Ich versuche mich mal an einer Basteloffensive. Dabei will ich 2 Punkte in den nächsten 2 Wochen angehen. 1. Die Geschichte von Nesuria ein wenig verdichten in den Jahren 605 (Gründung eines magischen Rates) bis etwa 888 ( zu dessen Ende) [das ist ne große Zeitspanne, aber ich will auch nicht soo sehr ins Detail gehen, damit auch immernoch Platz ist für Neues. Vielleicht so 2-3 Ereignisse pro 100Jahre] 2. Länder/Völker/Kulturen im Norden von Nesuria (etwa in der gleichen Zeitspanne)
Das ist sehr viel, ich weiß, aber ich will zumindest mal eine grobe Idee und einen Überblick bekommen. Schauen wir mal was wird...
Ich denke nicht, zumindest nicht wegen dem Portal, höchstens dadurch dass man so sehr schwindelig wird und dann Kopfschmerzen bekommt. Es herrscht nur Verwirrung und die meisten fühlen sich orientierungslos und schwindelig. Wahrscheinlich gewöhnt man sich dran (falls jemand öfter durch so ein Portal geht)
Im Folgenden eine kleine Schreibübung die ich mir gestellt habe. Und zwar weiß ich, dass es in meiner Welt Portale gibt, und ich wollte einfach mal beschreiben wie es ist wenn jemand (das erste Mal) durch so ein Portal hindurch geht. Wie sie funktionieren, wo sie sind und so weiter weiß ich noch garnicht. Aber hier einfach mal ein paar Schreibfetzen.
Das Portal erleuchtete in hellblauem Licht. Die Oberfläche waberte zunächst wie ein kleiner Teich, der vom Wind gestreichelt wurde. (nur dass das Wasser senkrecht stand) Nach einer kurzen Zeit beruhigte sie sich und wurde fast so glatt wie ein Spiegel, der blaue Schimmer blieb.
Er machte einen Schritt darauf zu. Als erstes durchbrach seine Fußspitze das Portal, dabei spürte er nichts. Als sein Bein verschwand, war es, als wurde er durch eine Kraft angezogen und selbst wenn er es gewollt hätte, konnte er nicht zurück.
Im inneren herrschte absolute Stille. Doch um ihn herum schossen helle Lichtblitze und funken, die selbst bei geschlossenem Auge nicht verschwanden. Direkt vor ihm schien ein Pfad zu sein, ein Schimmern, dass sich leicht von der Umgebung unterschied, es gab weniger Blitze und Funken. Vorsichtig machte er einen Schritt nach vorne. Und obwohl er festen Boden unter den Füßen wahrnahm, war es, als würde er fallen.
Als er durch das Portal schritt umgab ihn absolute Stille. Doch stattdessen schossen wilde Lichtblitze um ihn herum, lediglich dort wo der Boden zu vermuten war, war es ruhiger und eine Art Pfad war zu erkennen. Der Pfad schlängelte sich in ungewisse Distanz davon.
Sobald er vorwärts ging, hatte er das Gefühl, als würde er fallen. Unwillkürlich sank er mit einem Knie auf den Pfad und stützte sich mit beiden Händen ab. Ihm wurde schwindelig. Völlig abrupt musste er sich übergeben - erst nach einem kurzen Moment konnte er sich sammeln und stand vorsichtig auf. Torkelnd begann er zu laufen. Einige Schritte später wurde er ein wenig sicherer, doch das Gefühl zu fallen verschwand nicht.
Die Übelkeit wurde immer schlimmer. Wie lange er es noch aushalten konnte, wusste er nicht. Und ein Ende des Pfades war nicht zu sehen. (aber er ging immer weiter, schritt für schritt)
Plötzlich meinte er, dass der Pfad im Nichts aufhören würde. Als er näherkam, wurde ihm bewusst, dass vor ihm nur noch die Lichtblitze und Funken zu sehen waren. Ihm wurde schlecht. Sein Kopf dröhnte. Wie sollte er aus dieser Scheinwelt herauskommen? Doch es gab keinen anderen Weg. Umkehren? Nach einem Moment der Überwindung, machte er einen Schritt ins Leere.
Er trat auf festen Boden, der Schwindel stoppte und ließ ihn stolpern, die Lichtblitze waren verschwunden und helles Sonnenlicht blendete ihn. Zu seiner Überraschung konnte er nun das Licht mit seinen Armen abschirmen, die Augen schließen. Und plötzlich überkam ihn ein ohrenbetäubender Lärm. Vogelgezwitscher, rauschender Wind, das rascheln von Laub und ...
Sie berührte das Portal mit ihren Fingern. Es fühlte sich kühl an, aber nicht nass wie Wasser, sondern unbestimmt trocken. Vorsichtig streckte sie die ganze Hand hinein und als sie bis zum Ellenbogen darin verschwunden war, wurde sie sanft hineingezogen.
Vornüberkippend stolperte sie hindurch. Helle Lichtblitze flogen um sie herum und Funken stoben in alle Richtungen / umher. Vor ihr lag ein deutlich unterscheidbarer Pfad, und sie machte einige Schritte darauf zu. Sie hatte das Gefühl zu fallen, obwohl der Weg unter ihren Füßen fest war. Doch bald schon gewöhnte sie sich an diesen seltsamen Ort. Bevor sie weiterging, blickte sie zurück. Hinter ihr war nichts zu sehen, der Pfad schien einfach im Nichts anzufangen. Also wandte sie sich auf den Weg, der vor ihr lag.
Schritt für Schritt ging sie weiter und hielt ihren Blick fest auf den Pfad gerichtet. Dieser schlängelte sich durch das nichts aus Licht. Bald hatte der Pfad ein Ende. Zielsicher trat sie über das Ende des Pfades. So plötzlich wie sie hereingetreten war, kam sie wieder heraus. Die ungewohnte Umgebung ließ sie erneut stolpern. Es war Nacht und außer dem Wind konnte sie keine Geräusche wahrnehmen. Doch deutlich befand sie sich in einer kleinen Halle. Hinter ihr war zu erkenne, wo das Portal gewesen sein musste, es war schon verloschen/deaktiviert/...
Ein paar Neuerungen/Änderungen zum Neuen Jahr. 1. Es gibt nun doch einen Weg von Amendola über das Gebirge in den Süden. Bisher war die Hauptstadt eine Sackgasse. Da das Ercomgebirge allerdings sehr hoch ist (bis 5.000m) ist der Pass bzw die Pässe die man überqueren muss immer noch kein leichtes Unterfangen. Man kommt nur zu Fuß hinüber und normaler Weise versucht man es auch nur im Sommer. (nicht alle die in den Süden wollten kamen je über die Berge) ein kleiner Wachposten bewacht daher den Zugang aus dem Süden.
2. Nach Ende des Magierkrieges ist das Land Nesuria nicht (wie bisher gedacht) ein großes zusammenhängende Reich. Die nördlichen Provinzen sind nichtmehr unter Kontrolle des Kernlandes. Es herrscht Anarchie, oder lokale Fürsten halten einzelne Gebiete. Teilweise sind diese Fürsten noch immer nachkommen der Magier (auch wenn sie keine Magie mehr wirken können)
3. Durch die ungewissen Machtstrukturen im Norden von Naithadoo gibt es immer wieder Überfälle von "Wilden". Sowohl aus dem Waldgebiete Terron, als auch aus den weiten Steppen/Hügelländer.
2und3 sind der Grund weshalb Nesuria immer noch dieses große und gut ausgebildete Heer hat. Es wird benötigt um die Länder im Norden wieder zu integrieren... ähh, zu befreien...
Wir befinden uns weiterhin in Gramowyth. Der Enuro, zweitgrößter Fluss der Region, fließt nördlich des Gebirges entlang und teilt das Land in Nord und Süd bis zur Hauptstadt Enuromund. Sie ist das große Zentrum für Handel und auch Reisende.
Der Enuro spielt eine wichtige Rolle im Transportwesen und auch für die Weiterreise ins Inland. Karte Der schnellste Weg ist sicherlich mit dem Wagen eines Kaufmanns. Nur ein königlicher Kurier schafft zum Beispiel die Strecke von Enuromund nach Tyre (150km) in unter 3 Tagen. Mit dem Schiff ist man vielleicht nicht schneller als zum Beispiel ein selbstständiger Bauer mit seinem Ochsenkarren. Denn obwohl es Flussaufwärts geht, kann man die Strecke in 6-7 Tagen schaffen. Der Ochse läuft in etwa gleich schnell, und in den unteren Gefilden kann es gut sein, dass man doch den Wind mitnehmen kann und sogar schneller vorran kommt. Aber auf dem Schiff hat man natürlich mehr Waren transportiert als jeder Karren.
Damit der Warenfluss auch ins Inland schnell genug vonstatten geht, gibt es spätestens ab Moraria eine Gilde, die regelmäßig die Schiffe den Fluss hinauf begleitet. Damit sichert sie den schnellen Transportweg von Getreide, Tonwaren, Stoffen und Tuch, in manchen Fällen auch Wein und gesalzenen Fisch. Je weiter man in den Westen kommt, desto schwieriger wird die Reise mit dem Schiff, doch die Treidlergilde hat sich gut organisiert und vermag es jeden Zahlungsfähigen Kunden ins Inland zu befördern. Sie nutzen Maultiere und Esel, oder die eigene Muskelkraft. Damit werden die Schiffe, Käne und Barken den Fluss hinauf befördert. An starken Biegungen haben sie Seilwinden platziert um die Schiffe sicher an den Felsen entlang zu bekommen. Im Normalfall arbeiten sie bis an die Landesgrenze, doch so mancher Kunde bezahlt extra damit das Schiff noch einige Kilometer weiter gebracht wird. Bei guten Bedingungen ist man also in 10 Tagen bis an die Landesgrenze gebracht. Wenns blöd läuft, schlechtes Wetter, Gegenwind, dann dauert es schonmal 16 Tage. Und auch wenn die Treidlergilde für das Schiff nicht billig ist, so kann man einer sicheren Überfahrt gewiss sein. Im angrenzenden Marestîr ist dies nichtmehr gewährleistet, und so mancher Kahn wurde dort von der Bevölkerung nördlich oder südlich des Flusses geplündert.
ZitatDeine Aufgabe [September 25](falls du sie annehmen möchtest):
Schreibe eine kurze Szene, in der ein oder zwei Charaktere auf eine Kreatur oder ein Tier treffen, das durch Musik oder Klang beeinflusst wird. Die Musik ist nicht nur Unterhaltung, sondern hat eine tiefere Wirkung.
Die folgenden Elemente sind entscheidend für Ihre Mission: • Der Musiker: Beschreiben Sie einen Charakter, der ein einzigartiges Instrument spielt oder auf sonstige Weise eine Melodie erzeugt. • Die Kreatur: Eine mysteriöse Kreatur, deren Wesen nicht ganz klar ist. Sie wird nicht durch Worte, sondern durch die Musik angezogen und offenbart eine versteckte Eigenschaft. • Das Geheimnis: Die Geschichte endet in einem Moment des Schweigens, der ein größeres, ungelöstes Rätsel andeutet, das Sie dem Leser überlassen.
Elemente, die nicht Teil dieser Mission sind, sind: • Eindeutige Erklärung: Die Herkunft der Kreatur oder die Funktion der Musik wird nicht vollständig erklärt. • Technologie: Die Szene ist frei von moderner Technik.
Efraim bin Do* spazierte gemütlich durch den Wald, die feuchte Erde federte unter seinen Stiefeln. Er genoss die Ruhe, das Rascheln der Blätter und das ferne Klopfen eines Spechts. Plötzlich erstarrte er. Am Fuß einer alten Eiche hockte etwas, das auf den ersten Blick wie ein Eichhörnchen aussah. Doch sein Fell war nicht braun oder rot, sondern schimmerte in einem hellen, fast silbrigen Weiß. Es war regungslos, als wäre es eine kleine Statue. In diesem Moment vernahm Efraim einen seltsamen Klang. Er war nicht laut, aber klar und rein, wie fallende Tropfen in einen Wassertrog. Ein Stück weiter auf dem Pfad kam eine andere Person zum Vorschein, ein Wanderer mit einer Kapuze, die sein Gesicht verdeckte. Der Unbekannte hielt ein Instrument in den Händen, eine Art Flöte aus dunklem Holz, die er ohne Mühe spielte. Die Melodie war sanft und seltsam, aber sie schien die Luft um sie herum zu verändern. Efraim sah, wie das silberne Eichhörnchen seine Ohren bewegte. Es drehte den Kopf, nicht zu dem Flötenspieler, sondern zu Efraim. Seine Augen, so dunkel wie kleine Onyxsteine, fixierten ihn. Das Tier schien zu verstehen, dass Efraim da war, und wartete auf etwas. Der Flötenspieler kam langsam näher, seine Melodie wurde ein wenig schneller. Efraim spürte eine seltsame Spannung. Er war in der Mitte gefangen, zwischen dem Lied des Fremden und dem stillen, silbernen Tier, das ihn ansah, als würde es eine Entscheidung von ihm erwarten.
bei mir ging einiges hin und her. Habe eine (oder mehrere) Gilden gebastelt, und dann gemerkt, dass ich sie garnicht brauche, zumindest nicht dort wo ich sie hin verortet hatte. Dann dachte ich ich versetze die Gilde in ein anderes Reich und hab alles ein bisschen umgeschrieben und angepasst... Letztendlich hab ich sie dann doch wieder zurück ins erste Land gebracht, und das zweite Land mit einigen Problemchen versehen, weshalb die Gilde dort nicht so aktiv ist...
Ich werde wohl weiter am Land Gramowyth arbeiten. (das Land mit den neuen Gilden) und versuchen weitere Gilden zu basteln und ein bisschen in die Geschichte einzutauchen.
Du hast eine tolle, tiefgründige Unterhaltung geschrieben. Man merkt schnell, dass der Erzmagier eher ein "böser" Charakter ist und der Schüler sich unterordnet.
soo, falls auch du keine Kritik haben willst, dann hör auf zu Lesen! Im Vergleich zu z.B. meinem Text, hätte ich hier doch ganz gerne etwas mehr Beschreibungen gelesen. Bspw. das "Herrenzimmer"/Kaminzimmer wird überhaupt nicht beschrieben, oder Kleidung der beiden Personen, damit man sich ein bisschen ein Bild machen kann.
Hier weiß ich nicht ob die Geschichte nun aus Sicht des Schülers erzählt wird oder ob es einen Erzähler gibt.
Zitat von Elatan im Beitrag #1Er war doch gar nicht an diesem Unglück Schuld, also warum musste er nun Rede und Antwort stehen? Nun ja, vermutlich, weil er nicht, wie der Verursacher, auf Nimmerwiedersehen reißaus genommen hatte.
Irgendwie klingt es persönlich aber auch allwissend...
Allgemein, super, dass du so schnell was schreiben konntest. Vielleicht kommt ja bald noch mehr (hier in dieser Rubrik, oder auch als neue Challenge)
Vielen Dank für die Kritik, tatsächlich lese ich immer gerne (auch) kritische Sachen über meine Texte. Ja, insgesamt ist wohl etwas viel Beschrieben. Aber dass liegt vielleicht auch daran, dass es nur ein kurzer Abschnitt ist (momentan hab ich nicht vor weiter an dieser Geschichte zu schreiben). Da wollte ich eher etwas mehr rein packen als vielleicht in einem Roman, wo man dann die Charaktere auch über längere Zeit kennen lernt. Dein konkretes Beispiel macht aber auch tatsächlich Sinn, dort evtl die "Erklärung" weg zu lassen.
Und, ich hatte auch einige Zeit vorlauf zum Schreiben. Hab die Challenge im WB-Discord geklaut und erst ein paar Tage später im IMG-Discord gepostet. Also hatte ich mehr "vorbereitung" Ich finds super, dass es motiviert hat wieder mal was zu schreiben!
Hier mal mein Versuch mich mehr dem Schreiben zu widmen. Legenden und Geschichten die in Fỳthmíìndría spielen und handeln.
Nach einer Challenge die im Discord gestellt wurde. ... schreibt etwa eine Standardseite (bis etwa 1800 Zeichen). Alles darf (muss aber nicht) in eurer Bastelwelt stattfinden. Weitere Regeln sind: Diese Punkte müssen vorkommen. • Eine tiefgehende Unterhaltung. • Ein Herrenzimmer oder etwas vergleichbares im Setting. • Eine schwere Vase. Was nicht drin vorkommen darf: • Gewalt • Seichtes Gerede/Smalltalk • Mehr als 4 Personen • Romantik • Kitsch
ZitatIm Rauchzimmer des Ordenshauses
Der Geruch von altem Leder, Pfeifenkraut und Bienenwachs lag schwer in der Luft, wie das unausgesprochene Misstrauen zwischen den beiden Männern. Das Rauchzimmer war in Dämmerlicht getaucht – nur das Kaminfeuer und einige Kerzen auf hohen Leuchtern spendeten träge flackerndes Licht. Die Wände waren getäfelt, dunkles Eichenholz, schwarz vom Alter und matt glänzend vom jahrzehntelangen Polieren. Die Bücherregale, randvoll mit Bänden in Leder und Pergament, wirkten wie uralte Zeugen der Gespräche, die hier seit Jahrhunderten geführt worden waren. Zwischen zwei der Regale stand eine schwere, bauchige Vase aus dunkelblauer Keramik. Sie war fast hüfthoch, dickwandig, und schien mehr ein Monument als ein Ziergegenstand zu sein. Elric von Luthan trug das schwere, graue Reisegewand und die ockerfarbenen Hosen der Grauschild Bruderschaft – schlicht, aber würdevoll. An der Schulter prangte das alte Abzeichen des Ordens: ein einfacher, bronzener Schild. Der Stoff war abgewetzt an den Ellenbogen, doch sauber und in Stand gehalten. Ein Mann, der auf Würde achtete, aber keinen Wert auf Prunk legte. Gegenüber saß Bruder Harlund, in tiefem Rot gekleidet – das Tuch war feiner, ein wenig zu fein für die Umstände, wie Elric fand. Der hohe Kragen war gestärkt, die Manschetten mit bestickten Rändern verziert. Ein Mann, der wusste, wie man sich präsentiert – und der es nie dem Zufall überließ. Zwischen ihnen: ein Tisch aus dunklem Kirschholz, auf dem zwei Krüge standen, Ton, schlicht, aber schwer. Sie waren leer. „Du meinst also wirklich, wir können sie aufnehmen?“ Harlunds Stimme klang sachlich, doch unter der Oberfläche brodelte es. „Einbinden in die Gesellschaft wie Handwerker oder Gelehrte?“ Elric schwieg einen Moment, legte die Fingerspitzen aneinander. Seine Hände waren von Narben durchzogen – alte Schlachtwunden, Schmiedebrand, alles ehrlicher Schmerz. „Ich meine, dass wir es müssen. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht alle. Aber irgendwann wird es keine Alternative mehr geben.“ „Das ist eine Kapitulation vor dem Unbekannten.“ „Nein,“ entgegnete Elric ruhig. „Es ist eine Anerkennung dessen, was ist. Was wird.“ Harlund stand auf, ging zur Vase und ließ die Finger prüfend über die rau glasierten Ornamente wandern. „Wenn ein Mann Magie in sich trägt – sagen wir, er kann Wind rufen oder das Wasser in seinem Krug gefrieren lassen – dann ändert das alles. Auch wenn er es nur ein kleines bisschen kann. Er wird anders gesehen. Gefürchtet. Vielleicht verehrt. Aber nie wird er einfach nur ein Mann sein. Nie wieder.“ Elric nickte langsam. „Das ist wahr. Die Frage ist: Wollen wir zulassen, dass sie außerhalb unserer Ordnung wachsen? Ohne Werte, ohne Anleitung, ohne Verantwortung?“ „Oder wollen wir sie kontrollieren.“ Harlunds Blick war scharf geworden. „Ein Mensch lässt sich nicht einfach kontrollieren, weil er es soll. Schon gar nicht einer, der entdeckt hat, dass er Dinge tun kann, die andere nicht verstehen.“ Harlund wandte sich vom Tisch ab, ging zum Fenster, durch das das schwache Licht eines späten Nachmittags fiel. Die dichten Vorhänge waren nur halb zurückgezogen, der Himmel dahinter ein fahles Grau. „Du sprichst von Werten, Ausbildung, Kodex... Und wer legt den fest? Du? Ich? Der König?“ Elric erhob sich langsam. Er war ein großer Mann, aufrecht trotz seines Alters. „Wir. Die, die verstehen, dass Macht ohne Richtung immer in Zerstörung endet.“ „Du vertraust den Menschen zu sehr.“ „Ich vertraue auf das, was sie werden können. Nicht, was sie sind.“ Harlund schwieg. Er drehte sich nicht um, als er sagte: „Es wird nicht bei kleinen Talenten bleiben. Wir wissen es beide. Wenn einer heute Wasser zum Kochen bringt, bringt ein anderer morgen eine Mauer zum Einsturz.“ „Dann müssen wir heute handeln, bevor wir nur noch reagieren können.“ Ein leises Knacken ging durch den Raum – das Kaminholz barst unter der Hitze, wie ein mahnender Zwischenruf. Elric trat an den Tisch, nahm einen der Krüge und hielt ihn abwesend in beiden Händen, ließ ihn vorsichtig durch seine Finger gleiten. „Kennst du die Geschichte vom ersten Schmied, der das Eisen kannte?“ Harlund sah ihn nun wieder an, mit schiefem Blick. „Nein. Aber ich nehme an, du wirst sie mir erzählen.“ Elric lächelte schwach. „Er schmiedete eine Sichel, um die Felder besser zu ernten. Sein Bruder sah das Metall und formte ein Schwert. Die Leute im Dorf beschlossen, beide Brüder zu verbannen. Zu gefährlich, sagten sie. Einige wollten sie töten. Doch andere begannen heimlich, selbst Metall zu formen. In weniger als einer Generation war das ganze Tal voller Werkzeuge, Klingen und Nägel.“ Harlund verzog das Gesicht. „Und du meinst, Magie ist wie Eisen.“ „Nicht wie Eisen. Aber wie jede Kraft, die in der Welt bleibt, selbst wenn wir sie fürchten.“ „Wir können sie markieren. Registrieren. Überwachen.“ „Und wie lange, bis die Magier selbst zurückschlagen? Weil sie nichts anderes kennen als Misstrauen? Wie lange, bis du einen Zauberer hast, der sich nicht versteckt, sondern herrschen will – weil man ihm immer alles verwehrt hat?“ Harlund trat wieder zur Vase, legte beide Hände auf ihren Rand. Seine Finger spannten sich, als wolle er ihre Schwere spüren, ohne sie zu heben. „Vielleicht braucht es keine Integration, sondern... Bewahrung. Abgeschiedenheit. Ein Kloster, weit entfernt von allem. Ausbildung, ja. Aber keine Einbindung. Keine Freiheit. Nicht in der Gesellschaft.“ „Ein goldener Käfig.“ „Ein sicherer Ort.“ Elric trat einen Schritt näher. „Für wen? Für sie oder für uns?“ Wieder war es still im Raum. Der Rauch des Kamins zog in dünnen Schlieren zur Decke, legte sich wie Schleier in die Luft. Schließlich sprach Harlund wieder, leise diesmal: „Ich habe einen Jungen gesehen. Zehn Winter alt. Er ließ die Tinte auf seiner Hand verdunsten, nur durch Konzentration. Nichts weiter. Ein Tropfen. Aber ich sah, was in seinen Augen lag. Er wusste, dass er anders war. Stolz. Unverständnis. Und Angst. Nicht seine – unsere.“ „Was hast du getan?“ „Ich habe geschwiegen. Und ihn weggeschickt.“ Elric nickte langsam, als hätte er das erwartet. „Dann hast du ihm gezeigt, dass seine Gabe ein Makel ist. Dass er sie verstecken muss.“ „Oder dass sie gefährlich ist.“ „Alles ist gefährlich. Auch Worte. Auch Glaube.“ Nun trat Elric an die Vase, berührte sie ebenfalls. Die Glasur fühlte sich kühl an, trotz des Feuers. „Stell dir vor, was passiert, wenn dieser Junge eines Tages erfährt, dass andere wie er heimlich ausgebildet wurden – von Leuten mit eigenen Zielen, eigenen Gesetzen. Vielleicht außerhalb unserer Reiche. Was wird er dann denken?“ „Dass wir ihn im Stich gelassen haben.“ „Und das werden wir haben.“ Sie standen einen Moment schweigend da, zwei Männer mit zu viel Verantwortung und zu wenig Gewissheit. Die Vase zwischen ihnen war stummes Symbol all dessen, was schwer war: Entscheidungen, Macht, Unwissen. Dann trat Harlund zurück, strich sein Gewand glatt. „Du willst also einen Orden gründen. Einen eigenen.“ Elric nickte. „Nicht allein. Und nicht sofort. Aber die Zeit wird kommen. Und wir müssen vorbereitet sein.“ „Und was, wenn dieser Orden scheitert? Wenn er sich selbst erhebt – über uns?“ „Dann wird es nicht an der Magie liegen. Sondern an unserem Versagen, Maß zu geben.“ Harlund sah ihn an, lange. Dann, mit einer Stimme wie altes Pergament: „Vielleicht haben wir beide Unrecht. Vielleicht wird alles schlimmer, egal was wir tun.“ „Dann ist es umso wichtiger, dass wir etwas tun.“ Langsam, zögerlich, trat Harlund an den Tisch zurück, setzte sich wieder in seinen Sessel. Elric tat es ihm gleich. Das Feuer knackte. Draußen heulte der Wind. „Es wird Widerstand geben,“ sagte Harlund. „Es gab ihn immer.“ „Und du willst, dass ich mit dir gehe?“ „Ich will, dass du verstehst, warum ich gehe.“ Harlund lehnte sich zurück, schloss für einen Moment die Augen. Dann: „Erzähl mir mehr von deinem Orden.“
Hab tatsächlich nicht viel gemacht die letzte Zeit, die Geschichte von Nesuria ist ein wenig weiter ausgearbeitet und ein weiteres Land, weiter im Norden, wurde auch grob abgehandelt... Mir fehlen noch mindestens 2 Länder die ich näher betrachten will, alle anderen in der Umgebung dürfen gerne nur Oberflächlich bebastelt sein (vorerst). Aber.
Mal was anderes klingt gut. Für die nächsten zwei Wochen werde ich mich mit dem Warentransport (auf dem (Fluss-)schiff, und zu Lande) beschäftigen. Ist nicht soo komplex (mal sehen), also mal schauen wie es wird.
Hey, also ich mache eine kurze Sommerpause. Ob jetzt die nächsten 2 Wochen, oder 4, weiß ich noch nicht. Melde mich aber dann wieder mit einer Basteloffensive zurück.
Meine zweite Woche ist quasi schon rum (daher auch hauptsächlich eine Fortsetzung der vorangegangenen), da ich ab morgen im Urlaub bin. Ich fand allerdings einiges über die Geschichte Nesurias heraus. Etwa 1000Jahre die nun gefüllter sind. Außerdem gibt es ein wenig mehr Details zum ein oder anderen Orden.
Nach meinem Urlaub werde ich mich an die Länder weiter im Osten wenden. Marestîr und Gramowyth brauchen noch eine passende Geschichtsschreibung.
Ich habe sehr intensiv (soweit es die Zeit zuließ) an meinen Orden gearbeitet. Es wird nun Ritterorden, aber auch Bruderschaften und Kampfbünde geben, nicht nur in Nesuria sondern auch in angrenzenden Ländern. Alle mit einer kurzen Beschreibung versehen und von einigen weiß ich schon wo sie "stationiert" sind und was sie tun. Ein wenig habe ich auch daran gebastelt, wie ich die Orden ins offizielle Militär mit einbinden kann. Von daher fand ich die Basteloffensive für mich sehr erfolgreich. Danke @Elatan für den Anstoß.
Für die nächste Woche werde ich weiter an den Orden feilen und versuchen auch die Geschichte von Nesuria etwas mehr zu beleuchten. Das geht sowieso ein bisschen einher mit den Gründungsgeschichten der Orden.
Hey, ich finde die Idee super. Hilft mir hoffentlich etwas gezielter zu basteln. Mein Fokus für die nächsten zwei Wochen wird sein, die "Ritter-"Orden von Nesuria etwas auszuarbeiten. Mal sehen ob ich es schaffe.
@Teja schöne Zeitrechnung, und auch interessant oder real world passend, dass es unterschiedliche Ansichten von unterschiedlichen Leuten gibt (Allgemeinheit, Gelehrte, Jamarra). Wurde schon von Anfang an nach den Kaisern die Zeit berechnet, oder ab wann fing man damit an?
@Elatan super Erklärung wie die unterschiedlichen Zeitrechnungen es kompliziert machen (können) wenn sich Elben und Menschen unterhalten. Und zusätzlich gibts noch Infos zu dem Sternensystem. Was war bei dir zuerst? Die Zeitrechnung oder die Sterne? (Meine Tochter ist übrigens 40 Monate alt)
@Nharun tolle Auflistung der kirchlichen Bräuche, die du anhand des Themas der Zeitrechnung da erdacht hast. Werden die Siegel immer in einer bestimmten Reihenfolge verwendet, oder werden die zufällig/anders ausgewählt? Ist der asiranistische Kalender sehr weit verbreitet oder nutzt ihn womöglich nur die Kirche?
Zitat von Elatan im Beitrag #8... @Sirion Tond: Och, es darf doch auch mal wirr und unsortiert sein, Hauptsache es sorgt dafür, dass man sich mal Gedanken zu etwas macht! Was das Jahr 0 angeht (sicher, dass es nicht das Jahr 1 sein sollte?) kann es doch auch so sein, dass man gar nicht mehr weiß, ob nun alle auf einmal kamen oder nacheinander und das ein Streitthema sein könnte, wenn ein Stamm z.B. behauptet, als erster dagewesen zu sein.
Verschiedene Überlieferungen werden ich auf jeden Fall mit einbauen, allerdings versuche ich gerade einen Überblick zu verschaffen wie es "wirklich" war. Und da hat das Speedbasteln tatsächlich geholfen. Hmm, fange ich nun mit einem Jahr 0 an, oder Jahr 1... ?
Zitat von Nharun im Beitrag #9... @Sirion Tond Ich finde es gut, dass du das Speedbasteln genutzt hast um Überlegungen zu einem noch nicht ausgearbeiteten Thema anzustellen und einfach mal zu sammeln. Du hast damit eine schöne Grundlage für das weitere Ausgestalten geschaffen - und trotz der Kürze und Knappheit, weckt deine Auflistung Interesse an der Geschichte!
Danke, ich versuche mal wieder dran zu bleiben. Evtl. komme ich ab jetzt immer montags zum Basteln
Jedes Reich seine eigene Zeitrechnung? (bis wann?)
Nun, hier sind ein paar Überlegungen, die ich nun anstelle:
(ob sich etwas davon durchsetzt oder ob irgendjemand später überhaupt noch davon weiß... Ist wohl ein anderes Thema) Das Folgende ist wohl das wirrste und unsortierteste Speedbasteln das ich je abgab. Es muss natürlich noch mehr bebastelt werden. Aber es ist (vielleicht) ein Anfang.
Jahr Null ist die Ankunft der 16 Stämme
Die Überlegung ist, ob die Stämme (also die Menschen, die jetzt in Naitadoo siedeln) alle zusammen? ankamen. Mit Schiffen. Aus Aewekon (südhemisphäre). Und dann am Enuro entlang siedelten.
Jahr Zwei
Sechs der Stämme blieben. Sie gründeten Gramothland (nördlich des Flusses) mit jeweils 3 Fürsten und seinen Anhängern und Wythland (südlich des Flusses) mit 3 Fürsten und Anhängern.
Jahr Acht
Drei Stämme ziehen direkt gen Norden, an der Küste entlang und gründeten dort im Jahr 8 einige (3) Fürstentümer.
Jahr Zwölf
Zwei Stämme ziehen ebenfalls nach Norden, aber westlich des Gebirges ins flache Hochland.
Jahr 18 Fünf Stämme ziehen nach Westen, den Fluss entlang. Sie gründen etwa im Jahr 18 mehrere Fürstentümer.
Jahr 76
Gründung von:
Gramothland entwickelt sich aus 3 Stämmen
Jahr 83
Wythland entwickelt sich aus 2 Stämmen
Ein Stamm zieht weiter Richtung Westen ins heutige Marestîr
Jahr 102
Gründung von Marestîr (Vorgänger)
Jahr 107
Gründung von Auzuryirene (Vorgänger)
Spaltung eines Stammes? anderer Teil zieht weiter am Newhlis entlang
Jahr 140 Erster größerer Konflikt zwischen Gramotland und Wythland.