am leichtesten zu zähmen.


Tier #11: Die Bergziege

Die Hohe Wand ist ein schönes, aber ebenso gefährliches Wandergebiet. Man kennt sie zwar als steile, glatte Wand, die den Westen von der Welt jenseits der Wand trennt, doch ist sie mehr als das. Die Wand, wie wir sie von Gemählden kennen, ist sie nur an wenigen Stellen. So gibt es Gebiete, die einem Labyrinth gleichen, aus dem man als unerfahrener Wanderer nicht ohne Hilfe raus kommt. Viele dieser Teile der Wand sind unberührte Naturgebiete, in die sich kein größeres Tier verirrt - mit Ausnahme der Bergziege (und eventuell einigen einsamen Schwarzwölfen).

Ergibt es sich also, als Wanderer in eines dieser Gebiete zu stolpern, bietet sich einem ein atemberaubender Anblick, bevor einem die Erkenntnis ereilt, dass man sich verlaufen hat. Findet man eine oder mehrere Bergziegen, hilft dies zuallererst dabei, nicht zu verhungern. So kann man einerseits die Ziegen melken, und andererseits die Beeren und Pflanzen, die die Ziegen verspeisen, zu sich nehmen. Ist die Herde dann in Wanderstimmung, kann sie einen unter Umständen in ein zivilisierteres, oder zumindest bekannteres Gebiet geleiten.

Achtung: Das Schlachten einer Bergziege um des Fleisches Willen ist nicht empfohlen. Einerseits könnte man das einzige Tier, das einen Ausweg kennt, töten, andererseits würde dieser Gewaltakt die restliche Herde erschrecken und verscheuchen.


Tier #12: Die Zwerglausmaus

Die Zwerglausmaus ist in den alten Minenschächten, die in der Vorkaiserzeit eröffnet wurden, beheimatet. Empfehlenswert ist es, ihr zu folgen, wenn man bei aufkommendem Gewitter immer noch nicht im Tal ist. Die Minenschächte sind, wenn auch verlassen, recht trocken und sicher vor dem Gewitter, was man nicht über die Gebiete der Hohen Wand außen sagen kann. Zum Verzehr ist die Zwerglausmaus zwar geeignet, aber nicht empfohlen, da sie kaum Fleisch auf den Rippen hat.

Bzgl Name: Der Name setzt sich wahrscheinlich durch ihre Größe und einen unerklärten Bezug zu Läusen zusammen.

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Das war das Ergebnis einer Stunde Live Basteln. Ihr könnt hier noch offene Fragen stellen, sowohl zum Gebastelten, als auch allgemein zum Thema.

#14 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (3) von DrZalmat 22.02.2019 19:08

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Wie kann der Schiffstern gegen dir Folge von Stromschlägen helfen? Hat er einen besonderen Saft der Verbrennungen heilt oder so?

Wie groß wird so ein Schwarzwolf? Kann ich einen als Haustier abhaben?

Wo haben denn Zwerglausmäuse gelebt ehe sie in Minen eingezogen sind? Waren es Höhlentiere?

#15 RE: [Live Basteln] Woche 4 - Flora und Fauna: 4x3 Tiere, die dir in Extremgebieten das Leben retten können (3) von Chrontheon 22.02.2019 19:18

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #14
Wie kann der Schiffstern gegen dir Folge von Stromschlägen helfen? Hat er einen besonderen Saft der Verbrennungen heilt oder so?

Gegen die Stromschläge hilft der nicht, nur gegen das Gift, das jene, die die Entladung überleben, töten würde.

Zitat von DrZalmat im Beitrag #14
Wie groß wird so ein Schwarzwolf?

Die Schulterhöhe wird um die 50-60cm sein. Es ist eine eher kleine Wolfsart.

Zitat von DrZalmat im Beitrag #14
Kann ich einen als Haustier abhaben?

Wenn du einen findest und selbst zähmst, oder von einem Hundeführer kaufst, sicher!

Zitat von DrZalmat im Beitrag #14
Wo haben denn Zwerglausmäuse gelebt ehe sie in Minen eingezogen sind? Waren es Höhlentiere?

Ja, sie werden wahrscheinlich in kleinen Höhlen oder selbstgegrabenen Löchern gehaust haben. Die Minen haben sich dann aber als besseres Heim erwiesen.

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