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Nharun
Beiträge: 1044 | Zuletzt Online: 04.12.2021
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Stefan
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Eigene Welten
Die Toraja
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Fantasy,Low Fantasy,Post-Apokalyptisches
    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Neuigkeiten-Update" geschrieben. 29.11.2021

      Wochenthema wechselt jetzt halbautomatisch


      Vielleicht ist euch aufgefallen, dass das Wochenthema in den letzten Wochen nicht aktualisiert wurde - wenn nicht: Schämt euch, ihr unaufmerksamen Leser
      Um das in Zukunft zu vermeiden, haben wir ein Script eingefügt, das wir im Vorfeld mit Themen füttern können und es dann zu jeder neuen Kalenderwoche ein neues Thema im Activity Feed anzeigt.
      Wenn ihr Themenvorschläge habt, teilt sie uns gerne hier im Forum oder auch im Discord mit! Solltet ihr irgendwelche Probleme mit der Anzeige bemerken, freuen wir uns natürlich auch hier um eine Rückmeldung, um das Problem bestmöglich zu beheben!

      Grün grün grün sind alle meine globalen Bekanntmachungen


      Hat euch der weiße Kasten mit der globalen Benachrichtigung genauso gestört wie uns? Dann habt ihr Glück, denn jetzt erstrahlt sie in einem frischen, auffälligen, hellem Grün, das viel besser zum Grün des Forums passt!
      Warum der Link in der Desktopversion blau ist? Keine Ahnung, welche Einstellung dazwischen grätscht, in der mobilen Version hat der Link auch eine zum Hintergrund passende, gefällige Farbe!

      Der Themenautor


      Der Ersteller eines Themas wird jetzt als "Themenautor" gekennzeichnet (in der Desktopversion links vom Beitrag, unter dem Icon und den Infos; in der mobilen Version oben unter dem Namen des Users).

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 19.11.2021

      Zitat von Elatan im Beitrag #143
      Ich kann mir vorstellen, dass daran vor allem deine Rollenspielrunden schuld sein könnten, oder?


      Ich fürchte, dass das wohl nicht ganz stimmt, denn ich glaub meine Spieler würde es nicht stören, wenn es einfach überall Bier, Wein und/oder Met in den Gaststuben gäbe und man einfach die Auswahl zwischen "Eintopf" und "gutem Essen" vorgesetzt kriegt.

      Ich glaube Schuld daran, dass ich mich auch mit so Nebensächlichkeiten beschäftige ist tatsächlich mehr nerdige Neugier

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 19.11.2021

      Die Arbaren bitten zu Tisch



      Die antiken Arbaren waren im Gegensatz zu den Echyren keine Ackerbauern, die große Getreidefelder bewirtschafteten, und im Gegensatz zu den Arroien oder Erseven auch keine begnadeten Viehzüchter. Den „Südländern“ galten die Arbaren daher als primitive Jäger und Sammler.

      Die wichtigste Kulturpflanze der Arbaren war die Agmeger, die „Steinfrucht“. Sie war die Nuss des gleichnamigen Baums, der von den Arbaren in Hainen in der Nähe ihrer Dörfer angepflanzt wurde. Aus den gemahlenen oder zerstoßenen Steinfrüchten wurde durch Zugabe von Wasser Agmelge, „Steinfruchtmilch“, gewonnen, die kalt oder warm als Getränk genossen oder zur Zubereitung von Speisen verwendet wurde. Die Nüsse wurden aber auch kaltgepresst und gemahlen, um Agmegnaig, „Steinfruchtmehl“, herzustellen, dass die Grundlage für Brot, Knaigamed, und andere Mehlspeisen war. Als Nebenprodukt der Agmegnaig-Herstellung gewannen die Arbaren Agmegesmîr, „Steinfruchtöl“, das sowohl zur Körperpflege als auch zur Zubereitung von Speisen genutzt wurde.

      Ergänzt wurde der Speiseplan durch Pfager (eine Art Bohnen), Arvîs (eine Art Erbsen), Gîknisa (Wurzelgemüse, eine Art Pastinake) und Grunnehauk (eine Art Blattsalat), die meist in Gärten innerhalb des Dorfes gezogen wurden.

      An Obst waren vor allem die arbarischen Meller, eine säuerlichere Form der südlichen Maile (eine Art Apfel), und Pflammer (eine Art Pflaume) verbreitet, die oft in denselben Hainen angepflanzt wurden, in denen auch die Agmeger standen.

      Aus dem Meller stellten die Arbaren nicht nur Sûre (sauren Apfelsaft) her, sondern auch Ekkida („Apfelessig“), mit dem sie sowohl Obst als auch Gîknisa einlegten, um diese haltbar zu machen.

      Die Arbaren hielten vor allem Schweine, Aiba, und Hühner, Trotter. Aus Schweinefleisch, Koch, stellten die Arbaren Ruking („Räucherschinken“), Kommed (gepökeltes und geräuchertes Bauchfleisch) und Kochverster (Bratwürste) her, während der Veier (Schweinebraten) vor allem bei Festmahlen gereicht wurde. Traditionell wurden Speisen aus Koch eher während des Winters gereicht und dienten der Bevorratung, während Hühnerfleisch, Potter, das ganze Jahr über verzehrt wurde, sowohl gebraten als auch gekocht. Beliebt war vor allem Melgepot, ein Eintopf aus Agmelge, Potter und Gîknisa.

      Kjâ, (Hühner-)Ei, wurde sowohl gekocht, als auch zur Herstellung von Speisen verwendet. Typische Gerichte waren Kjâsmîr, wörtlich „Eieröl“, für das rohes Eigelb mit Salz und Djiul gewürzt und zu Knaigamed gereicht wurde, oder Klâr, gesalzenes Eiklar, das roh getrunken wurde. Beides war vor allem als Frühstück verbreitet. Gekochte Eier wurden häufig mit einer Soße aus Wasser, Ekkida und Kinnek gegessen.

      Dazu ergänzte Wild den Speiseplan, denn die Jagd spielte eine große Rolle bei antiken Arbaren. Obwohl sie die meisten ihrer Götter in Tiergestalt verehrten, gab es nur selten darauf beruhende Speisevorschriften. Besonders Ford (Rotwild) und Haina (Wildschwein), aber auch verschiedene Wildvögel, wurden bejagt. Nur Hasen- und Bärenfleisch war Tabu.

      Während die antiken Arbaren sich abergläubisch vor dem Meer und Gewässer fürchteten, gab es dennoch einige Fischer an den Küsten und Gewässern, die den Speiseplan der Arbaren mit Uwo, Fisch, erweiterten. Dieser wurde meist gesalzen und geräuchert, weil man beidem nachsagte den Fisch vom Einfluss Kjahullirs zu befreien.

      Die Arbaren würzten ihre Speisen vor allem mit Salz, Hêla, und verschiedenen Kräutern; typisch für den Geschmack vieler herzhafter Speisen war Djiul (eine lauchartige Pflanze, deren Geschmack sehr an Knoblauch erinnert, aber auch eine zwieblige Schärfe gab).

      Kinnek, „Honig“, wurde zum Süßen verwendet. Gerade bei Speisen, die für ein Festmahl zubereitet wurden, wurde Kinnek ausgiebig verwendet. Beliebt war auch Kinneger, eine Würzsoße aus Kinnek, Salz, Djiul, Agmesmîr und Ekkida, die zu Kochverster oder Knaigamed gereicht wurde.

      Obwohl die Arbaren auch einige reine Süßspeisen kannten, wie etwa Kimmelge (mit Kinnek gesüßte Agmelge) oder Kinnemed (süßes Brot), waren die meisten Gerichte durch die verwendeten Zutaten süß, sauer, salzig und etwas scharf.

      Aus vergorenem Kinnek wurde Mjud hergestellt (eine Art Honigwein), das beliebteste Getränk der Arbaren, welches in den Mjudehôl, den Mjud-Hallen, gereicht wurden. Die Mjudehôl war sowohl Versammlungshaus der Dorfgemeinschaft, als auch Gasthaus für Fremde. Für kultische Zwecke gab es besondere, meist stärker alkholhaltige Formen des Mjud, wie das Broermjud („Bären-Mjud“) des Ertiuskultes (das durch den Sud bestimmter Pilze außerdem leicht halluzinogen wirkte) oder der Rukslûg („Rauchtrank“), der bei Feiern während der Ruk Slavun („Rauchnächte“) getrunken wurde.

      Im Alltag tranken die Arbaren vor allem Sûrmjud, Mjudwandva und Krûtwandva. Sûrmjud war eine Mischung aus Sûre und Mjud und wurde im Winter meist warm getrunken. Mjudwandva war mit drei Teilen Wasser verdünnter Mjud, das häufig noch mit Djiul gewürzt war. Krûtwandva war der Sud verschiedener Kräuter und wurde sowohl warm als auch kalt getrunken. Reines Wasser wurde selten getrunken; es wurde meist als Vichterslûg, „Jägertrank“, bezeichnet, weil es meist von Jägern während der Jagd getrunken wurde.


      Wer mag, kann gerne auch noch mal nachlesen, was von dem hier erwähnten bei den Arben, den Nachfahren der Arbaren noch so übrig geblieben ist

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Zeitung" geschrieben. 14.11.2021

      Zitat von M.Huber im Beitrag #1
      Weiß nicht ob dies hierher passt aber ich habe eine Frage an die Community:

      Wenn ihr eine Fantasy Welt habt die unsere ähnelt... Wie steht ihr zu Indoor Zeitungen? Sprich eine Zeitung die Ihr selbst verfasst (die in euerer Wrlt ebenfalls erscheint)? Ausdrückt und sagen wir 1x im Monat schreibt und sammelt?

      Habt ihr sowas schonmal gemacht und wenn es euch interressiert, soll ich dann mal so eine Zeitung hier veröfffentlichen die in meiner Welt erscheint?:))


      Ich hab noch keine vollständige Zeitung verfasst, fände die Idee zwar interessant aber es wäre mir im Moment wirklich zu viel Arbeit.

      Deine Zeitung würde ich trotzdem gerne sehen

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 06.11.2021

      Die Götter des goldenen Himmels


      Die großen Götter Demars



      Gesegnet eure Namen ihr Götter, Ordner der kosmischen Gesetze, die den Geheimweihen vorstehen.
      Erhöret nun meine Worte: Wahrlich, wahrlich sind die Götter schamerfüllt, wenn sie meiner Missetaten gewahr werden! O du, Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit auf dem goldenen Thron im goldenen Himmel, das Böse in mir rotte es aus, tilg ohne Erbarmen meine Missetaten und Sünden! Halte fern von meinem Herzen das Böse, das mich trennen könnte von dir!


      Emura


      Emura, die Große Göttin, die Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit, die Göttin auf dem goldenen Thron, die Herrscherin des goldenen Himmels, war die wichtigste Gottheit des Antiken Demar. Ihre Priesterinnen, die Andah, waren die Herrscherinnen des Landes und die Oberpriesterin, die Andah-Ka, die unumschränkte Herrin des Landes und der Menschen, die als sterbliche Tochter der großen himmlischen Göttin auf Erden galt.

      Emura wurde als beleibte Herrscherin auf einem Thron dargestellt, oft in der Gestalt der herrschenden Andah-Ka; in den Tempelfriesen ist eine Unterscheidung zwischen Göttin und Herrscherin oft nur daran auszumachen, dass die Andah-Ka niemals auf einem Thron sitzend dargestellt wird.

      Die Göttin der Sonne galt als Quell von Gesetz und Ordnung, die Menschen und Göttern Recht und Gesetz gab und von ihrem Thron im goldenen Himmel aus alles sah und selbst in die Menschen hineinblicken konnte; zumindest am Tage. Wenn Emura sich nachts zum Schlaf bettete und die Sonne vom Himmel verschwand, begann eine gefürchtete Zeit für die Demarer, eine Zeit des Verbrechens und des Bösen; aber auch eine Zeit der Erprobung, in der die Menschen beweisen konnten, dass sie die göttlichen Gesetze auch achteten, wenn die Göttin sie nicht beobachtete. Die Priesterinnen Emuras begannen jeden Morgen mit dem rituellen Aufsagen eines negativen Sündenbekenntnisses; demselben, das jeder Verstorbene aufsagen musste, wenn er nach dem Tod vor den goldenen Thron Emuras trat, um gerichtet zu werden:

      Herrin der Allwelt-Ordnung, siehe ich bringe in meinem Herzen die Wahrheit, den ausgerissen habe ich das Böse:
      Nicht habe ich bewirkt das Leiden der Menschen, noch habe ich meinen Verwandten Zwang und Gewalt angetan.
      Nicht habe ich Unrecht an die Stelle des Rechtes gesetzt, noch Verkehr gepflegt mit den Bösen.
      Nicht habe ich Ränke aus Ehrgeiz geschmiedet, noch habe ich jene unter meinem Stirnband[1] misshandelt.
      Nicht habe ich den Göttern gelästert, noch Opfergaben aus ihren Tempeln gestohlen; auch schändliche Handlungen nicht innerhalb der Tempelmauern begangen.
      Nicht habe ich getötet, noch einen Mord veranlasst.
      Nicht habe ich die Menschen zum Weinen gebracht, noch Krankheiten unter ihnen verbreitet.
      Ich bin rein! Ich bin rein! Ich bin rein!


      Das Erscheinen der Nachtsonne galt als Zeichen dafür, dass Emura über die Sünden der Menschen erzürnt war und mit einem offenen Auge schlief. Es war eine Zeit für allerlei rituelle Sühneopfer und Bußen, aber auch die Zeit, in der Straftäter hingerichtet wurden und andere schwere Strafen vollzogen wurden. Ein anderes Phänomen, mit dem Emura ihren Missmut kundtat, waren Dürren. Diese waren eine besonders gefährliche Zeit für die Priesterinnen und selbst die Andah-Ka, denn die alten Demarer glaubten, dass Dürren vor allem den Missmut der großen Göttin gegenüber ihren Töchtern ausdrückten. Nicht selten wurden in solchen Zeiten Priesterinnen oder Herrscherinnen gestürzt.

      Die Tempeltürme der Emura waren Paläste der Herrschenden und Gerichtsorte; in ihren unterirdischen Gewölben lagen meist die Kerkergruben für Verbrecher.

      Dihurta


      Sieh, hier ist Dihurta! In ihren Händen hält sie das Buch der göttlichen Worte. Ihre Schritte lenkt sie zu dir, deine Hand wird von ihr aufgerichtet und erreicht den Himmel!


      Die alten Demarer glaubten, dass Dihurta am Anbeginn der Zeit vom goldenen Himmel herabstieg, um die Menschen zu unterrichten. Sie lehrte ihnen Zeichen, ihre Sprache festzuhalten, aber auch Mathematik und andere Künste, bis sie von ihrer göttlichen Mutter, der großen Göttin Emura, wieder in den goldenen Himmel heraufgerufen wurde. Da sie sich ihrer göttlichen Mutter nicht verweigern konnte, gab sie ihren menschlichen Töchtern den Auftrag, die Menschen weiter zu lehren. Daher waren die Tempel der Dihurta Horte des Wissens und Stätten der Lehre. Im Altertum galt es als große Ehre für eine Tochter, von ihrer leiblichen Familie verstoßen zu werden, damit sie in einem Haus der Dihurta aufgenommen werden und als Tochter der Göttin dienen konnte.

      Die alten Demarer hatten den Ursprung dieser Göttin jedoch bereits im Altertum vergessen: Dihurta, deren wahrer Name im Nebel der Geschichte verloren ging, war ursprünglich eine Sklavin eines Altvorderen Herren und diente diesem als Schreiberin und Sklavenaufseherin; sie nutzte das Wissen, dass sie in dieser Position erlangte, um anderen Sklaven eine Geheimschrift beizubringen, die die Altvorderen nicht lesen konnten - die demarische Hieroglyphen - und gab auch anderes Wissen an die Sklaven weiter, welchen die Altvorderen sonst jede Bildung versagten. Diese Taten blieben den Menschen auch nach dem Sturz der Altvorderen noch so in Erinnerung, dass Dihurta bald vergöttlicht wurde.

      Achrak



      Fleih, Leichenfresser, dem Himmel ein Abscheu! Sieh, von Achrak wurde abgeschnitten dein Haupt. Blutbad an dir zu verrichten wurde mir von den Göttern befohlen! Weiche von dannen, Leichenfresser, du, dem Himmel ein Abscheu!


      Achrak war eine der bedeutendsten männlichen Gottheiten der alten Demarer. Er war der Sohn Emuras und erbitterter Gegner des finsteren Gottes Rodak, des Herrn der Ödnis. In der Frühzeit Demars waren die Tempel Achraks gleichsam Paläste lokaler Kriegsherren, denn die Priester des Gottes waren seit je her Krieger, die sich zeitweise nicht von Söldnern unterscheiden ließen. Später erwuchs aus der Priesterschaft Achraks die Kriegerelite des geeinten Demars und der Kult des Gottes gab dieser einen Krieger-Kodex. Doch vor dieser Entwicklung war die Epoche, welche von alten Demarern als "Zeit der streitenden Tempel" erinnert wurde, ein düsteres Kapitel der demarischen Geschichte, voller Krieg, Mord und Blutvergießen.

      Allerdings hatten Achrak und seine Priester dennoch einen guten Ruf, denn sie befreiten die Demarer von der Herrschaft der Siker[2], welche die Demarer lange Zeit unterjocht hatten und dem finsteren Rodak Menschenopfer darbrachten.

      Die Tempel des Achrak waren gleichsam Kasernen und Klöster, die in den Städten oft in die Verteidigungswerke integriert waren und abseits der Städte als Sicherung von Handelswegen errichtet wurden.

      Wie Dihurta geht auch Achrak auf einen Menschen zurück, einen Bergwerkssklaven der Siker, der sich zum Anführer eines Sklavenaufstands aufschwang und so tatsächlich den Sturz der verderbten Herrscher einleitete.

      Gnomaris


      Am Anfang wehte der Wind über die Ödnis und beißende Sandwinde schnitten Gnomaris ins Fleisch. Da saß am Anfang der Gott in der Ödnis und weinte. Er weinte doch nicht aus Schmerz, sondern vor Trauer, denn er sah vor sich die Welt öd und leer. Doch begannen seine Tränen sich zu sammeln im Grunde und bald ergossen sie sich als Strom durch die Ödnis und siehe, beiderseits des Stromes wurde Land in der Ödnis!


      Gnomaris war ein anderer bedeutsamer Gott, ursprünglich der Quellgott des Flusses Chena, der Lebensader Demars. Für die alten Demarer war das fruchtbare Land beiderseits des Chena, umgeben von den Sand- und Steinwüsten, die sie Taschirat, "todbringender Wind", nannten, lange Zeit gleichbedeutend mit der Welt: "Chomet". Erst viel später begann sich "Chomet" als Bezeichnung für das Land der Demarer durchzusetzen.

      Der Haupttempel des Gnomaris lag auf dem Rücken eines großen Felsens bei Epheju, aus dem der Chena hervorquoll; später wurde in diesen Felsen, den "Gnomarud" (Gnomaris-Felsen) sogar das Abbild des Gottes gehauen, sodass sich die Wasser des Chena aus den Augen des Kolosses ergossen.

      Gnomaris war als Gott des Chena ein Gott des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Ackerbaus, aber auch des Handels und der Zeit. Die Priesterschaft des Gnomaris war im alten Demar vor allem für die Bewässerung der Felder und die Wahrung des Kalenders zuständig.

      Obwohl Gnomaris in der Theogonie als Gemahl der Mahora und Vater der Emura galt, als Gott von dem alle Schöpfung ausging und der einst die Welt beenden würde, wenn er zu weinen aufhörte, war die tatsächliche Bedeutung des Gottes vergleichsweise gering; selbst in Epheju, seiner "Heimatstadt", herrschten lange Zeit die Priesterinnen der Mahora, bis sich aus ihren Reihen der Emura-Kult erhob und Demar unter ihrer Herrschaft geeint wurde.

      Rodak


      Flieh! Weiche von dannen, du, Dämon Rodak! Sonst ertränk ich dich in den Fluten der göttlichen Tränen, wo der göttliche Vater deine Hinrichtung befohlen! Erfahre, dem Land sollst du nicht nahen!


      Rodak war ein gefürchteter Gott, der Herr der Ödnis, von dem der Taschirat, der "tödliche Wind", ausging. Die alten Demarer brachten ihm Opfer dar, um ihn zu besänftigen, denn sie fürchteten die Sandstürme, die aus den Wüsten über das Flussland des Chena herzogen.

      In der Frühzeit Demars war das Land lange Zeit von den Sikern, die ihm dienten, beherrscht worden, doch man glaubte der Gott Achrak habe ihn bezwungen und irgendwo in der Wüste angekettet.

      Hinter Rodak verbarg sich recht deutlich eine Erinnerung der Demarer an den Altvorderen Sinth.



      Fußnoten

      • 1. "jene unter meinem Stirnband" meint Sklaven, deren Zeichen ein Stirnband war, an welchem man den Besitzer erkennen konnte
      • 2. "Siker" ist die demarische Bezeichnung für die "Chuliden", vom Altvorderen Sinth verderbte Menschen.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Halloween - Das Imaginarium des Grauens III: Jetzt wird's grauenhaft" geschrieben. 03.11.2021

      @Chrontheon Das hast du richtig erkannt, es ist aber durch Copy-n-Paste entstandender Mumpitz, der keinen Sinn ergibt, da in dem ersten Beitrag ja steht, dass die Untersuchung "morgen" ist, der zweite Beitrag muss also einen Tag später sein. (Ich hab das zweite Datum in meinem Beitrag korrigiert)

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Halloween - Das Imaginarium des Grauens III: Jetzt wird's grauenhaft" geschrieben. 31.10.2021

      Die Kolonie-1B3 Fragmente




      Private Video Message, PF-103/05/23/21:34:23, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1A2.CHEVAL.MAXIME
      Jo Padre! Heute gab es in der Kolonie wieder Stromausfälle, der längste hat fast 30 Sekunden gedauert. Keine Ahnung, warum der Notstrom so lange gebraucht hat. Ich dachte schon, es ist ein Anschlag der Harmonists; die Sec hat ja vorgestern drei von diesen Fanatikern festgenommen, ich glaube sie sollten heute – oder morgen? – nach One gebracht werden, damit JUDGE über sie richtet. Aber Artiom - du erinnerst dich doch an ihn, oder? -hat gesagt, dass es eine ungewöhnliche Häufung von Energiespitzen und Subquantenelisionen im Reaktor gab. Er muss es ja wissen, er arbeitet ja schließlich am Reaktor. Tjoma hat mir zwar genauer erklärt, was da vor sich gegangen ist, aber ich hab‘ nicht mal die Hälfte verstanden. Du erinnerst dich bestimmt noch an meine Noten in Physik. Wolltest du mich nicht bald mal hier besuchen kommen? Du würdest dich bestimmt gut mit Tjoma verstehen, ihr könntet bestimmt stundenlang fachsimpeln.
      Die Stimmung der Kolonie ist jedenfalls nicht die Beste. Auch ohne die die ständigen Stromausfälle. Das heute war übrigens der erste Stromausfall, der meine Arbeit nicht gefährdet hat. Weil ich frei hatte. Die Purists beharren darauf, dass unsere Technologie verfällt und wir uns technologisch, aber auch moralisch so sehr von der Alten Erde entfernen, dass morgen die Apokalypse droht. Würden die wie bei euch ein Terra Center eröffnen in dem man die ganzen alten Filme und VRs genießen könnte, wäre sie mir ja vielleicht noch sympathisch; aber letztens hat mir einer das Armband abgerissen, das Tjoma mir geschenkt hat, weil ich die ehrwürdige Uniform mit einem Gegenstand aus Alienpflanzen besudelt hätte. Ich frag mich, ob diese Spinner sich tatsächlich nur von den Konserven ernähren, die die Gründer vor knapp 100 Jahren mit hierhergebracht haben. Ich bin da eher bei den Progs, es liegt einfach daran, dass wir das, was wir haben, nicht richtig upgraden. Immerhin haben ja schon die Gründer erkannt, dass es diese Energiespitzen gibt und die Subquantenelisionen sind glaub ich auch von ihnen bereits entdeckt worden. Genug Zeit also. Apropos Zeit, ich hab mich ganz schön verquatscht. Padre, ich schick dir bald ein neues Video. Es sei denn, die Techniker kriegen es hin, dass wir wieder vernünftig streamen können. Aber ich glaube die Harmonists haben unsere Kommunikationsanlage nachhaltig geschrottet. Ciao, Padre, bis bald.

      Private Audio Message, PF-103/05/30/08:03:40, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1B3.CLARK.FAHIMA
      Tjoma hat heute Nacht so unruhig geschlafen, dass ich nicht schlafen konnte. Hat sich hin und her gewälzt und ließ sich durch nichts wecken. Jedenfalls nichts was ich ausprobiert hatte, ich wollte ihm nicht einfach einen Stim reinjagen. Der DOC wollte mir dann heute morgen einen Stim für mich autorisieren, damit ich arbeiten kann. Aber ich hab das Schlupfloch genutzt, dass die Symgenetics vor einem halben Jahr erstritten haben und habe das Stim aus „religiösen Gründen“ abgelehnt; jetzt bin ich zumindest für heute beurlaubt und kann ausschlafen, während Tjoma wieder im Reaktor arbeitet; der Mistkerl ist quietschfidel wie ein junger Calisthenic-Influencer und hat von seinem nächtlichen Workout gar nichts mitbekommen.

      Private Audio Message, PF-103/06/16/12:31:34, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1A2.CHEVAL.MAXIME
      Unfassbar! Unsere Vorfahren konnten durchs Weltall auf einen fremden Planeten reisen und wir haben jetzt aufgrund der ständigen Probleme mit dem Reaktor Sperrstunden für unseren Strom! Ganze Bereiche der Kolonie werden täglich für einige Stunden alternierend vom Netz genommen. Als ob wir im finsteren Zwanzigsten leben würden. Padre! Du hast doch Connections nach One, die sollen uns mal ordentliche Techniker schicken!

      Private Audio Message, PF-103/07/04/21:43:26, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1B3.CLARK.FAHIMA
      Alta, du kannst dir nicht vorstellen, was heute abgegangen ist. Tjoma hatte ja anders Schicht als ich und als ich nach Hause kam, da saß Tjoma auf unserem Bett, hatte das Kissen aufgerissen und kaute genüsslich auf dem Füllmaterial herum. Und im ganzen Zimmer lagen angefressene Konserven herum, ich glaube er hat sogar auf meiner Ersatzuniform rumgekaut. Weil er nicht auf mich reagiert hat, habe ich ihm einen Chillout-Stim reingejagt, als er dann nach Stunden wieder wach wurde, hat er sich an nichts erinnert. Hab gefragt ob er nen Fresskick hatte, was genommen habe, aber meinte, wenn wäre das Somnambulanz gewesen, weil die Arbeit im Reaktor derzeit so stressig wäre. Glaubst du das?

      Private Audio Message, PF-103/07/11/07:21:53, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1B3.CLARK.FAHIMA
      Tjoma spricht im Schlaf. Ich habe das heute Nacht aufgenommen. Unverständliches Zeug, keine Übereinstimmung mit irgendeiner Sprache in der Datenbank.

      1B3.OmniDrive/CHEVAL.JEAN/Personal/Logs/Audio/unknown.aud/PF-103/07/11/03:33:33
      Ummuya ama Tugath ushu Ummuya bhyx Ummuya blatha

      Private Audio Message, PF-103/07/15/19:37:34, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1B3.CLARK.FAHIMA
      Tjoma wurde heute beurlaubt. Er hat mir nicht gesagt, warum. Aber in seinem Kalender ist ein großes Checkup für morgen vermerkt; keine biometrische Untersuchung durch DOC, sondern eine richtige Untersuchung auf der Med.

      Private Audio Message, PF-103/07/16/14:52:54, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1B3.CLARK.FAHIMA
      Tja. Tjoma ist topfit. Er wurde sechs Stunden auf der Med auseinandergenommen. Außer den Stressparametern sind alle Werte im Normalbereich. Aber wegen der Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben werden, wird unser Zimmer jetzt videoakustisch überwacht. Wir werden denen jedenfalls ordentlich was zum Anschauen bieten.

      Private Audio Message, PF-103/08/03/10:07:21, From: 1B3.CHEVAL.JEAN, To: 1A2.CHEVAL.MAXIME
      Padre, es ist … Scheiße. Ich wurde heute aus der Med entlassen; ich kann mich selbst kaum erinnern was geschehen ist. Aber die Sec hat recht, die Videos zeigen eindeutig wie Tjoma versucht hat mich im Schlaf zu ersticken. Das biosynth-Ohr juckt noch ein wenig. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass die Liebe meines Lebens mich so zum Fressen gern hat. Die Energiespitzen sind wieder aus das normale Maß zurückgegangen, seit sie Tjoma in der Zelle haben. Anscheinend hat er wirklich Sabotage am Reaktor durchgeführt. Wenn die Sec mich nicht mehr braucht, mache ich mich auf den Weg zu dir.

      1B3.SecLog.Classified, PF-103/08/01/02:05:41, SecOp Audio
      Der Inhaftierte, Nandez, Artjom, wurde heute 0.43 von einem Sec-Officer im Rahmen der Notwehr erschossen. Der Inhaftierte hatte den Zellengenossen, den bekennenden Symgenetic und mutmaßlichen Harmonist Julian Hayce, mit einem selbstgefertigten Messer mit einem Schnitt die Bauchdecke geöffnet und war dabei in dessen Innereien zu wühlen, während das Opfer, mutmaßlich unter Schock, jubilierend schrie „Die Ankunft ist nah“. Als zwei Sec-Officer in die Zelle kamen, stürzte Nandez auf diese zu und Sec-Officer Xi Mandela feuerte zwei Schuss mit der Dienstwaffe auf ihn.
      DOC und FREUD müssen dringend überprüft werden, ein derartiges Verhalten des Inhaftierten Nandez war von ihnen nicht prognostiziert worden.

      1B3.SecLog.Classified, PF-103/08/01/00:41, Cell-A03 Audio
      Zultid anagorel - Die Ankunft ist nah Zultid anagorel Bha adabys - Die Ankunft ist nah! - Kaltakmi Ummuya! Zultid anagorel Bha adabay - Erzittert ihr Menschen! Die Ankunft ist nah! -
      JO ALTA, GEHEN SIE WEG VON IHM! HÄNDE HOCH WO ICH SIE SEHEN KANN. - Die Ankunft ist nah! - THYA - *Schüsse fallen* *Etwas schweres fällt zu Boden* SecOps! SecOps! Zwei Inhaftierte tot, keine Verletzten. - Bharacapas. Zultid anagorel [Audiorauschen]

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Lebenserwartung - Durchschnittlich/Höchstwerte und einiges mehr..." geschrieben. 22.10.2021

      Zitat von Aguran im Beitrag #1
      Wie sieht es auf Euren Welten mit der Lebenserwartung aus, sowohl die Durchscchnittliche als auch das Höchstalter?
      Wie sind die Sterblichkeitsraten bei den Heranwachsenden?
      Sterblichkeitsraten bei Geburten?
      Welche Folgen hat dies für Eure Gesellschaften?/Wie spiegelt sich das in Euren Gesellschaften wieder?

      Gibt es große Unterschiede zwischen den Völkern Eurer Welt hierbei?
      Wenn ja, woher rühren diese?


      Interessantes Thema. Ich denke, ihr wisst ja bereits, dass ich auf der Toraja vornehmlich nur "Menschen" habe; aber ich bastle ja in verschiedenen Zeiten also, los geht's:

      Die Lebenserwartung der Ersten Menschen war zu Beginn recht hoch und dank fortschrittlicher Medizin war 80 das neue 40 und ein Höchstalter von 130 für beiderlei Geschlecht gar kein abwegiger Wunschtraum. In den Jahren der Kolonisierung mag das zwar ein wenig nach unten gegangen sein, aber wenn man unter 110 starb, dann ging man deutlich zu früh. Aufgrund der begrenzten Ressourcen und Traditionen der überbevölkerten Alten Erde war es für die Ersten Menschen durchaus üblich Kinder erst mit 50 oder später in die Welt zu setzen; auch hier öffnete die Medizin Wege die biologischen Möglichkeiten zu umgehen. Kindersterblichkeit war kein Thema.

      Die Lebenserwartung der ursprünglichen Torajaner lag durchschnittlich bei 20, was vor allem an der Kindersterblichkeit lag; das Höchstalter dieser primitiven humanoiden Wildbeuter lag zwischen 50 und 70. Mit Einfluss der Ersten Menschen erreichten die genetisch modifizierten Torajaner bald Höchstalter zwischen 80 und 100 und zumindest in den Arbeitskolonien war Kindersterblichkeit auch nicht länger ein Problem; als "Arbeiterkaste" der Ersten Menschen, lag die Durchschnittliche Lebenserwartung der Torajaner aber dennoch eher im Bereich von 50 bis 60 Jahren.

      Wenn wir die Herrschaft der Altvorderen mal auslassen, in der die Lebenserwartung sehr willkürlich von den Launen fremddimensionaler Wesenheiten abhing, geht es mit den Torajanern der Antike weiter:

      Eigentlich ist die Entwicklung der Lebenserwartung der Torajaner durchaus mit der irdischen zwischen Antike und Neuzeit vergleichbar. D.h. die individuelle Lebenserwartung war durchaus mal über 100 Jahre, die meisten Menschen starben aber bereits zwischen 60 und Mitte 80 - je höher der Wohlstand, desto höher das Alter. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag immer deutlich niedriger, je nach Gesellschaft und Ort zwischen 20 und 35, einfach weil die Kindersterblichkeit in den meisten Zeitaltern sehr hoch war.

      Aufgrund der Verderbnis war die durchschnittliche Lebenserwartung von Magiern immer niedriger, als die der übrigen Bevölkerung; denn aufgrund der Verderbnis waren Krebserkrankungen unter den Magiewirkern sehr verbreitet und magisch nicht heilbar; da Heilung aber größtenteils über die Magie lief, waren nichtmagische Behandlungsmöglichkeiten bis weit in die Moderne aber sehr rar.
      Die mit der Magie einhergehende Verderbnis war dann auch das Problem der Magischen Revolution, die die Lebenserwartung radikal senkte und viel größeren Einfluss hatte, als bakterielle/virale Krankheiten. Die sicherere Verbreitung von Alltagsmagie führte dann aber bald zu deutlich höheren Lebenserwartungen und geringer Kindersterblichkeit. In der Torajanischen "Jetztzeit" (1985 NACH) dürfte die durchschnittliche Lebenserwartung je nach Ort zwischen 50 und 90 liegen; das individuell erreichbare Höchstalter deutlich über 100. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Lebenserwartung gibt es in den wenigsten torajanischen Gesellschaften, lediglich in den paar Gesellschaften in denen Frauen stärker diskriminiert werden liegt ihre Lebenserwartung etwa 5 Jahre über der der Männer.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Toraja - Die Galerie" geschrieben. 19.10.2021

      Inktober, Tag 11 bis 20



      Tag 11, Sour


      [[File:11-10 Sour.png|none|auto]]

      Die Sarit-Palme ("Sarter" auf Arb(ar)isch) ist die torajanische Entsprechung der Zitrone, auch wenn die Frucht eher wie eine Kiwi aussieht.

      Tag 12, Stuck


      [[File:12-10 Stuck.png|none|auto]]

      Eine gewöhnliche torajanische Spinne.

      Tag 13, Roof


      [[File:13-10 Roof.png|none|auto]]

      "Preiset Abalat, die die Welt erhellt! Preiset Abalat, die die Welt erwärmt! Preiset Abalat, die die Feldfrüchte nährt!
      Fürchtet Abalat, die die Welt versengt! Fürchtet Abalat, deren Aufstampfen Städte zu Staub vergehen lässt! Fürchtet Abalat, deren Anblick Menschen zu Schatten vergehen lässt!"

      Abalat war die midenische Sonnengöttin; der Gottkönig von Imar galt als ihr Sohn.

      Tag 14, Tick


      [[File:14-10 Tick.png|none|auto]]

      Ein antikes echyrisches Amulett mit dem "Älteren Zeichen". Das "Ältere Zeichen" ist ein Symbol kosmischer Ordnung und ein Glücksbringer für gutes Gelingen.

      Tag 15, Helm


      [[File:15-10 Helm.png|none|auto]]

      Ein antiker echyrischer Helm mit der typischen Bemalung der Draspiaten.

      Tag 16, Compass


      [[File:16-10 Compass.png|none|auto]]

      Vermutlich verwende ich diesen Kompass als Verzierung einer Karte, die schon lange in Arbeit ist.

      Tag 17, Collide


      [[File:17-10 Collide.png|none|auto]]

      Ich bin von Artrage auf den Corel Painter 2021 umgestiegen, das Bild ist eigentlich ein erster Gehversuch damit, aber es macht sich auch gut als Werbeplakat für die Kolonisierung durch die Ersten Menschen.

      Tag 18, Moon


      [[File:18-10 Moon.jpg|none|auto]]
      Ich übe immer noch mit Corel Painter 2021, das Bild hat keinen Toraja-Bezug.

      Tag 19, Loop


      [[File:19-10 Loop zensiert.png|none|auto]]

      Gefangen in Alpträumen oder der Besessenheit durch einen Geist des Anderdunkels.

      Tag 20, Sprout


      [[File:20-10 Sprout.jpg|none|auto]]

      Ein Blick auf die neue Heimat, kurze Zeit vor dem Planet Fall: Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Körperkraft bei euren Völkern" geschrieben. 18.10.2021

      Also da es sich bei den Torajanern letztlich nur um Menschen handelt, ist auch ihre Körperkraft eher menschlich. Die ursprünglichen Torajaner und ihre Nachfahren (die "Zwerge") sind schwächer als die heutigen Torajaner und Menschen, weil sie kleiner sind/waren. Wenn ich jetzt noch auf die verderbten Völker blicke, dann sind "Primitivlinge" (verderbte Zwerge), "Bogoride" (Ziegenmenschen) und Nephiden (Schlangenmenschen) deutlich stärker als ihre nicht verderbten Urformen; bei Primitivlingen und Bogoriden macht sich das auch durch dicke Muskelpakete sichtbar, bei den Nephiden ist das nicht immer ganz so offensichtlich.

      In den torajanischen Kulturen spielt in früheren Zeiten körperliche Stärke eine wichtige Rolle, weil die meisten Kulturen ihre Krieger irgendwie verehren. Später geht Körperkraft dann in den Körperkult über, denn ein "gutes Aussehen" zeugt ja von Reinheit (=Freiheit von Verderbnis).




      @DrZalmat Haben die Orks noch weitere künstliche Addons außer ihren Muskeln (ich denke da die Star Trek Klingonen mit zusätzlichen Organen/Organteilen).

      Zitat von Aguran im Beitrag #6
      Last but not least, das Verhältnis des magischen Potentials pro qcm Körpermasse. Elben können sehr viel mehr Magie in ihren Körper speichern, wilde Magie im körper neigt dazu sich in Tenrasyl als eine Art nutzbringender Parasit zu verhalten, was ebenfalls zu gewissen körperliochen Vorteilen der Elben führt.


      Das gefällt mir als Erklärung und vom Prinzip her sehr! Sind Elben durch diese physische Durchdringung mit Magie auch irgendwie anfälliger für Magisches oder ist das ein reiner Vorteil?

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Toraja - Die Galerie" geschrieben. 10.10.2021

      Inktober, Tag 5 bis 10



      Tag 5, "Raven"


      [[File:05-10 Raven.jpg|none|auto]]

      Der torajanische "Rabe": Der nördliche Blutschweif. Den Infoapparat möchte ich gerne für meine Tierdarstellungen auf der Website übernehmen.

      Tag 6, "Spirit"


      [[File:06-10 Spirit.jpg|none|auto]]

      "Die Versuchung Adams": Die Ersten Menschen waren besonders empfänglich für die Beeinflussung durch die Wesenheiten des Anderdunkels, denn obwohl ihre Pop-Kultur voller Geister, Dämonen und dergleichen war, erlaubte ihre wissenschaftlich-rationale Weltsicht nicht diese Wesenheiten aus einer anderen Dimension zu verstehen. Die Gefahr durch das Anderdunkel wurde lange verkannt und Diener der Altvorderen begannen, Besitz von einzelnen Menschen zu nehmen und die Geschicke der Kolonien zu manipulieren, um die Ankunft ihrer dunklen Meister vorzubereiten.
      Auf dem Bild sehen wir eine Wesenheit aus dem Anderdunkel einen Ersten Menschen beeinflussen; ich sehe dieses Bild als Versuch "Besessenheit" durch einen Dämon des Anderdunkels darzustellen.

      Tag 7, "Fan"


      [[File:07-10 Fan.jpg|none|auto]]

      Die giftige Fächerschlange ist die torajanische Version der Kobra. Obwohl diese sehr anpassungsfähige Schlange (sie lebt im Regenwald, an Flussläufen und sogar in der Wüste) giftig ist, reicht ein einzelner Biss nicht aus, um einen gesunden Erwachsenen zu töten.

      Tag 8, "Watch"


      [[File:08-10 Watch.jpg|none|auto]]
      "'Cause I need to watch things die
      from a distance
      vicariously I, live while the whole world dies"

      -Tool, "Vicarious"


      In den heißen Phasen des kolonialen Bürgerkriegs schreckten die Kriegsgegner nicht davor zurück ganze Städte der Gegenseite durch nukleare Waffen oder Anschläge zu vernichten; sie öffneten so unwissend die Pforten für die Heerscharen des Anderdunkels und setzten einen schleichenden Prozess der Verderbnis in Gang. Man könnte die drei Ersten Menschen im Bild vielleicht für Flüchtlinge halten, die in einer Höhle und mit Hilfe eines mobilen Schildgenerators Schutz vor dem Untergang ihrer Heimat suchen; doch der Propaganda Flyer "Stomp it out - Down with the Symgenetics!" deutet eher daraufhin, dass sie den Erfolg ihrer Mission begutachten wollen.

      Tag 9, "Pressure"


      [[File:09-10 Pressure.jpg|none|auto]]

      Im Vorfeld des kolonialen Bürgerkriegs verschärften sich die Gegensätze zwischen den Fraktionen der Gesellschaft der Ersten Menschen im gleichen Maße, wie sich ein gewisser Nationalismus unter den sechs großen Kolonien breit machte. Zu den großen ideologischen Fraktionen gehörten die "Purists" und die "Symgenetics". Die konservativen Purists wollten nicht nur die Traditionen der Alten Erde bewahren, sondern auch das irdische Erbgut rein halten. Die Symgenetics waren transhumanistisch geprägt und wollten die neue genetische Vielfalt der neuen Heimat nutzen, um das Erbgut der irdischen Lebensformen, die Menschen eingeschlossen, zu verbessern. Die Puristen beschworen in ihrer Propaganda das Bild unmenschlich entstellter Kreaturen und seltsamer Aliens herauf, welche die Menschen versklaven, ausbeuten und umbringen - beinahe prophetisch, wenn man an den Großen Krieg und die Altvordere Zeit denkt, welche folgen sollten.

      Tag 10, "Pick"


      [[File:10-10 Watch.jpg|none|auto]]

      In Sprung zurück in bessere Zeiten, als die frisch im Alpha Centauri System angekommenen Menschen noch vor den unentdeckten Weiten von LS1/Earth-2 standen und eine Welt voller Möglichkeiten vor ihnen lag. Da konnten Menschen, wie die dargestellte Dame, noch über dem Holo-Globus tagträumen und Orte auswählen, die sie entdecken wollten.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Alltagsgeschichten" geschrieben. 04.10.2021

      @Elatan Das ist eine schön erzählte Geschichte mit interessanten Einblicken; ich bin schon gespannt auf den Roman!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Toraja - Die Galerie" geschrieben. 04.10.2021

      Inktober, Tag 1 bis 4




      Tag 1 "Crystal"



      [[File:01-10 Crystal.jpg|none|auto]]

      In einem dunklen Gewölbe begutachten vier Zauberer unterschiedlicher Völker der Antike einen leuchtenden Kristallikosaeder, von links nach rechts handelt es sich bei ihnen um einen Arbaren (dessen Wolfskappe seinen Rang als "Ingdoter" ("Untoter"; Ausgestoßener) hervorhebt), einen Echyren (dessen gehörnte Kappe in den phalopischen Städten Teil der Berufstracht jener war, die sich mit dem Anderdunkel beschäftigten), einem Dawoti (dessen Tracht ihn als Adligen ausweißt) und einer Phanecherin, im stolzen Ornat einer Magisterin der Akademie von Sor.
      Die Szene ist eine Hommage an ein Bild von Ugurcan Yüce, das als Cover des DSA-Regelwerks "Die Magie des Schwarzen Auges" diente.

      Tag 2 "Suit"



      [[File:02-10 Suit.jpg|none|auto]]

      Vor der Flagge der New Ascension Space Association posieren drei Erste Menschen, Kolonisten der Toraja; von links nach rechts eine Wissenschaftlerin, ein Offizier und ein Sicherheitsmann. Bei den Suits habe ich die Vaultsuits von Fallout als Vorlage genommen und sie nur farblich variiert, aufgrund der Fallout-Anspielung tragen die Ersten Menschen auch Pipboys


      Tag 3 "Vessel"



      [[File:03-10 Vessel.jpg|none|auto]]

      Ein Exponat aus dem Dimmerischen Nationalmuseum in Tajine; es ist das Fragment eines Freskos, das im Palast von Amhat, in der Provinz des Antiken Ga'ai entdeckt wurde. Die roten Linien stellen die Rekonstruktion verloren gegangener Bereiche dar. Die Inschrift des Freskos lautet "Die Gabe der Süße um der Besänftigung der Andah-Kah willen"; diese Inschrift ist auf der Karteikarte noch einmal in den heute von den Dimmern genutzten phanechischen Schriftzeichen notiert, ebenso finden sich dort noch Angaben zum Grabungsbezirk, in dem das Relikt gefunden wurde.

      Tag 4 "Knot"



      [[File:04-10 Knot.jpg|none|auto]]

      Ein sogenannter "Geisteranker", der in antiken echyrischen Welt recht verbreitet war. Diese etwa zwei Fäuste großen Statuetten stellten den meditierenden Halbgott Kyscheias dar und waren mit einem Zauber belegt, der in einem gewissen Radius die Barriere zwischen den Dimensionen verstärkte, so dass kleine Risse verschlossen werden konnten, durch die Geister zwischen den Realitäten wechselten. Die Wirksamkeit eines solchen Geisterankers und seine Stärke konnte von Experten an dem sich immer bewegenden, knotenartigen Muster über den Händen der Statuette abgelesen werden.
      Die Gestalt des Halbgottes geht anscheinend auf einen Schutz- oder Raumanzug der Ersten Menschen zurück.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 27.09.2021

      Der weise Rat eines echyrischen Priesters:

      Si ên psaine thon lileitourgiti, paro ân phallegon eikon -ON- angestur, ithan ait an eikon mossosio etaxosio. Ên aite gnethon aiti ossix: Pimaros, ên illeipe ampraskeue ôs hyertosio. Diwaros, ôn klesomenas, kôs psaime sa psaini tithymiti, thon pephyllikiti ô hyertou. Dreiaros, ân katharis gemesti ita psaini e hyertoi.

      Ôs hyertosio telourgom repanamanosio apareme aimi, pimarot hôs plaisomanoi ne sestea goudeis kânimenoi hôs ân phallegon eikon -ON- angesti alpailo.

      Si auko hân techomanasio thon techiti, ôn hyertos psaitati gouidai psainois distâmanos.


      So die Reliquie nicht funktioniert, obwohl das heilige Symbol „ON“ berührt wurde, ist dies ein Zeichen großen Unheils. Die Gründe hierfür mögen sein wie folgt: Erstens, mangelnde Vorbereitung des Priesters. Zweitens, die Gottheit, deren Essenz in der Reliquie wohnt, ist dem Priester nicht gewogen. Drittens, ein Fluch liegt entweder auf der Reliquie oder dem Priester.

      Es ist geboten, dass der Priester das Ritual der Reliquie wiederholt, vom Anfang an, nachdem er sich gereinigt und die rechten Gesänge angestimmt hat und schließlich das heilige Symbol „ON“ erneut berührt. Ein begleitender Schwur an die Gottheit mag hilfreich sein.

      So auch dies nicht zur Funktion führt, muss der Priester das Handbuch der Reliquie lesen.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Weltennews" geschrieben. 21.09.2021

      Ich denke, das ist ein guter Schlusspunkt für diese Diskussion an diesem Ort. Bitte fahrt jetzt mit weiteren Weltennews fort und nutzt die Lounge um solche Thematiken weiterzubesprechen

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Die lieben Verwandten" geschrieben. 20.09.2021

      Erstmal die Kommentare zu euren Beiträgen:

      @Elatan Das ist ein schöner Einblick sowohl in die Sprache der Elben, als auch in ihre Kultur. Kennst du den Grund dafür, dass Eheschließungen (für unsere Verhältnisse) so problematisch sind? Das Konzept scheint mir jedenfalls für ein so langlebiges Volk sehr passend.

      @DrZalmat Das ist ein exotisches System, das für deine Nayu aber sehr passend und authentisch wirkt. Gibt es dafür Inspirationen aus der bunten Realität oder ist es dir einfach so in den Sinn gekommen?

      @Aguran Das sind zwei sehr interessante Konzepte. Besonders das System der Malach'lyl ließt sich sehr spannend; das Mentoren-System wirkt in Kombination mit der Andersartigkeit der Malach'lyl wie eine Fantasy-Version meines Horger-Systems (wobei das definitiv von irgendeiner Quelle inspiriert ist, die ich vergessen habe).




      Zitat von Elatan im Beitrag #5
      Das sind mal viele Begriffe! Ich könnte mir vorstellen, dass das für Ausländer doch recht kompliziert ist alles. Wobei sich mir direkt die Frage stellt (die vielleicht etwas ins Offtopic führt): Wenn ein Ausländer zu den Arbaren zieht, wird dann von ihm auch diese Lebensweise "verlangt" oder wird es hier ohne weiteres akzeptiert, wenn er seinen eigenen Traditionen treu bleibt - darf er sich vielleicht gar nicht anmaßen, wie ein richtiger Arbare zu leben?


      In früheren Zeiten hat es glaub ich wenige Leute ins Arbaricum gezogen und wenn doch, dann gab es da keine einheitliche Lösung; vermutlich hat man die Fremden als das betrachtet, was sie waren: Fremde, mit eigenen fremden Sitten. Seit im ausgehenden Mittelalter die Staatlichkeit im Arbaricum Einzug gehalten hat und das Horger-System vom Gewohnheitsrecht ins neue, staatliche Recht übertragen wurde, und auch nach und nach mehr Einwanderer kamen, ist es etwas komplizierter geworden. Ausländer, bspw. Gesandte oder Geschäftsleute mit ihren Familien, gelten als Kuriositäten, aber man duldet ihre Familien mit gewisser Herablassung; wollen Ausländer aber Untertanen werden, gelten für sie die arb(a)rischen Gesetze und diese sehen vor, dass sie ihre Kinder spätestens mit 6 an einen Horger geben müssen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass es in den Großstädten spezielle Horger bestimmter ausländischer Gruppen gibt, die pro Forma das System wahren, aber die leiblichen Eltern mehr mit einbeziehen, das Horger-Prinzip also eher wie "Internate" ausleben.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Die lieben Verwandten" geschrieben. 19.09.2021

      Verwandtschaft bei den Arbaren



      Bei den Arbaren bildet die Hôrgranger den Kern des sozialen Zusammenlebens; sie besteht aus einem oder einer Horger und ihren Auszubildenden und ist immer gleichgeschlechtlich; das heißt ein männlicher Horger hat nur männliche Tiner und eine weibliche Horger nur weibliche Tiner. Tiner kommen spätestens mit 6 Jahren in die Obhut eines Horgers und ihre leiblichen Eltern spielen in ihrem Leben danach keine offizielle Rolle mehr; außer wenn zwei Arbaren ein Kind bekommen wollen (siehe unten).

      Die "Verwandtschaft" ist daher sehr auf das Verhältnis eines Arbaren zum Horger und seinen Mit-Tinern ausgerichtet; da die Arbaren ursprünglich jedoch Familien in unserem Sinne kannten, sind viele Verwandtschaftsbegriffe ursprünglich auch dafür gedacht gewesen und wurden später in ihrer Bedeutung gewandelt.

      Die klassische Familie (Mutter, Vater, Kind) wird als Mirninger bezeichnet, sie wird gesellschaftlich aber nur solange akzeptiert, bis die Eltern ihr Kind einem Horger übergeben; sollte sie weiter bestehen, nachdem das Kind des 6. Lebensjahr vollendet hat, gilt diese Form der Familie als anrüchig.

      Horger (Männlich/Weiblich): Der "Ausbilder" und Ersatzvater/-mutter einer Gruppe Kinder/Jugendlicher (Tiner).

      Tiner (Männlich/Weiblich): Die "Auszubildenden" eines Horgers, die sich untereinander Brûer ("Bruder") bzw. Wesjer ("Schwester") nennen. Sie bezeichnen die erwachsenen "Kinder" des eigenen Horgers als Arbrûer bzw. Arwesjer ("großer Bruder" bzw. "große Schwester").

      Suner (Männlich)/ Diter: Diese Wörter bedeuten ursprünglich "Sohn" bzw. "Tochter", werden aber genutzt, um die erwachsenen Tiner eines Horgers zu bezeichnen, die ihre Ausbildung beendet haben und rechtlich eigenständige Personen sind. Sie bezeichnen die aktuellen Tiner ihres Horgers als Bavbrûer/Bawesjer ("kleiner Bruder" bzw. "kleine Schwester").

      Oter (Männlich)/ Muder (Weiblich): "Vater" und "Mutter" zur Bezeichnung der biologischen Eltern eines Arbaren, sie spielen kaum eine Rolle im Leben der Arbaren, außer wenn es darum geht eine Verbindung einzugehen, die Nachwuchs hervorbringen soll: In diesem Fall dürfen die beiden nicht denselben Oter oder dieselbe Muder haben. Ein leibliches Elternteil wird auch Bresser ("Gebärer") genannt, das (leibliche) Geschwister-Tabu wird demnach auch Rêkit Bressermirnis (wörtlich "Verbot der Elternliebe") bezeichnet.

      Nider (männlich/weiblich): "Kind", die Bezeichnung für das leibliche Kind eines Arbaren.

      Arvoter (männlich)/ Armoter: Ursprünglich "Großvater" bzw. "Großmutter" bezeichnen diese Begriffe den oder die Horger des eigenen Horgers/der eigenen Horger.

      Munder (männlich): Der Horger des leiblichen Vaters. Der Munder ist dafür prädestiniert, das männliche Nider eines Arbaren aufzunehmen und übernimmt die Rolle des "Oters", sollte dieser versterben (oder sonst wie ausfallen) bevor ein Kind in die Obhut eines Horgers kommt.

      Onder (männlich): Ein Bruer des eigenen Horgers. Wenn ein Horger seine Rolle, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr warhnehmen kann, gehen seine Tiner in die Obhut eines "Onder" über.

      Enner (Männlich/Weiblich): Wörtlich "Vorfahre"; die Bezeichnung für die leiblichen Eltern der eigenen Eltern oder des eigenen Horgers; oder den Horger des Horgers. Arenner, "Urahn", geht noch eine Generation zurück; allerdings können mit "Enner" auch allgemein "Vorfahren" bezeichnet werden.

      Umer (weiblich): Die Horger der leiblichen Mutter. Die Umer ist dafür prädestiniert, das weibliche Nider eines Abaren aufzunehmen und übernimmt die Rolle der "Muder", sollte diese versterben (oder sonst wie ausfallen) bevor ein Kind in die Obhut eines Horgers kommt.

      Omer (weiblich): Eine Wesjer des eigenen Horgers. Wenn ein Horger seine Rolle, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr warhnehmen kann, gehen seine Tiner in die Obhut einer "Omer" über.

      Meder (männlich/weiblich): Ein Tiner (oder Suner/Diter) eines Munders oder einer Umer.

      Veder (männlich/weiblich): Ein Tiner (oder Suner/Diter) eines Onders oder einer Omer

      Indorger (männlich/weiblich): Ein Arbare zwischen 6 und 21 ohne einen Horger.

      Ingdôter (männlich/weiblich): Wörtlich "Untoter"; ein aus der arbarischen Gesellschaft Ausgestoßener; auch die Bezeichnung für einen erwachsenen Arbaren, der nie einen Horger hatte, oder einen Arbaren, der von seinem Horger verstoßen wurde.

      Mirner (männlich/weiblich): "Ehemann" bzw. "Ehefrau"; die Bezeichnung für die beiden erwachsenen einer Mirninger.

      Gîmirner (männlich/weiblich): "Geliebter" bzw. "Geliebte"; die Bezeichnung für einen romantischen Partner; meist in Form offener bzw. polygamer Beziehungen.

Empfänger
Nharun
Betreff:


Text:
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