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Nharun
Beiträge: 1220 | Zuletzt Online: 12.02.2026
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Stefan
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Die Toraja
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Fantasy, Low Fantasy, Post-Apokalyptisches
    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Zeitgeschichte Meeresraum" geschrieben. 11.01.2026

      Mit gefällt die Mischung aus Zitat + Kontext + Zweifel; das Phteen nicht eindeutig erklärbar ist, finde ich ist eine klare Stärke. Gerade die Zweifel und Unklarheiten sind gute Ansatzpunkte für weiteren Weltenbau-Lore!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Die Toraja 3.0" geschrieben. 11.01.2026

      Ich habe eine neue Version der Ascension Broschüre fertig, mit funktionierenden "Tell me more"-Buttons! Hier könnt ihr auch die AGBs der Lottery genauer einsehen ,-)

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Die Toraja 3.0" geschrieben. 10.01.2026

      Zitat von M.Huber im Beitrag #26
      sehr spannend da einige gar nicht weit her geholt sind.

      Ja, mir war es wichtig, dass die Ereignisse - auch die von denen ich hoffe, dass sie real nicht eintreten - trotzdem glaubhaft wirken und der Cyberpunk/SciFi-Einschlag nicht plötzlich mit dem Hammer kommt.

      Das angehängte Dokument (Geschichte der Alten Welt) ist gelayoutet und formatiert, sowie um Zitate und Kommentare von "AlphaBoy", dem Maskottchen der New Ascension Space Association, ergänzt.

      Den "The Ascension Lottery"-Flyer habe ich bereits im Discord vorgestellt, ich teile ihn auch hier mal.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Die Toraja 3.0" geschrieben. 09.01.2026


      Neues Jahr - Neue Toraja



      Ich habe mal wieder Lust meine Toraja neuaufzusetzen. Dieses Mal beginne ich mit dem Ursprung: Den Ersten Menschen. Genauer gesagt mit der Entwicklung von unserer Welt zu der Welt, die die Kolonisten auf die Toraja geschickt hat.

      Da meine "Zeitleiste" hier im Forum eine unglaubliche Wall of Text gewesen wäre, hänge ich die Seiten als PDF an - erfahrt auf 17 Seiten wie die Welt war, bevor die Menschen sie verließen!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Der Fielder News Jahresblick 2021" geschrieben. 28.12.2025

      Dir auch einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr @M.Huber
      Der Rückblick ist auch dieses Jahr wieder sehr spannend zu lesen, und da es der 5. ist, ist ja sogar ein kleines Jubiläum Sehr cool, dass du das an jedem Jahresende machst!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Der Imaginariums Gabentisch 2025" geschrieben. 26.12.2025

      @Elatan Die Geschichte gefällt mir sehr, sie wirft einen Blick hinter die Legende und vertieft die Figur des Ascelin; der Heilige wirkt so sehr greifbar und authentisch, gerade weil er ein fehlbarer Mensch war.

      @Efyriel Der Geschichtsanfang gefällt mir auch gut. Er ist leise, persönlich und erzeugt emotionale Spannung; ein atmosphärischer Einstieg, der einlädt weiterzulesen - also hoffe ich doch sehr auf Fortsetzungen




      Danke @Elatan ich habe mein Märchen zwar ein bisschen mit meinen Arb(ar)en im Hinterkopf geschrieben und die verwendeten Namen sind auch irgendwie arbisch, aber wenn man sie weglässt oder austauscht ("Hans" und "Georg" statt "Regg" und "Niven" ) würde es auch gut "in unserer Welt" erzählbar sein, denke ich.


      Die Burg Leddech heißt "Eismauer" (von 'leda' "Eis" und 'dechu' "Mauer")
      "Niven" heißt "Schnee" oder ist eine Verkürzung von 'Nivender' ("Winter")
      "Regg" ist eine Verkürzung von 'Reggenger' ("Frühling") oder 'reggen' ("sprießen")

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Der Imaginariums Gabentisch 2025" geschrieben. 24.12.2025

      Die Geschichte vom Winterkönig


      [[File:ChatGPT Image 24. Dez. 2025, 15_13_38.png|left|300px]]

      Im Norden des Landes liegt die Burg Leddech, sie steht dort schon so lange, dass der Schnee sich an ihre Mauern erinnert. Er legt sich an den Stein an wie etwas Vertrautes, und wenn er schmilzt, tut er es nur zögerlich und widerwillig. In dieser Burg hatte der König des Landes seinen Sitz. Jener König mit der Krone, die aus hellem Metall gefertigt worden war, dünn wie gefrorener Atem. Jeder im Lande bezeugte, sie sei aus dem Eis eines alten Winters geschmiedet und nicht aus Metall, aus dem Eis eines Jahres in dem der Schnee auch im Sommer nicht taute. Als der Winter die Feinde des Landes auf den Pässen und in den Tälern erfrieren ließ. Seit jenem Winter hatte kein Feind es mehr gewagt das Land zu überfallen.

      Das war nun etliche Generationen her und das Land war sicher. Doch seit dem nimmt der Winter den König.

      Nicht auf einmal.

      Nicht gierig.

      Sondern langsam, wie man eine Kerze löscht, indem man ihr die Luft nimmt.

      Zuerst nahm er die Wärme. Dann das Zittern. Dann die Freude. Dann die Müdigkeit. Der König wurde nicht krank. Er wurde nicht alt. Er wurde nur still.

      Und mit jedem Jahr stand er länger am Fenster, sah dem Fallen des Schnees zu und vergaß, warum er dort stand.

      Er vergaß Namen. Er vergaß Neuigkeiten. Es war als stünde zwischen ihm und der Welt eine Eisschicht, die immer dicker wurde.

      Nur einen vergaß er noch nicht: Regg.

      Regg war Waffenmeister. Er kannte das Gewicht von Klingen und das Geräusch, das ein Körper macht, wenn er fällt. Er wusste, wie man stehen bleibt, wenn andere gehen. Und er war der Einzige, der den König noch berührte, obwohl die Kälte biss. Doch wenn Regg Nivens Hand nahm, war sie zwar kühl, doch er spürte, dass der König lebte.

      In diesem Jahr kam der Winter früher als sonst. Er kam leise und er brachte Stille. Die Flüsse hielten inne, als hätte sie beschlossen, nicht mehr weiter zu fließen. Tiere verschwanden aus den Wäldern, und selbst die Wölfe mieden die Nähe der Burg. Die Feuer in den Kaminen der Burg Leddech brachten kaum Wärme. Nachts hörte man Schritte im Schnee, langsam und gleichmäßig, als ginge jemand, der kein Ziel mehr hatte.

      Die Alten raunten in diesen Frostnächten an ihren Feuern, der König werde in diesem Winter vollständig werden.

      Regg hörte diese Worte, und sie ließen ihn nicht los. Er begann zu suchen. Nicht offen, nicht laut. Sondern dort, wo man sucht, wenn man etwas finden will, das nicht gefunden werden will.

      Er verließ die warmen Kamine und stieg hinab in die äußeren Gänge der Burg, wo der Schnee durch Risse kroch und sich in Schichten legte. Der Atem gefror ihm und seine Finger wurden taub. Jeder Schritt sagte ihm, er solle umkehren, sich wärmen, abwarten.

      Er ging weiter.
      Nicht schnell, aber ohne Halt.

      Unter der Burg lag ein altes Gewölbe, das niemand mehr nutzte oder seit den Tagen von Nivens Ururgroßvater überhaupt betreten hatte. Dort hing kein Wind. Dort fiel kein Schnee. Dort klangen Schritte, als gehörten sie nicht mehr zu einem Menschen. Je tiefer Regg kam, desto weniger hörte er sich selbst. Gedanken wurden schwer. Erinnerungen flach.

      Er musste stehen bleiben, sich Namen sagen, einfache Dinge. Seinen eigenen. Den des Königs.

      Dann ging er weiter.

      In der tiefsten Kammer erwartete ihn die Kälte unzähliger Winter. Aber kein Wächter, kein Ungeheuer. Nur eine schwarze Steinplatte. Alt und Kalt. Kälter als der Rest der Burg. Kälter als alles was Regg erinnerte. Und auf ihr stand in den Zeichen der Alten geschrieben:

      "Der Winter bewahrt den König und der König bewahrt den Winter. Solange der Frost das Herz umschließt, vergeht der König nicht. Solange der König verharrt, vergeht der Winter nicht. Was ruht, wird bewahrt. Was bewahrt wird, ruht."

      Regg schloss die Augen und dachte nach, auch wenn Stille und Kälte und Dunkelheit die Gedanken schwer und träge machten. Der Frost hält, was sonst zerfiele. Der König hält, was sonst verginge. Sie wahren einander, in Schweigen und Starre. Und da erinnerte Regg sich an die Zeiten bevor Niven König wurde, bevor der Winter ihn beanspruchte. Und dann ging er zurück.

      Es war Nacht als Regg aus den Gewölben zurückkehrte.

      Regg führte Niven hinauf auf die Zinnen. Der Wind schnitt und der Schnee fiel dicht und ohne Eile, als habe er Zeit genug für alles.

      Der König ging schwer und langsam. Seine Schritte waren vorsichtig, wie die eines Mannes, der dem Boden nicht mehr traut. Seine Hand war kalt in Reggs Griff, kälter als Stein.

      Regg blieb stehen. Er kniete nicht. Er zog den König näher.

      "Weißt du noch", sagte er leiste, "wie wir hier tanzten, bevor du eine Krone trugst?"

      Der König hob den Blick. Seine Augen waren matt, als lägen sie hinter Eis. Doch etwas regte sich darin, fern und zögernd.

      Regg hob Nivens Hand, wie er es damals getan hatte. In einem Sommer ohne Namen. Er legte seine andere Hand an den Rücken des Königs und begann, sich zu bewegen.

      Langsam. Unbeholfen. Wie zwei, die es lange nicht getan haben.

      Der Schnee fiel um sie her, und für einen Moment schien es, als hielte er inne. Der Wind schwieg nicht ganz, aber er trat zurück, als lausche er.

      Regg führte. Nicht fest. Nicht fordernd. Er ging einen Schritt, dann noch einen. Er wartete. Und Niven folgte.

      Erst zögernd. Dann sicherer.

      Ihre Füße zeichneten Spuren in den Schnee, Kreise, die sich schlossen und wieder öffneten. Regg sprach leise, erzählte von Nächten ohne Pflicht, von Lachen ohne Grund, von jenem jungen Mann, der Niven gewesen war, bevor das Land ihn gerufen hatte.

      Mit jedem Schritt wurde der Atem des Königs tiefer. Mit jeder Drehung kehrte Farbe zurück in sein Gesicht. Die Kälte wich nicht schnell, aber sie verlor ihren Halt, wie Eis, das merkt, dass der Fluss es bewegt.

      Niven legte die Stirn an Reggs Schulter. Seine Hand zitterte. Der Tanz wurde langsamer. Schwerer. Wahrer.

      Dann geschah es.

      Nicht plötzlich.

      Nicht laut.

      Die Krone riss, wie etwas reißt, das lange gehalten hat. Kein Klang ging davon aus. Nur ein feiner Riss, der sich durch das Metall zog, und dann ein Nachgeben, wie bei Eis im Tau.

      Niven sank auf die Knie, und Regg hielt ihn. Sein Atem kam stoßweise, als wäre er aus eisigem Wasser wieder aufgetaucht.

      Seine Haut war bleich. Aber seine Haut war warm.

      Zum ersten Mal seit vielen Generationen war ein König von Leddech warm.

      Der Schnee fiel weiter, doch er war leicht geworden. Er lag nur da, ohne Gewicht, ohne Anspruch. Der Wind zog sich zurück, nicht besiegt, sondern entlassen.

      Der Winter ging nicht fort. Aber er hielt nicht mehr fest.

      Niven lebte. Nicht mehr bewahrt. Nur ein Mann unter Männern, gebunden an Zeit, Zufall, an das Ende, das jeden findet. Kein Eis würde ihn holen, um ihn davor zu schützen.

      Das Land verlor seine Gewissheit, und gewann seine Wahrheit. Manche nannten es Frevel, andere nannten es Erinnerung.

      Regg blieb.

      Nicht als Schild. Nicht als Schutz.

      Sondern als der, der den König zurück geführt hatte.

      Was sich erinnern lässt, muss nicht erstarren. Und was aus Wärme gehalten wird, bleibt ohne Eis.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Halloween - Das Imaginarium des Grauens VII: Das Forum des Wahnsinns" geschrieben. 01.11.2025

      @DrZalmat Du hast ein tolles Thema für deine Geschichte gewählt, Angst und Wahrnehmung sind ein starkes Team. Die schlichte Erzählung, der Alltag, das ist schon was in den psychologischen Horror passt und mich ein wenig an "Der Horla" von Maupassant erinnert.

      @Elatan Handwerklich wirklich hervorragend erzählt, in einem lockeren, verdammt gut lesbaren Stil, der der Geschichte Anklänge einer "Volkssage" verleihen, mit dem für dich und deine Welt typischen Einschlag von Tolkien. Der Gruselfaktor mag da vordergründig untergehen, aber gerade die Dissonanz zwischen der lockeren, aber dennoch atmosphärischen Erzählung, und dem brutalen Inhalt (denn die Trolle sind definitiv Gruselgestalten), macht den Reiz des Ganzen als Horrorgeschichte aus.




      Zitat von Elatan im Beitrag #6
      Wenn du das irgendwie in meine Lovecraft-Bücher reinschmuggelst, würde es mir gar nicht als "Fremdkörper" auffallen. Sehr schöne Geschichte, grade weil sie, wie Geris, nicht so "übertrieben" ist, sondern wirkt, als könnte sie real sein.

      Zitat von DrZalmat im Beitrag #5
      eine schöne lokale Sage die durchaus in echt erzählt werden könnte. Gefällt mir sehr!


      Vielen Dank, die Reminiszenz an Lovecraft und lokale Geisterschichten aus Neuengland war meine Zielsetzung. Schön, dass das auch so rüber kommt!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Halloween - Das Imaginarium des Grauens VII: Das Forum des Wahnsinns" geschrieben. 31.10.2025

      Die Hexenlaterne





      Man kann sie heute noch sehen, hinter fingerdickem Glas, im Nordflügel des Newcrest Museum, mit einer elektronischen Alarmanlage gesichert: eine eiserne Laterne, eher klein und unscheinbar, eine wie viele Petroleumlaternen ihrer Zeit. Ihr rußgeschwärztes Glas wirkt noch intakt, ihr Griff wie von Flammen verformt und versengt.
      Das Schild darunter benennt schlicht „Hexenlaterne, ca. 1858. Eigentum des John Byrdham, gefunden am Dunwich Pond“.
      Wer lange genug hinsieht, erkennt auf dem rußgeschwärzten Glas Schlieren, die keine rauchige Flamme gemacht hat, wie Fingerabdrücke, aber von innen eingebrannt. Manche Besucher behaupten, in den Schatten der Laterne bewege sich etwas, wenn das Licht über der Vitrine flackert.
      Es ist eine dieser Geschichten, die man in Newcrest lieber nicht erzählt, wenn die Nächte länger und kälter werden, wenn der Nebel vom Meer heraufzieht.






      John Byrdham kam im Frühjahr 1829 zur Welt, in einer Zeit, da man in Massachusetts längst glaubte, die alten Schauergeschichten überwunden zu haben, die Cotton Mathers und sein Hexenwahn über Neuengland gebracht hatten. Doch im Land zwischen den Hügeln des verbrannten Dunwich und dem stillen Wassern des Pond hielt sich der Aberglaube noch hartnäckiger als das Gras zwischen den Steinen.
      Seine Mutter, so sagt man, sei eine der „Dunwich Women“ gewesen, Nachfahrinnen jener, die man im 17. Jahrhundert als Hexen verbrannt hatte, zusammen mit dem schrecklichen Sündenpfuhl, der das Dorf Dunwich gewesen war.
      John wuchs allein in einer schiefen Hütte am Südufer des Pond auf. Er lernte erst spät zu sprechen, sprach wenig, auch wenn manche sagen, er sprach viel zu den Pflanzen und Kräutern, die er am morastigen Ufer des Pond und zwischen den düsteren Ausläufern des Moonwood suchte. Er mied die Kirche und die Leute tuschelten, er sei nicht einmal getauft. Hin und wieder, so erzählten sich die Leute, habe man ihn in Frauenkleidern durch das Moor am Pond wandern sehen, nachts, allein, mit einer Laterne.
      Die Kinder in Moonwood Mills und Barrowhurst erzählten sich, dass er mit den Toten rede, dass man im Wind seine Stimme hören könne, flüsternd wie Wasser unter einer dicken Eisschicht. Manch ein Erwachsener lachte über das Kindergeschwätz – bis die ersten Jungen verschwanden.
      Es geschah im Frühjahr 1863. Drei Burschen aus Moonwood Mills hatten sich auf den Weg zum Pond gemacht, um Frösche zu fangen, wie sie sagten. Aber sie kehrten nie zurück. Man fand ihre Netzte am Nordrand des Pond, die Erde aufgewühlt, als hätten sie etwas verfolgt, oder wären selbst von etwas verfolgt worden.
      Ein Holzfäller aus der Gegend, der nicht weit entfernt von der Stelle sein Holzlager aufgeschlagen hatte, berichtete am nächsten Tag, als eine Gruppe besorgter Eltern und Bürger nach den Burschen suchten, ihm wäre nichts aufgefallen, bis auf ein seltsames Licht am Südufer des Pond, wo John Byrdham seine Hütte hatte. Das Licht, so beschrieb er, war „nicht gelb, nicht weiß, sondern grünlich, wie aus fauligem Holz gemacht“.
      Es dauerte keine zwei Tage, bis ein Prediger das Wort „Opferung“ von der Kanzel brüllte. „Er ist einer von ihnen“, sagten die Alten. „Der letzte Hexensohn des verfluchten Dunwich. Er will den Pakt der Dunwicher mit dem Satan erneuern.“
      Als am dritten Tag der Nebel über den Pond kroch, zogen sie los. Männer mit Äxten, Fackeln und Flinten, und dem unerschütterlichen Glauben, das Böse zu tilgen.
      Niemand konnte später sagen, wer den ersten Schlag führte.
      Als die Sonne aufging, war von Byrdhams Hütte nur noch ein rauchender Pfahl übrig. Die tapferen Männer waren sich im Nachhinein nicht einig, widersprachen sich in bierseeliger Laune, wenn sie ihren Triumph über das Böse feierten: Hatte man Byrdham erhängt? Ihn in seiner Hütte verbrannt? Beim Versuch ihrer Wut zu entkommen von hinten erschossen? Ihn in den Pond getrieben, bis er ertrank? Niemand hatte wirklich nach seiner Leiche gesucht. Aber sie alle waren sich einig: „Er hat’s verdient“ und „So ist’s besser für die Kinder.“
      Die Leichen der Jungen fand man nie.
      Einige Wochen später wurde am Ufer des Pond ein Stück Metall geborgen. Der Griff einer Laterne lugte aus dem Morast, darunter eine Laterne, von der ihr Finder behauptet, sie habe immer noch geglüht als er sie aus dem Schlamm zog.






      Viele Jahre sind vergangen, doch noch immer liegt die Stille am Dunwich Pond schwer. Besonders am Südufer.
      Angler erzählen, das Wasser rieche dort anders, metallisch, und manchmal steige ein Nebel oder Rauch über nur einer Stelle auf, dort wo einst Byrdhams Hütte gestanden haben soll.
      Einer schwor, er habe im Morgengrauen ein schwaches Licht über dem Schilf tanzen sehen, „wie von einer Laterne, die niemand trägt.“
      Ein anderer, ein Jugendlicher, verschwand 1924, nachdem er mit Freunden gewettet hatte, er könne die „Hexenlaterne“ in der Nacht sehen und sie holen. Am Ufer fand man seine Fußspuren. Und daneben: eine einzelne Spur, viel schmaler, barfuß.
      Wie die Laterne vom Dunwich Pond ihren Weg in das Newcrest Museum fand, kann heute kein Kurator mehr genau nachvollziehen. Es heißt, sie wäre in einem Konvolut aus einer Erbschaft gewesen. Aufgrund ihrer Verbindung zur Geschichte von Byrdham stellte man sie aus, aber weil sie unscheinbar war in einem eher abgelegenen Flur des Traktes für lokale Geschichte.
      Dort wäre die Laterne wohl bald vergessen worden, wenn die Leute nicht begonnen hätten, über Seltsamkeiten zu sprechen. So heißt es, dass immer kurz nach Mitternacht, wenn der Nachtwächter seine Runde beendet hat, das Glas der Vitrine von innen beschlägt, ohne dass die Feuchtigkeitssensoren einen Ausschlag zeigten. Dann zeichne sich im inneren der Laterne ein schwaches Glimmen ab, kaum erkennbar hinter dem Ruß, grünlich, als brenne dort eine Flamme, die nicht flackert. Doch bei jeder „Mitternachtsgala“, wenn neugierige Besucher sich um die Vitrine drängten und auf das seltsame Schauspiel warteten, passierte – nichts.
      Einmal, so erzählte mir ein alter Kurator, sei ein Praktikant ohnmächtig geworden, nachdem er das Objekt gereinigt hatte. Er sagte, er habe eine Stimme gehört. Keine Worte. Nur einen Atemzug. Ganz nah an seinem Ohr.






      Niemand weiß, was aus John Byrdham wurde.
      Vielleicht fand er seinen Frieden irgendwo im Sumpf, wo die Erde weich ist und das Wasser die Schuld verschluckt. Vielleicht wandert er aber noch immer zwischen den Nebeln des Pond, die Laterne in der Hand, auf der Suche nach jenen, die ihn einst riefen – oder nach den Jungen, die der Pond verschluckt hatte.
      Und wenn man an manchen Nächten ein grünes Licht über dem Wasser tanzen sieht, dann sagen die Alten:


      „Das ist der Letzte von Dunwich, der seine Toten heimbringt.“

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Zweihundertsechsundzwanzigstes Speedbasteln am 28. April 2025" geschrieben. 11.05.2025

      Zitat von Sirion Tond im Beitrag #10
      tolle Auflistung der kirchlichen Bräuche, die du anhand des Themas der Zeitrechnung da erdacht hast. Werden die Siegel immer in einer bestimmten Reihenfolge verwendet, oder werden die zufällig/anders ausgewählt? Ist der asiranistische Kalender sehr weit verbreitet oder nutzt ihn womöglich nur die Kirche?


      Die Siegel werden traditionell in dieser Reihenfolge gebrochen. Wie weit die asiranistische Kirche verbreitet ist, ist eine Frage des Wann. Die asiranistische Kirche breitet sich in der Klassik aus dem Echyrischen Raum hinaus, sie asiranisiert die Arbaren und Erseven, später auch die Gisuvaten und zumindest teilweise die Phanecher; im Mittelalter ist die asiranistische Kirche definitiv eine Weltmacht, besonders in der Phase der Theokratie, die als "die Dritte Kirche" bezeichnet wird. Später zerfällt die Einheit der Kirche in drei große Konfessionen (echyrisch-rechtgläubig "Kyrakeia Phallege Ne Sesta Asiranei", arbarisch-reformiert "Kyrakeia Enymene" und subatisch-rechtgläubig) ist aber definitv eine der großen Weltreligionen, die durch Missionierung und Kolonisierung weit verbreitet wurde. Der Kalender selbst (also Monate und Tage) sind im Ursprung nicht asiranistisch, sondern pagan-echyrisch, er ist vergleichbar mit dem lateinischen Kalender in dem Sinne, als dass er in der Moderne als Referenzkalender gilt, aber bspw. die Arbaren (und ihre modernen Nachfahren, die Arben) verwenden eine eigene Monatszählung - hier nutzt tatsächlich nur die Kirche (und strenggläubige) den echyrischen Kalender. Ich denke, dass die Sieben Siegel tatsächlich ein Kultus der echyrisch-rechtgläiubigen Kyrakeia sind.


      Zitat von Teja im Beitrag #11
      Ich finde es cool, dass jedes Jahr unter einem eigenen Motto steht. Passiert etwas besonderes, wenn das 7. Jahr vorbei ist?


      Das hatte ich ursprünglich vor, quasi wie ein "Jubeljahr", aber mir ist nichts spannendes und passendes in der Kürze des Speedbastelns eingefallen, also habe ich diese Idee nicht weiterverfolgt

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Zweihundertsechsundzwanzigstes Speedbasteln am 28. April 2025" geschrieben. 30.04.2025

      @Teja Das ist ein schöner, kompakter Überblick! Wie Elatan interessiert mich welche fernen Pflicheten Ahai zugesprochen werden, es wäre cool wenn du das irgendwann mal erzählst!
      @Elatan Ich finde es sehr stimmig, dass die langlebigen Elben in viel größeren Zeitspannen denken ... jetzt stell ich mir vor, dass Menschenjahre für sie so etwas wie "Hundejahre" sind
      @Sirion Tond Ich finde es gut, dass du das Speedbasteln genutzt hast um Überlegungen zu einem noch nicht ausgearbeiteten Thema anzustellen und einfach mal zu sammeln. Du hast damit eine schöne Grundlage für das weitere Ausgestalten geschaffen - und trotz der Kürze und Knappheit, weckt deine Auflistung Interesse an der Geschichte!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Zweihundertsechsundzwanzigstes Speedbasteln am 28. April 2025" geschrieben. 28.04.2025

      Die Sieben Siegel des Asiranas



      Das asiranistische Kirchenjahr beginn traditionell mit dem dem 1. Achorion und endet mit dem 33. Aphion. Die 16 (bis 18) Tage des Xychastion gehören wie bereits in antiker, echyrischer Tradition zu den „Vergessenen Tagen“, die keinem Gott geweiht, sondern von dämonischen Mächten beansprucht sind, und stehen „zwischen den (Kirchen-)Jahren“ (Urche Kis'emete).

      Obwohl im Xychastion somit keine großen Liturgien gefeiert werden, ist diese „Nicht-Zeit“ für die Kirche des Asiranas dennoch von Bedeutung – und das nicht nur, weil sie der Ranelarde Asiranasio, dem höchsten Fest des Asiranismus, vorangehen und dem Kautamarde Asiranasio, dem Fest der Vebrennung des Asiranas folgen. Am ersten Tag des Xychastion wird im Tempel das Jahressiegel des folgenden Kirchenjahren gebrochen, welches das übergeordnete Thema der Liturgien des Kirchenjahres bestimmt. Heute weiß niemand mehr, warum dies genau am ersten Xychastion gemacht wird, oder woher genau der Brauch eigentlich stammt. Der Katechismus der Echyrisch-Asiranistischen Kirche benennt das Brechen des Jahressiegels als „Gedenken an die Verheißungen des Gottes“. Doch da das Brechen des Siegels nicht im liturgischen Kirchenjahr erfolgt, findet es ohne großes Zeremoniell und meist auch ohne Gemeinde statt: Der Priester geht einfach zum Phreigidion und bricht das nächste Siegel.

      Das Phreigidion (sinngemäß etwa „Siegelbalken“) ist ein waagerechter Balken über dem Eingangsportal eines asiranistischen Tempels. Die Sieben Siegel sind im inneren des Tempels an diesem Balken angebracht, je nach Reichtum der Gemeinde kann es sich bei den Siegeln um einfache Wachssiegel handeln, oder um kostbare Handwerksstücke.

      Die Sieben Siegel im Einzelnen:

      1. Schuld (Charmeia). Das nächste liturgische Jahr steht unter dem Thema „Vergebung und materielle Läuterung“. Dies ist traditionell das Jahr in dem Sünden erlassen und Vergebung ausgesprochen wird; ein temporärer Kirchenbann wird üblicherweise bis zum nächsten Jahr der Schuld ausgesprochen. Im Mittelalter war das Jahr der Schuld aber auch das Jahr, in dem die Kirche ihr Zehnt neu bemaß, noch heute ist es in manchen Gewerken das „Jahr der Steuerprüfung“.

      2. Ketten (Kalyseis). Das Thema des folgenden Jahres lautet „Befreiung und Erlösung“. In diesem Jahr wurden traditionell Sklaven freigelassen. Es gilt aber auch als Jahr der spirituellen Einkehr und ist in vielen Orden ein Fastenjahr. Der Eintritt in eine mönchische Gemeinschaft ist noch heute nur in einem Kettenjahr möglich (und über diese Ironie machten sich schon mittelalterliche Mönche in Marginalien lustig)

      3. Wunden (Dreime). Das Jahresthema lautet „Heilung und Versöhnung“. In diesem Jahr fanden besonders an Orten, denen eine besondere Wunderkraft zugesprochen wurde, bedeutende Pilgerfeste statt. Heute wird in diesem Jahr vor allem den Opfern der Schreckensherrschaft der Asiranistischen Kirche des Mittelalters gedacht, die in jedem Wundenjahr einen neuen Sternenkrieg gegen Häretiker oder Unglaubige verkündete.

      4. Schwur (Orcheis). Das Jahresthema lautet „Wahrheit und Treue“. Traditionell das Jahr, in dem die Lehnseide und Treueschwüre gegenüber den Herrschern erneuert und bestätigt werden.

      5. Asche (Tephire). Das Jahresthema lautet „Gedenken und Erinnerung“. Traditionell ein Trauerjahr indem im großen (öffentlichen), wie im kleinen (privaten) den Verstorbenen besonders gedacht und ihr Leben und Werk gewürdigt wird.

      6. Waage (Tsyge). Das Jahresthema lautet „Gerechtigkeit und Ordnung“. Im Volksglauben das beste Jahr um Verträge aufzusetzen; die Kirche ruft in diesem Jahr oft zur Begnadigung von Inhaftierten auf.

      7. Krone (Saphon). Das Jahresthema lautet „Neuanfang und Erneuerung“. Traditionell ein Jahr der Freude in dem die Kirche große öffentliche Feste feiern lässt. Im Volksglauben das beste Jahr um ein neues Geschäft zu eröffnen oder einen Lebensabschnitt zu beginnen. Der Aberglaube schreibt Personen, die in einem Kronenjahr geboren wurden, besonderes Glück zu.

    • Werkstattbericht 4

      Ja, es ist eine Weile her seit meinem letzten Werkstattbericht - aber die Weihnachtszeit war hart und meine Fachweiterbildung geht in den Endspurt mit vielen Prüfungen in kurzen Abständen. Die Tatsache, dass ein großes To-Do für mein Setting immer noch die Erstellung meiner Stadtkarten ist, hat mich nicht gerade motiviert. Mittlerweile überlege ich tatsächlich etwas Geld zur Seite zu legen, um einfach jemanden zu beauftragen das für mich zu tun ... aber eigentlich will ich das ja selbst machen.

      Wie auch immer, ich habe etwas weiter am Setting gearbeitet. Einerseits habe ich mit Suno.ai neue Songs erschaffen (und alte remastered), insbesondere für die Band meines Vampir-NSC Benny, andererseits habe ich begonnen den mythologischen Hintergrund meiner Vampire zu erstellen. In Vampire: the Requiem gibt es keinen festen Mythos der den Ursprung der Vampire erklärt, ihr Ursprung ist im "Nebel der Ewigkeit" verloren. Aber ich mag alte Mythen und viele (Vampir-)Organisationen von Requiem spielen mit mythologischen Ursprüngen. Also habe ich begonnen einen Mythos zu entwerfen, der zwar Anklänge und Überschneidungen mit bekannten menschlichen Mythen hat, aber halt nicht nur ein "vampirisches Christentum" oder so ist. Der Ursprung meiner Vampire hängt mit den Wesenheiten zusammen, die ich bereits im Book of Forbidden Names vorgestellt habe, in der menschlichen Vorzeit gab es dann mit dem Tal'mahe'ra (ja, den Namen habe ich von Vampire:the Masquerade) geklaut, eine Vampirsekte, die direkt von den Ahnherren der heutigen Vampirklans gegründet wurde bzw. auf sie ausgerichtet ist. Elemente dieser Sekte überdauerten die Jahrtausende und bildeten das Fundament des Circle of the Crone und des Lancea et Sanctum, aber auch der Belial's Brood und der ominösen VII. In diesem Zusammenhang gibt es mit der "Schwarzen Hand" (ebenfalls als Begrifflichkeit von Masquerade geklaut) eine Häresie, die versucht das Lancea et Sanctum mehr auf die ursprüngliche Vampirreligion auszurichten. Ich muss das ganze noch hübsch verschriftlichen, aber es ergibt für mich Sinn. Ein paar inworld Quellen zu dem Thema habe ich in den Manuscripta Iacobi und den Manus Nigrum Scraps zusammengefasst, die ich in den Anhang packe.

      Jüngst habe ich mich etwas mit der Geschichte von Newcrest beschäftigt und die wichtigsten Ereignisse für mein Settingbuch zusammengefasst. Ich erwähne darin nur Ereignisse, die für Newcrest von Bedeutung sind, ohne auf die größere Geschichte Neuenglands einzugehen (dafür gibt es schließlich Wikipedia). Auch hier packe ich mein neustes WIP in den Anhang.

      Ich denke ich werde mich in der nächsten Zeit auch nur sporadisch hier zu Wort melden, aber wenn sich Fragen zu den angehängten Dateien ergeben, könnt ihr sie gerne hier oder im Discord stellen und ich werde mich bemühen sie zeitnah zu beantworten.

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Fielder News 6" geschrieben. 12.01.2025

      Fände ich cool!

    • Nharun hat einen neuen Beitrag "Fielder News 6" geschrieben. 11.01.2025

      Sehr cool! Die Aufmachung gefällt mir. Schade, dass es nur eine Seite ist - hast du vor die übrigen Seiten des Dokuments noch zu füllen?

    • @Elatan Wow. Es gelingt dir mit deiner detailreichen, atmosphärischen Erzählweise eine dichte, unheimliche Stimmung beim Lesen hervorzurufen, bei der die Ungewissheit in der sich der Protagonist befindet auf den Leser überträgt und Spannung und Neugier zum weiterlesen motivieren. Ich finde es toll, wie du Elemente deines Weltenbaus in die Geschichte einwebst, ohne dass tiefere Kenntnisse deiner Welt notwendig wären um der Geschichte zu folgen und gruseligen Spaß an ihr zu haben. Mir gefällt besonders der starke Schluss, das Sprechen durch die Raben ist ein "ehrfürchtiger Schocker", der ein gutes Finale der Geschichte bildet.

      @Sirion Tond Ein toller Beitrag, der viele Details zu deinem Worldbuilding liefert und deine Welt bereichert. Mir gefällt der Wald als eine Art unbekannter, unheimlicher "Ozean", der lieber *über*quert als *durch*quert wird. Die gefährliche Fauna unterstreicht das und weckt gleichzeitig Interesse. Dieser Beitrag allein wäre schon ein guter Aufhänger für ein RPG: Es wird deutlich dass die Tafelberge als "sichere Gebiete" dienen und man unten im Wald das Abenteuer erlebt.
      Dass du von "eine Art Wolf", "Katzen" und "Insekten" schreibst ohne ihnen einen eigenen Namen zu geben, passt meiner Meinung nach sehr gut zu der unheimlichen Stimmung und dem Unbekannten, was diesen Ort bestimmt und gleichzeitig zum Erkunden einlädt.




      Danke @Elatan und @Efyriel, ich weiß dass das eine Menge Text ist. Dass einige der "Quellen" in nicht so ganz einfacher Schrift sind, ist Absicht. Diese Textfragmente sollen durchaus zu Fehllesungen bei schnellem Überfliegen führen - hätte ich sie selbst Geschrieben, wären sie noch etwas unleserlicher als es eine Computerschreibschrift vermag.

      [Edit: Da zeitglich mit Efy's Beitrag abgeschickt, habe ich sie in meiner Reaktion noch ergänzt, weil sie ähnliche Aspekte wie Ela aufgreift]

    • Werkstattbericht 3

      Es ist Spooky Season und mit der Halloween-Aktion hier im Imaginarium im Sinn, habe ich mir eine kleine Auszeit vom Stadtplan-Malen und Orte beschreiben gegönnt und mich den eher esoterischen Aspekten des Newcrest-Settings zugewandt: Ich habe begonnen den "Newcrest Mythos" zu beschreiben.

      Mein Newcrest-Setting liegt ja nicht nur in der World of Darkness, es soll auch ein bisschen in Richtung Lovecraft gehen - und ich habe als Setting-Setzung ja bereits bestimmt, dass H.P. Lovecraft durch Begebenheiten meines fiktiven Teils von Neuengland zu seinen Geschichten inspiriert wurde. Nun widme ich mich den Entitäten, die Lovecraft zu seinen kosmischen Schrecken inspiriert haben sollen.

      Ich habe beschlossen, die Begriffe (und Unterscheidung) der "Äußeren Götter" und "Großen Alten" von Lovecraft zu übernehmen, erweitere diese Klassifizierung jedoch um auf das Rangsystem der Geister in der World of Darkness zu passen: Meine "kosmischen Schrecken" sollen nämlich ein Teil der Geisterwelt sein, die ich, den Begriff leihe ich mir aus der alten World of Darkness, "das Umbra"[1] nenne.

      Die Geisterwelt ist eine Art düsterer Spiegel der materiellen Welt, der durch die Resonanzen menschlicher Gedanken und Emotionen geformt wird, die in Form spiritueller Essenz gleichzeitig Geister erzeugen als auch Geistern als Nahrung dienen. Doch in den tiefen der Geisterwelt gibt es einen noch düstereren Ort, der so alt und fremdartig ist, dass der menschliche Verstand ihn kaum mehr erfassen kann: Das "Tiefe Umbra" oder "Umbra Profunda" - Dieser älteste Teil der Geisterwelt wurde von Gedanken und Emotionen geformt lange bevor die Menschen vernunftbegabt wurden. Hier wohnen die mächtigsten Geister, die Äußeren Götter, Großen Alten und noch andere Gestalten, die so unfassbar mächtig sind, dass sie auf Sterbliche allmächtig und göttlich wirken.

      Da das Rang-System der Geister in der World of Darkness 10 (+1) Ränge umfasst, baue ich die Kosmologie meines Mythos darauf auf. Im Regelsystem der World of Darkness gibt es nur Spielwerte für Geister der Ränge bis einschließlich 5, die Geister der Ränge 6 bis 10 sind so mächtig, dass sie quasi nicht mehr vom Regelsystem dargestellt werden können. Und auf dem 10. Rang verorte ich nun meine Äußeren Götter und einen Rang darunter die die Großen Alten.

      Was die Äußeren Götter anbelangt habe ich außerdem beschlossen, meinen "Newcrest Mythos" mit meiner Toraja zu verknüpfen[2]: Die Äußeren Götter sind also meinen Altvorderen nachempfunden (und tragen teilweise ihre Namen, wo ich es für passend hielt).




      Ich hoffe, dass ich bis Halloween mit meinem Newcrest Mythos hinreichend weit gekommen sein werde, um ihn als meinen Beitrag zur Halloween-Aktion präsentieren zu können.



      Fußnoten

      • 1. Halt, stop! Nharun, "*das* Umbra"? Wie kannst du nur? Das Lateinische Umbra ist ein Femininum der a-Deklination und daher müsste es doch "die Umbra" heißen!!!1!Einself - Ja, das stimmt, aber: Das lateinische Umbra bezeichnet ja einen ganz normalen Schatten, nicht den metaphysischen Schatten, den die Realität wirft. Außerdem finde ich es persönlich angenehmer den Begriff Umbra als Neutrum in meinem Text zu verwenden, "die Umbra", "der Umbra" [es ist ja "der Schatten"], das fühlt sich irgendwie falsch an ... bleiben wir also bei "Es ist die künstlerische Freiheit des Autors den Begriff fälschlicherweise als Neutrum zu verwenden".
      • 2. Nicht als Kontinuität im Sinne von "das Newcrest Setting ist die Vergangenheit der Toraja", sondern eher als "hey, da gibt es Parallelen und gemeinsame Elemente"

Empfänger
Nharun
Betreff:


Text:
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