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#46 RE: Die Zoveri von Teja 01.07.2019 09:20

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Ich habe etwas wichtiges zu den Pilzen vergessen: die sind fast ausschließlich unterirdisch. Von außen sieht man meist nur einen Hügel mit Fenstern drin, weil der Pilz selbst von Erde und Gras bedeckt ist. Die Struktur selbst Stelle ich mir sehr hat und eher betonartig vor, also kein Vergleich zu realen Pilzen.

Zwischen den einzelnen Bauen liegt Wildnis. Wobei "Wildnis" Vorsichtig gebraucht werden sollte: es gibt keine Tiere oder Pflanzen, die ursprünglich von diesem Planeten sind. Die ganze Biosphäre wurde künstlich erschaffen. Die zoveri legen viel Wert auf eine möglichst ursprüngliche Natur bzw was sie dafür halten. daher gibt es auch Raubtiere, die durchaus Menschen gefährlich werden können. Einfach so herum wandern kann man also nicht mehr.

#47 RE: Die Zoveri von Elatan 01.07.2019 09:55

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Was für Raubtiere gibt es denn dort? Welche, die von der Erde eingeschleppt wurden oder auch welche von anderen Planeten? Wurden sie genetisch verändert?

#48 RE: Die Zoveri von Chrontheon 01.07.2019 19:00

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Zitat von Teja im Beitrag #41
Der führende Wissenschaftler auf diesen Gebieten war Jeremiah Zovar,

Die Vorgeschichte zu den Zovari! Jetzt ist sie endlich da! :D

Zitat von Amanita im Beitrag #45
Häufig sind riesige Pilze ja ein Klischee aus dystopischen Settings

Wegen Atompilzen?

#49 RE: Die Zoveri von DrZalmat 02.07.2019 04:00

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Zitat von Chrontheon im Beitrag #48
Wegen Atompilzen?

Ich glaube eher weil Pilze mit Verfall gleichgesetzt werden. Pilze wachsen wo Sachen verfaulen und Pilze, wie Schimmel neigen dazu sich überall auszubreiten und andere Sachen zu "zerstören". Außerdem werden Pilze immer gerne mit Gift in Verbindung gebracht. Der Pilz selbst ist giftig, die Sporen sind giftig und ersticken Leute usw. Wenn man sich postapokalyptische oder dystopische Welten anschaut sieht man wirklich immer wieder Riesenpilze. Z.B. die Heimatwelt der Orks in Warcraft ist eine Welt die stirbt und sie hat Pilzwälder anstatt Bäumen, die postapokalyptische Welt von Nausicaa aus dem Tal der Winde besteht aus einem fast aussichtlosen Kampf gegen die sich verbreitenden Funguswälder (da aber auch eher subversiv gebraucht weil die Wälder die vergiftete Welt reinigen wie später rauskommt), die Welt in The Last of Us ist eine postapokalyptische Welt die von Zombies überflutet ist die durch einen Fungus entstehen usw.

#50 Die Zukunft der Navigatoren von Teja 17.03.2020 22:12

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Ich bemühe mich jetzt doch nochmal, meine Überlegungen zur Zukunft der Gilde und der Navigatoren in Worte zu fassen. Bei diesem Thema habe ich jetzt schon mehrmals angesetzt, aber alles jedes Mal wieder gelöscht.

Ich erwähnte weiter oben, dass die Gilde ihre ersten Rekruten aus Todeskandidaten bezog, dann später aus Freiwilligen und schließlich aus einer Population, die nur für diesen Zweck gezüchtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits bekannt, dass vor allem weibliche Navigatoren sehr gefährliche Mutationen erleiden können, die ich im Speedbasteln auch schon eimal angesprochen habe. Daher werden die alle kastriert. Das ist die Ära, in der ich momentan meine Geschichte schreibe (an der ich auch immer noch schreibe, obwohl es momentan nur im Schneckentempo geht).

Zukünftige Ereignisse, die zu enormen Veränderungen führen sind ein Aufstand der Navigatoren selbst, der letztlich zu einem Bürgerkrieg in der Gilde führt. Das Ergebnis davon sind dann sogenannte "Freie Navigatoren", die aber letztlich im selben System leben wie vorher, nur dass sie jetzt selbst die Führungsriege der Gilde übernommen haben. Ob das Leben in dieser Ära wirklich besser ist, sei dahingestellt.

Das zweite Großereignis, dass alles nochmal auf den Kopf stellt, ist der Einschlag eines Asteroiden auf Nestrello, der dort alles menschliche Leben auslöscht. Es gelingt den Freien Navigatoren zwar, einen Teil der Bevölkerung zu evakuieren, aber eben nur einen kleinen Teil. Die Überlebenden der Katastrophe siedeln sich auf ein paar Trägerschiffen an und machen erst einmal weiter wie bisher. Irgendwann wird dort darüber gestritten, warum man als Navigator zwischen Dienst und Familie wählen muss und ein paar junge Leute trauen sich schließlich etwas, was seit einer Ewigkeit verboten ist: als implantierter Navigator eigene Kinder zu haben. Dafür werden sie erstmal von ihrem Trägerschiff geworfen, als Vorsichtsmaßnahme versteht sich.

Ein paar Jahre später tauchen sie allerdings wieder auf, mit Kindern diesmal, die auf den ersten Blick normal zu sein scheinen, und ohne Anzeichen gefährlicher reproduktiver Mutationen. Man lässt sie wieder herein und wundert sich wenig später, warum sie auf dem Trägerschiff mit offenen Armen empfangen werden. Daraufhin wollen natürlich andere junge Leute das gleiche und die Praxis der Kastration wird entgegen allen Warnungen fast universal über Bord geworfen.

Einige Jahre später soll sich jedoch herausstellen, dass diese Kinder alles andere als normal sind. In der Pubertät zeigt sich nämlich, dass sie ihren Eltern sehr viel mehr ähneln, als Menschen. Sie verwandeln sich von ganz allein in Navigatoren. Die Sorge ist natürlich erstmal groß, doch wie sich herausstellt, scheinen diese angeborenen Navigatoren kaum unter den gesundheitlichen Einschränkungen zu leiden, die das Leben ihrer Vorfahren so kurz gemacht haben oder mit anderen Worten: Sie haben eine normale menschliche Lebenserwartung, zum ersten Mal seit der Entdeckung des Hyperraums.

Nachdem sich die gute Nachricht verbreitet, werfen die Navigatoren auch den Rest der Gilde raus und machen ihr eigenes Ding. Dirika lebt in dieser Zeit, die ich immer als "die Zukunft von NiMa" bezeichne.

Allerdings ist hier auch nicht nur Sonnenschein. Ein geborener Navigator kann sich nicht mehr mit einem gewöhnlichen Menschen fortpflanzen, nur mit einem, der aus einer der alten Zuchtpopulationen kommt und entsprechende eine gewisse Resistenz gegen die Hyperrauminfektion mitbringt. Kinder aus solchen Verbindungen sind allerdings dann sehr "schwache" Navigatoren. Umgekehrt kann man mit einem Geborenen auch keinen neuen Menschen infizieren und verwandeln.

Es gibt auch immer noch die alte Gilde, die sich wieder mit den Regierungen im Kern verbündet hat und eisern an ihre letzten Zuchtplaneten festhält. Diese alte Gilde versucht auch immer wieder, Leute wie Dirika zu entführen, um herauszufinden, wie sie ticken. Das weiß nämlich außerhalb der Freien Navigatoren keiner, weil die den Menschen auch nicht über den Weg trauen.

Was mir an dieser Stelle noch fehlt, ist ein griffiger Name für diese neue Spezies. Ideen und Denkanstöße nehme ich gerne an.

#51 RE: Die Zukunft der Navigatoren von DrZalmat 17.03.2020 22:21

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Warum sollen sie nicht einfach den Speziesnamen Navigator haben? Homo Navigatoris, ein Navigator... oder vielleicht abgekürzt zu Navitor?

Auf jeden Fall eine interessante Entwicklung. Weißt du wie es zu dieser Speziesentwicklung kam? Was ist in der Zeit passiert in der sie weg waren das dazu führte dass die Implantation quasi Teil ihrer Gene wurde?

Welche Folgen hat das für die Gesellschaft? Weil dann sind ja quasi alle Menschenschiffe auf Nichtmenschen angewiesen die sie lenken. Das ist ein ziemliches Machtpotential bei dieser Gruppe "Aliens", das könnte zu Streitereien führen

#52 RE: Die Zukunft der Navigatoren von Elatan 17.03.2020 22:45

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Ja, ich pflichte @DrZalmat zu: Eine interessante Entwicklung! Gab es eigentlich in der Vergangenheit schon mal Navigatoren, die nicht kastriert waren und Kinder bekommen konnten, oder war das wirklich sofort verboten, bevor jemals ein solcher Fall eintreten konnte, bevor die Freien Navigatoren das später dann möglich machten?

#53 RE: Die Zukunft der Navigatoren von Teja 18.03.2020 19:03

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Zitat von DrZalmat im Beitrag #51
Warum sollen sie nicht einfach den Speziesnamen Navigator haben? Homo Navigatoris, ein Navigator... oder vielleicht abgekürzt zu Navitor?

Ich finde das als Speziesname einfach etwas sperrig, es geht einem nicht so leicht von der Zunge. Mit Navitor hab ich tatsächlich auch schon gespielt, aber endgültig festgelegt hab ich noch nichts.

In der Anfangszeit der Hyperraumreisen waren die Freiwilligen wohl schon älter oder einfach nicht in der Position, eine Familie zu gründen. Außerdem kommt noch das Problem hinzu, dass sie ja über lange Zeit auf Medikamente angewiesen waren, die wohl für eine Schwangerschaft auch nicht gut wären. Erst im Lauf der Zeit hat sich das alles geändert, Wirt und Symbiont haben sich aneinander angepasst und die Medikamente wurden weiterentwickelt, so dass sich diese Probleme im Laufe der Zeit gegeben haben.

Das die Implantation Teil der Gene wurde sieht man ja schon daran, dass es im ganzen Körper Mutationen hervorruft. Das diese auch auf die Keimbahn zutreffen, war für alle Beteiligten dann allerdings doch überraschend.

Zum Thema Machtposition: Auch die Freien Navigatoren kommen aus einer Gesellschaft, die über Jahrhunderte nur für den Dienst gelebt haben. Das war das Höchste, was man dort erreichen konnte und diese kulturelle Überzeugung abzuschütteln, fällt sicher nicht leicht. Ihre neue Rolle in einer Machtposition wird ihnen erst nach und nach bewusst. Die Menschen sind da schneller mit dieser Erkenntnis und Hass, Furcht und Ausgrenzung sind vielerorts an der Tagesordnung. Ohne die schützende Gilde haben die Navitoren nicht viel, was sie dagegen tun können, außer unter sich zu bleiben.

Es gibt aber auch Welten, die erkennen, dass ein Bündnis mit dieser neuen Spezies auf lange Sicht sehr profitabel sein kann. Gerade auf den Welten, die weit entfernt sind vom Kern und von den Religiösen Puristen, werden die Navitoren schneller anerkannt und akzeptiert. Es werden Gesetze erlassen, die ihnen volle Menschen- und Bürgerrechte zusprechen, nachdem sie jahrhundertelang unterdrückt wurden. Trotzdem dauert es sehr lange, bis sich beide Seiten vollends vertrauen.

Dabei muss man dazu sagen, dass die Navitoren ja auch von den Menschen abhängig sind. Sie brauchen genauso Nahrung und Treibstoff und diese Ressourcen sind in der Hand der Menschen. Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass es im Universum nur sehr wenige Navitoren gibt.

#54 RE: Die Zukunft der Navigatoren von Elatan 18.03.2020 21:32

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Navitoren finde ich als Speziesname abgeleitet von Navigatoren aber schon irgendwie komisch; verständlich fänd ich so eine Abkürzung oder gar Verballhornung eigentlich nur, wenn sie von Leuten käme, die eine andere Sprache sprechen und daher Fehler machen, die dann in sowas resultieren. Als Abkürzung fänd ich da Navis schon naheliegender ... mmh, vielleicht Na'vi ... Nene. Aber wenn es von den Freien Navigatoren kommt, dann wäre vielleicht sowas wie Frenavs eine Alternative?

#55 RE: Die Zukunft der Navigatoren von Teja 20.03.2020 12:56

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Ja, wie gesagt, es fällt mir schwer, mich da zu entscheiden. Im Text habe ich es einfach mal ausprobiert, aber es stimmt schon, wirklich besser ist es nicht. Frenav wäre natürlich eine schöne Anspielung auf die Fremen. In der Jetzt-Zeit von NiMa verwenden viele Menschen "Hexe/Hexer" als herablassende Bezeichnung für ihren Navigator, ich hatte auch schon überlegt, daraus was zu machen. Aber das wäre so, als ob sich moderne Roma selbst Zigeuner nennen und das finde ich auch wieder nicht gut.

#56 Zeit und Zeitmessung im All von Teja 17.06.2020 11:49

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Heute möchte ich mal ein paar Gedanken notieren, die mir zum Thema Zeitmessung gekommen sind.

Ein großes Problem bei interstellaren Entfernungen ist die Zeit. In diesem Universum gibt es keine Möglichkeit, schneller als das Licht zu kommunizieren. Innerhalb eines Sonnensystems gibt es also auch Verzögerungen in der Kommunikation abhängig vom Abstand von Sender und Empfänger. Bei interstellaren Entfernungen muss ein Schiff die Nachrichten mitbringen, so wie es hier vor der Erfindung der Telegrafie war. Die meisten Kapitäne verdienen sich ein kleines Zubrot damit, indem sie kodierte Nachrichtenpakete von einem System zum nächsten transportieren. Diese sind gewöhnlich mit einem Zeitstempel versehen, um sie einordnen zu können.

Der Zeitstempel basiert auf der universellen Standard Zeit, die auf der Zeitrechnung der Erde basiert. Das soll heißen, Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Jahre, usw haben dieselbe Dauer wie auf der Erde. Gerade die interstellaren Organisationen geben Zeiträume mit Standardwerten an, um Vergleiche einfach zu machen. Personen sind daher auch immer x Standard-Jahre alt, egal woher sie kommen. Es gibt immer noch eine Zeitrechnung, die auf Erdenjahren basiert und die von der Mehrheit akzeptiert und verwendet wird.

Womit wir zum zweiten Zweck des Zeitstempels auf Nachrichten kommen: Die Synchronisation. Jedes Schiff und jede Siedlung (d.h. Ansiedlungen auf Planeten und Stationen) hat einen eigenen Chronometer und durch die Unwägbarkeit des Hyperraums kann es ab und zu vorkommen, dass Abweichungen entstehen. Bei einem kurzen Aufenthalt im Hyperraum sind diese gering, aber je länger man dort bleibt, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Uhr am Endpunkt der Reise nicht mehr stimmt. Ich gebe zu dieses Detail ist noch sehr schwammig und daher werde ich erst einmal nicht weiter darauf eingehen.

Auf besiedelten Planeten wird meist eine lokale Zeit verwendet, die sich an der Rotationsperiode des Körpers orientiert, mit einigen Einschränkungen. Wenn der Tag/Nachtzykus stark von dem der Erde abweicht, ignorieren die Einwohner ihn teilweise auch, einfach aus biologischer Notwendigkeit. Davon abgesehen machen sich viele Einheimische jedoch einen Spaß daraus, Besucher zu verwirren, indem sie ihre eigenen Zeitrechnung anstelle der Standards verwenden.

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