Emojis
:)
:-D
*XD*
*sweat*
*rofl*
*lol*
;-)
O:)
*love*
*blush*
*hug*
:-P
;-P
o.O
*XP*
*think*
sad
*sceptical*
*meh*
*shush*
*rollingeyes*
*:0*
*dizzy*
*mindblown*
:-O
*hmpf*
*woah*
*angry*
*curse*
*evil*
*hi*
*like*
*dislike*
*applause*
*check*
*crossmark*
Lobsbeeren
Weltenbau-Emojis
Weltpuzzleteil
Fairy
Elf
Genie
Ghost
Mage
Gun
Zombie
Temple
Unicorn
Skull
Dagger
Bow
Mermaid
Swords
Alien
Castle
Vampire
Witch
Merman
Dragon
World
Robot
scroll
Shield
DragonHead
Party-Emojis
Party
Balloon
Christmas
Confetti
[ Textformatierung ]
[b][/b]
[i][/i]
[u][/u]
[big][/big]
[small][/small]
[center][/center]
[line]
[pre][/pre]
[del][/del]
[mark][/mark]
[sub][/sub]
[sup][/sup]
[strike][/strike]
[ Tabelle ]
Tabelle
[table][/table]
[tr][/tr]
[th][/th]
[td][/td]
[code][/code]
[quote][/quote]
[spoiler][/spoiler]
[url][/url]
[img][/img]
[video][/video]
Farben
[blau][/blau]
[gruen][/gruen]
[lila][/lila]
[schwarz][/schwarz]
Nharun
Beiträge: 752 | Zuletzt Online: 09.08.2020
Name
Stefan
Registriert am:
19.01.2019
Benutzer-Blog
Geschlecht
männlich
Funktion
Administrator
Eigene Welten
Die Toraja
Lieblingsgenres
Fantasy,Low Fantasy,Post-Apokalyptisches
    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertfünfundvierzigstes Speedbasteln am 7. August 2020" geschrieben. Gestern

      Ja, heute gibt es Lobsbeeren im fragilen Schwebezustand zwischen gekocht und ausgedörrt:

      @Elatan Ein sehr schöner Einblick in die Geschichte deiner Länder und deren historisch-kulturellen Verflechtungen!

      @Teja Das passt zu Marisu! Hmm, ob der Autor meines Textes sich auf das Virus testen lassen sollte?

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertfünfundvierzigstes Speedbasteln am 7. August 2020" geschrieben. 07.08.2020

      Bari, Filamas, sprich chuda Arbisch!
      (Artikel aus der Zeitschrift "Horger hemere", Ausgabe 8.1984)

      Bari, Filamas, sprich chuda Arbisch!

      Sätze wie dieser sind Ihnen bestimmt nicht ganz unbekannt. Ich höre ihn zumindest öfters und denke mir dann: Ni, anu!
      Ich bekomme ihn von meinen Brüdern und Freunden regelmäßig zu hören, wenn ich mich, ihrer Ansicht nach, zu gestochen oder fachsprachlich ausdrücke. Ich muss mir dann immer ein Lachen verkneifen und eine Belehrung herunterschlucken; aber die muss jetzt raus und daher müssen Sie daran glauben:
      Von den fünf Wörtern dieses Satzes sind genau zwei arbische Wörter, nämlich „Arbisch“ und „sprechen“. Damit ist die Mehrheit der Wörter, die mich dazu anhalten sollen doch „Arbisch“ zu sprechen, gar kein Arbisch! Das sind Fremdwörter, die wir aus dem Arvelischen entlehnt haben. Jetzt höre ich schon manche unter Ihnen sich empören: „Die Echyrismen müssen aus unserer Sprache getilgt werden!“ Hmm, ja, wenn wir ganz genau sind, fliegt dann aber nur das „Filamas“ raus (und wir könnten es doch tatsächlich durch die kaum sperrige Wendung „mein guter Freund, der du wie ein Bruder für mich bist und den ich so gut kenne wie mich selbst“ ersetzen). Denn „bari“ und „chuda“ haben wir zwar aus dem Arvelischen, aber die Arvelen haben es selbst aus dem klassischen Ersevisch übernommen; zwar noch vor der Katastrophe und damit freilich vor so langer Zeit, dass es heute beim besten Willen Arvelisch ist, aber es ist eben nicht „Echyrisch“, so genau müssen wir dann doch bitte sein.
      Nun könnten wir ja auch diese ersevischen Fremdwörter aus unserem „guten Arbisch“ herauswerfen. Aber sabo! So einfach ist das gar nicht. Schon beim „chuda“ wird es problematisch, ich könnte es durch „vielleicht“ ersetzen, aber dann verliert die Aussage ihre Bedeutung von „es ist besser, wenn du das so machst“ – mit „besser“ könnte ich es aber nicht ersetzen, denn es geht ja nicht direkt darum, dass ich schlecht Arbisch spreche. Und dann haben wir ja noch Wörter wie „bari“, „sabo“ oder „mibis“, oder solche Floskeln wie „ni“, „anu“, „ro?“ oder „aio“, die schon in unserer Großhorgerzeiten keine Jugendsprache mehr waren. Es gibt kein originär arbisches Wort, um „bari“ zu ersetzen oder zumindest ist längst kein Wort mehr bekannt, um höflich eine Bitte zu formulieren, man müsste sagen „Dies ist meine Bitte“ – vier Wörter, um vier Laute zu ersetzen? „Sabo“ ist ein schönes kurzes Wort für „Ich bitte dich um deine Verzeihung“ und „mibis“ so viel kürzer als „Ich entrichte dir meinen Dank“. Auch die kurzen Wörter meiner Aufzählung stehen für viel komplexere Gedanken: „ni“ – „Wie kommst du bloß auf diesen Gedanken?“; „anu“ – „Das werde ich auf gar keinen Fall tun und wenn der Kjahullir aus den Meerestiefen hervorbricht, um uns alle zu verschlingen“; „ro?“ – „Glaubst du wirklich, was du gerade sagst/behauptest? Ich habe da Zweifel“; „aio“ – „Wohlan, auf ans Werk! / Los geht’s“
      Fremdwörter machen „unser Arbisch“ nicht kaputt, jedenfalls nicht alle. Es gibt viele gute Fremdwörter, die unsere Sprache bereichern, weil wir mit ihnen einfacher bestimmte Konzepte ausdrücken können. Ein gutes Fremdwort ersetzt einen ganzen Satz! Freilich, es gibt auch Fremdwörter, da denke ich mir, brauchen wir die? Warum die Heiler vom „Sachon“ reden, statt vom Blut, zum Beispiel.
      Wenn Sie das nächste Mal über ein Fremdwort stolpern, denken Sie daran: Die einzigen Sprachen, in die keine Fremdwörter gelangen, sind tote Sprachen! Aio, es lebe das Arbisch!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag " Einhundertvierundvierzigstes Speedbasteln am 30. Juli 2020" geschrieben. 31.07.2020

      @Elatan Ja, die Fahrzeuge müssen tanken, bzw. der Kraftspeicher muss wieder aufgeladen werden, dafür gibt es spezialisierte "Tankstellen", die zu den meist städtischen bzw. fürstlichen Magieversorgern (Arveliens) gehören. Personenfahrzeuge sind auf der Toraja auch aus von Tieren gezogenen Kutschen entstanden, d.h. ihr generelles Aussehen ist unserem Auto gar nicht so unähnlich; seit der GEV und der Möglichkeit AE als "Fahrer" einzubinden verzichten Personenfahrzeuge jedoch auf einen Fahrersitz, weshalb die Sitze einander gegenüber oder sogar im Kreis angeordnet sind, damit man sich während der Fahrt besser unterhalten kann. Je nach Ausstattung gibt es zu den Sitzen Klapptische oder sogar Tische, Minibars etc, quasi wie im hinteren Teil einer Luxuslimousine. Von der generellen Optik her, stelle ich mir etwas retrofuturistisches vor.

      @Teja Es gab sowohl in der Antike als auch später im Mittelalter Experimente mit Dampfkraft, aber in der Antike haben Dampfmaschinen sich gegen die Kombo "Sklaven & Magie" nicht wirklich durchsetzen können und endeten als Kuriositäten; im Mittelalter wurden Dampfmaschinen schon recht weit entwickelt und in Handwerksbetrieben eingesetzt, aber als Antrieb kamen sie nur vereinzelt bei Schiffen zum Einsatz, obwohl mit dem Gedanken an Schienenfahrzeuge gespielt wurde. Mit der Renaissance wurden magische Möglichkeiten der Fortbewegung interessanter und setzen sich mit der Magischen Revolution dann durch, obwohl bis zur GEV die zum Einsatz kommende Magie noch viel gefährlicher war als "heute", da die Zauber störanfälliger und die Kraftspeichereindämmungen lückenhafter waren. Der Hochkelvenkraftspeicher ist also schon eine der verderbnisärmsten Mittel; auch wenn es quasi mit einem Minikühlschrank-großer Atomreaktor zu vergleichen ist ...

    • Nharun hat einen neuen Beitrag " Einhundertvierundvierzigstes Speedbasteln am 30. Juli 2020" geschrieben. 30.07.2020

      @Teja Das klingt doch nach einem Plan! Einem verrückten, wahnsinnigen, tödlichen Plan - ich würde gerne lesen, was daraus wird!

      @Elatan Eine schöne Ansprache, die nicht nur die todgeweihten Soldaten erbaut, sondern uns auch über die Einstellung dieses Volkes informiert, zumindest die offizielle Einstellung!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag " Einhundertvierundvierzigstes Speedbasteln am 30. Juli 2020" geschrieben. 30.07.2020

      Die Zukunft mitgestalten.
      Der Kleo Astra-Myg.

      Tauchen Sie mit dem Kleo Astra-Myg in die spannende Welt der neuen Magiemobilität ein. Bis zu 410 ES Leistung und bis zu 2250 Stadien Reichweite – unser erstes vollmagisches Vielseitigkeitsfahrzeug ist ihr sportlicher, alltagstauglicher und sicherer Begleiter für eine neue Zeit.

      Reichlich Weite

      Ob für einen Wochenendausflug oder eine längere Reise in den Urlaub – mit seiner maximalen Reichweite von bis zu 2250 Stadien unterstreicht der Kleo Astra-Myg seine Langstreckentauglichkeit. Der große Hochkelven-Kraftspeicher und ein intelligentes, AE-gesteuertes Rückgewinnungssystem tragen ihren Teil dazu bei.

      Einsteigen und wohlfühlen

      Willkommen in Ihrem zweiten Zuhause. Die große Kopf- und Beinfreiheit sorgt für ein bequemes Sitzen, hochwertiges Material für Exklusivität. Genießen Sie das niedrige Geräuschniveau dank das beinahe lautlosen Magieantriebs. Mit den intuitiv zu bedienenden Instrumenten und ihrer Bord-AE können Sie ihren magiesierten Alltag im Kleo Astra-Myg einfach fortführen.

      Visionäre Rücksicht

      Die integrierten Hellsichtzauber des Kleo Astra-Myg bieten Ihnen ein völlig neues Erlebenis. Kleine Spiegel bieten Ihnen und ihren bis zu 5 Mitfahrern eine perfekte Rundumsicht und die Bord-AE wird durch feinkalkulierte Zauber auch bei schlechtem Wetter und dunkler Nacht ihren Weg sicher für Sie und ihre Umwelt finden.

      Machen Sie eine Testfahrt mit dem neuen Kleo Astra-Myg bei einem Kleo-Händler ihres Vertrauens und fragen Sie ihn auch nach den optionalen Verzauberungen!



      Aus "Portara", der Zeitschrift für Fahrzeugfreunde und -besitzer (Pellas, 1984):

      „Magiemobilität“ ist das Schlagwort unserer Generation. Obwohl Personenfahrzeuge bereits seit über 300 Jahren durch Magie angetrieben werden, war ihre Reichweite doch stets begrenzt und die Antriebszauber mussten in geringen Zeitabständen erneuert werden. Die Einbindung der Bord-AE zur autonomen Fahrzeugsteuerung erhöhte den Energiebedarf der Fahrzeuge noch zusätzlich und verringerte ihre Reichweite. Fahrzeuge der neuen Generation besitzen statt sich schnell verbrauchender Kraftspeicher nun Hochkelven-Kraftspeicher – die nicht nur genug Energie für den Antrieb bereitstellen, sondern auch eine erstaunliche Anzahl an „Komfortzaubern“ und mehr als eine gebundene AE ermöglichen. Die Entwicklung der Hochkelven-Kraftspeicher bringt ein richtiges Kraftwerk im Kleinformat in jedes Fahrzeug. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Energie können weit komplexere Zauber zum Antrieb des Fahrzeugs verwendet werden – es ist weniger verschleißende Technik notwendig: Vorbei ist die Zeit anfälliger Getriebewerke und gerissener Übertragungsbänder. Aufgrund der Möglichkeiten des Hochkelven-Kraftspeichers können Fahrzeuge sogar auf Räder verzichten, sie schweben einfach! Diese revolutionäre Entwicklung wird bald auch die Myg-Schienen der Nah- und Fernzüge überflüssig machen.


      Stimmen aus dem Geion Euron Dikton (1984):

      Zitat von 4sir4nert4s123@pellaspet@arv
      Es ist unglaublich! Hat bisher ein Fahrzeugunfall „nur“ das Risiko einer begrenzten Verderbnis beinhaltet, könnte ein zerborstener Hochkelven-Kraftspeicher eine Verderbnis über mehrere Straßenzüge bringen. Da können sie doch einen Altvorderen in die Welt setzen!



      Zitat von EuasMalekertas@aed@arv
      Denkt denn niemand an die Mechaniker? Wenn Fahrzeuge fürderhin auf mechanische Getriebe verzichten – müssen die Werkstätten ihre Mitarbeiter dann auf die Akademie schicken, um Zauberer aus ihnen zu machen? Die Magiesierung geht zu weit!



      Zitat von Pidex@lephadikton@char
      Hey, ich hab den Hochkelven-Kraftspeicher aus meinem neuen Astra-Myg ausgebaut und betreibe jetzt alle Zauber meines Hauses damit. Das ist viel günstiger, als einen Anschluss an die städtischen Magidukte!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag " Einhundertvierundvierzigstes Speedbasteln am 30. Juli 2020" geschrieben. 30.07.2020

      Startet die Motoren, gebt Speed, das Thema lautet: Antriebe

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Weltennews" geschrieben. 29.07.2020

      Da @Elatan meine Exceltabelle repariert hat, habe ich das klassische Arbarisch um einige Vokabeln erweitert, darunter:

      (iu = ü ; ' zur Silbentrennung, wenn nötig ; ^ über Vokal = langer Vokal)

      • Heidburren - Rinderweide (wörtlich "Kuhkäfig")
      • Radich'rob - Rüstung (wörtlich "ängstliche Bedeckung")
      • Swôlvebu - Festgewand, "Sonntagskleider" (wörtlich "frohes Gewand")
      • Poddsîda - Deckel (wörtlich "Kuppe(l) des Gefäßes")
      • Friudjerda - wahre Liebe (wörtlich "Geschenk des Herzens")
      • Ochunkokja - Blickfang, Hingucker (wörtlich "Augenkuss")
      • Gothâber - Sklavenhalter (wörtlich "Fleischbesitzer")
      • Drukaber - Geäst (wörtlich "Geweih des Baumes")
      • Gallasur - Geldgierige Person (wörtlich "Geldbiene")
      • Drauwerger - Abenteurer (wörtlich "Jemand, der gefährliche Arbeit erledigt")


      Und ein paar Kenningar:
      • Slaheris friuda - Wunde ("Geschenk des Kriegers")
      • Ârreris Gull - Treue ("Gold des Anführers")
      • Krajas mag - Körper ("Haus des Blutes")
      • Gîlotas Gessel - Sessel, bequemer Sitzpaltz ("Sklave des Gesäßes")


      Und ein paar "delikatere" Vokabeln, die ich für die Zartbesaiteten in einen Spoiler packe:
      • Svalprema - Eichel ("Glutknospe")
      • skanskvichtin - auf der Suche nach Sex sein ("Sex jagen")

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertdreiundvierzigstes Speedbasteln am 22. Juli 2020" geschrieben. 23.07.2020

      Zitat von Chrontheon im Beitrag #11
      Nur ... wenn des Sklaven Herz entnommen ist, ist der Sklav' dahin! Natürlich eine Frage des Preises und des Wertes, doch sei darauf verwiesen.

      Naja, vermutlich würde so ein Sklave richtig ausgeschlachtet, also so gut wie alle Einzelteile verkauft; ich weiß nicht wie teuer Sklaven in der Moderne sind, aber wenn man nicht gerade das Herz eines berühmten Sportlers (Profi-Sportler auf der Toraja sind meist Sklaven) haben will, sollte man da halbwegs günstig dran kommen. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob dieser Vorschlag überhaupt in die Tat umgesetzt wird.

      Zitat von Teja im Beitrag #13
      Ob der Sklave davon begeistert ist, wage ich aber zu bezweifeln.

      Ich glaube es liegt in der Natur dieses Zustands, dass diese Menschen wenig begeistert sind von dem was sie tun oder was man mit ihnen tut, doch es interessiert (kaum) jemanden.

      Bei den modernen Arben dürften derartige Praktiken gar nicht infrage kommen, da hier schon die Sklavenzucht verboten ist. Aber in manchen chirischen Staaten, könnte sich so etwas durchaus durchsetzen - ich bin mir nur unsicher, ob es auch gerade in Arvelien geschehen könnte.




      @Chrontheon Ich konnte dem Spoiler nicht widerstehen, meine Neugier war zu groß. Der Spoiler ändert meine Meinung von deiner Geschichte jedoch nicht, sie behält ihren Zauber, weil das im Spoiler geschrieben (gerade das letzte) eine mögliche Interpretation sein kann, man die Geschichte aber auch anders verstehen kann. Sowas gefällt mir.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertdreiundvierzigstes Speedbasteln am 22. Juli 2020" geschrieben. 23.07.2020

      @Elatan Es ist sehr interessant etwas über die allgemeinen Ernährungsgewohnheiten zu lesen und dann die zum Thema gehörige Fehlinterpretation der religiösen Lehre. Diese Ketzer haben schon ziemlich umständlich argumentiert, um auf den Punkt zu kommen. Hätte ich als Sentarier Appetit auf Menschenfleisch, hätte ich gesagt: Die Tiere sind von Sentarim und heilig, daher essen wir ihr Fleisch nicht, die Menschen sind aber von den Merohim und daher essen wir nur ihr Fleisch

      @Teja Ein schrecklich spannender Fall! Diesen Plot könnte ich mir gut in Form einer Sherlock Holmes-artigen Detective Story vorstellen!

      @Aguran Interessant, dass hier zwei konkurrierende Totenkulte existieren. Wenn nach dem Fleischverzehr sich aber die Teilnehmer des Stammes bis zum Tod bekämpfen, ist der überlebende dann nicht Großhäuptling von gar nichts? Oder ist die Zahl der Teilnehmer irgendwie beschränkt? Dürfen nur potentielle Nachfolger das Fleisch essen, wird ausgelost oder finden im Vorfeld bereits nichttödliche Ausscheidungskämpfe statt?

      @Chrontheon Eine sehr emotionale, atmosphärische Schilderung! Gut geschrieben und eingängig, die durch die Offenheiten (Was ist genau passiert? Wo spielt diese Geschichte? Wer ist der Ich-Erzähler? etc.) viel gewinnt!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertdreiundvierzigstes Speedbasteln am 22. Juli 2020" geschrieben. 22.07.2020

      Aufruf für eine humanere Medizin
      Ein offener Brief des Medizingelehrten Karnas Demphallas. Erschienen am 22.7.1984 in der Arvelischen Allgemeinen Zeitung.

      Die Medizin ist unserer Tage bei Weitem nicht so entwickelt, wie manch einer glauben mag. Wir vermögen es in der modernen Medizin zwar viele Leiden zu kurieren, doch geschieht dies durch Magie und nicht durch Verständnis. Die Mediziner von heute sind großartige Magier, die sich darauf verstehen komplizierte Rituale zu errechnen, um dieses oder jenes Leiden zu beheben, ob es nun eine schmerzhafte Ansammlung von Mineralien in den Organen ist oder ein verlorenes Bein. Doch wie gering ist ihr Verständnis des menschlichen Körpers im Vergleich zu jenem Wissen, dass bereits in der Antike von den Erseven erlangt wurde. Betrachten wir allein das Vokabular der Medizin, so stellen wir fest, dass beinahe alle Bezeichnungen für die Innereien des Menschen von diesem Volk auf uns gekommen sind und Berichte, noch aus der Klassik, zeugen von der Handwerkskunst der ersevischen Mediziner, die zunächst eine Ursache für das Leiden, ganz ohne Magie, ergründeten und dazu nicht nur Anschauung sondern auch Eingriffe in den Menschen vornahmen, um das Leiden dann gezielt mit einem Eingriff zu behandeln – und auch hier ganz ohne Magie.
      Doch dieses Wissen ist für uns heute in großen Teilen verloren und manch ein Historiker besitzt mehr davon, als ein behandelnder Mediziner. Unsere Mediziner folgen der seit langem akzeptierten Lehrmeinung, dass jegliche Krankheit auf die Verderbnis zurückzuführen ist und deshalb wird die Verderbnis behandelt, egal ob das Leiden im Leib oder der Seele liegt. Und jene Fälle, die nicht durch Magie behandelt werden können, werden als „unrettbar verderbt“ klassifiziert.
      Wundert es da, dass es noch heute eine verbreitete, wenn auch verbotene, Praxis vieler Erkrankter ist, ihr Heil in der Alchemie zu suchen? Doch meist nicht der wissenschaftlichen Alchemie, sondern der volkstümlichen. Da werden die Zutaten der zahlreichen Gebräue nicht nach ihren Wirkungstoffen unterschieden, sondern nach ihren Eigenschaften. Und während dies bei Pflanzen- und Tierpräparaten im besten Falle harmlos ist, so trägt diese Alchemie doch schreckliche Früchte: Sind Präparate gegen Zeugungs- oder Gebärunfähigkeit aus Sperma vielleicht noch einfach unwirksam, sind jene Formen bei denen ganze Körperteile verzehrt werden, im tiefsten Sinne verderbt. Man könnte meinen, kein zivilisierter Mensch würde das Herz eines gesunden Mannes verzehren, um sein eigenes krankes Herz zu kurieren oder einen Braten vom Oberschenkel verspeisen, um ein lahmes Bein wieder mit Leben zu füllen. Und doch: Dergleichen geschieht. Solche Praktiken mögen zwar verboten sein, aber es gibt viele organisierte Gruppen, die menschliche Sklaven geradezu ab- und ausschlachten, um die gewonnen Teile auf dem schwarzen Markt an Hilfesuchende zu verkaufen. Und diese Kunden sind nicht nur die Ärmsten, die sich keine magische Behandlung leisten können, nein, es sind auch gute Bürger, Adlige sogar, die gegen ihre Altersbeschwerden Menschenblut trinken.
      Doch wie kann man diesen Hilfesuchenden, diesen Erkrankten ihr verderbtes Handeln vorwerfen, wenn sie es einfach nicht besser wissen! Wir müssen unser ganzes Denken von der Medizin erneuern, wollen wir dieser Verderbnis inmitten unser Gesellschaft begegnen. Wir müssen abkehren, von den alten Vorstellungen, dass Leib und Seele eine untrennbare Einheit bilden, dass Verderbnis nur durch Magie behandelt werden kann. Ja, ich streite nicht ab, dass die Krankheiten eine Verderbnis sind, doch die Verderbnis verändert unseren Körper und wir müssen unseren Körper verstehen, um sie zu entfernen. Verstünden mehr Leute wie ihr Körper wirklich funktioniert, sie würde nicht aus Gründen der analogen Wirkungen ihresgleichen verspeisen.
      Anstatt ein gesundes Herz zu essen, um ein krankes Herz zu heilen, müssen wir ergründen wie das Herz eigentlich funktioniert und herausfinden wie eine bestimmte Verderbnis diese Funktion beschränkt. Dann könnten wir diese Verderbnis gezielt mit guten Mitteln und gutem Handwerk entfernen. Wenn eine Quelle versiegt, dann stellen wir doch auch keinen runden Stein an ihr auf, nur weil ein solcher neben einer noch sprudelnden Quelle zufällig liegt.
      Wenn wir schon Sklaven töten, um ihre Innereien zu nutzen, warum dann nicht sinnvoll. Anstatt das Sklavenherz zu verspeisen, wäre es da nicht sinnvoller das kranke Herz durch das Sklavenherz zu ersetzen? Die medizinische Magie könnte hier behilflich sein, doch nur, wenn wir den Körper verstehen.
      Ich rufe daher dazu auf, die bisherigen Methoden zu überdenken. Forschungen müssen gefördert werden, den menschlichen Leib zu versehen, so wie ihn einst die Erseven verstanden und noch darüber hinaus. Wir stehen kurz davor unsere Toraja zu verlassen, aber wir verstehen uns selbst immer noch nicht. Das muss sich ändern!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertdreiundvierzigstes Speedbasteln am 22. Juli 2020" geschrieben. 22.07.2020

      Zückt eure Messer, das Thema lautet: Kannibalismus

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Technische Fragen" geschrieben. 20.07.2020

      @Amanita Du hast recht, dass im Babbelfisch-Aquarium seit April nichts Neues mehr geschrieben wurde. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass diese Option dort oben zu versteckt ist, oder es andere Gründe gibt. Zumindest für einige ist der Imaginarium-IRC-Chat sicherlich ein Ersatz zum allgemeinen Plaudern, aber ich verstehe auch, dass das nicht für jeden eine Option ist und man manchmal auch mal was los werden möchte, wenn grad niemand im Chat ist.

      Als ich das Babbelfisch-Aquarium in den TreeTalk oben ausgelagert habe, erschien mir dieser ein sinnvoller Ersatz zu einem Thread zu sein, da dort an einer Stelle mehrere Plauderthemen eröffnet und gezielt darauf geantwortet werden kann, anstatt alles in einen Thread zu packen, und es so übersichtlicher zu gestalten.

      @Alle Wenn ihr den alten Einzelstrang wieder zurück haben wollt (und der TreeTalk geschlossen werden soll), dann meldet euch! Bzw. fühlt euch generell dazu eingeladen, eure Meinung zum Thema zu sagen!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 19.07.2020

      Zitat von Elatan im Beitrag #45
      1. Die Geschichte mit Nathakeph erinnert mich an Berichte aus Afrika, in denen geschildert wird, wie Schimpansen in Dörfer eindringen und Kinder töten; steckt die Erinnerung an sowas hier dahinter oder mehr?

      Nein, das werden wohl solche Erinnerungen sein; derartige Vorfälle gab es im antiken Demar in kleineren Dörfern wohl häufiger, aber nicht in ummauerten Städten. Dennoch wird die Angst durch solche Begebenheiten stark genug gewesen sein. Vielleicht wurden hier auch Erinnerungen an ein Kindersterben, womöglich durch eine Seuche, mit solchen Geschichten vermischt.

      Zitat von Elatan im Beitrag #45
      2. Wie kam es, dass Horeshar so vergöttlicht wurde, während seine Herrin in Vergessenheit geraten sollte?

      Horeshar wurde noch zu Lebzeiten der Andah-Kah vergöttlicht und hatte eine Priesterschaft bei ihrem Tod, die obwohl die Andah-Kah aus der Erinnerung getilgt wurde, eine Herabstufung ihres Gottes verhindern konnte, der immerhin als ein Gesandter der höchsten Sonnengöttin Emura galt.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "[Toraja] Verschiedenes" geschrieben. 19.07.2020

      Verschiedenes über Tiere

      • Der Adler Desthos im antiken Tertemischen soll über hundert Jahre alt geworden sein und die Echyrische Sprache beherrscht haben; aufgrund seines hohen Alters hätten die Bewohner von Tertemes häufig seinen Rat gesucht und ihm als Gegenleistung Eidechsen oder Schlangen gebracht. (Eine Anekdote die Elas Atanos in seinem siebten Buch anbringt).
      • Der Adler Tarisit galt in der demarischen Antike als Kinderräuber, der vergleichbar zum irdischen Schwarzen Mann, unartige Kinder raubt. Er wird häufig in antiken Reiseberichten erwähnt, ein phalastrischer Kaufmann ergänzt die Geschichte von Tarisit um die hämische Anspielung, dass wegen ihm die Mädchen in den Priesterhäusern dick gefüttert, damit er die künftigen Herrscherinnen nicht forttragen könne.

      • Stichtworte Demar und Kinderdiebstahl: Das muss im antiken Demar eine schreckliche Bedrohung gewesen sein, denn der Kragenaffe Nathakeph soll damals mit seinem Rudel die Stadt Pichadet terrorisiert haben, indem er sein Rudel nachts über die Stadtmauern führte und in Häuser einbrach, um Kinder zu stehlen, die schließlich von den wilden Affen gefressen wurden.
      • Der Falke Horeshar war das Lieblingshaustier der dritten Andah-Kah von Aneph-Haja. Während ihr Name durch eine Damnatio Memoriae ausgelöscht wurde, überlebte der Name ihres Haustieres durch eine eigene Priesterschaft, da sie das Tier nach seinem Tode vergöttlichen ließ.
      • Der demarischen Sonnengöttin Emura war ein weiblicher Greif geweiht, die den Namen Abhalat trug und in einem Tempel der Stadt Ga'ai gehalten wurde. Diese Greifin wurde wie eine Göttin verehrt und nach ihrem Tode einbalsamiert, auf einer Barke mit allerlei Kostbarkeiten drapiert und diese dann dem Meer übergeben. Derweil wurde aus der Greifenzucht des Tempels unter Wahrung von Omen und Zeichen eine neue Abhalat ausgewählt. In verschiedenen Reiseberichten wird erwähnt, dass die göttliche Greifin ihren Fleischbedarf unter der einfachen Bevölkerung von Ga'ai decken durfte, da die Priesterinnen des Emura-Tempels dies als Bestrafung von Sündern und Frevlern erachteten.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Sexyness in euren Welten" geschrieben. 19.07.2020

      @Aguran Ich finde es schön, in deinem Post nicht nur etwas zum Thema Attraktivität zu finden, sondern auch etwas zur Biologie deiner Spezies; auch bei dir gefällt mir, dass deine Spezies jeweils eigene Vorstellungen haben und ich finde es klasse, dass du hierbei sogar auf Unterschiede innerhalb der Spezies eingehst. Du schreibst, dass Menschen sich mit allen anderen Spezies "verpaaren" können, aber bei den Reptiloiden schreibst du, dass sie sich nur mit Elben fortpflanzen können, dass es bei den Mach'lyl eigentlich nur magisch geht und erwähnst sie bei den Thrumbaki gar nicht?

      @Elatan Auch wenn du dir zuvor keine großen Gedanken gemacht hast: Das was du hier schreibst, klingt sehr stimmig und zu deiner Welt passend.

      Zitat von Aguran im Beitrag #4
      Die Toraja und ihre Verderbnis. Das nimmt ja immer krassere Formen an wenn Übergewicht und Pickelmale schon mit dazu gerechnet werden.


      Übergewicht und Untergewicht entstehen auch auf der Toraja primär durch das Essverhalten, aber gerade extreme Formen entstehen auch durch die Verderbnis - sie sind allerdings selten; extreme Fettleibigkeit durch die Verderbnis sogar noch seltener als Untergewicht, das durch Tumore hervorgerufen werden kann. In der allgemeinen Anschauung reift ein Mensch bis zum (torajanischen) Jugendalter heran und erreicht dann den Zustand seiner natürlichen Reinheit, alle Makel, die ihn befallen werden als Zeichen der Verderbnis gesehen, selbst das Alter. Dass so Dinge wie Muttermale oder Pickel Zeichen der Verderbnis sind, stimmt sogar, allerdings unterscheiden die Torajaner diese schon von krasseren Formen. Aber Bakterien und Viren sind Formen der Verderbnis und Pickel somit, wenn auch "sanfte", Veränderungen, die durch Verderbnis hervorgerufen werden. Das bedeutet auch, dass Krankheiten allgemein eine Form der Verderbnis sind; das Konzept der "Reinheit", das die meisten torajanischen Kulturen haben, ist im Prinzip eine Erklärung des menschlichen Immunsystems.
      Da die Torajaner Menschen sind, sind sie genauso wie wir von Gewichtsveränderungen, Alter, Pickeln und Krankheiten betroffen - das macht sie in den wenigsten Kulturen sofort zu ausgestoßenen Verderbten, aber diese Zustände gelten als Abweichung vom gewünschten Ideal und werden damit als "unsexy" eingestuft. Fitness und Körperkultur haben in den torjanischen Kulturen von Alters her einen größeren Stellenwert als in unseren (historischen) Kulturen, weshalb es vielleicht ein paar mehr Menschen gibt, die dem gewünschten Ideal entsprechen, aber die Mehrheit der Torajaner entspricht, wie bei uns, nur teilweise diesem Ideal. Besonders wenn das Alter mit schütterem Haar, Falten oder erschlaffendem Gewebe zuschlägt, fallen viele Menschen aus der Kategorie "sexy" heraus; ohne dass sie etwas dafür können.

      Du, ich und andere mögen dem torajanischen Ideal nicht entsprechen, aber wir wären damit nicht allein. Während wir aber ganz gut damit leben können, weil wir in unserer Kultur aufgewachsen sind, haben viele Torajaner damit zu kämpfen, dass ihr Körper nach außen trägt, nicht stark genug zu sein, um der Verderbnis Widerstand zu leisten. Durch meine Allergien würde ich dort vermutlich noch eher mit einem Verderbten in Verbindung gebracht.

      Da die Torajaner Menschen sind, können sie natürlich auch gefallen an nicht-körperlichen Eigenschaften finden und Klugheit, Wissen, Witz oder Charme sexy finden - das ist aber nicht der gesellschaftliche Standard. Aus ihrer Geschichte heraus, sind die Torajaner wesentlich oberflächlicher in ihrem Begehren als wir. Es ist nicht nur so, dass wie bei uns, "schöne" Menschen Werbung oder Film dominieren, man wird von klein auf gelehrt, dass nur diese "schönen" Menschen vollwertige Menschen sind.

      Da @Elatan von Bräunung gesprochen hat: Ich bin mir sicher, dass in den meisten Kulturen und Zeiten gebräunte Haut nicht dem Schönheitsideal entspricht, da sie eine Veränderung des Körpers darstellt und somit als Verderbnis gewertet wird. Aber über lange Zeit konnten sich viele Menschen dieser (temporären) Veränderung gar nicht entziehen, weil sie im Freien arbeiten mussten. Damit fallen dann ganze soziale Schichten aus der Kategorie "sexy" heraus, einfach weil sie ihre Arbeit verrichten müssen. Das mag natürlich kulturell anders bewertet werden, bspw. in Phalastrien, das historisch eng mit Kaphtenu verbunden ist; die Phanecher haben eine eher mediterrane, leicht gebräunte Hautfarbe und die von ihrer Kultur beeinflussten, hellhäutigen Phalastrier mögen daher auch eine gebräunte Haut als "schön" erachtet haben.

      Die Sache mit der Verderbnis ist einfach: Sie wird kulturell und politisch gerne interpretiert und ausgelegt. Da die Torajaner eher aristokratisch-konservativ, in manchen Fällen sogar faschistisch, eingestellt sind, werden Schönheit und Attraktivität schnell zum Politikum, sie dienen auch als Mittel der Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Anfeindungen gegen Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderen ethnischen Merkmalen geschehen bspw. meist aus der Warte "sie sind anders als wird, also müssen sie verderbte Menschen" sein. Das verbietet einem hellhäutigen Arben natürlich menschlich nicht, einen dunkelhäutigen Dimmer attraktiv zu finden; gesellschaftliche Akzeptanz stünde aber auf einem anderen Blatt.

      Das alles macht die Torajaner in unserer Sicht natürlich nicht gerade zu Sympathieträgern, aber aufgrund ihrer geschichtlichen Entwicklung finde ich diese Entwicklungen plausibel und naheliegend. Die Torajaner mögen Menschen sein, aber sie sind eben von Grund auf anders geprägt als wir. Ich mag das, denn so ähnlich die Torajaner uns auch manchmal sind, findet man schnell etwas, was zu einem empörten "Bitte was!?" führt und zeigt, dass sie doch anders sind. Vielleicht regt das dazu an, eigene Werte oder Ansichten zu hinterfragen, aber ich bastle die Toraja, die weder eine Utopie noch eine Dystopie sein soll, nicht um Gesellschaftskritik zu üben; sie ist ein Was-wäre-wenn und ich versuche die Auswirkungen bestimmter Setzungen zu entwickeln - dass dadurch vielleicht auch Gesellschaftskritik entstehen kann, ist mir eher nebensächlich.

      Auch wenn das ein bisschen Off-topic wird: Die Torajaner haben in vielen Aspekten Einstellungen und Werte, die nicht meinen eigenen Einstellungen und Werten entsprechen. Dadurch entsteht eine Distanz zwischen mir und meiner Schöpfung, die verhindert, dass ich mich einer Traumwelt verliere, die ich vielleicht lieber hätte als unsere Realität. Die Toraja ist definitiv kein Ort, an dem ich leben möchte; ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich dort Urlaub machen würde

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Sexyness in euren Welten" geschrieben. 17.07.2020

      Auf der Toraja ist das je nach Zeit und Kultur durchaus unterschiedlich, es gibt aber verallgemeinerbare Elemente, die - auch wenn es Ausnahmen davon gibt - als "universell" gelten können. Wie ihr in verschiedenen Posts bereits mitbekommen haben könntet, haben die Torajaner in den meisten Zeitaltern und Kulturen eine recht freizügige Einstellung was Nacktheit und auch Sex angeht; viel vom Körper zu präsentieren ist fast immer "in Mode". Übergewicht und Untergewicht gelten dabei meist als Zeichen von Verderbnis und sollten daher vermieden werden; aus ähnlichen Gründen gelten Muttermale, Pickel (und Pickelnarben) und Ähnliches, aber durch Unfälle oder Verletzungen erlittene Entstellungen und Verstümmelungen als "unsexy". Ob ein muskulöser oder eher schlanker Körperbau bevorzugt wird, ob viel oder möglichst keine Körperbehaarung als anziehend empfunden wird, ob ein Bart oder bestimmte Bartformen sexy sind, das Haupthaar kurz oder lang sein darf, unterliegt der wandelbaren Mode. Ähnliches gilt für den weiblichen Brustumfang - wobei es hier ein über Zeit und Kultur variables "zu viel" gibt, ebenso wie beim männlichen Gemächt. In manchen Kulturen, wie bei den Arbaren und ich Nachfahren, sind Tätowierungen oder Körperbemalungen sexy, in anderen werden sie nicht so empfunden. Ein allgemeines Schönheitsideal ist die "Jugend", wobei diese im torajanischen Kontext eher ein Alter in den frühen Zwanzigern meint und nicht die Alterspanne, die wir damit verknüpfen; in den meisten torajanischen Sprachen existieren für dieses Alter auch entsprechende Vokabeln.

      @Eisenteddy Das ist eine interessante Herangehensweise und erfrischend "anders", besonders weil wir "Reptiloid" in der Regel nicht als sexy ansehen, sondern mit Reptilien eher Kälte und vielleicht sogar eine unterschwellige Abscheu verbinden; dass sich das bei dir organisch aus dem Basteln ergeben hat und keine bewusste Setzung ist, macht es noch spannender.

      @DrZalmat Ich finde es gut, dass deine humoiden Arten eigene Ansichten haben und nicht eine (menschliche) Aussehensform von allen idealisiert wird.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Weltennews" geschrieben. 10.07.2020

      Spontaner Einfall nachdem ich beim letzten Speedbasteln den Hahn als (altes) heiliges Tier des Kriegsgottes Arkos erwähnt hatte: Das arroische Fabelwesen des "Hahnenbärs"

      Nachdem aus dem D&D-Kosmos der "Eulenbär" ja manchem ein Begriff sein könnte, dachte ich mir, es würde durchaus passen, wenn die Arroien sich dieses Fabeltier ersonnen hätten, denn mit der Synkretisierung des echyrischen Arkos mit dem arbarischen Ertius entstand Arkos Arkothos ("Der Bär Arkos") und verdrängte mit diesem Beinamen und der neuen Bärenassoziierung sicherlich die alten heiligen Hühner. Da dürfte mit Sicherheit einer auf die Idee gekommen sein, die beiden Tiere zu einem mythischen Wesen zu verschmelzen - und mal ehrlich, ein Bär mit Iro ist doch ein ziemlicher Badass und eines Kriegsgottes wahrlich würdig!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertzweiundvierzigstes Speedbasteln am 6. Juli 2020" geschrieben. 07.07.2020

      @Elatan Das klingt nach einem sehr durchdachten und stimmigen Konzept! Unter welchen Bedingungen kann denn ein kleineres Raumschiff das Schild durchfliegen? Werden durch die Schildblase nur Laser abgelenkt oder muss das Schiff eine gewisse Geschwindigkeit unterschreiten, um durchschlüpfen zu können?




      Zu meinem Beitrag:
      @Elatan Da gilt der alte Satz "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte": Am Ende wurden sowohl Draspon als auch Topeia Teil des Arroischen Reiches. Draspon war seit der Enneathischen Verderbnis mit Arros verbündet (der enge Vertraute Kyrenas Mossas', auf den auch die arroissche Königsgarde zurückgeht, Entar Agridaspis, war sogar ein Draspiat) und das erstarkende Arros wurde zunehmend zur Schutzmacht des durch die vielen Kriege ausgebluteten Draspon. Eine Zeit lang wurden die Kriege zwischen Draspon und Topeia noch als "Stellvertreterkriege" weitergeführt, mit Draspon als Klient von Arros und Topeia als Klient seiner Schutzmacht Nexos. Aber für die monetär orientierten Nexoten war die Unterstützung Topeias auf Dauer zu teuer und zu wenig gewinnbringend. Die topekische Elite wollte daraufhin mit einem großen Schlag gegen Draspon und Arros noch einmal alles auf eine Karte setzen, aber Soldaten und Bürger machten da nicht mit, revoltierten und verjagten ihre Adligen und stellten die Stadt unter die Herrschaft des Königs von Arros.
      Man kann die Ereignisse jetzt so interpretieren, dass Topeia gewann, weil Draspon zum Ende hin nur noch mit arroischer Unterstützung weiter machen konnte. Oder man interpretiert die Geschichte so, dass Draspon gewann, weil es zumindest nominell seine Unabhängigkeit länger wahren konnte, als das verfeindete Topeia.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Einhundertzweiundvierzigstes Speedbasteln am 6. Juli 2020" geschrieben. 06.07.2020

      Aus der Antike sind so viele Kriege zwischen den Stadtstaaten Draspon und Topeia überliefert, dass „wie Draspon und Topeia“ zum Sprichwort für zwei Streithähne geworden, die den Grund ihres Zwists gar nicht mehr kennen. Schon antike Künstler machen sich über die teils haarsträubenden Kriegsgründe lustig. Doch bei all der ungewollten Komik, die der Geschichte innewohnt, darf nicht vergessen werden, wie groß der Einfluss der beiden Stadtstaaten auf die Entwicklung echyrischer Kriegswaffen und -techniken war.
      Die Kriegerelite Draspons, der man nachsagte vom Kriegsgott Arkos höchstselbst abzustammen, die sogenannten Draspiaten, trugen jene heute allgemein „echyrisch“ genannten Helme, die eigentlich „draspiatisch“ genannt werden müssten: Der nach vorn verlängerte Kegelhelm mit dem Hahnenkamm, der den streitlustigen Hähnen, den alten heiligen Tieren des Arkos, nachempfunden war. Dazu verwendeten sie Arm- und Beinschienen, sowie einen großen runden Schild. Mehr Schutzkleidung verwendeten die Draspiaten nicht. Sie verließen sich auf ihr Können und ihre Fertigkeit im Umgang mit dem Schild. Die grundlegenden Techniken für den Kampf mit Schild und Waffe, die von den Draspiaten entwickelt wurden, werden noch heute bei Militär und Polizei gelehrt, auch wenn die schweren Bronzeschilde der Antike längst den leichten Energieschilden der Moderne gewichen sind.
      Die Topeken versteckten sich in Rüstungen und sie perfektionierten früh bronzene Lamellenpanzer, nach deren Vorbild sie auch bald Rüstungen für ihre Esel und sogar Fahrzeuge herstellten. Vermutlich waren sie die ersten, die Panzerfahrzeuge bauten. Schwerfällige, aber gut gepanzerte Fahrzeuge, die von schwer gepanzerten Ochsen gezogen wurden und eine geschützte Plattform für Bogenschützen und sogar Zauberer boten.
      Während die draspiatischen Taktiken auf Beweglichkeit und gezielten Schlägen beruhten, bestanden die topekischen Taktiken aus dem langsamen Vormarsch gut panzerter Truppen. Diese Taktiken gingen beide in die Militärtheorie ein, die noch heute Taktiken in „draspiatisch“ und „topekisch“ einteilt.

Empfänger
Nharun
Betreff:


Text:
{[userbook_noactive]}


Userfarben : Administrator, Moderator, Benutzer,
Xobor Forum Software von Xobor
Datenschutz