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#1 Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019: Ozeane von Elatan 24.02.2019 11:29

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Am 27. Februar um 20:30 Uhr wird wieder gespeedbastelt! Seid ab 20:00 Uhr im Chat und tut was für eure Welten!

#2 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Elatan 27.02.2019 20:30

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Das heutige Thema lautet: Ozeane! Eine Stunde Zeit! Hopp hopp!

#3 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Teja 27.02.2019 21:04

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Wie die Sterne an den Himmel kamen

Am Anfang, als die Götter noch über die junge Welt schritten, war vieles anders, als heute. Am Himmel gab es keine Sterne und doch war die Nacht hell erleuchtet von einem Himmelskörper, der der Sonne gleich kam. Ewige Finsternis gab es nur tief unter der Erde oder in den weiten Ozeanen, in deren Tiefen niemals die Sonne scheint.
In der Tiefe gab es jedoch schon in grauer Vorzeit Leben. Kleine bleiche Geschöpfe tummelten sich an den heißen Quellen des Lebens unter der See und silbrige Fische durchstreifen die dunklen Einöden über dem Meeresgrund.
Utumno, der König der Tiefe, hatte viele Geschöpfe erschaffen, doch es fehlte ihnen das gewisse etwas. Er sehnte sich danach, Leben um sich zu haben, dass den vielfältigen und bunten Geschöpfen an der Oberfläche gleich kam, doch keine seiner Schöpfungen wollte ihm recht gefallen. Und so zerstörte er fast jedes Leben gleich wieder.
Eine Ära lang mühte sich Utumno ab, ohne dass er zufrieden war.
Doch dann geschah etwas unerwartetes. Ein Licht betrat den Grund des Ozeans, wie es Utumno noch niemals gesehen hatte. Es war Teja, Bewahrerin es silbernen Nachtlichtes, die heruntergestiegen war, um die Tiefe zu erkunden. In dem Leuchten bekamen die blassen Geschöpfe seiner Schöpfung auf einmal Farben, wie er sie niemals gesehen hatte und der Ozean erblühte mit Leben, wie es sich selbst die Geschöpfe der Oberfläche niemals erträumen konnten.
Eine Ära lang blieben beide zusammen im Ozean und unter dem Licht der Nacht entstanden die wundersamsten Geschöpfe . Utumno und Teja bevölkerten den Ozean mit groß und klein, gewöhnlich und wundersam und alles war gut.
Doch es kam die Zeit, da vermisste das Taglicht am Himmel seine Gefährtin. Als Ahai Teja in der Tiefe bei Utumno fand, zerschlug er ihre Leuchte. Und so wurde die Nacht für eine Ära in Dunkelheit getaucht, wie sie sonst nur am Grunde des Ozeans herrschte.
Doch viele fleißige Hände trugen die Bruchstücke des Nachtlichtes zusammen, doch konnten sie es nicht neu erschaffen, denn was einmal verloschen ist, kann nie mehr scheinen. So trugen sie die Stücke an die fernsten Winkel des Ozeans, damit ein Licht scheine, wo keine Sonne ist; sie trugen die Stücke in die Höhlen tief unter Erde, damit dort ein Licht scheine, wo keine Sonne ist und sie trugen die Bruchstücke hoch an den Himmel, fern und doch überall zu sehen, damit die Sonne immer weiß, dass sie die Nacht niemals besiegen kann.

#4 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Tskellar 27.02.2019 21:19

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Don't go swimming!

En has just one single ocean that the Nitha call Aer, meaning water-body or water. It is not yet known if Aer is a living creature itself – nobody believes the pirates' tales, and nobody else has been out where the water is dark. Aer is home to five times as many creatures as live on land – quite busy down there.
Swimming in the ocean too far off the coasts is not recommended, since it attracts all kinds of hungry fish (called Dwellers) really fast. Dwellers can hear a human heartbeat in the water and they will come by for a snack. A dead body on the other hand can float undetected for days. Swimming in the ocean has therefore become a competitive sport, a way of torture, and simply bait for fishing.
A person would have to be quite nuts to get on a ship to begin with – increasing the chances of dying a violent death by 90% - and that does not even include disease, mutiny, storms or a sinking ship.

#5 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Chrontheon 27.02.2019 21:19

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Der folgende Beitrag kann Spuren von Namensplatzhaltern enthalten.

Vor drei Jahren sind wir aufgebrochen. Wir haben unsere Heimat zurück gelassen. Wir sind durch die endlose Weite gefahren. Zu weit, um die alte Heimat zu sehen, zu weit, um eine neue zu finden. Links, rechts, oben, unten, vor und hinter uns - nur der blaue Schein. Die Wellen, die uns davon trugen, der Wind, der uns die Kraft gab, voran zu schreiten. Das war die Freiheit. Das war die Unabhängigkeit. Das war der Neuanfang! Doch dann kam der Sturm...

Die Neue Welt

Segel und Seile wurden emporgezogen, Menschen weggespült. Dann wurde auch ich vom Wind erwischt, flog durch die nassen Lüfte, Wasser war oben, unten, links und rechts ... Wohin sich mein Blick wandte, traf er nur kaltes, klares Wasser. Ich tauchte auf und wieder ab, auf und ab, auf und ab ... Luft und Wasser füllten meine Lungen, und langsam wurde ich müde. Ich dachte mir, ich könne doch nicht einschlafen, wenn Siana noch in Gefahr war, und versuchte sie zu finden. Doch da war das Schiff verschwunden und mit ihm die Besatzung.

Als ich aufwachte, lag ich auf schleimigem Grund. Ich schien in einer engen Höhle gefangen zu sein, in einer schleimigen Gruft, die sich bewegte. Ob ein Erdbeben, konnte ich nicht erkennen. Es war nicht unangenehm, mehr wie eine Mutter, die ihr Kind in den Schlaf wiegt. In einer angenehmen Wärme. In einer angenehmen, schleimigen Wärme. Trotz des Schleimes war es mir nicht gelungen, den Schlaf fort zu halten.

Erneut erwachte ich, als die schleimige Höhle sich mit Wasser füllte. Ich war in Panik, einen Ausweg zu finden, um nicht zu ertrinken, als ein unbeschreiblicher Schrei die Höhle erfüllte. Es hörte sich wie ein Schmerzensschrei eines Riesen an, dem ein Bein entnommen wurde. Doch dieser Schrei schien die Wände der Höhle zu weiten, und ich entdeckte Tageslicht! Geistesgegenwärtig, wie ich war, sprang ich aus der Höhle und landete erneut im Wasser. Doch diesmal schien der Grund näher. Und beim Auftauchen erblickte ich den schönsten Anblick meiner Reise: Land.

Bei der Erkundung fiel mir auf, dass dies kein großes Land war, doch die Bewohner waren freundlich und nahmen mich auf. Sie nährten mich und ließen mich nächtigen, und wurden meine Freunde. Und wenige Tage später kamen weitere Menschen, es waren Mitreisende, Besatzung und Gäste der Schiffe, mit denen wir die alte Heimat hinter uns gelassen hatten. Auch Siana war bei ihnen. Und ich sah, wie sie gekommen waren: Nicht die Schiffe hatten überlebt, nein, sie wurden ausgespuckt von Ungeheuern des Meeres, die Schmerzensschreie ausstießen und uns glauben ließen, wir wären in schleimigen Höhlen gefangen gewesen.

Nachdem wir gestärkt und gerüstet waren von unseren Gastgebern, schenkten sie uns Schiffe, auf denen wir nach Westen aufbrachen. Und so fuhren wir erneut über den Ozean, begleitet von den Ungetümen, sahen des Nachts die Geister des Meeres und des Tags die Schreimonster, und wenige Tage später stießen wir an Land. Wir teilten uns auf, sie, die sie dem Monarchen folgten, blieben an der Küste, und wir, die dem Hohepriester treu waren, zogen ein ins Land, entlang eines Flusses, der fortan den Namen Landfluss tragen sollte, und wir ließen das Große Meer, den blauen Ozean, das Wasser des Ostens zurück, und andere Gruppen gingen ihre Wege. Und als wir uns niederließen, ernannte der Hohepriester jenen unter uns, der würdig war, zum Regenten. Und jener, der uns wohlbekannt ist, nannte das Gebiet Yyz, und auch die Stadt, die er gegründet hatte.

(Ausschnitt aus der Nullten Chronik von Yyz)

#6 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Tskellar 27.02.2019 21:26

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Zitat von Teja im Beitrag #3
Wie die Sterne an den Himmel kamen
Doch viele fleißige Hände trugen die Bruchstücke des Nachtlichtes zusammen, doch konnten sie es nicht neu erschaffen, denn was einmal verloschen ist, kann nie mehr scheinen. So trugen sie die Stücke an die fernsten Winkel des Ozeans, damit ein Licht scheine, wo keine Sonne ist; sie trugen die Stücke in die Höhlen tief unter Erde, damit dort ein Licht scheine, wo keine Sonne ist und sie trugen die Bruchstücke hoch an den Himmel, fern und doch überall zu sehen, damit die Sonne immer weiß, dass sie die Nacht niemals besiegen kann.


Also konnten die Bruchstücke an sich noch ein bisschen leuchten? Und was passierte mit Teja und Utumno?

#7 Die Fremden von Elatan 27.02.2019 21:31

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»Es ist nicht möglich!«, bekräftigte der bärtige Ratsherr Olandros noch einmal und übertönte mit seiner Stimme das allgemeine Gemurmel, nachdem der Brief des Feldherrn Palandos verlesen worden war.
»Wie könnt Ihr Euch da so sicher sein?«, fragte nach einer Weile Caron, der trotz seiner Jugend die Stadt Terys im Großen Rat vertrat.
Einige andere lachten, aber Caron verzog keine Miene.
»Ihr meint das doch nicht wirklich ernst, Caron?«, fragte Olandros. »Ihr seid jung, aber selbst Jugend kann eine solche eine Naivität kaum entschuldigen.«
»Wie weit segeln unsere Schiffe gen Westen auf den Ozean hinaus?«
»Was soll die dumme Frage?«, kam es aus einer der Reihen, bevor Olandros antworten konnte, aber Caron wandte den Blick nicht von ihm ab.
»Wie weit?«, wiederholte der Blondgelockte die Frage.
»Unsere Schiffe bleiben in Küstennähe. Das solltet Ihr wissen. Ihr versucht Euch doch selbst als Fernkaufmann, oder nicht?«
»Richtig«, sagte Caron. »Und meine Schiffe fahren nie weit auf das Meer hinaus; nur wenn sie nach Ilranuh segeln, lassen sie das Land hinter sich zurück.«
»Na seht Ihr …«
»Ja, ich sehe. Ich sehe, dass niemand hier weiß, wohin Kaiser Essiaros und seine Getreuen dereinst segelten und was aus ihnen wurde.«
»Das wissen wir ziemlich genau«, sagte Arinos, der für die Kirche im Rat saß. »Die gottlosen Magier schickten sie gen Westen auf den Ozean hinaus in dem Wissen, dass dort nichts ist als unendliche Wasser. Sie sind auf hoher See gestorben und Elon hat sie zu sich genommen.«
»Aber seht ihr denn nicht, wie viel nun dafür spricht, dass die Kaisertreuen die Verbannung überlebten? Dass die Sentarim ihnen tatsächlich Land im Westen schenkten?«
»Caron, überlasst uns Priestern solcherlei Überlegungen über die Gnade der Sentarim«, sagte Arinos und schüttelte den Kopf.
»Legen wir doch die Fakten auf den Tisch!«, sagte Caron und schlug mit der Faust in die Hand. »Wir wissen, dass die Elben herbe Niederlagen gegen General Palandos erlitten und sich gänzlich auf ihre Inseln zurückzogen. Elcira brannten sie lieber nieder, als dass sie ihre letzte Stadt auf dem Festland uns überließen. Nur Barbaren hausen nun noch dort im Norden. Und plötzlich sollen diese Barbaren uns ohne Hilfe zurückschlagen?«
»Ach, vielleicht bekamen sie eben doch Hilfe. Wer weiß schon, mit wem die Elben paktieren …«
»Palandos hat es uns doch geschrieben, mit wem sie paktieren«, sagte Caron und deutete auf den Boten und den Brief. »Männer, welche das Atamerische beherrschen, führten sie zum Sieg; Männer, die anders kämpften als die Barbaren es zu tun pflegen.«
»Junge, nun hört mir zu: Palandos selbst behauptet mit keinem Wort, dass es sich bei diesen Leuten um Menschen aus dem Westen handelt. Er vermutet, es könnten Fahnenflüchtige sein. Derer gibt es viel zu viele, grade während dieser unruhigen Zeit …«
»Palandos behauptet es nicht, da habt Ihr recht. Palandos selbst stellt jedoch die Überlegung an, dass es sich wahrlich um die Nachfahren der Exilanten handeln kann.«
»Ihr wisst, was das bedeuten würde, wenn dies tatsächlich der Wahrheit entsprechen sollte?«, fragte ein weiterer Ratsherr.
»Land im Westen«, sagte ein anderer.
Olandros strich sich durch seinen Bart.
»Nicht nur das: Sie würden eine Gefahr für unser Reich darstellen. Sie würden Ansprüche erheben, weil sie sich auf Essiaros berufen würden.«
»Und wenn sie wahrhaft seine Nachfahren sind, dann hätten sie jedes Recht dazu!«, rief ein greiser Ratsherr und wurden dafür ausgebuht.
»Hört mir zu«, sagte Caron. »Ich glaube, dass diese Fremden wahrlich die Nachfahren der Exilanten sein könnten. Und ich glaube, dass unsere Vorfahren ihnen großes Unrecht taten.« Der Jüngling hob eine Hand, als wütendes Gemurmel anschwoll. »Aber dies alles ist siebenhundert Jahre her. Wir mussten dafür büßen. Dreihundert Jahre lang war unser Volk Sklave der Magierfürsten. Sollen wir nun die Herrschaft einfach an Fremde übergeben, nur weil ihre Vorfahren einst herrschten und gegen die Magier gekämpft und verloren haben? Unsere Vorfahren haben gekämpft und gewonnen! Dies gibt uns doch viel eher das Recht, über Atamerés zu herrschen!«
Zustimmendes Gemurmel und Klatschen ließen den Jüngling lächeln und Olandros wusste nicht, was er davon halten sollte.
»Ich sage Euch, werte Mitglieder des Großen Rates: Wenn sie aus dem Westen kamen und bereits solche Erfolge im Norden feiern konnten, wer sagt uns dann, dass sie nicht direkt über den Ozean auch aus ihrem Westreich nach Atamerés zu kommen vermögen, um uns in der Stunde unserer größten Verwundbarkeit anzugreifen?« Er deutete auf den leeren Thron, der den Bänken der Ratsherren gegenüberstand. »Wer soll auf diesem Thron sitzen und das Land gegen unsere Feinde einen?«
»Es bedarf einer starken Hand«, sagte Arinos und sah zu dem Thron.
»Und wessen Hand könnte stärker sein als die des Elbenfluches?«
Olandros wusste nichts, was er sagen sollte und selbst wenn er es versucht hätte, so hätte man ihn wohl nicht gehört unter den zustimmenden Rufen der Ratsherren. Olandros schaute zu dem jungen Ratsherrn aus Terys, dieser ärmlichen Stadt in der Cas Carrima, der es wohl gerade geschafft hatte, seinen Vetter Palandos zum Kaiser zu machen.

#8 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Teja 27.02.2019 21:31

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Unser Speedbasteln endet hier! Jetzt ist es Zeit für Entspannung und vielleicht ein paar Lobsbeeren am Spieß, wenn ihr noch die Energie habt!

#9 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Teja 27.02.2019 21:38

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Und hier sind sie schon, die Lobsbeeren am Spieß, nur ganz kurz angebraten:

@Tskellar Moah, wie fies, dabei macht Baden im Ozean doch so viel Spaß. Wie kommen die Leute denn dann von einer Insel zu anderen, wenn Schwimmen so gefährlich ist?
@Chrontheon Hieß der Erzähler zufällig Jonah? Es würde mich ja schockieren, wenn mich ein Wal verschluckt an dann wieder an den Strand spuckt. Obwohl das vermutlich netter ist, als wenn er mich einfach frisst.
@Elatan Das ist eine schön unblutige Wahl zum Kaiser. In dieser Situation brauchen sie wohl auch Unterstützung. Wer sind denn diese angeblichen Nachfahren, die da ankommen?

Und mein Kram:

Zitat von Tskellar im Beitrag #6
Zitat von Teja im Beitrag #3
Wie die Sterne an den Himmel kamen
Doch viele fleißige Hände trugen die Bruchstücke des Nachtlichtes zusammen, doch konnten sie es nicht neu erschaffen, denn was einmal verloschen ist, kann nie mehr scheinen. So trugen sie die Stücke an die fernsten Winkel des Ozeans, damit ein Licht scheine, wo keine Sonne ist; sie trugen die Stücke in die Höhlen tief unter Erde, damit dort ein Licht scheine, wo keine Sonne ist und sie trugen die Bruchstücke hoch an den Himmel, fern und doch überall zu sehen, damit die Sonne immer weiß, dass sie die Nacht niemals besiegen kann.


Also konnten die Bruchstücke an sich noch ein bisschen leuchten? Und was passierte mit Teja und Utumno?

Jedes Bruchstück leuchtet nach, sie lassen sich nur nicht mehr zusammenkitten. Teja "verschwindet" für eine Weile und taucht dann in anderen Sagen als Weise Ratgeberin wieder auf. Utumno wohnt wieder unter dem Ozean und ist dort König. Und frisst gelegentlich Seeleute.

#10 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Chrontheon 27.02.2019 21:41

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*Lobsbeeren verteil*

@Teja: Das ist eine gute Geschichte! Hat Teja sich eigentlich nicht rächen wollen und das Taglich zerstören, weil Ahai das gleiche mit ihrem Licht tat? Warum hat Ahai das denn überhaupt getan, wenn er es doch vermisste?

@Tskellar: This seems to be quite dangerous!

Zitat von Tskellar im Beitrag #4
Dwellers can hear a human heartbeat in the water and they will come by for a snack. A dead body on the other hand can float undetected for days.

Does this mean that if you'd stop your heartbeat (and not die from it) you would be undetected?

@Elatan: Also das ist eine große Leistung von Caron. Ich bin auch dafür, dass Palandos Kaiser wird.

#11 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Teja 27.02.2019 21:52

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #10
*Lobsbeeren verteil*

@Teja: Das ist eine gute Geschichte! Hat Teja sich eigentlich nicht rächen wollen und das Taglich zerstören, weil Ahai das gleiche mit ihrem Licht tat? Warum hat Ahai das denn überhaupt getan, wenn er es doch vermisste?

Danke! Hm, gute Frage. Ich glaube eher, Teja rächt sich da auf andere, weniger offensichtliche Weise. Und er hat es nicht in dem Sinne vermisst, sondern eher gemerkt, dass es nicht da war, wo es sein sollte. Ahai ist sehr selbstverliebt.

#12 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Chrontheon 27.02.2019 21:56

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Zitat von Teja im Beitrag #9
@Chrontheon Hieß der Erzähler zufällig Jonah? Es würde mich ja schockieren, wenn mich ein Wal verschluckt an dann wieder an den Strand spuckt. Obwohl das vermutlich netter ist, als wenn er mich einfach frisst.

Nein, der hieß nicht so (auch wenn ich beim Schreiben an ihn gedacht hab). Dass es ein Wal war, hat er dem Text nach aber erst einige Tage später bemerkt.

Zitat von Teja im Beitrag #11
Ahai ist sehr selbstverliebt.

Ja, das erklärt einiges. Schaut er sich denn regelmäßig im Spiegel an? Hat er einen Vorspiegler?

#13 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Teja 27.02.2019 22:01

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Ahai und Teja wurden als Paar erschaffen. Aber Ahai hat sich in sein Spiegelbild verliebt, als er es zum ersten Mal in einem Teich gesehen hat. Und später hat er sich einen eigenen Spiegel erschaffen, der ihm über den Himmel folgt: Den Mond.

#14 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Nharun 28.02.2019 00:47

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Ich hatte heute Abend leider keine Zeit, um teilzunehmen

@Teja Ich mag solche Schöpfungsmythen! Du erzählst diesen hier in einem so atmosphärischen Ton, dass bei mir im Kopf die Stimme eines alten Priesters widerklingt, der sie in einem dunklen Tempelraum erzählt und an dessen Wänden immer wieder passende Fresken mit einer Lampe beleuchtet

@Tskellar Das klingt ja schrecklich! Ist das nur Seemannsgarn oder Tatsache (oder eine Mischung daraus)?

@Chrontheon Ein phantastischer Reisebericht! Auch hier stellt sich mir die Frage, ob es auf einer wahren Begebenheit beruht oder ein Schiffbrüchiger sich nur etwas zusammengesponnen hat

@Elatan Und wie ging dieses Ereignis jetzt aus? Waren es die Nachfahren der Exilanten? War es nur ein Coup um jemanden auf den Kaiserthron zu setzen? Du hast es geschafft Spannung und Neugier bei mir zu wecken


So, nach den Lobsbeeren für euch, möchte ich mich an eine Premiere wagen und zum ersten Mal in der Geschichte des Speedbastelns etwas nachreichen





Das Weltmeer und das Anderdunkel

(aus: "Ahnenweisheit - Das verborgene Wissen der Arbaren", 1975 Geminginhol-Verlag, Isla)

In den alten Liedern heißt es, wenn über die Urzeit gesprochen wird, immer zunächst, dass der Kjahullir noch nicht im Meer war und es keine stürmischen Wogen gab. Doch warum beginnen die Urzeit-Lieder unserer Ahnen immer so? Es gibt kein arbarisches Lied, das einen Vers enthielte, im Anfang sei alles nur Meer gewesen, denn wenn wir alle auf uns gekommenen Lieder über die Urzeit betrachten, müssen wir feststellen, dass unsere Vorfahren anscheinend gar keinen Schöpfungsmythos kannten: Die Welt war auch in der Urzeit schon da. Dennoch gibt es in den einzelnen Lieder Spuren und wenn wir diesen folgen, finden wir die Vorstellung dass die Welt aus einem großen Meer besteht, aus dem sich, nur an einem Punkt, das Land erhebt, auf dem die Menschen leben. Das Weltmeer ist für unsere Vorfahren, die nie große Seefahrer waren, das Sinnbild des urtümlichen Chaos und in den Liedern über das Ende der Urzeit wird deutlich, dass unsere Vorfahren das Weltmeer mit dem Anderdunkel verbanden. Obwohl unsere Vorfahren durch ihre Lieder wussten, dass der Kjahullir ins Meer geworfen wurde, fürchteten sie doch jedes tiefere Gewässer, da er auch darin lauern könnte - denn, auch wenn es in keinem Lied ausdrücklich erwähnt wird, scheint die Vorstellung geherrscht zu haben, dass das Land eigentlich nur eine auf dem Weltmeer schwimmende Insel wäre. So gesehen ist es logisch, dass ein Meeresungetüm auch in den tiefen von Seen oder unteridischen Wassern lauern könne. Diese Vorstellungen können heute, in einem Zeitalter in dem wir die Gestalt unserer Welt aus dem All betrachten können, natürlich nicht mehr überzeugen.

Warum sie das "Weltmeer" jedoch scheinbar mit dem "Anderdunkel" gleichsetzten, mag uns heute dennoch einleuchten: Das Meer war für sie unverständlich und unberechenbar, wie das Anderdunkel. Und wie Geister aus dem Anderdunkel unvermittelt auftauchen können, so können es die Meeresbewohner, deren Bewegungen von der Oberfläche aus nicht oder nicht gut gesehen werden können. Bei der Vorliebe unserer Vorfahren für eine bildliche Sprache, kann daher auch nicht ganz ausgeschlossen werden, dass das "Meer" oder spezielle das "Weltmeer", ursprünglich nur ein bildhafter Ausdruck für das Anderdunkel war. Doch wenn wir dies Bedenken, dann ergeben sich plötzlich ganz neue Deutungen für die alten Lieder, denn dann besingen sie, dass in der Urzeit der Kjahullir nicht im Anderdunkel war und, wenn wir die "stürmischen Wogen" als die verderbnisbringenden Risse interpretieren, die Trennung zwischen dem Anderunkel (Meer) und unserer Realität (dem Land) noch intakt war. Doch das hieße, dass der Kjahullir, denn wir gemeinhin als Ausdruck des Altvorderen der Tiefe verstehen, eben keine einheimische Entität des Anderdunkels war - nur wenn das stimmte, was wäre er dann?

#15 RE: Dreiundachtzigstes Speedbasteln am 27. Februar 2019 von Tskellar 28.02.2019 09:53

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@Chrontheon diese Seeungeheuer finde ich sehr interessant. Was sind das für Viecher, und warum schreien sie? Und warum helfen sie den Menschen?

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