Laut der tentasylschen Sphärologie, besteht die Welt aus 3 separaten Sphären, die jedoch an bestimmten Punkten oder auch Zeiten einander überlappen können. Die Materielle Sphäre, welche das Tenrasyl ist welches ich hier ja bereits vorgestellt habe, dann die Immaterielle Sphäre, welche ich schon unter dem Namen Schatten oder Schattenlande erwähnte und eine Mischsphäre aus Materieller und Immaterielle Welt, die ich schon als das Zwielicht erwähnte.
Die Welten bestehen wie bereits erwähnt nebeneinander überlappen einander jedoch punktuell oder zeitlich begrenzt.
Im Zusammenhang mit Träumen muss man nun unterscheiden zwischen denen die willkürlich durch das Unterbewusstsein erzeugt werden, und dem Luziden Träumen, welches man erlernen kann. Während Ersteres sich ausschließlich im Gehirn des Träumenden abspielt, kann der Luziden Träumer in seinen Traumreisen alle tentasylschen Sphären aktiv bereisen. Und er muss sich der Existenz dieser Sphären dafür nicht einmal bewusst sein.
Ausnahmen sind Alpträume, über diese kann auch ein nicht luzider Träumer die Grenzen der Sphären überschreiten, oder sogar unwillentlich Wesen aus anderen Sphären in seine Sphäre "einladen". Was unter Anderem dazu führte das in den Zeiten in denen die Grenzen zwischen den Sphären besonders dünn sind, also zum Beispiel in der Jahreszeit des Dunkels, sich regelrechte Schlafwachen entwickelten, die nur die Aufgabe haben eventuelle Alpträumer zu wecken.
Ich scheue ein bisschen davon zurück, hier die ganz blanken Fakten zu präsentieren, sondern schreibe stattdessen das, was Bewohner meiner Welt, und hier insbesondere zunächst einmal die weiter sentarischer Teile Arens glauben. Es gibt mindestens eine Traumwelt, in die man durchs Träumen gelangen kann. Das klingt erst einmal banal, ich will damit jedoch sagen, dass es nach allem, was man weiß, nicht möglich ist, ein Portal zu bauen oder mit einem Zauber zu erschaffen und dann einfach hindurchzugehen; der reale Körper bleibt also auch in der realen Welt, wobei ich ein wenig vor dem Begriff zurückschrecke, denn die Traumwelt ist ja in gewisser Weise auch real. Nun ist es aber auch so, dass nicht jeder, der einen Traum hat, sich auch in dieser Traumwelt befindet. Die meisten Träumer haben Träume, die so sind, wie die, die auch wir haben. Es gibt jedoch Methoden, von diesen normalen Träumen aus in die Traumwelt zu gelangen, wenn man es schafft, seine eigenen Träume zu kontrollieren. Dafür ist auch keinerlei Magie notwendig und im Prinzip jeder kann so etwas tun. In den Traumlanden ist ein Magier dann allerdings wieder im Vorteil, da er dann auch dort fähiger ist, die Träume zu beeinflussen, was sich kaum von Magie in der wirklichen Welt unterscheidet. Es ist aber auch möglich, dass Personen, die in der realen Welt keine Zauberer sind, in der Traumwelt überaus mächtige Magier sind; besonders erfahrene Traumreisende entwickeln mit der Zeit solche Fähigkeiten, sodass man sagen kann, dass „echte“ Magier zwar einen Startvorteil haben, aber dieser ausgeglichen werden kann.
Aus den Traumlanden heraus kommt man noch einfacher als hinein: In der Regel reicht es schon, im Traum zu schlafen. Dies funktioniert allerdings nicht immer als „Ausweg“, so kann jemand, der, aus welchen Gründen auch immer, in der realen Welt im Koma liegt o.ä. liegt, auf diese Weise nicht ohne weiteres wieder aufwachen. So jemand würde dann in der Traumwelt wieder aufwachen, als handele es sich bei ihr um die wirkliche Welt. Doch nicht nur besondere Umstände in der Wachwelt können eine Rückkehr behindern, sondern auch in der Traumwelt, in der man festgehalten werden kann. Eine Person, der so etwas geschieht, schwebt in einer mit der Zeit immer größer werdenden Gefahr, da sie eben in der realen Welt nicht aufwachen kann und damit die Möglichkeit besteht, dass sie z.B. verhungert oder verdurstet, wenn sie keine Hilfe bekommt.
Die Traumlanden sind dann noch in Bezug aufs Sterben interessant: Wenn jemand im Schlaf in der Wirklichkeit stirbt, während er sich gerade in der Traumwelt befindet, bleibt dessen Seele in ihr. Menschen, denen dies passiert, geben sich in manchen Fällen mit diesen Umständen zufrieden oder bemerken es vielleicht gar nicht (weil sie die Vermutung, die mit der Zeit kommt, auch verdrängen) und können ein gutes „Leben“ in der Traumwelt führen, andere sehnen sich danach, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren und werden so zu müssgünstigen Wesen, welche den Träumenden auflauern und versuchen, sich ihrer Körper zu bemächtigen. Wer in den Traumlanden stirbt, der stirbt auch in der Wirklichkeit, indem man in ein nie endendes Koma fällt; solche seelenlosen Körper sind dann wiederum begehrt bei Geistern, die von diesen leichter Besitz ergreifen können. Tatsächlich ist das auch der Grund, warum es eine abergläubische Furcht vielerorts gibt, dass jene, die aus einem Koma erwachen, nicht mehr sie selbst sind.
Nun bleibt aber natürlich noch die Frage offen, wie denn diese Traumlande überhaupt aussehen. Es heißt, die Grundfesten der Traumlande seien die Träume der Sentarim und die Träume aller anderen Wesen würden Teile beitragen. Die Traumlande sind mancherorts der realen Welt überaus ähnlich und kaum von ihr zu unterscheiden, doch gibt es auch Gegenden, die man nur in ihnen finden würde; fliegende Inseln, Bäume hoch wie Berge und Schlösser aus reinen Edelsteinen. Bewohnt wird diese Welt nicht von den Träumenden, die nur Besucher sind, sondern von allerlei Wesenheiten, von denen es heißt, manche hätten einst die reale Welt bewohnen sollen, doch hätten die Sentarim sich anders entschieden.
Zuletzt bleibt nun die Frage, ob die Traumlande einen praktischen Nutzen haben. Es ist nicht möglich, etwas aus ihnen mitzunehmen oder körperlich durch sie zu reisen, um Reisen in der Wirklichkeit abzukürzen. Es ist aber durchaus möglich, dass auf diese Weise Nachrichten über weite Entfernungen überbracht werden können, wenn sich zwei Träumer, die viele hunderte Meilen in der Wirklichkeit voneinander entfernt schlafen, sich an einem Ort in den Traumlanden treffen. Einige Magier halten so auch gelegentliche Kontakt miteinander, allerdings kam es nie dazu, dass dies wirklich sehr gezielt eingesetzt wurde, um z.B. Verhandlungen zu führen. Auch der Wissensaustausch ist natürlich dadurch eingeschränkt, dass man sich während des Traumes keine Notizen machen kann, die man im Wachzustand noch hätte und so direkt nach dem Aufwachen alles notieren müsste.
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