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Amanita
Beiträge: 254 | Zuletzt Online: 31.10.2020
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    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Superhelden und Superschurken" geschrieben. 15.10.2020

      Außergewöhnlich fähige Elementarmagier gibt es in Silaris immer mal wieder, aber meistens ist deren Rolle eher etwas ambivalenter, sodass sie nicht in die Kategorie "Superheld" vs. "Superschurke" einsortiert werden können. In Büchern und Filmen ist das Motiv aber auch in Silaris recht beliebt.

      Ein historisch-mythologisches Beispiel wäre die Geschichte des elavischen Nationalhelden Madori und seines Kampfes gegen den grausamen, fluormagiebegabten Eroberer Fajan/Faganu. Übernatürliche Fähigkeiten besaß er in Wirklichkeit zwar nicht, war aber ein außergewöhnlich fähiger und charismatischer Feldherr sowie später elavischer König. Als solcher hatte er natürlich keine rein weiße Weste, legte allerdings großen Wert auf ehrenhafte Kriegsführung, die Übergriffe gegen Zivilisten, das Vernichten von Ernten, die unmenschliche Behandlung von Kriegsgefangenen, Angriffe auf Verwundete und Heiler sowie sexuelle Übergriffe ausschloss. Auch als Herrscher war er sehr gerecht und volksnah und forderte dies auch von seinen Adligen. Allerdings erhielt sich diese Einstellung im Lauf der Generationen nicht und die Madorischen Adligen wurden häufig zu geldgierigen Unterdrückern, die sich für eine dem Volk weit überlegene Elite hielten...
      Zumindest außerhalb Elaviens wird Madori auch negativ angekreidet, dass er die elavische Ablehnung der Elementarmagie begründet hat, da er diese für einen "Wahn" hielt, der den Betroffenen erst Leid und Elend brachte und dann ihre Seele vergiftete. Seiner Meinung nach musste deshalb schon im ersten Stadium eingegriffen werden, was durch Verabreichen von Pflanzen wie dem Stechapfel geschehen sollte. Diese Praxis kostete viele elavische Kinder das Leben, die sich oft nur auffällig verhielten, ohne irgendetwas mit Elementarmagie zu tun zu haben und fordert immer noch Opfer, obwohl sie im modernen Elavien längst verboten ist.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Seltsames als Inspiration" geschrieben. 13.10.2020

      Im anderen Forum wurde ein Link zu diesem Lied gepostet, was mich dann zu folgender Idee inspiriert hat:
      In Arunien wurde von Phosphormagierin Alora Verna, die (unter anderem) an innovativen Methoden in der Elementarmagierausbildung forscht, ein ähnlich aufgebautes Lied entwickelt, das Anpassungsstörungskranken bei der Akzeptanz ihres Elements helfen soll. Bei Magiern anderer Elemente sorgte dies für einiges an Hohn und Spott, was Alora aber nicht sonderlich stört, weil sie es ganz praktisch findet, für eine alberne Esoteriktussi gehalten zu werden.
      Tatsächlich ist diese Methode aber recht erfolgreich und hilft oft besser als die übliche medikamentöse Behandlung solcher Probleme.

      Zitat Alora: "Die meisten lachen doch nur, wenn sie das hören, bekomme ich oft gesagt. Jetzt sag ich euch was: Wie öft hört ihr Patienten mit Anpassungsstörungen lachen? Glaubt mir, selbst das allein hilft häufig bereits."

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "[Lhanid] Steamfantasy zwischen Natur und Technik " geschrieben. 10.10.2020

      Interessante Idee und auch ein allgemein in gebastelten Welten sehr unterrepräsentierter Waffentypus. Ich muss aber zugeben, dass ich beim Begriff "Walpurgis" ganz andere Assoziationen habe, aber das macht ja nichts. Vielleicht ergibt sich ja wirklich noch eine In-World-Erklärung.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Amanitas Tagesthemen-Bastelthread: Aktuell: Dergomstränen" geschrieben. 03.10.2020

      Es gibt noch ein weiteres Pflänzchen, wobei eine Unterart schonmal Thema der WBO im anderen Forum war, aber das Drumherum nicht.

      Die Bohne des Grauens



      Soll das jetzt eine Parodie werden? Oder der Beitrag zum Halloweenbasteln? Und was hat es eigentlich mit berühmten Waffen zu tun?

      Die fragliche Pflanze hat herzförmige Blätter, einen deutlich stabileren Stängel als normale Bohnen, sodass sie ohne Stütze gedeihen kann und kleine kelchförmige Blüten, die je nach Sorte weiß, rosa, violett oder gelb sein können. Aus diesen Blüten entwickelt sich eine Hülsenfrucht, die von einem weißlichen Häutchen umgeben ist.
      Blätter, Stängel und Blüten sind stark giftig, da sie cyanogene Glykoside enthalten. Zusätzlich sind in diesen Pflanzenteilen und auch in den Hülsen und deren Häutchen Alkaloide enthalten, die beim Verzehr großer Mengen Bauchschmerzen und Durchfall, aber auch neurologische Ausfallerscheinungen und Halluzinationen verursachen. In kleinen Mengen konsumiert wirken diese Inhaltsstoffe jedoch angenehm berauschend und haben bei Frauen außerdem noch aphrodisierende Wirkungen. Beim Kochen werden sie teilweise zerstört, sodass die Bohnen selbst völlig ungiftig werden und als proteinreiches Lebensmittel genutzt werden können. Das Häutchen enthält allerdings höhere Konzentrationen, sodass Rückstände erhalten bleiben und ihre dann nicht unbedingt unerwünschte Wirkung entfalten können...
      Die Pflanzen sind in verschiedenen Regionen von Silaris endemisch, wobei jeweils unterschiedliche Sorten vorkommen, die an den jeweiligen Standort angepasst sind, sich aber ansonsten von den Eigenschaften her sehr ähneln. Benannt werden sie üblicherweise nach der größten Stadt in ihrem Hauptvorkommensgebiet. Bekannt ist die elavische Gormar-Bohne, bei die giftigen Inhaltsstoffe aus den Bohnen weitgehend weggezüchtet wurden, die sarilische Alijan-Bohne und die fast ausgestorbene ruarische Kaiolan-Bohne.
      Die Einfuhr roher, keimfähiger Bohnen ist in fast ganz Silaris verboten, was sowohl mit Bestimmungen gegen Drogen, als auch mit dem ausgesprochen invasiven Charakter der Pflanzen zu tun hat. Die Bohnen dürfen nur geröstet importiert werden, allerdings sind sie auf dem Schwarzmarkt auch im rohen Zustand zu haben.

      Die Bohne kann andere Pflanzen auf Freiflächen rasend schnell verdrängen, da sie sehr schnell wächst und anderen Pflanzen hierdurch das Licht nimmt, außerdem durchwuchern ihre Wurzeln die Wurzeln anderer Pflanzen und nutzen sie zur eigenen Nährstoffgewinnung, sodass auf einer betroffenen Fläche bald nichts anderes mehr wächst. Außerdem ist sie auch noch gegen viele Umwelteinflüsse und Herbizide resistent und muss dort, wo sie gezielt angebaut wird, aufwändig durch mechanische Sperren zurückgehalten werden.

      Dieses Verhalten der Pflanzen ist schon seit Jahrhunderten bekannt und den Menschen sehr unheimlich. In den Regionen, wo die Pflanzen endemisch sind, insbesondere in Ruaris und Tessmar, erzählt man sich, dass sie während des Kriegs der Elemente von den Phosphormagiern gezüchtet (bzw. mittels Gentechnik hergestellt) wurden, um sie dann als Waffe auf den Feldern der Feinde auszubringen und diese unbrauchbar zu machen, sodass die Bewohner verhungern mussten, oder dazu gezwungen waren, sich der Vorherrschaft der Phosphormagier zu unterwerfen. Außerdem sollte die Pflanze auch noch zur Entehrung der Frauen beitragen.
      Die ärmeren Bewohner der betroffenen Gebiete litten aufgrund der Plage tatsächlich bald Hunger und waren in ihrer Not dazu gezwungen, die Bohnen zu essen, wobei sich heraustellte, dass diese essbar waren, weil die Schöpfer der Pflanze da offenbar einen Fehler gemacht haben.

      Diese (und andere) Geschichten von grauenhaften Pflanzen ähneln sich in den drei ansonsten sehr unterschiedlichen Regionen sehr, gleichzeitig beteuern aber Phosphormagier aus verschiedensten Ländern, die sich sonst nicht viel zu sagen haben wie die sarilische Ministerin Brajana, die arunische Zirkelrätin Odetta Placia und der ruarische Vize-OECE-Botschafter Varin Kiris, dass es sich bei diesen Behauptungen lediglich um Gräuelpropaganda handelt, die von Magiern anderer Elemente in die Welt gesetzt wurde. In Wirklichkeit habe man nur versucht, eine robuste Eiweißpflanze zu züchten, was ja auch gelungen ist.
      Brajana konnte sich jedoch auch den Kommentar nicht verkneifen, dass bisher noch keine dieser Bohnensorten in Arunien wächst und dass sich das doch dringend ändern sollte. Nicht jedem war der Sarkasmus hinter dieser Aussage bewusst...

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Amanitas Tagesthemen-Bastelthread: Aktuell: Dergomstränen" geschrieben. 03.10.2020

      Zitat von Nharun im Beitrag #63
      Wenn ich mir die letzten Beiträge so anschaue, bemerke ich, dass ich nur ein Lobs da gelassen habe. Ich hoffe das hat nicht dazu geführt, dass du keine Tagesbasteleien mehr anstellst - denn ich lese sie wirklich gerne!

      Danke
      Ne, das liegt eher daran, dass ich das Thema wegen des neuen Designs nicht mehr so spontan sehe. Mein Link führt mich direkt zu den neuen Beiträgen und wenn ich da das Tagesthema sehen will, muss ich es extra anklicken, was ich meistens nicht tue. Die spontane Inspiration fällt dann so weg.

      Wobei, hm, was haben wir heute. Berühmte Waffen. Mal gucken...

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertachtundvierzigstes Speedbasteln am 04. September 2020" geschrieben. 06.09.2020

      Zitat von Nharun im Beitrag #12
      Man merkt deinem Text an, dass du das Thema magst.

      Ja, den Klinikgarten von Enes Tall (Elavien) habe ich schon weggelassen, weil es sonst zu lang geworden wäre, aber vielleicht ergibt sich irgendwann noch eine Möglichkeit davon zu erzählen.

      @Harbut, ich reiche auch meistens nach, weil ich zum Termin wahlweise keine Zeit habe, oder vergesse, wann er ist.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertachtundvierzigstes Speedbasteln am 04. September 2020" geschrieben. 05.09.2020

      Heilkräuter

      In Silaris sind medizinische Anwendungen von Pflanzen in allen Ländern verbreitet, wobei im Rahmen der modernen Medizin in den Industrieländern hauptsächlich isolierte Wirkstoffe als Medikamente verwendet werden.
      Eine besonders große Rolle spielt die Phytotherapie in Dageyra und Elavien. Die dageyranischen Heilkräuter sind auf dem Festland weitgehend unbekannt, da sich die klimatischen Bedingungen deutlich unterscheiden und die Dageyraner haben kein Interesse daran, ihr Wissen mit dem Rest von Silaris zu teilen.

      Die Traditionelle Elavische Medizin einschließlich der zugehörigen Heilkräuteranwendungen (wie auch der Ernährungslehre) erfreut sich jedoch auch in Arunien, Ruaris und Temira großer Beliebtheit, wobei das Wissen darüber in diesen Ländern eher beschränkt ist. Beispielsweise gibt es in Elavien den Satz: „Die Kräfte der Natur sind immer die Kräfte des Guten“, der von ausländischen Umweltschützern oft und gerne zitiert und von deren Gegnern oft und gerne als naiv und unwissenschaftlich verspottet wird.
      Hierbei wird von beiden Seiten übersehen, dass (moralisch) gut für die Elavier keineswegs mit „für den Menschen hilfreich und ungefährlich“ gleichzusetzen ist. Aus elavischer Sicht kann die Natur selbstverständlich gefährlich sein, aber niemals moralisch verwerflich handeln, da dies alleine dem Menschen möglich ist.
      (Wobei manche Elavier dies für die elementarmagiefördernden Pflanzen in Frage stellen und einen künstlichen Ursprung dieser vermuten.)

      Wie bereits erwähnt gibt es in Silaris viele Interaktionsmöglichkeiten zwischen Pflanzen und Elementarmagie, wobei das Fördern und Dämpfen bzw. komplett Ausschalten die wichtigsten sind. Ersteres wird außerhalb von Dageyra fast gar nicht genutzt, da entsprechende Pflanzen sonst nur in Elavien wachsen, dämpfend wirkende Pflanzen sind jedoch weit verbreitet. In Elavien sind Stechapfel und Madori-Kelch (ähnlich unserer Engelstrompete), in Sarilien, Tessmar, Arunien und Ruaris die Tollkirsche.
      In der traditionellen sarilischen Kultur hat letztere eine große Bedeutung als Rauschmittel und wurde insbesondere bei den südlichen und östlichen Stämmen von allen Erwachsenen zu rituellen Zwecken konsumiert. Ein Grund hierfür war die Rauschwirkung, da die damit verbundenen Halluzinationen für die Sariler als wichtige Wegweiser für ihr Leben gesehen wurden. Es gibt jedoch auch Theorien, dass die elementarmagiedämpfende Wirkung ebenfalls ein gewünschter Effekt war, da die sarilischen Stämme der genannten Regionen dieser eher negativ gegenüberstanden. Dies wird jedoch im modernen Sarilien vehement bestritten.
      Schon seit der Industrialisierung ist der Konsum von Tollkirschen in Sarilien genauso verboten wie sonstige Drogen mit Ausnahme von alkoholhaltigen Getränken. Dies zählt jedoch zu den am wenigsten befolgten Gesetzen in Sarilien und Vergehen werden auch nicht übermäßig hart bestrafen, da insbesondere auf dem Land auch die Polizei beispielsweise gelegentlich versucht, mithilfe von halluzinogenen Pilzen bessere Ermittlungsergebnisse zu erzielen…

      Wie man sich sicherlich vorstellen kann, wurde die elementarmagiedämpfende Wirkung dieser Pflanzen auch immer wieder gegen Elementarmagier verwendet, um diese ungefährlich zu machen, ihre Arbeit zu sabotieren, oder sie umzubringen.
      Insbesondere besonders fähige Stickstoffmagier können sich jedoch auch gegen die Wirkung verteidigen, was beispielsweise im Jahr 2845 Antonia Fabricina nutzte, um dafür zu sorgen, dass sie und nicht Lucasta Clossiana einen lukrativen Industrieauftrag für ein Herbizid erhalten hat. Antonia hatte das Vertrauten der jüngeren Lucasta gewonnen und lud sie direkt vor den letzten, elementarmagiebasierten Tests zum Essen ein. Bei diesem Essen enthielt das Beerendessert Tollkirschen in der passenden Menge, um die Phosphormagierin nicht zu töten, aber ausreichend lange außer Gefecht zu setzen. Antonia aß vom selben Dessert, ohne sich zu vergiften und wurde nie bestraft, weil ihr keine Absicht nachgewiesen werden konnte…

      Das Thema lautet jedoch Heilpflanzen und nicht Giftpflanzen, wobei beides häufig eng beisammen liegt.
      Tollkirsche, Stechapfel (und heute in den Industrieländern meistens eher isolierte Wirkstoffe) werden auch zur Therapie von schweren Übergangskrankheiten, elementarmagischen Anpassungsstörungen und elementarmagischen Krisen eingesetzt. Bei den Übergangskrankheiten und den kurzfristigen elementarmagischen Krisen ist die Erfolgsquote bei korrekter Dosierung sehr hoch.
      Bei den Anpassungsstörungen geht es meist weniger um eine Heilung als darum, den Zustand überhaupt erträglich und überlebbar zu machen. Häufig müssen die Betroffenen das Mittel dauerhaft einnehmen, wobei manche jedoch tatsächlich irgendwann genesen.
      Böse Zungen behaupten, dies käme daher, dass die Nebenwirkungen so unerträglich sind, dass die Patienten lieber mit dem Element leben. So simpel funktioniert das aber natürlich nicht und ich stelle mich entschieden gegen die verbreitete Unterstellung, elementarmagische Anpassungsstörungen seien lediglich ein Problem des Willens.
      Studien belegen, dass die Erfolgsquote tatsächlich höher ist, wenn die Pflanzen direkt verabreicht werden und nicht die isolierten Wirkstoffe, woran das liegt, ist jedoch umstritten. Aufgrund des schwankenden Wirkstoffgehalts bieten dies jedoch nur wenige Ärzte an.
      Es darf an dieser Stelle jedoch auch nicht verschwiegen werden, dass Selbstbehandlungen hier häufig zu schweren Vergiftungsfällen und Todesopfern führen. Die höchste Anzahl dieser Fälle gibt es heutzutage in Sarilien, wobei hier nicht alle Betroffenen tatsächlich unter einer elementarmagischen Anpassungsstörung im eigentlichen Sinn leiden, sondern manche sich schlicht nicht an das Leben als Staatselementarmagier anpassen können oder wollen, wobei die Perspektive beispielsweise bei der Vorstellung ein Leben lang Dünger aus Gülle herzustellen auch die Entstehung von echten Anpassungsstörungen begünstigt. Da verwundert es wenig, dass während des Lamkiss-Regimes Ruaris das Land mit der höchsten Anzahl dieser Fälle war.

      P.S. Ich glaube es braucht mal einen Beitrag wie toll Elementarmagie ist

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertachtundvierzigstes Speedbasteln am 04. September 2020" geschrieben. 05.09.2020

      Schade, dass ich dieses Speedbasteln verpasst habe, das Thema mag ich nämlich wirklich. Aber vielleicht werde ich noch was nachreichen.

      Zitat von Teja im Beitrag #4
      Gerade mittlere und obere Bevölkerungsschichten kaufen gern große Mengen möglichst natürlicher Kräuter, um diese dann für viele verschiedene Wehwechen zu verwenden.


      Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor...
      @Elatan, ist das eine Geschichte, die in den eher magiekritischen Zeiten verbreitetet wurde? Jedenfalls gut, dass das Schlimmste verhindern werden konnte, wenn es denn alles so passiert ist.
      @Nharun, in deiner Welt ist es vielleicht wirklich besser, wenn sich die Magie nicht durch Pflanzen beeinflussen lässt, auch wenn ich dieses Konzept sehr spannend finde und bei mir gerne nutze.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertsechsundvierzigstes Speedbasteln am 14. August 2020" geschrieben. 20.08.2020

      @Teja, das sehen sehr viele Menschen in Silaris auch so. Mit Elementarmagie, die sich gesund entwickelt und wenn man nicht gerade in eiinem totalitären Regime lebt(e), ist es aber keineswegs so unangenehm und kann die Karriereperspektiven enorm verbessern.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertsechsundvierzigstes Speedbasteln am 14. August 2020" geschrieben. 15.08.2020

      Zitat von Elatan im Beitrag #6
      @Amanita: Gab es durch diese Niederlage in Ruaris dann Bestrebungen, das System zu reformieren, um in Zukunft nicht wieder aufgrund dessen zu scheitern?

      In Ruaris hat man nach der Niederlage in jeder Hinsicht versucht, sich von Lamkiss und seinen Vorstellungen zu distanzieren, was zum allergrößten Teil auch sehr sinnvoll war. (Jetzt, wo ich Urlaub habe, schaffe ich es vielleicht auch endlich mal, die schon angekündigte ruarische Geschichte auszuformulieren...)
      Die Ruarier hatten jedenfalls das Problem, dass sie im Gegensatz zu den Aruniern kein gewachsenes System zur Elementarmagieausbildung hatten und das alles sehr plötzlich entwickelt haben, als ihnen klarwurde, dass die Arunier ihnen sonst bei der Industrialisierung den Rang ablaufen. Lamkiss hat dann versucht, diesen Rückstand schnell und gewaltsam mit Härte und Disziplin aufzuholen, wobei aber wie schon gesagt viele auf der Strecke geblieben sind.

      Nach dem Krieg haben dann Wallfrida Sigrin (mächtigste Magierin im ruarischen Heer, die Lamkiss am Ende um die Ecke gebracht hat, um ihr Volk zu retten, allerdings nicht ganz freiwillig) und die beiden Arunierinnen Lucasta Clossiana und Dorea Verita ein neues Ausbildungssystem für Ruaris entwickelt. Letztere hatten schon seit Novizinnentagen eine Vision von einer besseren Elementarmagierausbildung, die sich aber im traditionsbewussten Arunien nur begrenzt umsetzen ließ. Dorea ist schon während des Kriegs nach Ruaris gegangen, um dort den friedlichen Widerstand gegen Lamkiss zu unterstützen, während Lucasta bis zum Schluss auf arunischer Seite gekämpft hat.
      Dieses System ist von Respekt, Empathie und dem Bestreben, den jungen Elementarmagiern die Möglichkeit zu geben, in einem sicheren Umfeld den Umgang mit ihren Elementen zu lernen, geprägt, manche Kritiker finden es "zu weiblich." Arunische Feministinnen finden das System auch weiblich, sehen das aber positiv.
      Im Gegensatz zu den anderen haben die Ruarier auch speziell ausgebildete Magielehrer, zumindest für alleh äufigeren Elemente. Die Ruarier sind auch die entschiedensten Befürworter der Ausbildungscharta der OECE, wo Gewalt in der Elementarmagieausbildung international geächtet werden soll.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Einhundertsechsundvierzigstes Speedbasteln am 14. August 2020" geschrieben. 14.08.2020

      Zwei Minuten Verspätung. Zählt das noch?

      Elementarmagie und ihre Didaktik

      Magiedidaktik ist in Silaris immer wieder Diskussionsthema, lässt allerdings auch häufig zu wünschen übrig.
      Die meisten Länder haben inzwischen ein irgendwie geartetes, formelles System zur Ausbildung der Elementarmasgier und man ist sich weitgehend einig, dass ein solches auch zwingend erforderlich ist, um einen sicheren Umgang mit der Elementarmagie zu gewährleisten. Entsprechend ist diese Ausbildung auch in den meisten Ländern Pflicht.

      In Arunien werden die Novizen und Eleven des Alchimistenzirkels heutzutage innerhalb eines dualen Systems ausgebildet. Alle Novizen haben ihren Adepten, der für ihre Ausbildung zuständig ist, normalerweise jemand mit demselben oder einem sehr ähnlichen Element. Ausnahmen gibt es, werden aber oft kritisch betrachtet. Dazu kommt dann an den Wochenenden gemeinsamer Unterricht für alle Novizen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt angefangen haben.
      Das Problem hierbei ist, dass es in Arunien keine hauptberuflichen Elementarmagielehrer gibt und dies auch nicht vorgesehen ist. Daher haben die allermeisten Adepten, wenn sie nicht gerade als Lehrer oder Dozenten tätig sind, keinerlei formelle pädagogische Qualifikation. Entsprechend ist das pädagogische Geschick auch sehr heterogen verteilt.
      Reformen des Ganzen oder sogar eine Abschaffung des Alchimistenzirkels werden immer wieder diskutiert, bis jetzt konnte man sich hierauf jedoch nicht einigen.

      Trotzdem sind die arunischen Novizen noch wesentlich besser dran als die jungen Elementarmagier in Sarilien oder in Ruaris unter der Lamkiss-Diktatur. Diese werden bzw. wurden nämlich mit Härte und Disziplin zu staatstreuen Bürgern geformt, die ihre Gaben auf die erwünschte Art und Weise einsetzen sollten, ohne dass dabei Rücksicht auf individuelle Befindlichkeiten genommen wird. Harte körperliche Strafen und öffentliche Demütigungen sind in beiden Systemen verbreitet, waren allerdings unter Lamkiss noch üblicher als sie es in Sarilien sind.
      Gerade Elementarmagier, die sich im Übergang zu diesem Zustand befinden, sind jedoch häufig mental sehr instabil und vertragen solche Methoden schlecht, was in Ruaris zur Lamkiss-Zeit zur großen Verlusten unter den jungen Elementarmagiern führte. Dieser Umstand war ein wichtiger Grund dafür, dass Ruaris im Krieg letztendlich unterlegen war.

      Fairerweise muss man aber sagen, dass die Aufgabe, ein gutes System der Magiedidaktik für Magier aller Elemente zu entwickeln alles andere als leicht ist. Die Magier verschiedener Elemente unterscheiden sich mental teilweise sehr stark und haben deswegen auch unterschiedliche Bedürfnisse an den optimalen Unterricht.
      Aus diesem Grund findet der Unterricht in Ruaris heutzutage hauptsächlich in nach Elementen getrennten Gruppen durch Lehrer desselben Elements statt. Dies wird jedoch auch kritisiert, da das Zusammenwirken der verschiedenen Elemente schließlich auch von fundamentaler Wichtigkeit ist und geübt werden muss.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Geschichtsschreibung" geschrieben. 01.08.2020

      Ich arbeite hauptsächlich nach Methode 1. Das Erschaffen aller innerhalb von Silaris existierenden Quellen zu verschiedenen Themen wäre mir ehrlichgesagt zu mühsam. Außerdem gibt es beispielsweise von den frühen Sarilern gar keine Quellen, weil die überhaupt keine Schrift hatten, die Quellen aus dem Krieg der Elemente sind größtenteils verlorengegangen und die älteren wurden zu nicht unerheblichen Teilen zerstört.
      Das alles muss ich als Bastlerin wissen, um einen Überblick zu behalten, aber in-world ist es so nicht bekannt.
      Ab und zu bastle ich aber auch mal eine Quelle, oder halte Dinge bewusst ambivalent, die in-world auch ungeklärt sind. Da treffe ich manchmal auch selbst keine endgültige Entscheidung.
      Das betrifft aber meistens für die Weltgeschichte an sich eher weniger relevante Details, beispielsweise "hatte Lucasta Clossiana (arunische Phosphormagierin) während bzw. direkt nach dem Arunisch-Ruarischen Krieg wirklich eine lesbische Beziehung mit Wallfrida Sigrin (ruarische Sauerstoffmagierin)?
      Bei den größeren weltgeschichtlichen Themen weiß ich selbst schon, was Sache ist.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Technische Fragen" geschrieben. 20.07.2020

      @Teja, das hat Nharun ja jetzt glaube ich schon aufgeklärt.
      Ich muss zugeben, dass ich allgemein nicht so der Chat-Mensch bin. Erstens lese ich nämlich gerne nochmal nach, wenn es irgendwelche Konversationen gab, zweitens neige ich dazu relativ lange Texte zu verfassen und drittens bin ich nicht so Multitasking-fähig, habe aber auch nur selten die Zeit und Geduld, um mich zwanzig Minuten oder länger mit dem Chat zu beschäftigen (ohne vorher zu wissen, ob es überhaupt ein für mich relevantes Thema geben wird.)
      Aber ich weiß, das sehen viele anders.
      Ich wäre jedenfalls für den alten Einzelstrang, wenn die Mehrheit das anders sieht, werde ich mich dem aber beugen, ohne beleidigt zu sein.

      P.S. Eigentlich ging es mir gestern nur darum zu schreiben, dass ich es an diesem Forum gut finde, wie immer mal wieder Themen aufgebracht werden (wie am Wochenende die Sache mit der Sexyness), die dann dazu animieren, ganz andere Sachen mal auszuarbeiten, die bisher nur grob vorhanden waren. (In diesem Fall die ruarische Geschichte, über die ich bald einen Beitrag schreiben werde.) Leider habe ich aber keinen Platz im Forum gefunden, der für diesen Kommentar passend gewesen wäre.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Technische Fragen" geschrieben. 19.07.2020

      Ich weiß, das ist jetzt nicht direkt eine technische Frage, aber ich wüsste auch keinen besseren Platz dafür.
      Ich finde es schade, dass der allgemeine Plauderthread geschlossen wurde. Wollte gerade etwas dort schreiben und habe das gesehen. Der Chat da oben ist für mich irgendwie kein so guter Ersatz, weil sehr unübersichtlich. Anscheinend wurde dort ja auch seit April nichts mehr geschrieben, oder ich finde es mal wieder nicht...

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 19.07.2020

      Zitat von Nharun im Beitrag #44
      In verschiedenen Reiseberichten wird erwähnt, dass die göttliche Greifin ihren Fleischbedarf unter der einfachen Bevölkerung von Ga'ai decken durfte, da die Priesterinnen des Emura-Tempels dies als Bestrafung von Sündern und Frevlern erachteten.

      Wenn ich mir das bei euch als so durchlese, denke ich mir immer, dass meine Völker eigentlich doch alle ganz nett und dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung deutlich näher sind.
      Wobei man natürlich auch nicht weiß, ob diese Reiseberichte wirklich stimmen, oder ob hier jemand Gräuelpropaganda gegen ein anderes Volk machen will.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Sexyness in euren Welten" geschrieben. 19.07.2020

      @Nharun, ne, ich glaube, in der Toraja hätte ich auch keinen guten Stand. Zu viele Pickel und Leberflecken. Ich finde es aber auch viel spannender, Welten zu haben, die anders sind aber trotzdem nicht (aus Sicht des Bastlers) utopisch. Das macht das Ganze ja gleich viel spannender.

      Von mir dann sicherheitshalber auch erst einmal ein Disclaimer, dass die Vorstellungen der silarischen Völker nicht notwendigerweise meinen Vorstellungen und Werten entsprechen. ;) Wäre auch schwierig, weil sie ziemlich unterschiedlich sind.
      Ich habe ja nur menschliche Völker und schreibe kurz etwas zu denjenigen, über die ich am meisten gebastelt habe: Ruarier, Arunier, Elavier und Sariler.

      Arunier und Ruarier erwähne ich ja meistens gemeinsam und sie sind sich in der Nachkriegszeit auch kulturell recht ähnlich. Was die Vorstellungen von sexueller Attraktivität angeht, unterscheiden sie sich jedoch deutlich. (Wobei ich dazusagen muss, dass beides sehr liberale Gesellschaften sind, wo es natürlich auch Leute gibt, die ganz andere Präferenzen haben und sich arunische Vorstellungen auch in Ruaris ausbreiten)

      Optisch gilt bei den Ruariern bei Frauen ein athletischer Körperbau mit weiblichen Rundungen als besonders attraktiv. Männer sollten durchtrainiert und muskulös sein. Unabhängig vom Geschlecht finden viele Ruarier blonde Haare sehr attraktiv, was aber häufig nicht mehr so offen ausgesprochen wird, weil das ja ausländerfeindlich wäre. (Bei den Ruariern sind blonde und rote Haare am verbreitetsten.) Ebenfalls politisch unkorrekt ist der Umstand, dass der sarilische Frauenraub, von dem das Gebiet des heutigen Ruaris früher öfter betroffen war, immer noch Inhalt sexueller Fantasien und künstlerischer Werke vom Gemälde über den historischen Liebesroman bis zum Porno ist.

      Den Aruniern ist ihre „Zivilisiertheit“ sehr wichtig, die sich auch im Äußeren ausdrücken soll. Körperbehaarung gilt bei Frauen als völlig unerwünscht, aber auch bei Männern ist die Entfernung gern gesehen. Wenn Bart, muss der auch gepflegt sein. Überhaupt gilt es in Arunien auch bei Männern als sexy, sich zu pflegen. Während ruarische Liebesromane gerne den gestählten Oberkörper beschreiben, sind es in arunischen häufig die weichen Hände.
      Für arunische Frauen gilt es als attraktiv, sehr schlank zu sein und „zart“ zu wirken.

      Die Männerjobs mit dem meisten Sexappeal sind in Ruaris Feuerwehrmänner, Polizisten, Förster, Wildhüter und Sportler, bei den Aruniern dagegen Ärzte, IT-Experten, Naturwissenschaftler und Ingenieure.
      Wissen gilt in Ruaris, das früher seine weisen Frauen, Druidinnen und Magierinnen hatte, als weiblich, in Arunien dagegen als männlich. Diese Traditionen sind in Ruaris mit der Industrialisierung zwar verschwunden, die impliziten Vorstellungen aber nicht.
      Elementarmagier haben in Ruaris allgemein schlechte Karten, was die Attraktivität auf Nichtmagier angeht, bei Männern ist das aber noch sehr viel stärker ausgeprägt als bei Frauen. Besonders schwer tun sich Chlor- und PhosphormagierInnen.
      Ganz anders in Arunien: Da stehen Männer auf „schöne und reine“ Edelmetallmagierinnen und „aufopferungsvolle und devote“ Alkalimetallmagierinnen, während die Frauen sich zu Sauerstoffmagiern hingezogen fühlen und von gefährlichen Liebschaften mit Chlor- und Fluormagiern träumen. Nicht gegenderte Elemente wie Kohlenstoff beeinflussen das Sexappeal nicht.

      Die Elavier sind ausgesprochen sexfeindlich und kennen das Konzept „Sexyness“ offiziell überhaupt nicht. Ihrer Überzeugung nach dient Sex lediglich der Fortpflanzung und ist sonst ein gefährliches Risiko für Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für die meisten Elavier ist es völlig unvorstellbar, dass geistig gesunde Frauen freiwillig (außer aus Pflichtgefühl) Sex haben wollen könnten. Sie nehmen dieses Opfer genau wie Schwangerschaft und Geburt nur auf sich, damit es Kinder geben kann.
      Männern wird ein Geschlechtstrieb zugestanden, der allerdings außerhalb der ehelichen Kinderzeugung als moralisch zutiefst verwerflich gilt und sehr schambesetzt ist. Wenn ein Mann einer Frau gegenüber „sündige Gedanken“ hat, möchte er sie schließlich entehren und ihr Leben ruinieren.
      Um den Männern dieses Dilemma zu ersparen, müssen Frauen ihre Reize verhüllen und es herrscht an vielen Stellen strikte Geschlechtertrennung. Als besonders attraktiv gelten große Augen und lange, glänzende Haare, wobei letzte teilweise auch verhüllt werden.

      Die sarilische Einstellung zur Sexualität ist wie schon anderer Stelle beschrieben ziemlich genau das Gegenteil hierzu.
      Die PartnerInnen sollen nicht gesund, unverletzt, bei Bewusstsein und nicht unternährt sein, darüber hinaus sind sarilische Männer nicht sonderlich wählerisch, schließlich erwartet niemand von ihnen, dass sie für den Rest ihres Lebens der einen Frau treu bleiben. Einige Sariler stehen aber besonders aus exotisch aussehende Frauen, also entweder dunkelhaarige und dunkelhäutige Elavierinnen oder blonde oder rothaarige Ruarierinnen. Wie man sich vielleicht schon fast denken kann, gab und gibt es auch immer wieder einvernehmliche Beziehungen zwischen Sarilern und Ruarierinnen.
      Die Sarilerinnen setzen ihre Männer dagegen durchaus einigen Ansprüchen aus. Sie müssen sportlich und durchtrainiert sein, Mut und Durchhaltevermögen unter Beweis stellen und Sarilien wird immer wieder von Modetrends in Bezug auf das ideale Aussehen der männlichen Geschlechtsorgane heimgesucht. (Deren Nacktheit ist dort kein Tabu, genauso wenig wie nackte Brüste. Zum Befremden anderer ist Werbung mit nackten Männern in Sarilien ziemlich häufig.)
      Das betrifft aber vor allem Teenager, die meisten erwachsenen Sariler legen nicht mehr so viel Wert auf Äußerlichkeiten. Für männliche Teenager kann das aber eine große Belastung sein, weil es ja üblich ist, im Schulsport gemeinsam zu duschen, wobei dann die anwesenden Mädchen die Vorzüge und Schwächen diskutieren.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Urlaubsorte" geschrieben. 18.07.2020

      Danke für eure Kommentare. Die Reise der beiden wird auch noch weitergehen, aber die letzten Wochen war ich leider ziemlich im Stress, sodass ich nicht dazu gekommen bin. Vielleicht jetzt am Wochenende.
      Herigas sind die typische, elavische Frauenkleidung. Eine weite Hose, darüber ein etwa knielanges Oberteil mit Schlitzen an der Seite und dazu ein großes Tuch, das als Schal oder Schleier verwendet werden kann. Ein bisschen ähnlich wie der Salwar Kameez in Südostasien. (Das las sich für mich recht logisch als Kleidungsstück, das für warme Temperaturen geeignet ist, alles bedeckt und dazu noch praktisch ist.)

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Urlaubsorte" geschrieben. 04.07.2020

      Tag 2 (Somi Dava, Elavien)

      Am nächsten Tag hatten Regina und Telia eine Führung im berühmten Madori-Palast gebucht, der jahrhundertelang der Sitz der elavischen Herrscher gewesen war und heute immer noch Besucher aus aller Welt anlockte.
      Zunächst gab es jedoch Frühstücksbüffet im Hotel. In Elavien war Linsensuppe offenbar das übliche Frühstücksgericht für den Alltag, was Regina allerdings doch etwas zu fremdartig vorkam. Da das Hotel viele internationale Gäste hatte, gab es jedoch auch Brot mit Käse oder Marmelade und einen Aufstrich mit Honig und Zitrone, der wohl auf Basis von weißen Bohnen hergestellt worden war. Die Kombination hörte sich für Regina zunächst ziemlich gewagt an, aber als sie das Gericht probierte, fand sie es richtig lecker.
      So gestärkt machten sich die beiden auf den Weg zur U-Bahn. In der Stadtmitte, wo sie beim letzten Mal ausgestiegen waren, mussten sie dieses Mal in einen anderen Zug einsteigen, der sie zum Madori-Palast brachte. Dort erwartete sie eine lange Schlange vor den Toren, schließlich mussten die Eintrittskarten gekauft oder zumindest überprüft werden. Regina hörte diverse Sprachen, offensichtlich waren sie auch nicht die einzigen Arunier. Eine Landsfrau regte sich lautstark über die langen Wartezeiten auf, was Regina etwas peinlich war. Sie waren hier schließlich im Urlaub und hatten keinen vollgestopften Terminplan. Der Blick auf die riesige Palastanlage war jedenfalls eindrucksvoll und irgendwann kamen die beiden auch an die Reihe und konnten sich auf dem Palasthof ihrem Fremdenführer anschließen. Der Hof war komplett gepflastert, an den Palastmauern führte jedoch ein durch Säulen abgegrenzter, überdachter Gang entlang, dessen Wände mit bunten Mosaiken verziert waren.
      Der Fremdenführer stellte sich vor und erzählte dann, wie lange es gedauert hatte, diese Mosaike zu machen und dass der Hof so groß und leer war, um Besucher zu beeindrucken und den Reichtum der Daruhs von Somi Dava zu präsentieren. Sie erfuhren auch, dass dies erst Generationen nach Madori so gestaltet worden war. Er selbst hatte auch vor dem Palast einen Garten anlegen lassen und den heutigen Schlosspark hinter der Anlage noch zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt. Nach seinen Kriegserlebnissen hatte er es nämlich als Sünde betrachtet, so viel furchtbares Land in der Stadt zu verschwenden, obwohl das auch genutzt werden konnte, um Hungersnöten vorzubeugen. Zu Madoris Zeiten war der Palast den Untertanen in Not immer offen gestanden, denn er hatte sich den Elaviern verpflichtet gefühlt. Bei seinen Nachkommen hatte sich dies jedoch immer mehr geändert und im Lauf der Jahre hatte sich eine kleine Adelsschicht entwickelt, die nur mit sich selbst beschäftigt war, wie es vor dem Krieg schon gewesen war.
      Regina war sich nicht so sicher, welchen Krieg er überhaupt meinte. Bisher hatte sie immer geglaubt, dass die Geschichte von Madori Teil der elavischen Mythologie war und eher wenig mit der Realität zu tun hatte, aber hier schienen die Leute zu glauben, dass es Madori wirklich gegeben hatte. Vielleicht würde es sich lohnen das nachzulesen, wenn sie wieder nach Hause kam, schließlich gab es darüber sicherlich Erkenntnisse, sie hatte sich nur nie mit dem Thema beschäftigt.
      Auch als Folge des untereinander Heiratens waren die Adligen mit der Zeit für die Herrschaft immer ungeeigneter geworden, die Regierungsweise grausamer und die Lebensweise dekadenter. Dafür hatten sie immer mehr Geld gebraucht und der rücksichtslosen Ausbeutung ihres Landes durch fremde Geschäftsleute zugestimmt und sogar der Zwangsverpflichtung für junge Elavier im Arunisch-Ruarischen Krieg mitzukämpfen, auf der Seite, des Landes, aus dem die dort ansässigen Unternehmen stammten.
      Von diesem eher unrühmlichen Kapitel hatte Regina im Geschichtsunterricht gehört, der Arunisch-Ruarische Krieg war dort ein großes Thema, schließlich war es der letzte Krieg gewesen, der Arunien auch auf heimischem Boden betroffen hatte. Im Unterricht wurde allerdings impliziert, dass nur die Ruarier zwangsverpflichtete Elavier für sich kämpfen ließen, während die Arunier freiwillige Unterstützung gegen das despotische Lamkiss-Regime bekamen. Dem Fremdenführer schien da jedoch kein bedeutender Unterschied zwischen den beiden Kriegsparteien bekannt zu sein.
      Als Folge dieser Vorgehensweise, auch durch den brutalen Krieg gezeichnet, hatten die Elavier jedoch genug von ihren adligen Herrschern und diese wurden im Rahmen einer weitgehend friedlichen Revolution gestürzt, ein historisches Ereignis, von dem Regina ebenfalls in der Schule gehört hatte. Aus dem Mund des elavischen Fremdenführers hörte sich das Ganze jedoch noch wesentlich heroischer an. Auch er gab jedoch zu, dass es im heute demokratischen Elavien immer noch Probleme mit Ungleichheit und Korruption gab, wogegen auch eine große Protestaktion auf dem Platz der Revolution lief, wo es seit jener erlaubt war, in Sichtweise des Parlamentsgebäudes zu demonstrieren.
      Regina und Telia beschlossen, sich das auch noch anzuschauen. In Arunien gab es natürlich auch ein Demonstrationsrecht, allerdings keinen festen Platz dafür und schon gar nicht in der Nähe des Parlamentsgebäudes. Zunächst ließen sie sich jedoch den beeindruckenden Thronsaal, den Speisesaal und die riesige Palastküche zeigen. Auch die Kerker im Keller wurden gezeigt, genau wie der abgeschottete Bereich für die Damen des Hofs, der zwar wesentlich luxuriöser eingerichtet war, aber einen ähnlichen Zweck erfüllte. Dahinter schloss sich ein Garten mit Blumen und Obstbäumen an, der durch eine Mauer vom restlichen Schlosspark abgetrennt war und den Damen vorbehalten gewesen war. Regina fand den Garten zwar sehr schön, war aber trotzdem heilfroh, dass sie nicht das eingeschränkte Leben einer elavischen Adligen führen musste.
      Zum Schluss der Führung besichtigte die Gruppe noch den Schlosspark mit geometrisch angeordneten Blumenbeeten und Wasserspielen. Der Rasen wurde hier offensichtlich regelmäßig bewässert, denn er war tiefgrün, während das Gras in Somi Dava sonst um diese Jahreszeit eher dürr aussah.
      Nach der Schlossführung fuhren die beiden zurück in die Innenstadt und stellten sich in die lange Schlange vor einem Imbiss, der mit einer scharfen Bohnen-Kartoffelmischung gefüllte Teigtaschen anbot. Laut ihren Reiseführern war es sinnvoll dort zu essen, wo es auch die Einheimischen taten und das schien hier der Fall zu sein. Regina und Telia bestellten beide noch eine große Flasche Wasser dazu, denn die Schlosstour hatte durstig gemacht. Das erwies sich als gute Entscheidung, denn die Teigtaschen waren auch in der angeblich milden Version ziemlich scharf. Regina wollte lieber nicht wissen, wie die scharfen Taschen schmeckten.
      Nach der Mittagspause schauten sich die beiden noch den Platz der Revolution an. Wie der Schlossführer schon gesagt hatte, erhielt eine Demonstration gegen die Korruption in Elavien besonders viel Aufmerksamkeit. Mehre Teilnehmer waren in einen Hungerstreik getreten und wollten nichts mehr essen, solange kein neues Antikorruptionsgesetz kam. Zahlreiche Schaulustige, aber auch Journalisten sammelten sich um den Stand. Soweit Regina das verstehen konnte, waren die allermeisten Leute derselben Meinung wie die Demonstranten und wollten sie unterstützen. Korruption schien in Elavien wirklich ein lästiges Problem zu sein, oder es kam den Leuten zumindest so vor.
      An einem anderen Demonstrationsstand demonstrierten Frauen für ein Verbot von Zwangsehen und härtere Strafen für Vergewaltiger. Außerdem wollten sie dafür sorgen, dass auch Witwen wieder heiraten durften. Bisher war dies in Elavien wohl nur in Ausnahmefällen gestattet, weil die Elavier der Meinung waren, dass eine Ehe fürs ganze Leben zu gelten hatte. Allerdings wurde das bei Männern wohl lockerer gehandhabt, weil man davon ausging, dass sich anders „unzüchtiges“ Verhalten nicht verhindern ließ. Regina vermutete, dass damit der Besuch von Prostitutierten und unehelicher Geschlechtsverkehr gemeint war. Offenbar trauten die Elavier Frauen eher zu, ohne diesen auszukommen.
      Regina und Telia fanden die Forderungen der Demonstrantinnen alle sehr vernünftig, wollten sich da aber auch nicht einmischen, schließlich war das Sache der Elavier.
      Die beiden anderen Demonstrantengruppen, die ebenfalls noch hier waren, protestierten wegen Umweltschutzthemen. Ein Bergbaukonzern wollte offenbar eine neue Mine erschließen und dafür mehrere Dörfer umsiedeln, was die Bewohner der Dörfer verständlicherweise nicht wollten. Offenbar waren die angebotenen Entschädigungen auch sehr niedrig, aber die meisten Dorfbewohner wollten auch dann nicht gehen, wenn sie mehr bekommen würden.
      Regina dachte sich, dass die Elavier hier auch unter ihrer Ablehnung der Elementarmagie zu leiden hatten. In Arunien gab es nur noch elementarmagiegestützten Bergbau, alles andere war gar nicht mehr genehmigungsfähig. Die Elavier verließen sich aber lieber auf die Ausbeutung von Arbeitern und nahmen Schäden an der Umwelt in Kauf, anstatt die ihrer Meinung nach „böse Kunst“ zu nutzen. Fairerweise musste man allerdings zugeben, dass arunische Konzerne da bereitwillig mitmischten und gerne billig in Elavien produzierten. Ungelernten Arbeitern musste man schließlich wesentlich weniger bezahlen als Elementarmagiern.
      Der letzte Demonstrationsstand wurde vom Grünen Aufbruch betrieben, einer Umweltschutzorganisation, die in ganz Silaris tätig war. Hier wurden gegen den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft protestiert. Der junge Mann am Stand sprach fließend Arunisch und versuchte Regina und Telia von seinem Anliegen zu überzeugen.
      „Jährlich sterben in Elavien um die 1000 Menschen durch Pestizide, manche durch Straftaten oder Suizide, aber die meisten durch Unfälle. Die Vertreter internationaler Konzerne versprechen den Leuten das Bauern vom Himmel herunter und die kaufen das Zeug, weil sie glauben, dass sie dann mehr ernten können. Natürlich steht auf den Verpackungen, wie man es anwenden soll und welche Gefahren drohen, aber die meisten Kleinbauern hier können überhaupt nicht lesen.“
      „Das ist natürlich nicht in Ordnung“, sagte Regina. „Die Leute sollten zumindest richtig geschult werden, bevor sie so etwas kaufen können.“
      „Am besten das Zeug überhaupt nicht verkaufen. Man muss sich nur Ultiria mit ihren Organophosphaten anschauen. In Ruaris, Temira, Dageyra und Avechain ist das Zeug aus Sicherheitsgründen verboten, aber hier wird es munter weiter vertrieben. Wer damit in Kontakt kommt stirbt, leidet ein Leben lang unter schweren Nervenschädigungen, oder wird zum Phosphormagier.“
      Diese Aufzählung klang für Regina ein bisschen wie: „Mord, Vergewaltigung, karierte Kniestrümpfe zum Rock tragen.“ Phosphormagierin zu sein war alles andere als ein dramatisches Schicksal, wie Regina aus eigener Erfahrung sagen konnte. Sie bemerkte es nicht einmal, wenn sie nicht bewusst darauf achtete. Magie-ablehnende Elavier könnten es also einfach ignorieren.
      Sie sah aber keinen Sinn darin, mit dem Mitarbeiter vom Grünen Aufbruch darüber zu diskutieren. Auch in Arunien war diese Organisation dafür bekannt, dass sie mit der Elementarmagie eher auf Kriegsfuß standen.
      Die beiden verabschiedeten sich höflich und gingen weiter zum Parlamentsgebäude, das sie zumindest von außen anschauen konnten, ohne dabei das Misstrauen der patrouillierenden Polizisten auf sich zu lenken.
      Danach setzten sie sich noch in einem nahe gelegenen Park in den Schatten und verbrachten dort den heißen Nachmittag, bevor sie sich auf den Rückweg zum Hotel machten. Am nächsten Tag würden sie Somi Dava verlassen und mit dem Zug zu ihrem nächsten Ziel, dem Luftkurort Ves Karella aufbrechen.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Urlaubsorte" geschrieben. 02.07.2020

      Teil 2

      Nach dem Auspacken beschlossen die beiden, sich die nähere Umgebung des Hotels etwas genauer anzuschauen. Von dem, was es dort zu sehen gab, waren sie allerdings leicht enttäuscht. Viel Glas und Beton, abgesehen davon, dass die Leute Elavisch sprachen, unterschied sich das Ganze nicht wesentlich von Wariona. Die Männer liefen sogar in dunklen Anzügen herum, nur die Frauen brachten mit ihren bunten Herigas etwas Farbe ins Spiel. Zumindest manche von ihnen. Einige hatten sich auch für Kostüm oder Hosenanzug entschieden, obwohl Regina sich das bei diesem Wetter unerträglich heiß vorstellte, genau wie die Anzüge der Männer. Viel Zeit draußen im Warmen mussten sie jedoch nicht verbringen, denn alle Gebäude hatten eine Klimaanlage und auch in der U-Bahn waren die Wagons klimatisiert, ein Service, der in Arunien nicht selbstverständlich war, allerdings wurde es dort nur an einigen Tagen im Sommer richtig heiß.
      Von Entschleunigung war hier keine Spur, alle schienen es sehr eilig zu haben und viele der Passanten hatten gleichzeitig noch ein Handy am Ohr. Die Straßen gehörten den Autos, die größtenteils von teuren arunischen und ruarischen Marken waren.
      Die beiden beschlossen, nach Bekleidungsgeschäften Ausschau zu halten, um sich ebenfalls Herigas zuzulegen. Für das hiesige Klima war das einfach die beste Bekleidung und sie konnte sich sicher sein, dass sie nicht unangenehm auffallen würden. Als sie die Preise im Schaufenster sahen, war jedoch schnell klar, dass dies hier ihr Budget übersteigen würde. Wer hatte eigentlich behauptet, dass in Elavien alles sehr günstig wäre?
      „Ich glaube, das ist hier auch einfach so ein Bonzenviertel“, meinte Telia. „Vielleicht sollten wir in die Stadt reinfahren.“
      Die beiden hatten noch jede Menge Zeit bis zum Abendessen im Hotel, also beschlossen sie, die U-Bahn zu nehmen und in die Innenstadt von Somi Dava zu wechseln. Mit ihrer Gästekarte konnten sie beliebig oft fahren und ohne Gepäck und tagsüber sprach auch nichts dagegen.
      Zehn Minuten später erreichten die beiden die Altstadt von Somi Dava. Hier war, wie sie schon vom Taxi aus gemerkt hatten, viel mehr los und alles lief weniger geordnet ab.
      Regina und Telia zogen einige Aufmerksamkeit auf sich. Viele der Passanten starrten sie an und sagten irgendetwas über sie, was sie aber mangels Elavisch-Kenntnissen nicht verstehen konnten. Immer wieder versuchte jemand, ihnen Dienstleistungen wie eine Stadtführung anzubieten. Während es so etwas in der Nähe des Hotels überhaupt nicht gegeben hatte, sahen sie hier auch immer wieder Bettler. In Arunien waren die meisten Obdachlosen Männer, hier bettelten jedoch auch sehr viele Frauen und Kinder. Zuerst gab Regina ihnen jedes Mal ein paar Münzen, aber es waren so viele, dass sie das unmöglich beibehalten konnte. Die Elavier selbst ignorierten die Bettler meist und Regina fragte sich, wie sie von dem, was sie hier bekamen, überhaupt überleben konnten.
      Gerade die elavischen Kinder waren sehr neugierig und hatten keine Hemmung, die beiden Touristinnen anzustarren, oder mit dem Finger auf sie zu zeigen. Ein kleines Mädchen zog sogar an Reginas Haaren. Die Mutter kam herbeigeeilt und schimpfte ihre Tochter aus. Bei Regina und Telia entschuldigte sie sich in gebrochenem Arunisch und erklärte, dass ihre Tochter Reginas Haare so faszinierend fand und wissen wollte, ob sie wirklich echt waren. Die Kleine schaute verschmitzt zwischen den Beinen ihrer Mutter hervor und Regina konnte ihr nicht wirklich böse sein.
      Der Individualabstand schien den Elaviern allgemein nicht so wichtig zu sein, jedenfalls zwischen Menschen desselben Geschlechts. Regina wurde ständig angetippt, oder zur Seite geschoben. Zuerst fand sie das etwas irritierend, aber dann dachte sie sich, dass sie in Elavien war und das dann akzeptieren musste, untereinander machten die Elavier das schließlich auch so.
      Bald erreichten sie den Markt, wo sich sofort mehrere Kleidungshändlerinnen um sie scharten und versicherten, dass sie die günstigsten und besten Herigas im Angebot hätten, während die anderen nur schlechte und teure anbieten würden.
      Regina bat sie darum, ihnen ihr Angebot zu zeigen und fragte nach den Preisen, die hier tatsächlich nur einen Bruchteil dessen betrugen, was sie in der Nähe des Hotels hätten zahlen müssen. Wenig später war Regina im Besitz von drei Herigas in hellblau, dunkelblau und rosa, Telia wurden neben hellblau eher grüne Farbtöne empfohlen, vor allem ein Heriga in hellgrün mit dunkelgrünem Blattmuster gefiel ihr besonders gut. Der Stoff war viel leichter und fließender als bei arunischer Kleidung und der lockere Schnitt führte nicht nur dazu, dass der Anstand gewahrt wurde, sondern war bei der Hitze auch sehr angenehm.
      Regina wusste, dass sie vermutlich noch hätten handeln müssen, aber da sie für drei komplette Herigas mit Hose, Oberteil und Schal nur so viel bezahlen sollte, wie für ein günstiges Oberteil in Arunien, hielt sie das nicht für notwendig.
      Endlich mit passender Kleidung ausgestattet, schlenderten die beiden weiter über den Markt, zügiges Fortkommen war hier nicht mehr möglich. Außer Kleidung wurden auch noch Haushaltsgegenstände und Lebensmittel verkauft, Obst, Gemüse, Gewürze und so viele unterschiedliche Sorten von Hülsenfrüchten, wie Regina noch nie gesehen hatte. Ein stand bot auch lebendige Insekten als Lebensmittel an. Regina wusste, dass dies bei den Elaviern, die keine Wirbeltiere töten durften, eine wichtige Eiweißquelle war, verzichtete aber trotzdem auf einen ausgiebigen Besuch.
      An einem der Stände wurden verschiedene Kräuter angeboten und Regina konnte sich des Verdachts nicht erwehren, dass die zumindest in Arunien nicht alle vollkommen legal waren. Sie beschloss aber, sich nicht weiter damit aufzuhalten, vielleicht galten da in Elavien auch andere Regelungen.
      Trotz des Gewühls und der vorherigen Warnungen, fühlte sie sich hier in der Altstadt inzwischen völlig sicher und die beiden kehrten erst zum Abendessen ins Hotel zurück, wofür sie gleich ihre neuen Herigas ausprobierten. Es gab ein üppiges Buffet mit verschiedensten elavischen Köstlichkeiten und Regina überwand sich doch dazu, auch von den gebratenen Grillen zu probieren, die besser schmeckten, als sie gedacht hatte.

    • Amanita hat einen neuen Beitrag "Weltennews" geschrieben. 29.06.2020

      @Artifex Nerracis, da hast du sicherlich recht und wenn die beiden Länder immer noch ein wichtiger Teil meiner Welt wären, würde ich das auch versuchen. Da das aber nicht der Fall ist und sie auch nicht mehr ins aktuelle Konzept passen, habe ich mich so entschieden.
      Das kann man faul nennen, wenn man möchte, ist mir aber egal, denn das Ganze ist ein Hobby und kein Job.

Empfänger
Amanita
Betreff:


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